Friedrich der Grosse als philosoph

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Weidmann, 1886 - 298 Seiten
 

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 269 - Ein jeder kann bei Mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist. Was die Gesangbücher angehet, so stehet einem jeden frei, zu singen : Nun ruhen alle Wälder...
Seite 287 - Als ich sagte, daß die deutschen Dichter nicht Aufmunterung genug hätten, weil der Adel und die Höfe zu viel Französisch und zu wenig Deutsch verstünden, alles Deutsche recht zu schätzen und einzusehen, sagte er: Das ist wahr, denn ich habe von Iugend auf kein deutsch Buch gelesen, und ich rede es wie ein Kutscher; jetzo aber bin ich ein alter Kerl von sechsundvierzig Iahren und habe keine Zeit mehr dazu . . . Er gab mir hernach eine Strophe aus dem Rousseau zu übersetzen auf, die er vor unmöglich...
Seite 200 - Gewalt über das andere Geschlecht ausüben. Ein Frauenzimmer, das den Kopf voll Griechisch hat, wie die Frau Dacier, oder über die Mechanik gründliche Streitigkeiten führt, wie die Marquisin von Chastelet, mag nur immerhin noch einen Bart dazu haben; denn dieser würde vielleicht die Miene des | Tiefsinns noch kenntlicher ausdrücken, um welchen sie sich bewerben.
Seite 212 - Wer Verse macht, schiebt Kegel; und wer Kegel schiebt, er sey wer er wolle, König oder Bauer, muß sich gefallen lassen, daß der Kegeljunge sagt, wie er schiebt.
Seite 285 - ... damit die jungen Leute eine Idee davon kriegen, was es eigentlich ist; sonsten lernen sie die Worte wohl, aber die Sache nicht...
Seite 277 - Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, so sie professieren, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land peuplieren, so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen. Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist.
Seite 295 - Gedächtnis zu bringen, sie sollen wie in allen andern Dingen ihren Verstand auch hierüber aufklären, ihnen aus der Religion sowohl als aus der Vernunft die Gründe dieser Pflichten vortragen, daß sie solche einsehen und folglich begreifen lernen. Sie müssen sie dadurch gleich von Jugend an geneigt zu machen suchen, solche zu seiner Zeit, und in den vorkommenden Gelegenheiten zu erfüllen.
Seite 285 - Livius, und von Cicero alle seine Werke und Schriften, die sind alle sehr gut ; desgleichen der Horatius und Virgil, wenn es auch nur in Prosa ist.
Seite 286 - Eine gute deutsche Grammatik, die die beste ist, muß auch bei den Schulen gebraucht werden, es sei nun die Gottschedsche' oder eine andre, die zum besten ist.
Seite 289 - Nutzen würde es sein, wenn die jungen Leute so in einem Schulhause beständig beisammen wären, wofür die Eltern was gewisses bezahlten; so würden sie weit mehr lernen, als wenn sie zu Hause sind, wo sie die Eltern nur herumlaufen lassen; wie im Ioachimstal, da können sie gut studieren, da sind sie immer bei einander.

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