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Tnttekiaube zu rockutzen; z. stieß das Kind'M ganz« Mocht und starker Stimme das Wo« Hack! Hack! Hack! Absatzweise aus; dann 4. schluckzete es wieder; fing es an, mit dek Augeri zu' blinzeln; 6. fiel es auf die Erbrz 7 "be? es sich wund; z. trieb es ihr den Bauch aufi g.' kam es vom Bouche zum Herzen, wÄ« ches so ausgespannt wurde, daß man fast alle Gebeine zahlen konnte. Dann lag es 10. Wohl «in« Mtbtelstunde wie todt, bis der Teufel «?t einer grob angenommenen Stimme aus ihr 4« reden »ttflng: laß Mich gehen; wobey er den» auch wohl anfing, besondere Umstände zu entdecken, Und «inmahl sagte, ich weiß wohl, wie ich

in das Kind gekommen lnn; die hat

mich zu Nachts in einem Apfel hinein gebracht, welchen sie dem Kinde in das Maul geschoben, da bin ich als ein kleines Wörmlein daran gehangen, nun aber bin ich größer geworben» l Es ist bey nahe unbegreissUch, wie groß die Macht eingewurzelter Vorurtheile zu gewisse» Zeiten ist. Fast alle diese Zufälle waren so, daß sie von Würmern herrühren konnte», und der Erfolg zeigte, daß diese wirklich der Teufel waren, der das Madchen besessen hielt. Mein die Unwissenheit des Landvolkes, weiche ohnehin jede ihr unbegreiffiich« Wirkung für die Wirkung eines guten oder bösen Wesens hielt, rieth gleich aus Hexerey, machte dadurch die Einbildung«« kraft des Kindes rege, welches denn aus kinlch schein Muchwillen das Spiel «weit«« und vnt Stube Mt, fing es kn ihrem ?Me Wieb« an zu schluckzen, es Vrehete die Angen In dem Kopse' herum und fing an Hack! Hack! zu schreyen. Aber Seldt stimme« mit den Anwesenden d«4 heroische Lied Luthers, eine fefte Burg u. s, f. Und darauf Ristens. herztewegliches Lied: o Ewigkeit du Donncrwort u. s. f. an, welches dann den Teufel so verdroß, daß er auch anfing zu murren, und inwendig, ohne Bewegung der JunWlknd der Lippen des Kindes, ous ihr zu ru den: j,ich kanns nicht leiden! ich mags nickt hö< ren!j, Da nun der Teufel auf diese Art bestätK get war, so ward das Mädchen noch denselben Tag wieder nach Wetschgershausen gebracht, uni4 lßa Man-bey einem See vörbey mußte, in web che« der Teufel das Kind zu stürzen drohete, s«, ward den Führern befohlen, die sorgfältigst« Aus« ficht auf dasselbe zu haben. >k

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Indem nun der Stadtpfarrer Seldt Mit) seinen beyven Cvliegen zu Crailsheim alle Anstatt ten zur Haupkjazd machte, war der Pfarrer Bauer zu Wetschgershausen auch nicht müßig, den Teufel durch kleine Neckereyen im Athem ZU erhalten. Allein, er war ihm zu leicht; den« der Teufel gäb nichts auf ihm, sondern fing vieb mehr lauter leichtfertige Händel an. Bald klen terre das Kind wie ein Dock an die Wände «ich Fenster; bald kündigte es Leute an, die noch «int halbe Meile davon waren, und wirklich kamen; bald drohet« er, baß er die Fenster einstoßen wollt«, s> daß man sie nicht wieder soll« mache«

können. Wenn man dem Teufel mit demStadt, pfarrer in Crailsheim brohete, so sagte er: „ich „will nicht hinein! ich will in einen See; ich „trau dem Pfarrer nicht; ich muß heraus!,. Bald sprang es die Treppe so schnell hinauf, daß man es loui, «haken tonnte, und dann sagte das Mädchen, daß der Teufel sie habe zum Laden herunter stürzen wollen. Bald biß sie sich i« die Finger, bald lief sie zur Wiege, stieß mit Hegern auf das kleinste Kind, sehte ihm auch Wohl «in Messer auf das Herz, und was ein leichtfertiges Dorfmädchen, dem man einmahl die Idee von der Besitzung in den Kopf gesetzt hatte, für Possen mehr machen tonnt». , Den i2ten Nov. ward sie endlich vllllz >Hch Crailsheim gebracht, und in das Hospital «lnquarliret, und nun sing Btadtpfarrer Seldt mit seinen beyden College« Johann Fridrich Spengler, und M. George Caspar Zinck, da« Possenspiel an. So bald sie antam, ward sie in die Kirche geführet; allein sie wollte weder btthen, noch nieder knien, noch singen, und wenn sie schon das Gesicht zum Altare tehreee, so merk» te sie doch auf nichts, sondern gaffte herum, g« »ade wie «in einfältiges Kind von dem Dorfe, wenn es zum ersten Mahle in eine Stadttirch« kommt, zu thun pflegt. Was aber die Gegen» ^wart des Argen auf das umvieersprechlichst« b«< wies, war dieses, daß er die auf dem Chor« v«n steckten Leute entdeckte, ob man gleich die Kirch« »«schlösset» und niemand hinein zu lassen besoh»

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