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empfand Frl. Zinkel) Beyer u. a. bei verfnfiedenen Gelegenheiten, Hr. Schuler (")) Frl. Beherfiii)) Ahmannsdorfer) Martha Leopolderfiko)) ZinkelBaier (“)) fagten mir daffelbe) wenn in) meine Hand gekreuzt in die ihrige legte) in der Weife) daß einige oder auch nur Ein Glain) (Vhalanx) ihrer Finger über meine Hand feitwärts hinausftand. Während die ganze mit der meinigen in Eontakt befindlin)e Hand Kühle befaß) fand fin) in jenen Hervorraguicgeic Läne) Grufelu und Ameifenlaufen ein. - W Frl. Beher (m) und Zinkelfii") fanden nceine Hand parallel abwärts an die ihrige angelegt) ganz zuträglin)) wenn meine Fingerfpihen über die ihrigen ein wenig hervorragten; unangenehm aber und lauwidrig fanden fie fin) in ihren Fingerfpihen angegriffen) wenn diefe umgekehrt über die nceinigen hinausfianden. Der Frl. Zinkel('i9*) legte ich meine flan)e Hand an die ihrige) beide frei herabhätigend) Weiche an Wein)e) parallel abwärts) ungleinmamig gepaart. Die Spihen aller Finger lagen) fin) genau deckend) von je den gleichen Fingern an einander) nämlin) Daum an Daum) Zeiger an Zeiger u.. f. f. In diefer Haltung fand fie fin) befriedigt und beruhigt. Als in) aber meine Finger nur um Nagellänge znrückzog) fo daß die ihrigen um foln) ein Kleines über die meinigen hervorragten) ward fie fn)on unruhig: fie empfand lauwidriges Grufelu in den vorragendeit Fingerfpißeti. Rünte ich beide Hände wieder gleichliegend znfammen) fo war es wieder gut. Als in) nun meine Finger um Nagellänge verfn)ob) über die ihrigen hinaus) fo bran) fie in Lob aus) jetzt fet) es gut und kühlig) verficherte fie mich) und erklärte diefe Haltung für die bei weitem angenehmfte unter den drei verfun)ten) und zwar fet) fie um fo beffer) je weiter ich meine Finger vorfnfiebe.

F. 661. Aber es kamen non) vielerlei andere ähnliche Dinge vor. Wenn ich der Frl. ZinkelfiM) eine Mefferfpihe voll Kochfalz) einen ftark odnegativen Körper) auf die Mitte der linken Hand legte) wurden ihre Fingerfpihetc warm und grufelnd. -- Oder wenn in) Ebenderfelbeu("7f) irgend einen leichten Körper) einen Holzfpan) ein Stückchen Pappe) ja nur ein Baumblatt auf die Mitte der flan) ausgebreiteten Hand legte) fo wurden die lehten freigebliebenen Fingerglain)e lauwidrig und grufelnd) kühl aber wieder) fobald in) die Gegenftände wegnahm. Dieß konnte abwen)slungsweife hinter einander wiederholt toerden) fo oft in) wollte.

F. 662. Auf glein)en Gründen beruhend beobachtete in) Erfcheinungen am Köpfe. Der erfte Fall bot fin) mir bei Frau und Hrn. Anfchüt)) (m) (im September 1847) dar. Wenn die junge Frau ihrem Manne auf dem Sn)ooße faß) fo durfte er feinen Kopf-nin)t fo an ihre Wange legen) daß ihr Kopf über den feinigen oben hinausfiand) dieß erzeugte ihr Gehirndrünecc und Kopffnutcerz. Die Köpfe mußten beide gleichhoch ftehen oder der feinige mußte den ihrigen überragen. Da er aber aun) fenfitiv ift) fo befiel im lehtern Fall der Kopffchicierz ihn. Sie konnten alfo in diefer Vertraulin)keit nur dann behaglich fich vereint halten) wenn fie fich einander fo akkomodirten) daß beide Köpfe gleich hoch neben einander zu ftehen kamen. -* Diefe Verfuche wiederholte ich mit Hrn. Delhez ("')) dann mit Hrn. Guftav Anfchüß fm)) Frl. Ahmannsdorfer) Zinkel fm)) Reichel (m) und Beyer (W); alle vertrugen es nicht) wenn mein Kopffmeitel tiefer fiand) als der ihrige) aber alle verlangten) daß er höher oder doch gleichhoch getragen werden folle. 3m erfien Falljzeugte ich immer Kopffmmerz) im ziveiten war es fogleich wieder gehoben. - Mit Frl. Glaferfi") machte ich den Berfuch liegend; auch hier durfte mein Kopf tiicht unterhalb des ihrigeu feyn) er mußte ihn überragen. - Kleine Männer taugen nicht für große Weiber, - Noch fubfiituirte ich meiner Verfon einen mannsgroßen Stabmagnet. Hr. Anfmüß (m) und Hr. Delhez (m) fanden) daß uitgleichnamige Bole auf jeder Seite Kopffchmerz erzeugten) wenn fie tiefer als ihr Kopffmeite( ftanden) daß er aber fogleich fchwand) fo wie fie dariiber erhoben wurden.

Z. 663. Bei Frl. Martha Leopolder (U) erfaßte ich die linken Finger. Dieß war kühl angenehm) aber während deffen fing der freigebliebene Daumen an) lau und grufelnd zu *werden. Diefer Verfuch) mit Frl. Zinkel und Hrn. Richard Schuler f") wiederholt) erhielt genaue Beftätigung.

F. 664. Jeht legte ich meine rechte Hand in das linke Ellbogengelenke des Hrn. Klein (203). Sie erzeugte da .lkältegefühl; aber der Vorderarin und mehr noch feine Hand wurden dumpf) pamftig) dicklich) warm) die Nagelwurzeln brennend. Rüekte ich nun vor mit meiner Hand bis ins Geäder (Ear-pris)) fo tvurde der Arm zwar kalt) aber die Hand blieb warm und wurde gegen die Fittgerfpißett fafi heiß empfunden, Mit Hrn. Leopolder (M) wiederholt ergab der Verfuch gleiche Refultate. Ebenfo mit Jofephine ZinkelBaier (so) und Martha Leopolderfitl). - Bei Hrn. S>)uler(") feßte ich nur tneine Hand anf fein Kine und unverweilt war der Fuß fannnt Zehen unten lauwidrig) pamfiig. - Seßte ich der Zofephine Zinkel-Baier (U) meine rechten Finger auf den linken Schenkel) fo wurde ihr der Fuß grufelnd. Legte ich meine Finger auf ihr Fußgelenke) fo wurden ihre (U) Zehen gruslich und warnt.

F. 665. In Folge diefer Beobachtungen fehle ich vielen Senfitiven meine rechten Finger auf die linke Schulter) fo geftellt) daß fie nach abwärts gegen die fenfitive Hand gerichtet waren. Dieß gefchah bei .Hrn. l)|-. Natterer('")) A. Müller M)) Leopolderf27)) Richard Schuler (ifi)) Ritter ven Vergerfik)) Hrn. Steiger (“7)) Weiner (77)) Alois Zinkelfil)) Frau Anna Tfchik (76)) Frau von Hauer (k) und bei den beiden Frl. von Uncthrechtsberg ff)) Zinkel-Baierfih) Rupp (th) Reichel (W). So wie meine Hand oben aufgeftellt war) fchoß Läue in die fenfitiven Finger) fie wurden dicflich) pamftig) pelzig) endlich grufelnd) tvelcfhes allmälig aufwärts flieg) bis gegen den Ellbogen; die berührte Schulter aber gab fich kühl nteifi den halben Oberarm

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herab zu erkennen..- Bei Frl„ Ziukel (W7) gab fich noch das Eigenthümliche Kundl daß hiebei jedesmal ihre Hände _roth und weiß gefprengelt wurdenwas vorher nicht der Fall war und nachher bald wieder verfchwand- alfo ein Jedermann fiehtbares Zeichen odifcher Einwirkung fich kund gab, - Die Katharina Rupp (*9) ließ ich diefen Verfuch mit ihrer eigenen rechten Hand auf ihrer linken Schulter vornehmen; er gelang vollkommen ebenfogtttals ob ich ihn gemacht hätte; fie empfand das lauwidrige Grufeln befonders ftark in ihren Fingerfpißen. ' .

F. 666. Ganz denfelben Verfuch machte ich mit einer andern Anzahl Senfitiuer unter der Zuthat, daß ich mit den auf die Schultern aufgcfehten Finger-m nach kurzem Verweilenx einen langfamen Strich über den Arm herab führte. Dieß that ich mit Frl. Reichel (719. W)- Martha Leopolder (P), Geralditii f")- Zinkel-Baier (u)- Zinkel('“"), Karhan f")- Frau Cecilie Bauer (m. m)- ,Fran Ebermannfih- Hrn. Fichtner (WN l)r. Köller (30), l)r. Nattererfq), Baron Auguft von Oberlätiderw")y Enter (*7)„ Klein (“)7 l)r. Löw('7'“)- l)r. Vretfchnerwl)x Schuler (“)- Leopolderfth, Alle diefe empfanden ihre Schultern kühl werden- fowie ich meine Finger itngleichnamig darauf fehte- gleichzeitig aber dickliäzes- pamftiges- aufgedunfenes Wefen mit Gefühl von Läue in der Hand fich bilden- das bald in PrickelnGrufelnr Grabeln, Ameifenlaufen übergiug. Verweilte ich einige Minuten auf der Schulterr fo nahmen diefe Empfindungen zur beniäeiftigten fich des Handgelenkes7 dann des Borderarmes- fofort des Ellbogens- ftiegen den Oberarm herauf, wenn die Senfitiven empfindlich genug waren- und ltemächtigten fich zuletzt felbft der Schnlterfielle, worauf meine Finger anffaßen. So wie ich aber eine Bewegung zu machen und mit meinen Fingern am Arme hinabzufireichen begann gegen den Vorderar-_m und die Hand zu„ fo änderten fich fogleich die Gefühle: jede Steller auf welche meine Hand kann verlor fogleieh ihre Lauwidrigkeit und f chlu g in angenehme Kühle um. So ging es den ganzen Arm herab forte alles was ich bcrührte, wurde kalt und die Hand- die fo eben nochcdumpf und faft ohne Gefühl gewefenwurde, fo wie ich darüber ftricly- kühl- lebendige frifch nnd war hergeftellt, Der ganze Arm war durch den- ungleichtiamigen Fortftrich von allen odifchen Befchwerdenr die fich feiner bemäehtigt hattenr_ befreit und unmittelbar daraus in Behaglichkeit und Wohlgefühl bericht. - Als ich folche Behandlung bei der Frl, Beyer (Wi) zur Zeit hoher Reizbarkeit in Anwendung bringen wollte, währte es nicht lange, als die Arme in Krämpfe geriethen, - Frl, Zitiiel M") erkannte noch einen nicht wefentlichen Utiterfchied in der Haltung meiner Finger hiebei- je nachdem fie abwärts in der Richtung des Armesoder aufwärts defielben gegen den Hals oder Kopf» hingerichtet waren; ferner je nachdem der Strich außen oder innen ani Arme herab geführt wurde, Waren meine Finger aufwärts gerichtet- fo war die Lauwidrigkeit ihren Arm herab fchioäetfer- als wenn fie abwärts geriihtet waren; ebenfo waren die Wirkungen an der Anßenfeite des Armes herab fehwächer- als iiber die Znnenfeite: alles aus bereits genugfam erörterten Gründen.

F. 667. That ich daffelbe auf Fiißen- z. B. indetn ieh meine reehten Finger oben an die linken Sitzenkel des Hrn. l)r. Vfretfchner (7). Steiger ("), Fichtner (Me), Zofephine Zinkel-Baier(") u. a. ni. fehlteÄ fo tourde die beriihrte Stelle kalt, Fuß und Zehen lauwidrig niit Grnfeln; wenn ich dann aber darüber hinunter firich- der tneinen ftrei>7endeu Fingern her noch wärmer. bei ihnen oder hinter ihnen aber kalt, Ebenfo ging es Hrn. Klein (m) als ich ihm tneine Finger auf das Knie gefeht hatte. _ Hi'. Schuler (ü) fand alle Str-jeher die ich ihm gabf vor fich her Lauwidrigkeit treiben* hinter fich nach wohlkiihle Empfindung ziehen.

Ö. 668. Der Frl. Zinkel('7i*9)- der Frl. Karhan (M) und Beherfi") vom Kopfe an iiber den Leib herab Striche ertheilt. hatte zur Folge. daß der Leib zwar ktihl- aber gleichzeitig die Arme warmx dofiig. dmnpf und grusliäh." befonders die Fingernägelwurzeln faft heiß tourden. Uni das Gleichgewicht herzuftellen- mußten befondere Striehe iiber die Arme geführt werden.

F. 669, Hrn. l)r. KöllerM) faßte ich mit tneiner reehten bei feiner linken Hand. Die Hand wurde kühl. aber den Arni aufwärts fühlte er fich lauwidrig afficirt. Ebenfo Hr, Schuler (57. 51t) und Frau Cecilie Bauer (m). Als ich nun die Arme aufwärts firieh- tvurden fie unter und hinter meinen Fingern kaltf aber vorwärts derfelben trieben fie Lauwidrigkeit vor fich her, den Arni hinauf iiber die Schultern bis in den Kopf. Der Frl. Zinkel(““) ertheilte ich Striche mit meinen reehten Fingern innen hinauf an ihrem linken Arme; fie waren fehr peinlich lauwidrig- erregten fogleieh Magenweh; aber diefe Lauwidrigkeit ging nur vor dem Striche her- wurde dem Kopfe zugetrieben: hinter ihm wurde die Hand und der Arni kiihl- wie die ftreichende Hand daran hinauf riiitte. - Daffelbe that ieh an ihrem Arme außen hinauf. Die Gefanuntivirkung war hier weit minder angreifend und milder, weil diefer Oiiickftrich vielen riiitläufigen Subcutannerven folgte; gleichwohl trieb er Läue vor fich her dent Kodfe zu und ließ hinter fich in Hand und Arni .li*iihlegefiihl. Einige folehe Striche griffen fie fehnierzliih anf aber jetzt tticht im Bingen, fondern iin kleinen Gehirn auf der entgegengefeßten. der reehten Seite, Als ieh endlich mit meiner linken Hand iiber ihren linken Arm einen Striaf außen hinanfführte7 war er faft angenehnif wie wir auch fchon aus friiher niitgetheilten Berfueheu wiffen und es bedurfte uiehrerer Striche, bis fie fich deutlich bewußt tvurde, daß auch hiebei die Schulter und das rechte kleine Gehirn-launch und fchmerzlieh affieirt wurden, ibiihrend Hand und Arni von unten herauf Kühle gewannen. - Auch auf die Füße prüfte ieh die Oiiickftrielfe bei Hrn. Schuler (M); fie erzeugten ebenfalls vor fich her Läuef hinter fich her zogen fie Kühle.

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F. 6697,. "Man fiehtx daß überall- wo auf nienfelylielye Glieder theilweif e nur Aktion oder Strich ausgeübt wird, die benachbarten Theile die cntgegengefeßte Volarifation annehmen; Die negative Beftreichnng abwärts eines Stückes Arm machte die Hand* pofitiv reagiren; fo bei einem Stücke des Fußes; fo der Rumpf gegen die Arme; fo die Finger gegen den Daum; fo die Hand gegen die einzelnen Finger; fo endlichen! Finger gegen fein äußerftes Glaich u, f. f. Ich nenne darum diefe Behandlung den Theilftrich- partialen Strich des Leibes. In diefer feiner Erfiwirkung hat erwie man fieht- auffallende Aehnliwkeit mit dem magnetifi-,hen Striehe auf Eifen und Stahl. Aber fogleieh fcheidet er fich wieder davonx indem er bei der Fortbewegnng- nicht w_ie diefer- die duale Oppofition verfiärkt- fondern umgekehrt gänzlich aufhebt und. nicht einen ungleichnamigen Pol inducirtx fondern-den gleichnamigen Pol producirt. *

Der Theilftrieh ift von der größten Bedeutung für die ausübende Heilkunde; jeder Arzt muß feine Gefeße gründlich kennennicht -um fogenannter Magnetifeur zu feyn, fondern um ohne alles-magnetifehe Kuriren bei jedem fenfitiven Kranken hundert Erfeheinnngen zu begreifendie fich aus diefer Quelle ableiten und die ohne ihre Kenntniß tiicht verftanden werden können. Ich werde fpäter, im Capitel von den Krämpfenhierauf zurückkommen, wo ich neue Berfuche und Beifpiele auffiihren muß.

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F. 670. Daß der odifchen Polarität der menfchliehen und iiberhaupt thierifehen Glieder eine gleiche Polarität der Axen der Krhfialle zur Seite geht- habe ich in der zweiten und dritten Abhandlung der Dhnaknide längfi dargethan. Daß die Krhftallpole aber zu Bewirkung der verfchiedenen Striche über menfchlime Glieder ebenfo verwendet werden können- wie Hände, Finger u. f. w. Daran will ich hier bloß erinnern, weil die Ordnungsfolge der Gedanken an diefer Stelle mic-h darauf hinweist. Ich habe Krhftallpole über die Hände von mehr als hundert Senfitiven geführt und eine Reihe*von Beobachtungen gefammelt, die ich in einer eigenen Abhandlung iiber die odifche Befihaffenheit der Krhfialle zufammenfiellen werde. Hier will ich nur davon anflihren, daß der Fortftrielf liber menfäzliehe Glieder, namentlich über Arme und Hände- ganz diefelben Wirkungen hervorbringt- wie ftreichende polare Organe, So erfeßt der negative Vol eines Bergkrhfialls, Gypsfpaths, Si-hwerfpaths, .llalkfpathsf eines großen Tnrmalins, oder eines klinftlich aufgezogenen gemeinen Alauns oder eines Chromalauns vollftändig den Zeigfinger oder Mittelfinger einer reehten Manneshand; ebenfo der pofitive Pol die der linken Hand. So fanden es Hr. Profeffor Unger (*)- Guftav Llnfelfiiß (M. 5*) und Frl. Nather (*0) vom Bergkrhftallz Frl. Sophie Bauer (i)

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