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Gardolph, Bischof von Halberstadt, idhenft dem Jungfrauenkloster Joh. des Täufers in Gerbstedt (Gerbezstide) den Zehnten eines ihm gehörigen (uinee sue i. e. ecclesie S. J. B. in Gerbezst.) Weinbergs zu Rothenburg (rodenburch), welchen vorher der edle Herr Gero v. Deliß vom Bischofe zu Lehn besessen. Ferner gewährt er dem Kloster den Zehnten von allen Weinpflanzungen, welche das Kloster auf Bergen oder auf wendischen Gütern anlegen wolle, mit der Bedingung, daß Seelenmessen für die verstorbenen Mitglieder des Domcapitels und eine monatliche Messe zum Heile der lebenden Mitglieder desselben in dem Kloster gehalten werden.

Zeugen: Conradus maior prepositus, Wernerus decanus, Conradus camerarius, Vlricus scolasticus ...... vicedominus, Geroldus cellerarius, Burchardus archidiaconus in Isleue, Liudolfus de Hessehem; Laici Liudolfus aduocatus, Heinricus comes de regensten, Gardolfus de hademersleue, wernerus filius aduocati, Hermannus de hartbeke, Cesarius prefec. tus, Geue hardus prefectus, Johannes de gatersleue, Heinricus de eilinstide, Fridericus et Ludegerus fratres de nien hachen.

Acta sunt hec anno incarnationis domini Mo. Co. XC". VII., Indictione xVa., Presidente Romane sedi Celestino papa III°., Regnante gloriosissimo romanorum imperatore Heinrico, Anno ordinationis nostre tertio.

Nach dem Original, dessen Siegel nicht mehr vorhanden ist, im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg.

86) 1197. Volrad, Abt von Hillersleben (Hildesleuen) ist Zeuge, als Gardolph Bischof von Halberstadt über die Vogtei des Klosters Huysburg Bestimmungen trifft.

Acta sunt hec anno incarnationis domini Mo. Co, XC9. VII., Indictione decima quinta, Celestino papa tercio.

Copie im Cop. CVIII, f. 31 im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg. 87) 1197. Ludolph, Erzbischof zu Magdeburg, giebt den Schilderern und Satts lern zu Magdeburg (hiis, qui insignia militaria, Clippea videlicet, siue eciam Sellas Magdeburch facere consueuerunt) das Recht, sich einen OberMeister zu wählen und verordnet, daß Niemand Handwerksstücke der Obigen mache, außer wer Mitglied ihrer Innung sei (communione, que vulgo Inning dicitur).

Actum anno dominice incarnationis Millesimo Centesimo Nonagesimo Septimo.

Copie aus der Mitte des 16. Jahrhunderts in einem Copiale Halense Magdeb. Verträge enthaltend f. 197 im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg. Gedruckt in

Magdeb. Geschichtsbl. IV. S. 316-317.

88) S. d. (1197.) Gardolph, Bischof von Halberstadt, belehnt den Grafen Otto, nachdem derselbe auf alle Ansprüche auf die Vogtei des Klosters Hillersleben, welche sich sein Vater Berengar widerrechtlich angemaßt, verzichtet habe, mit Einwilligung des Abts und Convents, welchem die freie Wahl des Vogtes zustehe, mit der genannten Vogtei unter der Bedingung, daß er sie nur selbst verwalten und nicht, weder ganz noch theilweise, einem Andern zu Lehn geben dürfe.

Zeugen: Conradus halberstadensis ecclesie maior prepositus, Wernerus decanus, Heinricus et Sifridus comites de regensten, Geuehardus de aluensleve, Heinrikus de eilenstede, Theoderikus de Sumeringe, Otto de Wede ringe, Ekehardus de osterhuse, Livdolfus de Kolbiz, Burchardus de stenvorde, Bernardus de hildeleve (10!)

Nach dem Original, dessen aufgedrückt gewesenes Siegel nicht mehr vorhanden ist, im Königl. Staats-Archiv zu Magdeburg. Gedrudt bei

Gerden C. D. Brand. I. p. 17, 18.
Riedel C. D. Brand. A. XXII. p. 423.

89) 1197/98. Als Daniel das Bisthum Prag erlangt hatte, erfuhr er von mehreren Seiten Widerspruch. Er mußte sich deshalb verschiedenen auswärtigen Urtheilen unters werfen (subire peregrina iudicia et diversa), jo dem des Erzbischofs von Magdeburg zu Halle (Halla). der erste bei der Wahl und gab sodann König Philipp dem Erzbischofe Ludolph das Ingeld und den Zins los, den die Erzbischöfe von Magdeburg lange Zeit dem Reiche gegeben hatten.

Contin. Gerlaci abb. Milovicens. in M. G. XVII. p. 709.

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S. Magdeburger Schöppenchronik herausg. von Janicke S. 123.

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