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Leidenses drucken ließ. Er demüthigt sich darin gar sehr vor dem Phantasten, nennet in einen Mann Gottes, und ruft das Wehe über alle dies .. jenigen aus, weldje ihn nicht hören wollten *), Zu einem Beweise seiner gørtlichen Sendung berufe: er sid) auf ein Gewitter, welches man den 24ten, März 1674 gehöret habe, auf einen starken Res: gen vom 21sten May und auf einen heftigen Sturm vom 24sten May, welches ihm lauter Porbothen des bevorstehenden Unterganges der vereinigten Provinzen įparen.. , Eben diesem Roth schrieb er in dem gegenwära, tigen Jahre auch seinen Prodromum quinquennis mirabilis zu, auf welchen noch zwey Théile folgen follten, worin er alle von seiner ersten Erleuchtung

an bis 1674 gemachten Entdeckungen bekannt mas ? chen wollte, wo denn viele tausend Erfindungen

zum Vorscheine kommen sollten, worüber alle folk sende Jahrhunderte erstaunen würden, Der lebte Band sollte den Schlüssel zur Ewigkeit, emigen, Ewigkeit (ævæternitatem) und Zeit enthalten **).

*) Vae, vae! fi prophetias fervorum Dei spreveritis

seu Batavia, olim inirabilis, nunc miferabilis sprem vit & moriens fpernit. - Hoc anno & hujus anni una die veniet et mors & luctus & fames Babylomis Belgicae, & igne cxuretur coelefti, quia validus est Dominus Deus damnans cam. --- O miselli The psophistæ & Diabologi! nullis yerbis calumniis, in vectionibus eluditis Prophetam, nimium Deo dilega

Cui militat æther, . Era

Et conjurati veniunt ad classica venti. ' ' " **) Er versprach z. B. Artes magnas eloquentiæ foluta

& ligatæ, fçiendi, fcribendi, linguas discendi, com

gum,

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Allein es erfolgte weiter nichts, als der erste Theil, vermuthlich weil er gar bald auf andere Gegenstånde gelenket ward.

Er hatte schon in Jena den Kopf voll von Ker formations Projecten in allen Wissenschaften, allein, da er damahls in der Theosophie nur noch ein Stüms per war, so waren sie nichts gegen die Einsichten, welche er nunmehr erlangte, da er in Leyden von neuem åber Jacob Böhmens Schriften gerieth, die ihn nun zu einem völligen christlichen Pantheis ften oder Theosophen einweiheten. Zugleich zog er vieles, was er bey diesem Fantasten fand, auf sich, und erstaunte, daß der Schuster von Dingen geweiss faget habe, von welchen doch niemand als Kuhls mann selbst einige Kenntniß haben tonnte. Um eben dieselbe Zeit gerieth er auch über des Drabis cius und Felgenhauers Prophezeihungen, und da er fich darin so deutlich bezeichnet fand, so ward

mentandi, Criticos, adagiorum, apophthegmati-
cam, tragicam, comicam, poeticam, hiftoriam
univerfalem & specialein hominis, bibliothecam
bibliothecarum, artem magnam antiquitatis, cla-
yem aeternitatis, æviternitatis, teinporis, 'tract.
de homine microcosmo, de homine Deo, de homine
Diabolo, resurrectione e natura demonstrata, de
illustribus feculi hujus centum viris, und was ein
Comenius oder anderer Pantheift ja nur mag vers

sprochen haben.
**) Nach dem Baile hatte er vorher nie etwas von

Böhmens Schriften gehdret, sondern lernte fie
erst zu Leiden kennen. Allein, da fein Lehreries
tius ein Böhmift war, er auch ben Böhmens Grab
eine lo ftarke Erleuchtung gehabt hatte, so it sols
ches nicht glaublich. Dermúthlich erwischte er jefti
erft den Geift und Stern dieses Schwärmers.

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Den Anfang feines neuen Amtes in dem taus Senojährigen Reiche machte er mit seinem begeisters ten Böhme, welchen er noch 1674 zu Leiden hers gus gab, uno parin theils Böhmens Verdienste Anpreiset; und zugleich Johann Rothen, der das mals noch rein Freund war, erhebet, theils die

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