Abbildungen der Seite
PDF

1374) 8. d. (1254--1262).

In einer zweiten Gräflich Schaumburgischen Zolrolle für Hamburg heißt es unter Anderm, sowie in der vorhergehenden, daß die Meißnischen und anderen Kaufleute von weither kommend, früher die 20. Mark als Ungeld entrichtet hätten, später aber mit den Magdeburger, Braunschweiger und Sächsischen Naufleuten besonders privilegirt worden seien, so daß sie von 1 Last Kupfer 1 Schilling Ungeld entrichteten, von 1 Last Zinn 1 Schilling, von 1 Tonne Alche 1 Schilling, von 1 Tonne Unschlitt 1 Schilling, von 1 Pack Leinwand 2 Schillinge, von 1 Last Häringe gleichfalls 2 Schillinge. Der Getreidezoll folle dem von den übrigen Naufleuten zit entrichtenden gleich sein. Von jedem zur See eingeführten Pack Leinenwaaren seien 2 Schillinge, von 1 Maaß Farbenfräutern (wede, Waid, mesa) 21 Pfennige zu zahlen. Außerdem haben die genannten Kaufleute (darunter die Magdeburgischen) noch andere Vorrechte, nämlich daß sie von jedem in Hamburg zur Rückfracht gekauften Schiffspfund 24/2 Pfennige als Zoll zu zahlen, von Pferden, Ochsen, Kühen und Schweinen aber ebensoviel wie die anderen Kaufleute. Von Kupfer, Zim, Eisen und Wachs seien aber von jeder Last, die zur See erportirt werde, 4 Pfennige, von Asche und Bech soviel als die anderen Kaufleute geben, z11 entriciten. Gedrudt bei

Lappenberg Hamburgisches Urfundenbuch I. p. 545 ff.
Riedel C. D. Brand B. I. p. 77-79.

[merged small][ocr errors]

1376) 8. März 1233. Rudolph Erzbischof von Magdeburg und Heinrich Markgraf von Meißen schließen ein Compromiß wegen der über Zörbig unter ihnen entstandenen Streitigkeiten.

Zeugen: Venerabilis episcopus Merseburgensis, A, prepositus Maior, R. Decanus, W. vicedominus Magdeburgenses, Decanus Merseburgensis, Abbas de Merse borch, Prepositus Novi Operis Ilallensis, prepositus in Libz, Prepositus de · Schillen, Clerici; Laici Ul. de vrideberc, Her, Burgrauius de Novo Castro, Burgrauius de Querenuorde et suus filius G. de Quere nuorde, M. de Wincenburc, W. de Barboye, Al. Junior Burgrauius de Dewin, H. de alsleue, dapifer, B. de Bresna, B. et 0. fratres de Ilborch, G. de Wederde et Erenfridus de Geuekenstein.

Datum in Libzc anno domini Mo, CC". LV9. VIII. Idus Marcii, XIIa. Indictione, pontificatus nostri anno secundo.

Nach dem Original im Hauptstaats-Archiv zu Dresden.

1377) 9. März 1255. Gerhard, Stiftsherr zu Jerichow ist (legter) Zeuge in der Urkunde Heinrichs Vischofs von Havelberg, durch die dieser bekundet, die ihm gebührende Zehnthebung von 75 Hufen in Zechlin dem Kloster Doberan überlassen zu haben.

Datum Hau elberge anno domini M. CC. LV. VII. Idus Marcii, Pontificatus nostri anno X. Gedruckt bei

y. Westphalen Mon. ined. rer. Cimbr, et Magnop. III. Sp.

1197, 1198.
Riedel C. D. Brand. A. II. p. 367.
Meckl. Ilrkundenbuch II. p. 62.

1378) 23. April 1255. Hermann v. G. G. Probst und das ganze Capitel des Stifts St. Pauli zu Halberstadt verkaufen dem Abt Gebhard ind ganzen Convent des Klosters Hillersleben ihre jährliche zu Johannis fällige Hebung aus den beiden Dörfern Wederingen (Wederige) und den beiden Dörfern Steinfurt (Stenvorde) im Betrage von 10 Talenten Magdeburgischer Münze statt des Zehnten, (den sie sonst verpflichtet seien zu geben, wenn sie den Termin nicht pünktlich innehalten) für 108 Mark Silber.

Zeugen: Burchardus vicedo minus, Rudolfus portenarius, Eu erwinus sancti bonifacii prepositus, Gunterus de mansfelt, nostre maioris ecclesie canonici, Vvlferus, Hermannus et Conradus, canonici sancti pauli totumque eiusdem ecclesie capitulum.

Actum anno Domini M. CCO. L'. Vo.

Datum halberstad anno gracie prenotato, Nono Kalendas Mai, Indictione XIIII. Gedruckt bei

Riedel C. D. Brand. A. XXII. p. 432, 433.

1379) 15. Mai 1255. Das Capitel des Stifts S. Sebastiani zu Magdeburg befundet, für das zıır Erweiterung des dortigen Predigerklosters auf Ansuchen des Erzbischofs Rudolph (Rodolfi) abgetretene Curien-Grundstück (fundum curie), das der verstorbene Canonicus 31 S. Sebastian, Magister Reinhard, besessen, vom Erzbischof und Domcapitel das Grundstück der Curie, welche zur Zeit der Stiftsherr zu S. Sebastian Rudolph v. Erpiz inne habe, tauschweise erhalten zu haben.

Zeugen: Albertus de Arnesten, Henricus de gronenbergh, prepositus in nienborgh, Burchardus de querenuorde Cano. nici Magdeburgenses, Gozwinus prior, Fredericus de Oluenstede lector, fratres ordinis fratrum predicatorum in magdeburgh.

Acta sunt hec Magdeburgh XVIII. Kalendas Junii anno domini Millesimo CC. Quinquagesimo Quinto.

Original, dessen an roth-geiber Seide befestigt gewesenes Siegel fehlt, im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg.

[merged small][ocr errors][ocr errors]

Canonicus zu S. Sebastian, Rudolph v. Erpiz besessen worden, eigen: thümlich überwiesen worden sei, nunmehr dem Domcapitel zum Ersaß das Curiengrundstück, das vorhin Wilhelm genannt Palas besessen am südlichen Thor des Kirchhofes Unser lieben Frauen nach Westen 311 belegen, von ihm (dem Erzbischofe) gegeben werde.

Presentes et consentientes Rodolfus archiepiscopus, Albertus de Wernig herode, Maior prepositus, Ropertus de Querenuorde, maior decanus, Sifridus de Ketheliz, Craftho prepositus sancti nicolai, Theodericus de Dobin, Cantor, Wernherus de Kerecberch, uicedominus, Albertus de Swarzburch, preposi. tus in Beuera, Conradus de sterrenbergh, Henricus de Dannenbergh, Albertus de Arnsten, Hermannus de Sladem, Otto de Aldenborgh, Henricus de gronenbergh, prepositus in nienborgh, Wernherus de Godenbergh, Otto de Dobin, Bernhardus de Welpia, Burchardus de querenuorde, Henricus de Wederden, Woltherus de Misna, Maganus (10) prepositus in Lubus, Canonici magdeburgenses.

Acta sunt hec magdeburg XVIII. Kalendas Junii Anno domini Millesimo CC. quinquagesimo Quinto.

Original, mit den stark beschädigten Siegeln des Erzbischofs und Domcapitels an roth-gelber Seide im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg.

1381) 18. Juni 1255. Der Probst Albrecht, der Prior und der Convent des Klosters Rode übergeben dem Erzbischof und dem Erzstift zu Magdeburg in den beiden gleichnamigen Dörfern Blocze (Ober- und Unter-Plök) bei Withich (?) an der Fuhna (Vona) 10%Hufen ihres Klostereigenthums mit allem Zubehör.

Zeugen: Burchardus Burcgrauius Magdeburgensis, Conradus de Kotene, Albertus de wispicz, hermannus de wederde, Gerhardus de Repechowe, Milites, Henricus de Nendorp Aduocatus, Conradus, Notarius Burcgrauii Magdeburgensis.

Actum Magdeburg Anno domini M. CCo. LV., XIIII. Kalendas Julii.

Copie im Copiar. IVa. f. 1585. im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg.

1382) 18. Juni 1255.

Probst Albrecht, der Prior und der Convent des Klosters Rode treten dem Erzbischofe von Magdeburg 21%, bei der Fihne (prope Vonam)

gelegene Hufen von dem Eigenthum ihres Klosters mit allem Zubehör, ab, damit er sie dem Abte und Convent des Klosters in Nienburg übergebe.

Zeugen: Burchardus, burgrauius Magdeburgensis, Conradus de Kotone, Albertus de Wyspiz, hermannus de Wederde, Gerhardus de Repechowe, heinricus de Nendorp, Aduocatus, Milites, Conradus, notarius Burgrauii.

Actum Magdeburg Anno domini MCCLV., XIIII. Kalendas Julii.
Copie im Copiar. IVa. f. 195.—200. im Königl. Staats-Archiv zu Mag-

deburg.

Gedruckt bei

v. Heinemann C. D. Anhalt p. 162.

1383) 19. Juni 1253.

Rudolph (Rodolfus) Erzbischof von Magdeburg bekundet, daß er dem Domcapitel daselbst das Grundstück der am Südthor des Marienkirchhofes westwärts gelegenen Curie, die vorhin Wilhelm beigenannt Palas inne gehabt, für die Vertauschung des Grund und Bodens seines Klosterhofes, den jegt Rudolph v. Erpiz, Canonicus zu S. Sebastian besiße, an das Stift S. Sebastiani zu Magdeburg für die dem Predigerkloster überlassene Curie des verstorbenen Magister Reinhard übereignet habe und schenke er nun hiermit dem Prediger-Kloster die obige Reinhardiche Curie eigenthümlich.

Zeugen: Ropertus de Querenuorde, maior Decanus, Henricus de Grunenberg, Prepositus in Nienborch, Bernardus de Welpia, Borchardus de Querenuorde, Canonici Magdeburgenses, Rodolfus de Erpiz, Magister Volpertus, Canonici sancti Sebastiani, Arnoldus, Canonicus sancti Nicolai, Bertoldus, Capellani domini Archiepiscopi.

Acta sunt hec Magdeburg Anno domini Millesimo CCLV, Tercio decimo Kalendas Julii.

Original, an zwei Stellen durch Moderlöcher beschädigt, mit dem nur fragmentarisch vorhandenen an roth-gelber Seide befestigten Siegel des Erzbischofs im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg.

[merged small][ocr errors]
« ZurückWeiter »