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Der

Kurfürft, Cardinal und Erzbischof

Albrecht II.

von Mainz und Magdeburg,
Administrator des Bisthums Halberstadt, Markgraf

von Brandenburg,

und

seine Zeit.

Ein Beitrag zur deutschen Cultur- und Reformationsgeschichte.

Jahr 1514–1545.

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Por wort.

Zu den Fürften deutscher Nation, welche zur Zeit der firdlichen Reformation eine hervorragende Stelle eingenommen haben, zählt vornåmlich der Kurfürft, Cardinal und Erzbischof Albredt II. von Mainz und Magdeburg, Markgraf von Brandenburg.

Durch den Antheil, welchen derselbe an dem damals vom Papfte Leo X. ausgeschriebenen Ablaße der Pallien und Annatengelder wegen, die er aus Anlaß seiner Erhebung auf den erzbischöflichen Stuhl zu Magdeburg, dann auf jenen zu Mainz nach Rom zu zahlen hatte, und weshalb ihm vom römischen Hofe gestattet worden war, dieselben aus dem eingehenden Ablaßgelde theilweise zu fchöpfen, sowie durch den großen Mißbrauch, der mit dem Ablaße felbft immer mehr und mehr getrieben wurde, war der nächste Anlaß zu dem großen welthistorischen Greigniffe der kirchlichen Reformation, wiewohl zum Ausbruche längstens reif, gegeben worden.

Schon dadurch erscheint die Lebensgeschichte dieses Fürsten, welchen Niflas Vogt in seiner rheinischen Geschichte und Sagen als einen ausgezeichneten hervorragenden Fürsten und großs müthigen Gönner der Gelehrten und Künstler bezeichnet, merfwürdig; die Theilnahme jedoch, welche derselbe von dem Beginne der Entwicelung dieses großen historischen Ereignisses im Jahre 1517 als der erste der deutschen Reichs- und Kirchenfürften nach dem Kaiser bis zum Jahre 1545 genommen hat, erhöht insbesondere das historische Interesse, und gewährt, wenn man auf die besondere Thätigkeit, die derselbe auf dem politischen, wie firchlichen Gebiete in diesem Bezuge entwickelt hat,

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