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Band XXIX No. 46.

14. November 1885.

Patentbericht.

905

Zu erwähnen sind noch die ausgestellten schönen Proben der Schumann'schen Universal-Kunst-, Fräs- und Holzschnitzmaschine von Alb. Fischer in Leipzig (D. R.-P. No. 31214 und Zusatz No. 32 719). Die Arbeiten dieser Maschinen, in vierkantig profilirten Gegenständen, als: Sternen, Vielecken, Leisten, Consolen u. dergl. bestehend, sollen durch ihre billige Herstellung dazu beitragen, der deutschen Renaissance in der Kunsttischlerei festen Grund und Boden zu verschaffen.

Versammlung am 9. April 1885. Anwesend 25 Mitglieder und 1 Gast.

Hr. Weigelin macht Mitteilung über die Ausführung von Betonschornsteinen, welche er jedoch erst später nach weiter noch anzustellenden Untersuchungen ausführlich veröffentlichen will.

Seine unter D. R.-P. No. 26 898 geschützte Koilnutenstossmaschine führt Hr. Weitmann in Arbeit vor und erläutert die verschiedenen Verwendungsarten. Die Maschine ist in der 2. 1885 S. 413 ausführlich beschrieben und abgebildet.

Hr. Daimler zeigt einen elektrischen Gasanzünder von Clarke in Salford (D. R.-P. 32458 und 32819). Bei demselben wird statische Elektricität durch schnelle Drehung eines nichtleitenden Hartgummicylinders innerhalb einer gleichfalls nichtleitenden Hartgummiröhre erzeugt und durch metallische federnde, von der Centrifugalkraft angedrückte Contactstücke gesammelt und dem mit einem Condensator versehenen Zündrohre zugeführt. Der hierzu benutzte Bewegungsmechanismus, welcher eine anhaltende rasche Drehung des Cylinders bei mehrmaligem Druck auf einen Knopf ermöglicht, be

steht aus einem gezahnten Rahmen in Verbindung mit einem Getriebe und Sperrrädchen. Am unteren Ende des Apparates ist eine Kammer zur Aufnahme hygroskopischer Körper behufs Trockenhaltens der im Apparat eingeschlossenen Luft.

Zur Vorberatung der auf der Hauptversammlung zu behandelnden Anträge wird ein 5 gliedriger Ausschuss (Herren Arnold, Bach, Kuhn, Teichmann und Zeman) gewählt.

Ausflug am 27. April 1885 nach Owen a/Teck, woran sich 22 Mitglieder mit Familien und einige Gäste insgesammt 43 Personen) beteiligten.

Die Fabrik blanker Schrauben (Genau-Zieherei) von Gutekunst & Köstlin in Owen u/Teck ist mit dankenswertem Entgegenkommen der Besitzer trotz des Sonntages in Gang gesetzt worden, um die interessante Fabrikation deutlicher zu veranschaulichen. Nach dem gemeinschaftlichen Mittagessen wurde ein Spaziergang auf die Teck ausgeführt, woselbst die Ruine sowohl als der herrliche Ausblick ins Land für die Mühe des Aufstieges reichen Lohn gewährte.

Versammlung am 7. Mai 1885. Anwesend 15 Mitglieder. Beratung und Beschlussfassung über die zur Vorstandsrat- bezw. Hauptversammlung vorzubehandelnden Anträge, über welche Hr. Zeman namens des gewählten Ausschusses berichtet, und die durch die Hauptversammlung in Stettin inzwischen erledigt wurden.

Die für 4. Juni in Stuttgart sowie die für den 26. Juli in Schussenried angesetzte Versammlung musste, eingetretener Hindernisse halber, abgesagt werden.

1

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Patentbericht. Kl. 5. No. 32761. Zusatz zu No. 28915 (Z. 1884 S. 918).

Kl. 13. No. 32839. Neuerung an Dampfwasser-AbEiserner Ausbau für unter Wasser stehende Schächte. leitern. M. Wittig, Düssel

J. Chaudron, Brüssel. In der dorf. Behufs selbstthätiger Ent-
Patentschrift sind 7 Ausführungs- leerung des Topfes während der
formen der durch das Hauptpatent Betriebspausen ist im tiefsten
geschützten Einrichtung erläutert. Punkt ein dem Luftventil ähn-
Eine derselben zeigt die Skizze. liches Ventilr angebracht, welches
Es bedeutet: a den Cüvelage-

durch eine Feder offen gehalten
cylinder von der Höhe der abzu- wird, so lange kein Druck im
schliessenden Schicht, g die Moos- Topfe vorhanden ist. Der Schwim-
büchse, b den Boden des Cylin- mer wird zur Verminderung der Reibung durch Hebel eet parallel
ders, o dessen Deckel. d ist das geführt.
Gleichgewichtsrohr, um zu ver-
meiden, dass unter b ein grösserer

Kl. 14. No. 32709 (4. Zusatz zu No. 12934). Neuerung Druck entsteht, als der Höhe der

an Dampferzeugern. C. F. Elze, Alsleben a/S. Um den

unter No. 31078 (s. Z. 1885 S. 458) patentirten Dampferzeuger im Schachte stehenden Wassersäule entspricht.

für Warmwasserheizungen verwenden zu können, sind die

e ist das Rohr
id
zum Einfüllen von Wasser in den

a. a. 0. dargestellten Ringkanäle o und 01, welche die senkCylinder a behufs Belastung

rechten Kanäle i oben und unten verbinden, durch Querwände desselben. Beide Röhren werden

in Kammern geteilt, derart, dass jeder Kanal i oben nur mit mit dem Sinken des Cylinders

dem vorhergehenden und unten nur mit dem folgenden Kanal i nach oben verlängert, so dass sie

oder umgekehrt durch o bezw. 01 in Verbindung steht und immer über den Wasserspiegel

ein einziger auf- und absteigender Kanal gebildet wird. hinausragen. Die übrigen Aus

Kl. 38. No. 32720. Selbstthätige Schutzvorrichtung führungsformen beziehen sich auf

an Kreissägen. G. Schrader, Ehrenfeld. Um die Achse a die besondere Anordnung der im gekröpften Ständer s schwingt das am gekröpften Arm b Röhren ed, auf den Fortfall befestigte Vorderschutzblech c und wird von der bei m und o von e und auf den Ersatz des stellbar mit s verschraubten Oberschutzschiene k in der Sägedurch e in den Cylinder einge- blattebene geführt. Beim Empordrücken von c durch das vorlassenen Wassers durch Gewichte, auf den Ersatz von d durch ein

在 h selbstthätiges Ventil, auf den

Fortfall von d und e, wenn keine Moosbüchse vorhanden ist, und auf die Aufhängung des Cy

k linders a.

Kl. 10. No. 32841. Neuerungen an verticalen Kokaöfen. Lothringer Eisenwerke, Ars a/Mosel. Am Boden

l der die Verkokungskammern umgebenden Feuerzüge sind durchlochte Hohlsteine angeordnet, in welche die von Teer und Ammoniak gereinigten Gase geleitet werden, um beim Austritte mit der durch seitliche Kanäle zutretenden atmosphärischen Luft zu verbrennen. Die die Gase in die Hohlsteine leitenden eisernen Röhren sind für jeden einzelnen Ofen leicht auswechselbar.

geschobene Werkstück hebt das Querblech d gleichzeitig das Kl. 10. No. 32960. Herstellung leicht verbrennlicher auf Bolzen h und į an k verschiebbare durchbrochene SeitenKohle. A. Suckow, Breslau. Fein gepulverter Grude-Koks schutzblech g. Ein an k verstellbares Hinterblech i hält die wird mit 5 bis 7 pCt. salpetersaurem Natron und 5 pct. eines Schnittfuge offen. Um m pendelnde Spitzen n werden vom Klebestoffes verrührt, in beliebige Formen gebracht und ge- Werkstück nach links gedrückt und hindern das Zurückfliegen trocknet.

abgeschnittener Teile.

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deutscher Ingenieure.

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Um für Leitungen dicker und unreiner Flüssigkeiten einen Durchlass- und Abschlusshahn mit weiten Durchlässen herzustellen, welcher behufs Reinigung mit reinem Wasser gespült werden kann, giebt man dem aus zwei hohlen Halbkugeln A A zu- N

I sammengesetzten Gehäuse drei Stutzen

a BCD und der um Zapfen I darin drehbaren Hohlkugel G drei entspre

B chende Oeffnungen HHH. B ist Zufluss-, C Abflussstutzen, während D an eine Wasserpumpe angeschlossen ist. Bringt man durch das Schneckengetriebe N die Oeffnung H1 mit B, # mit C zur Deckung, so dass D geschlossen ist, so ist der Durchlass hergestellt. Liegt H auf D, H? auf C, so dass B geschlossen ist, so kann frisches Wasser durch den Hahn getrieben werden. In der gezeichneten Stellung kann man die dicke Flüssigkeit mit Wasser verdünnen.

KI. 47. No. 32679. Schraubensicherung. Patent Nut and Bolt Company Lim., Birmingham (England). Der Bolzen hat. von a bis 6

ů unveränderlichen, von 6 bisc wachsenden Durchmesser. Die Mutter ist auf der unteren Seite mit Schlitzen s versehen;

OA auch können zur Vermehrung der Federung die Ecken Einschnitte o oder ähnliche Schwächun

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Excenter e angebracht, dessen seitliche Backen dem Hebel Führung geben. Durch den einstellbaren Fühler f wird der Zeiger der Durchbiegungsskala s bewegt. Die Gewichtsskala giebt die Bruchbelastung pro Querschnittseinheit unmittelbar an, indem vorausgesetzt wird, dass ein dem passend gewählten Masse für 1 des Versuchsstückes entsprechender Wert von W genommen werde.

Kl. 46. No. 32712. Antriebsvorrichtung für kleine Arbeitsmaschinen. F. Stromeyer, New-York. Von dem

senkrecht gefübrten Stiel F

des Sitzes F geht ein Riemen über Rollen d2 di d Riemenrolle der Triebachse

und setzt durch ein mehrfaches Rädervorgelege das Schnur- und Schwungrad 31 in Bewegung. Erhebt sich die sitzende Person auf dem Tritt H, so wird F gehoben und der Riemen durch eine

auf s angebrachte Schraudi benfeder wieder auf die Riemenrolle

ge

wickelt, wobei das Schaltrad sa unter der Schaltklinke fortgleitet.

Kl. 46. No. 32852. Sicherheitsvorrichtung an Göpeln. H. Lanz, Mannheim. Um bei übergrossem Widerstand oder bei plötzlichem Anziehen der Zugtiere das Brechen einzelner

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zur

gen erhalten.

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Kl. 47. No. 32744. Treibriemen. M. Margulies, Budapest. Rechteckige Lederstücke a a? a... werden teils nach der Länge, teils nach der Breite der Haut, ausserdem wohl noch aus schiedenen Ledergattungen, geschnitten, dann beiderseits von der Mitte aus nach entgegengesetzten Enden abgeschärft und in solcher Reihenfolge mit den schrägen Flächen an einander gekittet, dass die Dehnungsrichtung jedes Stückes von der des nächsten verschieden ist, wodurch ein starker und nahezu undehnbarer Riemen entstehen soll.

Kl. 49. No. 32803. Stempelhalter. R. W agner, Chemnitz. Damit der aus gehärtetem Rund- und Façonstahle gebildete Oberstempel c nur auf Zerdrücken, nicht auf Zerknicken, beansprucht werde, ist die Patrone b zur Aufnahme des starken, stählernen Druckbolzens d weiter ausgebohrt; in dieselbe wird zuerst der Stempel und dann der Bolzen d von oben eingebracht. Hierauf wird die Patrone durch eine seitliche Aussparung in den Presskopf a eingesetzt und die Aussparung durch einen Blocke ausgefüllt, welcher durch eine leicht abnehmbare Platte p in a festgehalten wird.

Kl. 50. No. 32758. Doppelriemenspannrolle für Walzenstühle. Andreas Mechwart, Budapest. Von den 4 Walzen erhalten w und w" directen Antrieb mittels der Riemen r und n'. Die Riemen laufen hierbei über Leitrollenpaare ll' bezw. l" ?!". Jedes Leitrollenpaar ll' bezw. l" ?'" ist nun in einem Stellstück gelagert, das entweder ein Support oder, wie in der Zeichnung, ein um einen festen Punkt (i) drehbarer Hebel (h) sein kann.

Kl. 76. No. 32872. Ausrückevorrichtung für Spulund Zwirnmaschinen. Gebr. Franke, Chemnitz. Die

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Band XXIX. No. 46,

14. November 1885.

Litteratur.

907

:

Ausrückevorrichtung bewirkt, sobald ein Fadenbruch eintritt, bei Duplirspulmaschinen die Abhebung der Spule von der sie treibenden Spulenscheibe mittels einer Platte, welche zwischen beide tritt, bei Kötzerspulmaschinen die Abhebung der Spindel von dem dieselbe treibenden Teile bezw. auch die Ausrückung der Fadenleitung und bei Zwirnmaschinen die Abhebung sowohl der Oberwalze von der Unterwalze für die Garnzuführung, als auch die Abhebung der Spindel von dem für den Antrieb derselben verwendeten Teile. Die Ausrückung wird in allen diesen Fällen durch die Bewegung eines mit einer Nase versehenen Winkelhebels vermittelt, welcher infolge des durch Fadenbruch herbeigeführten Herabsinkeos

aus

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in vielen Gestaltungen erläuterten Neuerungen bei dem Klemmapparate selbstthätige Fanghebel zur Anwendung, die sattelartig auf dem Seile sitzen und durch den Druck der Last mittels eines Kniehebel-Mechanismus von beiden Seiten gegen das Seil gepresst werden. Es ist dabei die Einrichtung getroffen, dass bei einer Richtungsänderung des Verticaldruckes der Last zur Seillinie, d. h. bei beginnendem Ansteigen oder Fallen der Bahn, die Fanghebel mit einer zusätzlichen Kraft an das Zugseil gepresst werden.

Kl. 50. No.32749. Sortirapparat. Nagel & Kaemp, Hamburg. Der zur Sortirung dienende Apparat besteht

einem Rohre mit einer oder mehreren Windungen, dessen Wandung auf der vom Centrum der Windung abstehenden Seite durchlöchert und mit Absetzkammern verbunden ist. Auf diese Weise können die zum pneumatischen Heben von Getreide oder Mehl dienenden Röhren gleichzeitig zur Sortirung des gehobenen Gutes verwendet werden.

Kl. 76. No. 32877. Fadentrenner für Spinn- und Zwirnmaschinen. J. Gros und: A. Klein, Sennheim. Um bei einem Zusammenspinnen von Fäden infolge Fadenbruches diesen zusammengesponnenen Faden abzuschneiden, sind über und unter dem Fadenleiter b die Messerbleche a angebracht. Die letzteren besitzen eine Oeffnung o für den Durchlass des Fadens sowie zwei seitliche Schlitze 2, die mit den Messerschneiden s versehen sind. Bei einem Zusammenspinnen der Fäden vor dem Durchtritte durch den Fadenführer wird der Faden in einen der Schlitze, z des oberen Messerbleches gezogen und von der Messerschneide s abgeschnitten; findet ein Zusammenspinnen nach dem Durchtritte durch den Fadenführer statt, so gelangt der Faden in einen Schlitz des unteren Messerbleches, so dass er von der Messerschneide abgeschnitten wird.

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eines Fadenwächters diese Bewegung ausführt. Die Figur stellt die Anwendung der Vorrichtung an einer Duplirspulmaschine dar. Bricht ein Faden, so fällt der sonst durch den Faden hochgehaltene Fadenwächter e, dessen Grenzlagen mittels einer Kröpfung des Schaftes bestimmt sind, herab, so dass die sich drehende Daumenscheibe f gegen das untere Ende des Fadenwächters antrifft und diesen nebst den die Fadenwächter enthaltenen Rahmen g eine Schwingung vollführen lässt, durch welche die Nase c des Winkelhebels h aus dem Einschnitt a des Rahmens g heraustritt und in den Einschnitt b einfällt. Diese Bewegung des Winkelhebels wird hier, wie angegeben, benutzt, um mittels des kürzeren Schenkels die Platte d zwischen Spule è und treibende Spulenscheibe k zu schieben.

Kl. 81. No. 32865. Neuerungen an Seilbahnen. Roe und Bedlington, Bilbao (Spanien). Um bei Seilbahnen für starkes Gefälle, Curven und grosse Spannweiten das Rutschen der Klemmapparate auf dem Zugseil und somit ein Versagen der Bahn zu verhüten, kommen bei diesen

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Litteratur.

Aufgaben zur Theorie elastischer Körper. Von Dr. Jacob J. Weyrauch, Leipzig 1885, B. G. Teubner. Diese Sammlung ist als eine Ergänzung der auf Seite 18 dieses Bandes d. Zeitschr. besprochenen Theorie elastischer Körper« des Verfassers zu betrachten; auch ist bei jeder Aufgabe angegeben, nach welchen Paragraphen jenes grundlegenden Werkes ihre Einschaltung gedacht war. Dabei sollen die Aufgaben zu weiterer Klarstellung der Grundbeziehungen wirklicher Körper dienen, praktische Anwendungen derselben zeigen und Anknüpfungspunkte für speciellere Entwicklungen bieten. Sie betreffen hauptsächlich solche Fälle der Elasticitätslehre, welche für das Bauingenieurwesen von Interesse sind, einfache Körper, Ketten und Stabsysteme bei verschiedenen Belastungsarten und mit Rücksicht auf Temperatureinflüsse, aber auch eingehende Untersuchungen zur Theorie der Schwingungen, sowie Anwendungen auf die Bewegung reibender Flüssigkeiten, auf Erd- und Wasserdruck, auf das Gleichgewicht der Atmosphäre und auf die barometrische Höhenmessung, auch auf wärmetheoretische Gesetze und Probleme. den wissenschaftlichen Charakter des Buches betrifft, so gilt im wesentlichen das über das Hauptwerk a. a. 0. gesagte. Sein Umfang (348 S.) ist noch grösser als der des letzteren, und wenn auch der Verfasser bemerkt, dass er noch nicht alles von ihm gewollte schon erreicht habe, und dass er nur möglichst bald etwas habe liefern wollen, so verdient doch die Fülle des gebotenen sowie die strenge Wissenschaftlichkeit und Gründlichkeit seiner Behandlung die grösste Anerkennung.

F. G.

Der Ausbau der Eisenbahnbrücke über die Save bei Brod 1882 bis 1884. Im Auftrage des k. k. Reichs-KriegsMinisteriums beschrieben von Moriz Bock, k. k. Hauptmann im Geniestabe. Sonderabdruck aus den » Mitteilungen über Gegenstände des Artillerie- und Genie-Wesens«. Wien 1885. Druck und Commissionsverlag von R. von Waldheim. 72 S. Text, 7 Tafeln, 1 Lichtdruck.

Eingehende und zuverlässige Beschreibungen bemerkenswerter baulicher Ausführungen werden immer mit Dank entgegengenommen werden und Leser finden, welche willkommenen Aufschluss über manche Einzelheiten aus ihnen schöpfen. In höherem Masse muss beides eintreffen, wenn es sich, wie im vorliegenden Fall, um besonders schwierige und eigentümliche Herstellungen handelt, und wenn einer der Bauleiter, also eine mit dem betreffenden Baue völlig vertraute Persönlichkeit, die Schilderung übernimmt.

Der Ausbau der 1878 bis 1879 in grösster Eile errichteten Broder Brücke umfasste im wesentlichen die Aufmauerung steinerner Pfeiler zwischen den bestehenden hölzernen Jochen, die Hebung von 5 Eisenfachwerken von je 80m. Stützweite um 1,6m, den Ersatz der hölzernen Inundationsbrücken durch Eisenfachwerke, den Umbau der Anschlussrampen, die Veränderung des schadhaften Brückenoberbaues und den Abbruch der alten Joche, welche Arbeiten die Unternehmung Gebr. Klein, A. Schmoll und E. Gärtner fast ohne Unterbrechung des Eisenbahnverkehres zu Ende führte. Jeder der 4 Strompfeiler wurde pneumatisch gegründet, desgleichen einer der beiden Landpfeiler, bei welchem man zunächst mit dem Aushub einer Baugrube zwischen Spundwänden begonnen

:

Was

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deutscher Ingenieure.

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wassern.

hatte. Die Caissons besassen eiserne Decken und Einsteig-
schächte. Die Luftschleusen waren nach dem Patente der
Unternehmung gebaut und entsprachen, wie aus den etwas
undeutlichen Skizzen und der Beschreibung hervorzugehen
scheint, ziemlich genau der Veröffentlichung in der Zeitschrift
1871, Sp. 631 u. f. und Taf. XXI, XXII, auf welche ein Hin-
weis zur Vervollständigung der Beschreibung wünschenswert
gewesen wäre. Uebrigens wirft der Verfasser den Luft-
schleusen vor, dass die Kammern, in welche ein Auswerfer
das vom Becherwerk emporgeförderte Baggergut schüttet, in-
folge ihrer umständlichen Verschlussweise zu gross und schwer
ausfallen. Die Hebung der Strombrücken bewerkstelligte die
Unternehmung mittels hydraulischer auf die Steinpfeiler ge-
stellter Pressen von 178mm Hub und die Abstützung während
der Aufmauerung der Steinpfeiler durch Klötze, welche auf
die Holzjoche gelegt wurden. Zur Hebung der Inundations-
brücken dienten Schraubenwinden, welche auf Gerüsten ruhten.
Auffallend war der schlechte Zustand des Holzwerkes der
ausgewechselten Inundationsbrücken, der Joche und der aus
doppeltem Bohlenbelag bestehenden, zu beiden Seiten des
Schienenstranges liegenden Fahrbahnen, bei welchen die unte-
ren Bohlen den Wasserabfluss gehindert und die Fäulnis des
oberen Belages beschleunigt hatten. Der ausführlichen Be-
handlung der erwähnten Arbeiten fügt schliesslich der Ver-
fasser noch die statische Berechnung der eisernen Inundations-
brücken und Einzelheiten letzterer sowie der Strombrücken-
lager bei. Seine Schrift soll aus den eingangs erwähnten
Gründen bestens empfohlen werden. Forchheimer.

einem Anhang über die Vervollkommnung der Heiz- und Lüftungsanlagen von E. Haesecke. Berlin 1886, Ernst & Korn.

Das Warmlaufen der Maschinenlager. Von Josef Grossmand.

Wien, Verlag von R. v. Waldheim. Preis 0,70 M.

Ueber die Principien und die Grenzen der Reinigung von fauligen und fäulnis fähigen Schmutz

Von Dr. J. König. Berlin 1885, Jul. Springer: Preis 1,40 M.

Handbuch der elektrischen Telegraphie. Herausgegeben von Prof. Dr. K. E. Zetzsche. Dritter Band: Die elektrische Telegraphie im engeren Sinne. Erste Hälfte, Vierte Lieferung. Die Telegraphenapparate, bearbeitet von Dr. E. Zetzsche. Berlin 1885, Julius Springer. Preis 3,80 M.

Grundriss der Differential- und Integral-Rechnung. II. Teil: Integral-Rechnung. Von M. Stegemann. Vierte vollständig umgearbeitete Auflage. Hannover 1886, Helwing'sche Verlagsbuchhandlung. Preis 7,00 M.

Das Wesen des Geldes und die Währungsfrage. Von W. Launhardt. Leipzig 1885, Wilhelm Engelmann.

Kinetische Analyse der Actionsturbinen mit freiem Strahle. Von G. Zahikjanz. (Separatabdruck aus: » Civil-Ingenieur« XXXI. Bd., 6. Heft.) Leipzig 1885, A. Th. Engelhardt.

Der Constructeur. Von F. Reuleaux. Vierte umgearbeitete und erweiterte Auflage. Dritte Lieferung. Braunschweig 1885, F. Vieweg & Sohn.

Bei der Redaction eingegangene Bücher:
Die rationelle Heizung und Lüftung. Preis-
gekrönte Schrift von Ed. Deny. Deutsche Ausgabe mit

Zuschriften an die Redaction.
Aufsatzvorrichtungen für Fördergestelle.

dürfte es doch öfter vorkommen, dass die oben erwähnte SeilGeehrte Redaction!

differenz nur wenig kleiner, gleich oder grösser ist als das Stück, No. 34 unserer Zeitschrift enthält einen Aufsatz von Hrn.

welches sie unschädlich machen. In solchen Fällen müssen die H. Och wadt über seine neueste Falle, in welchem unter anderem

Seile doch immer gespannt sein oder die Seildifferenzen durch Beidie sogenannte Riegelfalle als für Menschenfahrung gefährlich hin

lagen auf den Trommeln ausgeglichen werden, denn sonst fallen die gestellt wird. Es kann unter »Riegelfalle« nur meine Construction

Schalen beim Ausrücken stets ins Seil. Der Vorteil, welchen Hr. gemeint sein, da Hr. Ochwadt in No. 22 und 25 gleiche A eusse

Ochwadt seiner Construction nachrühmt, ist hiernach nicht so

wesentlich.
rungen über dieselbe machte und meines Wissens noch keine zweite
ähnliche existirt. Ich bitte Sie, zur Klärung der Sache in der näch-

Bei der Och wadt'schen Falle kann nun ausserdem noch die sten Nummer nachstehendes bringen zu wollen.

Schale in die Falle selbst fallen, wenn nämlich die Kolbenliderung Das Ausgleichen von Seildifferenzen, welche durch Ungleichheit

undicht wird oder der Cylinder durch Unreinigkeiten auf dem Kola der Seilkorbdurchmesser oder Seilstärken entstehen, geschah bisher

ben bängen bleibt und nicht bis zur tiefsten Stellung zurückgeht, entweder durch Erhöhung der einen Seite des Füllortes oder der

oder wenn toter Gang in der Kette und den Zugstangen usw. vor

handen ist. Hängebank bei kleinen Differenzen, oder durch Einlagen in die

Toter Gang wird sich einstellen, sobald man geRillen der entsprechenden Seilkörbe bei grösseren. Durch diese

zwungen ist, um das Einfrieren des Oeles im Cylinder zu vermeiden, einfachen Vorkehrungen lässt sich jede Differenz leicht und sicher

denselben 10 und mehr Meter von den Caps entfernt in den Schacht beseitigen; es liegt mithin kein Grund vor, die Anwendung meiner

oder seitwärts in einen erweiterten Raum zu setzen, denn auch das Caps bei Menschenfahrung als gefährlich hinzustellen. Ich möchte

von Hrn. Ochwadt genannte Vaselineöl wird bei 250 C. dick fast behaupten, dass meine Construction viel sicherer ist als jede

und zu vorliegendem Zweck unbrauchbar. andere, welche viel Hängeseil unschädlich macht. Dieselbe kann

Die so sehr hervorgehobene selbstthätige Schliessung der Ochnur 40 bis 50mm Hängeseil vertragen so tief senken die Aufsatz

wadt'schen Falle bringt leider eine sehr starke Abnutzung der knaggen die Schalen, und zwar nicht plötzlich, sondern allmählich, be- Aufsatzknaggen und der Schalen mit sich, und es lässt sich darüber

Streiten
vor sie dieselben . verlassen; die Seile müssen also stets gespannt
sein, und ist somit ein Insseilfallen der Schalen ausgeschlossen.

wirkt. Der Anschläger kann das Einrücken sehr gut besorgen, da Damit das Spannen der Seile nicht vernachlässigt werde, habe ich

er doch nicht mehr machen kann, als die Caps bedienen und die meine Aufsatzvorrichtungen soconstruirt, dass das Ausrücken bei

Wagen auf den Schalen arretiren. voller Belastung schwer geht. Dies tritt ein, sobald sich die Schalen Auf die Aeusserungen des Hrn. Ochwadt in No. 22 und 25 mehr als 70 bis 80mm senken, denn dann sind die Seile beim Auf

Ihres Blattes gehe ich nicht weiter ein; sie sind hierdurch erledigt, sitzen der Schalen nicht mehr in Spannung. Durch diesen Um

und wird ja die Praxis zeigen, wie sich seine Construction be

währt.
stand kommt der Anschläger von selbst darauf, die Seile kürzen zu
lassen.

Hochachtungsvoll
Bei den Aufsatzvorrichtungen, welche viel Hängeseil zulassen,

Zabrze, den 31. October 1885.

Adolf Stauss.

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Vermischtes.
Stapelläufe und Probefahrten.

giere, Messe, Pantry, Bad usw., sowie Vorratsraum und Segelkammer. Am 13. Oktober d. J. lief auf der Gaardener Werft der Schiffs- Ein zweiter Niedergang zu den Kajüten und der Eingang zu den und Maschinenbau-A.-G. Germania das Segelschiff » Möve« von Vorratsräumen befinden sich auf dem hinteren Poopdecke. Zum Stapel; dasselbe ist nach den Vorschriften der höchsten Classe des Schutze des Ankerspills (Clarke Chapmann's Patent Windlass) Bureau Veritas erbaut, hat eine Länge von 226' (68,9m), Breite 34' 9" ist vorn am Schiff eine gm lange Back eingebaut, unter welcher (10,6m), Tragfähigkeit von 1700t, wird als Barkschiff getakelt mit sich ausser dem Ankerspill die Räume für Oeltanks, Lampen, Farbe, 3 eisernen Untermasten, Bugspriet, Unterraaen, Unter- und Ober- W. C. für die Mannschaft und Decksvorräte befinden. Hinter dem marsraaen, und ist mit allen neueren praktischen Verbesserungen Fockmaste befindet sich das Roof mit den grossen geräumigen Mannund Einrichtungen versehen.

schaftsräumen für 16 Mann, Kammer für den Koch, ZimmermannsAm Hinterteile des Schiffes befindet sich eine 11,9m lange volle kammer und Werkstatt, einer Reservekammer und der Combüse. Poop und vor derselben ein 4,6 m langes Quarterdeck; auf letzterem Das Schiff erhält auf der Back und der Poop je 1 Gangspill und ist ein Pavillon, der gleichzeitig als Kartenhaus und Niedergang zu 1 Hastie's Patent Schrauben-Steuerapparat, welcher auf dem Poopden Kajüten dient, und die hintere Ladeluke placirt. In der Poop deck aufgestellt wird. Ausgerüstet wird die »Möve« mit 4 Booten: befinden sich der Salon, die Kammern für Kapitän, Officiere, Passa- einem Grossboot, einer Schaluppe, einer Gig und einer Jolle.

Selbstverlag des Vereines.

Commissionsverlag und Expedition: Julius Springer in Berlin N.

A. W. Schade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin 8.

ZEITSCHRIFT DES VERHINES DEUTSCHER INGENIEURE .

Band XXIX.

Sonnabend, den 21. November 1886.

No. 47.

Angelegenheiten des Vereines.
Durch Beschluss der 26. Hauptversammlung ermächtigt, die Beiträge für das nächste Jahr bereits im
November d. J. durch Postauftrag zu erheben, benachrichtige ich die verehrlichen Mitglieder davon, dass diese
Erhebung in der letzten Woche dieses Monats stattfinden wird, und bitte diejenigen, welche die daraus erwachsen-
den Portokosten ersparen wollen, ihren Beitrag (Mark 15) bis zum 20. d. M. an Hrn. Julius Springer, Berlin N.,
Monbijouplatz 3 gefl. einzusenden.

Th. Peters.

Zum Mitglieder-Verzeichnisse.

Aonderungen.

Bayerischer Bezirksverein.
Georg Krauschitz, Ingenieur bei Vogel & Co., Neusellerhausen
bei Leipzig

Hamburger Bezirksverein.
F. Giesecke, Maschinenmeister der Hamburger Strassenbahn,
Wandsbeck.

Hannoverscher Bezirksverein.
Hugo Genz, Ingenieur, Dessau.
L. Štrobel, Ingenieur, Dresden, Güterbahnhofstr. 29.

Magdeburger Bezirksverein.
L. Lüdke, Ingenieur, Berlin W., Alvenslebenstr. 6.

Siegener Bezirksverein.
C. Mischke, Ingenieur, Weilburg.
Ed. Pohl, Ingenieur, Betzdorf.

Schleswig-holsteinischer Bezirksverein.
Friedrich Gilli, Ingenieur, Berlin N.W., Dorotheenstr. 34.
Gräber, kaiserl. Marine-Schiff bauingenieur, Elbing.

Keinem Bezirksverein angehörend.
Rob. Banfield, Ingenieur, E. C. 32 Walbrook, London.
Gustav Pickhardt, mechan. Drahtwarenfabrik, Bonn a/Rh.
Fr. Sorkau, Civilingenieur, Hannover.
Otto Zippel, Ingenieur der A.-G. Germania, Tegel.

Gesammtzahl der ordentlichen Mitglieder: 5405.

Das Eisenbahn-Maschinenwesen auf der Weltausstellung in Antwerpen (1885).

Von B. Salomon, Regierungs-Maschinenmeister in Aachen.

(Hierzu Tafel XXXII und XXXIII.)

(Fortsetzung von Seite 875.) 7. Schnell - Tenderlocomotive II. Ranges, gebaut die n förmigen Achsbüchsen 2 teilig und mit vorderen Stellund ausgestellt von der Société anonyme St. Leonard keilen versehen. Durch Anziehen der letzteren werden demin Lüttich.

nach nicht nur die beiden Hälften der Achsbüchsen (deren

eine mit einem Zapfen in die andere eingreift), sondern durch Gleichsam den Gegensatz zu der zuletzt besprochenen

diese auch die seitlichen Teile der Lagerschalen einander Locomotive bildet diese für die schmalspurige Bahn von Antwerpen (linkes Scheldeufer) nach Gent bestimmte Loco

genähert und die durch Verschleils entstandenen Spielräume

der Zapfen in den Lagern beseitigt. Von den Patentinhabern motive. Die bekannte vor etwa 40 Jahren gebaute Strecke

sind auch Lager dieser Construction ausgestellt, die beiderhat eine Spurweite von 1150mm von Mitte bis Mitte Schiene

seitigen Keilanzug haben und es ermöglichen, den Mittelpunkt (1100mm lichte Weite) und bedarf als Flachlandbahn nur

einer Achse an derselben Stelle zu erhalten, während bei leichter Locomotiven zur Beförderung ihrer wenig belasteten

einseitigem Keilanzage naturgemäss eine Verschiebung der Züge; die Bahn hat übrigens seit der directen Verbindung von Gent über Termonde mit den übrigen in Antwerpen ein

ganzen Achse eintritt und eine Längenänderung der Treibmündenden Hauptbahnen ihre Bedeutung fast ganz verloren

stangen nötig wird.

Die 22mm starken, 1376mm von einander entfernten Rahmen und dient hauptsächlich dem Localpersonenverkehr. Ihre

sind in leichter aber genügender Weise versteift, und zwar Schnellzüge werden mit einer mittleren Geschwindigkeit von

vorn und hinten durch 2 eiserne Bufferbohlen von 10mm Stärke, etwa 40km befördert.

zwischen den Cylindern (unter der Rauchkammer) durch 2 In Fig. 1 und 2 auf Tafel XXXIII (s. No. 45 d. Bl.) sind senkrechte 552mm von einander entfernte Blechwände von eine Längen- und eine Seitenansicht der Locomotive gegeben, 10 x 8mm Dicke und hinter der Laufachse in gleicher Weise welche einen Teil der Masse enthalten.

durch ein Querblech von 10mm; die Kopfschwellen sind mit Die Locomotive hat eine vordere und eine hintere Lauf

diesen Querverbindungen verstrebt, um die Wirkungen der achse und eine mittlere freie Triebachse, die von den beiden

Zug- und Stofsapparate aufnehmen zu können. Ausserdem ersteren je 2,000m entfernt ist; die Treibräder haben 1500mm, liegt zwischen Vorder- und Treibachse ein Querträger, der die Laufräder 1000mm Dmr. Rahmen, Cylinder und das

zugleich Kesselträger ist. ganze Triebwerk liegen ausserhalb der Räder, die 6 Seiten

Die Entfernung der wagerecht liegenden Dampfcylinder federn ausserhalb der Rahmen. Die Federn sind ohne jede von einander beträgt 2020mm, diejenige der Schiebermitten Verbindung unter einander, ihre Länge beträgt 900mm, und 2130mm; die Schieberbewegung wird durch eine Heusingersie bestehen bei der Vorder- und Mittelachse aus je 12 Lagen, sche Steuerung, die Umsteuerung durch Hebel und Schraube bei der Hinterachse aus 10 Lagen von 100/10mm Querschnitt. bewirkt (s. Fig. 1 Taf. XXXIII). Die Schienendrucke im dienstfähigen Zustande der Maschine

Der Kessel, gebaut von Pétry-Chaudoir in Lüttich, und die Abmessungen der Achsen sind:

ist für 9 Atm. Arbeitsdruck construirt. Seine kupferne Feuer

büchse besteht aus Blechen von 12mm bezw. 20mm in der
Von Mitte
Dmr. Länge Dmr. in

Schienen- Robrwand, ist im Lichten 1050mm lang, oben 776mm, unten
Achsen

zu Mitte
der Achsschenkel der Mitte

746mm breit und hat eine flache Decke mit Stehbolzenver-
drucke
Lager

ankerung. Die lichte Entfernung zwischen innerer und äusse

rer Feuerbüchse ist 50mm; die letztere ist in den SeitenVorderachse 105 200

110 1550 7900

wänden 10mm, in Vorder- und Hinterwand 12mm stark. Der

Cylinderkessel hat 2,650m Länge und besteht aus 3 Schüssen
Treibachse

160
180
125

10000

von 950mm Dmr. und 9mm Wandstärke; die Rauchkammer Hinterachse 105

200
110

4600

ist als seine unmittelbare Verlängerung hergestellt und mit

kräftigen Winkeleisen auf der vorderen Querverbindung der Die Lager der Treibachse sind nach dem Patente Ray- Rahmen befestigt; an dem Feuerbüchsende stützt der Kessel mond und Henrard construirt; ihre Lagerschalen sind 3 teilig, sich durch seitlich angenietete Gleitconsolen auf die Rahmen.

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