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unverzüglich in odnegative nm. Mit den Frl. Krüger (**). Atzmannsdorfer (M) und Hrn. Klein (W. **") wiederholte ich öfters diefen Verfuch. Ich rieb mit ihnen die Röhren bald fanft. bald fo nachdrücklich. daß ficb Feuer auf den Reibungsftellen fehen ließ. Breuzgeruch fich verbreitete und reichliches Reibfel von den Röhren fich abftäubte; ich gab bald die reibende. bald die geriebene Röhre in ihre Hände; ich wandte bald die. bald die andere. bald beide tneine Hände zum Reiben an; -- Alles diefes machte nur untergeordnete Uuterfchiede im Ergebniffe. die Reibung lieferte Wärme in die Hände der Senfitiven. viel wärmer. viel widriger. fchmerzlicher in die Linke. als in die Rechte. in erfiere mit Grufeln. Ameifenlattfen. Toben und den bckannten wurmartigen Empfindungen,

F. 1231. Lange Glasröhreit rieb ich nur mit der Frl. Reime( (") über einander; fie wurden fehr fiark iviirmegebend von ihr erfunden. an den Enden lauen Hauch ausfendend.

F. 1232. um diefe Reibungsverfuche. die etwas anftreugend für mich waren. bequemer verrichten zu können. und um bei mehr Gefchwindigkeit der Bewegung iveuiger Druck anwenden zu tniiffen. ließ ich mir eine Art von Drechfelftuhl bauen. in toelclfen ich Scheiben von verfchiedeuen Stoffen einfetzen und durch Fußtritt mit beliebiger Gefchwindigkeit umlaufen machen konnte. Gegen eine Scheibe von feinem Sandftein. einen Schleiffiein. rieb ich nun mit vielen Senfitiven Federkiel dicke Eifendrähte und Kupferdrähte. Diefe Verfonen find die Frau Baronin von Natorp. die Gemahlin des Generals Freiherrn von Angnftiti (W). Baronin Zfabelle von Tefiedik (") . Frau Iofephiue Fenzl (U. 77). Frau Heintl (*'). Eeeilie Bauer (“). Johanna Anfchüh (M). Kienesberger (M). Frl. Geraldini (M). von Martins (*) zu Piünchen; Frl. Sophie Bauer (*2). Sophie Claudius (*'). Dorfer (si). Beyer (M). Glafer (M). Poppe (*3). Khnaft ("). welche Magenweh davon bekam; dann die Herren lt-lect. l)r, Goldberg (*3). Ritter von Sidorowicz (M). Delhez (77) . Hütter (*7) . Schiller (M). Hechftetter('7) . Schuler (W). Stephan Kollar (*3). Kdtfchh (9. 6k). Ritter von Berger (U). Graf Karl von Coronini (tt) . Superintendent Bauer (") . von Eevallos (2*). Ritter von Rai1cer(“). Prof. Ettdlicher("). l)r. tikatterer(*"). Obrift Arroquia(*"). Großhändler Tirka("). .ti*laiber(". i", 37). Volkmann (37). Weiblich (*"*). Klein ("). Fichtner (M. '*). Summer ('*) . ])r. Löw (M). Sautter (**). Enter ("*). Alois Zinkel (M). 01-, Pianroff (*9). zwei ungenannte Herren aus den allerhöchften Ständen (so) fänmitliche 48 Senfitive fpraclfen aus Einem Munde aus. daß fie den am Stein geriebenen Drahte alsbald warm. widrig. rechts erträglich bis kühl. links aber unbedingt lau. peinlich und nach Art eines Uiückfiriclfs empfunden hatten.

F. 1233. Einen Berfuch. Eifeu auf Eifeu zu reiben. führte ich mit Frl. Reichel(“') ab. Der Erfolg war kein anderer. als alle bisherigen.

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Auch hier wie überall, wo Metalle zur Reibung verwandt wurden. fieigerte fich die lauwidrige Empfindung höher als da7 wo Holz angewendet worden war: die Erregung wurde lebhafter und beffer geleitet.

F. 1234. Die einfaebfie Reibungf die Jedermann zur Hand liegt. ifi die* daß man die näehfte Kleiderbürfte ergreift und damit irgend ein Geräthh ein Stnhlpolfier, ein Kleid oder was immer abreibt. Als ieh dieß die Frl. Zinkel M") mit der rechten Hand thnn ließz fo fand fie daran weder Unangenehmesz noch irgend Befonderes; fie war deffen ohnehin gewöhnt. Ganz anders war es aber- als ieh ihr die Bürfie in die linke Hand gab. Als fie zwei bis drei Striche gemacht hatte„ wollte fie nicht weiter fortfahren. Sie bekam davon fogleich heftige lauwidrige Reaktion in die Hand- die alsbald den ganzen Arm heraufftieg und ihr Magenweh erzeugte. - Daffelbe bat ich Frau von Littrow f") und erhielt von jeder Hand diefelbe Mittheilung. _ Ebenfo von Frl. Zinkel-Baier (Ü). welcher die Führung der Bürfic mit der linken Hand Magenweh und Brnfibeklemmung verurfaehte. _ Frau (M) nnd Herr Müller (N)7 welche beide von der nämlichen Peinlichkeit beim Gebranche der Bürfie in der linken Hand befallen wurden. nicht aber in der rechten. Fran Heintl (37)- Hr. Leopolder (W). Ritter von Siemianowski (*9). Schuler (W) empfanden links und rechts alle diefelben odifchen Temperaturdifferenzen; ebenfo Graf Karl von Eoronini (“) und Hr. dr. Rabe( (k).

F, 1235. Als ieh diefe Beobachtung gefichert hatte. gab ieh der Frl. Zinkel (W2) ein gewbhnliches Abwifchtitcl) in die HandÄ womit man den Staub von den Zimmerfahrniffeit abzuwifehen pflegt. Sie konnte damit fehr gut in der rechten Hand die Geräthe überfahren; als ieh fie es aber mit der linken Hand thnn ließz war fie fehr vertonndertz wahrzunehmen. daß es nicht ging; lauwidrige Gefühle ergriffen ihre Hand und Arme nnd fie mußte den Verfuch alsbald einftellenf da er ihr,fehon den Magen anzngreifeit begann, '

H. 1236. Nun ließ ich Frl. Zinkel (Wo) beide Hände auf das Volfier eines Stuhles legen und damit den Stuhl auf dem Boden hin- und herrüeken; daffelbe that Hr. Schuler ("M Es trat in der rechten Hand fchwaehe Kühle, in der linken aber lauwidrig rüekftriclyartige Empfindung ein. _ Frl. Beyer (M) fand die odpofitive Reaktion eines herumgerutfchten Stuhls auf ihre linke Hand fo fiark und peinlich( daß fie fich weigertez fortzufahren.

F. 1237. So kam ich denn wieder bei dem übelangefchriebenen Tifchrücken an und feiner in die Augen fallenden Bertoandtfchaft mit den odifchen Erfeheinungen. Ich ließ die Frl. Zinkel (M) einen kleinen Tifch mit beiden Händen auf dem Zimmerboden in der Weife herumrutfehem wie dieß beim Tifehrücken vorzugehen pflegt, Die Senfitive konnte nicht ertnattgelnx die odifchen Reibungserfcheinungenx wie fie unter allen Utnfiänden fich kund gebeny auch hier wahrzunehmen. In der That fühlte fie nichts Unangenehmes

in der rechten Hand. aber fogleich odpofitive Reaktion in der linken rückftrichartig den ganzen Arm ergreifen, - Der Tifch empfängt alfo. während er fich drehend auf dem Boden reibt. durch diefe Reibung felbfi odpofitive Ladung und dieß ift nicht ohne Einfluß auf das Phänomen des Tifchrückens. wie man leicht ermißt.

F. 1238. Einen einfachen und niedlichen Verfuch gibt jeder gewöhnliche Bleiftift ab. Ich gab einen folchen der Frl. Zinkel ('*“) in die rechte Hand und ließ fie damit Schriftzüge auf Papier fiihren. dabei etwas voll aufdrüeken. Sie empfand davon nichts ncerklicl; Odifches, Als ich ihr aber den Bleiftift in die linke Hand gab und fie damit Striche über das Papier führen ließ. wurde ihr der Stift warm zwifchen den Fingern und Grufeln bemächtigte fich der Hand. Als ich fie dieß ein Jahr fpäter ("“) wiederholen ließ. gab es rechts deutlich Kühle. links lauwidriges Grufeln in den Fingerfpihen. Die Verfuche fiellte ich weiter mit Frl. Zinkel-Baier (Ni). Frau Heini( (ik). Hrn. Richard Schuler (75). Sartorius ("). Klein (W) an und hatte bei allen denfelben odpofitiven Erfolg der Stiftsreibnng. ,

F. 1239. Wenn die Reibung fo ftark wird. daß fie Späne auswirft. fo hat man eine abgeänderte Form derfelben. Dazu bediente ich mich einer gewöhnlichen Feile und führte fie über Holzftäbe. welche die Frl. Aßncannsdorfer (260). Krüger (*5). Frau Kienesberger (7*) in der linken Hand hielten, Der Erfolg war dem bei der glatten Holzreibung ganz gleich; die Erfte fühlte den Stab erft warm. dann heiß. dann tobend werden. mit jedesmaligen Remiffionen. fo oft ich zu feilen aufhörte; die Zweite Wärme mit Ameifenlaufen; die Dritte fand die Wärme vom Feilen etwas fchwäckjer. als die von der glatten Reibung. - Man hat dabei noch in Anfchlag zu nehmen. daß ich mit meiner rechten Hand feilte. welche für fich Kühle geben mußte. und daß dennoch das Gefühl von Reibungswärccce fo vorfchlug. daß die mit einfließende .Kühle gar nicht wahrgenommen wurde. - Stärker noch fprachen fich die Gegenfätze von lau und kühl aus. als ich mit Hrn. K(ein('"") denfelbeic Verfnck) mittelft einer Holzrafpel anftellte.

F. 1240. Die Anwendung des Berfuches auf wirkliches Metallfeilen fiellte ich auf folgende Weife an. Ich fpannte ein Stück Eifen von etwa 10 Zoll Länge horizontal in einen Schranbfiock. An beiden hervorragenden Enden ließ ich es Hrn. Klein("") in die Hände faffen und fo erft eine Minute lange Gewöhnung nehmen. Es verfieht fich wohl von felbfi. daß der Stab in den Parallelen fich befand. Daun feilte ich ihn in der Mitte heftig mit einer etwas gröbern Schlichtfeile. Während ich dieß that. fühlte Hr. Klein in feiner linken Hand das Eifen an Wärme. in feiner Rechten an Kühle auffallend ftark zunehmen. Die der Feilreibung zukommende Odentwicklung äußerte fich alfo an beiden Händen odpofitiv.

F, 1241. Bis hieher hatte ich meift verfchiedenartige Körper auf einander' gerieben. Um nun die Wirkung der Reibung ganz rein zu 'bekommen. änderte ich das Verfahren dahin ab. daß ich gleiche Körper in beiden Händen auf einander reiben ließ, Der, Frl. Zinkel (Wk) gab ich zwei größere Stücke Zucker in die Hand und ließ, fie diefelben mit den flachfien Seiten auf einander reiben. Es ift- bekannt. daß ,geriebener Zucker im Dunkeln außerordentlich fiark leuchtet und ich ertbartete deuiznfolge ein nicht gewöhnliches Reibungsergebniß. _Das fand: fich, aber nicht ein. wohl aber eine Wirkung. wie fie von andern ähnliäfetrKörpern erhalten wird. nämlich die linke Hand fühlte die Senfitive laiiwidrig mit Grufeln. die rechte kühlig afficirt. _ Ein andermal machte icehjdiefen Verfueh mit Hrn. Richard Schuler (*7). Leopolder (700) und feiner* Tochter Martha (m); fie fanden beide die linke lau. die rechte kühl geworden. aber nicht anders. als von andern ähnlichen Körpern auch. - Später" gab ich in die Hände der Frl. Zinkel (W00) zwei größere FichtenkohlenFVor der Reibung wirkte die odnegative Kohle links kühl. rechts laulicl). *Als aber die Reibung beider Stücke an einander l-ewerkfteüigt wurde. trat links bald Grufeln ein mit rückftricljartigen Empfindungen. rechts aber bildete fich Jndifferenz. Die Reibung entwickelte alfo fo fiark pofitives Od. -daß die fchwäcljere negative Polarität der Kohle als Subftanz bei weitem überfchrien und nicht mehr wahrgenommen wurde. - Endlich ergriff ich zwei Stücke Ko chf alz und ließ fie die Frl. Zinkel ("*8') mit beiden Händen an einander reiben. Dieß ift ein ftark odnegativer Körper und ungerieben empfand fie ihn auch links fehr kühl. rechts lauwidrig. Aber als fie beide Stücke an einander rieb. wurde die odpofitive Reibungswirkung fo übermäcljtig. daß fie die natürliche Negativität des Salzes ganz überdeckte und für die Wahrnehmung verfchwinden machte. Die Odeutwiiflung war bei diefem Reibnngsverfuche bedeutend ftärkerx" als beim Zucker. und es deutet dieß darauf hin. daß die auffallend ftärkere Lichterfcheinung beim Zucker nicht auf Rechnung des Odes zu fehen ift. fondern wahrfcljeinlicl) doch der Elektricität zugehört. - Diefe Reibungsverfuclje hatten fo fiark auf Frl. Zinkel (W3) in odpofitivem Sinne gewirkt. daß fie gleich darauf in fiarke Niagenkrämpfe verfiel. -- Jn den Verfuchen diefes Paragraphen war die Reibung ganz rein thätig. kein fremdes Gefäß. kein fremder Faktor war eingemengt. das Reibende und das Geriebene waren gleichmäßig in Aufbruch genommen: überall gewahrtenwir aber nur Aeußerungen von pofitivem Ode als Wirkung der Reibung.

F. 1242. Hieher zähle ich dann auch noch das Zerreißen mancher Körper. folcher namentlich. die aus einem zufammeuhängendeit Gewebe beftehen. Wie bei geriebenem Zucker. Salz und Kohle die Theile durch Drnä von einander getrennt werden. fo ebenfalls bei Zerreißen durch Druck in anderer Richtung. Dem Frl. Martha Leopolder ("'7) gab ich einen Bogen Packpapier in beide Hände und ließ es fie langfam zerreißen, Während fie dieß

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F. 1243. Von den feften Körpern ging ich jeht zu flüffigen über) und zwar vorzngsweife zu Waf f er. Eine Glasflafche füllte ich halbvoll mit Waffer) und gab fie) gut verfchloffeu) zu verfchiedenen Zeiten in die Hände von Senfitiven) mit der Aufgabe) fie zu fchütteln und dabei auf cnögliclfe odifche Bewegungen Acht zu haben. Dem Hrn. ])r. Piachold (")) Herrn Fichtner (M) und Frl. Zittkel (W7) gab ich eine folche Flafche in beide Hände zugleich) fhmntetrifch geordnet ließ ich fie diefelbe fchütteln. Sie fanden) daß diefelbe während des Schüttelns auf ihre linke Hand lanlich) anf ihre rechte kühlig wirkte, So wie fie die Flafche einige Augenblicke ruhig hielten) erzeugte fie ihnen umgekehrt links kühl) rechts laulich. - Andern gab ich diefelbe Flafche abwechslungsweife in die littke) dann in die rechte Hand) fo Herrn l)r. Natterer (0")) Alfred Geraldini (20) ) Leopolder (05)) Enter (76)) Klein (00)) Frl. Jofephine Geraldini fm)) Beyer (0*7*)) Zinkel u. a. m. Wenn fie das Schütteln inlder linken Hand verrichteten) fo erregte die Flafche das Gefühl von Läue) wenn in der Reäfteit) fo das der Kühle; immer alfo wurde durch das Schütteln des Waffers) durch die Reibung feiner Theile unter fich) pofitives Od erregt und zur Wahrnehmung gebracht.

F. 1244. Wenn das Schütteln des Waffers in fich folche Wirkung erzeugte) fo wollte ich weiter prüfen) ob nicht vielleicht das bloße Fortrinnen des Waffers in einer Röhre) wo feine Theile beftändig an einander) fo wie an den Gefäßwänden fich reiben) hinreichen könnte) daffelbe hervorzubringen) ob nicht auf feinem bloßen einfachen Laufe das Waffer fich

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