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mann ("); andern gab ich fie in die *rechte Hand- und zwar Hrn. Delhez ('09)Frau Baronin von Teffedikfi") u. a. Dann fehle ich ihnen eine brennende argandifrhe Lampe vor die Füßef in der Form der bekannten Lampe mit einem Uhrwerke und wies fie anp das andere Ende der Vorzellanröhre über dem Zugfchlote der Lampe zu erhitzen. Da die Verfonen faßen- fo hielten fie das Porzellan bequem faft horizontal- etwas aufwärts, Alle diefe Verfuche fielen dahin aus, daß die Senfitiven erklärten- die Rohre werde kalt in ihren Händen, fehr kalt in der Linkenx kühlig nur in der Rechten und waren nicht wenig verwundert- Kälte auf ihre Hände hinten zuftrömen zu fühlen, während fie doch vorne* die Röhren fiark erhitzten. Eine *Porzellanröhre ift ein fchlechter Wärmeleiter und die wirkliche Wärme konnte während des Verfuelyes die haltenden Hände nicht erreichen, für das Od aber ift es ein befferer Leiter, und diefes, infofern es durch die Erhitzung erregt wurdewurde fogleich in der Hand empfunden und zwar kühlangenehm und fehr erfrifikyend. Frl. Aßmannsdorfer (270) war fo erftaunt über die Kälte- die ihr bei diefem Verfurhe in die Hand floß- daß fie in der Llebereilung nach dem heißgemachten Ende mit der andern Hand griff- um zu erproben- ob denn dort das Rohr auch fo kalt feh und fich dann tiatürlirh die Hand o. Relcbenbaeh- der fenfitive Menfih. |. 40

verbrannte. - Andere Senfitive ließ ich den nämlichen Verfuel) mit der Abänderung macljeic. daß ich ihnen brennende Waehskerzeir ftatt der Uhrlampe vorfehte und fie an deren Flamme die Vorzellanröhre erhitzen ließ. namentlich die Hrn. Kotfclfh (si). Hubert Ritter von Rainer (79). Director Rabe (U). Friedrich Weiblich ('33). Fran Kienesbergerfih und Frl. Ahmannsdorferk") in einem zweiten Bei-fache; oder ich fevte an die Stelle der Borzellanröhre eine armlange Glasröhre. namentlich bei Frl. Reichel. Nather f") und Weigand ("); oder ich fubftituirie diefen einen metallifcljen Stoff. z. B. eine Säbelklinge bei Hrn. Delhez (M); dann bei ebendemfelben. bei Frl. Weigand f") und Frl. Natherf") eine armlange Eifenftange. und zivar bei jenem in der linken. dann in der rechten Hand; der Frl. Natherl") einen dicken Kupferdraht und ein Bleiroljr; alle diefe Abänderungen führten zu keinem anderen Ergebniffe als zu dem. daß die Senfitiven fogleich nach dem Beginn der Erhitzung Kühle an dem iiber die Flamme gehaltenen Oiehre oder Stabe empfanden. Der Frl. Weigandfok) hing ich fpäter an ihre Glasröhre einen eifernen Schliiffel. um ihn unbeforgt recht ftark erhißen zu können; fie erhielt davon folche Kälte auf fich zugeftrömt. daß nicht bloß die haltende Hand und der Arm Kälte fühlten. fondern daß diefes hochfenfitive Piädckjen ihre ganze Seite bis zu den Füßen hinab Froft empfand.

Z, 1217, Mit der Frl. Reichel (wi) nahm ich am December 1844 den bekannten Verfuch des Hrn. Vouillet vor. der eine Drahtfpirale um eine Kerzenflamme zur Erforfckjung der elektrifchen Eigenfchaften des Feuers anbrachte. Ich bediente iuieh deffelben Werkzeugs zu Prüfung der odifchen Befchaffenheiten deffelben. Das Ende der Spirale ließ ich in eine Drahtverlängerung auslaufen. die ich der Senfitiven in die linke Hand gab. während ich die Drahtfcljraicbe fo an die Kerzenflamme leitete. daß diefe davon gänzlich eingefchloffen. aber der Draht nicht in fie eingetaucht war, Das Ergebniß war ,liiihlegefühl Als ich dann die Drahtrolle wirklich in die Flamme felbft eintauchen ließ. erfuhr das Gefühl keine Veränderung in feiner Art. fondern ward nur verfiärkt in der Kühle. - Später wiederholte ich den Verfnch mit Hrn. Leopolder ('76). Ich ließ ihn dabei beide Drahtenden mit beiden Händen faffen. Er empfand an der rechten Hand lau. an der linken kühl. und zwar in beiden Fällen. mochte er das obere oder das untere Ende mit den rechten oder linken Fingern halten. Die Flamme lud den Draht alfo durchaus odnegativ. Zuträglicl; fand er es jedoch wenn er das untere Ende mit der Linken hielt; dieß zeigt. daß unten am Drahte die odifche Negativität größer war. als am vbern Ende.

F. 1218, Schon Hr. Delhezfm)) bemerkte mir. daß die rechte Hand nur fchwache Kühle bei den Verfuchen mit der Vorzellanrbhre empfinde im Vergleiche mit der Linken. wo die Kälte weit ftärker ausgefprochen fey. Frl. Zinkel fagte mir bei verfchiedenen Berfncljen daffelbe und fand felbft

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bei fchwachen Graden der Erwärmung die Empfindung nur in der Linken kühl. in der Rechten faft laulich. - Den Frl. Armidafiö) und Jofephine Geraldini ('05). Frl. Poppe (79). Hr. Enter (75). Weck. l)r. Machold (“'). Leopolder(""). Fichtner (m). l)r. Löw ('30). Steiger (89) gab ich in jede Hand eine Porzellanröhre und ließ fie diefelben zugleich über der Uhrlampe erhihen. Sie fanden in genau wiederholten Verfuchen die Röhre in der Linken fehr kalt. windigkalt werden. während fie über die Wirkung in der Rechten fchwankten und fie bald fchwacl) kühl. bald indifferent. bald fchwach laulich angaben. - Endlich legte ich einen armlangen Eifenftab mit der Spitze in ein Gluthfeuer und ließ es am andern. kaltgebliebenen Ende die Frl. Zinkel('“3) mit den linken Fingern erfaffen. Solange die Erwärmung des Eifen-s vorne wuchs. fühlte fie daffelbe hinten zunehmend odkühl werden. Als es kirfchroth glühte. ließ ich es fie aus dem Feuer herausziehen. und in einem bereit gehaltenen Topfe kalten Waffers rafch ablöfchen. Augenblicklich durchfuhr Finger. Hand und Arm bis in die Schulter hinauf heftiges Ameifenlaufen mit allen Angehäugen von Lauwidrigkeit. was alles unverweilt zu Magenweh führte. - Denfelbelc Verfuch ließ ich fie mit der rechten Hand durchlaufen. Jetzt empfand fie den Stab am kalten Ende lau werden. unangenehm rückfirichartig auf die Hand wirkend in dem Maße. wie das Metall vorne im Feuer heißer wurde. Als es an der Spitze hellroth glühte. ließ ich es fie ins kalte Waffer fchlagen. Dieß gab ihr plötzlich eine fo kühle. angenehme. *ftärkende Odwelle. durch den ganzen Arm hinauf fühlbar. daß ihr Geficht den Ausdruck der freudigften Erheiterung unwillkürlich aunahm. - Daffelbe wurde beftätigt von Hrn. Klein (m).

F. 1219, Aus alleti diefen Beobachtungen. geht das Refultcit hervor. daß ein langer Stab von Porzellan. Glas. Kupfer. Eifen und Stahl. wenn er an dem einen Ende über Feuer erhiht wird. am andern Ende negatives Od liefert. fo ftark. daß es theils nahezu. theils völlig das eigene negative Od der rechten Seite des menfäjlichen Leibes überwältigt. bei plöplicher Abkühlung aber ein fehr lebhafter Umfchlag in das Gegentheil dieß Ergebniß beftätigt.

F. 1220. Wenn die Erhitzung folche Folge hat. fo reihte fich daran die Frage. was die Verbrennung felbft unmittelbar an den brennenden Körpern fortgeleitet für einen odifchen Effect haben würde? - Die Beantwortung fuehte ich auf dem einfachen Wege. daß *ich den Senfitiven einen Span oder dünnen Holzftab an einem Ende in die Hand gab und fie anwies. ihn am andern Ende anzuzünden. Das Holz ift ein fo fchlecljter Wärmeleiter. daß auf eine Armlänge von der Hand bis zum Braude an keine Fortpflanzung zu denken ift. So that ich denn mit den Hrn. Guftav Anfchüh (u). Delhez ('00). Hütter *("). Ritter von Rainer (25). Rabe (77). Weidlich ("). Sebaftian Zinkel (0'). mit Frau Johanna Anfchüß (7',*").

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Kienesberger (730)) Baronin von Natorp (*7)) von Teffedik (*7) und den Fräulein von Weigelsberg (*')) Glafer(“')) Erneftine Attfchüßfio)) Dorfer(““.")) Sophie Pauer ("); theils in der rechten) theils in der linken Hand den brennenden Span haltend thaten fie alle den Ausfpruch) daß der Brand ihnen Kühle in die Hand liefere) kühler in die Linke) kaum kühl) nahezu unfiihlbar) bis fchwach lauliä) in die Rechte. Der blinde Bollmann (7') encpfand die Kälte fo ftark) daß bei einiger Andauer der Verbrennung die Kälte nicht bloß feine Hand erfiiüte) fondern nach nnd nach feinen ganzen Arm ergriff) endlich am ganzen Leibe ihn froftig dicrchfclfüttelte) was nachher noch über fünf Minuten lange anhielt. Hr. Kotfcht) (0*)) der im Orient war) erinnerte fich bei diefer vom Feuer gelieferten kalten Empfindung) die fo auffallend für Jedermann war) eines Sprüchworts) das er in Perfien gehört und deffen Bedeutung und Ableitung er daznmal nicht begreifen konnte und das fo lautet: „wenn ihr erfaßt habt einen brennenden Stab) fo habt ihr einen kalten“ (Schema cite ger-Elli _felt teeirnb am? cite gsi-Olli). Man fieht hieraus) daß nicht bloß in unferem falten Norden) fondern mehr noch im warmen Oriente die Senfitivität zu Haufe fehn muß) und zwar fo fehr verbreitet und feit fo alten Zeiten unter der Bevölkerung) daß er bis zur Bildung und Verbreitung von Sprüäfwörterci fich geltend machen konnte. Meine in neuerer Zeit erfi gencachteic Verfuche änderte ich mit Frl. Armida (*2. '“) und Jofephine Geraldini ('0*)) Zofephine Poppe) Zinkel) Herrn dr. Machold(“0)) Leopolder('“)) Fichtner ('73)) Klein (")) Enter (70)) Steiger f") dahin ab) daß ich ihnen zwei Hdlzfpäne gab) den einen in die linke) den andern in die rechte Hand und fie beide gleichzeitig anzünden ließ. Hiebei konnte der Gegenfah der linken und rechten Hand fchärfer beobachtet und uuterfchiedeic tverden. Bei diefer Anordnung erklärten alle) daß der brennende Span in der linken Hand ftarke Kühle) in der rechten aber fchwache Läue hervorbringe) fogar bei Einigen in Letzterer den Anfang von Prickeln und Grufeln erzeugt.

F. 1221. Rach dem einftimmigen Zengniß von einigen und zwanzig Zeugen alfo liefert Holzfeuer) durch das brennende Holz negatives Od in die den Span oder Stab haltenden Hände.

F. 1222. Wir kommen zur Frage über die ftrahlende Wärnce. Einige kurze Andeutungen habe ich fchon früher (in der [bi. Abhandlung der Dhnamide F. 121 und in der bi. F. 147) gegeben. Ich werde diefe nun gründlich belegen und gegen jene feftfiellen) die fie anzweifelteu. Wenn Hr. Profeffor itiösnerfii) in große Abendgefellfchaften der vornehmen Welt) in Ballfäle und ähnliche Orte kam) wo eine reichliche und glänzende Beleuchtung fiatthatte) fo fiel es ihm oftmals auf) daß fiatt Wärme) er beim Eintritt eine eigenthüncliclfe Kühle empfand) die ihn froftig ganz durchfchauerte. Er konnte dieß nicht begreifen und achtete deßwegen darauf. - Die Fran Baronin

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