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deutscher Ingenieure.

dieses Stiefels trägt den Hammer. Die Steuerung dieses Hammers, dessen grundlegende Anordnung für Pochwerke schon länger in Benutzung ist!), leidet ebenso wie diejenige des vorhin erwähnten Bügelfederhammers an dem Uebelstande, dass die Heftigkeit der Schläge nur mit der Zahl der Hübe sich ändert, sodass die Steuerung, sobald die Arbeiten grösseren Wechsel in der Heftigkeit der Schläge erfordern, sehr grosse Geschicklichkeit voraussetzt. »

Wesentlich einfacher und sicherer im Erfolge ist die Steuerung des an Carl Arnold Arns in Remscheid patentirten?) und von L. W. Breuer, Schumacher & Co. in Kalk ausgestellten Luftfederhammers, welche Fig. 2 teilweise geschnitten darstellt. Der Stiefel T ist an dem C-förmigen Gestell unverrückbbar befestigt. In ihm wird ein gut anschliessender Kolben durch Krummzapfen und Lenkstange aufund abbewegt, während der Bär d möglichst dicht schliessend in dem Stiefel verschiebbar ist. Der steigende Kolben verdünnt die über dem Bär d befindliche Luft und ver6. anlasst denselben, emporzusteigen; der bald wieder sinkende Kolben unterstützt aber durch Verdichten der P T Luft das Eigengewicht des Ä5 - Bäres, so dass dieser unter Äo Umständen heftig nach unten geworfen wird. Die Heftigkeit der Schläge hängt zunächst von der Geschwindigkeit der Welle a ab, welche durch einen Rie4 - Aso menführer mit Hilfe des «C G-- Vo“ “ aufgesetzten Fusses geregelt wird. Bis dahin ist kaum ein Vorteil gegenüber der Steuerung der früher erwähnten Hämmer zu erh kennen. Die feste Lage des Stiefels T gestattet = = = = = = = = = = ===F –+, aber, einen durch die Hand stellbaren Hahn bei e anzubringen, bei dessen Oeffnung ein so reges Einbezw. Ausfliessen der Luft stattfindet, dass nötigenfalls der Hammer auf der Stelle ausser Betrieb gesetzt, jedenfalls aber die Heftigkeit der Schläge sehr rasch geregelt werden kann. Gegen die vorliegende Bauart des Hammers sind folgende Uebelstände geltend zu machen. Zugunsten der Regelung wird ein grosser Arbeitsaufwand geopfert, es sind zwei Kolbendichtungen zu unterhalten, und das Arbeitsstück ist nur dann auf den Ambos zu bringen, wenn der Hammer auf- und niedergeschwungen wird. Der Reibungshammer von Max Hasse in Berlin”), welcher von Emil und Jules Halot & Co. in Brüssel ausgestellt ist, zeichnet sich bekanntlich durch seine vorzügliche Steuerbarkeit aus, liefert aber in derselben Zeit eine weit geringere Zahl der Schläge, als die oben erwähnten Federhämmer.

Fig. 2.

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Schmiedemaschinen für Muttern und Bolzen sind von Sayn, Paris, ausgestellt; neues habe ich an denselben nicht gefunden. *)

Biegemaschinen eigenartiger Bauart haben Dosme & Co. in St. Amand (Cher) ausgestellt. Eine wagrecht aufgestellte Platte A, Fig. 3, trägt vermöge eines senkrecht angeordneten Gelenkes eine zweite Platte B, so dass diese um einen ziemlich grossen Winkel gegen erstere zu drehen ist, während die oberen Flächen beider Platten zusammenfallen.

) Hughes, Polyt. Centralbl. 1869, S. 104 m. Abb.

*) D. R.-P. No. 31075. Z. 1885 S. 706, m. Abb. Vgl. übrigens: Walton, Dingl. polyt. Journ. 1865, Bd. 176, S. 176, m. Abb.; Lindahl u. Runer, Mitt. d. Gewerbev. f. Hannover 1867 S. 237, m. Abb.

*) Dingl. polyt. Journal 1879, Bd. 234, S. 364 m. Abb. D. R.-P. NO. 2685. «.

*). Vergl. Dingl. polyt. Journal 1875, Bd. 218, S. 472 m. Abb.; 1879, Bd. 231, S. 496 m. Abb.

Auf den Platten, welche etwa 60°" über dem Fussboden sich befinden, sind Spannvorrichtungen zu befestigen, in welche das zu biegende Eisen gelegt wird. Die Drehung der Platte B wird bei der grösseren der ausgestellten Maschinen durch Räderwerk, bei der kleineren durch eine Hebelvorrichtung bewirkt, welche nach Art der bekannten Hebelade eingerichtet ist. Erwähnenswert ist noch eine Biegevorrichtung von E=G) Jules & Maurice Demoor in Laeken und Brüssel. Auf einer kräftigen, von niedrigen Rädern getragenen gusseisernen Platte ragen zwei feste =S) Nasen hervor; gegenüber derselben befindet sich eine kräftige Schraube. Nur DondoyMaillard, Lucq & Co. in Maubeuge haben eine, und zwar eine kleine, Blechbiegemaschine ausgestellt. a

Fig. 3

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rolle E und dient zum Hervorbringen des langsameren Arbeitsganges, J ist auf der Welle F befestigt, mit welcher auch die Riemenrolle C verbunden ist; es bewirkt den rascher verlaufenden Rückgang. D ist die lose Riemenrolle. Der Riemenführer sitzt nun bei Heilmann, Ducommun & Steinlen an einem Hebel, dessen Welle auf der anderen Seite der Hobelmaschine mit dem sogenannten Stiefelknecht versehen ist, so dass die gesammte Einrichtung sehr einfach ist. DondoyMaillard, Lucq & Co. lassen die einstellbaren Nasen des Hobelmaschinentisches nicht gegen den drehbaren Stiefelknecht, sondern auf eine Schiene wirken, welche mit dem Tisch gleichlaufend sich verschieben kann; an dieser Schiene ist der Riemenführer unmittelbar befestigt. Erwähnt zu werden verdient noch, dass seitens des Elsasser Ausstellers die Räder zum Schutze der Arbeiter sorgfältig umhüllt sind.

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Band XXIX. No. 42. 17. October 1885.

Feilmaschinen oder Shapingmaschinen sind in einiger Zahl vertreten; ich vermochte jedoch bemerkenswertes an denselben nicht zu entdecken. Stossmaschinen. Ant. Fetu & Deliège in Lüttich benutzen eine ihrer Stossmaschinen zur Bildung der Zahnlücken eines Stirnrades, und zwar in folgender sehr einfacher Weise. Dem Stichel ist der Querschnitt der Zahnlücke gegeben; er beginnt die Arbeit am Rande des vorher abgedrehten Rades und hebt mit jedem Stoss einen U-förmigen Span ab, bis er zu richtiger Tiefe eingedrungen ist. Nach Zurückziehung des Arbeitsstückes wird dasselbe mit Hilfe einer geeigneten Teilvorrichtung um eine Teilung gedreht und sodann wie vorhin verfahren. Für manche Fälle dürfte sich dieses Verfahren empfehlen, allgemeinere Anwendung aber kaum finden, weil der ungünstige Querschnitt des Spanes eine nur geringe Spandicke zulässt. Eine grosse Stossmaschine mit beim Rückgange nachgiebigem Meissel von Kendall & Gent in Manchester dient gleichzeitig als Fräsmaschine. Ich komme auf sie bei Erörterung der Fräsmaschinen zurück und will an diesem Orte nur darauf hinweisen, dass die grossen Stoss- und Fräsmaschinen oft nicht regelmässig beschäftigt werden können, weshalb in vielen Fällen die Vereinigung beider, im wesentlichen gleiche Forderungen an das Maschinengestell, den Arbeitstisch und seine Beweglichkeit usw. stellenden Maschinen in eine sich zweckmässig erweisen wird. Smith & Coventry in Manchester zeigen eine Mutternund Bolzenkopfstossmaschine bekannter Bauart. Bohrmaschinen ohne neues sind in ziemlicher Zahl vorhanden; ich beschränke mich auf die Hervorhebung einiger derselben. Otto Froriep in Rheydt hat in den C-förmigen Bock einer grossen Bohrmaschine eine liegende Fräserspindel gelagert, also einen ähnlichen Gedanken verfolgt, wie Kendall & Gent bei ihrer grossen Stossmaschine. Eine kleinere Bohrmaschine von Heilmann, Ducommun & Steinlen zeichnet sich durch zwei Dinge aus. Die den Bohrer tragende Spindel ist nicht, wie gebräuchlich, in einer Hülse oder gar in den Lagern verschiebbar, sondern ist mit kegelförmigen Ansätzen in einem senkrecht verschiebbaren Spindelstock gelagert, so dass eine tadellose Führung, welche die gebräuchlichen Bohrspindellagerungen häufig vermissen lassen, gewonnen wird. Wenn auch diese Bauart nicht mehr neu ist, so verdient sie doch ihres Wertes wegen hervorgehoben zu werden. An derselben Bohrmaschine befindet sich eine mir neue Einrichtung: Der senkrecht verschiebbare Arbeitstisch ist nämlich an zwei Ketten gehängt, die über Rollen gelegt und am anderen Ende mit Gewichten entsprechender Grösse belastet sind. Durch diese Einrichtung wird das Einstellen des Tisches sowohl bequemer als auch gefahrloser. Jules & Maurice De Moor zeigen eine Bohrmaschine mit zwei Spindeln, welche vorwiegend zum Bohren grösserer Bleche bestimmt sein dürfte. Ein etwa 3" weiter Galgen, unter welchem zwei kräftige, auf Spurrädern ruhende Aufspannplatten sich befinden, ist an seinem oberen, wagerechten Teil, sowohl vorn wie hinten, mit einem Prisma versehen, an welchem je eine gewöhnliche Bohrmaschine wagerecht zu verschieben ist. Jede dieser Bohrmaschinen ist mit besonderem Antrieb versehen, deren Riemenrollen links bezw. rechts vom Galgen aufgestellt sind. Drehbänke. Bei mehreren der in grosser Zahl und bester Ausführung ausgestellten Drehbänke (Heilmann, Ducommun & Steinlen, Bariquand & Fils in Paris, Ant. Fetu & Deliège) fand ich eine Brille oder Lünette, welche mir neu zu sein scheint; jedenfalls hat sie erhebliche Vorzüge vor den gebräuchlichen Arten. An einem Ständer A, Fig. 5, welcher auf dem Drehbankbett, der auf dieser verschiebbaren Bettplatte oder dem Kreuzschieber befestigt wird, sind zwei Haken b und eine Stütze c befestigt, so dass dem Arbeitsstück drei Stützungen geboten werden. Die von dem Ar

Fischer, Die Weltausstellung in Antwerpen. s 811

beitsstück getroffenen Flächen sind gehärtet und werden geschmiert. Beide Haken b sind im Ständer A wagerecht verschiebbar, teils freihändig, teils mittels Schraube, und durch Schrauben feststellbar. Die Stütze c ist entweder ein- für allemal fest oder in derselben Weise verstellbar wie die Haken b. Die Brille erinnert an diejenige, welche in unten angegebener Quelle beschrieben ist. *) Smith & Coventry verwenden für ihre Bolzendrehbänke geschlitzte Spindeln, um von dem Schlitz aus die Bolzen mit nach links gerichtetem Kopf in das selbstausrichtende Futter stecken zu können. Es arbeiten zwei einander gegenüberstehende Stähle, von denen der eine schruppt, während der andere schlichtet. Gut sind die sogenannten »Revolverdrehbänke« (welchen gelegentlich ein mehr zutreffender Name gegeben werden möchte) vertreten. Ich nenne als Aussteller: Bariquand & Fils und Smith & Coventry. 1. Bei einer dergleichen Drehbank des letztgenannten Ausstellers ist der um eine senkrechte Achse drehbare Werkzeughalter zur Seite zu schieben, um eine Whitworth'sche Kluppe an deren Stelle zu bringen; die Spindel ist hohl und mit selbstausrichtendem Futter versehen, dessen drei Backen durch einen Hohlkegel zusammengedrückt werden.”) Bei den sogenannten » Patronendrehbänken« wird meistens der Gewindeschneidstahl an einem Prisma des betreffenden Hebels verschoben. Beliard & Best in Antwerpen haben für eine Drehbank mit hohler Spindel, welche im übrigen nach Art der liegenden Bohrmaschinen gebaut ist, die durch Fig. 6 versinnlichte Vorrichtung verwendet. Die Welle A trägt an einem Ende das Stück Muttergewinde, welches mit dem Mustergewinde der Spindel in Eingriff zu setzen ist, an anderer

Fig. G.

Stelle den Hebel B. Um einen Bolzen dieses Winkelhebels B ist ein kleinerer Winkelhebel C drehbar, der an einem Ende mit dem Schneidstahl, an dem anderen mit einem Einschnitte

versehen ist. In letzteren greift ein Bund der Handhabe D

und hält damit den Winkelhebel C gegenüber B fest, weil in B das Muttergewinde des dünneren Endes der Handhabe D sich befindet. D dient sonach gleichzeitig zum Ansetzen undo genauen Einstellen des Schneidstahles. So einfach und hübsch diese Anordnung auf den ersten Blick erscheint, so wenig dürfte sie sich zu allgemeiner Einführung eignen, teils weil die Verstellbarkeit des Schneidstahles eine geringe ist, teils weil voraussichtlich ziemlich bald an verschiedenen Stellen ein »toter Gang« sich ausbilden wird, der die Brauchbarkeit des Ganzen in Frage stellt.

An den Drehbänken von Bari quand & Fils und den Fräsmaschinen von Heilmann, Ducommun & Steinlen sind die Zähne der Haupträder schräg gemacht; DondoyMaillard, Lucq & Co. sind weiter gegangen, indem sie für denselben Zweck doppelt schräge oder geknickte Zähne verwenden. Da dieselben einen ruhigeren Gang sichern als die gewöhnlichen geraden Zähne, so dürfte ihre Verwendung auch auf diesem Gebiete bald eine allgemeinere werden, wenn man sich erst von der Thatsache überzeugt, dass mit aller Sorgfalt geformte und gegossene Zahnflanken ebenso genau sind wie gefräste oder behobelte.

) Engineering, Juni 1884, S. 499 m. Abb.

*) In The Engineer, Mai 1885, S. 333, ist eine Drehbank abgebildet und beschrieben, welche der soeben besprochenen fast völlig gleicht.

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Drehbänke eigentümlicher Bauart zeigt A. Thibaut in

Brüssel, Concessionär von Sculfort - Mallar & Meurice. in Maubeuge. Der Aussteller bezeichnet sie als nach dem

»patentirten System Blum« ausgeführt. Spindel- und Reitstock dieser Drehbank bieten nichts merkwürdiges; das Bett derselben unterscheidet sie schon von dem gebräuchlichen: es besteht aus einer dickwandigen runden Röhre A, Fig: 7, welcher der Schlitten, wie die Figur erkennen lässt, angepasst ist. An dem Bett befindet sich eine senkrechte Schiene B und hinter ihm ist die Leitspindel D gelagert. Die Mutter der letzteren ist in einer Erweiterung der Schiene C angebracht. Das Gewicht dieser Schiene C wird durch die Leitspindel D getragen, das untere Ende derselben durch einen im festen Querstücke H eingesteckten Stift E an einer Verschiebung durch die Leitspindel gehindert, während bei F die Schiene C so mit B gekuppelt ist, dass beide nur gemeinsame Verschiebungen ausführen können. Sonach ist das Mass der von der Leitspindel ausgehenden Verschiebung des das Werkzeug tragenden Schlittens, was deutlicher aus Fig: 8 zu sehen ist, ein anderes als die Länge des Weges, welchen die auf der Leitspindel befindliche Mutter zurücklegt. Die Kupplung F kann nun, da sie in Schlitze schwalbenschwanzförmigen Querschnittes der beiden Schienen B und C eingreift, gleichsam beliebig hoch angebracht, also die Schaltgeschwindigkeit des Stahles ganz willkürlich gewählt werden. Der beschriebene Mechanismus erinnert lebhaft an die Einrichtung des sogenann

ten Reductionszirkels. Die Aenderung der Schaltgeschwindigkeit durch Wechselräder ist eine stufenweise; sie eignet sich daher nicht zur Nachbildung irgend welcher Gewinde, während

Fig. 8.

die beschriebene Blum'sche Hebeleinschaltung gestattet, jede beliebige Ganghöhe eines zu schneidenden Gewindes zu erzielen. Darin liegt ihr Wert.

(Fortsetzung folgt.)

Mitteilungen von der Gewerbe- und Industrieausstellung in Görlitz 1885.

Von H. Maihak, Ingenieur in Berlin.
(Hierzu Tafel XXXI.)
(Schluss von S. 790.)

Wir haben zum Schluss unseres Berichtes noch die grösste Dampfmaschine der Ausstellung, deren bereits auf Seite 651 Erwähnung gethan wurde, etwas näher zu betrachten. Es ist dies die ebenfalls von der Actiengesellschaft Görlitzer Maschinenbau-Anstalt gelieferte Compound-Receiver-Maschine mit hintereinander liegenden Dampfcylindern, welche auf Taf. XXXI dargestellt ist. Dieselbe hatte während der Dauer der Ausstellung den alleinigen Betrieb der Maschinenhalle sowie denjenigen der beiden Dynamomaschinen zu bewirken, welche die Firma Siemens & Halske . für den Betrieb und die elektrische Beleuchtung der unterirdischen Grubenbahn aufgestellt hatte.

Obwohl in mancher Beziehung die Anordnung nebeneinander liegender Cylinder zu bevorzugen ist, so bietet doch auch die vorliegende mehrere praktische Vorteile. In vielen Fällen ist z. B. ein schmaler Maschinenraum unabänderlich gegeben, welcher zwei nebeneinander liegende Cylinder überhaupt nicht zulässt; als wesentlichster Vorzug ist aber hervorzuheben, dass bei Webereien, Spinnereien usw., welche in Shedbau ausgeführt sind und viele parallel nebeneinander liegende Transmissionswellen haben, der Antrieb einer grösseren Anzahl derselben unmittelbar vom Schwungrad aus mittels Hanfseile in zweckmässigster Weise nach vorn und hinten erfolgen kann. Für einen solchen besonderen Zweck ist die ausgestellte Maschine gebaut und deshalb mit einem Schwungrade von 4000" Dmr. und mit 5 Seilrinnen zur Aufnahme von Hanfseilen von 50" Dmr. versehen.

In manchen Fällen wird bei grossen Neuanlagen von Fabriken zunächst nur ein Teil des Ganzen, etwa die Hälfte, ausgeführt und erst nach Jahren auf die volle Grösse erweitert. Will man nicht zwei vollständige Maschinenanlagen ausführen, auch nicht von vornherein eine auf Jahre hinaus viel zu grosse Maschine aufstellen, so empfiehlt sich die Anwendung des Systemes der Compoundmaschine mit hintereinander liegenden Cylindern aufs beste. Die ganze Anlage wird dann als Zwillings-Compoundmaschine mit 4 Cylindern entworfen und von dieser vorläufig nur die eine Hälfte, also eine vollständige Compoundmaschine der vorliegenden Art, aufgestellt. Würde man in solchem Falle für die ganze Anlage eine zweicylindrige Compoundmaschine mit nebeneinander liegenden Dampfcylindern wählen, so würde man für das erste Bedürfnis

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Die Maschine ergiebt bei 5,5 Atm. Ueberdruck Anfangsspannung im Hochdruckcylinder, bei 25 pCt. Füllung desselben und bei 70 Umdr. in 1 Minute eine inbezug auf den Dampfverbrauch vorteilhafteste Normalleistung von 90N. Der Hochdruckcylinder ist mit Präcisionsventilsteuerung nach Collmann’s Patent versehen, welche in ihrer Gesammtanordnung enau mit derjenigen übereinstimmt, welche in diesem Blatte Band XXVIII (1884) Seite 179 und den Tafeln IX und X, als von derselben Firma ausgeführt, ausführlich veröffentlicht wurde. Indem wir deshalb hier nur darauf verweisen, bemerken wir, dass auch die Construction des kräftigen, voll auf dem Fundamente liegenden Bajonettbalkens, der Kreuzkopfführung, des Kurbellagers, des Kreuzkopfes und des Condensators im allgemeinen mit den a. a. Orte ausführlich dargestellten gleichartigen Teilen übereinstimmt und deshalb hier übergangen werden kann. Der Niederdruckcylinder ist ebenfalls mit Ventilsteuerung versehen, welche jedoch nicht vom Regulator beeinflusst wird, sondern nur von Hand in den Grenzen von 25 bis 50 pCt. Füllung verstellt werden kann. Je ein Einlass- und ein Auslassventil haben, wie beim Hochdruckcylinder, ein gemeinschaftliches Excenter, so dass für die Steuerung jedes Cylinders nur zwei Excenter vorhanden sind. Auch beim Niederdruckcylinder wird der Anhub und der Schluss der Ventile durch die von Collmann für seine Präcisionssteuerung an

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Band XXIX. No. 42 17. October 1885.

gewendete Gegenhebelconstruction in sanftester und doch sehr schneller Weise bewirkt. Beide Dampfcylinder sind ebenso wie der zwischen beiden eingeschaltete Behälter (Receiver) mit Dampfmänteln versehen. Letzterer und der Hochdruckcylinder werden mit Kesseldampf geheizt, welcher aus dem vor dem Dampfabsperrventil in die Dampfleitung eingeschalteten Wasserabscheider entnommen wird, während im Mantel des Niederdruckcylinders Behälterdampf steht. Das Condensationswasser wird aus allen Dampfmänteln durch stetig wirkende Apparate abgeführt. Das Volumen des Dampfbehälters einschl. der Rohrverbindungen zwischen diesem und den beiden Cylindern ist gleich dem Volumen des Niederdruckcylinders. Bezüglich der Construction der Einzelteile ist zu bemerken, dass die Dampfcylinder zweiteilig hergestellt sind in der Weise, dass der innere Arbeitscylinder als einfaches Rohr in den äusseren Cylinder eingeschoben und durch Kupferringe eingedichtet ist. Es ist dadurch die Möglichkeit geboten, für beide Teile die jedem am besten entsprechende Eisenmischung inbezug auf Härte, Zähigkeit usw. auszuwählen. Die inneren Cylinder können erforderlichenfalls leicht ausgewechselt werden. Die Schmierung der Dampfcylinder bewirkt ein Mollerup’scher Schmierapparat *), von dessen Pumpcylinder je ein Röhrchen nach dem Inneren der oberen Ventilgehäuse derart geführt ist, dass dieselben dicht über den Ventilen ausmünden. Das aus diesen Röhrchen austretende Oel wird von dem vorbeistreichenden Dampfe mitgerissen und in feiner Zerteilung dem Cylinderinneren zugeführt.

Beide Dampfcylinder sind durch ein kräftiges Zwischenstück verbunden, welches noch zur Entlastung der Cylinderstopfbüchsen ein Führungslager für die Dampfkolbenstange enthält. Die beiden Cylinder, das Zwischenstück sowie die vordere und hintere Kreuzkopfführung greifen alle mit auf dem Bohrwerke genau hergestellter Feder und Nute in einander, so dass dadurch eine genaue Uebereinstimmung aller Mitten und somit auch ein guter Kolbenlauf gesichert ist. Die Dampfcylinder sind durch eine dicke Filzumhüllung gegen Abkühlung geschützt und mit sauberen Stahlblechmänteln von naturblauer Farbe bekleidet, während die Cylinderdeckel und Ventildeckel gusseiserne Hauben tragen. Die ausführende Firma scheint im allgemeinen unnütze blanke Teile zu vermeiden, so dass eine gewisse einfache Solidität vorherrscht. Trotzdem und obwohl uns glaubhaft versichert wird, dass die Maschine in keiner Weise als Ausstellungsobject ausgeführt worden sei, machte dieselbe einen sehr schmucken Eindruck; sie arbeitete dauernd überaus ruhig und zeigte eine ausgezeichnete Geschwindigkeitsregelung, so dass das erzeugte Glühlicht durchaus tadellos war. Das Preisgericht, welchem für Gruppe »Maschinenbau« anerkannte Fachmänner u. a. Hrn. Professor Pech an, Director der k. k. technischen Fachschule in Reichenberg i/B., angehörten, erkannte der Actiengesellschaft Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengiesserei für die Gesammtleistungen den höchsten Preis zu: die Goldene Medaille der Stadt Görlitz.

Wir geben schliesslich noch eine Beschreibung des hier an den Betriebsseilen zur Anwendung gekommenen Seilschlosses, Patent Engelmann, durch welches die Seilenden, statt wie bisher üblich durch Spleissung, verbunden sind; die Construction desselben ist durch Fig. 20 verdeutlicht”). Es hat eine Länge von nur 105" und besteht aus den beiden Hülsen a, die einerseits mit rundem grobem Gewinde zur Aufnahme der Seilenden versehen sind, und in welche andererseits mit scharfem feinem Gewinde die verbindenden Teile b de c

1) Z. 1885 S. 683. ?) Z. 1884 S. 591 D. R. - P. No. 27389 und Z. 1885 S. 355 D. R.- P. No. 30594.

Maihak, Mitteilungen von der Gewerbe- und Industrieausstellung in Görlitz 1885. 813

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grobe Gewinde der Hülsen a eingepresst werden; ausserdem sind die oberen Enden der Seillitzen über die Grundflächen dieser Kegelschrauben umgelegt und zwischen diesen und den mit Zähnen versehenen Scheibenf mittels je einer Schraube festgeklemmt.

Die beide Kupplungshälften verbindende Scheibe e ist auf einer Seite mit Sperrzähnen versehen, welche entgegengesetzt der Drehrichtung des Seiles gerichtet und mit entsprechenden Zähnen der Scheibe c im Eingriff sind, so dass bei gespanntem Seile eine unbeabsichtigte Verdrehung desselben innerhalb der Kupplung verhindert ist, da die Sperrzähne nur die Drehung nach einer Richtung, und zwar mit der Drehrichtung des Seiles, gestatten. Diese Anordnung ergiebt nun aber auch ein sehr einfaches Mittel zum Nachspannen des Seiles, welches darauf beruht, dass das Seil, in seiner Drehrichtung gedreht, sich verkürzt. Wird demnach die eine der Kupplungshälften festgehalten, so kann vermöge des zwischen e und f befindlichen, der Zahnhöhe entsprechenden Spielraumes die Drehung der anderen Kupplungshälfte erfolgen, wobei die Drehung um je einen Zahn einem gewissen Masse der Verkürzung des Seiles entspricht. Die grossen Vorteile, welche durch diese Eigenschaft der Engelmann'schen Seilkupplung geboten werden, sind ohne weiteres einleuchtend und bereits durch praktische Erfolge bestätigt, weshalb die Görlitzer Maschinenbauanstalt bei ihren Ausführungen umfassenderen Gebrauch von derselben zu machen gedenkt. Diese Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen. Zum Kürzen gedehnter Seile brauchen diese nicht von den Seilscheiben abgenommen zu werden, sondern können leicht und schnell von jedem Arbeiter mit Hilfe eines in die Kupplungshälften einzusetzenden Hakenschlüssels in sich gedreht und derart um das erforderliche Mass bis zu 1" herunter verkürzt werden, während das KürzerSpleissen längeren Zeitaufwand und besonders geübte Leute erfordert. Aus diesem Grunde ist es bei Anwendung des Seilschlosses viel leichter zu vermeiden, dass bei mehrfachem Seilbetrieb einige Seile stärker gespannt sind als die anderen, was auf die Dauer derselben nur günstig wirken kann. Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass bei Anwendung der Kupplung von vornherein nicht mehr Seil notwendig ist, als der betriebsfähigen Seillänge entspricht, und dass das Seil, da es in den Rinnen liegend erst geschlossen wird, beim Aufschlagen keine übermässige Dehnung erfährt und derart auch die betr. Wellen und Lager nicht schädlich beansprucht. Um auch bei Anwendung von kleineren Seilscheiben die Kupplung gegen schädliche Zwängungen zu schützen, ist derselben durch eine entsprechende Ausdrehung der linksseitigen Scheibe c eine ausreichende Biegsamkeit in ihrer Längsrichtung erteilt.

Der Patentinhaber und Fabrikant der vorstehend beschriebenen Seilkupplung, A. Engelmann in Hannover, hatte seinerseits die Ausstellung noch mit einer Sammlung von Transmissionsseilen mit seinen Kupplungen für Draht- und Hanfseile und für verschiedenartige Verwendungszwecke beschickt.

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deutscher Ingenieure.

Ueber Fahrgeschwindigkeits-Controle auf den Eisenbahnen.

Von C. Fink, königl. Eisenbahn-Telegrapheninspector in Hannover.
(Vorgetragen in der Sitzung des Hannoverschen Bezirksvereines am 20. März 1885.)

»M. H.! Auf Bahnstrecken mit starkem Gefälle geschieht es leicht, dass der Locomotivführer, sei es aus Unachtsamkeit, sei es in der Absicht, Fahrverluste einzuholen, dem Zug eine grössere Geschwindigkeit anzunehmen gestattet, als für die Sicherheit desselben zulässig ist. Der Fahrplan schreibt zwar für jede Strecke genau die Geschwindigkeit vor, auch wird hinsichtlich der Innehaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit insofern eine gewisse Controle ausgeübt, als jede Station über Ankunft und Abfahrt der Züge genauen Bericht erstattet; allein diese Controle kann als ausreichend durchaus nicht erachtet werden, da sie wohl Aufschluss giebt über die verbrauchte Gesammtfahrzeit, nicht aber über die Geschwindigkeiten, mit welchen die betreffende Strecke in ihren einzelnen Teilen befahren ist. Man hat eine erhöhte Controle vielfach durch Verwendung von sogenannten Geschwindigkeitsmessern zu erreichen gesucht, welche auf der Locomotive oder in einem der Wagen des Zuges angebracht nach Massgabe der Umdrehungszahl der Räder die Geschwindigkeit

des Zuges anzeigten und registrirten. Allein alle die für

diesen Zweck bis jetzt construirten Apparate haben sich als nicht zuverlässig und nicht genau genug erwiesen. Derartige Controleinrichtungen müssen aber unbedingt genau und zuverlässig arbeiten, wenn sie nicht völlig wertlos sein sollen; denn sobald erst die Locomotivführer den Einwand erheben und dafür Beweise erbringen können, dass die Angaben des Controlapparates ungenau und unzuverlässig sind, dürfte es schwer fallen, sie wegen vorschriftswidrigen Fahrens zur Rechenschaft zu ziehen. u.

Als einzig zuverlässiges und sicheres Mittel zur Erreichung des beabsichtigten Zweckes kann zur Zeit nur die Elektricität bezeichnet werden.

Vorschläge und Versuche nach dieser Richtung wurden zwar schon vor langer Zeit gemacht; allein früher begegnete man ja bekanntlich allem, was nur im entferntesten mit Elektricität – diesem geheimnisvollen, unsichtbaren, unfassbaren Etwas – im Zusammenhange stand, mit grossem Misstrauen und Abneigung, man mied die Elektricität, wo immer angängig, und suchte, wenn auch auf umständlichere und unbequemere Weise, doch möglichst ohne sie fertig zu werden. Heute kann dieser Standpunkt freilich als überwunden angesehen werden.

Den ersten Vorschlag, die Elektricität zur Controle der Fahrgeschwindigkeit zu benutzen, hat schon im Jahre 1845 ein Belgier namens Mauss gemacht. Praktisch durchgeführt wurde dieser Gedanke zuerst im Jahre 1846 von Steinheil auf der Bahnstrecke München – Naunhofen. Diese, wenn auch sehr unvollkommene, Einrichtung bestand schon wie heute aus einer längs der Strecke geführten Telegraphenleitung, welche auf der Controlstation in einem Elektromagnet endigte. Die Leitung durchfloss ein permanenter Strom (Steinheil hatte bei dieser Gelegenheit seinen Gedanken einer Erdbatterie durchgeführt, indem er in München eine Erdplatte aus Kupfer, in Naunhofen eine solche aus Zink, jede von 240 Quadratfuss Grösse, verwendete; der erzeugte Strom soll thatsächlich kräftig genug gewesen sein, um den Elektromagnet genügend zu erregen); jeder Bahnwärter und jede Station besass eine Vorrichtung (Klappe), womit dieser Strom unterbrochen werden konnte, und welche bei der Vorbeifahrt bezw. bei Einund Abfahrt der Züge in Thätigkeit gesetzt werden musste. Bei jeder Unterbrechung der Leitung verlor der Elektromagnet auf der Controlstation seinen Magnetismus und liess seinen Anker los; an der Verlängerung des Ankerhebels befand sich ein Farbgefäss und unter demselben drehte sich eine mit Minuteneinteilung versehene Papierscheibe, durch ein Uhrwerk getrieben, alle zwei Stunden einmal ganz herum; beim Loslassen des Ankers senkte sich das Farbgefäss schreibend auf die Papierscheibe, und da die Entfernungen der einzelnen Wärterposten und der Stationen bekannt war, so konnte aus der Entfernung der Zeichen auf der Papierscheibe auf die

Geschwindigkeit des Zuges in den einzelnen Strecken geschlossen werden. Diese Einrichtung soll eine Zeit lang ganz gut gearbeitet haben, dann aber in Verfall geraten sein.

Im Jahre 1847 construirte dann Bréguet eine Einrichtung, welche ohne Zuthun eines Beamten den Gang der Eisenbahnzüge controlirte, indem diese Züge selbstthätig die in Entfernungen von 20 zu 20" aufgestellten, allerdings noch sehr unvollkommenen Stromschliesser in Thätigkeit setzten und so auf einem auf der Controlstation aufgestellten Chronographen Zeichen hervorbrachten, aus deren Abständen diè Geschwindigkeit bemessen wurde. Der Apparat soll nur gelegentlich versuchsweise Verwendung gefunden haben auf der pneumatischen Eisenbahn von Saint-Germain-en-Laye.

1865 wurde von Bellemare eine Einrichtung angegeben, wonach in Entfernungen von 1000" auf den Holzschwellen längs des Geleises Stromunterbrecher aufgestellt werden sollten, welche bei Vorüberfahrt des Zuges durch diesen selbst in Thätigkeit gesetzt und so auf der Controlstation auf einem Zifferblatte Zeichen hervorgerufen werden sollten. Jedoch scheint auch diese Einrichtung nirgends zur Anwendung gebracht worden zu sein.

Die erste wirklich brauchbare Anlage dieser Art wurde, so viel mir bekannt, Mitte der sechziger Jahre auf der Bahnlinie Basel–Olten durch Hipp ausgeführt. Bei derselben waren längs des Geleises in Abständen von 1000" den Morsetasten ähnliche Pedale angebracht, welche durch die Räder des Zuges niedergedrückt eine nach der Controlstation führende Leitung schlossen und dort bei jedem Niederdrücken auf einer langsam sich drehenden und gleichzeitig sich längs der Achse verschiebenden Papierwalze, welche mit einer genauen Zeiteinteilung bedruckt war, Punkte hervorbrachten, aus deren Abständen die Geschwindigkeit des Zuges beurteilt werden konnte. Diese Einrichtung ist, so viel ich weiss, heute noch in Benutzung.

Etwas später, eben wohl in der Mitte der sechziger Jahre, richtete die Württembergische Staatseisenbahnverwaltung eine Fahrgeschwindigkeitscontroleinrichtung auf der Strecke Amstetten–Geislingen, der sogenannten Geislinger Steige, der Bahn Stuttgart–Ulm ein; dann folgte im Jahre 1874 die Badische Staatseisenbahnverwaltung mit einer gleichen Einrichtung auf der sogenannten Schwarzwaldbahn, Strecke Hausach–Sommerau. Im Jahre 1877 wurde bei Guntershausen (M. W. B.) gelegentlich der daselbst stattfindenden sehr umfangreichen Versuche mit continuirlichen Bremsen eine auf

grosse Genauigkeit bemessene Fahrgeschwindigkeitscontrol

einrichtung hergestellt, die sich jedoch nicht für den hier in Rede stehenden Zweck bezw. für den praktischen Betrieb eignete. Nunmehr ging die vormals Bergisch-Märkische Eisenbahn mit einer grösseren Anzahl solcher Anlagen vor, desgleichen im Jahre 1881 auch die königl. Eisenbahndirection Hannover auf der Strecke von Göttingen bis Münden. Heute sind schon von den wichtigeren Strecken der preussischen Staatsbahnen mit Gefällen bis zu 1 : 100 kaum noch welche vorhanden, die mit solchen Einrichtungen noch nicht versehen wären. Für das laufende und für das nächste Etatsjahr sind weitere ausgedehnte Anlagen auf Strecken mit noch geringeren Gefällen in Aussicht genommen. Ich komme nun zur näheren Beschreibung einer solchen Fahrgeschwindigkeitscontroleinrichtung in ihren einzelnen Teilen, indem ich als Beispiel die bezüglichen Anlagen auf der Linie Göttingen – Cassel wähle. »

Längs des Geleises sind in entsprechenden Abständen Contactvorrichtungen angebracht, welche durch die darüber hinwegrollenden Fahrzeuge in Thätigkeit gesetzt werden, und zwar derart, dass beim Ueberfahren der betreffenden Vorrichtung der Contact zwischen der die sämmtlichen Vorrichtungen verbindenden Telegraphenleitung und der Erde hergestellt und so der Stromkreis einer auf der Controlstation

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