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deutscher Ingenieure.

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brachte Erhöhung m gegen das Rad i hin bewegt, so dass i in j eingreift. Um einem willkürlichen Zurückschnellen des Schützentreibers vorzubeugen, nachdem die Zahnstange, durch Feder r zurückgezogen, mit dem Räderwerk ausser Eingriff gekommen ist, befindet sich an der Lade ein mittels einer Feder stets nach abwärts gezogener Hebell mit Sperrklinke, welche in ein in das Räderwerk eingeschaltetes Sperrrad g eingreift und zu geeigneter Zeit durch Aufwärtsbewegung des Hebels 1 mittels eines auf dem Rad o befindlichen Stiftes n

dem Sperrrad ausgelöst wird, so dass die Federc den Schützentreiber zurückzieht, um den Schützen durch das Fach zu schnellen. Eine solche Vorrichtung ist zu beiden Seiten der Lade vorhanden.

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aus

Die elektrischen Accumulatoren. 1) Unter den zahlreichen elektrotechnischen Gegenständen, welche den Accumulatoren wird dies dadurch erreicht, dass man die geum die Zeit der Pariser und der Münchener elektrischen Ausstellung sammte nötig werdende Regenerirung auf elektrischem Wege ausdie Teilnahme des Publikums in so hohem Grade in Anspruch führt. Elektrolytisch werden die verbrauchten Stoffe in ihren alten nahmen, standen die Apparate zur Aufspeicherung elektrischer Zustand zurückgebracht; es wird neue verfügbare Energie in das Energie nicht in letzter Linie. Erregte es einerseits schon das Element hinein geschafft, nicht durch Anwendung ganz neuer Stoffe, grösste Interesse, ein so geheimnisvolles Agens wie die Elektricität sondern durch Zurückverwandlung der alten verbrauchten. Beansammeln zu können, um sie nach beliebiger Zeit und an be- kanntlich werden bei den meisten heute gebräuchlichen Accumulaliebigem Ort wieder nach Gutdünken zu verwenden, so war man toren Bleiplatten als Elektroden verwendet, und ein zum Gebrauch andererseits nicht weniger überrascht von den Nachrichten über die bereiter Accumulator besteht im wesentlichen aus einer Platte von Leistungsfähigkeit dieser Apparate, welche angeblich gestatteten, metallischem Blei und einer Platte von Bleisuperoxyd, beide in verim Raum von wenigen Cubikdecimetern viele tausende von Meter- dünnter Schwefelsäure. Während der Stromabgabe verwandelt sich kilogrammen aufzuspeichern. Und dem Vernehmen nach geschah allmählich unter Einwirkung der elektrolytisch entstehenden Gase diese Aufspeicherung ohne nennenswerten Verlust; selbst für längere Sauerstoff und Wasserstoff die Bleisuperoxydplatte in eine niedere Aufbewahrung sollte eine äusserst geringe Zahl von Verlustprocenten Oxydationsstufe des Bleies, und die metallische Bleiplatte oxydirt sich; den Preis beeinflussen.

das Ende der Leistungsfähigkeit ist dadurch bezeichnet, dass die zwei einWie bei so manchen Erscheinungen der Elektrotechnik verflog ander gegenüberstehenden Platten gleiche Beschaffenheit zeigen. Die die Begeisterung sehr rasch, als sich zeigte, dass die Erwartungen nun nötig werdende Regenerirung wird in höchst einfacher Weise dazu hoch gespannt gewesen waren, und nun erklärte man von vielen durch vorgenommen, dass in das erschöpfte Element ein Strom, herSeiten die Accumulatoren für vollständig unbrauchbare Apparate. rührend von einer fremden Stromquelle, eingeführt wird, und zwar

Auch diesmal lag die Wahrheit in der Mitte; war es auch in einer Richtung entgegengesetzt der Richtung, des vorher vom nichts vollkommenes, was vorlag, so war es doch wenigstens etwas Accumulator selbst gelieferten Stromes. Dabei werden die nach Erverbesserungsfähiges, und es wurden die letzten 2 Jahre von einer schöpfung des Elementes gleichen Platten wieder in einen verschieganzen Reihe von Fachmännern in der zuletzt angedeuteten Richtung denen Zustand übergeführt; die eine wird wieder zu metallischem wacker ausgenutzt.

Blei, die andere zu Bleisuperoxyd, und die Benutzung des Apparates Accumulatoren sind eigentlich nichts anderes als die allbekannten als Stromerzeuger kann von neuem beginnen. Man sieht, der Hauptgalvanischen Elemente, deren man sich in früheren Jahren vor der vorteil dieser Behandlungsweise liegt darin, dass man nicht nötig Erfindung der heutigen Dynamomaschinen bediente, wenn man bei hat, die Batterie irgendwie auseinander zu nehmen; denn die Neuherbesonderen Gelegenheiten elektrisches Licht erzeugen wollte. Es stellung des Verbrauchten geschieht gewissermassen selbstthätig, so ist jedermann bekannt, welche Umständlichkeiten, Kosten und Be- dass man nicht mit Abfallstoffen zu thun und keine neuen Materialästigungen mit dem Gebrauche solcher Batterien verknüpft waren; lien zu beschaffen hat. Es kann freilich sofort der Einwand erhoben unter allen Umständen konnte es sich nur um eine Luxusbeleuch- werden, dass man zur Regenerirung eine fremde Stromquelle nötig tung handeln. Wenn nun heutzutage aufs neue die Batterien in habe, und ob es unter diesen Umständen nicht zweckmässiger sei, Form von Accumulatoren praktische Verwendung finden sollen, so lieber von dieser fremden Stromquelle unmittelbar die gewünschte könnte es scheinen, als ob es sich hierbei um einen Rückschritt handelte. elektrische Arbeit leisten zu lassen, ohne Zuhilfenahme von Accumu

Die Kosten der alten Batterien, welche z. B. zu Beleuchtungs- latoren. Eine einfache Ueberlegung zeigt, dass die Anwendung der zwecken gebraucht wurden, erlangten ihre bedeutende Höhe wesent- letzteren sich dennoch sehr vorteilhaft gestalten kann. In vielen lich durch den Gebrauch von teueren Materialien, nämlich Zink, das Fällen wird die Stromquelle nur wenige Stunden im Tage gebraucht sich allmählich auflöste und eine Erneuerung bedingte, und Salpeter- (z. B. bei elektrischer Beleuchtung), und es bleibt also die ganze säure (oder andere Stoffe mit entsprechender Rolle), die sich eben- übrige Zeit zum Laden der Accumulatoren; d. h. es kann die falls in kurzer Zeit zersetzten. Die Veränderung der verwendeten ladende Hilfskraft, da sie lange Zeit zur Ladung, zur VerStoffe hatte grosse Umständlichkeiten durch Erneuerungen zur Folge; fügung hat, eine viel schwächere sein, als sie sein dürfte, die Salpetersäure insbesondere brachte noch sehr erhebliche Be- wenn sie für sich allein, ohne Zuhilfenahme der Accumulästigungen durch die während des Gebrauches von ihr ausge- latoren, die gewünschte elektrische Arbeit zu leisten stossenen Dämpfe, welche bekanntermassen in hohem Grade gesund- hätte. Besonders zweckmässig wird der Betrieb, wenn man die heitschädlich wirken.

Einrichtung so trifft, dass die Hilfskraft abends den geladenen AccuEine Batterie, welche Aussicht auf Verwendung in der Be- mulatoren bei der Beleuchtung mithilft. leuchtungspraxis haben will, muss jedenfalls die gerügten Uebel

Wichtig ist es, zu beachten, dass es sehr leicht möglich ist, den stände vermeiden; gelingt dies und bedingen zugleich die in der Accumulatoren, da sie durchweg aus ziemlich gut leitenden Stoffen Batterie verwendeten Stoffe keine zu hohen Anlagekosten, so kommt bestehen, einen sehr kleinen inneren Widerstand zu geben. Die Beeiner solchen Stromquelle in mancher Hinsicht der Vorzug gegen- deutung dieses Umstandes darf nicht unterschätzt werden. Nicht über einer Dynamomaschine zu. Die Wirkung der letzteren ist in blos die übliche Formgebung der älteren Elemente, sondern insbesonhohem Grade abhängig von der Gleichmässigkeit der Umdrehungs- dere auch der Umstand, dass man gezwungen war, bei ihnen zur geschwindigkeit des Motors, und da letztere nie vollkommen ist, so Trennung der verschiedenen in ihnen angewandten Flüssigkeiten liegt die Gefahr nahe, dass in gewissen Fällen, z. B. bei Glüh- poröse Zellen zu verwenden, bedingten einen im allgemeinen durchlampenbeleuchtung, die Wirkung keine stetige ist, sondern eine, aus nicht geringen inneren Widerstand des Stromerzeugers. Auf wie bekannt, für unsere Sinneswerkzeuge höchst unangenehme, jedem Teile des Stromweges wird aber nun Energie in Wärme verschwankende. Dergleichen kann bei Verwendung einer Batterie wandelt und somit für die Zwecke der Beleuchtung verloren, im Verniemals vorkommen; dieselbe muss bis zu einem gewissen Grade der hältnisse des Widerstandes des Stromweges. Es folgt daraus, dass Abnutzung immer den nämlichen vollkommen constanten Strom liefern. hohe Widerstände im Stromerzeuger streng zu vermeiden sind; denn Es lässt sich von vornherein sagen, dass es unmöglich sein

sie verzebren nutzlos Arbeitskraft und bewirken nur eine Erwärwird, eine Batterie zu construiren, welche ohne irgend eine Er

mung desselben. neuerung fortwährend Strom liefert; eine solche Batterie wäre ja

Dem gesagten zufolge hat man die Accumulatoren als eine sehr nichts anderes als ein Perpetuum mobile. Es kann sich also nur wichtige und äusserst glücklich durchgeführte Verbesserung der alten darum handeln, die jeweilig nötig werdenden Erneuerungsarbeiten Elemente zu betrachten, und es wird sich nur fragen, in welchem so billig und so wenig zeitraubend wie möglich zu machen. Bei Grade das erstrebte erreicht ist. Der Umstand, dass es heutzutage

eine sehr grosse sich täglich noch vermehrende Zahl verschiedener 1) Nach dem Bericht der Deutschen Bauzeitung über einen von Accumulatoren-Constructionen giebt, lässt vermuten, dass man immer Professor Dr. Dietrich im Württembergischen Vereine für Baukunde wieder etwas verbesserungsbedürftiges vorfand. Das Augenmerk der zu Stuttgart gehaltenen Vortrag.

Constructeure richtete sich hauptsächlich auf 3 Punkte, deren Be

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2.

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»

و

schaffenheit noch Wünsche übrig liess, nämlich: 1) die zur Neuherstellung von Accumulatoren nötige Zeit, die sog. Formirungszeit, 2) die Haltbarkeit der Accumulatoren und 3) die Aufspeicherungsfähigkeit eines bestimmten Accumulatorengewichtes.

Im ersten dieser 3 Punkte dürften wohl die grössten Erfolge zu verzeichnen sein. Die oxydirenden und reducirenden Gase können nur dann rasch und vollständig in die Bleimassen eindringen, wenn letztere sich in einem porösen schwammigen Zustande befinden. Ein solcher wird erreicht durch allmählich in der Dauer zunehmendes systematisches Laden und Entladen; zu einer derartigen Formirung sind aber viele Monate nötig. Eine wesentliche Abkürzung wird erzielt, wenn man gleich von vornherein nicht metallisches Blei anwendet, sondern ein poröses Oxyd von Blei, etwa Mennige, oder wenn man im Falle der Verwendung metallischen Bleies demselben eine recht grosse, den Gasen leicht zugängliche Oberfläche giebt. Beide Wege sind eingeschlagen worden und haben gute Resultate ergeben. Wenn auch immerhin noch eine wiederholte Ladung und Entladung bis zur Betriebsbereitschaft des neu hergestellten Elementes nötig ist, so ist doch schon eine Formirungszeit erreicht, gegen die sich vom technischen Standpunkte kaum noch viel einwenden lässt; jedenfalls würde sie kein Hindernis gegen die ausgedehnte technische Verwendung von Accumulatoren mehr bilden.

Leider kann man nicht das gleich günstige Urteil über den zweiten Punkt, die Haltbarkeit, abgeben. Die erlangten Erfahrungen lassen sich kurz dahin ausdrücken: während die negative Platte (die Bleiplatte) längere Zeit keiner Erneuerung bedarf, ist die positive, fortwährend in Superoxyd verwandelte Platte einer raschen Zerstörung unterworfen. Sie zerbröckelt allmählich; in welcher Zeit sie zu erneuern ist, kann nicht in einer bestimmten Zahl ausgedrückt werden, denn es hängt dies wesentlich von der Art der Beanspruchung ab. Auch die einzelnen Individuen zeigen grosse Verschiedenheiten. Es sind Fälle bekannt, in welchen die Lebensdauer einer positiven Platte zwischen 3 Monaten und 15 Monaten schwankte; über die letztere Dauer hinaus darf man wohl nur in seltenen Fällen rechnen. Diese Vergänglichkeit erhöht die Betriebskosten wesentlich, ist aber für die Betriebssicherheit durchaus nicht so verhängnisvoll, wie es auf den ersten Augenblick den Anschein hat: einerseits tritt die völlige Betriebsunfähigkeit nicht plötzlich ein, sondern es zeigt sich eine allmähliche Abnahme, welche einen rechtzeitigen Ersatz ermöglicht; andererseits lässt sich die ganze Anordnung so treffen, dass man die zerstörte positive Platte leicht auswechseln kann, ohne die noch gut erhaltene negative zu berühren. Das Bestreben, eine möglichst kurze Formationszeit durch dünne Bleistreifen mit grossen Oberflächen zu erreichen, kam der Haltbarkeit der Accumulatoren durchaus nicht zugute; die dünnen Streifen fielen gar zu leicht auseinander. In letzter Zeit geschah ein Schritt in der Construction der Accumulatoren, welcher inbezug auf die Verlängerung der Lebensdauer vielversprechend erscheint. Es wurden nämlich in den Accumulatoren von de Khotinsky die beiden Elektroden nicht, wie bisher üblich, senkrecht gestellt, sondern in wagerechter Lagerung auf dem Boden des umhüllenden Gefässes angebracht. Ueber die Elektroden spielt die Flüssigkeit, auch hier verdünnte Schwefelsäure, frei hinweg. Bei dieser Anordnung kann von einem Abfallen des wirksamen Stoffes nicht die Rede sein; die Accumulatoren erreichen ihr Ende dadurch, dass allmählich die Verbindung der Platten mit den Stromausführungsdrähten auch an der allgemeinen Oxydation teilnimmt, so dass die Verbindung nach aussen eine Unterbrechung erleidet.

Von anderer Seite hat man die Elektrodplatten eingenäht, um das Abfallen des wirksamen Stoffes zu verhüten, ein Verfahren, das schon vor längerer Zeit von Faure eingeschlagen, aber wegen der damit verbundenen Widerstandszunahme im Elemente und wegen der Zerstörung der Umhüllung wieder aufgegeben wurde. Es scheint, als ob die neueren Versuche nach dieser Richtung unter gewissen Vorsichtsmassregeln ein besseres Resultat ergeben; der Vortragende ist jedoch wegen Patentfragen zur Zeit nicht in der Lage, näheres darüber mitzuteilen.

Man ersieht aus dem gesagten, dass man auf dem Wege ist, die Lebensdauer der Accumulatoren zu einer die Praxis befriedigenden zu machen; dass man damit endlich auch zum Ziel gelangen wird, ist für jeden, der den Entwickelungsgang der Elektrotechnik mit Aufmerksamkeit verfolgte, wohl ausser Zweifel.

Wie steht es nun mit dem dritten der genannten Punkte, d. h. wieviel mkg kann 1kg Accumulatorengewicht aufspeichern? Die Aufspeicherungsfähigkeit ist etwas theoretisch berechenbares, weil man rechnend bestimmen kann, wieviel Arbeit man nötig hat, um die chemischen Veränderungen im Accumulator während der Ladung zu bewirken; mehr als man hierauf verwendet, kann man nachher bei der Entladung auch nicht zurückerwarten. Nach einer von dem französischen Elektriker Reynier ausgeführten Rechnung soll 1kg Accumulator und Flüssigkeit theoretisch nicht weniger als 55000mkg aufspeichern können. Praktisch gestaltet sich die Sache natürlich ganz anders; denn man kann nicht die ganze vorhandene Bleimasse in Superoxyd verwandeln, weil sonst rasches Zusammenfallen zu befürchten wäre; man muss ferner Flüssigkeit im Ueberschuss vorhanden haben, und ausserdem ist ja auch ein Gefäfs unerlässlich. Berücksichtigt man diese Punkte, so kommt man auf eine Leistungsfähigkeit von 11 bis 12000mkg für 1kg Gesammtgewicht. Das entspräche

einem Gewichte von 22kg für 1 N und Stunde. Diese Zahlen sind als die zu erreichende Höchstleistung von Blei-Accumulatoren anzusehen, und man wird kaum darauf rechnen dürfen, darüber hinaus zu kommen.

Der Vortragende teilt nun mit, wie sich die heutigen Accumulatoren der höchstens zu erreichenden Leistung annähern. Zur Kennzeichnung giebt er Zahlen an, welche unlängst durch umfassende unter seiner Beiwirkung vorgenommene Versuche gefunden wurden. Die betreffenden Accumulatoren waren sehr sorgfältig zubereitet, hatten aber vor dem Versuch eine lange Reise durchzumachen, welche durch die unvermeidlichen Erschütterungen die Beschaffenheit nicht verbesserte. Man erhielt bei der Entladung

von 1kg Elektroden 5450mkg

1 » Elektroden und Flüssigkeit 3530mkg

» 1 » Gesammtgewicht 2620mkg. Die letztgenannte Zahl wäre bei Anwendung von etwas leichteren Gefässen höher ausgefallen. Man kommt damit auf ein Gesammtgewicht von 100kg für 1 Stundenpferdekraft; bei passenderem Gefässe hätte man 90kg für 1 Stundenpferdekraft erreichen können.

Man sieht, dass die hier untersuchten Accumulatoren noch 4 bis 5 mal schwerer sind, als man nach dem oben gesagten vermuten sollte, und man darf dieses Ergebnis wohl für alle heute üblichen Accumulatoren gelten lassen. Bei näherer Ueberlegung ist auch gar nicht zu erwarten, dass man die Zahl von 22kg für 1 Stundenpferdekraft jemals erreichen wird. Man kann eben mit dem Laden nicht beliebig lange fortfahren, weil die entwickelten oxydirenden und reducirenden Gase mit wachsender Ladungszeit immer schlechter absorbirt werden, also immer grössere Verluste auftreten. Würde man beliebig lange laden, unbekümmert um das Güteverhältnis, so könnte man dem Accumulatorengewichte von 1kg eine weit grössere als die zuletzt erwähnte Leistungsfähigkeit verleihen. Mit dem Laden muss man aufhören, sobald eine starke Sauerstoffentwicklung sich an der Oberfläche bemerkbar macht. Ueberdies darf die beim Laden in die Accumulatoren hinein geführte Energie beim praktischen Gebrauche nicht mehr ganz entnommen werden, nicht nur, weil die Klemmenspannung während der Entladung allmählich sinkt, sondern auch, weil bei nicht völlig gleichzeitiger vollständiger Erschöpfung der Accumulatoren einer Batterie schwere Betriebsstörungen auftreten würden.

Für die Aufspeicherungsfähigkeit eines Accumulators ist gerade wie für die Formirungszeit die Ausbreitung des angewendeten Bleies auf eine möglichst grosse Oberfläche günstig; wie schon erwähnt, steht eine solche Anordnung aber im Widerspruche mit hoher Lebensdauer.

Technisch kommt neben der Aufspeicherungsfähigkeit von 1kg Gewicht noch ein Punkt sehr in Frage, nämlich das Verhältnis der zur Ladung zu verwendenden elektrischen Arbeit zu der aus dem Accumulator wieder heraus zu bekommenden elektrischen Nutzarbeit, das sogenannte Güteverhältnis. Dieses Güteverhältnis ist um so besser, je langsamer der Accumulator geladen und entladen wird; natürlich kann man aber beim praktischen Gebrauche nicht unter ein bestimmtes Mass beim Laden und Entladen herab gehen, weil die Zeit auch einen Geldwert besitzt, und weil der Zweck meist einen ganz bestimmten Strom erfordert.

Unter sonst gleichen Verhältnissen wird also der Accumulator der beste sein, welcher mit möglichst hohem Grade der Beanspruchung hinsichtlich des Ladungs- und Entladungsstromes das beste Güteverhältnis verbindet. Man schwankt bei dem heute gebräuchlichen Accumulator mit dem Ladungs- und Entladungsbetrag zwischen 1/2 und 3/4 Ampère für 1kg Elektroden und Flüssigkeit. Entladet man nun so lange, bis die elektrische Kraft der Accumulatoren rasch abzunehmen beginnt, so erhält man z. B. bei den Accumulatoren, an welchen die oben erwähnten Versuche vorgenommen wurden, etwa 70 pct. Güteverhältnis. Ein gewisser Verlust ist unvermeidlich wegen des inneren Widerstandes der Accumulatoren und wegen ihrer Eigenschaft, beim Laden eine höhere elektromotorische Kraft zu haben als beim Entladen.

Schliesslich erwähnt der Redner noch, dass beim Stehenlassen geladener Accumulatoren ein geringer Verlust durch allmähliche Selbstentladung eintritt, der sich noch erheblich vermindert, wenn man die Flüssigkeit abgiesst, und den er nach 37 Stunden bei sorgfältig hergestellten Accumulatoren noch gar nicht constatiren konnte. Bezüglich des letzterwähnten Punktes darf aber nicht verschwiegen werden, dass man mit der Selbstentladung schon vielfach schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Ueber die Verwendung von Accumulatoren zur Beleuchtung mögen die nachstehenden Beispiele einigen Aufschluss geben:

1. Wie viel Accumulatoren des Systemes Faure-SellonVolckmar braucht man, um eine Edison-A-Lampe zu speisen?

Vorausgesetzt _seien die sogen. 1/2-pferdigen Accumulatoren. Die Gewichts- und Preisverhältnisse derselben gestalten sich wie folgt: Elektroden

30kg Verdünnte Schwefelsäure 10 Gefäls .

5

45kg Preis in Stuttgart: 40 M einschl. Glas, 2 M 40-Pfg. Zoll, 3 M 75 Pfg. Fracht, zusammen 46 M 15 Pfg.

zusammen

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deutscher Ingenieure.

Von den Fabrikanten wird angegeben:

Ladestrom. 12 Amp.

zulässiger höchster Entladestrom 18

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Eine Edison - 16 - Kerzenlampe erfordert 100 Volt Klemmenspannung und 0,7 Amp. Stromstärke; Arbeit 70 V.-A.= 7 Sekmkg; 1 Accumulator für sich allein hat 2 V. Spannung; also sind zur Erreichung von 100 V. 50 hinter einander geschaltete Accumulatoren nötig, oder, weil der unvermeidliche, wenn auch kleine innere Widerstand der Accumulatoren eine gewisse Spannung vernichtet, etwa 53 Accumulatoren.

Dieselben enthalten auf je 1kg Gesammtgewicht etwa 2500mkę, also im ganzen 53 x 45 x 2500=6000000 mkg; somit lässt sich

6000000 die Lampe speisen

240 Std. lang.

7.60.60 2. 100 Edison A-Lampen sind täglich 5 Stunden mit Accumulatoren zu betreiben; wie viele sind nötig?

Mit obigen 53 Accumulatoren, die für eine Lampe gefunden wurden, könnte man nicht blos diese einzige Lampe speisen, sondern ebenso gut eine grössere Zahl. Stromerzeuger von so kleinem innerem Widerstande, wie die Accumulatoren, haben die Eigentümlichkeit, dass sie gaoz proportional der Zahl der angehängten Glühlampen Strom liefern, also wenig bei einer Lampe und entsprechend mebr bei n Lampen.

Da 18 Amp. einer Batterie dieser Accumulatoren erfahrungsmässig. höchstens entnommen werden dürfen und jede Lampe 0,7 Amp. braucht, so können die obigen 53 Accumulatoren höchstens speisen 18

25 Lampen.

Erfahrungsgemäss kann man den hier vorausgesetzten Accumulatoren 8 Stunden lang ihre 18 Amp. entnehmen; also ist es jedenfalls möglich, die für 5 Stunden verlangte Beleuchtung zu leisten, ohne dass man den ganzen aufgespeicherten Energievorrat aufbraucht. Nun sind aber nicht 25 Lampen zu betreiben, sondern 100 und man hat also 4 solche Serien von je 53 Accumulatoren nötig, oder, was ebenso möglich wäre und billiger zu stehen käme, eine grössere Accumulatorengattung, die ohne Schaden mehr Entladestrom aushalten kann. Die 4 Serien von je 53 Accumulatoren wären parallel zu schalten. Rechnet man 7 Edision-A-Lampen auf eine mechanische Pferdekraft, so hätte man 14,3 N zum directen Betriebe der Anlage nötig.

Die Lampen verzehren zusammen 100.7= 700 Sekmky elektr. Arbeit. Auf die Ladung der Accumulatoren mussten bei 70 pCt.

700 Güteverhältnis der Aufspeicherung also verwendet werden

0,70

1000 = 1000 Sekmkg 13,3 N, wozu eine mechanische Arbeit von

0,70 1333 Sekmkg =.17,8 N nötig ist, wenn die Ladung in derselben Zeit bewirkt würde wie die Entladungen. Ladet man nun aber

10 Std. lang, so braucht man für 1 Sek. nur die Arbeit 666 mkg, was 8,9 N entspricht.

Man kann also eine geringe Arbeitskraft zum Speisen einer grossen Beleuchtungsanlage verwenden und hat dabei durchaus ruhiges Licht, während die Benutzung der z. B. in Fabriken meist schwankenden Arbeitskraft ein solches nicht zuliesse.

Sollen nach Feierabend einzelne Räume einer elektr. beleuchteten Fabrik weiter beleuchtet werden, so bleiben einzig und allein Accumulatoren, weil es sehr unzweckmässig wäre, wegen weniger Lampen Dampf zu halten und eine überflüssig grosse Maschine zu betreiben. Dasselbe gilt natürlich in noch viel höherem Grade für Wohnräumlichkeiten, die mit den Fabriken in Verbindung stehen.

Was die Kosten einer derartigen Anlage anbelangt, so sieht man ohne weiteres den Kernpunkt der Frage hervorleuchten: Man kann kleinere Dynamos und nach Quantität und Qualität geringere sekundl. Arbeitskräfte verwenden, als bei directem Betriebe. Man sieht aber auch die Nachteile bezüglich der Kosten: 1. Wegen des Verlustes in der Accumulation wird die gesammte aufzuwendende Arbeit in mkg grösser; 2. der durch die Accumulation herein kommende Betrag an Zins und Abschreibung kann so gross werden, dass er den Gewinn mehr als aufhebt.

Es bleibt nichts anderes übrig, als in jedem einzelnen Falle zu entscheiden, ob der Kostenpunkt sich für directen Betrieb oder ob er sich für Accumulation günstiger stellt; sieht man bei qualitativ schlechten motorischen Verhältnissen auf ruhiges Licht und hat man nur zeitlich oder quantitativ beschränkte Arbeitskräfte zur Verfügung, so sind unter allen Umständen Accumulatoren am Platze.

Verhältnismässig günstig bezüglich der Kosten stellt sich, wie schon erwähnt, eine Anordnung, bei der den Tag über die Accumulatoren geladen werden, während abends Maschine und Accumulatoren zusammen die Lampen betreiben: es kann dann die Maschine und die Accumulatorenbatterie schwächer sein, als wenn jede allein den Betrieb zu besorgen hätte. Zugleich hat man bei dieser Anordnung noch den Vorteil, dass die Accumulatoren in gewissem Masse die Geschwindigkeitsschwankungen der Dynamomaschine unschädlich machen. Wird die Zahl der betriebenen Lampen im Laufe des Abends geringer, so kann man die helfende Maschine abstellen und hat nun allein Betrieb durch die Accumulatoren.

Eine Ausbildung dieser Anordnung finden wir im Systeme Turrettini, das dem Vernehmen nach zur Beleuchtung der kaiserl. Theater in Wien zur Anwendung kommen soll, und bei dem aus Gründen des Kostenpunktes hoch gespannte Ladeströme benutzt werden.

Die Accumulatoren werden sicherlich eine grosse Zukunft im elektrischen Beleuchtungswesen erlangen, sobald die Lebensdauer länger und der Preis mässiger sein wird. Insbesondere wird sich die allgemeine Beleuchtung von Centralstationen aus zweckmässiger gestalten, weil dann die teueren Maschinen nicht bloss in den Abendstunden beansprucht sind, und weil sie dann kleiner, d. h. billiger, gehalten werden können.

0,7

muss« usw.

Zuschriften an die Redaction.
Aufsatzvorrichtung für Fördergestelle.

Ich ersuche Sie ganz ergebenst, vorstehendes zur Klärung der

Sache gefälligst in Ihrer geschätzten Zeitschrift zum Abdruck bringen Geehrte Redaction!

zu lassen. Unter der Ueberschrift »Aufsatzvorrichtung für Fördergestelle«

Hochachtungsvoll veröffentlicht Hr. A. Stauss in No. 10 Ihrer Zeitschrift eine ihm

Grube von der Heydt, den 13. Mai 1885. H. Ochwadt. patentirte Vorrichtung zum Niederlassen der Fördergestelle, ohne dieselben vorher anheben zu müssen. Hr. Stauss kommt schliesslich zu der Erklärung, dass seine Vorrichtung kein Hängseil ver

Geehrte Redaction! tragen kann, und behauptet nun, jedenfalls um dessenungeachtet

Die von Hrn. Ochwadt vermisste Begründung habe ich unterseine Falle zu empfehlen:

lassen, weil sie zu einfach ist und ich die Sache nicht aufbauschen »bei den bisher verwandten Aufsatzvorrichtungen - ausser

wollte. Im Winter frieren die hydraulischen Caps, selbst bei den hydraulischen Caps, welche jedoch nicht

Füllung mit Glycerin, leicht ein und functioniren nicht mehr. vollkommen zuverlässig sind

Ferner ist es unmöglich, die Stopfbüchsen und Hähne absolut dicht

zu erhalten, und infolge dessen gehen die hydraulischen Caps langDiese »Unzuverlässigkeit« zu begründen, hat Hr. Stauss unter

sam von selbst auf. Beim flotten Fördern schadet dies nicht, wohl lassen.

aber kann es unangenehm werden, wenn beim Fördern Pausen einDa ich auch ein Patent auf eine hydraulische Schachtfalle be

treten, die obere Schale belastet und die Bremse der Maschine nicht sitze ), welche meines Wissens Hr. Stauss noch nicht gesehen hat, und über welche er auch aus den bisher veröffentlichten Be

angezogen ist.

Hängseil kann meine Aufsatzvorrichtung ebenso schreibungen nicht ein solches Urteil fällen kann, so muss ich die

gut vertragen, wie jede andere; nur ist es vorteilhaft, wegen

Schonung der Seile, dieselben stets kurz zu halten, damit beim Ausobige Behauptung des Hrn. Staufs auch für unrichtig erklären.

rücken der Caps kein Fallen der Schalen entsteht. Diese Vorsicht Meine Fallenconstruction erfreut sich im Gegenteil infolge ihrer

ist bei allen Caps nötig, welche kein Anheben der Schalen erfordern, grossen Betriebssicherheit der vollsten Anerkennung und bietet neben

da man mit diesen Caps immer nur um ein geringes die Schalen der Möglichkeit, das Gerippe, ohne es anheben zu müssen, in den

in den Schacht senken kann, im Verhältnis zu dem bei den geSchacht lassen zu können, noch die, jedes Hängseil unschädlich zu

wöhnlichen Caps öfter vorkommenden grossen Hängseil. machen. Ich bin der Ansicht, dass eine Falle, welche das nicht thut, speciell für die Menschenfahrt geradezu als gefährlich be

Hochachtungsvoll

Adolf Staufs. zeichnet werden muss. Dabei ist meine Falle sowohl in der Handhabung, als auch in der Construction bedeutend einfacher als die Staufs'sche Falle.

Berichtigung.

S. 366, r. Sp., Tabelle II, letzte Zeile, Col. 5 (Verbrauchsdampf) 1) W. 1883 S. 24.

lies 57 statt 37.

Selbstverlag des Vereines.

Commissionsverlag und Expedition: Julius Springer in Berlin N.

A, W. Schade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin 8.

ZEITSCHRIFT DES VEREINES DEUTSCHER INGENIEURE.

Band XXIX.

Sonnabend, den 6. Juni 1885.

No. 23.

Angelegenheiten des Vereines.
Zum Mitglieder-Verzeichnisse.

Emil Fränkel, Reg.-Maschinenmstr., Ziegenhals i/Schl.
Aenderungen.

Fr. Reber, Ingenieur der Jagenberg'schen Papierfabrik, Alten

kirchen, Reg.-Bez. Coblenz. Hannoverscher Bezirksverein. Otto Marr, Ingenieur und Generalvertreter der Gebr. Körting in

Verstorben.
Hannover für das Königreich Sachsen, Chemnitz.

Schorss, Landesbaurat, Stettin.
Oberschlesischer Bezirksverein.

Noue Mitglieder.
F. Loose, Regierungsbaumeister, Berlin S.W., Zossenerstr. 22.

Frankfurter Bezirksverein.
Schleswig-holsteinischer Bezirksverein.
Franz Ballauf, kaiserl. Marine-Maschinenbauingenieur, Langfuhr Gotthelf Pitschner, Ingenieur der Farbwerke, Höchst a/M.
bei Danzig.

Jos. Reinach, i/F. Zulauf & Co., Mainz.
Westfälischer Bezirksverein.

Hamburger Bezirksverein.
Emil Müller, Ingenieur bei Dr. Otto & Co., Marten bei Dortmund.

Emil J. Hagen, Kaufmann und Fabrikant, Hamburg.
Württembergischer Bezirksverein.

Keinem Bezirksverein angehörend.
Otto Böklen, Ingenieur, Friedrichshafen a/Bodensee.

Moritz Fiedler, Betriebsingenieur der ersten Brünner MaschinenKeinem Bezirksverein angehörend.

fabriks-Ges., Brünn. H. Brockmann, Chef-Ingenieur der Rio Grandenser Gascompagnie, Rio Grande, Prov. Rio Grande do Sul, Brasilien.

Gesammtzahl der ordentlichen Mitglieder: 5326.

Ueber directwirkende Dampfpumpen.
Von H. A. Hülsenberg in Freiberg i/S.

(Schluss von Seite 413.) Ich wende mich jetzt zur sechsten Gruppe, d. h. solchen Knaggen e zum Anstoss kommt, der Schieber umgesteuert directwirkenden Dampfpumpen, bei denen ein gewöhnlicher und somit auch die Kolbenbewegung umgekehrt wird. Auf Dampfschieber unter Zuhilfenahme von Knaggen, Hebeln, den Wert der directen Schieberbewegung komme ich noch Bolzen usw. unmittelbar vom Kolben und der Kolbenstange später zurück. bewegt wird, und will ich auch diese durch einige Beispiele

Thomas Ward, der in neuerer Zeit, von 1881 anveranschaulichen.

fangend, eine Reihe von Dampfpumpenconstructionen sich Colburn’s Dampfpumpe. Wie aus der Abbildung Fig. 29 patentiren liess, hat in den meisten derselben, für das einersichtlich, ist der Dampfkolben ein Differentialkolben, aus fache wie für das Verbundsystem, die Schiebersteuerung ohne den beiden ungleich grossen Kolben B und B bestehend, Vorsteuerung ausgeführt und den Schieber unmittelbar durch

Anstoss des Kolbens an eigentümlich geformte Gleitstücke umgesteuert, welche in die Enden des Cylinders hineinragen.

Die Figuren 30 und 31 stellen das Wesen der Ward

schen Steuerungen für einen und zwei Cylinder dar. Wie ar

ersichtlich, sind an den Cylinderenden, und zwar in schräger

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Fig:30

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C
Fig:31

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und das Cylindergehäuse dementsprechend geformt. Der Teil A1 des Gehäuses bildet gleichzeitig die Dampfkammer, während An, in dem sich der Dampfkolben Bi befindet, mit dem Auspuffe in Verbindung steht. Die Verbindungsstrebe der Dampfkolben B B1 ist als Schieberspiegel, von dem die Kanäle a und b ausgehen, gebildet; der auf ihm gleitende Schieber hat an seiner oberen Fläche zwei Vorsprünge c und d, die, wenn der Dampfkolben sich seinen äussersten Stellungen nähert, mit einem im Dampfcylinder Ai angebrachten Knaggenvorsprung e in Berührung kommen und den Schieber, der während des Kolbenhubes in seiner bestimmten Lage gehalten gedacht ist, umsteuern. Wie aus der Figur ersichtlich, tritt, wenn der Kolben sich in der Richtung von links nach rechts bewegt, Dampf von A1, durch Kanal a auf die · grössere linksseitige Kolbenfläche, den Kolben mit dem Unterschiede der Flächendrucke auf B und Bi treibend, bis der Schiebervorsprung c an e stösst, die Bewegung des Schiebers also aufgehalten ist, wäbrend der Kolben noch ein Stückchen weiter sich bewegt; dann tritt durch Kolbenkanäle a und b und Schieberkanal ffi die linksseitige grössere Kolbenfläche B mit dem Auspuff in Verbindung, und es wird, da die Kammer A1 stets mit Dampf erfüllt ist und daher nun wieder der Unterschied der Flächendrucke B und Bi zur Geltung kommt, der Dampf kolben sich von rechts nach links bewegen, bis wiederum der Schiebervorsprung d mit dem

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Richtung, kleine, ebenfalls mit abgeschrägten Endfächen versehene cylindrische Bolzen DD eingesetzt, die zwischen ihren oberen Flächen bb die cylindrischen Bolzen c fassen, welche ihrerseits gegen die Vorsprünge des Schiebers lehnen und diesen zur Bewegung veranlassen, wenn der eine oder andere Bolzen D durch den gegen sie sich bewegenden Dampfkolben nach oben gestossen wird.

deutscher Ingenieure.

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wenn

Fig:32.

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Figur 31 stellt die Anwendung der Steuerung für Welle mit drei darauf befestigten, seitlich abwärts gebogenen zwei Cylinder (Hoch- und Niederdruck) und zwar mit einem Ansätzen. Von den Hebeln an den Enden ragt der eine in Schieber dar. Der zwischen den beiden Cylindern

ange- den Hochdruckcylinder, der andere in den Niederdruckcylinordnete Schieberkasten zeigt auf seiner Schieberfläche 5 Kanäle, der hinein, während der mittlere und längste den Hauptdie mit den verschiedenen Cylinderenden, wie durch Pfeile schieber bewegt, Ersatz bildend für den früher beschriebenen. angegeben, in Verbindung stehen; y führt nach dem Auspuff"; Die Kolben des Hochdruck- bezw. des Niederdruckcylinders alles übrige ist ohne weiteres verständlich.

sind nach den den Ansätzen zugewendeten Seiten konisch In einem neueren Patente ziebt Ward es vor, die Be- ausgehöhlt, so dass, wenn diese Höhlungen gegen die Hebel wegung der Stangen cc durch das Zwischenglied eines schwin- stossen, ihre Endpunkte eine Kegelspirale auf der hohlen genden Hebels d, dessen unteres Ende segmentartig und mit Oberfläche beschreiben und die Ansätze zu einer kurzen Zähnen versehen ist, auf den Schieber wirken zu lassen. Zu Drehung veranlassen, welche diese auch dem mittleren diesem Ende ist die Stange c in ihrer Mitte mit zahnartigen Schieberhebel d mitteilen. Da aber das Ansatzende, Erhöhungen versehen. Fig. 32 stellt diese Anordnung dar. die hohle Kegelfläche des Kolbens sich dagegen bewegt, Es scheint, als wenn Ward, um das mögliche Abheben des stets mit Punkten abnehmender Kreise in Berührung kommt, Schiebers von seinem Sitze beim ersten Anstosse der Stan- so kann auch der Hebel nur in einem Punkte die hohle gen cc auf den Schieber zu verhindern, was die Steuerung Oberfläche berühren, und es muss demzufolge, wäre der zu einer ganz unsicheren machen würde, sich veranlasst ge- Widerstand des übrigen Mechanismus selbst nur ein winziger, sehen hat, den Angriffspunkt am Schieber an das Ende eines während thatsächlich grosser Reibungswiderstand vorhanden schwingenden Hebels d zu verlegen.

ist, grosse Abnutzung der Hebel eintreten, die selbstredend

auch die Wirkungsweise der übrigen

Bewegungsteile mit verändern muss. 33.

Alle directwirkenden Steuerungen Fig:34.

von Maschinen mit einem Cylinder, bei denen ein gewöhnlicher Dampfschieber unter Zuhilfenahme von Knaggen, Hebeln, Bolzen usw. unmittelbar vom

Kolben oder der Kolbenstange derf

selben Maschine (im Gegensatze zu

Duplexmaschinen) bewegt wird, leiden, LALALA

wie ich schon früher andeutete, unter ili

dem grossen Fehler, dass neben dem

nutzlosen Verbrauche einer grossen Ganz eigentümlich sind die Schieber und das Schieber- Kraft zum Ueberwinden der Reibung in den Hilfsmechanismen gehäuse (Fig. 33) angeordnet. Auf der Mitte des Cylinders und der Reibung des vom Dampfdrucke belasteten Schiebers, ist ein Ansatz a angegossen, der auf zwei gegenüber befind- welche verlorene Arbeit darstellt, (unter Umständen mehr als lichen Flächen glatt bearbeitet ist, welche die Dampfkanäle 10 pCt., im Gegensatze zu den Steuerungen mit Vorsteuerunund den Auspuff bergen. In der inneren Aussparung im An- gen, deren Verlust unter Umständen weniger als 1 pct. der satz a befindet sich der mit Zahnsegmente versehene und verfügbaren Dampfkraft ist) auch noch der Dampfschieber um den Bolzen f sich drehende Hebel d; durch ein Gleit- nur im Verhältnis zur Energie, mit der der Kolben das Ende stück im oberen Teile desselben ist ein Bolzen h gesteckt,

seines Hubes erreicht, den Dampfeinlasskanal öffnet. Ist die an dessen Enden mit Rechts- und Linksgewinde zwei Schie- verfügbare Dampfkraft viel grösser als der Pumpen- und ber 99ı befestigt sind, die auf den sich gegenüberstehenden Maschinenwiderstand, so wird auch der Schieber normal Schieberflächen des Ansatzes a gleiten. Man erkennt deutlich, umgesteuert werden und sich ganz öffnen können; anders Ward hat den Fehler, nur mit einem direct durch mecha

aber verhält es sich und dieser Fall tritt in der Praxis

fast immer ein nische Zwischenglieder umgesteuerten Schieber (Fig. 30) zu

wenn der Dampfdruck sich während des arbeiten, erkannt und daher versucht, seinen Schieber zu Betriebes ändert. Wäre derselbe zu irgend einer Zeit vielentlasten, um so wenigstens die sonst ganz erhebliche mecha- leicht eben noch den Widerständen entsprechend, so wird der nische Arbeit, bestehend in der Knaggenreibung und der Dampfkolben sich langsam bewegen; ganz langsam erreicht Schieberbeweging, möglichst klein zu halten.

er das Ende seines Hubes und, wenn er auch eben noch Ohne häufige Nachstellung

Kraft genug hat, den Schieber zu ganz geringer Oeffnung

die bei Dampfpumpen ihrer Benutzung gemäss wohl meistens ausgeschlossen sein

des Dampfkanales zu veranlassen, so wird nun für den Rückist aber die Entlastung nur eine trügerische, ja die

weg des Kolbens, da jetzt zu dem verringerten verfügbaren

Dampfdruck auch noch eine ganz bedeutende Drosselung Anordnung wird eine ganz fehlerhafte, sobald die Schieber

durch die verringerte Oeffnung des Dampfkanales hinzutritt, flächen sich abgeschliffen haben, und es wird, wenn die Schieber durch den sie verbindenden Bolzen nicht dem

die Bewegung des Kolbens immer mehr verlangsamt, und

der Stillstand der Maschine nach einigen wenigen langsamen entsprechend genähert werden, auf einer der Schieberflächen der Dampf stets durchblasen, die Steuerungsfähigkeit der

Hüben ist die endliche Folge, denn der Schieber bleibt in

seiner Mittelstellung stehen. Anders ist es bei Maschinen Maschine somit ganz in Frage gestellt sein. Ueberdies wirkt der Dampf der Anordnung gemäss die Schieber stets von

mit Vorsteuerung; diese letztere braucht überhaupt wenig

Kraft, und der eigentliche Schieberplunger ist ja zumeist einander entfernend, während der Auspuff mit dem Raume in Verbindung steht, der den Schiebermechanismus

direct dampfbetrieben; daher kann, so lange der verfügbare

Cylinderdampfdruck überhaupt nur noch in etwas die Widerschliesst.

stände der Maschine (eigentlich nur der Pumpe) übersteigt, Ward hat für Verbunddampfpumpen noch eine weitere

ein Stillstand nicht eintreten.
Aenderung getroffen, indem er unter Beibehaltung des Ge-
dankens, Hoch- und Niederdruckcylinder mit nur einem

Daher kommt es, dass directwirkende Dampfpumpen mit Mechanismus zu steuern (Fig. 31), einen ähnlichen Schieber, geeigneter Vorsteuerung so viel Vorteile über die ohne solche wie zuletzt erörtert, (es trägt der Bolzen h an jedem bieten. Die in diese sechste Gruppe noch fallende zunächst Ende je zwei Schieber, einen grösseren und darin einen klei- zu beschreibende Steuerung hat, wenn sie auch in bedeutenneren für den Niederdruck - bezw. Hochdruckcylinder) dem Grade den Fehler grossen Kraftaufwandes in der Schieberzwischen den beiden Cylindern anwendet, s. Fig. 34. Die bewegung besitzt, den unangenehmen Fehler nicht, dass mögAnordnung der schräg abgeschnittenen Cylindergleitstücke licherweise bei bedeutend verringerter Kraft der Kolben am ist hier verlassen worden für eine andere einfachere und Anfange seines Hubes eine stark gedrosselte Schieberkanaljedenfalls besser wirkende. In einem kurzen Verbindungs- öffnung findet. Es ist diese Steuerung des Amerikaners stücke zwischen den beiden Cylindern, in das auch gleich- Worthington bei weitem die interessanteste dieser Gruppe zeitig die Dampfkanäle verlegt sind, befindet sich eine kurze von Steuerungen. Ihrem begründeten Rufe gemäss ist sie

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