Deutsche Rechtsalterthümer aus der Schweiz, Bände 1-3

Cover
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 19 - Sve bi koninges banne dinget die den ban nicht untvangen hevet, de sal wedden sine tungen", was im Görlitzer Rechtsbuch 9 wiedergegeben ist: „Swer bi des kuniges banne richtit unde den ban von me kunige nicht zo len hat, dem sol man die zungin uz snidin.
Seite 7 - Hamburg, das vierte zu Vor disem Gericht rechtfertigen die Scharpffrichter und salvo honore die Schinder einander, und wan ein erlicher Man mit iren einem Ansproch bekäme, so miest er si doselbsten anklagen.
Seite 82 - Tunc liceat illi mulieri iurare per pectus suum, et dicat: quod maritus meus mihi dedit in potestate et ego possidere debeo. Hoc dicunt Alamanni nasthait.
Seite 68 - für so befleckend und entehrend, daß der Scharfrichter, welcher nicht zugleich jenes Geschäft hat, eine Stufe höher steht, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Anrüchigkeit des Scharfrichters im Mittelalter dadurch, wenn nicht entstanden doch gewachsen ist, daß er das crepirte Vieh...
Seite 73 - ... der vorübergehende Fremde so viele Trauben essen mag, als er will, aber keine in den Sack stossen soll. Hier ist die Grenze zwischen dem Recht und dem Unrecht in einer deutlichen , nicht ungewöhnlichen Weise 3) angegeben. Nach dem alten Landbuch der March Art. 24 4) verfällt der Vorüberge*) 6.
Seite 81 - Item wo zwei menschen bi einander sitzend und nit zu kilchen gangen sind nach ordnunge der heiligen kilchen , denen sol man dristund nacheinander gebieten den kilchgang zu tuud und so dick das nit gehalten wird sol man inen die bessrung abnemen etc.
Seite 5 - Nach einem Beschlusse des schwäbischen Bundes von 1490 „sollen alle Bundesverwandten darauf halten, keine Freihartsbuben zu hegen, sondern wo die betreten werden, sie aus dem Gebiete des Bundes hinauszuschaffen".8) Auch in den schweizerischen Kriegen kommen sie als ein zügelloses Anhängsel der Armee vor und wurde gegen sie eingeschritten ; so während des Burgunderkrieges in der Kriegsordnung von 1476...
Seite 72 - Trauben essen so viel er will, aber er soll keine in den Sack stossen. Der Bannwart soll ihn darum nicht pfänden, sondern weiter gehen heissen und wo er irre geht, auf den rechten Weg weisen. Einen Einheimischen aber sollen sie pfänden. Kommt ein Graf geritten und begehrt Trauben , dem soll der Bannwart einen Hut voll geben ; einem Ritter was an dreien Schossen steht ; einem Priester drei Trauben und einer tragenden Frau drei, nemlicb dem Kind eine und ihr zwei...
Seite 40 - Strassburg gekommen war*), nebst seinem Diener, wegen Päderastie und andrer Verbrechen, in Zürich verbrannt. Als er zur Richtstatt geführt wurde, erblickte er auf der Brücke den Obristzunftmeister Waldmann und andre angesehene Züricher. Da rief er den Ersteren an : „ Mir geschieht Gewalt und Unrecht; ich komme um meines Geldes willen um. Du, Waldmann, hättest mich retten können und thatest es nicht. Darum lade ich dich von heut in drei Tagen in das Thal Josaphat an ein Recht; da nehm
Seite 56 - Es ist auch von Klein- und Grossen Räthen erkennt worden, dass wann man einen um seiner Misshandlung und ungebührlichen Sachen willen von Ehr und Gwehr entsetzt oder den Wein zu trinken verbietet, und ihnen darzu eine Gelt Straf auferlegt, so soll er weder um Ehr noch Gewehr, noch um den Wein zu trinken bitten noch werben mögen, er habe dann zuvor die Gelt Buss ausgericht und bezahlt. Es soll auch kein Land- Ammarm Gewalt haben, ihne für Rath zu lassen, bis er die Gelt Buss abgefertiget hat.

Bibliografische Informationen