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Frau Augufte von Littrow (77. 7'). Frl. Bernazke (*7. ") Zofephine Sehwarz(70). Zinkel (mi). Beyer (m). Zinkel-Baier ("). Hr, dr. Löw(*'“). Schuler (*0). von Offenheim (70). Schiller (77). Sartorius (70). Baron Auguft von Oberländer (70). Ritter von Sientianovski ('0.70).

F. 136. Frl. Reichel ('78. 0“. M) fpraeh noch aus. daß. wenn ich fie. Vorderfeite an Vorderfeite berührte. trotz der Kühle ihr Veinlichkeit davon den Kopf ergriff; wenn in. fie aber. mein Rücken gegen ihre Vorderfeite gekehrt berührte. der Kopf frei blieb. dagegen Veinlichkeitett im Magen entftanden. Stellte ich mich zu ihrem Rücken mit meinem Antlihe. fo unterblieb das Magenweh. aber im Hinterkopfe bildete fich Schmerz. Brachte ich Ritekeit an Rüäen. fo war ihr dieß kühlig angenehm und aller Schmerz in Kopf und Magen verfchwand,

(Krampfzuftände fcheinen in diefe Regeln Anomalien zu bringen. Ich berühre fie hier nur mit einem Worte. um Mißverftändniffen vorzubeugen. Wenn Frau Kienesberger ("X *'7.770) an Kräntpfeu litt. waren alle odifchen Volaritäten in ihr verändert und verfchoben. Frl. Weigand (77). die durchaus Niemand über ihrem Kopie vertrug. verlangte. daß man fich über denfelben ftelle. fo lange fie in Krämpfen fich abmarterte; fo wie fie aber zu Ende waren. mußte man fogleich fich wieder zu ihren Füßen begeben.)

Z. 137. Anwendung hievon kommt im täglichen Leben häufig vor. z. B. beim Tragen von Kindern auf dem Rücken. Frau Eecilie Bauer (00) tvar bei mir im Haufe und wollte. als fie wegging. ihr dreijähriges Töchterchen auf dem Rücken zum Wagen tragen. Beim Abfchiede oerweilte fie noch einige Minuten im Zimmer. nachdem fie das Kind bereits auf dem Rücken hatte. Ehe fie über die Schwelle kam. wurde fie von Magenweh befallen. Ohne Ahnung der Urfache deffen ließ fie fich kalt Waffer geben. das Magenweh toich aber tticht. Sie that es noch einmal. aber wieder vergebens. Das Magenweh nahm zu. fo fehr. daß fie das Kind abfeheti mußte. Sogleich trat Okachlaß des Schmerzens ein. und ehe ein paar Minuten vergingen. toar das Piagenwel) verfehwuttdett. -- Frl. Zinkel("") nahm ein dreijähriges Mädchen auf den Rücken. um fcherzweife mit ihm im Zimmer hernmzitlattfett. Sie hatte noch nicht zweimal den .Kreis umher zurückgelegt. was noch nicht eine Piinnte lang gedauert haben konnte. als fie fchon von Magenweh fich ergriffen fühlte. Dieß wuchs fo fehnell. daß fie tmverzüglich das Kind vom Rücken nehmen mußte. Sogleich verfehwand dann auch das Magenweh. Aehnliche Fälle kommen unzählige vor. -- Aber noch vielen Senfitiven ift es aus Erfahrung bekannt. daß fie kein Kind auf dem Rücken vertragen. fo den Frauen Heintl (79) und Mittler (*0). Frl.Arn1ida(") und Jofephine Geraldini (00). Martha Leopolder (07). Zinkel-Baier (U). Hrn. br. Machold (U). Ritter von Berger (U). Leopolder (00). Schiller (70). Summer (tk). Alois Zinkel (70). Ezapek (0)). Enter (07). fie werden alle von Beiingftigung und Beklemntitttgetr ergriffen. Wärme überläuft fie,

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dem Thiere) wie wenn dicht vor ihnen ein Menfch ftände) oder wie .tkinder auf dem Rücken ihrer Mütter; alle) welchen dieß Pein verurjacht) werden auf dem Pferde nicht aushalten. Sie werden befiäudiges Niißbehagen auf ihrem Thiere empfinden und das Reiten wird ihnen bald widrig werden. Hochfenfitive aber werden auf dem Pferde fchlechterdings auszuhalten nicht im Stande fehn. Es wird ihnen heiß) bange und dumpf ioerden; fie werden von Mageuweh oder Kopffchmerz gequält werden; fie würden am Ende Ohnmacht ausgefeht fehn) wenn fie fich Zwang anthun wollten. Die beiden Barone Heinrich (t) und Augnft von Oberländer (55) beftätigten mir dieß nachdrücklich. Längere Haltung zu Pferde verurfachte ihnen Magenweh und alle odifchen Befchwerniffe. Hr. Major Philippi (“) hält auf dem Pferde tagelange aus) aber beftändig mit Mißbehagen. Hr. Steiger (62)) Major Schwarzmann (7)) von Offenheiin (3')) br. Löw ("*)) Schiller (99)) Leopolder (““)) Ezapek (kh) Enter (*3) finden fich alle auf dem Pferde tuißbeljaglich. Hr. l)|*. Machold (57) fand das Reiten fo unangenehm) daß er gewöhnlich neben feinem Pferde zu Fuße nach Haufe gegangen. Rittikr von Perger (ii) hat auf Reifen in Italien das Reiten nur ansgehalten) wenn er im Schritte ritt, Sobald das Thier fchneller ging und in Folge deffen ioarm ward (alfo die Odentwicklung zunahm)) vermochte er es nicht mehr anszuhalten. Umgekehrt Graf Karl von Eeronini (*3) zieht es vor) rafch zureiten) langfames wird ihm widrig. Bei der Gefchwindigkeit der Bewegung) die mehr die Aufmerkfamkeit nach außen zieht und bei dem ftarken Rütteln vergißt er die aus dem Ode ihm zugehende Widrigkeit. Muß er aber bergauf langfam reiten) fo fchlägt er das Bein gerne über den Sattel und reitet auf Einer Seite des Pferdes) wodurch er fich in Beziehung auf odifche Einwirkung erleichtert fühlt. - Frl. Zinkel (tt-tt) ift außer Stande) auf dem Pferde auszuhalten. Die Berfuche) die fie gemacht) endigten alle fehr bald mit Magenweh und Uebelkeit.

Ö. 139. Ueber die vor und hinter einander Sitzenden habe ich nur wenige Beobachtungen gefanunelt) da fie kaum etwas anderes bieten konnten) als was nach dem Boraugegangenen bereits hinlänglich klar und bewährt ift. Doch will ich zum Ueberflnffe anführen) daß ich Hrn. Gufiav Anfchüß (W. 2'7) malend im Lehnftuhle fihen fah) als bald eine meiner Töchter) bald Frl. Zinke( fich mit dem Gefichte gegen feinen Oiückeic gekehrt hinter ihn fieflten. Lange ertrug er es rnit Geduld) aber endlich bildete fich ein fo empfindlicher Schmerz im kleinen Gehirne bei ihm aus) daß er es

nimmer aushielt und um Abhülfe bitten mußte. Ein ander-mal beobachtete ich in (Hefellfihaft, wie Jemand dicht hinter feinen Stuhl fich feßte, Er rückte hin und her auf feinem Sitze7 endlich ftand er niißmuthig auf- da er den Gaft auf feinem Rücken nieht loswerden konnte, und fuäfte fich einen andern Plan. - Die Empfindungen. die Sißenden von Hintenftehenden verurfaefft werdenf find denen ganz entfpreehend- die Stehenden erzeugt werden und bedürfen keiner weitern Auseinanderfeßnng.

Z. 140. Das Ergebniß diefes Capitels ift nun, daß die unmittelbaren Berührungen vor und hinter einander Stehender oder Sihender in ihren Wirkungen auf fenfitioeMenfchen nicht nur nnter fich ganz jibereinftitnntenf fondern auihmitdenen, ioelikhe fich aus den gleichnamigen Annähernngen oben Ö. 70 bis Z, 85 ergeben haben. . .

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F. 141. Stellungen diefer Art kommen zu fetten vor und find aueh zu fehwierig felbft für bloße Berfuihe, als daß ieh die( Gelegenheit gefunden hätte, in praktifehen Fällen fo viel zu beobachten. Hr. or. hier'. Ried, ein leidenfäiaftlielyer Gebirgsjäger aus ftehrifilfeiti Blutef kam oft in den Fallin den Alpen in Sennhjitten auf Stroh oder im Heu zn übernachten. Wenn es fich dann zutrugf daß Jemand von der Gefellfelfaft fich fo lagerte. daß* er mit den Fitßen in die Nähe feines Kopfes gerieth, fo mußte er geradezu weglaufen; es wirkte dieß fo heftig (au, blutftickend und peinlich auf ihndaß er es fehleihterdings nieht auszuhalten vermochte. - Wie es der Frl. Aoniaunsdorfer (M) erging, als Hr, Vrofefior Purkiuje und der k. k. Fortifikations-Reihnungsführer Hr*: Hrntfchirfch zu Leitmeriz, jeder in einem andern Zimmer- aber beide mit den Köpfen gegen die Füße des Mädchens gerichtet in meinem Haufe fehliefenf habe ieh fäfon oben S. 30 erzählt. Es war diefe der umgekehrte Fall von detnx der fich mit Hrn, br. Nied im Heu zutrug und trotz deffen, daß die Mauern daztoifelfen lagen. in feinen Wirkungen nur weniger fehwääfer.

Beide Fälle find zu wenig analhfirt, um hier zu wiffenfctfaftliäfein Gebrauehe vortheilhaft verwendet werden zu können; indeffen zeigen fie doch, wie ftark die Reaction in der Richtung der Längenaxe auf fenfitioe Perfonen ift.

Von der einfachen Näherung oder Berührung Eines Nienfclfen an den andern gehen wir nun zu zufammengefeßten über„ wo nämlich zwei oder mehrere Menfilfen auf einen Senfitiden odifih einwirken.

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