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odpofitiv lüde? - Dieß zu prüfen ftellte ich eine fingerdicke Glasrbhre in ein gläfernes Unterfapgefäß und brachte oben einen Glastrichter an) um

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Waffer eingießen und fo fchräge durch das Glasrohr hindnrchrinnen laffen'

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F. 1246, Dieß führt uns in feinen Anwendungen auf Betrachtungen*

über die Quellen und ihren odifehen Zufiand. In der That kann diefer unter folchen Uncfiänden nicht fehr odnegativ und den Senfitiven daher nicht unter allen umftänden völlig angemeffen feyn, Es wird darauf ankommen) über welches Gefiein fie herkommen) ob fie durch mehr oder minder odnegative Gebirgsfchicljten den Weg nehmen) ob fie von geringerer oder größerer Tiefe herrühren) in welcher Volarhöhe fie fprudeln; dann welche Viifchungstheile fie ncitbringen) die mehr oder minder odnegativ feyn können. Dieß wird felbft bei Heilquelleic in Betracht kommen) und für Senfitive mag ein großer Unterfchied in der odifchen Ladung der Bäder liegen. Alle warmen Quellen find fchon überhaupt den höherSenfitiven nicht nur icnztcträglich) u. Reichenbach. m fenfitive Ptcnfch. 1. 41

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“fondern unmittelbar fehädlieh. Dann habe ich überall gefnnden- daß fie

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machte) erinnerte ich mich diefer Dinge und kam auf die Bermnthctng) daß unterm Boden riefelndes Waffer) das imunterbrochen odpofitiv auf feine Umgebungen wirken mußte) möglichen Falls feinen Einfluß nach und nan) fo weit ausdehnen könnte) daß fenfitive *Perfonen in die Nähe gebracht) dieß empfinden möchten. Um den Gedanken zu prüfen) führte ich die Frl. Zinkel ("7') (October 1850) auf eine große Waldwiefe meines Gutes Reifenberg) unter welcher eine fchon von tueinen Vorgängern geführte Wafferleitung durchgiug) von der man auf der Oberfläche tiichts wahrnehmen konnte. Ich ließ nun das fenfitive Mädchen quer über die Wiefe langfam fortgehen) mit dem Auftrage) znzufehen) ob fie keine Stelle finden wiirde) wo fie rückftrichartige Eiufliifie empfände. Sie ging eine Zeitlang ruhig fort) als fie auf einmal fiockte) vor und rückwärts fchritt) uud nun verficherte) hier Grufeln in deu Füßen zu bekommen) was 'nirgends anderswo ftattfände; daß dieß unangenehme bekannte Grufelu über die Waden bis zu den Knieen herauffteige) weiter jedoch ihr nicht fühlbar werde. Es war dieß in der That die Stelle) wo fie quer über die Wafferleitung ging) die etwa 4 Fuß tief unter der Oberfläche dahinzog. Um fich von der Otinnigkeit meiner Verfichernng zu überzeugen) die ihr felbfi iiberrafnuud war) legte fie fin) mit dem Ohre auf den Boden und hörte in der That bald das Kollern des Waffers in den Leituugsröhren. Auf keiner andern Stelle der Wiefe) aber überall auf der Linie der Wafferfahrt empfand fie diefe rückftrin)artige odpofitive Einwirkung auf ihre Füße, - Später wiederholte ich denfelben Vet-fun) mit Frau Eeeitie Bauer ('00)) die noch reizbarer als Frl. Zinkel war. Diefe erprobte ganz diefelbe Empfindung über die Bruunenleitucig) nur noch ftärker. Sie fühlte fich lauwidrig) gruslin) ergriffen) und zwar die ganzen Füße und Schenkel herauf bis unter die Aehfeln. Im Kopfe blieb fie frei. Sie empfand diefe rückftrichartige Bewegung aber nicht beiderfeits) fondern nur in ihrem linken Fuße und auf ihrer linken Seite herauf) rechts fühlte fie fich nicht unangenehm angegangen. Dieß ift eine Beftätigung weiter) daß die Aktion rein odpofitiv ift. - Daffelbe bezeugte Frl. Iof. Geraldini("0): lieber diefelbe Wafferleitung geführt) entdeckte fie foglein) ihre Lage durch Wärmegefühl) das ihr über den ganzen linken Fuß herauf erzeugt wurde. So wie fie die Nähe der Leitung verließ) verlor fich alsbald die laue Empfindung. _ Frl. Beyer (M) gab hiezu noch eine gute controlirende Beobachtung. In) führte fie hinaus auf die Wafferleitnng) fie fand fie aber nicht und vermochte nirgends einen Gefühlsunterfchied wahrzunehmen) felbft als in) ihr fpäter eine Stelle gezeigt hatte) wo die Leitung untern Boden fortlief. Dieß benm-uhigte mich über die Genauigkeit meiner früheren Beobachtungen. Aber am andern Tage fah in) zufällig Arbeiter an einer zu der Leitung gehörigen Brunnenfiicbe befchäftigt) und erfuhr da) daß das Waffer in den Röhren fchon mehrere Tage nin)t lief. Da konnte denn freilich meine Senfitive ann)

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keines fühlen. Ein andermal. als es wieder lief. führte ia) fie iiber eine andere Stelle der Waffer-leitung; jetzt aber erkannte fie tmverzüglieh lauwidriges. rüafirimartiges Gefühl aber aua) nur den linken Fuß herauf bis in die Leudeu. das fogleia) verfchwaud. fo oft ich fie auf eine andere Stelle führte. die nur wenig von der Wafferleitnng entfernt war.

F. 1248. Hiemit ift nun das Rälhfel gelöst. in welafes bis zur Stunde alle Onellenfuanr und ihre Wünfafelrtithe gehüllt waren. Es ift die odpofitive Ladung. die das Erdreich unmittelbar über den rinnenden Wafferadern durch die fortwährende Reibung. die es in feinem Fortfließen erfährt. erhält und die fiark genug ift. auf das Gefühl mittelfenfitiver Perfonen zu wirken. Solafe Perfoneu nun. befonders höher Senfitive. die fich hierauf einüben. werden es darin bald zu einiger Fertigkeit bringen und werden lciaft überall. wo fie mit einiger Aufmerkfamkeit über den Erdboden faneiten. das Dafeyn unterirdifann fortrinnenden Waffers erkennen und angeben können. Da man vom Ode und den dadurch erzeugten Empfindungen bisher nichts wußte. fo waren aua) die Leute. die diefelbe gewahrten. nicht im Stande. fia) andern Pkenfajen über das mitzutheilen. was fie eigentlich fühlten und woran fie das Dafeyn unterirdifafen Waffel-s erkannten. Es war und ifi ein dunkles Gefühl. das man nur fa)wer begreift. und in diefer Unmöglichkeit mußten fie allen Verdacht. den eine nnwiffende Kritik über fie warf. fiillfchweigend hinnehmen. Daß dieß die größte Ungereanigkeit aus Unwiffenheit war. liegt nun klar am Tage und das Ouellenfinden durch das bloße Gefühl ift jcht vollfiändig wiffenfchaftlich gereamfertigt: - es find die Senfitiven höherer Grade. wela)e entfafieden die Fähigkeit zur Wahrnehmung verborgener Wafferadern vermöge ihrer Reizbarkeit für Od be. fißen.

F. 1249. Außer dem Waffer habe ich auch noch mit andern Flüffig: keiten einige. dea) nur wenige Reibungsverfuan gemaaft. Hrn. Fichtner('") gab ia) Ef figäther in einer Glasflafafe. und ließ ihn diefe in feiner Rechten und Linken fafütteln. Er fand ihn in der leptern Hand auffallend warm werden. fiärker als Waffer. Ein andermal gab ich Hrn. Fiaftner (m) auf eben diefelbe Weife Effiggeift. ebenfo gereinigtes Steinöl ('77) in die Hände. Beide fand er wieder fiärker. feine Linke wärmeud und beim Stilleftehen fia) erkühlend als den Effigäther u. f. w. Kranke Hoa)feufitive- werden dieß bei jeder Arzneiflafafe. die fie vor dem Gebranche auffchiitteln. bewähren.

F. 1250. Tropfbare Flüffigkeiten überhaupt alfo entwickeln beim Schütteln ebenfo pofitio odifafes Dhnamid. wie die fefteu bei der Reibung.

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F. 1251. Zu einigen Verfuchen mit atmofphärifcher Luft benüpte ich den Blasbalg. - Die Düfe eines gewöhnlichen Handblasbalgs umwickelte ich mit 24 fachem Backpapier und gab fie in diefer Einhüllung in die linken Hände der Frl. Blahufch (ü). Barbara Hek (00). Karhan ('02). des Herrn Klein (77). bi'. Natterer (00). bi'. Tiüicjffi") und Alois Zinke( ('07). Alle fühlten durch das dicke Papier hindurch. daß Läuebildung fich kundgab. fo wie ich den Blasbalg antrieb. Dieß konnte keine gemeine Wärme fehn. denn diefe konnte unmöglich fo augenblicklich eine fo dicke. lockere. fchlechtleitende Papierhülle durchdringen. -- Andere Senfitive ließ ich diefe Anordnung abwechslungsweife mit linken und mit rechten Händen befühlen; fo Frau Margarethe Kowats("). Ritter von Verger(0'). Hr. Ranftl('0). Richard Schuler ('00). dann Herr Leopolder (M) und feine Tochter Martha ('52). welch beiden letzteren ich die Düfe mit einem Tafchentuwe umwickelte. Sie fanden mit der Linken die Düfe warm. mit der Rechten aber kühl werden. fo oft und fo lange ich den Vlasbalg in Gang feste.

Hrn. Eduard von Vivenot (*5) ließ ich die linke Hand unmittelbar an die meffingene Düfe legen; jeden auswärts getriebenen Luftftoß fühlte er laulich. , F. 1252. Die Düfe des Blasbalges fteckte ich in ein Glasrohr. und trieb den Wind durch daffelbe. Das Rohr in den linken Händen. der Fräulein Mathilde und Louife von Unckhrechtsberg und Frau von Hauer gehalten. wurde bei jeder Wiederholung des Winddurckyfluffes lauwidrig empfunden. - Derfelbe Verfuch mit Frl. Zinke( (W0) durchgeführt lieferte gleiches Ergebniß. Lauwjdrigkeit links. rechts behagliches Gefühl.

F. 1253. Ein Glas Wal f er blies ich mit dem Blasbalge einige Minuten lange außen am Glafe an und gab es Hrn. Leopolder(20'*) und feiner Tochter Martha ('70) zu koften. Beide fanden das Angeblafene im Vergleiche mit einem nicht angeblafenen Waffer lauwidrig. matt. lettig. ekelhaft. wie abgefianden. - Ebenfo ließ ich Frl, Zinkel»('"0) ein von außen mit dem Blasbalge angeblafenes Glas Waffer mit einem icicht angeblafenen vergleichen; fie fand es ebenfo. wie jene. lauwidrig und pofitiv odifch geladen. Ich blies nnn (MM) in dieß Waffer mit dem Blasbalge unmittelbar hinein. alfo ohne Dazwifwenkotnmen des Glafes; fie fand es jetzt kalt geworden. Offenbar war dieß die Wirkung fiarker Verdünfinng. die durch' den heftigen Luftftrom hervorgebracht worden war. und wovon wir fpäter Erzeugung fiärker Negativität kennen lernen werden. So wie ich nun das Glas wieder außen anblies und fofort koften ließ. fo war es alsbald wieder lau geworden. d. h. die odpofitive Ladung durch die heftig anprallende. geriebene und reibende Luft gewann fchnell wieder die Oberhand.

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