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Wenn Frl. Nowotny vom Magnete bei unmittelbarer und längerer Be- _

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Ueberfluß wäre. noch viele aus meinen Aufzeichnungen ausziehen. Es ift aber bekannt genug. daß Menfchengedränge nervenreizbare Verfonen in Ohnmacht und Krämpfe rcrfetzen kann. und dieß find jedesmal Senfitive.

S. 984, Frl. Weigand (w) vertrug gekreuzte Hände. die ich ihr reichte. fo fchlecht. daß fie fie dnrch Ohnmacht bis an den Anfang der Krämpfe fiihrten. wo ich abbrechen mußte. ehe fie zum vollen Ausbruch kamen. - Gefaltete Hände bekamen derfelben Frl. Weigand (7') fo übel. daß fie ebenfalls durch Magenweh und Kopfweh an die Grenze der Krämpfe führten. - Alle derartige odpofitiv wirkende Reactionen führten zu Krämpfen.

F. 985. Daß bloßes Licht feine Einwirkung auf Menfchen bis zur Erzeugung von Krämpfen erheben kann. wird gewiß auffallen; allein es ift entfchieden fo. Ich bildete aus Sonnenlicht mittelft eines Glasprismcrs eine Iris und ließ die Frl. Krüger (") die verfchiedenen Farben mittelft einer Glaseöhre prüfen. die ich ihr in die rechte Hand gab. und die fie nach einander in diefelben hielt. Tic Wirkung der grünen Farbe war auf das fenfitive Mädchen fo überrafihend ftark peinlich und angreifend. daß fie in wenigen Secunden anfing. von Krämpfen ergriffen zu werden. Auch wenn ich fie das Grün hinter einer Glasfcheibe atiffangen ließ (77). war die Wirkung diefelbe, Ein andermal tnachte ich ihr (W) ein Spectrum aus Mondlicht und ließ fie die grüne Farbe mit einem Holzftabe prüfen; kaum hatte dieß begonnen. fo fing fie an zu toanken. ftürzte zu Boden und zerrte fich in den heftigften Krämpfen darauf hin und her. Wieder ein andermal ließ ich fie in das grüne Licht des Mondfpeetrums nur den Zeigfinger ftecken. fo fiel fie mir fchon wieder um; ich fing fie auf und fchleppte fie in Krämpfen auf ein Lager. _- Frl. iklhmannsdorferfi") gab ich einen Eifendraht in die Hand und ließ auf feine Verlängerung in einem andern Zimmer den grünen Strahl des Sonnenfpeetrums fallen. der durch ein Glasprisma ifolirt worden war. Okicht lange dauerte dieß. als -fie. ohne 'zu wiffen. was mit dem T-r-ahte veranftaltet worden. über toidrige Eucpfinduttgen fich beklagte. bald ohnmächtig zu werden drohte und darauf in .lkrampfaitwaitd[ungen verfiel. Za fogar das volle weiße Sonnenlicht. das ich auf den Draht fallen ließ. und das anfangs angenehm und kühlend auf fie wirkte. brachte bei einiger Andauer des Berfuchs Krampfanwandlungeit bei Frl. Apmannsdorfer (797) hervor. wovon ich den zureichenden Grund bei den Lichtoerfuchen zeigen werde. Ich habe davon fchon oben H. 973 theilweife Nachricht gegeben. _ Frau Johanna ?lnfmüp (*9) hielt den hölzernen Stiel eines Malerpinfels in das grüne Licht eines Spectrums. das fie fick) in tneiner Abwefenheit mittelft eines Glasprismms zu Haufe am Sonnenlicht felbft gebildet hatte. Sie erzählte mir icaehher mit Erfiaunen. daß das Grüne fie beinahe ohnmächtig gemacht und dann die gewöhnliche Folge auf fie gehabt* habe) den jede widrige Begebenheit auf fie auszuübeu pflege) daß es ihr icämlicl) ungefähr 30 Stunden fpäter 'einen Krampfanfal( zuzog. .- Frl. Aßmannsdorfer gerieth inner allen Abwemslungenin Krämpfe) unter denen' ich fie mit Glasftäben) Eifendrähten) Holzftäben) .bloßen Händen das grüne Farbenbild des Sonnenfpectrums auffangen ließ.

F. 986. Es ift alfo Thatfache) fie mag nun meinen Berliner Freunden gefallen oder nicht) daß das bloße Licht und zwar der grüne Lichtftrahl für fiel) allein fähig ift) fenfitiveMettfmetc *in-Ohnmacht uud in die heftigfteu Krämpfe ani ganzen Leibe zu ver-fehen.

F. 987. Der Frl. Aßmannsdorfer (wi) legte ich einen Eifenftab in die Erdparallele) und an das Eine Ende den genSüdpo( eines großen Faferghpfes vou Salzburg. Sie fand an ihrer linken Hand die Wirkung des andern Endes fo ftark) daß Lauwidrigkeit) Magenweh) Krampfgähnen und zuletzt Beginn von Krämpfen rafm anf einander folgte.

Die bloße Dnrchleitung -der odpofitiven Kraft eines ftarkeu Krhftallpoles war fähig) Krämpfe hervor zu rufen.

F. 988. Als ich den Tifchler Klaiber an einem 50 Fuß langen Eifendraht) deffen Ende Friedrim Weidlim (M) in der Hand hielt) mit der linken Seite langfam auf diefen zugehen ließ) fo empfand jener der Reihe nach Lauwidrigkeit) -Magenweh) Auwandluitg von Ohnmacht und von Krampfanfäugen. * *

F. 989,' Mit der Frl. Ahmannsdorfer* (M) lief im eine Reihe der verfchicdenften Lagen ihrer und meiner Hände mit einander durch) wie ich dieß oben F. 195 gefmildert habe. Nachdem ich fie in wirklimer Berührung ausgefiihrt hatte) wiederholte ich fie ohne Berührung bloß _mittelft möglich ftarker Annäherung. Die Wirkungen davon auf die Senfitive waren etwas fmwächer) aber qualitativ diefelben. »Sie griffen fie jedem durch ihre große Anzahl fo fehr an/daß-fie zuletzt in Krämpfe verfiel. Die bloße Annäherung erzeugte hier alfo Krampf.

F. 990. Daß Otückftrime zu Krämpfen führen) habe im fchon oft gefagt. Ich will dem hier noch einige Beifpiele hinzufügen. Frl. Aßmanusdorfer (W) berührte ich zufällig mit dem rechten Zeigfinger ungefähr auf der Mitte des Rückens. In wenigen Secunden befiel fie heftiger Kopffmmerz) der in ,Krampfanwandlungen iiberging* Dieß gefchah auf dem empfindlichen Punkte der Wirbelfäule) deffen _im fmon öfters erwähnte. - Einige Male berührte ich die Frl. Asmannsdorfer (W. M) mit dem rechten Zeigfinger zufällig auf dem Kopfwirbel; dieß toirkie wahrhaft wie ein' Blißfmlag auf das leidende Mädchen; jedesmal verlor fie augenblicklich Haltung und Bewußtfehn) fiel um) gerieth in Znckungen und klonifme Krämpfe. Man muß den Kopf

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