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i!eute dieser Art in meine Gallerie von Tho< ren aufnehme, bereits in dem erst>n und zwevten, Theile bey Gelegenheit des Ivb. Christ. Edelmann und Casimir Liszynsky angezeiget, daher ich sie hier nicht wiederhohlen darf. Daß alle diese Bedingungen bey dem gegenwärtigen in, reichen Maße zusammen treffen, wird aus dem Folgenden erhellen.

Zuvörderst muß ich erinnern < daß man ihn flicht, wie von meyrern geschehen, Mit einem äl>

^ 64. Matthias Knutfen,

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tten ClauS oder NicolauS Knutsen verwechselt, dem berüchtigten Schwärmer, welcher eigentlich Nicolaus Teting hieß. 'von seinem Vater Canut oder Knut aber, nach NieoersachMer Ä«. auch Nicolaus Knutsen genannt wir». Dieser streif' ,e um ,6z« in Niedttsachsen und NiederdeutschKnd herum, und ist auch in der ThvWlt voa dem unfrigen 'wesentlich ve-schieben; jener wat «in Schwärmer und glaubte zu viel, dieser war ein HeligionsspStter. 5er gar nichts glauben wollte, Von jenem schrieb Fridrich Dame eint adgedrüngene Relation und was sonst Mit Ni< colaus Knutsen und Hartwig Lohmann gchan« delt, Flensburg 1625, 8, und wieder aufgelegt, eben das. 1706, 8- Diese Schrift führet Herr Gadebusch in seiner Liefländischen Bivliöchet' bey d«n Matthias an, da sie ihn doch M nichts

angehet.'

Von dem unfrigen Hat n,aq nür wemg Nachrichten: indessen, da der Mensch selbst sehr unbedeutend ist, so sind sie hinlänglich, und seiner Wichtigkeit vollkommen angemessen *). Er war aus Oldenswvrth, einem Kirchspiele in der Landschaft Eyderfted! lmHerzogthum Schleswig

gebür«

Die einzige Quelle aller Nachrichten ^«demselben ist des Jenaiscbcn Profcsseriö der The»« ogie, Johannis Musäi, „Able.nung der aus-, .gesprengten abscheulichen VerlSumdung, ob wäre in der Fürstlichen Residenz und gesamb-, '!ten Universität Jen« eine neue Secte der st. , genannten Gemssenex entstanden u. s^"

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unser Matthias auch skine Mutter früh verlehr, so war er seine» Vormündern überlassen. Ob diese seine Erziehung verwahrloset, weiß ich nicht; genug, man versichert, daß er bey manchen gu« ten Fähigkeiten von Jugend aus viele Leichtfertig« Kit und Bosheit verrachen habe. Um der e« stern willen bestimmten seine Vormünder ihn zum Srudtren, da er denn eine Zeit lang die Schule seines Geburtsortes besuchte, in «elcher oanwhlS ein gewisser Zacharias Fabricius lehre«. Won hier schickt« man ihn nach Königsberg in Preußen, «0 einer seiner altern B'üder Organist war, Sa er denn die Schule in der Altstadt besuchte, an welcher damahlS ein gewisser Müller als Rector stand. Da er hier allerley böse Streiche verübte, , und sein Bruder ihn daher ein wenig strenge hielt, so entlief er demselben im funfzehenten Jahre seines Alters, um 1660, ging zu Fuße wieder nach OldenSworth, und behalf sich, da er nicht das mindeste Reisegeld hatte, unter Wegeö mit Betteln. Gr ward nunmehr wieder dem Fabricius übergeben; da er aber in dessen Schu< K wenig mehr lernen konnte, so schickte man ihn zu Wasser zum zweyten Mahle nach Königsberg, Da er denn noch eine Zeitlang die Schule in der Altstadt besuchte, und 1664 die Universität b« trat, auf welcher er sich der Theologie widmete. Aus Königsberg gebürtige Studiosi, welche ihn damahls gekannt hatten, versicherten dem Musaus daß er zwar viele Fähigkeiten besessen, aber dabeo eines leichtfertigen gottlosen Gemüs the« gewesen, und sich stets zu talhoiischen Ret«« «.«««verwandten gehalten habe. Nachdem er auf diese Art einige Zeit studieret hatte, ward er Hauslehrer bey einigen Predigern in Curland, streue« aber schon damahls allerley anstößig« Meinungen mündlich aus. Vermulhlich mach« «r sich dadurch in diesen Gegenden verhaßt, und da er wohl sähe, daß er sich hier Kln« Beförderung würde zu versprechen haben, so'ging er zu Wasser wieder in sein Vaterland, hielt sich aber unter Weges eine Zeit lang in Kopenhagen auf. Damit er in dem Eyderstädtischcn desto eher b« forde« werden möchte, gab er nach seiner An, lunft vor, daß er zu Kopenhagen Magister geworden fty; wenn er aber die Zeugnisse davon aufweisen sollte, so entschuldigte er sich damit, -daß sie ihm wären gestohlen worden. Seine schlecht» Sitten und unbesonnene Ausdrücke ver« «itelten ihm auch hier all« gute Aussichten, bah« »r sich wieder auf die Wanderschaft begab, und «inige Jahre in Pohlen und den benachbarten Lindern herum streifte. Was er daselbst angegeben, wird nicht gemeldet, läßt sich aber leicht denken, wenn man einen Menschen von seinen schlechten Sitten und Grundsätzen, ohne alle Hilfsmittel in so entfernten Ländern herum irren l>«het. Solcher Abennuer auf eine Zeillang müde, versuchte »r sein Heil nochmahl« in seinem «aterlande, wo er 167; in den dürftigsten Uck« standen anlangte. Hier half er dem Diarono in dem Kirchspiel« Süderow die Bauerkinbtt um

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