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o. Reichenbach, der fenfitive Menich. 1. 46

Kühle aushauchend) die Bodenfläche aber erfchien ihr lanlich) fchmerzliclj. Sie fand den Schwefel überhaupt in der Ferne kühler auf die linke Hand wirkend) als auf die rechte) wo er nur fchwach reagirte) alfo init der Subftanz odnegativ fich benahm. _ Vulvert man aber den Schwefel) fo ift allen diefen Krhftallpolaritäten ausgebogen) die feinen Körnchen heben fich hierin gegenfeitig auf und man erlangt als Oiefultante nur die odifche Polarität) die der Natur des Stoffes überhaupt entfpriäpt.

F. 1416. Ich habe fchon öfters gewiffer eigenthümlicher Stiche Etwähnung gethan) tvelclye manche Körper) insbefondere der Schwefel bei den Senfitiven hervorbringen (z. B. in der feciysten Abhandlung der DynF. 197), Es wird hier der Ort fehn) meine Beobachtungen darüber zufenmen zu ftellen. - Schon fchwächere Senfitive) wie Hr. Eiger ('7)) Hr, von Rainer) Sartorius (*') n, a. fanden von längerer Berührung des Schwefcls neben der Kühle eine gewiffe Steifheit der Hände und Arme entfiehen) die fich dem näherte) was mati Einfchlafen eines Gliedes nennt. Andere wie Hr. Delhez (79. M)) Schuler (")) Hr, Gufiav Anfäzüß (M. M". 7") und Frl. Geraldini (M) ) Frl. M. Leopolder (*5) gewährten außer der Kühle des Schwefels in den Händen) worin fie ihn hielten) noch ein Gefühl von Gribbclic und Stechen auftreten) das bald in ein Ziehen durch die Hand in den Ann fich fortpflanzte und erfi die Hand) dann den Vorderariu) endlich den ganzen Arm fieif und fafi fühllos machte. Hr, Delhez hatte die Hand) worin du Schwefel) fipend auf dem rechten Schenke( anfliegen) auch diefer wurde den der Kälte und den Stichen ergriffen. Als er den Stoff ans der Hand gtlegt hatte) dauerte das Gefühl von Lähmung noch lange an und war 'call' einer Stunde) wo er von mir fchied) now nicht ganz verfchwunden. Di? Stiche verglichen beide Herren mit dem Gefühle) welches man bekommt. wenn inan Hambutten (Hagenbutzen) Hätfclferln) Hägen)) die Früchte doll Hagrofen (K083i eanina) mit den Fingern öffnet und die Kerne fammt dell fie umgebenden feinen) aber fteifen Härcheic answeidet und dabei reibend

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denfelben Vergleich; fie bekam fie (M) bei jeder Arbeit mit Schwefel zu ein* pfinden; bisweilen fand fie und Frl. Weigand (ü) diefelben mit Ameifenlaufen oder mit dem Gefühle beim Einfclplafen eines Gliedes ähnlich. Frau Zof. Fenzl (U) empfand ebenfalls von den Berührungen des Schwefelscjl1 Jucken und Beißen) das fich mit dem von Hagbutzen verglich. - Frl. Ab* niannsdorferfi") verglich die Stiche mit Brennueffeln und empfing dabei auf eine Biertelfiunde lange fteifen Arni. - Meine Tochter Hermine ("ii die ein Stück Schwefel längere Zeit zwifchen beiden Händen hielt) verzinkt die zuckendcn Stiche) die fiärker in der rechten Hand eintraten) als iu ktk linken) mit denen) welche man empfindet) ioenn man auf einem Zfolatot fteht) elektrifirt wird und andere uns Funken ans den Gliedern ziehen. Friedrih Weiblich (70) verglich die ihn betroffenen Shwefelftihe kurzweg mitFlohftihen. - Aehnliches äußerte auch Frl. Reichel ('0'). die Stiche fhienen ihr denen gleih zu feyn. welhe man zuletzt bekommt. wenn ein eingefhlafenes Glied aufhört. es zu feyn. wo die letzten Stiche fparfamer und zerfireuter. aber ftärker ausfallen. Sie (7') empfand fie bisweilen fo fiark. als ob die halbe Dicke der Hand durhfiohen würde. - Sie befhränkten fich nicht immer auf die Hand. worin Shwefel gehalten wurde. fondern verbreiteten fih. z. B. bei Frl. Beyer (M) zunähft in den Nacken. von wo fie fich den Rücken hinab bis in die (Inncln eqnina zogen und empfindlih fhmerzten. - Frau Johanna Anfhüp (77. '0') empfand befonders tief die Einwirkungen größerer Shwefelftücke. Zh hatte ihr ein folhes noh niht lange in die Hände gegeben. als ih düfteres Wefen über fie fih verbreiten fah; fie klagte über Uebelbefiuden. fuhte Luft und ftürzte mir ohnmächtig zu Boden. Zh brahte fie durh Striche über die Füße nah einiger Zeit wieder zurecht. aber als fie das Bewußtfehtc wieder erlangt hatte. fand fich der Arm. jn deffen Hand fie den Schwefel gehalten hatte. gelähmt und fteif gemaht. Lange hatte fie gar keine Encpfittdung darin; als er endlih wieder fühlbar geworden. wurde er überzogen von einer Menge Shwefelftihe. die überall vereinzelt herumtippten. Krämpfe waren niht eingetreten. denen fie fonft häufig unterliegt. Die ganze Erfcheinung war ein Erzengniß der Shwefeleitcwirkung auf die hohfenfitive Frau. - Die Frl. Zinkel('707) feßte ich endlih auf ein großes Stück Shwefel. Ehe eine halbe Minute verging. hatte fie das Shwefelfiehen in den Schenkeln bis zu den Füßen hinab. dann im Bauhe. im Rücken und fofort im ganzen Leibe. nur der Kopf blieb noh frei als ih den Verfnh endigte. g

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F. 1417. Diefe Erfheinmcg erhält einiges Gewiht durch den Umftand. daß fie fich verladen. ja fortleiten läßt. Ein Beifpiel davon habe ih fhon (Dhn. F. 197) an Frl. Pkaix (00) und ihrer Shwefter Barbara früher gegeben. Verfhiedeue andere haben fich feither ergeben. Ich faßte mit der Rehten die Linke der Frl. Dorfer (7') und legte dann meine Linke auf ein Stück Schwefel von 4 bis 5 Pfund. Riht lange. .fo fühlte das Mädhen erft die Kühle des Shwefels durch mih hindurh in tneine rehte Hand gelangen. dann aber auh die Schwefelftihe. - Daffelbe that ih mit Frl. Geraldini (770) und Friedrih Weiblich (7') und erhielt das nämlihe Ergebniß. - Frl. Zinkel (077. 0". "07, "7') berührte mit einem Glasftabe Shwefel auf feinen kühlgebenden und feinen warmgebenden Oberflächen. und erhielt durh den Stab hindurh das ftehende Gefühl. ftärker von der kühlen als von der lauwarmen Oberflähe. Dabei äußerte fih das Stehen in beiden Händen. ungleih ftärker und fhmerzliher jedoh in der Rehten als in der Linken. Rahm ih in meine rehte Hand eine Minute lange ein Stück Shwefel. entfernte es dann 1cnd legte diefe Hand in die der Frl. Zinke( ('07). fo erzeugte

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