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tn ihrer nackten Blöße darzustellen, so muß ich die wenig?!? Zölle dieser Art, wo ich im Stande bin, Wahrheit und Erdichtung neben einander zu stellen, desto sorgfältiger zu Rache hallen, Vendivog ist einer dieser wenigen, und wer in alchymistischen Büchern nur mittelmäßig belesen ist, wird wissen, was für «ine glänzende und prächtige Rolle er daselbst spielet. Indessen ver, räch die Erdichtung sich schon dadurch, daß die Mährchen, worein man seine Geschichte gehüllet hat, sich so sehr ungleich sind, daß man kaum glauben sollte, daß eine und eben dieselbe Per« f°n der Gegenstand derselben ist. Ich will sie, so viel sie mir bekannt sind, voran gehen, und die wahre Geschichte nachfolgen lassen, damit Wenigstens Schriftsteller der gelehrten Geschichte einen Wink bekommen, gegen die Erzählung» der Alchymisten auf ihrer Hut zu seyn, wen» auch diese sich dadurch nicht sollten bessra lassend Ich bemerke vorläufig, baß des Sendivsg G« schichte in der Legende gemeiniglich mit der G« schichte des Alexander« Sidonius ober Selhorh gleichfalls eines alchymistischen Landstreichers verbunden wird, der aber unter dem Nähme« de« CoSmopoliten vey den Adepten in groHent Ansehen stehet; wen» er anders keine blos'v«t dem Sendivog erdichtete Person ist, sich ein größeres Ansehen zu geben. '^ '"

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Diese befindet sich in einem Briefe des DeSNoyers, SecretirS der Prinzessinn Maria Go izaqa, Gemahlinn des Königs Uladielai von Pohlen. Ped'r Lorcl, Leib, Mebicus des Königes von Frankreich, beschönigte sich eben damahls, als Des > Noycrs aus Frankreich nach Pohlen abging, mit seiner LiblimKee» ck/mics, «nd dach daher diesen, ihm von dem CosmopoliJen, seinem wahren Nahmen und übrigen Ledens/ umständen Nachrichten zu «erschaffen. DeSl Noyers hielt sein Wort, und da sein Brief 1651 geschrieben ist,, da Sendivog nicht lange vorher gestorben war, der noch dazu eigentlich ei» Pohle war, so hätte es ihm den ein wenig hi< stortscher Kritik nicht schwer fallen können, hinter die Wahrheit zu kommen. Allein man sie« het wohl, daß er den Goldköchen in die Hönde gefallen war, wriche ihm Mährchen und Wind für Wahrheit verkauften. Hier ist sein Brief so wie Borel ihn in seinem 1'relor 6e «ecker.

et /Vnnquiie« Lsuloiles et krsncoile! aui) bekalten hat, woraus du Fresnoo ihn wieder <n seine Libliorlieque 6e Is PKiloiopKie ttermö» tiqus Th. r, .S. ZZ4. einrückte. . , >. ..-! . 5,

Schreiben des Des - Noyers an den Peter B« rel, Warschau den isten Jun. 1651'./

Da ich ?jl)nen 6e» mefn?r Adrxks, von Pa» versprochen, Äen möglichen Steiß anzuwene den, die sämmtlichen Schriften des Cosmopoli« »cn aufzutreiben, so habe ich nach den sorgfältigsten Untersuchungen erfahren, daß er weiter nichts als das such von den zwölf Tract ten geschrieben hat. Aus der Folge werden Sie sehen , daß ich viele Nachrichten von ihm ausg« trieben habe, die ich Hhnen hiermit mitthelle. Der Verfasser des Buches der öosmopolite war ein Englinder, der, als er sich in den Staaten des Herzoge von Sachsen befand, ver« mittelst eines Pulvers, welches er bcu sich hatte. Metalte in reines Gold verwandelte. Einer «on den, Anwesenden hinterbrachte dasselbe dem Herzoge, und da dieser befürchtete, dieser Mensch »ich« ihm entgehen, so ließ er ihn in dem Hau« se, wo er sich nebst seiner Frau befand, durch die Wache in VerHast nehmen und vor sich bril« gen, da er ihn denn .fragte, ob er derjenige s<Y, der geringe Metalle in Gold verwandelt habe Der Fremde konnte es nicht läugnen, weil so viele es mit Augen angesehen hatten, und suchte sich daher nur zu entschuldigen und Aus, ßüchte zu suchen, die aber der Churfürst nicht ««nehmen wollte, sondern ihn anfänglich durch Versprechungen und darauf durch Drohungen Mr Entdeckung seine« Geheimnisses zu bringen suchte. Der Cosmopolit, (denn seinen wahren Nahmen habe ich nicht erfahren tonnen,) der lacholisch war, entschloß sich, eher alle Man t«n zu dulden, als einem Ketzer ein Mittel, die w»h« Kirche zn belriegen, in die Hände z»

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