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wenn er neben ihr liegt; es hat dieß große praktifclfe Bedeutung für" das all?

nächtliche Niederliegen zum Schlafe und die Lagerung im Bette während Krankheit. Ich habe vielfältig dargethan; daß wir in der Richtung unferer Transverfalaxe auf unferer Vorderfeite odpofitiv; auf unferer Rückfeite odnegativ find. Legen wir uns neben einer Mauer-wand nieder; feh es_ in der Armuth am Boden auf Stroh; oder im Wohlftande auf weichen Betten; oder zum Mittagsfchlafe nur auf ein Eanapee; fo bieten wir; indem wir in der Regel auf einer Seite liegen; der odnegativen Mauerwand entweder unfere ihr imgleiclfnamige Vorderfcite oder unfern ihr gleichnamigen odifchen Rücken zu. Dieß kann nicht gleichgültig fehn und ift es auch für Senfitive ganz und gar nicht. Freifrau von Natorp (99); Hr. Delhez ('00); Frau Baronin von Teffedikfit); Frl. Glafer("9) legten fich bei mirauf ein Eanapee; das iu Weftoftrichtuitg an einer Manerwand ftand. Wenn fie fo lagen; daß fie der Wand den Rücken zukehrten; konnten fie nicht ruhig bleiben. Sie fühlten fich lauwidrig; kopfbedrückend; magenübel angewandelt und hielten die Lage nicht ohne wachfende Bangigkeit aus. Wenn fie aber fich umkehrten; fo daß fie das Geficht mit der Vorderfeite der Wand zuwandten; fo war die ganze Veinlichkeit fogleich fort; an .ihrer Statt trat Kühle und Wohlbehagen ein undalle die Annehmlichkeit der Lagerung wurde empfunden; deren ich oben von der Lagerung im Bette Erwähnung gethan habe. - Mit Frau Kienesberger ("ANNA und Frl..Zinkel ("ic "t, t") fiellte ich lange und umfiändliclfe Unterfuchungen dießfalls an. Ich ftellte Eanapees oder Bettftätten in allen Richtungen im Zimmer umher; legte die Senfitiven mit dem

. Kopfe nach Norden und nach Süden an die öftlichen und an die weftlichen

Zimmerwände; auf die Rechte und auf die Linke; fo wie endlich mitten ins Zimmer. Die Aufzählung diefer langen Verfuckfsreihen wäre vielleicht

ermlidend. Die Ergebniffe von allen liefen immer dahin hinaus, daß alle diefe Lagerungen nur dann behaglich) ja auch nur erträglich waren) wenn fie fo genommen wurden) daß Vorderfeite und Atitliß der Wand zngekehrt war; lauwidrig) mit Angenbrennem Kopffäzmerz) unerträglich aber, wenn der Rücken an der Mauer fich befand) ja daß das Bedürfniß, mit dem Gefichte an der Wand zu liegen, fo groß war, daß es im Falle des Confliktes, die Unannehmlichkeit der Lagerung auf der Linken in den Hintergrund drängte; lieber opferteti beide die Lagerung auf der rechten Seite) als die Front zur Mauer. Hierüber habe ich fchon oben bei den odifchen Axen des Menfchen gefprochen) hier kann ich als Zeugen des Bedürfniffes) mit dem Antliße Nachts der Mauerwand zngekehrt zu liegen) noch nachtragen Frl. Bernazke (*7), Ritter von Neuwall ("N Frau von Offenheim (U)- Alexander Baumann (Z7).

Wenn ich das Ruhebette mitten in das Zimmer ftellte) fo fie( der Einfluß der Wand weg. Allein der Schlaf war dann minder ruhig und tief, als wenn der Senfitiven der Genuß der Wand mit den! Gefichte zu Theil ward. Es ift demnach diefe Lagerung tiicht bloß in foferne beffer) als das Uebel der Riickenwirkung der Wand vermieden wird, fondern es ift der Genuß derfelben von der Vorderfeite eine pofitive ?lnnehinlichkeit und ein Gewinn für Ruhe und Schlaf,

F., 1445. Es ift daher fiir Senfitive eine dringende Nothwendigkeit, nicht mit dem Zitieren einer Wand zngekehrt feyu zu miiffen, wenn er auf feiner rechten Seite liegt, und ein unerläßliches Bedürfniß, liegend die odnegative Wand im odpofitiven Angefichte zu haben.

F. 1446. Aber nicht bloß in folcher Olähe, fondern fchon aus anfehnlieher Ferne wirken Mauern auf einigermaßen empfindlich Senfitive. Viele theilten mir mit, daß fie im Finfiern niemals an eine Manerwand auftoßen würden; fo Herr Enter (*9), ])r. Köller ('37)7 Leopolder (59)) ])r. Machold (-*'9)) dr. Bfretfchner (3*)) Richard Schuler (W)- Ritter von Sidorowicz (“)) Hr. Steiger (if), Frau Müfler (“)) Frl. von Weigelsberg (53), Geraldinifi“. lM), Caroline Ebermann (37) und Frl. Poppe (49)) fie haben alle ein Vorgcfiihl von der Nähe der Mauer-wand) fo wie fie vor fie gerathen) und diefes Vorgefiihl ift nichts anderes, als die odifche kühle Einwirkung auf ihre Linke und Läue auf ihre Rechte von der odnegatioen Steinwand, Frl. Beyer (m) oerficlferte,

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* daß fie nur in der Schnelle daran im Finftern anrennen könnte, bei einiger

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gegenüber gefiellt und auf Entfernung von mehreren Shritten behauptet habe. auffallende Kühle zu empfinden. die von dem Felfen ihm entgegenftrahle. und zwar felbft dann. wenn er von der Sonne warm beftrahlt worden fey. Niemand habe ihm geglaubt und feine Angaben feyen als Einbildungen verlaht worden. Der Mann hat aber fiherlih nur die Wahrheit gefprohen und ein Gefühl gefhildert. wovon er klar finnlihe Wahrnehmung befaß. Er war fiark fenfitiv. und der negative Kalkfels mußte auf feine Linke. dann auf feine pofitive Vorderfeite überhaupt ungleihnamig. alfo vorherrfhend kühl einwirken.

F. 1447. Man wird nun einfehen. warum fieinerne Bodenplatten der Gefundheit fo überaus nahtheiligfind. befonders aber diejenigen. welhe gute Wärme- und Odleiter find. Es ift eine in Wien den Aerzten wohlbekannte Erfahrung. daß alle Köhinnett mit älteren Zahren. ja viele fhon ziemlih frühe elend werden. Sie bekommen gefhwollene Füße und damit eine Menge krankhafter Zuftände. die fie in die Spitäler fiihren. Die Wiener Kühen find alle mit Kehlheimer Platten belegt. die aus einem dihten kohlenfauren Kalle beftehen und fehr glatt find. An und für fih fhon ift es die .Kälte diefer Platten. die fhädlih auf die Extremitäten wirkt; aber außerdem find fie fiark odnegativ. wirken deßhalb auf den einen Fuß fortftrihartig. auf den andern rückftrihartig und da dieß halbe und ganze Tage lange fortdauert. üben fie einen zerftörenden Einfluß auf das odifhe Gleihgewiht im Körper und die damit zufammenhängende allgemeine Gefundheit. Zn andern Städten. z. B. in Stuttgart liegen Sandfteinplatten in den Kühen. die weniger diht und niht glatt und ihres minder cohärenten Zuftandes wegen fhlechtere Leiter find. Zn Paris find die Kühen mit gebrannten Ziegelfieinen belegt. welhe weit lockerer und unzufammenhängender in gleihem Maße fhwähere Wärme- und Odleiter. der Gefundheit ohne Vergleih minder nahtheilig werden. als die fhönern. weißen und reinlihen. aber fehr fhädlihetc Kehlheimer Platten iu Wien. Aber alle diefe Steine wirken odnegativ ebenfo nahtheilig auf die thierifhen Organismen. wie wir oben eine eiferne Brücke odpofitiv nahtheilig auf das Befinden der Frl. Zinkel haben wirken gefehen. Von Natur find wir beftimmt. auf lockerem Erdboden. auf Sand. auf Pflanzenrefien zu leben. die bis ins kleinfte unzufammenhängend. Wärme und Od verhältuißmäßig fhlecht leiten und damit unfere organifhe Oekonotuie niht wefentlih ftören. Die Gefundheitspflege erheifht demnach in unfern Wohngebäuden Bodenbelegung mit fhlehten Leitern und dazu find Holz und Teppihe allerdings bei weitem das Befte.

F. 1448. Wie die Ziegelfieine. fo find alle Gefäße von gebrannter Erde. alfo Töpfergefhirre. Steingut. fogenanntes Gefundheitsgefhirr. Porzellan. aus Thonerde und Kiefelerde beftehend und mit Glafuren von Bleioxyd. Zinnafhe. Ghps. Feldfpath. Quarz. Borax überzogen. odnegativ.

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