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bis auf weiteres ausreichen wird. Die volle Leistung wird ausserdem zunächst noch nicht in Anspruch genommen werden, da die vierte Dampfmaschine mit ihren Pumpen vorerst noch nicht aufgestellt, der Betrieb vielmehr mit den drei alten fortgeführt werden soll. Nach vollständiger Ausführung werden mit dem alten Sammelbrunnen alle vier, mit dem neuen jedoch nur drei in Verbindung stehen, und zwar mittels Abzweigungen von den in den alten Brunnen gehenden Saugröhren. Es sind daher bezüglich der Entnahme eine grosse Zabl von Combinationen zwischen Pumpen und Entnahmestellen möglich, namentlich ist vorgesehen, den einzelnen Entnahmestellen in Zeiten, wo nicht gerade die höchste Leistung verlangt wird, vollständige Ruhe für längere Zeit zu gönnen, da dies erfahrungsmässig die gleichmässige Güte und Menge des Wassers auf längere Dauer erhält.

Was die Kosten anlangt, so mussten das v. Alten’sche, das Willfuhr'sche und das Stamm'sche Grundstück mit zusammen etwa 5,5ha für 100000 M erworben werden. Die •Baukosten betragen für den neuen Sammelbrunnen, das Heberrohr, die neun Quellbrunnen, die vierte Maschine und ein Maschinenwärterhaus 257 000 M. Davon entfallen auf die neun Quellbrunnen und den Heber 141 000 M, auf den neuen Sammelbrunnen 18000 M, die vierte Maschine 60000 M und das Wärterhaus 12000 M. Das alte Sammelrobr hat 256 M für das laufende Meter gekostet. Nach den vorliegenden Erfahrungen bedurfte man für die Leistung der neun Brunnen 1100m Sammelrohr, welche, gegenüber der Summe von 141 000 M für die Kosten der geplanten Gewinnung, 256 X 1100

28'1 600 M gekostet haben würden; die Brunnenentnahme ist also viel billiger. Nach den abgeschlossenen Verträgen wird jeder der 7,5 m tief zu senkenden Brunnen mit im Aufmauerung 7400 M kosten.

Schliesslich mag noch bemerkt werden, dass während der Proben auf den der Ihme zunächst liegenden Grundstücken monatelang namentlich dann chemische Proben genommen wurden, wenn nach niedrigem Stande der Ihme die Fabrikabwässer Lindens bis an die Entnahmestelle von Herrenhausen aus zurückgestaut waren, wobei sich stets eine Hebung des Wassers im Brunnen ergab. Aber selbst unter diesen ungünstigsten Verhältnissen blieb das Wasser stets von gleicher Reinheit, womit die Ungefährlichkeit der Nähe des verunreinigten Ihmewassers nachgewiesen zu sein scheint.

Die Bauarbeiten sind seit Monat Mai im Gange und

werden bezüglich des kleinen Systemes (Brunnen 7, 8 und 9) etwa Mitte September, bezüglich des grossen Systemes Ende September beendet sein. Die Arbeiten sind glatt vonstatten gegangen; namentlich haben die eisernen Brunnen sich beim Sénken sehr bewährt.

Die Wasserbewältigung beim Verlegen der Heberrohre hat auf dem Stamme’schen Grundstück erhebliche Schwierigkeiten, auf den. übrigen Strecken aber solche nicht gehabt.«

Hr. Hagen bemerkt zu dem Vortrage, dass es zu empfehlen sei, auch das Grundwasser des rechten Leineufers für die Wasser versorgung zu gewinnen, da dort frühere Bohrversuche sehr gute Resultate ergeben hätten. Verschiedener Gefälle wegen sei es am besten, wenn auch auf dem rechten Ufer Brunnen angelegt würden, die dann mit denen des linken Ufers durch einen Heber zu verbinden seien.

Gegenüber den Bedenken der Herren Frank und Garbe, dass möglicherweise doch Ihmewasser in die Brunnen treten könne, erwidert Hr. Stadtbaurat Bokelberg, dass das Ihmewasser nur den Stau abgebe für das Grundwasser und selbst nicht in die Brunnen treten könne; das Grundwasser habe sich während des Versuches bei verschieden hohen Wasserständen nicht verändert.

Hr. Ingenieur Bokelberg ist derselben Meinung und fügt noch hinzu, dass das Flussbett fast gänzlich abgedichtet sei durch die Sinkstoffe, so dass kein Wasser durch dasselbe nach aussen treten könne.

Hr. Ebeling bemerkt hierzu, dass der Grundwasserstrom bedeutend tiefer liege als die Ihme; ausserdem seien die Brunnen mindestens 40m von der Ihme entfernt.

Hr. Launhardt ist der Meinung, dass jedenfalls eine hydraulische Verbindung zwischen dem Flussbette der Ihme und der Grundwasser führenden Kiesschicht bestehe; es sei nur die Frage, ob die Reinigung des Wassers durch die Kiesschicht genüge.

Ér. Taaks hält wohl die Seitenwände eines Flusses für undurchdringlich, aber nicht die Soble, denn die Kiesmassen wandern bei Hochwasser auf derselben und werden dadurch aufgewaschen.

Hr. H. Fischer hält gleichfalls die Ufer eines Flusses nach aussen zu für annähernd undurchdringlich; die schädlichen Stoffe, welche das Ihmewasser mit sich führe, seien übrigens so sehr verdünnt, dass sie unschädlich seien.

Hr. Ebell schliesst sich dem an; die Analyse des Ihmewassers oberhalb und unterhalb Lindens gebe annähernd dieselben Resultate; übrigens seien die Flüsse doch auch mit dazu da, schädliche Stoffe : abzuführen.

Eine ausserordentliche Sitzung vom 31. Juli war ausschliesslich der Beratung der verschiedenen auf der Tagesordnung der Hauptversammlung stehenden Angelegenheiten gewidmet.

Patentbericht. Kl. 10. No. 32935. Dampftelleröfen. C. Rowold, denen geneigte, wenigstens 400mm weite Stutzen 8 81' nach den Meuselwitz. Um die Verbreitung von Staub und Hitze in ebenfalls mehrfach vorhandenen Oberkesseln führen. In dem der Nähe der Oefen zur Briquettesfabrikation und die damit ganzen Systeme soll ein Umlauf des Wassers in der Richtung verbundene schädliche Einwirkung auf die Gesundheit und der Pfeile hervorgerufen werden. Eine wagerechte und eine Feuersgefahr zu verhindern, werden die zwischen den Dampf- senkrechte mit einstellbaren Klappen versehene Gusseisentellern befindlichen Zwischenräume durch entsprechend geformte platte bilden unter dem geneigten Rost eine vom Aschenfall Bleche verschlossen. Um ferner die aus der Lage des Schorn- abgeschlossene Kammer, wodurch der Zutritt von Luft während steins in der Mitte des Ofens sich ergebenden Unzuträglichkeiten nämlich ungenügender Querschnitt des Schornsteins und infolge dessen ungenügender Abzug für die sich aus der Kohle entwickelnden Wasserdämpfe - zu vermeiden, wird der Schornstein seitlich angebracht, wodurch ausser dem grösseren Querschnitte des Schornsteins auch eine centrale Zuführung der Kohle mit einem Füllloch erreicht wird.

Kl. 13. No. 33052. Glieder-
ma

keskel. H. Rittner, Ott-
machau. Der Dampferzeuger
ist aus Röhrenrosten aufgebaut,
jeder aus einer Anzahl Röhren
bestehend, welche an den Enden
in schmale Platten b eingedichtet
sind. Ueber jede Platte b ist ein
Kasten d geschraubt und
sämmtliche Kasten einer Seite

des Ausräumens der Asche verhindert werden soll. Die stehen durch ein senkrechtes

Feuerungsanlage entspricht einer Zwischenfeuerung, indem die
Ur
Rohr p in Verbindung.

Heizgase vom Roste durch mehrere den vorderen Querkessel q

schräg durchdringende Feuerrohre zunächst unter die OberKl. 13. No. 33242. Dampfkessel mit Unterkesseln. kessel geleitet werden. Den oberen Mündungen der Rohre t A. Oberegger, Wien. Die Unterkessel sind an einem oder gegenüber sind Luftzuführungskanäle in grösserer Anzahl anna beiden Enden mit Querkesseln q und r verbunden, von gebracht.

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deutscher Ingenieure.

zwei verschiedenen Ebenen angeordneten Laufrollen b in Gleitstücken al gelagert, welche sich durch Schrauben c so in Schlitzen s verstellen lassen, dass mit Hilfe von Skalen sl so

Kl. 21. No. 32988. Verfahren zur Erzeugung elektrischer Energie. A. Bernstein, Frankfurt a/M. Das Verfahren bezweckt die Umwandlung von Wärme in elektrische Energie in vorteilhafterer Weise als bei den Thermo-Elementen vermittels eines chemischen Processes. Durch die Verbrennungswärme eines Brennstoffes wird eine Verbindung des Wasserstoffes mit Sauerstoff, Chlor oder Kohlenstoff bis zur Dissociation erhitzt und die entstehenden Zersetzungsproducte dann als Elektroden in einem galvanischen Elemente benutzt. Die Verbindung des Wasserstoffes mit Sauerstoff in der Form von Wasserdampf ist die für das Verfahren geeignetste, und es wird, um nicht eine zu hohe Zersetzungstemperatur nötig zu haben, dem aus dem erhitzten Wasserdampf auszuscheiden

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den Sauerstoff Gelegenheit gegeben, sich mit einem anderen Körper chemisch zu verbinden, während der freie Wasserstoff unmittelbar nach dem Elemente geleitet wird. Die Figur zeigt einen Zersetzungsapparat in Verbindung mit einem Elemente. Der im Kessel d entwickelte Wasserdampf wird in dem Ofen a erhitzt und in den Zersetzungskessel e geführt, wo er über ein Metall (am besten Eisen) geleitet wird. Hier verbindet sich der Sauerstoff mit dem Eisen zu Eisenoxydoxydul, während der Wasserstoff nach einem Behälter b und von hier in den Kasten f des Elementes c geleitet wird. f ist oben durch eine Platten aus poröser Kohle abgeschlossen, durch welche der Wasserstoff nach dem darüber gelegenen die elektrolytische Flüssigkeit enthaltenden Behälter i hindurchdiffundirt. k bezeichnet die mit Eisenoxydoxydul überzogene Eisenelektrode. : Als elektrolytische Flüssigkeit dient Wasser mit Schwefelsäure oder Kochsalzlösung.

Kl. 35. No. 31917. Fangvorrichtung für Fahrstühle. A. Hertrich, München. Die Spannung des Gurtes hält die auf der Welle e befestigte Gurtöse g_gegen die Drehspannung zweier Schraubenfedern f in ihrer Lage; sobald aber der Gurt reisst, wird e mit g gedreht, und die Kurbeln d und Lenkstangen c schieben die Keile b unter die Laufrollen a,

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wohl die Wellenmitte genau eingestellt, als auch dasselbe Lager für Wellen von verschiedener Dicke benutzt werden kann.

Kl. 47. No. 32968. Selbstthätige Bodenklappe für Gefässe. Bolzano, Tedesco & Co., Schlan - Prag. Wenn man durch Drehen der Schraubenspindel o die Gabel p senkt, bis das bei t drehbar angeschlossene Winkelstück m sich mit dem Stifte x im Schlitze des Stelleisens q fängt, so wird der Deckelbügel n freigegeben, der Deckel a aber noch durch den von f kommenden, auf dem Kolben hi des seitlich

名 h angeordneten Cylinders h lastenden Wasserdruck geschlossen gehalten, bis man durch Oeffnen des Hahnes į das Gefäss spült und hi teilweise entlastet, worauf sich a

I'm durch sein Gewicht öffnet und die Glieder dk die punktirte Lage einnehmen. Schliesst man i, so wird auch .a durch den Wasserdruck geschlossen und kann dann durch Zurückdrehen von o fest angepresst werden.

Kl. 47. No. 32998. Rohrkupplung mit selbstthätigem Verschlusse. W. Schoen, Berlin. 'Die von einander gelösten Rohrenden ab werden durch Ventile c mittels Federn e geschlossen gehalten. Beim Zusammenstecken der beiden Dichtungskegel, an

...b denen noch eine Verschraubung, ein Bajonettverschluss usw. angebracht sein kann, treffen die Ventilstifte ssl gegen einander und öffnen die Ventile c, und zwar beide gleich weit, indem sich Ansätze i gegen die Führungsstege d legen.

Kl.: 49. No. 33054. Gewindeschneidekluppe. C. Hahn, Wittenberge. Der beim Arbeiten gegen den mittels der Schraube $ verschiebbaren Schnei: debacken b fest liegende

th Kluppenbacken a ist in dem Gehäuse drehbar angeordnet und mit einem weiten Ausschnitt e versehen, welcher bei einer entsprechenden

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wodurch die Leitschienen zwischen b und der Stuhlführung i eingeklemmt werden. Aus dem Reibungscoëfficienten lässt sich ein Keilwinkel so berechnen, dass die Reibung an a und i jede Fahrstuhllast sicher trägt, ihrer lebendigen Kraft aber gleitend nachgiebt und so den Fahrstuhl stofsfrei bis zum Stillstande bremst. Kl. 46. No. 33090. Göpel. J. Ph. Roemmelt,

Würzburg

Behufs Erzielung einer grossen Umlaufzahl ist ein rückkehrendes Räderwerk abcd mit dem gewöhnlichen Kegelräderpaar eet verbunden.

Die Zugbäume sind durch die auf einem Winkelringe laufenden Rollen r entlastet.

Kl. 47. No. 32996. Verstellbares Laufrollenlager. A. W. Spatzier, Leipzig. In dem als Hänge-, Steh- oder Wandlager gestalteten Rahmen a sind die Zapfen von 4 in

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Band XXIX. No. 50.

12. December 1885.

Litteratur.

987

Drehung des Backens mittels des Sperrhebels k das Abnehmen der Kluppe von dem geschnittenen Bolzen ohne Zurückdrehen gestattet.

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Kl. 49. No. 33042. Röhrenpresse. C. Uhlig, Berlin. Zur Herstellung gekrümmter Röhren aus Blei, Thon u. dergl. ist das Mundstücks der Presse an seiner Mündung mit dem Aufsatze g versehen, welcher mittels der Schrauben i in beliebiger Lage zum Mundstücke festgestellt werden kann, da das Auflager zwischen beiden nach einer Kugelfläche geformt ist. Bei conachsialer Einstellung von s und g bildet g lediglich eine Verlängerung von s und die aus dem Mundstücke herausgepressten Röhren bleiben gerade, während bei jeder Schrägstellung von 9 zu s die aus letzterem herausgepressten Röhren sich krümmen werden, wobei die Grösse dieser Schrägstellung unmittelbar die Grösse der Krümmung bestimmt. Der Aufsatz g kann auch parallel mit sich selbst verschiebbar angeordnet werden.

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K1.47. No.33016. Dampf-Schmiervorrichtung. F. W.

Klönne, Dux (Böhmen).
Die Vorrichtung wird bei o
an einen Wasserzufluss, bei
o1 an den zu schmierenden
Dampfraum angeschlossen.
Ist beim Gange der Maschine
Spannung in ot, so wird durch
die Platte m gegen den Druck
der Feder a das Wasserventil
w geöffnet, und Wasser fliesst
durch den Kanal 7'', geregelt
durch den Hahn h, in das Ge-
fäss A, hebt den mittels Robres

Rauf b geführten Schwimmer S
a

und drückt mittels Tauchkol-
bens p Oel aus der Pumpe P
durch das Ventil vi in den
Dampfraum; überschüssiges

Wasser fliesst durch pll nach
RHO

c ab. Sobald der Anschlag

z an den Stift x der VentilS

spindel p' stösst, wird das
Abflussventil

20"

gehoben, Wasser Aiefst von A nach H und hält mittels Schwimmers s das Ventil v" offen, während S sinkt und p durch cloch Oel aus ( nach P saugt, bis das Wasser aus H durch den Heberkanal r abgeflossen und v" geschlossen ist. Hört die Spannung (beim Stillstand) in ol auf, so drückt die Platte m das Ventil v' zu.

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Kl. 58. No. 33274.
Ventilsteuerung an by-
draulischen Pressen mit
Differentialkolben. K.
Wenner, Zürich. Ist im

0
Ventilgehäuse V das Dop-
pelsitzventil v (s. Neben-
figur) auf den unteren Sitz
geschraubt, so strömt das
Druckwasser von der durch
Riemscheibe R oder Kur-
bel H getriebenen Pumpe
P auf dem Wege rkiri in
den ringförmigen Raum und
hebt den Differentialkolben
K, während das verbrauchte
Wasser durch rak2 k3r3 in
den Wasserbehälter zurück-
fliesst. Wird v auf den
oberen Sitz gepresst, so
strömt das Wasser von r
sowohl durch kiri unter,
als auch durch kar2 über den
Kolben, und der grössere
Druck von oben presst den
Stempel D in die Form Bm für das Pressgut.

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Kl. 76. No. 32813. Spindel für Spinnmaschinen.
M. Chapon, Cours (Frankreich). Zur Aufwindung des
Garnes in Kötzerform auf die Spindel a erhält dieselbe ihre
Drehung durch die in Umdrehung versetzte Hülse c mittels

Feder und Nut, damit sich
die Spindel a nach Massgabe
der Bildung des Kötzers aus
dem sie umgeberiden Trichter
bheben kann. Der letztere

erhält ebenfalls selbständig
g g

Drehung und trägt die Hülse
m mit den Armen g und Augen
s; m nimmt durch Feder und
Nut an der Drehung von 6
teil, empfängt aber behufs
Fadenleitung zugleich durch
den auf- und abwärts beweg-
ten Schlitten v eine auf- und

niedersteigende Bewegung.
Das durch je eines der Augen

po des Trichters b sowie s der Hülse m geführte und sodann durch einen Schlitz des Trichters zur Spindel a geleitete Garn wird durch den Trichter gedreht und durch den Geschwindigkeitsunterschied von 5 und a auf letztere in Kötzerform aufgewunden.

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E

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Kl. 86. No. 32963, Schützenwechsel-Einrichtung für mehr als vierzellige Kasten. Sächsische Webstuhlfabrik, Chemnitz. Um bei der Schützenwechsel - Einrichtung mit mehr als vierzelligen Kasten arbeiten zu können, ist der winkelförmige Schützenkasten - Träger no durch dessen durch Hubkörper erfolgende Bewegung allein nur mit vierzelligen Kasten gearbeitet werden kann, auf einem zweiten Hebelm centrisch gelagert. Dieser letztere lässt sich ebenfalls durch Hubkörper in verschiedene Lagen einstellen, an denen der Trägern, der selbst auf verschiedene Stellungen direct eingestellt wird, alsdann teilnimmt.

ex

Litteratur.
Bei der Redaction eingegangene Bücher:

hof. Erste Lieferung. In 5 Lieferungen à 4 M. III. Band Sammlung von Zeichnungen für die Hütte. Jahr

von desselben Verfassers Theoretische Maschinenlehre. gang 1884. Berlin 1885. Selbstverlag der Zeichnungs-Com

Hamburg und Leipzig 1886, Leopold Voss. mission der Hütte, Charlottenburg bei Berlin, Königl. Techn.

Eisenbahn - Kalender für Oesterreich - Ungarn

1886. IX. Jahrgang. Herausgegeben von Dr. J. Nilius, Hochschule.

S. Weil und M. Westermayer. Wien, Comm.-Verlag bei Der Deutsche Berg bau. Ein Gesammtbild seiner

Moritz Perles. Entstehung, Entwickelung, volkswirtschaftlichen Bedeutung

Friedrich's Taschenbuch über einfache Theorie und und Zukunft, zusammengestellt von Hermann v. Festen

Praxis der Baumwollspinnerei und deren Betrieb. berg-Packisch. Berlin 1886, Walther & Apolant.

Von Th. Demuth und Ad. Just. Zweite, umgearbeitete Theorie der Kraftmaschinen. Von Dr. F. Gras- Auflage. Reichenberg 1885, A. Schöpfer.

des

Ingenieure

Zuschriften an die Redaction.
Torpedo-Kreuzer » Scout<

mit 17,5 Knoten angegebene Geschwindigkeit nicht als richtig an

gesehen werden, weil das Schiff in Wirklichkeit viel tiefer liegen Geehrte Redaction!

wird, und bei 13'6" mittlerem Tiefgange dürfte, wenn die MaschinenGegenüber dem Bericht in No. 46 d. Bl. über den englischen leistung von 3390 ind. Pfkr. beibehalten wird, die Geschwindigkeit Torpedo-Kreuzer »Scout« mit Angaben über die stattgehabte Probe- 16,75 Knoten nicht übersteigen. fahrt desselben sowie mit Bemerkungen über den Wert dieses Schiffes

Schiffe derselben Klasse unserer eigenen Marine von 13807 als Kriegsschiff bitte ich ergebenst um Aufnahme der nachstehenden

Deplacement haben mit nur 2550 Pfkr. während 6 Stunden eine
Aeusserungen.
Bei der grossen Bedeutung und Verbreitung der Zeitschrift,

durchschittliche Geschwindigkeit von 16,3 Knoten erzielt, während

bei der »Scout«-Probe nicht angegeben ist, ob die 17,5 Knoten eine sowie dem Interesse, welches heute die eigenen Marineangelegenheiten Durchschnitt- oder eine Maximal-Geschwindigkeit repräsentiren. für uns haben, sind Berichte wie der angezogene sehr erwünscht, und ist zu hoffen, dass nach dieser Richtung hin von massgebender

Ich bin der Meinung, dass die maschinentechnische Leistung Seite der Zeitschrift mehr Unterstützung entgegen gebracht und so

eine sehr gute ist, und dass mit den zur Verwendung gekommenen auch Gelegenheit geboten wird, über dergl. eine sachliche Discussion

Gewichten eine grosse Maschinenleistung erzielt worden ist. Dieses zu eröffnen und einen Vergleich zwischen unseren Schiffen und

letztere ist aber nicht der Verwendung von Stahlguss allein zuzuSchiffen der gleichen Klasse anderer Nationen anstellen zu können.

schreiben, sondern auch, und zum überwiegenden Teile, dadurch Es ist dieses umsomehr eine Notwendigkeit, als leider bei uns zu

erzielt, dass künstlich gesteigerter Zug angewandt worden ist. oft die eigenen Leistungen nach Zeitungsberichten anderer Nationen

Der in jenem Berichte angestellte Vergleich zwischen »Scout« bemessen werden, und ist der vorliegende Fall hierzu wieder eine

mit 1430t Deplacement und»Iris« mit 3500+ Deplacement ist in seiner besondere Illustration.

Art so eigentümlich, dass man nicht ohne weiteres darüber hinwegIn unserer Marine werden alle zur Bestimmung der Schiffsge

gehen kann und sich fragen muss, seit wann und mittels welcher

Grundwerte die taktische Brauchbarkeit eines Schiffes oder einer schwindigkeit nötigen Probefahrten mit ausgerüstetem Schiffe gemacht, d. h. es wird das Schiff auf den Tiefgang gebracht, der dieser Aus

Waffe in Mark oder Pfund Sterling ausgedrückt wird. Aber selbst rüstung entspricht, und wird die dann erzielte Geschwindigkeit als

dann, wenn man Schiff gegen Schiff hält und von der Kriegsbrauchdie massgebende Höchstgeschwindigkeit angesehen.

barkeit absieht, ist ein Vergleich nicht wohl möglich; man wird zuDie Probefahrten des »Scout« und diejenigen der in demselben

geben müssen, dass bei schwerem Wetter die »Iris« noch ruhig Berichte genannten »Iris« haben die dort angegebenen Höchstge

weiter dampfen kann, wenn der »Scout« schon längst beiliegen muss. schwindigkeiten nicht mit voller Ausrüstung erlangt.

Was nun die Gefährlichkeit des »Scout« in der Hand eines Nach dem officiellen Ausweis der Returns of the Board of

kühnen Officiers, selbst mit seinen 11 Torpedokanonen, einem schweren Admirality soll der »Scout«, wenn ausgerüstet, einen Tiefgang von

Panzerschiffe gegenüber anbetrifft, so ist dieselbe, wenn, was doch 12' 6" engl. vorn und 14' 6" engl. hinten, also im Mittel 13' 6" nicht vorausgesetzt werden darf, letztere nicht von einer Schlafmütze haben, und beträgt das Deplacement bei diesem Tiefgange 1430t engl.

commandirt wird, nicht so sehr gross, wenn man bedenkt, dass das Bei der am 23. September in Portsmouth abgehaltenen Probe

Panzerschiff auf 3000 bis 4000m den »Scout« beschiessen kann, fahrt betrug der Tiefgang vorn 10' 4", hinten 14' 0", also im Mittel während der »Scout« seine Torpedos, um mit einiger Sicherheit zu 12' 2" engl., oder 1' 4" engl. weniger als wenn ausgerüstet,

treffen, erst bei 200 bis 300m abschiessen kann. Berücksichtigt man und entspricht diesem Tiefgange ein Deplacement von nur etwa

hierbei noch, dass die Treffsicherheit der Geschütze um 100pCt. grösser 1230t engl. Die Steuerlästigkeit, wenn ausgerüstet, soll '2' 0" engl.

ist als diejenige der Torpedos, so sind die Chancen unmöglich auf betragen, während dieselbe auf der. Probefahrt am 23. September

Seiten des »Scout.« 3' 8" engl. betragen hat. Somit entsprachen die Verhältnisse bei

Hochachtungsvoll der Probe durchaus nicht der Wirklichkeit, es kann also auch die

Berlin, 24. November 1885.

C. Jüngermann.

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Vermischtes.
Elektrotechnische Versuchsstation München.

nyme Mitteilung, in welcher in gehässigster Weise die Leistungen Mit Beginn dieses Jahres ist in München Blumenstrasse

des deutschen Schiffbaues bemängelt und insbesondere die Amts. No. 36 ein Institut ins Leben getreten, dessen Gründung eine

entsetzung des bisherigen chinesischen Gesandten in Berlin, Hrn. Folge der durch die Münchener Elektricitätsausstellung gegebenen

Li Fong Pao, in einen Zusammenhang mit den neuerdings in Anregung war; es ist dies die aus einer Specialcommission des Deutschland gebauten und nach jenem Berichte durchaus nicht bedortigen polytechnischen Vereines zusammengesetzte, von bewährten

friedigend ausgefallenen chinesischen Panzerschiffen gebracht wurde, Fachmännern der Wissenschaft und Praxis geleitete elektrotechnische

welcher nicht allein die Tüchtigkeit der Lieferantin der Schiffe, Versuchsstation.

Maschinenbau-A.-G. »Vulcan« in Bredow bei Stettin, sondern auch Eine eingehende Beschreibung der gesammten Anlage findet

die Redlichkeit der bei der Ablieferung beteiligten Personen aufs sich in der Vierteljahresschrift des bayerischen Industrie- und Ge

schwerste verdächtigte. werbeblattes Jahrg. 1885 Seite 99, aus welcher wir entnehmen, dass

Einer ebenso gründlichen wie würdigen Abwehr dieser hämischen die Station mit den nöthigen dynamometrischen, photometrischen Angriffe in ihrem Abendblatte vom 1. December lässt die Norddeutsche und galvonometrischen Apparaten ausgerüstet ist, um die vom Allgemeine Zeitung in ihrer No. 566 (3. December 1835) nachstehenElektrotechniker häufig verlangten Prüfungen von Dynamos, elek- den Auszug aus einem Briefe folgen, welchen der Kommandant der trischen Messinstrumenten für Betriebszwecke, Bogen- und Glüh

vom »Vulcan« in Stettin erbauten chinesischen Panzerkorvette lampen, Accumulatoren usw. auszuführen.

» Chen Yuen«, Hr. Korvettenkapitän a. D. Meller, aus Taku, Wir machen hiermit namentlich die kleineren und jüngeren 13. October, nach Stettin gerichtet hat. Firmen auf elektrotechnischem Gebiete, die zahlreichen Erfinder,

»Am 3. October abends 7 Uhr ankerte die » Chen Yuena überhaupt das für einschlägige Fragen sich interessirende Publikum

»glücklich auf der Rhede von Taku, dem Ziele unserer auf dieses uneigennützige und unparteiische Auskunfts- und Be

»Reise.«
lehrungsorgan aufmerksam, welches, obschon mit Unterstützung durch
bayerische Staatsmittel ins Leben gerufen und zunächst zur Hebung

»Das Schiff hat sich ausgezeichnet als Seeschiff bewährt und Förderung der Landesindustrie bestimmt, seine Einrichtungen

»und alle thörichten und unsinnigen Aeusserungen der allen beteiligten Kreisen des deutschen Reiches zur Verfügung stellt.

»englischen Presse Lügen gestraft, besonders auch mit Den elektrotechnischen Grossindustriellen kann das Institut freilich

»Bezug auf seine Stabilität. Da es keinem Zweifel unternicht ein Laboratorium bieten, welches sie nicht eben so gut oder

»liegt, dass das Schiff auch in jeder Beziehung eine vornoch vollkommener in ihren eigenen Etablissements besässen; dagegen

»zügliche Kriegsmaschine ist, so dürfte den Chinesen zu können dieselben immer den Nutzen aus der Station ziehen, dass

»dessen Besitz zu gratuliren sein.« ihnen dieselbe stets Gelegenheit bietet, ihre neuesten Construktionen

»Mit Bezug auf das Verhalten der Schiffsmaschinen und Apparate dem Publikum vorzuführen.

» während der Dauer der ganzen Ausreise freut es mich, Die Beantwortung von Fragen soll an Behörden kostenlos und

»mitteilen zu können, dass dieselben in dieser ganzen Zeit an Private nur_bei notwendig werdenden eingehenderen Arbeiten

»nicht ein mal Ursache gaben, wirklich zu stoppen. Die unter mässiger Berechnung erfolgen.

»Montage ist derartig gut ausgeführt worden, dass auch Die Veröffentlichung von Versuchsresultaten soll nur mit Er

»nicht die geringsten Bemerkungen darüber zu machen sind.« laubnis und im vollständigem Einvernehmen mit dem Einsender von Versuchsobjekten stattfinden.

Wie wir bereits früher Veranlassung nahmen, zur Widerlegung der Wahrheitsentstellungen englischer Fachblätter mitzuwirken (Z. 1884

S. 412), so halten wir uns auch heute für verpflichtet, diesen hämischen Deutscher Schiff bau.

Angriffen der ausländischen Concurrenz entgegenzutreten, welche Kürzlich veröffentlichten englische Fachblätter, wie Iron, solche Mittel zur Bekämpfung eines tüchtig aufstrebenden NebenIronmonger u. a. m., eine mit »Vedette« unterzeichnete, also ano- buhlers verschmähen sollte.

Die Redaction.

Selbstverlag des Vereines.

Commissionsverlag und Expedition: Julius Springer in Berlin N.

A. W. Schade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin 8.

ZEITSCHRIFT DES VEREINES DEUTSCHER INGENIEURE .

Band XXIX.

Sonnabend, den 19. December 1886.

No. 51.

Angelegenheiten des Vereines. Da die Bestellung und Bezahlung des Jahrganges 1886 der Zeitschrift bei der Reichspost für sämmtliche Mitglieder des Vereines von hier aus (Geschäftsführung) geschieht, so werden die Mitglieder gebeten, etwa von ihren Postanstalten ihnen zugehende Aufforderungen zur Erneuerung des Abonnements unberücksichtigt zu lassen.

Th. Peters.

Zum Mitglieder-Verzeichnisso.

Aenderungen.

Aachener Bezirksverein. Ad. Zöppritz, Ingenieur, Mergelstetten.

Magdeburger Bezirksverein. Dr. H. Zerener, vereideter Sachverständiger für chemische Untersuchungen, Magdeburg.

Oberschlesischer Bezirksverein. P. Meuss, Bergassessor, Bochum.

Württembergischer Bezirksverein.
Friedr. Leonhardt, Salinenverwaltungs-Assistent, Clemenshall bei
Offenau.

Keinem Bezirksverein angehörend.
Louis A. Schmidt, Ingenieur und Gasfachmann, Leipzig.
Gustav Vollrath, Ingenieur, Altona.

Verstorben.
J. A. Libbertz, Maschineninspector, Hamburg
H. Tietz, Director, Braunschweig.

Gesammtzahl der ordentlichen Mitglieder: 5402.

Fig. 23.

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Das Eisenbahn-Maschinenwesen auf der Weltausstellung in Antwerpen (1885).

Von B. Salomon, Regierungs-Maschinenmeister in Aachen.

(Hierzu Tafel XXXVIII.)

(Schluss von Seite 975.) III. Signalwesen.

enden stehenden Signale und der Drehvorrichtung der Brücke Einrichtungen, welche das Signalwesen betreffen, sind auf

in solcher Weise abhängig von einander gemacht sind, dass der Ausstellung nur in ganz geringem Masse vertreten; über

es nicht möglich ist, die Signale zu ziehen, bevor die Brücke einige elektrische Apparate waren ausserdem keinerlei Mitteilungen zu erlangen.

1:20. Die Firma Saxby & Farmer in London zeigt an einem sauber hergestellten Apparate mit 7 Weichen- und Signalhebeln das von ihr seit etwa 10 bis 11 Jahren eingeführte System der gegenseitigen Weichen- und Signalverriegelung unter gleichzeitiger elektrischer Blockirung des Apparates. Die besondere Construction 1) der auch in Deutschland mehrfach angewandten Vorrichtungen dürfte bekannt sein, so dass von einer eingehenden Beschreibung derselben abgesehen werden kann; dieselben sind, ausser in England, u. a. ganz allgemein auf dem verwickelten Eisenbahnnetze der Belgischen Staatsbahnen in Anwendung.

In durchweg guter Ausführung hat die Direction der Gr. Belg. Centralbahn einen grossen Teil der von ihr für das Signalwesen und den Bahnsicherungsdienst eingeführten Apparate ausgestellt, von welchen die meisten in der Hauptwerkstätte zu Löwen gebaut sind. Einige derselben sollen näher besprochen werden.

Sehr einfach ist die in Fig. 23 in 1/20 w. zeichnete Stellvorrichtung für Distanzsignale, die seit etwa 3 Jahren von der genannten Verwaltung benutzt wird. An den Drahtzug des Signales ist eine Kette angeschlossen, welche durch eine weite kreisförmige in dem Hand- und Gewichthebel befindliche Oeffnung frei hindurchtritt und über eine Rolle geführt ein Spanngewicht von 57kg aufnimmt;

57 kg es kann demnach in der gezeichneten Stellung, welche der Haltstellung des Signales entspricht, der Draht sich gemäss den Temperaturänderungen frei ausdehnen oder zusammenziehen. Unterhalb der kreisförmigen Oeffnung hat der Handhebel einen Einschnitt, der ein Glied der. Zugkette in sich aufnehmen kann; da der Zapfen, um welchen die Drehung stattfindet, ausserhalb des senkrechten Hebels liegt, so wird der Einschnitt bei der Rechtsdrehung des Hebels gehoben, die Kette erfasst und ebenfalls nach rechts geführt, d. h. das Signal auf »freie Fahrt« gestellt.

Ein zweiter einfacher Apparat derselben Eisenbahn ist die ausgestellte Sicherheitsvorrichtung für die Eisenbahndrehbrücke über die Grosse Nethe bei Lierre. Die Sicherung des Betriebes ist dadurch bewirkt, dass die Bewegungen der Drahtzüge der vor beiden Brücken

in ihre richtige Lage gebracht und in derselben gesichert ist,

oder die Brücke zu drehen, wenn die Signale nicht auf »Halt« 1) S. u. a. Engineering v. 1. Mai 1885 S. 514: Signalwesen auf der gestellt sind; es ist ausserdem aber noch als erforderlich erErfindungsausstellung in London; mit Abb.

achtet worden, den Brückenwärter zu zwingen, erst nach Ab

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