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deutscher Ingenieure.

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Patentbericht. Kl. 13. No. 29087. Neuerung an Wasserröhren- wasser wird zuerst in Vorwärmer F eingeführt, steigt dann in kesseln. G. Dürr und W. Werth, Ratingen bei Düssel- dem Rohre l in den Oberkessel B, wo es mit dem sowohl

dorf. Die Neuerung betrifft solche Wasser- aus dem Flammrohrkessel wie aus r d f aufsteigenden, in dem röhrenkessel, bei welchen von einem vorde- Stutzen k sich vereinigenden Dampf- und Wassergemisch zuren Wasserkasten ein Bündel geneigter, hin- sammentrifft, strömt durch die Siebeinlagen hindurch in den ten geschlossener Röhren d ausgeht, und der zweiten, hinter B liegenden Oberkessel, um hier noch einmal Wasserkasten nach Art der alten Alban- dem Dampfstrome zu begegnen und durch die Einlagen hinschen Kessel durch eingesetzte M7-Eisen in durch getrieben zu werden, und gelangt schliesslich durch einzelne Kammern geteilt ist. Behufs voll- Rohr p zum Teil in den Flammrohrkessel und zum Teil ständiger Trennung der aufsteigenden und

pach rdf. der absteigenden Ströme ist jede Kammer

K1.18. No.29539. Schmelzdurch ein Blech x wieder in zwei Räume b

ofen mit Dampfstrahl. F. A. und c geschieden, von denen b an dem einem,

Herbertz, Köln. Der Herd H an dem anderen Ende geschlossen ist.

des mit einem Dampfstrahl-SaugDamit die Röhren d behufs Reinigung und

gebläse (Exhaustor) betriebenen Auswechselung zugänglich bleiben, können

Schmelzofens kann mittels der die Bleche x nach Herausnahme der Innenröhren um Zapfen g

Zahnstange Z und der Führungs

H gedreht werden.

stücke p unter dem Ofenschachte Kl. 13. No. 29355. Neuerung

S auf- und abgeleitet werden, so an elektrischen Sicherheitsappara

dass die Flanschen f und fi eine ten für Dampfkessel. F. C. Gla

ringförmige LufteinströmungsBerlin. In das obere Ende

öffnung o bilden, welche auch
eines vom Kessel ausgehenden Rohres während des Betriebes beliebig
ist ein Thermometer eingesetzt, dessen

verstellt werden kann.
Quecksilber bei Ueberschreitung einer
bestimmten Temperatur einen elektri-

Kl. 42. No. 29611. Hebeldruckreductionsapparat schen Stromkreis schliesst, wodurch

für Brückenwagen. A. H. Emery, New-York. Dieser
eine Alarmvorrichtung in Thätigkeit Druckreductionsapparat ist für die Emery'schen hydrauli-
tritt. Das Rohr wird nur bis in den schen Brückenwagen bestimmt (vgl. Z. 1884, S. 619) und wird
Dampfraum des Kessels oder bis zum zwischen den bezw. die eigentlichen Presskolben und die
Normalwasserspiegel hinabgeführt, je Säule (Fig. 4 und 5 a. a. O.) eingeschaltet, welche mittels
nachdem der Apparat den höchsten Blattgelenkes gegen den Wagebalken drückt. Die unter dem
Dampfdruck oder den tiefsten Wasser- Druck der zu messenden Last stehende Flüssigkeit wird
stand anzeigen soll. Patentirt sind die durch die Röhren r nach dem Pressraume, Fig. 2, geleitet. Im
Erweiterung des oberen Rohrteiles zur wesentlichen gleichen die Presskammern den in Fig. 4 a. a. 0.
Aufnahme der etwa ausgeschiedenen dargestellten, nur bildet hier die Membran m ein glattes, kreis-
Luft, ferner die Lage des Thermo-
meters ausserhalb des Kessels (wenn
die höchste Dampfspannung angezeigt

Fig:2.
werden soll), durch welche eine Sätti-
gung des etwa überhitzten Dampfes
erreicht wird, ferner verschiedene Con-
structionen des Thermometers, wobei
das Quecksilbergefäls aus Metall her-
gestellt ist, und endlich die Anordnung
des Apparates in grösserer Entfernung
vom Kessel, um denselben der Wirkung

K -H 我
der strahlenden Wärme zu entziehen.
Kl. 13. No. 29122.

No. 29122. Neuerung an Cornwall- und
anderen Dampfkesseln. Gebr. Stollwerck, Köln a/Rh.
Um Flammrohrkessel mit kesselsteinfreiem Wasser zu ver-
sehen, sollen dieselben in der dargestellten Weise mit Ober- rundes Stück, welches mittels eines Bleiringes b abgedichtet
kesseln B, in welchen die Reinigung des Wassers bewirkt wird. Auf den Presskolben oruben die Klötze k, welche
wird, ) Dampfsammler D und einem in die Flammröhren ein- durch Blattgelenk mit einarmigen Hebeln H verbunden sind,
gebauten Röhrensystemer df verbunden werden. Das Speise- deren feste Drehpunkte die Blattgelenke d bilden und deren

längere Arme, ebenfalls mittels Blattgelenke, an der oben genannten Wagebalkendrucksäule S.angreifen. Werden also die Presskolben gehoben, so wird ein den Hebellängen entsprechend verminderter Druck auf den Wagebalken einwirken, zugleich werden aber auch dadurch die kleinen Bewegungen des Presskolbens vergrössert. Die Klötze k sind lose auf die

Kolben aufgesetzt und werden durch ein elastisches Stahlnje

band s in ihren Lagen gesichert.

Kl. 47. No. 29533. Elektromagnetisch regulirbares Drosselventil. H. Keferstein, Schöningen. Behufs

gänzlicher Vermeidung von Stopfbüchsen ist am Ventildeckel d

ein Elektromagnet m angebracht, On

welcher je nach der Stromstärke die Anker 88 und damit einen Dreh-, Flach- oder Kolbenschieber v mehr oder weniger anzieht, um den Weg 01 02 der Treib

flüssigkeit zu verengen. Bei 12. W. 1883, S. 219, Patent No. 22554.

Schwächung desStromes treibt eine Feder das Ventil wieder zurück.

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Band XXIX. No, 5.

31. Januar 1885.

Zuschriften an die Redaction.

Vermischtes.

99

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Kl. 50. No. 29485. Abstellvorrichtung und Riemenantrieb für Walzenstühle. J. A. A. Buchholz,

Twickenham (England).
&

Die geriffelte Walze A ist
federnd gelagert und arbeitet

mit einer eben solchen Walze
Sol

A', welche von zwei an der
Stuhlung B drehbar befestig-
ten, seitlich angebrachten He-
beln C getragen wird. Um

eine zu grosse Annäherung von FFS

A an A' beim Einstellen zu
verhindern, sind die Hebel C
durch zwei Oesenschrauben D
an die excentrischen Endzapfen

f einer Welle Fangehängt,
B

welche von einem Handrade

mittels einer Schnecke und des
a

Schneckenrades Fi behufs
Einstellung der Hebel C mit
der Walze A' beliebig gedreht
und festgestellt werden kann.
Die äusserste Annäherung der
Walzen wird dabei vor In-
betriebsetzung des Walzen-
stuhles mittels zweier Flan-
schenmuttern E festgestellt,
welche durch plombirte oder
angegossene Durchsteckbolzen

d gegen unbefugtes Einstellen HE

gesichert sind. Die Walzen
werden durch einen Riemen
Gl von der Welle G aus be-

wegt, welcher über zwei Riemscheiben der Welle G, je zwei an den Enden der Walzenachsen angebrachte Riemscheiben und über die Führungsscheiben h und h' gelegt ist.

Die untere Scheibe h dient dabei gleichzeitig als Spannscheibe für den Riemen, welcher durch die Gewichte der Stange H3 gleichen Druck auf die beiden Enden der angetriebenen Walzenachsen ausübt.

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Kl. 59. No. 29339. Hydraulischer Widder. W.
Böhm jun., Stuttgart. Der Windkessel a, von welchem
das Steigrohr abzweigt, liegt un-
mittelbar über dem Stoss ventil.
Unterhalb des Windkessels be-
wegt sich in einer ausgedrehten
Büchse f ein Napfkolben h, in
welchem oben das Stossventil g
einstellbar angebracht ist. b sind
die Ausflussöffnungen für das 8 f

to k
Stosswasser, k Handhaben zur
Einleitung der Bewegung des

th
Kolbens. Der Widder arbeitet
folgendermassen: das eintretende
Stosswasser hebt zuerst g und
dann den Kolben h, bis dieser
steigend die Oeffnungen b schliesst.
Dann öffnen sich durch den dabei
erfolgenden Stofs die Steigventile e
und ein Teil des Stofswassers
tritt in den Windkessel. Infolge der hiernach stattfindenden
Rückbewegung der Stofswassersäule und seines Eigengewichtes
sinkt h, wonach das beschriebene Spiel wieder beginnt. Die
Anzahl der Stösse in der Zeiteinheit richtet sich nach der
Hubhöhe des Ventiles g.

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Kl. 85. No. 29689. Selbstschliessender Ausflussventilhahn. B. Hartz, Berlin. Das eigentliche Ventil wird durch eine an den Rändern mit Ausschnitten versehene

Zuschriften an die Redaction. Ueber den Gebrauch von Fremdwörtern.

so sollte dieselbe doch so gewählt sein, dass sie den Unterschied

trifft. Das Wesen der in Frage stehenden Maschinenart besteht in Geehrter Herr Redacteur!

dem Vorhandensein eines Behälters zwischen den Dampfcylindern. Die in No. 4 der Vereinszeitschrift enthaltene Anregung, das Aus diesem Grunde wird dieselbe als Behälterdampfmaschine oder Wort »Compound« aus unserer Sprache zu beseitigen, ist mit kurz als »Behältermaschine« bezeichnet. Dieser bereits längere Freuden zu begrüssen. Nur bin ich der Meinung, dass es nicht Zeit gebrauchte Ausdruck erscheint mir den Vorzug vor dem Worte rationell sein dürfte, dieses Wort überall da, wo es eingedrungen, » Verbundbeikammermaschine« zu verdienen. Es ist eben der »Bedurch eine und dieselbe deutsche Bezeichnung zu ersetzen. Der hälter« oder die »Beikammer«, nicht das Verbundensein, das unterErsatz sollte meines Erachtens das Wesen der Sache treffen. Ver- scheidende Merkmal. bundene Dampfmaschinen ich sche zunächst davon ab, dass

Hinsichtlich des Wortes »Beikammer« erlaube ich mir, darauf auch die Elektrotechnik bereits ihre Compoundmaschine hat liegen hinzuweisen, dass in den von unserem Verein aufgestellten Grundvor: in den gekuppelten Maschinen (verbundene Eincylindermaschinen), sätzen für die Untersuchungen von Dampfkesseln und Dampfin den Woolf'schen Maschinen (Zweicylindermaschinen ohne Be- maschinen (No. 43, 1884 d. Z.) das Wort »Receiver« bereits in ganz hälter zwischen den beiden Cylindern) und in den Compound- zutreffender Weise durch »Zwischenbehälter« übersetzt worden ist. Receivermaschinen. Wenn nun beabsichtigt wird, für die letztere (S. z. B. S. 862 unter II c 6.) Maschinengattung eine andere Bezeichnung allgemein einzuführen,

Mit Hochachtung

C. B.

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Vermischtes.

Stapelläufe und Probefahrten. Am 20. Januar d. J. wurde auf der Gaardener Werft der Schiffund Maschinenbau-Actiengesellschaft »Germania« für Rechnung der Oldenburg-Portugiesischen-Dampfschiffs-Rhederei in Oldenburg i Grh. ein eiserner Schraubendampfer vom Stapel gelassen, der den Namen »Brake« bei der Taufe erhielt.

Der Tonnengehalt des Schiffes ist etwa 550€, die Tragfähigkeit 600t; es hat Länge in der Wasserlinie 168 Fuss (51,2m), Breite 26 Fuss (7,9m), Raumtiefe 15 Fuss 4 Zoll (4,67m). Das Schiff wird nach der höchsten Klasse des Bureau Veritas classificirt, hat 2 Decks, einen

tiefen Wasserballasttank in der Mitte, der auch als Laderaum benutzt
werden kann, Wasserballast unter der Maschine und Trimmingtank
hinten. Im Zwischendeck vor dem Maschinen- und Kesselraum ist
ein schmucker kleiner Salon mit Cajüten für den Capitain, 6 Passa-
giere, Pantry usw. angelegt. Vor dem Kesselhaus ist eine kurze
Brücke auf dem Oberdeck aufgebaut mit Cajüten darunter für die
Officiere und Maschinisten, Niedergang zum Salon, Messzimmer für
die Officiere, das auch gleichzeitig einen Kartentisch enthält. Die
ganze Einrichtung und Ausstattung ist sehr elegant für ein Schiff
dieser Klasse. Die Mannschaft ist vorn im Zwischendeck in grossen
Räumlichkeiten untergebracht.

:

deutscher Ingenieure.

Das Schiff ist als Zweimastschooner getakelt, hat Emerson & Walker's Patent Ankerspill vorne unter einer kleinen Back, einen Patentsteuerapparat hinten und einen anderen Patentsteuerapparat auf der Brücke. Zur schnellen Löschung der Ladung sind drei Dampfwinden angebracht.

Die ganze Ausstattung und Ausführung des Schiffes ist den neuesten Erfahrungen entsprechend ausgeführt.

Die Maschine ist eine verticale: Compounddampfmaschine mit Klug'scher Steuerung und arbeitet mit 90 Pfd. (6,3 kg/qm) Ueberdruck. Die beiden Kessel haben eine Gesammtheizfläche von 110qm; der Hochdruckcylinder hat 510mm, der Niederdruckcylinder 960mm Durchmesser und beide einen Hub von 700mm. Die Maschine ist imstande, 320 N zu indiciren, und giebt dem Schiffe bei voller Ladung eine Geschwindigkeit von 9 Knoten. Die Maschine ist solide und vom besten Materiale hergestellt und mit allen neuen Einrichtungen versehen.

Am 20. d. M. machte das auf der Werft der Flensburger Schiffsbaugesellschaft für eigene Rechnung gebaute Frachtschraubendampfschiff Stapel No. 70, über dessen Bauart, Grösse usw. wir bereits Z. 1884, S. 967 berichteten, eine Probefahrt. Die Resultate derselben waren im höchsten Grade befriedigend, die erlangte Geschwindigkeit betrug 1114 Knoten mit einer Leistung der Maschine von 800 Ni bei einum Kohlenverbrauche von 13/8 Pfd. für Ni und Stunde. Die Maschine hat 825 bezw. 1524mm Dmr., 914mm Hub; der Dampfdruck beträgt 6,3 kg/qcm. Das Schiff soll, falls in den nächsten Tagen ein Käufer nicht zu finden, mit dem Namen »China« versehen eine Reise via Cardiff nach Ostindien antreten.

Am 16. d. M. lief ein neues Dampfschiff, für die Jydsk-Engelske Dampskibs-Selskal in Aarhuus erbaut, vom Stapel der Flensburger Schiffsbaugesellschaft. Das Schiff ist mit einem Tank für Wasserballast, der zugleich als Laderaum verwendbar ist, sowie mit einem Awning-Deck von vorne bis hinten versehen. Bereits am folgenden Tage waren Maschine und Kessel im Schiff eingesetzt. In der Taufe erhielt der Dampfer den Namen »Octa«.

Der zur Fahrt nach England bestimmte Fracht- und Passagierdampfer erhält eine Tragfähigkeit von etwa 380t und die Abmessungen 138' 0" x 23' 1" x 17' 6" (42m x 7,04 m X 5,33m). Die Compoundmaschine von 190 Ni wird dem Schiffe die zugesagte Geschwindigkeit von reichlich 8 Knoten verleihen; zum Betriebe derselben dient 1 cylindrischer Dampfkessel von 3m Dmr. und 2,5 1m Länge, auf 6 Atm. concessionirt.

mit starken Eisendrähten und schliesslich mit einer Asphaltschicht -umhüllt sind und im unter der Erde liegen, nach den etwa 280m entfernten Theatern geleitet.

In den Theatern verteilt sich der Strom durch ein Leitungsnetz von über 50km Länge, in welchem zablreiche Umschaltungen und Sicherheitsschaltungen, welche das Erwärmen der Leitungsdrähte unmöglich machen, angebracht sind, nach 2500 Edisonlampen von je 16 N.-K., welche die beiden Bühnen und die Zuschauerräume erhellen. In beiden Theatern befindet sich eine grössere Anzahl von Regulirapparaten, welche gestatten, die Lampen in kleineren oder grösseren Gruppen, allmählich oder plötzlich, dunkel oder hell zu drehen. Ein damit in Verbindung stehender Rheostat mit etwa 20 km langem Neusilberdraht bewirkt, dass stets nur die dem benötigten Leuchtgrad entsprechende Elektricitätsmenge erzeugt und zu den Lampen geleitet wird.

Der Hauptregulir- Apparat des Hoftheaters befindet sich unter der Bühne neben dem Souffleurkasten, von welchem Platze aus derjenige, welcher den Apparat handhabt, die Bühne übersehen und so die von ihm erzeugten Wirkungen beobachten kann. Es, können von diesem Apparate aus die Soffiten, die Coulissen, die Versatzund Transparentstücke, die Mondbeleuchtungen, die Rampe, der Kronleuchter und die Festbeleuchtung, entweder einzeln oder zu beliebigen Gruppen geschaltet, geregelt werden; ausserdem ist aber auch noch in jeder Coulissengasse eine besondere Regulirvorrichtung angebracht, welche gestattet, die an der betreffenden Stelle befindlichen Beleuchtungsgegenstände von der betreffenden Coulissengasse oder vom Hauptregulator aus oder von beiden gleichzeitig zu regeln.

Die verschiedenartige Färbung des Lichtes geschieht nicht, wie bisher, nur an wenigen Stellen der Bühne, sondern nach einem dem Hrn. Obermaschinenmeister Lautenschläger patentirten System in einer neuen und vorzüglichen Weise an sämmtlichen Beleuchtungsgegenständen.

Die Effektbeleuchtung mittelst Bogenlichtes kann unmittelbar von den Leitungen für Versatz- und Transparentbeleuchtung in jeder Coulissengasse entnommen werden, so dass hierfür keine getrennte elektrische Maschinenanlage erforderlich ist.

Die Einrichtungsarbeiten waren dadurch erschwert und verzögert, dass der Betrieb der Theater durch dieselben nicht gestört werden durfte. Ausser diesen beiden sind auf dem Continente auch noch die Theater in Brünn, Prag, Stuttgart sowie die Scala und das Theater Manzoni in Mailand vollständig mit Edisonglühlicht erleuchtet, und für die beiden königl. Theater in Berlin ist die elektrische Beleuchtungseinrichtung nach gleichem System eben in Ausführung begriffen.

(Mitteilung der deutschen Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität.)

Die elektrische Beleuchtung der königl. Theater

in München. Am 18. Januar hat zum ersten Male die Vorstellung in den beiden königl. Theatern zu München bei elektrischer Beleuchtung stattgefunden. Die nun vollendete Anlage ist, abgesehen von den neuen elektrischen Centralstationen, welche gegenwärtig von der deutschen Edison-Gesellschaft in Berlin ausgeführt werden, die bisher grösste Beleuchtungseinrichtung dieser Art in Deutschland.

Die Maschinenanlage, in welcher der elektrische Strom erzeugt wird, besteht aus 6 grossen Edison-Dynamomaschinen, von denen 5 je 450 Edisonlampen von je 16 N.-K. und eine 250 Edisonlampen gleicher Leuchtkraft zu betreiben vermögen. Die kleinere dieser Maschinen ist hauptsächlich für die Tagbeleuchtung bestimmt.

Diese elektrischen Maschinen werden durch drei raschgehende Compound-Dampfmaschinen, welche besonders für elektrische Beleuchtungszwecke construirt sind und zusammen etwa 350 N besitzen, in Bewegung gesetzt. Der erforderliche Dampf wird von 3 Kesseln mit je 859m Heizfläche geliefert. In denselben sollen oberbayerische Kohlen, welche sich für Gasbeleuchtung nicht eignen, nunmehr ebenfalls als Lichtlieferungsmaterial zur Verwendung kommen.

Da in den Theatern je nach Bedarf hunderte von Lampen entzündet oder ausgelöscht werden müssen, ohne dass eine vorherige Verständigung mit dem Personal in dem in einiger Entfernung ausserhalb der Theater angeordneten Maschinenhause möglich ist, so sind die Einrichtungen in dem Raume, wo die Elektricität erzeugt wird, ähnlich wie bei elektrischen Centralstationen getroffen. Es sind Apparate vorhanden, welche entsprechend der jeweilig nötigen Strommenge das beliebige Ein- und Ausschalten sowohl der Dampf- wie der Dynamo-Maschinen während des vollen Betriebes, ohne dass auch nur das geringste Schwanken des Lichtes dabei eintritt, ermöglichen. Eine Anzahl verschiedener optischer und akustischer Controll - Apparate zeigen dem Machinisten jederzeit die Zahl der jeweilig brennenden Lampen, die Menge des von jeder Maschine gelieferten Stromes, die Lichtstärke, mit welcher im "Theater die Lampen brennen, etwaige Fehler, welche durch Beschädigung in den Leitungen entstehen sollten, u. dergl. an.

Der elektrische Strom wird durch 8 Kabel von je 315 mm Kupferquerschnitt, welche zuerst mit einer dicken Isolirmasse, dann mit einem Bleimantel, dann mit geteerter Juteumspinnung, dann

In Nummer 2, Seite 40 brachten wir an dieser Stelle eine Mitteilung über die durch die Edison-Gesellschaft ausgeführten Glühlichtanlagen. Wir sind heute in der Lage das Bild von der Verbreitung des elektrischen Lichtes zu vervollständigen, indem wir über die aus der Firma Siemens & Halske hervorgegangenen Lichtanlagen berichten können. Seit der Beleuchtung der hiesigen Kaisergalerie während der Gewerbe-Ausstellung 1879, welche bekanntlich als die erste elektrische Anlage mit geteiltem Lampenlichte der Ausgangspunkt für die seitdem erfolgte grosse Verbreitung des elektrischen Lichtes geworden ist, hat genannte Firma ungefähr 700 Anlagen mittels der damals von ihr erfundenen Differenziallampe und Maschine zur elektrischen Stromerzeugung ausgeführt. Es sind dabei über 6000 solcher Lampen in Anwendung gebracht, deren Gesammtleuchtwert ungefähr der fünfzigfachen Zahl von Gasflammen entspricht. Die von den auswärtigen Siemens'schen Firmen in Paris, London, St. Petersburg und Wien ausgeführten Anlagen sind dabei nicht mitgezählt. Glühlichtanlagen stellte die Firma im Zeitraum von etwa 3 Jahren über 300 mit nahezu 20000 Lampen her. Dieselbe hat ferner vertragsmässig die elektrischen Maschinen für sämmtliche Anlagen der deutschen Edison Compagnie zu fertigen. Wie wir erfahren, wird die Firma Siemens & Halske demnächst über die von ihr ausgeführten Anlagen eine genauere tabellarische Zusammenstellung herausgeben.

2

Berichtigungen. Hr. Baurat F. Wallbrecht in Hannover teilt uns zu dem Berichte Z. 1884, S. 981 mit, dass er nicht die Kosten des Rhein-WeserElbe-Kanales, sondern diejenigen des Weser-Elbe-Kanales auf etwa 33000000 Mi angegeben håbe; nach dem Regierungsanschlag betrügen die Kosten mit Bauzinsen 34 800000 M, ohne Bauzinsen 32 000000 M, und der Wert der Melioration auf dieser Streoke 30000000 M.

S. 35 l. Sp. Z. 15 v. u. lies 4° statt 400.

60-4-t+T - 4-t S. 35 1. Sp. Z. 10 von unten lies

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Julias Springer in Berlin N.

2 60-4-t+T-4--- t.

statt

A. W. 8chade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin 8.

ZEITSCHRIFT DES VEREINES DEUTSCHER INGENIEURE.

Band XXIX.

Sonnabend, den 7. Februar 1885.

No. 6.

Angelegenheiten des Vereines.
Zum Mitglieder-Verzeichnisse.

Noue Mitglieder.
Aenderungen.

Bayerischer Bezirksverein.
Bayerischer Bezirksverein.

Karl Mayer, Assistent an der techn. Hochschule, München. Georg Ludwig, Ingenieur d. Giesserei Sugg, Kaiser & Co., München.

Berliner Bezirksverein.
Berliner Bezirksverein.

M. M. Rotten, dipl. Ingenieur u. Patentagent, Berlin S.W., KönigEickenrodt, Marine-Maschinenbauingen., Berlin W., Lützowstr. 23.

grätzerstr. 97. Bezirksverein an der Lenne.

Bergischer Bezirksverein. Wilh. Rath, Berg- und Hütteningenieur, Neuhaus, Kr. Sonneberg. Heinr. Pühmeyer, kgl. techn. Eisenbahnsekretär, Elberfeld. Bezirksverein an der niederen Ruhr.

Mittelrheinischer Bezirksverein.
A. Schröder, Ingenieur d. Firma Dinnendahl, Huttrop b. Steele.

P. Kreutzer, Ingenieur, Heddesdorf bei Neuwied:
Sächsisch-anhaltinischer Bezirksverein.

Niederrheinischer Bezirksverein.
H. Keil, Ingenieur bei H. R. Dinglinger, Cöthen.

C. Schaarwächter, Ingenieur, Düsseldorf.
Keinem Bezirksverein angehörend.

Pommerscher Bezirksverein.
Ewald Dietrich, Lehrer an der Baugewerkschule, Holzminden. G. Stolle, Director der Pommerschen Zuckersiederei, Stettin.
Ad. Nebel, Ingenieur im Hauptbetriebsamt, Frankfurt a/M.

Bezirksverein an der niederen Ruhr. Ed. Walger, Director, Dubena, per Jacobstadt in Kurland.

Franz Mattick, Ingenieur bei Moritz Tigler Wwe., Meiderich.

Sächsischer Bezirksverein.
Verstorben.

Otto Thost, Techniker, i/F. Wurm & Mann, Zwickau.
E, Bläsche, Ingenieur d. Ortspolizeiverwaltung f. d. Kanalisation,

Thüringer Bezirksverein. Berlin S.W., Kürassierstr. 12.

Dr. Christoph Bernigau, Gewerbeschullehrer, Halle a/S. M. Frambach, Maschinenfabrikant, Salzungen.

Keinem Bezirksverein angehörend. Stan. Lentner, Maschinenfabrikant, Breslau.

Jb. Grabaum, Ingenieur bei A. Steinecker, Freising i/Bayern. Fr. Ungerer, Maschinenfabrikant, München.

F. Romaszkan, Ingenieur der Papierfabrik, Golzern i/Sachs.

260

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60

Absorbirte Dampfmenge in kg.

I 204

8.5

1900

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26

0,5

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Das Honigmann'sche Natronverfahren.') (Anwendung hoher Dampfspannungen, Verhalten verschiedener Kesselmaterialien und Betriebskosten.)

Von M. F. Gutermuth, Assistent für Maschinenbau der königl. techn. Hochschule Aachen. Einige neuere von Hrn. Honigmann beobachtete Erscheinungen in dem Verhalten der Natronlauge unter Verhält

(1,5 Atm nissen, unter denen das Verfahren seither nicht durchgeführt wurde, dürften für weitere technische Kreise von Interesse

Fig. 1. sein; ebenso die Veränderungen, welche inzwischen die Construction und die Wirksamkeit der Natronkessel auf Grund besonderer Beobachtungen über das Verhalten verschiedener Kesselmaterialien erfahren haben.

Bis jetzt wurde regelmässig im Betriebskessel mit offenem unter dem Drucke der äusseren Atmosphäre stehenden Natronraume gearbeitet und der Natronprocess, d. h. der Betrieb, unterbrochen, wenn der Siedepunkt der Lauge, welcher der notwendigen Dampfspannung im Wasserkessel entspricht, eingetreten war.

Setzt man dagegen den Process nunmehr fort, jedoch bei geschlossenem Natronkessel, so erhöht sich allmählich der Druck in demselben, und damit der Siedepunkt der Natron

1,5 Am Gegendruck lauge. Gleichzeitig erhöht sich aber auch infolge dessen deren

im Absorptionsfähigkeit in solchem Marse, dass schon bei geringer Zunahme des Druckes ein vielfaches derjenigen Wassermenge

Natronkessel. (Dampfmenge) aufgenommen wird, welche bei offenem Natronkessel und derselben Temperatur absorbirt werden kann.

Atm. Ueberdruck im Wasserkessel. In besagter Richtung von Hrn. Honigmann angestellte

Tabelle I. Versuche haben nämlich gezeigt, dass der Siedepunkt der Natronlauge mit zunehmendem Gegendruck in demselben Grade

100 NaOH + 20H, O verdampfep sich erhöht, wie die Temperatur des Dampfes, dessen Spannung

Ueberdruck Natrontem

Wasser bei einem Ueberdruck von dem vermehrten Druck entspricht. Danach liegt also der Siede

im
peratur bei 60

O Atm. punkt der Natronlauge bei 1/2 Atm. Ueberdruck 11°/2°, bei Wasserkessel Temperatur

(Natron- | 1/2 Atm. 1 Atm. 11/2 Atm. 1 Atm. 22°, bei 11/2 Atm. 28° höher als bei atmosphärischem

differenz kessel offen)
Druck, da auch Danıpf von letzteren Spannungen die angege-
benen Temperaturerhöhungen erfährt.

2,0
1400

90
120

180 250 Mittels dieses Ergebnisses ist es nun leicht, die Con

145

80
110
145

200 centration der Lauge für bestimmten Siedepunkt und unter

3,0
150

67
95

120 bestimmtem Druck mit Hilfe der früher gegebenen Siede

160 punktstabelle zu ermitteln, wonach sich alsdann die aufzu

4,0
159
50
70
92

118 nehmenden Dampfmengen berechnen.

5,0
165
40
60
80

100 Folgende Tabelle zeigt den gesteigerten Einfluss der Druckzunahme im Natron kessel auf die Aufnahmefähigkeit

6,0
171

35
50
65

80 des Natrons, und ist dieselbe der Uebersichtlichkeit wegen in

7,0
176
29
42
55

70 Fig. 1 noch graphisch dargestellt, um das Gesetz deutlicher

8,0
182

23
35
45

60 erkennen zu lassen, nach welchem die aufgenommenen Dampf

9,0
186
20
30
40

52 mengen mit der Spannung im Natron- und Wasserkessel sich verändern.

10,0
190,5

17
25
35

46
11,0
195

13
21
30

39 1) Z. 1883 S. 729; 1884 S. 69 u. 533.

12,0
198

12
18
27

35

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1

deutscher Ingenieure.

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wesentlich stärkere Laugen, bis 250° Siedepunkt und darüber, zur Anwendung gelangen können.

Aber auch für die normalen Dampfspannungen (4 bis 6 Atm.) zeigt das Arbeiten mit Gegendruck den Werten der Tabelle gemäss eine derartig gesteigerte Leistungsfähigkeit des Natronkessels, dass man wohl unter allen Umständen die weitgehendste Verwertung der erörterten Eigenschaft der Natronlauge anstreben wird. Es ergiebt sich nämlich die Möglichkeit, die Betriebsdauer einer bestimmten Natronmenge auf ein vielfaches der früher angegebenen zu erhöhen oder bei gleicher Betriebsdauer mit geringerer Natronmenge zu arbeiten.

Wird nun von der erwähnten Eigenschaft der Lauge Gebrauch gemacht und mit Gegendruck gearbeitet, so muss der Natronkessel für die notwendigen Pressungen von 1 bis 11/2 Atm. widerstandsfähig ausgeführt werden, was im allgemeinen keinem weiteren praktischen Bedenken unterliegen kann. Nur in den Fällen, wo eine Abweichung von der cylindrischen Form des Natronkessels geboten erscheint, wird die Anwendung des Gegendruckes im Natronraum eine gewisse Beschränkung erleiden. Mit der notwendig grösseren Widerstandsfähigkeit des Natronkessels ist also eine Erhöhung der Blechstärke sowie sorgfältigere Herstellung verbunden. Diese Umstände, welche auch den Preis der Kessel beeinflussen, dürften von keiner erheblichen praktischen Bedeutung sein, da anderweitige Versuche praktisch geeignete Kesselmaterialien ergeben haben.

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Nach den Untersuchungen des Hrn. Honigmann sowie auch nach andernorts gemachten Beobachtungen erweist sich nämlich hauptsächlich Kupfer und in fast gleich hohem Grade Messing von grosser Widerstandsfähigkeit gegen Natronlauge, wie aus folgender Tabelle hervorgeht.

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12,0

196 Zu den beiden angegebenen Tabellen ist noch zu bemerken, dass die Siedepunktserhöhung bei gleichem Druck im Natronraum nicht für alle Concentrationsgrade constant ist, sondern mit der Concentration der Lauge etwas wächst, ohne dass jedoch damit für die angegebenen Werte eine wesentliche Aenderung verbunden wäre.

Der grosse, aus der angeführten Eigenschaft der Lauge sich ergebende Vorteil erhellt daraus, dass beispielsweise für eine Dampfspannung von 10 Atm., gemäss Tabelle I, bei einer allmählichen Steigerung des Ueberdruckes im Natronraum auf 1 Atm. die Lauge das zweifache (35kg) derjenigen Dampfmenge aufzunehmen vermag, die bei offenem Natronkessel absorbirt werden kann (17kg ohne Ueberdruck).

Wie aus der Tabelle ersichtlich, würde bei stets offenem Natronkessel die Absorption einer gleichen Dampfmenge von 35kg nur bei einer Spannung im Wasserkessel von 6 Atm. möglich sein.

Obwohl nun durch diese Wirkungsart des geschlossenen Natronkessels ein wachsender Gegendruck auf den Dampfkolben erzeugt wird (der im angeführten Beispiel einem mittleren Druck = 1/2 Atm. entspricht), so ist die hierdurch bedingte Verminderung des wirksamen Dampfdruckes doch nicht von solcher Bedeutung, dass nicht die Vorteile zur Geltung kommen könnten, welche mit Verwendung hoher Dampfspannung an und für sich verbunden sind, d. i. insbesondere grössere Leistungsfähigkeit und damit geringerer Dampfverbrauch, welch letzterer alsdann andrerseits eine grössere Betriebsdauer ermöglicht gegenüber derjenigen, welche, bei gleicher Natronmenge, die Verwendung niedrigeren Dampfdruckes bei offenem Natronkessel, also ohne Gegendruck, bedingt.

Diese Thatsache gestattet, ohne Abnahme der Betriebsdauer mit höheren als bis jetzt für zweckmässig erachteten Dampfdrücken zu arbeiten, woraus der unmittelbare Vorteil entspringt, in ausreichendem Masse der für locomobile Maschinen so wichtigen Forderung möglichst kleiner Dampfcylinderabmessungen gerecht zu werden.

Es wird sich dabei mehr denn seither als notwendig erweisen, den Wasserkessel zu Anfang des Betriebes nicht mit der ganzen zu verdampfenden Wassermenge anzufüllen, sondern einen Teil erst während des Betriebes nachzuspeisen, um beim Füllen des Natronkessels die für eine hohe Dampfspannung nötige Temperatursteigerung des Wassers lediglich durch Wärmeabgabe von Seite der eingefüllten Natronlauge zu ermöglichen. Dabei mag hervorgehoben werden, dass auch

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15,40 Null

0,05 Abnahme Abnahme

Abnahme Zur Erläuterung ist anzufügen, dass 3 Bündel der bezeichneten Drahtarten (von 1/2 bis 1mm Dicke) in Natronlauge von 140 bis 200° C. 71/2 Stunden in kupfernen Kesseln gekocht wurden, wobei sich nach Unterbrechung dieser Probe die angegebenen Gewichtsabnahmen einstellten.

Wenn nun auch aus diesen Resultaten bei verhältnismässig kurzer Versuchszeit nicht unmittelbar auf eine unbegrenzte Haltbarkeit des Kupfers in Natronlauge geschlossen werden kann, so zeigt doch dasselbe dem Eisen gegenüber eine bedeutende Ueberlegenheit, die in ihrem wahren Verhältnis erst durch längere Beobachtungen wird festgestellt werden können. Bei den bisher auf der Aachener Stadtbahn und der Aachen-Jülicher Eisenbahn fortgesetzt betriebenen Natronkesseln hat sich allerdings auch Eisen als immerhin brauchbares Kesselmaterial erwiesen, da dasselbe durch die Lauge nicht so rasch angegriffen wird, dass es von der Verwendung ganz auszuschliessen wäre. Die Verwendung eines vollkommen widerstandsfähigen, wenn auch kostspieligeren Materiales erscheint jedoch in hohem Grade erwünscht, um die (durch den Wegfall der Feuerung bedingte) sonstige geringe Reparaturbedürftigkeit der Natronkessel ausnutzen zu können.

Zu erwähnen wäre ferner, dass nach den bisherigen Betriebsergebnissen eiserne Kessel weniger angegriffen werden,

nur mit niedrigem Druck 4 Atm.) gearbeitet wird. Laboratoriumsversuche haben gezeigt, dass Natronlauge, die mit Eisenoxyd gesättigt ist, bei Concentrationen unter 1550 Siedepunkt einen schwarzen festhaftenden Beschlag von Eisenoxydul-Oxyd an dem mit ihr in Berührung befindlichen Eisen bildet, der dasselbe vor weiterem Angreifen schützt; in Laugen von höherer Temperatur geht derselbe jedoch wieder in Lösung. Da die Oxydbildung durch Berührung der Lauge mit

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