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Band XXIX. No. 41.

10. October 1885.

Patentbericht.

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zum Undurchsichtigmachen für weisses Email, als Thon, Porzellanerde, phosphorsaurer Kalk u. a. m. Soll das Email eine bestimmte Farbe erhalten, so erhält dieselbe als Färbemittel Zusätze von Metalloxyden, welche die Farbe bedingen.

Es gelangen zur Anwendung Gelb: Antimonoxyd, antimonigsaures Kali, antimonigsaures

Bleioxyd, Silberoxyd, Eisenoxyd. Rot: Eisenoxyd-Thonerde, Natrium-Goldchlorid, Zinn

chlorid-Goldchlorid, Cassius'scher Purpur. Orange: Gemische aus gelb und rotbraun färbenden Körpern. Grün: Kupferoxyd, Chromoxyd oder Eisenoxydul. Blau: Kobaltoxydul, Kobaltsilicat (sog. Smalte), der Zaffer. Violett: Mangansuperoxyd. Braun: Eisenoxyd. Schwarz: Eisenoxydul in grösseren Mengen oder blau, grün

und violett färbende Körper zusammen. Dies sind die hauptsächlichsten Grundfarben, aus denen die Farben für die Emailmalerei in den gewünschten Farbentönen vom Maler zusammengestellt werden.

Die auf Kollergängen und Mahlmühlen gut pulverisirten Rohstoffe werden in

den entsprechenden Verbältnissen innig gemischt und in Tiegelöfen mit Gasfeuerung geschmolzen, das erhaltene glasige Email wieder zerkleinert und vermahlen. Das Mahlproduct wird gesiebt und geschlemmt und ist dann fertig zum Ueberziehen der Gegenstände. Bevor die Blechgeschirre mit Emailmasse überzogen werden, sind dieselben mit Säure abgebeizt, in Sodalauge neutralisirt und dann getrocknet zu dieser Arbeit vorgerichtet worden.

Der erste Auftrag, das Grund- Email, bildet einen dünnen elastischen Ueberzug. Das Ueberziehen erfolgt durch Uebergiessen, Eintauchen in die Emailmassen und Herumschwenken, wie dies beim Auftragen der Glasar in der Thonwarenfabrikation geschieht. In der Regel erhalten die Gegenstände drei Ueberzüge, die einzeln im Emailofen aufgebrannt werden, Das Aufbrennen geschieht in einer Thonmuffel, welche von einer Gasfeuerung eigenen Systems bis zur Weissglut erhitzt wird. Die Oefen gestatten, Brenn- und Heizraum vollkommen zu trennen, wodurch Reinlichkeit und Bequemlichkeit erzielt wird; ferner bieten dieselben den Vorteil, grosse geräumige Trockenherde, auf denen das aufgetragene Geschirr vor dem Brande lufttrocken erwärmt wird, mit den abziehenden Gasen genügend zu heizen

Die Emaillirung wird zumeist in blau-weissem und sogenanntem Granitgeschirr ausgeführt; doch werden auch marmorirte und weiss-emaillirte Geschirre, letztere mit einfachem Decor bemalt und neuerdings gebrannt, als Imitation einzelner Porzellangegenstände hergestellt. Die Geschirre gelangen mit unserer Etikette und der Aufschrift »Giftfrei«, »Brauchbarkeit für alle Zwecke der Küche«, »Garantirt« in den Handel.

Unsere Glasur ist frei von jeglichem Schwermetall und bietet als ein reines Silicat von alkalischen Erden die Garantie der Aufschrift.

Nicht alle in den Handel kommenden Glasuren bewahrheiten den gewählten Titel »Gesundheitsgeschirr«, wie uns eine von Prof. Dr. Claassen in Aachen im Mai 1878 veröffentlichte Lösungstabelle über Glasuren von Kochgeschirren bei Behandlung mit 10 proc. Essigsäure nachweist. Von den aus 13 inländischen Fabriken zur Untersuchung gelangten inneren Glasuren ist das Thaler Email das beständigste und erhält in der Tabelle die No. 1, während wir aus den Lösungen ersehen, dass eine grosse Anzahl dieser Glasuren geradezu gesundheitsgefährlich ist.

Durch Schreiben des Reichsgesundheitsamtes und Atteste hervorragender Autoritäten ist wiederholt festgestellt, dass die Thaler Glasur alle Eigenschaften eines guten Porzellans hat, soweit Zwecke der Küche in Betracht kommen. Dieselbe ist nahezu unempfindlich gegen Essigsäure und Salzsäure, starke Mineralsäuren lassen erst nach wochenlanger Behandlung eine schwache Einwirkung auf die Oberfläche erkennen.

Es verdient mit Nachdruck hervorgehoben zu werden, wie sehr die in Lösung gehenden Stoffe und namentlich die metallischen Zusätze die zubereiteten Speisen vergiften und die Gesundheit benachteiligen. Ausser der chemischen Untersuchung kann man sich auch der natürlichen Sinne des Geruches und Geschmackes als guten Prüfungsmittels bedienen, indem manche Speisen in schlechtem Email gekocht Farbe und Geschmack verändern. Als vorzügliches Prüfungsmittel dienen der bekannte Sauerkohl und Himbeersaft. Während unbeständige, von den organischen Säuren angegriffene Emaillen Farbe und Geschmack des Kohles dergestalt verändern, dass derselbe dunkel bis grasgrün gefärbt wird und dementsprechend unangenehm bis widerlich schmeckt, bleibt derselbe in unserer Glasur gekocht unverändert und kann ohne würzenden Zusatz als vollkommen rein und angenehm schmeckend genossen werden. Aehnlich verhält es sich mit Himbeersaft, welcher durch die in Lösung gehenden Stoffe schmutzig dunkel bis bläulich gefärbt wird, während in unserer Glasur die reine helle Farbe unverändert bleibt.

Unsere Production an emaillirten und verzinnten Geschirren für den Verkauf beträgt im Durchschnitte der letzten Betriebsmonate etwa 85,000kg = etwa 160- bis 165 000 Stück Geschirre pro Monat.

In dem jetzt schliessenden Geschäftsjahre 1884/85 sind 850000kg Geschirre im Werte von etwa 1235 000 M abgesetzt, von denen ein grosser Teil nach fast allen civilisirten Staaten des Weltballes exportirt wurde, wodurch Verbindungen angeknüpft sind, die noch der Erweiterung entgegengehen; denn auch auf diesem Gebiete haben deutsche Technik und Gewerbefleiss Erfolge aufzuweisen, die keine ausländische Concurrenz überflügelt und ihnen einen gebührenden Anteil auf dem Weltmarkte sichert.«

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Patentbericht.
Kl. 13. No. 32430. Zuführung erhitzter Luft in die fällt die Oeffnung 1 und gelangt in den Behälter a des Spitz-
Heizröhren von Dampfkesseln. J. Tobin und R. Schram, kastens G, um von dort zur Setzmaschine zu wandern. Die

London. In jedes Heizrohr leichtere Trübe überfludet jedoch den Schieber I und gelangt
ist ein enges Luftzuführungs-
rohr b eingelegt, welches in
der Nähe der Feuerbüchse in

F
einen kegelförmigen Schuhe

&
'6

mündet. Durch letzteren wird
die Richtung der zuströmenden
Luft in die Richtung des Heiz-

d

H gasstromes gelenkt. Sämmtliche Röhren b. gehen von einem in der Rauchkammer untergebrachten, mit der freien Luft in offener Verbindung stehenden Kasten aus.

Kl. 1. No. 32315. Aufbereitungsapparat mit horizontalem Strome. J. Klaucke, Bochum und A. Becker, Dortmund. Behufs Separation im horizontalen Strom ist in einem Spitzkasten das beweglich hängende Gefluder Fange- zu den Schiebern II bis V, fällt durch die Oeffnungen 2 bis 5 bracht, in welchem sich verstellbare Schieber I... V vor den in die Behälter b c d ef, aus denen sie ebenfalls zur Setzim Boden angebrachten Oeffnungen 1, 2 bis 5 befinden. Die maschine gelangt, während die geklärte Trübe durch H bei E eintretende Trübe stösst zunächst auf Schieber I, durch- abfliesst.

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deutscher Ingenieure.

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dazu passende Ausdrehung in b kann die Walze auch auf c festgestellt werden.

Kl. 38, No. 32437. Blockhalter für Mittelgatter.

Gebr. Schmidt, Freudenstadt (Würt

Ded temberg). Um Blöcke verschiedenster Stärke sicher feststellen zu können, ist auf dem Hinterschemel ausser dem Halter a mit seinen

в b durch Schrauben e hemmbaren Keilen d ein zweiter Halter ai mit einer zweiten Reihe von Keilen d angebracht, welcher am Ständer b

d senkrecht geführt ist und durch eine Schraube c festgeklemmt werden kann.

Kl. 47. No. 32446. Fangvorrichtungen für sich nach abwärts öffnende Gefässdeckel. A. Wernicke, Halle a/S. Die Vorrichtungen dienen dazu, untere Deckel an Gefässen (Diffuseuren u. drgl.) von einer oberen Bühne aus bequem zu handhaben. Wenn man durch eine Vierteldrehung der Kurbel a und des mit Schraubenflächen versehenen flachen Kopfes den Dichtungsdruck gegen das gabelförmige Ende

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Auffahren der Weiche zuerst die abstehende Weichenzunge A durch die Räder des Fahrzeuges verschoben wird und die Scheibe R umdreht und hierdurch zunächst die Verrieglung der anliegenden Weichenzunge D aufgehoben wird, diese selbst abgezogen wird und nun durch den Spurkranz, wenn nötig, noch weiter abgedrängt werden kann. Kl. 31. No. 32380. No. 32380. Verfahren zur Herstellung ge

gossener Rohrkrümmer. H. Winnesberg, Saarn a/Ruhr. Die Krümmer

modelle A A, A, werden so O,

zusammengelegt, dass sie mit den zwischenliegenden Stücken BBB, welche zugleich als Kernmarken dienen, einen geschlossenen Ring bilden. Der mit der Schablone gezogene oder in

der Coquille angefertigte ai

Kern ist ebenfalls ein geschlossener Ring. Derselbe

enthält eine Strohseilseele und die Oeffnungen CC,C,, welche den beim Gusse sich bildenden Gasen den Abzug gestatten.

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an

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Kl. 31. No. 32580. Verfahren zur Herstellung von

Sandformen. F: Hahn, Laasphe. Um der Sandform die grösste Dichtig. keit in der Nähe der Modelleindrücke zu geben, lässt man den Druck an der Modellplatte beginnen, so dass derselbe

den dieser zunächst liegenden Stellen der Sandform am stärksten wirken muss. Der mit dem Kastenbrette c auf der Gleitplatte b angeordnete Hauptformkasten d wird mit Sand gefüllt, dann der Hilfsformkasten en dessen äusserer Umfang ein wenig kleiner als die lichte Weite des Kastens d ist, auf den Sand gestellt und ebenfalls mit Sand gefüllt. Beim Niederschrauben der Pressplatte n wird das

an derselben sitzende Modell 2 im Sande des Kastens e abgedrückt und letzterer teleskopartig in den Kasten d hineingeschoben; in gleicher Weise wird die zweite Formhälfte hergestellt.

Kl. 38. No. 32344. Apparat zur Zuführung der Hölzer an Säge- und Hobelmaschinen. Sächsische Stickmaschinenfabrik (Albert Voigt), Kappel bei Chemnitz. Um windschiefe Hölzer in windschiefe, gleich dicke Bretter zu zerschneiden oder auf den windschiefen Flächen zu hobeln, werden dieselben dicht am Sägeblatte bezw. Messerkopfe durch parallele feste Backen geführt, während die zurückgelegenen Zuführungswalzenb vermöge des Kugelgelenkes i k sich auf ihren Triebachsen c schief stellen können.

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des Deckelbügels aufhebt und dann die dahinter liegende Klinke d (Figur rechts) durch Heben des Griffes e auslöst, wird der Hebel h, dessen Ausschlag durch das Laufgewicht g geregelt ist, von der Klinke f gefangen. Löst man diese durch einen Tritt auf i aus, so wird der zurückschwingende Deckel von der Klinke d gefangen und kann sammt dieser durch, einen Tritt auf den Hebel m vollends gehoben und durch Zurückdrehen der Kurbel a fest angepresst werden.

Kl. 46. No. 32296. Gasdruckregulator für G asmotoren. J. Hillenbrand, Mannheim. Bei geringe m Gasverbrauche der Maschine ist auch die Reibung in der Leitung von b zur Maschine gering; die wegen der Führunge n ln nicht drehbare Glocke m steigt mit ihrem weiteren Teil üb er Wasser und die Belastung bei g verteilt sich über eine gröss e re Fläche gleichzeitig dreht der gewundene Flachstab k die Scheibe

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Zuschriften an die Redaction.

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mit ihrem durchlochten Teil über die volle Fläche der Scheibe j (s. Nebenfiguren). Bei gesteigerter Geschwindigkeit und Gasreibung sinkt m, öffnet h und giebt einen vergrösserten Flächendruck, so dass die Gasspannung an der Entnahmestelle ganz

infolge dessen die Unterseite des Siebes in ihrer ganzen Ausdehnung von einer überall gleich starken Windströmung getroffen und eine dem Mahlgut angepasste Windregelung ermöglicht wird.

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Kl. 81, No. 31943, Rangirvorrichtung für pneumatische Rohrbahnen. A. Brisbane und R. Gillham, Kansas City (V. St. A.). An den Zwischenstationen, wo die Fahrzeuge ausrangirt werden sollen, sind in die Rohrleitung dicht verschliessbare Gehäuse eingeschaltet. Innerhalb derselben sind mit Uebergewicht e versehene Klappen H angeordnet,

H welche, wenn sie von der Central

長 bb station aus mittels eines Elektromagneten i ausgelöst werden, in die gezeichnete Stellung schwingen und dadurch das Fahrzeug J in einen Zweigkanal f überführen, aus dem es nach Oeffnen einer Klappe g entfernt wird. Dabei geht der Luftstrom aus dem links gelegenen Teil a des Hauptrohres durch die Oeffnung o in dem Rohre f und die Veffnungen b in das rechts gelegene Hauptrohr al über, erleidet also während der Zeit keine Unterbrechung. Beim Eintritt in den Kanal f stösst das Fahrzeug gegen den Arm c der Klappe und bringt diese dadurch wieder in gleiche Richtung mit dem Hauptkanal aal. Auf der Achse der Klappe ausserhalb des Gehäuses ist ein Zeiger angebracht, um die Stellung der Klappe von aussen erkennen zu können.

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Kl. 86. No. 32486. Verfahren zur Imitation von oder nahezu unverändert bleibt. k hat in h Spielraum, welcher Smyrna-Teppichen. J. Kohn & Co. und F. Watzlawik, für die kleinste Gasentnahme genügt und die Auf- und Ab- Wien. Die Erzeugung der Smyrna-Teppich-Imitationen erschwankungen der Glocke bei sich gleichbleibenden Ladehüben

folgt dadurch, dass als Eintrag für eine Kette aus Bindfaden der Maschine nicht auf Drehung der Scheibe h einwirken ungedrehte Chenillestreifen verwendet werden, zu deren Herlässt.

stellung so viele Ketten aus verschiedenfarbigen Wollfäden Kl. 49. No. 32300. Bohrhebel

benutzt werden, als die das Teppichmuster darstellende Pamit Reibungsantrieb. R. St. Solomon,

trone verschieden gemusterte Reihen hat; es entspricht bei Capstadt. Die bei Bohrknarren übliche diesen Ketten, welche die Breite des herzustellenden Teppichs Sperrklinke mit Sperrrad ist durch einen haben, die Reihenfolge der Farben der Wollfäden der FarbenSperrkeil c ersetzt, welch letzterer sich reihenfolge in den verschiedenen Reihen der Patrone. In bei der Arbeitsbewegung des Griffes zwi

diese Ketten a, Fig. 1,

Fig. 1. schen Spindel und Hebelkopf festklemmt,

werden nach einander während er sich bei der Rückwärts

ein Holzstab b, dessen

Breite der zu erzeugenbewegung des Hebels von selbst löst.

den Florhöhe des TepKl. 50. No. 32202. Griesputz

pichs entspricht, einige
maschine. W. Seck, Bockenheim.

Schuss Wollgarn c, ein se
Der Wind wird bei dieser Maschine zu-

oder zwei Schuss Bind-
nächst in zwei längs der Maschine liegende

a

faden d, wieder einige Kanäle b und c geführt; dieselben sind Schuss Wollgarn ch und

Fig. 2. durch eine Anzahl querliegender Röhen d

nochmals ein Holzstab 21 verbunden, welche an der höchsten Stelle

eingetragen, worauf sich mit kleinen Oeffnungen versehen sind, die so weit von ein- diese Einschüsse in der ander liegen, dass die einzelnen denselben entströmenden Luft

angegebenen Reihenfolge strahlen sich unmittelbar unter der Siebfläche vereinigen, wiederholen. Alsdann

wird die Kette a zwi-
schen je zwei Holzstäben 661 durchschnitten und nach Ent-
fernung der letzteren jeder Streifen an den Stellen, wo sich
die Wollgarnfäden col befinden, vernäht und schliesslich wer-
den die Bindfäden d herausgezogen. Die verschiedenen Che-
nillestreifen werden den auf einander folgenden Reihen der
Patrone gemäss numerirt und mittels dreikantiger Stäbe in

Fig. 2, auf welchen sie befestigt werden, damit sie die erfor6

liche Länge beibehalten, in die Bindfadenkette az eingetragen. Das Aufrichten der Florfäden a geschieht durch Bürsten. Nach dem Entfernen des Stabes į aus dem Fache werden, bevor ein neuer Chenillestreifen eingetragen wird, mehrere

Wollfäden j eingeschlossen.

Zuschriften an die Redaction.
Versuche mit einer Corlissmaschine.

hat der Mantel lediglich den Zweck, die während der Arbeitsperiode

notwendiger Weise auftretende teilweise Condensation des Dampfes Geehrte Redaction!

aus dem Cylinderinneren in den Mantel zu verlegen. Bei ungeAnknüpfend an die Wiedergabe des Vortrages »über die Versuche mantelten Maschinen verdampft das gebildete Wasser während der mit einer Corlissmaschine« auf S. 749 der Zeitschrift möchte ich eine Austrittperiode und entnimmt den Wänden des Cylinders Wärme; persönliche Ansicht betreffs der Mantelwirkung vorbringen, um deren kann sich das Wasser in dem Mantel niederschlagen, so ist dasselbe Veröffentlichung ich ergebenst ersuche. Nach meiner Auffassung leicht zu entfernen, ohne dass die vorher abgegebene Wärme wieder

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deutscher Ingenieure.

aufgenommen wird. Hierin liegt der Vorteil des Mantels; ungeeignet wäre es demnach, den Dampf von dem Kessel durch den Mantel in den Cylinder zu führen. Die Mäntel sind stets gesondert von dem Cylinderinneren mit frischem Kesseldampfe zu speisen; lebhafter Umlauf in denselben ist erwünscht und kann leicht erreicht werden durch Anwendung einer Circulationspumpe oder eines kleinen Injectors, welche ununterbrochen nach dem Kessel zurückarbeiten.

Gegen den Inhalt des Satzes S. 751: »Dampfmäntel versprechen »im allgemeinen günstige Resultate in solchen Fällen, wo man dem »Cylinder möglichst trockenen Dampf zuführen kann, wogegen bei der » Anwendung von Dampf mit grossem Wassergehalte die Mäntel eher

·»schädlich als förderlich wirken werden,« möchte ich einwenden, dass
Maschinen, welche mit nassem Dampfe arbeiten müssen, bei geheizten
Mänteln mit demselben Procentsatze ökonomischer wirken als
Maschinen, denen trockener Dampf zugeführt wird; der Mantel nimmt
in beiden Fällen Niederschlagwasser auf und verhindert die Wieder-
verdampfung. Die geringe Menge des Mantelwassers während der
Versuche in Creusot, pur 3 pct. bei der Condensationsmaschine, ist
auffallend; gewöhnlich findet man 10 pct. der Gesammtdampfmenge.

Hochachtungsvoll
Berlin, den 27. September 1885.

R. Krause.

Litteratur. F. Kraft, Sammlung von Problemen der analytischen nach Massgabe bewährter Constructionen aufgestellt worden Mechanik. Lieferung 4 bis 11. Stuttgart, Metzler. 1885. sind. So sehr dadurch nun auch die Arbeit erleichtert wird, so

Der vierte Teil des Werkes behandelt die Statik. Zu- muss doch vor zu ausgedehntem Gebrauche dieses Behelfes nächst wird das Gleichgewicht starrer materieller Systeme gewarnt werden, da die Selbstständigkeit des Entwerfens ohne und mit Berücksichtigung der Reibung behandelt; das hierdurch beeinträchtigt oder überhaupt nicht ausgebildet zweite Kapitel enthält Untersuchungen über den Schwerpunkt wird. Vielfach sind von den Docenten, die das Entwerfen homogener und heterogener Systeme, über den Mittelpunkt an technischen Lehranstalten leiten, Zusammenstellungen von paralleler Kräfte und die Sätze von Pappus (betr. Rotations- Skizzen der einfachen Maschinenteile veranstaltet worden, flächen und -Körper); das dritte Kapitel lehrt die Anwendung die, zunächst für den Unterricht bestimmt, in den betr. Vordes Principes der virtuellen Geschwindigkeiten. Hiermit lesungen die nötige Erläuterung und Begründung erfahren. schliesst der erste Band ab.

Derartige Sammlungen sind für den Studirenden von grossem Den zweiten Band eröffnen die zwei letzten Kapitel der Werte, da er im Fall einer Unklarheit das Heft oder den Statik, die Untersuchungen über Attraction und das Gleich- Docenten befragen kann; nicht ganz ebenso aber verhält es gewicht veränderlicher materieller Systeme (veränderliche sich mit der Benutzung solcher Tafelwerke von Seiten anderer, ausdehnbare Systeme und völlig biegsame, elastische Fäden) da alsdann nur eigenes Nachdenken an zweifelhaften Punkten umfassend. Die Probleme der Kettenlinien finden hier ein- helfen kann. Eine Sammlung der obbezeichneten Art ist gehende Erörterung.

nun auch das vorliegende Werk. Die Maschinenelemente Die Dynamik (fünfter und letzter Teil) wird mit dem werden, in bekannter Reihenfolge gruppirt, in vortrefflichen Studium der Bewegung des materiellen Punktes (geradlinig, Skizzen vorgeführt; Verhältniszahlen sowie Tabellen, welche krummlinig, auf vorgeschriebener Bahn) begonnen und darauf die Benutzung wesentlich erleichtern, sind in grösster Ausführdie Trägheitsmomente eingehend behandelt. Die folgenden lichkeit beigegeben. Vielleicht aber hätte es sich empfohlen, Kapitel enthalten: 3. Princip von D'Alembert (Verwendung betreffs der Verhältniszahlen sparsamer vorzugehen, besonders bei einem Punkt und bei einem Systeme von Punkten); da sich doch nicht alle möglichen Fälle berücksichtigen 4. Erörterung der dynamischen Principien; 5. Rotation un- lassen. Für Achsen, Wellen, Kurbeln, Kurbelachsen usw. veränderlicher materieller Systeme um eine Achse (Schwin- ist die rechnerische Ermittlung der Abmessungen benutzt gungsmittelpunkt, Pendel, Schwingung einer Unruhe); 6. Be- worden, obwohl die graphische Methode hier doch entschieden wegung starrer materieller Systeme parallel einer Ebene zu bevorzugen ist, da sie ein Bild der Inanspruchnahme (ohne und mit Reibung); 7. Bewegung eines starren materiellen bietet. Eine zu weitgehende Benutzung der graphischen MeSystemes in 3 Richtungen (Centrifugalpendel, Regulatoren); thode halten wir nicht für angezeigt; doch giebt es eine ganze 8. Bewegung unter dem Einflusse von Stofskräften (Stoss Reihe von Aufgaben, bei denen sie nicht vermieden werden sphärischer Körper; die Systeme besitzen Translations- und dürfen. Rotationsbewegung); 9. Kleine Schwingungen (parallel einer

Die dargestellten Maschinenteile zeigen im allgemeinen Ebene und in drei Richtungen); 10. Bewegung veränderlicher gefällige Formen und zweckentsprechendes Aeussere; ab und materieller Systeme (Bewegungen von Fäden); 11. Lebende zu hätte eine etwas leichtere Construction den Zweck wohl Wesen.

auch erreichen lassen. Eine eingehendere Betrachtung des ungemein reichen In

Das Werk wird sich bei seiner Billigkeit, Reichhaltigkeit haltes ist hier leider nicht möglich, sondern muss mathe- und trefflichen Ausführung gewiss viele Freunde gewinnen. matischen Zeitschriften zugewiesen werden. Wir begnügen

K. uns hier mit dem Hinweis auf das s. Z. über Anlage und Charakter des Werkes Gesagte; wir besitzen in dieser mit

Bei der Redaction eingegangene Bücher: grösstem Zeitaufwande hergestellten Sammlung eine uner

Karmarsch und Heeren's Technisches Wörterschöpfliche Quelle von Anregungen nach allen Richtungen

buch. Dritte Auflage, ergänzt und bearbeitet von Kick und hin, und sei deshalb allen interessirten Kreisen, vor allem den

Gintl. Lieferung 78. Prag 1885, A. Haase. Studirenden, eine eingehende Beschäftigung mit dem Werk

Die Salz-Industrie von Stassfurt und Umgegend. ans Herz gelegt. Die Ausstattung ist eine treffliche, der

Von Dr. Precht. Zweite Auflage. Stassfurt 1885, R. Weicke. Preis von 22 M für 2 Bände zu 650 Seiten ein verhältnis

Bewegung des Wassers in Kanälen und Flüssen. mässig geringer.

K.

Tabellen und Beiträge zur Erleichterung des Gebrauches der

neuen allgemeinen Geschwindigkeits-Formel von Ganguillet 0. Grove, Formeln, Tabellen und Skizzen für das

& Kutter. Herausgegeben von W. R. Kutter. Preis Entwerfen einfacher Maschinenteile. Hannover, Schmorl & v. Seefeld. 1885. M 6.

Fortschritte in der Erdbohrtechnik. Von A.Fauck. Das Gebiet der Construction der einfachen Maschinenteile ist in den letzten Jahren mehr und mehr Gegenstand

Leipzig 1855. Arthur Felix. eingehender Studien und die betr. Litteratur um

Ueber Grubenventilatoren. Von Daniel Murgue,

bearbeitet von Julius Ritter von Hauer. Leipzig 1884. chen dankenswerten Beitrag bereichert worden. Ausser den

Arthur Felix.
Festigkeitsdimensionen sind ganz besonders die empirischen
Abmessungen von grösster Wichtigkeit, weil diese durch eine

Constructionen von Gasanalysen apparaten für grosse Anzahl von Umständen, wie Materialeigenschaften, die praktische Verwendung in Hüttenwerken und Fabriken. Art der Herstellung, Formenschönheit, Abnutzung usw. be- Von H. Schellhammer. Leipzig 1884. Arthur Felix. einflusst werden, über welche es dem jungen Constructeur an

The Interoceanic Problem and its scientific Ueberblick gebricht. Man ist daher auf das Auskunftsmittel solution. An address before the American Association for der Verhältniszahlen und der Bezugseinheiten gekommen, die the Advancement of Science. By Elmer L. Corthell.

7 M gbd.

man

Selbstverlag des Vereines.

Commissionsverlag und Expedition: Julius Springer in Berlin N.

A. W. Schade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin $.

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Angelegenheiten des Vereines.
Zum Mitglieder-Verzeichnisse.

Württembergischer Bezirksverein.

Wilh. v. Kankelwitz, Maschinenbaumeister, Prof. am Polytechni-
Aenderungen.

kum, Stuttgart.
Berliner Bezirksverein.

Keinem Bezirksverein angehörend. Gaede, kaiserl. Marine-Schiff bauingen., Berlin W., Bülowstr. 49/50.

Eduard Brand, Ingenieur, Schieferbruch Arnsberg bei Unterlognitz J. Heber, Ingenieur, Berlin N., Schönhauser Allee 168.

i/Thüringen. Hamburger Bezirksverein.

Max Dorn, Ingenieur der Bremer Baumwollspinnerei und Weberei, Johs. Flashoff, Ingenieur des Nordd. Vereines zur Ueberwachung

Grohn-Vegesak. von Dampfkesseln, Hamburg.

Herm. Garbe, Ingenieur, i/F. Herm. Garbe & Co., Berlin S., PrinRich. Hassert, Ingenieur des Nordd. Vereines zur Ueberwachung

zenstr. 74. von Dampfkesseln, Hamburg.

Th. Keubler, Director des Eisenhüttenwerkes Keula bei Muskau.
Hannoverscher Bezirksverein.

J. O. Knoke, Ingenieur der Sächs. Dampfschiffs- u. Maschinenbau-
C. Heydenreich, Chemiker, Niederschönweide.

anstalt d. Oesterr. N.-W. Dampfschifff.-Ges., Dresden-N. Karlsruher Bezirksverein.

Oscar Schauer, Director der Norddeutschen Wollkämmerei und Karl Seidensticker, Ingenieur der Maschinenbau-Ges. Germania,

Kammgarnspinnerei

, Delmenhorst. Tegel bei Berlin.

Carl Schnabel, Ingenieur bei H. Averkamp, Berlin 0., Blumen-
Magdeburger Bezirksverein.

strasse 32. L. Gebhard, Civilingenieur, Magdeburg.

E. Walger, Director des Hammer'schen Sägewerkes, Riga.
Th. Lange, Civilingenieur, Sudenburg-Magdeburg.

Fr. L. Weismüller, Ingenieur bei Dr. C. Otto & Co., Dahlhausen.
G. Wernike, Ingenieur bei J. John, Lodz (Russisch Polen).
Oberschlesischer Bezirksverein.

Neue Mitglieder.
Ernst Schulze, Ingenieur, Kattowitz O/Schl., Gen.-Vertr. v. Gebr.

Frankfurter Bezirksverein. Körting, Hannover, f. d. Reg.-Bez. Oppeln (Schlesien).

Franz Schlink, Schiffs- und Krankettenfabrikant, Mainz.
Paul Skrzipietz, Gaswerksbesitzer, Tarnów (Galizien).

Ludw. Zweigle, Ingenieur bei Conr. Ranke Söhne, Frankfurt a/M.
Pfalz-Saarbrücker Bezirksverein.

Keinem Bezirksverein angehörend.
C. E. Detzner, Ingenieur, Berlin S.W., Dennewitzstr. 11.

Carl Tüllmann, Ingenieur der Maschinenfabrik von J. H. Honer,
Sächsischer Bezirksverein.

Ravensburg.
Hermann Göldel, Ingenieur, Breslau, Ohlau-Ufer 7.

Gesammtzahl der ordentlichen Mitglieder: 5405.

Fig.

1.

1

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Die Weltausstellung in Antwerpen (1885).

Von Herm. Fischer, Professor an der technischen Hochschule in Hannover. Auf den Gebieten, über welche ich zu berichten mir vor

Schmiedehämmer sind in einiger Zahl ausgestellt. genommen (Werkzeugmaschinen für Metall- und Holzbearbei- Brinkmann & Co. in Witten a. d. Ruhr und B. & S. Massey tung, Zerkleinerungsmaschinen, Maschinen zur Verfertigung in Openshaw, Manchester, zeigen kleinere Dampfhämmer be

Thonwaren und Kohlenziegel, Heizung und Lüftang) kannter Bauart, während bietet die Antwerpener Weltausstellung äusserst wenig neues. die Société Cockeril Das mag teils Folge der kurzen Fristen zwischen den Aus- in Seraing mit einem stellungen, teils der rascher als früher arbeitenden technischen gewaltigen DampfhamLitteratur sein.

mer glänzt, dessen BärFür den Beschauer hat es jedoch auch Wert, solche gewicht zu_100t angeDinge, welche durch Beschreibung und Zeichnung ihm bekannt geben ist. Das Gestell geworden sind, in Ausführung vor sich zu sehen, sodass eine dieses Hammers (welwesentliche Seite des Zweckes einer solchen Ausstellung durch cher übrigens nur im jenen Umstand nicht berührt wird. Der Berichterstatter, dem naturgrossen Holzmodell nur Wort und Bild für die Darstellung der Gegenstände zur vorhanden ist) ist aus Verfügung stehen, ist verpflichtet, mit möglichster Knappheit Blech und Winkeleisen zu verfahren und in vielen Fällen sich mit der Anführung verfertigt; 4 kastenförgeeigneter Quellen zu begnügen. Dieser Gesichtspunkt ist bei mige Eckpfeiler von etwa Abfassung des folgenden für mich massgebend gewesen,

quadratischem Querschnitt sind pyramidenartig zusammenge

stellt und oben durch Blech und Winkeleisen mit einander Werkzeugmaschinen für Metallbearbeitung.

verbunden. In halber Höhe, und zwar in der Breitenrichtung Es sollen unter dieser Ueberschrift nur die Bedürfnisse des Gestelles, verbindet ein im Aeusseren I-förmiger wagder Maschinenfabriken berücksichtigt werden.

rechter Balken die 4 Eckpfeiler und trägt zu gleicher Zeit Die gesammte Ausstellung enthält nur einen Kupolofen

die Hammerführung. Unten sind 4 etwa 14cm dicke Anker oder Schachtschmelzofen, nämlich denjenigen des Phönix

für die Verbindung der Eckpfeiler verwendet. Die Art der zu Gent; derselbe ist mit 6 in 2 nahe übereinanderliegenden

Steuerung war nicht genau zu erkennen. Ringen verteilten gewöhnlichen Düsen versehen und wird nach

Ant. Fetu & Deliège in Lüttich haben einen Feder

hammer mit C-Gestell) geliefert. Bemerkenswert istan unten entleert.

demselben nur, dass dem Ambos gegenüber eine Durchbrechung Schmiedeessen, und zwar nur Feldessen mit Balggebläse, hat A. Enfer jun. in Paris ausgestellt. Eigenartig

des Gestelles angebracht ist, um längere Schmiedestücke durch

sie hindurchstecken zu können. ist an denselben nur die Einführung des Windes in die an

Die Längsrichtung des der Rückwand der Feuerstelle festsitzende Düse, welche die

Ambos liegt quer zum Gestell, und das Bremsband besteht

aus Leder. Querschnittsfigur 11) versinnlicht. Es soll durch den Zwischen

Die Giesserei und Fabrik landwirtschaftlicher raum zwischen Düseninnenwand und der Aussenseite der

Maschinen in Konstanz hat zwei Luftfederhämmer eigener Windröhre Luft eingesogen werden, wohl behuf besserer Kühl

Bauart?) ausgestellt. Die Lenkstange des oben liegenden haltung der betreffenden Teile.

Krummzapfens oder die an einen oben gelagerten doppel1) Bezüglich der Figuren dieses Berichtes ist zu bemerken, dass

armigen Hebel fassende Stange ist mit einem an zwei festen bei der grossen Zurückhaltung der Aussteller und der strengen

Stangen geführten gusseisernen Stiefel verbunden; der Kolben
Durchführung des Verbotes, in der Ausstellung zu zeichnen, der
Berichterstatter sich darauf beschränken musste, Handskizzen des

1) Dingl. polyt. Journ. 1874, Bd. 213, S. 194, m. g. Abb. Gesehenen nachträglich anzufertigen.

2) D. R.-P. No. 17726.

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