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OLAN

bei 65 Volt

bei 120 Volt Maschinenspannung

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bei einer oder einigen Lampen die Kohlen beim Eintritte des Stromes in die Lampe nicht sofort aus einander gegangen sind, so würde jede solche nicht ganz regelmässig arbeitende Lampe dem Strome einen sehr geringen Widerstand darbieten. Infolge davon würde durch diese Lampen ein verhältnismässig viel zu starker Strom gehen. Wenn die Kohlen einer Lampe sich berühren, so bietet dieselbe nur einen Widerstand von höchstens 1 Ohm dar; wenn dagegen eine Bogenlampe von 4 Ampère einen normalen Lichtbogen gezogen hat, so beträgt ihr Widerstand ungefähr 11 bis 12 Ohm. Wenn parallel geschalteten Bogenlampen keine Widerstände vorgeschaltet wären, so würde anfänglich der elektrische Strom nur einen sehr geringen Widerstand finden, in unserem Beispiele nur 10 Ohm, während die Drahtdimensionen der Maschine für einen 11 bis 12mal grösseren äusseren Widerstand bestimmt wären. Leicht könnte also während der Zeit, bis alle Lampen den gehörigen Bogen gezogen haben, der Strom der Maschine zu einer Stärke anwachsen, welche eine bedenkliche Erhitzung der Maschine und Beschädigungen des Collectors durch heftige Funken veranlassen könnte. Bei Riemenbetrieb würde ausserdem, wenn der äussere Widerstand zu klein wäre, leicht ein Abwerfen des Riemens eintreten; Betriebsmotoren, welche gerade nur den normalen Kraftbedarf der elektrischen Maschine zu leisten imstande sind, würden zum Stillstande kommen. Aber selbst vorausgesetzt, dass von diesen unangenehmen Möglichkeiten keine einzige einträte, oder dass man dieselbe dadurch umginge, dass man eine Lampe nach der anderen in den Stromkreis einschaltete, so würde noch immer eine jede einzelne Lampe selbst erhebliche Schwierigkeiten darbieten. Es würde in einer Lampe, deren Kohlen nicht sofort aus einander gegangen wären, die Stromstärke weit über die normale Höhe wachsen, und es würde, wenn dann das Trennen der Kohlen-' stäbe plötzlich gelänge, die im Lichtbogen zerstäubte Kohle eine viel zu hohe Temperatur annehmen, der Bogen selbst würde zu ungewöbnlicher Länge anwachsen. Mit der Zunahme der Länge des Lichtbogens wächst aber sein Widerstand, und die zur Verfügung stehende Spannung würde bald nicht mehr ausreichen, um die Elektricität auf die von den Kohlenenden erreichte Entfernung hin überzuführen. Der Lichtbogen würde dadurch aufs neue unterbrochen werden, die Kohlen abermals zusammenfallen, und erst nach vielen Zuckungen, welche in allen mit brennenden Lampen sichtbar sein würden, könnten sich normale Verhältnisse herstellen.

Aus dem angeführten geht hervor, dass bei Parallelschaltung das Verhältnis des Widerstandes zwischen der brennenden und der noch nicht brennenden Lampe vermindert werden muss.

Dies kann man nur dadurch bewirken, dass man den Strom zwingt, ehe er die Bogenlampe erreicht, einen Widerstand zu durchlaufen; dann wird der Strom in der einzelnen Lampe, auch wenn die Kohlen sich berühren, nicht über eine gewisse Grenze hinaus wachsen können.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Bogenlampen in Parallelschaltung um so ruhiger brennen und um so weniger auf einander einwirken, je mehr Widerstand jeder einzelnen Lampe vorgeschaltet wird. Das Vorschalten von Widerständen vor die Lampen bedingt einerseits, dass man mit der elektromotorischen Kraft der Maschine in die Höhe gehen muss, darnit, obgleich ein Teil der Spannung in dem vorgeschalteten Widerstande verloren geht, doch an den Klemmen der Lampe noch immer die zur Herstellung eines guten Lichtbogens erforderliche elektromotorische Kraft vorhanden ist. Nehmen wir als Beispiel an, die brennende Bogenlampe besitze einen Widerstand von 12 Ohm, und man habe derselben 4 Ohm Widerstand vorgeschaltet; so wird dann 1/4 der verbrauchten Energie im Widerstande nutzlos in Wärme umgewandelt und nur 3/4 zur Herstellung des Lichtbogens nützlich verwendet. Die Parallelschaltung, welche allein den gleichzeitigen Betrieb von Bogenlicht und Glüblicht durch dieselbe Maschine in einfacher Weise möglich macht, ist also nur durchführbar,

man einen nicht unerbeblichen Bruchteil der für das Bogenlicht verwendeten Energie durch Vorschaltung von Widerständen preisgiebt.

Die Erfahrung hat gelehrt, dass man am besten thut, wenn man für gleichzeitigen Betrieb von Bogen- und Glühlicht bei reiner Parallelschaltung eine Maschinenspannung von ungefähr 65 Volt wählt und somit ungefähr 20 Volt Spannung in den Zuleitungen zu den Bogenlampen oder in vorgeschaltetem Widerstand verbraucht. Ueberall da, wo man Bogenlicht neben

Glühlicht in reiner Parallelschaltung anwenden will, wird man daher am besten Glühlampen von 65 Volt anwenden.

Ueber die Grösse der vorzuschaltenden Widerstände geben nachstehende Tabellen Auskunft. Die erste derselben bezieht sich auf das System von Gülcher; derselbe wendet durchaus reine Parallelschaltung an und lässt seine für Gleichspannung eingerichteten Dynamomaschinen mit einer Klemmenspannung von 65 Volt arbeiten. Stromstärke der

Vorzuschaltender

Helligkeit
Bogenlampe

Widerstand
15 bis 16 Amp.

2500 N.-K.

1 Ohm 7,5 » 8

1100

2 3,5 » 4

500

4 2 2,5 »

200

8 Die Firma Siemens & Halske hat neuerdings durch ihren Oberingenieur Hrn. v. Hefner-Altenek ebenfalls eine Bogenlampe für Parallelschaltung construiren lassen, welche sich durch Einfachheit und Billigkeit und besonders durch einen äusserst niedrigen Oberbau auszeichnet, so dass diese Lampe auch in verhältnismässig niedrigen Räumen verwendet werden kann. Diese Lampen werden entweder in reiner Parallelschaltung, wie beim Gülchersystem, benutzt und dann ehenfalls neben Glühlampen von 65 Volt gebrannt, oder aber es werden Gruppen von je 2 hinter einander geschalteten derartigen Lampen mit Glühlampen von 120 Volt parallel geschaltet. Nachstehende Tabelle giebt über die alsdann vorzuschaltenden Widerstände Auskunft.

Vorzuschaltender Widerstand Stromstärke

für jeden 1 Lampe für jeden 2 Lampen der

Helligkeit enthaltenden Zweig enthaltenden Zweig Bogenlampen

Maschinenspannung
3 Amp.
300 N.-K.
7 Ohm

12 Ohm
4,5
500
4,5 »

7
6
900
3,2 »

4,7 »
9
1400
2

2,7 » Man ersieht gleichzeitig aus diesen Tabellen, dass die Parallelschaltung den Vorteil bietet, Bogenlampen von beliebiger Helligkeit neben Glühlampen von verschiedener Intensität verwenden und die Leuchtkraft der Lichtquelle dem jeweiligen Bedürfnisse vollständig anpassen zu können. Gerade hierin aber liegt ein nicht zu unterschätzender Fortschritt. Zumal nach billigen kleinen Bogenlampen, welche gestatten, die Vorzüge des Bogenlichtes mit dem Vorteile der Teilbarkeit, welchen bisher nur die Glühlampe besass, einigermassen zu vereinigen, war schon lange ein lebhaftes Bedürfnis empfunden worden.

Die grössere Kostspieligkeit der Leitungen bei der Parallelschaltung kann dadurch ausgeglichen werden, dass man für die Zuleitungen zu den Bogenlampen statt der Kupferdrähte die sehr viel billigeren Eisendrähte wählt und auf diese Weise den vorzuschaltenden Widerstand einführt.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, welchen die Parallelschaltung zumal bei Gebrauch von Maschinen mit gemischter Schaltung für constante Klemmenspannung ferner darbietet, ist der, dass jeder einzelne Beleuchtungskörper beliebig ausoder eingeschaltet werden kann, ohne dass dadurch die Helligkeit der noch brennenden beeinflusst oder Ersatzwiderstände erforderlich wären, und dass der Kraftbedarf der elektrischen Maschine sich nahezu proportional der jeweiligen Leistung ändert.

Der Vollständigkeit und Gerechtigkeit wegen wollen wir noch hinzufügen, dass aufser den genannten auch die übrigen grösseren Firmen des elektrischen Beleuchtungsfaches sich neuerdings mit der Herstellung von Bogenlampen für Parallelschaltung und für schwächere Ströme beschäftigen. Insbesondere hat die deutsche Edison-Gesellschaft ein Patent für eine gut arbeitende kleine Bogenlampe erworben. Diese Lampen werden zunächst für Stromstärken von 4 und 8 Amp. ausgeführt und unter Vorschaltung von verhältnismässig sehr geringen Widerständen in Parallelschaltung zu Glühlampen von wenig über 50 Volt Spannung oder paarweise nach einander in Parallelschaltung zu Glühlampen von ungefähr 105 Volt Spannung verwendet.

Für ausgedehnte Bogenlichtanlagen, in welchen ein Bedürfnis nach gleichzeitigem Gebrauche von Glühlicht nicht vorhanden ist, zumal aber, wenn die Leitungen ziemlich lang sind, werden selbstverständlich nach wie vor hinter einander geschaltete Differentiallampen vorzugsweise verwendet werden, weil diese eine erheblich wirtschaftlichere Ausnutzung der vom Betriebsmotor gelieferten mechanischen Energie gestatten, als dies bei Parallelschaltung möglich ist.

R. Rühlmann.

wenn

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deutscher Ingenieure.

1 km

Sitzungsberichte der Bezirksvereine.

Eingegangen 28. Juli 1885. feuchte Stellen des Bodens oder wirkliche Saftspringbrunnen. Im
Braunschweigischer Bezirksverein.

Jabre 1883 fielen 2 Undichtigkeiten vor, 1884 gar keine.
Versammlung vom 12. Januar 1885. Vorsitzender:

Ausserdem werden Undichtigkeiten durch Manometer in den Hr. Spamann. Schriftführer: Hr. Trinks. Anwesend 27 Mit

Reibereien am Eingange der Leitung angezeigt. Beim Beginne glieder und 2 Gäste.

der Campagne wird die Dichtigkeit der Röhren zunächst durch Hr. Spamann eröffnet die Sitzung mit der Begrüssung der

Wasser geprüft, welches sodann durch Saft verdrängt wird. Versammlung im neuen Jahre. Nachdem die Versammlung den aus- Die erfolgte Wasserverdrängung wird durch Spindelung nachscheidenden Vorstandsmitgliedern Hrn. A. Natalis für umsichtige gewiesen. Umgekehrt wird am Schlusse der Campagne der Geschäftsleitung und Hrn. Clauss für das Verdienst der Wieder- Saft durch Wasser verdrängt und dasselbe Verfahren der belebung des Vereines gedankt, wirft der Vorsitzende einen kurzen

Spindelung vorgenommen. Vor dem Eintritt in die Röhren Rückblick auf die Vereinsthätigkeit im verflossenen Jahr und for- lässt man den Saft durch Metalltücher filtriren. Die während dert die Mitglieder zu reger Beteiligung an den Versammlungen,

des Betriebes in den Röhren befindliche Saftmenge beläuft Vorträgen und Verhandlungen auf. Hr. Selwig berichtet als Delegirter des Bezirksvereines über

sich auf 15000hl, entsprechend 25000 Ctnr. Rüben im Werte die Versammlung am 5. und 6. Januar d. J. in Berlin zur Beratung

von 25000 M und einer Steuer von 30000 M, so dass beständig der Patentvorlage.

ein flüssiges Kapital von 55000 M in den Röhren läuft. Ein Hr. Röttger hält einen Vortrag

Uebelstand bei der Sache ist die geringe Geschwindigkeit der über die gröfste Zuckerfabrik Frankreichs. 1)

Saftbewegung von nur 280mm in 1 Sek. = 1km in 1 Stunde,

so dass demzufolge bei der entferntesten Reibefabrik der Saft Derselbe teilt darüber folgendes mit:

36 bis 40 Stunden in den Röhren bleibt und Gefahr läuft, zu »Der Gedanke der Centralisirung der Zuckerfabrikation verderben. Um die Gährung des Saftes zu verhüten, wird in Frankreich tauchte zu Ende des Kaiserreiches auf, als das ihm unmittelbar nach seiner Erzeugung bis 1 pct. Kalkhydrat Gedeihen dieser Industrie auf dem Gipfel angelangt war, und zugesetzt. rührt her von der allgemein bekannten bedeutenden Firma

Zur Verbindung zwischen der Centralfabrik und den Cail & Co. in Paris, deren Mitglied Linard als geistiger Reibereien sind 23 Telegraphenämter eingerichtet. Die Urheber und Begründer der ersten Centralfabriken zu be- Herstellungskosten einer Reiberei betragen ungefähr 200 000 M, zeichnen ist. Mit Hilfe von Kapitalisten, welche sich für seine also für sämmtliche Reibereien zusammen 5000000 M. Vorschläge erwärmten, erbaute er im Jahre 1872 die Central

Rohrleitung stellt sich auf 10000 M, mithin das gesammte fabrik Escaudoeuvres, die grösste Zuckerfabrik in Frank- Röhrensystem auf 1500000 M. Einschliesslich der Centralreich, welcher von 21 Reibereien der Zuckersaft zur weiteren fabrik kostet die ganze Anlage 11 000 000 M. Verarbeitung zugeführt wird. Ausserdem entstanden noch

Ich gebe nun zur Besprechung der Centralfabrik über. zwei grosse Centralfabriken, Maux und Origny Ste. Be- Die Rübenverarbeitung beträgt in 1 Tag 1800000kg oder nolte, mit je 13 Reibereien. Linard schied aus dem Hause 36000 Ctnr. Rüben, aus welchen 20000hl Saft von einer Cail aus und stellte sich als Leiter an die Spitze von Escau- specifischen Dichtigkeit 1,037 bis 1,040 oder von 9 bis 10 Ballingdoeuvres, beteiligte sich mit vielem Gelde an diesem Unter

procent gewonnen werden. (Kulmsee, die grösste unserer Zuckernebmen sowie, zu seinem Unglück, an vielen anderen Werken, fabriken, verarbeitet täglich bis 16000 Ctnr.) Die Ausbeute bewelchen er bei dem späteren Hereinbrechen schlechterer Zeiten trägt an Kristallzucker 5,50 bis 7 pct. von 99 pct. Polarinamhafte Actienbeträge nachzuzahlen hatte, so dass er in zer- sation beim ersten Product und 85 bis 92 pCt. beim zweiten rüttete Vermögensverhältnisse geriet und 1881 mit Hinter- und dritten Product; ferner 3,9 bis 4,25 pct. an Melasse. lassung erheblicher Schulden starb.

Es sind 20 Dampfkessel (Halbröhrenkessel) mit je 2009m Escaudoeuvres gewinnt auch in neuester Zeit für Braun

Heizfläche und 1,20m x 2,5m Rostfläche in der Centralfabrik; schweig Interesse, weil

weil es
das Tietz-Selwig - Lange-

ausserdem hat jede Reiberei noch 2 Kessel von ähnlichen sche Zuckerverfahren und wahrscheinlich auch das Steffen

Abmessungen, so dass im ganzen 62 Dampfkessel im Betriebe sche Ausscheidungsverfahren, welches die Herren Uhl & Co.

sind. Der Kohlenverbrauch der Centralfabrik beläuft sich auf hierselbst erworben haben, einführen will.

90 bis 100kg pro 1000kg verarbeiteter Rüben, wozu durch die Escaudoeuvres liegt im Norddepartement bei Cambrai an Reibereien noch 20kg auf 1000kg Rüben hinzukommen, der Schelde. Die bereits erwähnten dazu gehörigen 21 Reibereien heissen: Rieuse, Avesnes, Carnières, Doiguies, Crève

dass 100kg Zucker 200kKohlen erfordern. Da der Saft der

Centralfabrik ununterbrochen zufliesst, wird er vorläufig in coeur, Honnecour, Villers-Guislain, Villers-Plouich, Bertin

2 Saftkasten aufgenommen, deren jeder 600hl Inhalt fasst. court, Flesquières, Moeuvres, Fontaine N.-D., Bourlon, Ban

Der Kalkofen enthält 500cbm Kalkstein; die Knochenkobletigny, Epinoy, Bullecourt, Beugnies, Demincourt, Lagnicourt, Metz-en-conture, Villers-la-Cagnicourt. Davon sind 6 Diffu

menge beträgt 180hl in 12 Stunden.

Die Verdampfung erfolgt in einem Dreikörperapparate sionsfabriken, 14 mit hydraulischen und eine mit continuir

(Tripleeffet), dessen erster Körper 4,5m, dessen zweiter 5,10m lichen Pressen. Das Röhrensystem, welches diese Reibereien

und dessen dritter 5,5m im Dmr. misst. Die Länge der mit der Centralfabrik verbindet, ist 150km lang. Die Röhren

Röhren zwischen den Platten beträgt 1,75m und die Heizfläche dmr. betragen 90 bis 250mm. Es sind dabei ganz erhebliche

40009m; Röhren und Platten sind aus Messing gefertigt. Der Steigungen und Gefälle vorhanden, indem die Röhren zwischen

Vacuumapparat hat 5,5 m Dmr., 4 Schlangenröhren und im 42 und 112m über dem Spiegel der Nordsee liegen, woraus

ganzen 1359m Heizfläche. sich eine Pressung von 6,8 Atm. ergiebt. Die Geschwindig

Ein Sud enthält 550 bis 600bl Füllmasse zu 150kg pro hl, keit des Saftes in den Röhren beträgt 28cm in 1 Sek. Zur

wiegt mithin 82500 bis 90 000kg. Wöchentlich werden 13 Sude Erlangung derselben ist ein Druck von 5 bis 15 Atm. erforder

fertig. Ausser diesem Vacuum ist noch eines von 3m Dmr. lich, welcher zeitweise auf 20 Atm. steigt, wenn es sich um

für Nachproducte vorhanden. die Entfernung von Ablagerungen handelt. Um die Schwierig

Die Zahl der Centrifugen beträgt 24. keiten der Terrainerwerbung zu vermeiden, folgen die Röhren

Füllmasse und Syrup werden in 77 Kasten von 720 bis der Strassen- und Eisenbahnlinie in einer Tiefe von 700 bis

960hl Inhalt aufgenommen. Das Gesammtvolumen derselben 800mm in der Erde, und haben dabei vom Froste nie gelitten. beziffert sich auf etwa 69000hi. Zwar sind Tagesübergänge, welche beim Ueberschreiten der

Die Zuckerproduction stellt sich auf 108 000kg oder Schelde und in Hohlwegen vorkommen, 1879 gefroren, darauf 2160 Ctnr. in 1 Tag. Bei einer Campagne von 100 Tagen aber mit Säcken und Tüchern umwickelt und auf diese Weise

würden also 216 000 Ctor. oder 10 800 000kg Zucker und erfolgreich geschützt.

5200000kg Melasse gewonnen. Angesichts dieser Zahlen drängt Undichtigkeiten in den Rohrleitungen treten selten auf.

sich uns die Frage auf: Welche Ursachen haben diese überAn den einzelnen Stellen machen sie sich bemerkbar durch

mässig grosse Anlage ins Leben gerufen? Die Gründe sind

folgende: Fast alle Fabriken in Frankreich beruhen auf dem 1) s. auch J. Görz, Beobachtungen auf einer Reise durch die Ankaufe der Rüben, und in der Zeit, da das Geschäft Zuckerindustriebezirke Frankreichs im September 1884.

blühte, war der Wettbewerb um diese Kaufrüben vonseiten

SO

:

!

Band XXIX. No. 45.

7. November 1885.

Braunschweigischer Bezirksverein: Nichtleitende Umhüllungen zum Schutze gegen Wärmeverluste.

881

der Fabrikanten sehr gross, besonders in der Gegend von Cambrai, weil dort die Rübenproduction sehr entwickelt war. Derjenige Fabrikant, welcher dem Rübenbauer die grösste Leichtigkeit des Absatzes bot, fand natürlich die grösste Rübenmenge bei gleichem Preise. Trotz der Errichtung vereinzelter Wägestationen konnte keine andere Fabrik so grosse Vorteile in der Leichtigkeit des Transportes bieten, wie eine Centralfabrik mit Reibereien, und dieser Umstand gab auch wohl die erste Anregung zur Errichtung dieser Fabriken. Als Vorteile der Centralisation werden namhaft gemacht:

1. Verminderung der Generalunkosten,
2. Verminderung der Transportkosten für Rüben,

Zucker und Kohlen,
3. Gleichmässigkeit einer grossen Menge von Zucker,
4. erleichterte Arbeiterbeschaffung,
5. erleichterte Raffinirung und Entzuckerung der

Melassen.

Als Nachteile dagegen sind aufzuführen:

1. Kosten der Rohrleitung,
2. Verluste durch Undichtigkeiten,
3. schwierige Ueberwachung,
4. Gefahr der Verschlechterung des Saftes in den

Röhren,
5. Kosten der Telegraphenleitung,
6. Vermehrung der Gefahr bei Zufälligkeiten im

Betriebe der Centralfabrik.«

also 40mm starker Umhüllung, wenn die beim nackten Rohre sich bildende Condenswassermenge = 100 setzt.

Die Formstücke werden in einer Stärke von 20mm hergestellt, um das zu schützende Rohr gelegt, mit Draht gebunden und, nachdem die in der Luft und auf dem Transporte durch Feuchtigkeitsaufnahme gequollenen Formstücke geschwunden sind, bei festem Nachziehen des Drahtes verfugt. Hierzu benutzt man eine mörtelartige Masse (gew. Isolirmasse), welche aus Asbestmehl besteht. Um die so hergestellte Umhüllung wird eine Rohnesselbandage gelegt, und schliesslich erhält das Ganze einen Ueberzug aus Pfeifenerde und Kleister bestehend. In dieser Herstellung ist die Umhüllung uovergänglich und wiegt 19m derselben bei 20mm Dicke nur etwa 4kg. In Räumen, wo feuchte Dämpfe und sonst die Umhüllung angreifende Stoffe mit derselben in Berührung kommen, thut man gut, ihr noch einen Oelfarben- bezw. Teeranstrich zu geben.

Das specifische Gewicht der Formstücke ist 0,19.

Es werden ausser den Korkformstücken nur noch braune und gelbe Platten - sowie Korksteine hergestellt. Die braunen Platten (2 bis 4cm stark und 50 bezw. 30 x 25cm im Formate) haben in neuerer Zeit auf der Kriegsmarine zur Isolirung der Schottwände, welche die Mannschaftsräume vom Maschinenraume trennen, Anwendung gefunden; sie sind überall mit Erfolg zu verwenden (an Wänden, Decken usw.), wo eine Isolirung gegen Wärme und Schall notwendig wird. Die gelben Platten, Kork mit Kalk gebunden, 4cm dick und 30 x 25cm Fläche, dienen vorzüglich zur Isolirung von Dächern, wo den Wirkungen der Wärme bezw. der Kälte entgegengetreten werden soll. Die Korksteine (25mm und 12 x 6,5cm), ebenfalls aus Kork mit Kalk bestehend, haben sich vorzüglich zu Kesseleindeckungen, Dampfcylinderisolirungen, zu Eiskelleranlagen und zur Ausmauerung leicht unterstützter Zwischendecken usw. bewährt.

Die Korksteine wie auch die gelben Platten haben ein specifisches Gewicht von 0,30.

Der Preis dieser Korkfabrikate stellt sich ab Ludwigshafen:

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mann.

Versammlung vom 9. März 1885. Vorsitzender i. V.: Hr. Dr. Schenkel. Schriftführer: Hr. Trinks. Anwesend 24 Mitglieder.

Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten macht Hr. Arndt Mitteilungen über das Princip und die Anwendung des Rechenschiebers. Er hebt als demselben zu Grunde liegend das Bestreben hervor, dem Menschen die mühsame Arbeit des Rechnens zu erleichtern, giebt einen geschichtlichen Ueberblick der Entstehung und Vervollkommnung der hierzu vorgeschlagenen Geräte und erläutert schliesslich die vielseitige Anwendbarkeit und leichte Handhabung der jetzt gebräuchlichen Rechen-Scheiben und -Schieber 1). Versammlung vom 11. Mai 1885. – Vorsitzender: Hr. Spa

Schriftführer: Hr. Trinks. Anwesend 28 Mitglieder. Die Versammlung beschäftigt sich zunächst mit den verschiedenen Anträgen für die Hauptversammlung, nimmt die Berichte der betreffenden Commission entgegen und berät die im Sommer vorzunehmenden technischen Ausflüge.

Hr. Th. Müller nimmt darauf das Wort zu einem Vortrag über nichtleitende Umhüllungen zum Schutze gegen Wärme

verluste. Derselbe führt der Versammlung eine vollständige Sammlung der Fabrikate von Grünzweig & Hartmann in Ludwigshafen a/Rh. vor und äussert sich über den Gegenstand folgendermassen:

>Seit einigen Jahren hat die Firma Grünzweig & Hartmann eine Rohrumhüllung zum Schutze gegen Wärmeausstrablung in den Handel gebracht, welche mit Erfolg den bisher angewendeten Isolirmitteln den Rang streitig macht.

Die Umhüllung, Korkformstücke genannt, besteht aus zerkleinerten Korkabfällen und einem Bindemittel; die Formstücke werden als halbcylindrige Schalen für Röhren bis zu 65mm äuss. Dmr. und als Segmente und Streifen für Röhren und cylindrische Behälter von_grösserem Dmr. hergestellt. Da das Leitungsvermögen des Korkes ein sehr geringes ist, so sind die Wirkungen der Umhüllung mit diesen Stücken sehr gute. Aus einem mir vorliegenden Versuchsbericht ergiebt sich z. B. eine Ersparnis an Condenswasser von 89,4 pCt. bei 20mm starker Umhüllung und von 93,83 pCt. bei doppelter,

Korkformstücke und braune Platten 20mm stark 4 M für 1am, braune Platten 40mm stark

6 gelbe Platten 40mm

2,20 » Korksteine, Normalziegelformat

10 M für 100 St. Ausser diesen hauptsächlich aus Kork bestehenden Fabrikaten bringt die Firma noch 2 Sorten Isolirmasse zum Aufstreichen, gewöhnliche und feuerfeste, in den Handel. Die Massen bestehen: die erstere aus Kork mit Asbestmehl, die letztere aus reinem Asbestmehl. Beide haben, aufgestrichen, ein festes, jedoch elastisches, flockiges Gefüge, was sie sehr haltbar macht. Die Isolirfähigkeit dieser Massen ist sehr bedeutend und wird nur von dem der Korkformstücke übertroffen. 19m, 2mm stark, wiegt etwa 8kg, und ist der Preis ab Ludwigshafen: für 1qm, 10mm stark, 1,60 M

3,20 »

für gew. Isolirmasse. 10 »

2,40 »

für feuerfeste Isolirmasse. 4,80 »

20. »

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20 »

}

Ueberall, wo ich diese Isolirungen angewandt habe, haben dieselben ihrer vorzüglichen Eigenschaften wegen sich des ungeteilten Beifalles zu erfreuen gehabt, wie mir ja auch verschiedene der anwesenden Herren bezeugt haben. Ich bin gern bereit, Interessenten mit weiteren Einzelheiten zu dienen.«

Zur Beantwortung der im Fragekasten vorgefundenen Frage: Welche Methode des Desinficirens der Abwässer von Fabriken ist die beste und billigste? 1) nimmt Hr. Spamann das Wort; er beleuchtet die einzelnen Verfahren, welche sich bislang Eingang in die Praxis verschafft haben, hebt unter anderen das Knauer sche, das Elsässer'sche Ueberrieselungsverfahren, die Verfahren von RöcknerRothe und Béranger hervor und bemerkt, dass diese Frage nur von Fall zu Fall sich regeln lasse, dass ein überall gleichwertiges Verfahren bis jetzt nicht bekannt sei.

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1) Z. 1885 S. 36 und 75.

1) Z. 1875 S. 171. 1876 S. 721. 1877 S. 43 und 455. 1879 S. 560. W. 1877 S. 115, 125, 405. 1880 S. 26 und 222.

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Fig. 3.

Eingegangen 28. Juli 1885. Karlsruher Bezirksverein. Sitzung am 23. März 1885. – Vorsitzender: Hr. Richard. Schriftführer: Hr. Seneca. Anwesend 21 Mitglieder und 1 Gast.

Nach einigen geschäftlichen Beratungen, worunter einige Aenderungen in den Statuten des Bezirksvereines die erste Stelle einnehmen, hält Hr. Dr. Engler einen Vortrag über einen Apparat zur Bestimmung der Viscosität (Zäh

flüssigkeit) der Oele. »Da es bislang an genügend einfachen und sicheren Verfahren fehlt, um den Schmierwert der Oele unmittelbar zu bestimmen, ist man meistens darauf angewiesen, aus anderen Eigenschaften derselben ihren Wert für Schmierzwecke festzustellen. Man untersucht das Oel auf seine Reinheit, seinen Gehalt an leichtflüssigen und verharzenden Bestandteilen, seinen Erstarrungspunkt u. a. m.; ganz besonders aber ist eine Bestimmung der Zähflüssigkeit geeignet, Anhaltspunkte für Beurteilung seiner Brauchbarkeit für Schmierzwecke zu liefern. Es steht ausser Zweifel, dass zwischen Schmierfähigkeit und Flüssigkeitsgrad nahe Beziehungen vorhanden sind, und man wird beispielsweise bei Ersatz von Rapsöl durch ein Mineralschmieröl fast ausnahmslos nicht fehlgehen, wenn man dabei ein Mineralöl wählt, dessen Flüssigkeitsgrad mit derjenigen des Rapsöls am meisten übereinstimmt. Man hat sich dabei jedoch zu vergegenwärtigen, dass die Zähflüssigkeit der verschiedenen Oele mit steigender Temperatur in sehr verschiedenem Grade abnimmt, bei Mineralölen beispielsweise immer viel mehr als bei Pflanzenölen, weshalb es denn auch zur vollständigen Beurteilung eines Oeles nicht genügt, seine Viscosität bei gewöhnlicher Temperatur zu ermitteln, sie muss vielmehr bis zu denjenigen Wärmegraden festgestellt werden, welche für den besonderen Gebrauch in Betracht kommen, und der Sicherheit wegen sollte man dabei immer bis auf 150° gehen. Dass endlich für Maschinen, die bei verschiedenem Druck arbeiten, auch Oele von verschiedener Zähflüssigkeit zu verwenden sind, für schwere Maschinen dickere Dele als für leichte, ist ein allbekannter Erfahrungssatz. In den meisten Fällen dürfte es genügen, da, wo sich ein Oel von bestimmtem Flüssigkeitsgrade bewährt hat, immer wieder ein solches Oel zu verwenden, dessen Flüssigkeit mit dem alten bei verschiedenen . · Temperaturen nach Möglichkeit übereinstimmt.

Zur Bestimmung der Zähflüssigkeit nimmt man die Ausflussgeschwindigkeit zu Hilfe, d. b. man ermittelt die erstere mit Hilfe der letzteren unter der Voraussetzung, dass ein Oel um so langsamer aus einem Röhrchen ausläuft, je zähflüssiger Wollte

die Reibungsconstante, d. h. die Zähigkeit (2) der Oele unabhängig von Form und Grösse des betreffenden Apparates mittels Ausflusses durch eine Capillarröbre ermitteln, so hätte man nach Poisseulle:

n.74.P

8.0.1 Radius, 1 = Länge der Ausflussröhre, p = Unterschied des Druckes am Anfang und am Ende des Capillarröhrchens und v= Flüssigkeitsmenge bedeutet. Ein solcher Fig. 1.

Versuch ist aber für gewöhnliche praktische
Zwecke zu umständlich, weshalb man zur
Beurteilung der Flüssigkeit verschiedener
Oele meist nur die Ausflusszeiten in Vergleich
bringt.

Bis vor nicht langer Zeit war der Fig. 1 abgebildete Apparat von Coleman), dem jedoch der Vogel'sche) Apparat vorausging,

der gebräuchlichste. A ist ein weiter Glas& 3

A cylinder, in dessen Boden der engere, unten

mit Abflusshahn versehene Glascylinder B befestigt ist. Durch den oberen Deckel C kann mittels Röhre E Wasserdampf in den

äusseren Cylinder geleitet, Dampf und ConS

denswasser durch Ĝ wieder abgeleitet werden. Das zu prüfende Oel wird in die Röhre B gebracht, durch den ausströmenden Dampf auf die bestimmte Versuchstemperatur er

wärmt, worauf man den Abflusshahn öffnet und die zum Auslauf des Oeles erforderliche Zeit bestimmt. Eine Vergleichung der in dieser Weise ausgeführten Beobachtungen ergiebt die relative Zäbflüssigkeit der Schmieröle. Ein von M. Albrecht verbesserter Apparat dieser Art ist in Post's »Chem.-techn. Analyse« (S. 167) beschrieben.

F. Fischer) hat dem Geräte die in Fig. 2 abgebildete Gestalt gegeben. A ist ein Kupfercylinder zur Aufnahme des Versuchsöles, unten mit der an beiden Enden konisch erweiterten 1,2mm weiten und 5mm langen Ausflussröhre a aus Platin und in gleicher Weise wie beim

Fig. 2. alten Vogel'schen Apparat versehen, durch Regelventil 6 verschliessbar. Bein Blechmantel zur Aufnahme des zur Erwärmung des Qeles dienenden Wassers. Bei Ausführung eines Versuches wird A bis zu einer Marke Blac mit 65ccm des zu prüfenden Oeles gefüllt, auf die gewünschte Temperatur gebracht und nun die Zeit bestimmt, welche verläuft, bis sich ein untergestelltes Fläschchen von 50ccm Inhalt bis zur Marke gefüllt hat.

Die Einrichtung des Lamansky'schen Apparates ergiebt sich aus Fig. 3. A ist der Messingcylinder zur Aufnahme des Versuchsöles, B der Mantel zur Aufnahme von Wasser, welches durch aus C eingeleiteten Dampf auf die Versuchstemperatur zu bringen ist. Der Oelausfluss erfolgt durch das 1mm weite (Länge ist nicht angegeben) Röhrchen a, dessen Verschluss mittels Schiebers b zu bewerkstelligen ist. Es wird hier die Zeit bestimmt, welche 100ccm Oel zum Auslauf in ein untergestelltes Fläschchen gebrauchen. Die gefundene Zeitzahl wird auf diejenige für 100 ccm Wasser als Einheit bezogen.

Als ich anfangs des Jahres 1883 die erste Aufforderung bekam, Vorschläge für

B die Tarifirung der Mineralöle zu machen, war die Beschreibung des Lamanskyschen Apparates noch nicht erfolgt; von den vorhandenen Apparaten aber erschien mir als Grundlage zur Bestimmung des Flüssigkeitsgrades der Oele im Hinblick

-B auf den beabsichtigten Zweck abgesehen davon, dass man es versäumt hatte, die Apparate durch auslaufendes Wasser genau zu aichen keiner geeignet. Ein Glashahnablauf wie beim Coleman'schen Apparat ist wegen zu schwierig herzustellender Gleichmässigkeit in den Massen sowie wegen des nicht vermeidbaren Herausragens desselben aus dem Erwärmungsmantel unbedingt zu verwerfen. Beim Fischer’schen Apparat erschien mir die Ausflussröhre zu eng, indem z. B. ein nicht allzudickes Bakuöl zur Prüfung immer mehrere Stunden Zeit in Anspruch nimmt; auch halte ich die konischen Enden der Ausflussröhre für eine zu vermeidende Fehlerquelle. Alle Apparate aber, mit Einschluss des Lamansky'schen, der jedoch auch wegen zu engen Abflussröhrchens, zu schwierig zu reinigenden Scheibenverschlusses sowie fehlender Angaben über Masse des Oelbehälters und insbesondere Länge des Abflussröhrchens im vorliegenden Falle nicht brauchbar gewesen wäre, zeigten den meiner Ansicht nach grundsätzlichen Fehler eines zu hohen und engen Oelbehälters. In einem engen Cylinder macht sich nicht allein die adbärirende Wirkung der Cylinderwandungen, sondern insbesondere auch der durch die Verschiedenheit des specifischen Gewichtes der Oele bedingte verschiedene hydrostatische Druck auf die Ausflussgeschwindigkeit bemerkbar; denn es darf nicht vergessen werden, dass der Ausfluss durch eine Röhre erfolgt. Um die letztere Fehlerquelle fernzuhalten, dachte ich zuerst einen Apparat nach dem Wesen der Mariotte’schen Flasche zu construiren; da jedoch Einrichtung und Handhabung eines solchen für gewöhnliche Zwecke zu umständlich geworden wären, habe ich mich damit begnügt, den hochcylindrischen Delbehälter der bisherigen Apparate durch einen möglichst flachen zu ersetzen. Dabei sind die

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1) Dingl. Journ. Bd. 210 S. 204. 2) Dingl. Journ. Bd. 168 S. 267.

1) Dingl. Journ. Bd. 168 S. 267.

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