Die Ovid- und Vergil-Revision in tiberischer Zeit: Prolegomena

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Walter de Gruyter, 1999 - 685 Seiten
Vergil gilt als der am besten überlieferte lateinische Autor. Doch liegen die frühesten Handschriften immer noch mindestens 400 Jahre nach dem Original und geben uns nur wenig Aufschluß über die Geschichte des Textes in der Generation nach dem Tod des größten römischen Dichters. Otto Zwierlein weist eine um 20-25 n. Chr. veranstaltete Gesamtausgabe nach, die neben den - durch Einfügungen erweiterten - Werken Vergils auch dessen angebliche Jugendgedichte enthielt, die wir heute in der Appendix Vergiliana lesen. Derselbe Herausgeber hatte sich offenbar zuvor schon des Ovid angenommen. Zwierlein identifiziert ihn mit dem in einer der Epistulae ex Ponto als Elegiker und Epiker apostrophierten Iulius Montanus, einer Gestalt aus dem Deklamationsbetrieb der frühen Kaiserzeit. Der vorliegende Band bietet einen Einblick in die antike Vergilkritik sowie die antike Editionspraxis insgesamt und faßt die Ergebnisse eines echtheitskritischen Kommentars zum ganzen Vergil und zu exemplarisch ausgewählten Partien aus allen Werken Ovids (einschließlich der jeweiligen Appendices) zusammen, der die Überarbeitungsschicht aus tiberischer Zeit ablöst und so den ursprünglichen Text soweit wie möglich wiederzugewinnen sucht.

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Inhalt

Einleitung und Resümee der Ergebnisse l
1
Der Vergiltext in der antiken Überlieferung
15
Die Abgrenzung der Bücher V und VI
63
Urteile antiker Grammatiker über den Vergiltext
86
Seneca rhetor
134
Verswiederholungen des Montanus
144
Selbstzitate des Montanus
173
c Synkrisis
187
Bildbeschreibungen des Montanus im Ovid und Vergil
346
Die Einfälschung der Epistulae Heroidum und der Medicamina
354
Zum Vokabular der MontanusFragmente
405
Metrische und prosodische Eigenheiten des Montanus
414
Kühne Ellipsen im Ausdruck Brachylogie
438
Hypallage Manierismus
452
Quae Montaniana Scaurus vocabat
458
Komplementäre Mehrfachnutzung von Vorbildstellen durch
477

und III
218
Spuren des Montanus in der Überlieferung der Meta
235
Durch Divergenz der Handschriften entlarvte Plusverse
254
Die Wiederentdeckung des Julius Montanus
265
pastorale Zeitperiphrase fast 3879882
297
Schwalben des Montanas und die Doppelaristie in Aen XII
310
und des Turnus
316
Das Vorproöm zur Aeneis und der Culex
331
Vergils Dido in der Fassung des Montanus
488
Das Omen der entflammten Haare und Horazens Küchenbrand
504
Hirsch und Pferdeschmuck des Montanus in den Metamorphosen
524
Die Hirsche der Silvia des Cyparissus und der verwandelte
530
Die kontaminierte Iris am Beginn des 9 Buches und die Chrono
544
Kontamination und komplementäre Nutzung homerischer
559
Komplementär geformte Sterbeszenen des Montanus
576
Urheberrecht

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