«… als ob unseres Nachbars Haus nicht in Flammen stünde»: langer Untertitel

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Theologischer Verlag Zürich, 01.01.2015 - 712 Seiten
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Pfarrer Paul Vogt und drei Zürcher Kollegen mobilisierten Ende 1937 gemeinsam mit Karl Barth in kürzester Zeit über 700 reformierte Kirchgemeinden zur Unterstützung der Bekennenden Kirche Deutschlands (BK), der Kirche, die sich dem nationalsozialistischen Geist widersetzte. Das neu entstandene Hilfswerk intervenierte für den inhaftierten Martin Niemöller und führte den monatlichen «Flüchtlingsbatzen» ein. Bis 1939 nutzten junge Theologen der BK rege das Angebot zu Erholungsaufenthalten und Seminaren in der Schweiz. Für Schweizer Pfarrer wurden von 1938 bis 1942 Tagungen zu Kirche und Flüchtlingspolitik organisiert; in Zusammenarbeit mit dem jüdischen Flüchtlingsdienst verantwortete das Hilfswerk u.?a. vier koscher geführte Heime. 1944 gelang es Paul Vogt, zusammen mit Hans Schaffert, das sogenannte Auschwitzprotokoll zu veröffentlichen und damit dem Schweigen der Regierungen über den Holocaust ein Ende zu setzen. *Heinrich Rusterholz schildert detailliert Entstehung und Wirkung des Schweizerischen Evangelischen Hilfswerks für die Bekennende Kirche in Deutschland und zeigt die couragierten Dienste auf, die das später ins HEKS überführte Hilfswerk leistete.
 

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Inhalt

10
28
Geleitwort 21 Einleitung 24 Die beiden Hauptakteure
32
Der entscheidende Anstoss 41 1 Not in der Schweiz Arbeitslose Flüchtlinge 42 1 1 Paul Vogt der Arbeitslosenpfarrer 42 1 2 Erste Flüchtlinge
44
TEIL 4
46
VII
56
III
62
Das Memorandum
82
Mobilisierung der Pfarrer 86 4 Mobilisierung der Kirchgemeinden
88
Kritik an der Flüchtlingspolitik
361
19431945
369
Das Flüchtlingspfarramt
375
Die Freiplatzaktion 382 1 Aufrufe Appelle 382 2 Die Wegleitung
384
Guter Wille staatliche Vorschriften 387 4 Worte und Taten zu besserem Verstehen 390 5 Dankbarkeit und Freude
393
Gäste 19441946
399
Hoffnung für die Geächteten 404 1 Neue Lage für die Hilfswerke 405 1 1 Neue Weisungen der Polizeiabteilung 406 1 2 Aus und Weiterbildung Infor...
407
Die Thesen von Walzenhausen Nachkriegsfragen 363
408

Gespräche in Berlin und Hamburg 101 2 Hochzeit in BadenBaden 114 3 Persönliche Kontakte und Hilfeleistungen 117 3 1 Telegramm für Martin Nie...
119
Schreiende Not vor der eigenen Tür 124 2 1 Verfolgungen in Österreich
124
Zwei kirchliche Hilfsstellen 134 4 1 Die Subkommission für evangelische Judenchristen
134
Juden und Christen
160
Tagungen in Walzenhausen 174 1 Tagungen für Studierende und Laien aus der BK 174 1 1 Der erste theologische Ferienkurs 15 August
174
Das Komitee
188
schliesst die Grenze 195 2 Persönliche Krisen
197
Klare Worte zum 1 August 1941 208 7 Flüchtlingsnot und Flüchtlingsbatzen 209 7 1 Flüchtlingsnot 210 7 2 Koordination der Hilfe 211 7 3 Die Einführu...
224
Schicksale 225 3 Rückreise nach Erholungsaufenthalt
226
Emigration nach Übersee
233
Zusammenarbeit mit anderen Werken 242 XI Wipkinger Tagungen für Theologen und Laien 19381942 243 1 Wipkingen 1 vom 5 Dezember 1938 ...
243
Störaktionen
308
Beginn einer fruchtbaren Kooperation 319 1 Unterwegs zu gemeinsamer Verantwortung 319 1 1 Unterschiedliche Lasten gegenseitige Vorbehalte 3...
321
Zwei Briefe neue Vertrauensbasis 344 1 Der Weihnachtsbrief an die Juden der Schweiz 344 1 1 Der Brief
344
Eine weitere theologische Besinnung 412 3 Der Kirchenbund plant die Nachkriegsarbeit
413
Genozid Warnung aus Auschwitz Sternstunde
419
der Schweiz 417 1 Das AuschwitzProtokoll in Ungarn 420 2 Der Brief die Dokumentation das Protokoll 427 2 1 Der Begleitbrief von Mosche Krau...
437
Ende des Krieges Not der Millionen 460 1 Fünf Monate bis zum bitteren Ende
461
Professor Emil Brunner 479 3 Arbeitsgemeinschaft von Christen und Juden 484 3 1 Die zweite Erklärung von Walzenhausen 484 4 Ausreisen und D...
492
Not und Flüchtlingshilfe nach 1945 540 3 1 Flüchtlingsdienst 540 3 2 Erholung und Kuren
541
Biografien 562 Herbert Allisat 19061976
562
584 Die reformierte Schweiz und die Bekennende Kirche in Deutschland
584
Einzelstimmen 587 1 1 Die Politik bestimmte das Thema der Kirche 587 1 2 Widerstand 588 2 Erste Bekenntnisse
592
Die Neuordnung der Kirche 608 5 1 Christus Haupt der Kirche oder Instrument des Staates?
608
Der Arierparagraf 622 6 4 Der Arierparagraf Reaktionen in der Schweiz 624 7 Der Pfarrernotbund
627
Endgültige Trennung
679
Namensregister
700
Urheberrecht

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Über den Autor (2015)

Heinrich Rusterholz, Jahrgang 1934, Theologe in Malaysia, ab 1970 verantwortlich für ökumenische Beziehungen der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Zürich, von 1987 bis 1998 Vorstandspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, aktiv in der Zusammenarbeit europäischer Kirchen.

Bibliografische Informationen