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Ludolph, Erzbischof zu Magdeburg, --- Gerwich v. Wettin (Witin) Berthold Calf, Dietrich Hacke und viele Einwohner (urbani) von Wettin (Witin) sind Zeugen als Ulrich Graf v. Wettin der Kirche zu Catowe eine Wiese schenkt.

Acta sunt hec Ba bberge in Ecclesia, quinta feria, die videlicet Beati Johannis Baptiste, Anno incarnacionis Domini Millesimo Ducentesimo quarto. Regeft gedruckt bei

Bedmann Historie d. Fürstenth. Anhalt 1. p. 426, 427. Die

drei Genannten sind ritterliche Burgmannen von Wettin.

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vom apostolischen Legaten G. Bischof von Palestrina excommunicirt worden sei, nun aber sich unterwerfen wolle, zu absolviren, indem er zugleich für den Fall, daß der Erzbischof von Magdeburg binnen zwei Monaten zur Einheit der Kirche nicht zurückkehre, den Bischof von Hildesheim beauftragt, mit Hinzuziehung von noch zwei Bischöfen dem gedachten Erwählten die Weihe zu ertheilen.

Datum Laterani Kalendas Julii, Pontificatus nostri anno septimo. Gedrudt bei

Bréquigny Tab. chronol. etc. II. p. 532. Vgl. Böhmer

Regg. Imp. de 1198 - 1254 p. 308.

202) 22. September 1204.

Der römische König Philipp gestattet wegen der ihm von dem Erzbischof Ludolph von Magdeburg vom Anfang seiner (Philipps) Erhebung an bewiesenen Ergebenheit und aus besonderer Zuneigung zu ihm, daß alle nach dein Ableben der dem Reiche unterworfenen Bischöfe legterem nach altem Herkommen zustehenden Abgaben von den Nachfolgern des Erzbischofs und aller seiner Suffragane eingesammelt und zur Deckung der etwa von den Bischöfen hinterlassenen Schulden verwendet werden. Durch dieses Privilegium wolle er dem Erzstift Magdeburg und allen seinen Suffraganen eine besondere Ehrenbezeugung geben.

Signum domini Philippi Secundi Romanorum regis Inuictissimi. (L. M.)

Acta sunt hec anno ab incarnacione domini MCCIIII.

Zeugen: diethalmus Constanciensis episcopus, hart wicus Augustensis electus, Bernardus dux Karinthie, heinricus Juvenis dux saxo nie, Comes vlricus de withiin, Comes fridericus de brenen, Burggrauuius de Magde borch, Comes burghardus de Mannesfeld, heinricus Marscalcus de Callendin, Heinricus dapifer de walpurc, heinricus de Smalnekke et alii quam plures.

Datum per manus Syffridi, regalis aule Prothonotarii, in castris prope Erffordiam X, kalendas Octobris, Indictione VII.

Nach einer Copie im K. Staats-Archiv zu Magdeburg im Cop. Iva fol. 65-7). Gedrudt bei

Gersdorf Cod. Dipl. Sax. Reg. I. 1 p. 68 - 69.

203) 1204.

Der römische König Otto (chenkt aus königlicher Machtvollkommenheit den Ordensbrüdern in Marienborn, welches früher Morthdal genannt ward, 2 Hufen im Dorfe Tweleuen, die dem Stift S. Cyriaci in Braunschweig gehören, mit Bewilligung desselben.

Zeugen: Albertus abbas sancti Egidii, volbertus prepositus sancti Cyriaci, Rodolphus decanus et fratres sui hinricus sacerdos, Conradus sacerdos, Wernerus diaconus, Gerardus subdiaconus, Helias diaconus, Volmarus, Ludolphus, Herwicus, Bertram mus, Bertoldus, Anno sancti Blasii canonicus.

Actum anno dominice incarnationis M. CC. IIII., Anno regni nostri septimo.

Datum per manum stephani notarii nostri, maioris ecclesie Mindensis canonici et in insula sancti Swiberti feliciter.

Copie im Cop. XLVII f. 5 im . Staats-Archiv zu Magdeburg.
Gedrudt bei

Meybaum Kloster Marienborn p. 43, 44.
v. Ledebur Alg. Archiv VII p. 358 (unvollständig).
Scheidt Origg. Guelph. III p. 773.
Meibom S. R. Germ. III p. 159.

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Gedrudt bei

Schöttgen und Kireysig Dipl. et Scr. II p. 705.
Menden S. R. G. I Sp. 774. Ein darauf bezügliches Original

v. I. 1230 im 1. Staats-Archiv zu Hannover.

206) 1204.

Im Jahre 1204 30g König Philipp gegen den Landgrafen Hermann von Thüringen und legte sich vor Weißensee. Erzbischof Ludolph führte ihm da 1100 Ritter mit viel anderer gewappneter Mannschaft zu. Sie" zogen alle unter S. Moriks Fahne. Markgraf Heinrich von Meißen fam auch dazu, sowie Herzog Bernhard. Dem Landgrafen war König Ottokar von Böhmen zu Hülfe gekommen, aber beide wandten sich zur Flucht, als sie der Sachsen Ankunft vernahmen und flohen bei Tage und Nacht 18 Meilen Wegs.

S. Magdeburger Schöppenchronit herausgegeben von Janicke S. 125 ff.

207) 1204.

Bei dem Heere des Königs Philipp (vor Weißensee) waren außer dessen eigenen Reitern, 30000 von Erzbischof Ludolph ausgerüstete (expeditorum) Streiter befindlich, die Zahl der Reiter des Markgrafen Dietrich von Meißen betrug 1500, des Fußvolks aber 100,000 Mann.

S. Chron, mont. Sereni herausgegeben von Eckstein p. 72 f.

208) 1204.

In diesem Jahre ward König Philipp vom Pabste Innocenz III, in den Bann gethan nebst allen seinen Verbündeten, und der Pabst befahl, daß man König Otto zum Kaiser nehmen sollte. Viele thaten das, Viele aber nicht. Mehrere Bischöfe wurden deswegen abgejezt. Der Pfalzgraf (Bruder des Königs Otto) eroberte Calbe, Lopene, Gatersleben und baute die Sommerschenburg wieder. Die Böhmen verloren bei Halle ein Treffen, in welchem 300 todt blieben, und König Otto nahm die Harzburg ein und bebaute den Haldingberg. Darauf unterwarf König Otto Erfurt, Nordhausen, Mühlhausen, Halle, Quedlinburg und Halberstadt.

Bothonis Chronicon bei Leibniz Ser. Brunsv. III. p. 356.

209) 9. März 1205. Der Burggraf (castellanus) Gebhard von Magdeburg ist als Zeuge gegenwärtig (vor ihm genannt der zum Bischof von Regensburg Erwählte Conrad, der Kanzler des Kaiserl. Hufes, der Domprobst Otto und das gesammte Domcapitel von Würzburg, nach ihm: der Graf Albrecht v. Wernigerode u. a. m.) als König Philipp in Würzburg die zur Befreiung des Probstes Wilhelm von Aachen Seitens des Erwählten (Bischofs) von Würzburg vorgenommene Verpfändung Würzburger Kirchengüter bestätigt.

Datum Herbipoli anno Domini M. CC. V., Indictione VIII., VII.
Idvs Marcii.
Gedruct in

Monum. Boica XXIXá p. 510, 511 nach dem Original.
In deutscher Uebersepung gedruckt bei Ludewig Scr. Wirceb. p.

545 und Lünig Reichsarchiv Spic. eccl. II. p. 945. Vergl.
Böhmer Regg. 8. Philipps Nr. 59.

210) 10. März 1205 („1204“).

Gebhard Burggraf von Magdeburg wird als Zeuge (vor ihm: der erwählte Bischof Heinrich v. Würzburg; nach ihm: die Grafen Lambrecht und Ernst von Gleichen, Heinrich Marschall von Kalinden, Heinrich Truchse von Waldburg, Walther Schenk von Schipsen u. a. m.) angeführt, als König Philipp das Kloster Berchtesgaden in seinen Schuß nimmt und ihm seine Privilegien bestätigt.

Signum domini philippi secundi (M.) Romanorum regis inuictissimi.

Ego Conradus Ratisponensis electus regalis aule cancellarius recognoui.

Datum apud Herbipolim Anno dominice Incarnationis Millesimo
CCIIII., VI. Idus Marcii, Indictione VIII.
Gedruckt in

Mon. Boic. XXIXa p 511-14 nach dem Driginale.
Hund metrop. Salisb. (edit. Monac.) p. 178. Vergl. Böhmer

Regg. K. Philipps Nr. 60. "
Lünig Reichsarchiv Spicil. eccl. III. p. 11.

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