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vorne im ?lngeficlft . . . fehr unangenehm;

hinten im Rücken . . . unangenehm. doch minder;
links auf der Seite . . . überaus widrig;

rechts .. .. .. . . . behaglich und kühlig.

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.ich. einige mit der bloßen linken Hand. alle aber mit Holzftäben in

den Mondfchein greifen. Alle fanden. daß der Stab lau wird. fo wie er in die Strahlen einrückt. aber wieder kühl. fobald er daraus zurückgezogen wieder in den Schatten gelangt. Der Erfiere (WF) empfand an einer Papierrolle lauwidrige Einwirkung mit Ameifenlaufen; der Zweite fühlte fich dabei im Magen angegriffen. feine gewöhnliche Reaktion bei allem Odpofitiven; die Dritte ttnterfchied etwas fchwierig; zur Vermehrung der Anffangfläche hing ich ihr weißes Tafchentucl) über den Stab und nun ward fie über ihre Empfindung fogleich klar; die Vierte bekam Kopffchmerz dabei; die Fünfte und die Sechste fühlte-n den Stab in ihren Händen fchwer werden. lauter odpofitive Merkmale.

Ö. 1340. Andere ließ ich den Verfuch in beiden Händen machen; Frl. Ahncannsdorfei* (257). indem fie erfi die bloße rechte Hand in den Mondfchein hielt. empfand fogleich warm. doch bald unterlief dabei tnitkomtnendes Kühl. * Ergriff fie dann den Holzftab und prüfte damit das Mondlicht. fo gewahrte fie an der linken Hand ftarkes Wärmegefühl. an der rechten zwar auch laulich. jedoch um vieles fchwächer. - Frau Kienesbergerfio) hielt beide Hände zugleich in den Mondfchein.. Sie fühlte beide erwärmen. Dann hielt fie Holzfiäbe. Glasftäbe und einen dicken Meffingdraht hinein. abwechfelnd von verfchiedenen Seiten. aus Nord und aus Süd; aber fie erkannte immer nur Wärme an den Stäben. die im Schatten in Kühle zurückging. Der einzige Unterfchied. den fie wahrnahm. war der.

' daß fie in der rechten Hand immer geringere. in der linken ungleich ftärkere

Läue zu gewinnen glaubte. - Frl. Beyer(*“) gab ich zwei Holzfiäbe in die Hände und ließ fie diefelben mit beiden zugleich in die Mondfirahlen eintauchen. Sie utiterfchied fehr genau. daß der in ihrer Linken befindliche Stab Läue. der in ihrer Rechten aber Kühle gab. - Frl. Zinkelfi") erkannte mittelft Metalldrähten den Mondfchein für laugebend.

Es' ging hieraus hervor. daß das Mondlicht in der Hauptfache odpofitiv reagirt. doch ließ fich nicht verkennen. daß Züge von Negativität mehr und minder mit imterlanfen,

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wurde warm in :feiner Hand. kühl aber. wenn in) das Blech wieder in den '

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- blick wurdedas Drahtende inoihre-r Hand wieder kalt. bald aber kehrte Wärme

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bran)te den Knaul auf das Blech. fo daßer wieder unmittclbar..vom Monde *

befnfieneu wurde. fo ftieg die Wärme höher. - Eicdlin) befeftigte ich den Drahtkuaul auf eine fcharfe Ecke des Blen)es. fo daß diefe ucitteci hineinftan); jetzt ftieg die Wärme non) um vieles höher. der odifn)e Ausfluß. der an Ecken und Spitzen ftärker ift. ftrömte hiebei gerade in*deu Knäuel hinein und lud ihn beffer. --,Zelzt('““) fubftituirte in) dent Eifenblen) ein Kupferblen) und legte es 'in Mondfn)ein auf den Drahtknaul. Es währte ungleich länger. bis der_ Draht. der hiebei feine Wärme verloren hatte. fie wieder erhielt; nur zögerlich kam fie heran. ungeachtet das liupferblen) viel dünner als das Eifenblen) war. und hatte das Widerliche und Peinliche in ihrem Gefolge. auf das wir überall beim Kupfer ftoßen, - Zuletgt("') beniißie in) ann) non) ein Zinkblen) auf folche Weife; diefelben Effekte erfchieneu toieder fn)neller als 'am .Kupfer u, f. w. - Eine ähnliche Berfun)sreihe lief in) mit Frl. Ziukel(7k9) durch. Ich hatte eine eiferne Blennafel rings am Rande herum mit einem eine Linie dicken Eifendraht* umflen)ten laffen. fo daß Kanten und Ecken des Bleches fin) in den Draht* ergießen mußten. Das Drahtende gab in) ihr in die Hände und ließ fie daffelbe bald von der Rennen. bald von der Linken erfaffen. Ran) vollbranuer Gewöhnung fchob in) das Blen) in die Pioudfirahlen. Alsbald empfand fie wie der Drath warm wurde. kühl aber jedesmal. fo oft ich das Blech wieder in den Schatten rückte. Diefe Wärme trat aber in der rechten Hand viel fn)wächer auf. als iu der linken. wo zu der ftärkeren Wärme non) Piißbehaglichkeiteit und

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fchmerzliches Grufeln den ganzen Arm hinauf fich gefeklte. was in diefer Znfammenfiellnng nur die Folge einer fiark odpofitiven Reaktion feyn konnte. Kupferblech (903). dann Zinkbleclffil") auf ähnliche Weife mit Draht in Verbindung gebracht nnd dann in Piondbeftrahluitg gelegt gab ihr alles. erfteres ftärkere. letzteres fchwächere Wärmeznnahme in die Hände.

F, 1342. Diefen Vketallznleitungen reihte ich bei Frl. Zinkel (M) die dnrch Glasftäbe an. In der Linken fand fie einen folchen. in den Mondfchein gehalten. ftark warm. grufelnd und fchwer werden; in der Rechten weit treniger warm, Die Empfindung war durch Glas rafcher. deutlicher und ftärker. durchaus beffer ansgefproclyen. als durch Drähte. *

F, 1343. Ein Holzftab' dagegen (M) und eine Rolle Schreibpapier ergaben bei Frl. Zinkel (909) fchwäcjzere Reactionen als Metalldrähte; dennoü; lieferten fie in die Linke Wärme. in die Rechte nur fchwaclfes Lanlich. - Ein andermal (792) gab ich ihr Papierrollen von oerfchiedenen Farben nach einander in die Hand. Es war Vollmond. Mitternacht und der Mond ftand hoch. alfo die vollfte Mondwirkung, Dennoch gab keines der Papiere weder in ihrer Linken. noch in ihrer Rechten anders als warm und laulich. Roth und Orange gaben am ioäritcften und widrigften. Gelb und Weiß gaben aber auch lau; aber fogar Blau empfand fie laulich. doch am fchwäwfieic; für kalt aber wollte fie keines erkennen, Immer aber wurde die Wärme ftärker in der linken Hand empfunden. in der Rechten nur laulich.

Alle diefe Durchleitungsverfuclfe fprechendemnacl) fiir die odifche Pofitivität im Mondlichte. ohne noch einigen Antheil von bkegatioität auszufchließen.

F. 1344. Okoch' war an Verladung die Anfrage zu richten. Ich legte einen großen Gypsfpath. 1'/z Spannen beiläufig lange. in den Mondfchein. rechtfiicnig in den Meridian gelegt. Ehe dieß gefchah. hatte ich feine beiden Pole durch die Linke der Frl. Zinkel (M) prüfen laffen; 2 Minuten nachher ließ ich fie dieß wieder thun: fie fand aber noch keinen merklichen Unterfhied. Nun ließ ich fechs bis fieben Piinuten vergehen und die Pole wieder prüfen. Nun fand fie die Kühle des negativen Pols herabgeftirnmt. die Wärme des pofitioen dagegen beträchtlich erhöht. Wenn diefe Angaben richtig find. die ich jedoch durch keinen Controlvcrfuch mit andern beftätigt habe. fo hat der Mond einfach ladend auf den Kryftall gewirkt und zwar vorzugsweife odpofitiv. ohne Einfluß auf die odifche Polarität des Kryftalles zu nehmen.

Ö. 1345. Mit mehr Sicherheit wendet mau fich in der Abficht diefer Verfuche auf Verladung an Waff er. Die Wirkung auf die Mundhöhle. den Schlund. Magen und Eingeweide trifft fo empfindliche Organe. daß die Art derfelben nicht leicht zweifelhaft wird. Ich nahm_alfo zwei Gläfer Trinkwaffer. ließ das eine im Schatten ftehen. das andere ftellte ich fiinf Minuten in die Beftrahlung des Mondes. Frl. Zinkel erklärte das inlunirte Glas

v. Reichenbach. der fenfitive Menfch. 1. 44

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