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A L L G E ME I N E

LITERATUR - ZEITUNG

auf das Jahr

I 8 2 7

oder

Drey und vierzigster Jahrgang.

Herausgegeben

von

C. G. Schú t z und J. S. Ersch,
ord. Professoren auf der Vereinigten Friedrichs - Universität

zu Halle.

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LITERATUR-ZEITUNG

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H A L LE,
in der Expedition dieser Zeitung

bey C. A. Schwetschke und Sohn,

und LEIPZIG,
in der Königl. Säch f. privil. Zeitungs

Exed

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A L L G E MEINE LITERATUR - ZEITUNG

21007 Januar 1827.

A45

187711

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KIRCHENGESCHICHTE.

dung. Sie verehrten allein den Allmächtigen, Hooky 1) HEIDELBERG, b. Mohr: 'De Hypfistariis, Teculi' Navtorpátoga ( o turtoxpórog uóvos avtoīs cepáoulos), poft Chriftum natum quarti fecta, commentatio, und eben als Verehrer dieses höchsten Gottes (tou

Yylotov). hiessen fie Úvotiqot. - Die übrigen wequam, cum profesforis theologiae publici extraordinarii munus in academia Ruperto -Caro- nigen Stellen des Gregor y. Naz., wo die Hypl. erlina adiret, fcribebat Dr. Carolus Ullmann. 1823. wähnt werden, geben nichts Neues bis auf die Stelle 34 S. 4. (6 gGr.)

in seinem ersten Gedicht (de rebus fuis) v. 125, wo

er sagt, dass sein Vater vor seinem Uebertritt zum 2) Berlin, b. Dümmler: De Hypsifariis opinioni- Christenthum úr' vidclouş gelebt habe. Aus der die

busque, quae super eis propositae sunt, com- Hypf. betreffenden Stelle des Gregorius Nyssenus mentationem ad historiam religionis pertinen- adv. Eunomium lib. 2. (Tom. II. Opp: p. 440.) ist tem fcripfit Lic. Guil. Boehmerus. Praefato Dr. nur das zu merken, dass hier gesagt wird, die HypfiAug. Neandro, 1824. VI u, 102 S. gr. 8. (10 gGr.) starier (oder, wie Le Gregorius Nyff

. nennt, Hypg

stianer) unterschieden fich dadurch von den Chri3) HAMBURG, b. Perthes: Einige Bemerkungen zu

ften, dafs fie ihren θεός ύψιστος, παντοκράτωρ, nicht den von dem Hn. Prof. Dr. Ullmann und mir

als Vater annähmen. Hr. U. führt auch noch die ; aufgestellten Ansichten über den Ursprung und den Charakter der Hypsistarier. Nebst einem

auctores secundarios für die Hypf. Hesychius, Suidas

und And. an, die aber von keiner Bedeutung für Anhange. Von dem Lic. Böhmer. 1826. 75 S. kl. 8: (8 gGr.).

Was wir nun als Inhalt diesen Gegenstand find.

jener Hauptstelle über die Hypf. angegeben haben, Esili Sehr erfreulich, dass eine Secte, über welche

das führt auch Hr. U. in feinem 2. 6. an, ausser dass

er είδωλα in den Worten τα είδωλα αποπεμπόμενοι bisher gar nichts Genügendes vorhanden war (die nicht als Götzen oder Götzenbilder, sondern (S. 12.) Hauptstellen über die Hypsistarier -- über die es bis- mit Unrecht (die aus Sprachgebrauch und Zusamher keine Monographie gab – in den allgemeine- menhang entnommenen Gründe giebt Hr. Böhmer in ren Werken älterer Forscher hat die Schrift Nr. 1. seiner ersten Schrift S. 7. Not. 1. an) als Bilder der S. 7. Not. 1. citirt), jetzt der Gegenstand der beson Gottheit, imagines schlechthin genommen hat (jetzt deren Untersuchung zweyer gründlichen Forscher, aber - und auch schon in seiner Commentatio p. 32, der. Hn. Professoren Ullmann in Heidelberg und obwohl hier inconsequent

versteht er mit Recht Böhmer in Greifswald, geworden ist.

unter eiswa Götzenbilder, Idole; f. Heidelberger 1) Die Beschäftigung mit dem Gregor von Na-, Jahrbb. 1824. Nr. 47. S. 748. 9. und Ullmann's Grezianz, aus der die 1825 erschienene treffliche Mo gor v. Naz. S. 559.), und dass er in Rücksicht auf nographie über denselben hervorging, veranlasste Hn. die Enthaltung von gewissen Speisen nicht abgeneigt Prof. Ullmann auch zu obenbemerkter Untersuchung ist (f. $. 12. Not. 10), die Worte des Gregor v. Naz. über die Hypsistarier. Er fasst dieselbe in 9 Para nach dem Benedictiner - Texte : tñs de oußbatov graphen. $. 1. (S. 7 — 11) redet er von den Stellen aidojuevot, xai tnv nepi Bou a ta čotiv å der Alten, welche der Hyps. gedenken, und giebt uerpo doylav, xoà trepitoun árıqúčovou sodann 5. 2. (S. 11 - 14) an, was aus diesen Stellen wandeln entweder in της .. αιδούμενοι, την περί τα folge. Die Haupt ftelle über die Hypiftarier ift in βρώματα μικρολογίας και την περιτομήν ατιμάζουσι oder Gregors von Nazianz Leichenrede auf seinen Vater in της .. αιδούμενοι, πάν το προβαίνον είς τινα μικρολοGregor, der lange Zeit zur Secte der Hypl. gehört ylav, ús tiv tepitourv åtipáčovol, durch welche beihatte (orat. XVII, 5.) Es wird hier gesagt, die de Lesarten die Enthaltung von gewissen Speisen Hypfistarier (also in Cappadocien, wo der alte Gre- bey den Hypf. geleugnet werden würde. Hr. U. hat gor lebte) seyen ein Gemisch aus dem Judenthum diese Conjecturen gewagt, weil der von dem Beneund Heidenthum; vom Heidnischen hätten fie die dictiner - Text abweichende finnlose Text anderer Götzen (τα είδωλα αποπεμπόμενοι) und die Opfer auf- Ausgaben: την περί τα πρόβατα ές τινα μικρολογίας gegeben, den Gebrauch des Feuers und der Lichter ihn eine verderbte Lesart vermuthen liess; indess bey ihrem Cultus aber beybehalten (tquñoi tó rip fällt die Kühnheit seiner Conjecturen in die Auxai td húzva); vom Jüdischen hätten sie hingegen gen, und er selbst stellt fie auch blofs als Conjectuden Sabbat und eine ängstliche Enthaltung von ge- ren, nicht als Emendationen auf (und erklärt nachwissen Speisen; lie verachteten aber die Beschnei- her’in den Heidelb. Jahrbb. a. a. O. S. 710. Not:: 4. L. 2. 1827. Erster Band.

A 487

zu ver

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dass

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