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DIE DEUTSCHEN KÖNIGSWAHLEN.

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REESE

WOrWOrt.

Wenn ich es wage, über eine viel und gründlich erörterte Frage ein neues Buch vorzulegen, so thue ich es in der Hoffnung, eine neue und endgiltige Lösung zu geben.

Die Litteratur über die Entstehung des Kurfürstenthums ist immer stossweise in mehreren gleichzeitigen Untersuchungen zu Tage getreten. Abgesehen von den älteren Schriften und zahlreichen Werken und Abhandlungen, welche nur einzelne Punkte berühren, hat Phillips in den Sitzungsberichten der Wiener Akademie 1857–1858 (Neudruck in den Vermischten Schriften III) „Die deutsche Königswahl bis zur Goldenen Bulle“ dargestellt. Darauf entwickelte 1859 Julius Ficker „Ueber die Entstehungszeit des Sachsenspiegels“ die Gesichtspunkte, welche zum grössten Theil bis jetzt massgebend geblieben sind; beide Arbeiten besprach Georg Waitz in den Göttinger gelehrten Anzeigen 1859. Die Jahre 1872–1873 brachten drei neue Untersuchungen, welche ziemlich auf dasselbe Ergebniss hinausliefen, von Haedicke im Programm für Pforta, dem alsbald Waitz in den Forschungen XIII antwortete, dann von Schirrmacher „Die Entstehung des Kurfürstencollegiums“ und von Wilmanns „Die Reorganisation des Kurfürstencollegiums durch Otto IV. und Innocenz III.“, dem 1875 Langhans „Die Fabel von der Einsetzung des Kurfürstencollegiums durch Gregor V. und Otto III.“ entgegentrat. Nachdem inzwischen Weiland 1880 in den Forschungen XX seine Ansicht vorgetragen hatte, erschienen 1883 von Harnack „Das Kurfürstencollegium bis zur Mitte des vierzehnten Jahrhunderts“, 1884 von Tannert „Die Entwickelung des Vorstimmrechtes unter den Staufen und die Wahltheorie des Sachsenspiegels“ und von Quidde „Die Entstehung des Kurfürstencollegiums“. Zuletzt hat 1889 Maurenbrecher in seiner „Geschichte der deutschen Königswahlen vom

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