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607) 22/27. Februar 1017.

Am 22. Februar (VIII. Kal. Martii) wurde die Marienkirche in Queda linburg geweiht, und verbrannte die Kirche St. Johannis des Täufers in Magdeburg (Magadeburch, d. h. Kloster Berge).

Ann. Quedlinb. in M. G. III. p. 84.

Die Einweihung des Jungfrauenklofters im Norden von Quedlinburg in Gegenwart des Kaisers durch Bischof Arnulf von Halberstadt unter Assistenz des Erzbischofs Gero von Magdeburg fand am 27. Februar (III. Kal. Marcii) statt.

Thietm, chron. 1. VII. e. 38. Ibid. III, p. 853.

608) 22. Mai (1017)

starb Aluered, eine Nonne (zu Magdeburg?).

Necrolog. Episc. Merseb. in Höfer, Erhard und v. Medem Zeitschrift für Archivkunde 2c. I. p. 114.

Hierunter dürfte, wie Mooyer in den Neuen Mittheilungen des Thür.Sächs. Alterthums-Vereins II, 1 p. 58 nachweist, die Magdeburgische Nonne Aloured zu verstehen sein. Vgl. Regeft Nr. 606.

609) 6. Juli ff. 1017.

Der Kaiser und die Kaiserin reisten von Paderborn nach Magdeburg und wurden vom Erzbischof Gero mit großen Ehren empfangen. In der folgenden Nacht, Sonntag den 7. Juli (Nonas Julii) war ein gewaltiges Gewitter, welches vielen Schaden an Menschen, Vieh, Feldern und Wäldern anrichtete. Um Tage darauf (8. Juli) seşte der Kaiser mit seiner Gemahlin und dem Heere über die Elbe und kam nach Leißkau (Liesca), einem Hofe (curtem), welchen einst Wigo, Bischof (von Brandenburg) (quondam Vigonis episcopi) besesjen hatte, in welchem damals unzählige wilde Thiere (feris) hausten. Dort wartete er in einem Lager (in castris), welches er hatte aufschlagen lassen, zwei Nächte die nachrückenden Schaaren ab und brach dann, während die Kaiserin mit vielen Anderen zurücgegangen war, mit ganzer þeeresmacht vor. An demselben Tage kam der vormalige Herzog von Baiern Heinrich von Bolizlav zurück und ward wieder, jedoch ohne Erfolg, an ihn geschickt. Darnach gestattete ihm der Kaiser, zu seiner Gemahlin und zu seiner Schwester zu gehen.

Thietm. chron. 1. VII, c. 42 in M. G. III. p. 855.

Zahlreich besuchter Fürstentag (Celebris principum concertus) zu Leißfau (Liezgo), wo Raiser Heinrich und Gero, Erzbischof von Magdeburg, anwesend waren. Dort stellte am 10. Juli (VI. Id. Julii) der Kaiser eine Urkunde für den Bischof Meinwerf zu Paderborn aus.

Vita Meinw. c. 143. Ibid. XI, p. 136.
Vgl. Magdeb. Schöppenchronit herausg. von Janice S. 88.

610) 10. Juli 1017. Zu Leißkau (Lietzo) stellt Kaiser Heinrich (II.) dem Marienkloster zu Paderborn eine Urkunde aus.

(Signum domni Heinrici inuictissimi Romanorum Imperatoris Augusti.) Guntherius cancellarius uice Erchanbaldi archicapellani notauit.

(Data VI. Idus Julii u. s. w. Actum Lietzo.)
Regeit in
Stumpf Regg. Imp. p. 137 Nr. 1687 nach dem Original im

Archiv zu Cassel.

611) 11. Juli 1017. Zu Leißkau (Lietzo) incorporirt Heinrid (II.), römischer Saiser, dem Bisthum Paderborn, nach dem Nathe der Kaiserin Kunigunde und viele: geistlichen Fürsten, darunter des Erzbischofs Gero von Magdeburg, die Abtei Helm vardeshusen.

Signum domni Heinrici inuictissimi Romanorum Imperatoris Augusti (L. M.).

Guntherius cancellarius uice Erchanbaldi archicapellani notauit.

Data V. Idus Julii, Indictione XII, anno dominicae incarnationis
MoXVII° anno uero domni Heinrici secundi regnantis XVI° Imperii IIII°.
Actum Lietzo.
Gedruďt bei

Erhard C. D. hist. Westf. I. p. 74–75.
Scaten Annall. Paderbb. I. p. 295.
Leudfeld Antiqq. Halberst. p. 674, 675.
M ei bom Walbeckiche Chronik p. 196, 197.
Lünig Deutsches Reichs-Archiv XVII. A. p. 709.

612) 21. Juli 1017. Am 21. Juli (XII. Kal. Augusti), in der Sonntagsnacht, brach auf dem Berge St. Johannis des Täufers bei Magdeburg (qui iuxta Parthenopolim positus eidem est cum appertinentibus universis subditus) durch ein Licht, welches im Schlafsaale (dormitorio) der Conventualen größer als gewöhnlich

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620) 30. Januar 1018. Am 30. Januar (III. Kal. Febr.) wurde in der Stadt Buducin (Baußen) vom Erzbijchof Gero (von Magdeburg), Bischof Arnulf (von Halberstadt) und Anderen mit Bolizlav, Herzog von Polen, ein Friede geschlossen, unter Bedingungen, wie sie dermalen zu erreichen waren. Nachdem die, welche den Frieden eingegangen waren, auserlesene Geiseln empfangen hatten, fehrten sie beim

Thietm. chron. 1. VIII. c. 1 in M. G. III. p. 861.
Vgl. Magdeb. Schöppenchronik herausg. von Janice S, 89.

621) 17. Februar (1018?). In der Nacht, in welcher die fromme Einsiedlerin (solitaria) Sisu zu Thrubizi (Drübec ?) starb, hatte Thietmar vor Tagesanbruch ein Traumgesicht in dem Schlafsaal der Conventualen zu Magdeburg (Rloster Berge?), wobei zwei Knaben (Chorknaben) aus der alten damals noch stehenden Schaß: fammer (antiquo erario) hervorkamen und den Wechselgesang vom heil. Martin sangen. Sie verkündeten die doppelte Unschuld Leibes und der Seele der Berklärten.

Thietm. chron. 1. VIII. c. 6 in M. G. III. p. 863.

622) 14. April 1018. Zu Wanzleben (Wopclava) werden Erzbischof Gero von Magde: burg und Markgraf Bernhard mit einander ausgesöhnt.

Thietm. chron. 1. VIII, c. 9 in M. G. III. p. 866.
Vgl. Magdeb. Schöppenchronik herausg. von Janice S. 89.

623) (Sommer) 1018. Zu Magdeburg in Gegenwart Kaiser Heinrichs wird ein Anspruch des Markgrafen Ekkihard (von Meißen) und seines Bruders auf einen zwischen Saale und Mulde gelegenen Forst zu Gunsten Thietmars, Bischofs von Merseburg, auf Grund älterer Urkunden zurückgewiesen.

Thietm. chron. 1. VIII. c. 10 in M. G. III. p. 867. Der Chronist hat vorher von Ereignissen im Funi 1018 erzählt- und fährt dann fort, das Obige mit der Bestimmung Eadem tempestate einleitend.

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624) 1018.

Odda, Presbyter zu Magdeburg (Magadaburgensis) stirbt. Ann. Quedlinb. in M, G. III. p. 84.

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