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70) S. D. (1196/1228).

Heribert, Abt zu werden, bestätigt eine von Robert, Custos zu St. Ludgeri vor Helmstedt, mit einer von der Lutgarda, Ministerialin des gedachten Klosters , käuflich erworbenen von ihren Vorfahren ererbten Hufe zu Baddes leben (baddenlove) gemachte Seelenmeßstiftung.

Zeugen: Bernhardus prior, Johannes prepositus, Gevehardus cellerarius; ministeriales: Udo villicus, Heinricus longus, W. dapifer, Johannes marscalcus. Gedrudt in

Neue Mittheill. des Thür.-Sächi. Alterthums-Vereins II. p. 466, 467.

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72) 26. April 1197. Gardolph, Bischof zu Halberstadt, bestätigt die Dotation der zum Kloster Kaltenborn gehörigen Kapelle S. Iacobi, die auch u. A. vom Probst Ludolph in Magdeburg für 30 Mark gekaufte Güter erhalten hat.

Acta sunt hec in Wimedeburg anno dominice incarnationis Mo. Co. LXXXXVII°. Indictione XV.

Data in Wimedeburg VI. Kalendas Maii.
Gedrudt bei

Schöttgen und freysig Dipl. et Scriptt. II. p. 704, 705.

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74) 28. Mai 1197. In der Schenkungsurkunde Ottos II., Markgrafen von Brandenburg, für das Hochstift Brandenburg über die Kirchen in Repin, Anoblauch und Markau sagt derselbe, daß der verstorbene Bischof Wilmar von Brandenburg mit Rath und Beihülfe des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg, sowie auf Betrieb seines Vaters, des Markgrafen Otto von Brandenburg, und sehr vieler anderer Großen den Bischofsfiß aus der Stadt Parduwin nach der Hauptstadt der ganzen Mark, Brandenburg, verlegt habe.

Acta sunt hec in urbe Brandeburch anno dominice incarnatio-
nis M°. Co. LXXXX°. VII°., epacta nulla, indictione XV., concurrente II.,
V. Kalendas Junii, regnante gloriosissimo Romanorum imperatore
Henrico.
Gedrudt bei

Riedel C. D. Brand. A. VII. p. 468--470 (nach dem Orig.).
Buchholz Gesch. der Churmark Brandenburg. Anhang II. p. 40.
Gerden Stifts-Historie von Brandenburg p. 395 (nach dem Drig.).

75) 9. Juli 1197. Heinrich VI., Römischer Kaiser und König von Sicilien, bestätigt die Schenkung aller der Besißungen, welche der Markgraf Otto von Brandenburg und dessen Bruder, Graf Albrecht, zu ihrem Seelenheil in dem überelbischen Herzogthum oder der Mark Brandenburg (in ducatu transalbino seu marchia Brandenburgensi) und in allen Grafschaften, welche zur Mark gehören, ferner in den Grafschaften des erlauchten (Pfalzgrafen) Dietrich von Sumerschenburg und des edeln Herrn Otto von Falkenstein nach gegenseitiger Uebereinkunft und Uebereinstimmung dem heil. Morit, der Kirche zu Magdeburg und deren Erzbischofe Ludolph gemacht hatten und in deren Besiß sie dieselben zu schüßen (warenthare) versprochen hätten. Diese Schenkung umfaßte die Schlösser und Städte Gardelegen und Salzwedel mit allem Zubehör und den Rechten beider Städte (oppida), die Stadt Stendal nebst der Probstei und ihrem Zubehör und die Städte oppida) Sehaujen, Bambiffen und Werben (Wirbene) mit allem Zubehör und Rechten jedes einzelnen Orts, die Hälfte des Burgwards Calbe mit allem Zubehör und den Gütern, welche die Brüder auf der alten und neuen Wiese hatten, ferner die Güter in den Burgwarden Arneburg, Osterburg und Tangermünde, sodann die Neustadt Brandenburg (nouam ciuitatem Brandemburc) und das anstoßende Land, welches Zauche (Zuche) heißt, mit allem Zubehör; ferner Sted by (Sticboie) und einen Theil von Zerbst (Cherewist), jedes mit Zubehör, endlich Hundisburg (Hunoldesburg), Hildagesburg und Elboy (Eluebuy) mit ihrem Zubehör. Alle diese namentlich aufgeführten Besißungen und was die beiden Brüder dem Erzb. Ludolph und der Kirche zu Magdeburg sonst noch übereignet, bestätigt K. Heinrich unter Wahrung der kaiserlichen Rechte in jeder dieser Besipungen.

Zeugen: Stephanus pathensis episcopus, Theodericus traiectensis ecclesie prepositus, Magister Gerhardus rector salernitane ecclesie, Albertus prothonotarius, Conradus maior in maguntia prepositus, Theodericus prepositus de Kerpene, Fridericus dux austrie, Liudewicus dux hawarie, Conradus dux spoleti, Otto comes de hennemberc, Heinricus illustris dominus austrie, Marquardus senescalcus, marchio ancone, dux rauenne, Arnoldus de horemberc, Heinricus pincerna de lutra.

Signum Domini Heinrici Sexti Romanorum Imperatoris (L. M.) Inuictissimi et Regis sicilie.

Ego Conradus Hildenes hemensis episcopus Imperialis aule cancellarius una cum domino Gwaltero troiano episcopo et regni Sicilie cancellario Recognoui.

Acta sunt hec Anno dominice Incarnationis Mo. Co. XCo. VII'., Indictione XVa., Regnante domino Heinrico sexto Romanorum Imperatore gloriosissimo Ac potentissimo Rege sicilie, Anno Regni eius XX°. VIII'., Imperii uero Septimo et Regni sicilie Tercio.

Data in Linaria iuxta Pactum in sicilia VII. Idus Julii.

Nach dem Original, dessen angeh. Siegel nicht mehr vorhanden ist, im Königl. Geh. Staats-Archiv in Berlin. Gedruckt bei

Riedel C. D. Brand. C. I. p. 5, 6.
Beckmann Beschr. der Mark Brandenburg V. 1. p. 24.
Schau in ann Gesch. der Gr. v. Valkenstein p. 152–153.
v. Heinemann C. D. Anh. I. p. 531, 532. (auszüglich).
v. Ludewig Rell. Mss. XI. p. 600.
Sagittarius bei Boysen II. p. 92 - 94.

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dem Grafen Albrecht einerseits und dem Erzbischofe von Magdeburg, den Domherren und des Erstern Leuten (familia) andererseits geschlossenen Vertrag, wonach der Erzbischof und seine Nachfolger alle Besißungen, Städte und Schlösser, welche die genannten Brüder zu ihrem Seelenheile in dem überelbischen Herzogthum oder der Mark Brandenburg, in allen dazu gehörigen Grafschaften, und in den Grafschaften des erlauchten Dietrich von Sommerschenburg und des edeln Herrn Otto von Falkenstein gehabt, dem Erzstift Magdeburg übereignet hatten und über ein Jahr und sechs Wochen von dem Termin der Schenkung an den Brüdern zu Lehen geben wollen, mit der Bestimmung, daß der Erzbischof, wenn die Markgrafen Nachkommen haben würden, jene Güter an dieselben, männlichen sowie weiblichen Geschlechts, übertragen solle und daß sie auch das Anfallsrecht (Aneuelle) haben sollen. Hinsichtlich der Erbfolge des Erstgeborenen (in successoribus prime prolis) folle nach Lehnsrecht verfahren werden (secundum districtionem feodalis iusticie). Dieser Vertrag sei vom Erzbischofe, den Domherren und funfzig Dienstleuten nebst ihren Söhnen beschworen worden.

Zeugen: Guillelmus Reginensis Archiepiscopus, Samarus tranensis Archiepiscopus, Bonus homo Cusentinus Archiepiscopus, Wulfkerus pattauiensis Episcopus, Rudolfus Verdensis Episcopus, Thiedericus prepositus traiectensis, Ludewicus dux bawarie, Conradus (sic!) marchio de landesberc, Conrradus (sic!) dux Spoleti, Albertus comes de Werningerode, Albertus de droiz, Marquardus senescalcus, Marchio Anconitanus et dux rauennas, Henricus pincerna de lutra.

Signum domni Henrici Sexti Romanorum Imperatoris Inuictissimi (L. M.) et Regis Sicilie.

Ego Conradus Hildensemensis Episcopus Imperialis Aule cancellarius una cum domino Gualterio troiano Episcopo et Regni Sicilie Cancellario recognoui.

Acta sunt hec Anno dominice Incarnationis Millesimo Centesimo Nonagesimo septimo, Indictionis quintedecime, Regnante domino Henrico sexto Romanorum Imperatore gloriosissimo, Anno Regni eius uicesimo octauo, Imperii uero septimo et Regni Sicilia tercio. Data in Linaria quinto Kalendas Augusti.

Nach dem Original mit gut erhaltenem Siegel an grünseidener Schnur im Königl. Geh. Staats-Archiv in Berlin. Gedrudt bei

Walther Singg. Magdebb. II. p. 46, 47.
Gerden C. D. Brand. III. p. 65–67.
Riedel C. D. Brand. C. I. p. 7-8 (nach einer Abschrift).

77) 1197. Otto II. Markgraf von Brandenburg spricht die Unterthanen des Domcapitels zu Brandenburg, welches vorzeiten mit Rath und. Beihülfe W ich manns, Erzbischofs von Magdeburg, von Parduwin nach Brandenburg verlegt worden sei, von allen öffentlichen Abgaben und Lasten frei.

Acta sunt hec in urbe Brandeburch anno dominice incarnationis M° Co. nonagesimo septimo, indictione XV., concurrente II., epacta nulla, presidente sedi apostolice Celestino, regnante vero domino gloriosissimo Romanorum imperatore Heynrico Amen. Gedruckt bei

Riedel C. D. Brand. A. VIII. p. 123, 124 (nach dem angeb

lichen Original). Buchholz Gesch. der Churmark Brandenburg II. Anhang S. 39. Gercken Stiftshist. von Brandenburg p. 399. ff. v. Heinemann C. D. Anh. I. p. 531.

78) 1197. Ludolph, Erzbischof von Magdeburg, bestätigt dem Kloster Ammensleben seine Privilegien in Betreff der Vögte und aller weltlichen Vortheile. Durch keinen Vogt oder irgend eine andere Person dürfe es zu einem besondern Dienst verpflichtet und in Gehorsam genommen werden, sondern der Convent folle frei nach der Regel von Hirschau leben; der Vogt, der je älteste Erbe aus dem Geschlecht des Grafen Hermann, jolle im Einvernehmen mit dem Abte und Convente die nöthigen Anordnungen treffen und keinem Klosterzugehörigen Lasten oder Steuern auflegen; bei dem Ableben eines Abtes folle der Convent den Abt frei wählen in Gegenwart des Vogts, welcher gleichwie ein anderes Conventsmitglied bei der Wahl mitwirken folle (qui loco alterius fratris simpliciter electioni cooperabitur). Wenn sich innerhalb des Convents keine geeignete Person finde, so solle der Convent sich an das Kloster Joh. des Täufers zu Berge, von wo das Kloster zuerst befekt worden, wenden und wenn man auch dort keinen finde, so solle man den Abt aus irgend einem Kloster des Magdeburgischen Sprengels wählen dürfen. Ferner bestätigt Ludolph dem von seinem Vorgänger Conrad zuerst geweihten und durch den Abt Gotfried nachher eingerichteten Kloster bei der durch ihn (Ludolph) vollzogenen neuen Weihe seine Besißungen, nämlich: in Niendorp sechs Hufeit, in Ingersleben (Iggersleue) fünfundzwanzig Hufen mit der zugehörigen Kirche, in Gatuwike fünf Hufen, in Merlingen (Merlinge) drei Hufen, in Wede

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