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Band XXIX,

No. 21. 23. Mai 1885.

Niederrheinischer Bezirksverein: Wasserhaltung.

Ofenbetrieb mit strahlender Wärme.

405

zu:

Bei Wassermengen von 30 bis 50cbm in 1 Minute sei es durchaus nötig, den Förderschacht vom Wasserschachte ganz getrennt zu halten.

Hr. v. Schwarze teilt mit, dass in einer Grube bei Aachen derselbe Zweck der Schachtabdämmung in der Weise erreicht worden sei, dass in der wassserzuführenden Strecke eine entsprechende kräftige Dammthür eingesetzt wurde, welche durch einen Hilfsschacht von der oberen, 16 m höher liegenden Sohle. aus geöffnet werden konnte, sobald die Arbeiten an den Pumpen beendigt waren.

Hr. Oeking erwähnt ähnliche Vorkehrungen in einem Schachte bei Eisleben, wo die Dammthüren aus Schmiedeisenplatten hergestellt sind und 80m Wasserdruck zu ertragen haben. Die Thür besteht aus einer geraden Platte, welche mit einer gegen den Wasserdruck stark gewölbten Platte an den Rändern vernietet wird, so dass die gerade Platte auf absolute Festigkeit beansprucht wird. Ausserdem ist die gerade Platte noch verankert.

Gemeinschaftliche Versammlung des Niederrheinischen, Kölner, Bergischen und Ruhr-Bezirksvereines am 7. Februar 1885 zu Düsseldorf. Vorsitzender: Hr. C. Dietze. Schriftführer: Hr. M. Balcke.

Hr. Fr. Siemens spricht »über Ofenbetrieb mit ausschliesslicher Benutzung der strahlenden Wärme der Flamme«, und zwar zunächst über die theoretische Entwickelung und danach über die praktischen Erfolge seines Heiz- und Verbrennungsverfahrens in der Glas- und Stahlindustrie. Er führt aus, dass jede Heizflamme von ihrem Ursprunge bis zur erfolgten Verbrennung zwei verschiedene Stadien durchläuft; das erste, das active Stadium, sei das der eigentlichen Verbrennung; in diesem habe die Flamme ein ganz ausserordentlich grosses Wärmeausstrahlungsvermögen, was aber durch die freie Entwickelung der Flamme bedingt werde. Jede Berührung der Flamme mit der Ofenwand oder mit den im Ofen zu erhitzenden Körpern verursache eine Störung der Flamme, unvollkommene Verbrennung, infolge dessen Rauchbildung und hauptsächlich eine Herabminderung der Wärmeausstrahlung. Andererseits bei Berührung der Flamme mit den Ofenwänden oder dem Schmelzmaterial sei die mechanische und chemische Einwirkung der Flamme auf letztere in allen Fällen von Nachteilen begleitet, die Ofenwände und die Hafen werden früher zerstört, das zu schmelzende Glas werde verunreinigt. Auch auf zu schmelzenden Stahl sei die Einwirkung unerwünscht. Aus diesen Gründen construire er die Heizkammern der Form der Flamme entsprechend so gross, dass dieselbe weder mit den Ofenwänden noch mit den zu erwärmenden Körpern in unmittelbare Verbindung kommen könne, sondern ausschliesslich durch Wärmeausstrahlung wirke. Alle diese Erscheinungen zeigen sich jedoch nur in dem activen Stadium. Nachdem der chemische Teil der Verbrennung beendet, werde weder die Flamme durch die Einwirkung fester Körper, noch die festen Körper durch die Einwirkung der Flamme wesentlich beeinflusst. Die Flamme trete in das zarte, das passive Stadium. Die allernatürlichste Lösung der Flammenausnützung finde in dem Regenerativgasofen statt, worin die abziehenden indifferenten Gase ihre Wärme mit grosser Vollständigkeit in den Zellen der Kammern abgeben, um sie nach Umstellung der Gas- und Luftleitungen der zutretenden Luft behufs höherer Heizentwickelung zurückzugeben. Durch die auf diese Weise bewirkte Ausnutzung der Wärme in beiden Stadien der Verbrennung sollen, wie der Redner durch Zahlen nachweist, ganz erhebliche Vorteile errungen werden: Die Oefen und Glashäfen sollen eine grössere Dauer haben; die zu schmelzenden Körper seien von chemischen und mechanischen Einwirkungen der Flamme befreit, und schliesslich infolge der fast vollständigen Ausnutzung der Wärme sei die Ersparnis an Brennmaterial eine sehr beträchtliche. Das Gesammtresultat dieser Vorteile sei, dass mit geringeren Betriebskosten eine grössere und bessere Leistung erzielt werde.1)

Hr. Daelen ist überzeugt, dass durch die Erweiterung des Verbrennungsraumes eines Flammofens die von Hrn. Siemens angegebenen Vorteile der besseren Ausnutzung der erzeugten Wärme und der grösseren Dauer der Wände erzielt werden, bezweifelt aber, dass die Abgabe der Wärme an die zu erbitzenden Körper lediglich durch Strahlung erfolge. Es müsse, vielmehr auch eine Abgabe durch die Berührung der heissen Gase mit den Körpern stattfinden, weil ja eine ununterbrochene Bewegung vorhanden sei. Zum Beweise dafür führt Hr. Daelen an, dass im Siemens-Martin-Stahlschmelzofen ausser dem Einflusse der Wärme der Flamme auf das Bad noch eine chemische Einwirkung derselben vorhanden sei, indem die im Eisen enthaltenen fremden Stoffe, Silicium, Kohlenstoff usw., durch Oxydation ausgeschieden würden, was nicht möglich wäre, wenn nicht eine Wechselwirkung durch Berührung stattfände.

Hr. Siemens erwidert, dass die Berührung der Flamme mit den zu schmelzenden Materialien ganz vermieden werden solle, auch ganz vermieden werde. Anderenfalls würde bei der Berührung durch Störung der Flamme Rauch entstehen, der die Strahlung der Flamme verhindere. Das Eisen würde durch Berührung der Flamme nur verdorben werden. Ein Oxydiren solle durch die Flamme gar nicht erzielt werden und sei, wenn gewünscht, leicht durch Zusatz von Erz zu erreichen.

Hr. Dellmann erkennt an, dass grosse Ofenräume vorteilhafter seien als kleine, und fragt, ob es nicht besser sei, Gas und Luft vor dem Eintritt in den Ofenraum zu mischen und das fertige Gemisch in den Ofen treten zu lassen.

Hr. Siemens erwidert, dass Gas und Luft getrennt von einander dem Ofen zugeführt werden müssen, um im Ofen erst vereinigt, d. h. verbrannt zu werden. Vorheriges Mischen würde vorzeitiges Verbrennen und Zerstörung der Einströmung zur Folge haben. Die Gaseinströmungsschlitze müssen unter denen für Luft liegen, damit das Gas, weil specifisch leichter, emporsteige und sich mit der darüber einströmenden Luft leicht vermische. Es empfehle sich auch, die Einströmungsschlitze für das Gas schmäler zu machen als die für Luft, um ein seitliches Ausweichen des Gases zu verhindern und eine vollkommene Verbrennung za erreichen.

Hr. Gregor hat ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass hochgewölbte Ofenräume den niedrigen vorzuziehen seien; dasselbe dürfte sich auch für gewöhnliche Schweissöfen empfehlen.

Hr. Stammer äussert einige Bedenken inbetreff der von Hrn. Siemens entwickelten Theorie. Es scheine ihm nicht unbedingt festzustehen, dass die Flamme nur durch Strahlung wirken solle, welche nach den Angaben des Vortragenden nur von festen Kohlenstoffteilchen ausgehen könne. Unter Hinweis auf den Zusammenbang der Wärme- und Lichtstrahlung erinnert er an die starke Lichtentwickelung der Kohlenoxydflamme des Bessemerconverters, ferner bei der Verbrennung von Schwefelkohlenstoff in Stickoxyd, von Phosphor in Sauerstoff u. a., wo überall von festen, in der Flamme suspendirten Körpern nicht die Rede sei. Ein weiteres Bedenken findet er darin, dass das Leuchtgas in seiner bekannten Zusammensetzung gar nicht so viel ausscheidbaren Kohlenstoff enthalte, um die Leuchtkraft blos auf glühende Kohlenstoffteilchen zurückführen können, und dass andererseits, wie der Bunsen'sche Brenner beweise, die Mischung mit Luft Entleuchtung bewirke.

Hr. Siemens bemerkt, dass jede leuchtende Flamme auch Wärme ausstrahle; wenn die Converterflamme leuchte, so sei ja nicht erwiesen, dass hier nicht auch Kohlenstoff die Veranlassung dafür sei. Es könne auch verbrennendes Eisen und Silicium sein, wodurch das Leuchten der Flamme hervorgebracht werde.

Hr. Dr. Grass hält ebenfalls hochgewölbte Ofenräume für vorteilhafter, hat sich aber den Vorteil dadurch erklärt, dass dem verbrennenden Gase die natürliche Volumenvergrösserung ermöglicht werde, und dass bei der verringerten Geschwindigkeit der Verbrennungsprocess sowie die Wärmeabgabe vollkommener stattfinde.

Hr. Siemens hebt nochmals hervor, dass der Zweck des vergrösserten Ofenraumes lediglich sei, die Berührung der Flammen mit den Flächen der Ofenwände und des Materiales zu vermeiden, da jede Berührung die Strahlung beinträchtige. Als Beispiel diene die Verbrennung der Mischung von Gas und Luft in der Gasmaschine, welche einen Niederschlag zur Folge habe. Die Maschen eines Drahtnetzes verhindern bekanntlich die Strahlung. Die Erklärung hierfür findet der Redner in der Zerstörung der Flamme durch die hier vielfach gegebene Flächenberührung.

Auf die Anfrage des Hrn. Hohmann, ob das System des Hrn. Siemens auch bei der directen Feuerung der Porzellanöfen anzuwenden sei, erwidert Hr. Siemens, das nicht angewendet zu haben; jedenfalls aber sei dieses System auch bei directer Feuerung anwendbar, wenn auch unvollkommener als bei Regenerativöfen.

Hr. Vahlkampf ist mit den erweiterten Ofenräumen ebenfalls einverstanden, meint jedoch, dass an denjenigen Stellen, wo die Schlacken mit der Ofenwand oder mit dem Boden in Berührung kommen, letztere nach wie vor zerstört und auf diese Weise die erreichten Vorteile wieder herabgemindert würden. Ferner stellt er die Frage, wie die Gasschlitze zu schützen seien.

Hr. Siemens erwähnt, dass das Angreifen der Ofenwände durch die Schlacken nicht zu vermeiden sei; er verwende für diese Stellen der Ofenwände Steine aus den Scherben der Glashafen und lasse mit Sand ausbessern; auch gebe es Oefen, die von aussen zu repariren seien. Die Gasschlitze anlangend, so müsse der Ofen so lang sein, dass die Flamme nur in ihrem zweiten Stadium mit den Kanten der Schlitze in Berührung komme, wodurch ein Abbrennen zu vermeiden sei.

Hr. Daelen kommt nochmals darauf zurück, dass doch auch eine Berührung von Flamme und Bad bei den Herdschmelzprocessen stattfinden müsse; es könne z. B. die beim Puddelprocessestattfindende Oxydation nicht lediglich durch Erze erzeugt werden, weil die Menge derselben zu gross. werden würde; es müsse da der Sauerstoff der Flamme den grössten Teil der Arbeit übernehmen,

1) s. Z. 1884 S. 873. Die Zeitschrift hat ihre Stellung zu den Ansichten und Ansprüchen des Hrn. Fr. Siemens bereits zu erkennen gegeben und muss dieselbe trotz wiederholter, am dritten Orte vorgebrachter Beschwerde desselben aufrecht erbalten; eine sehr eingehende Würdigung der Streitfrage ist im Maiheft von »Stahl und Eisen« gegeben.

deutscher Ingenieure.

wogegen Hr. Schilling behauptet, dass die Schlacke beim Puddeln mehr als die Luft oxydire, eine Ansicht, welcher Hr. Dr. Grass für den Fall zustimmt, dass die Schlacke Eisenoxydul enthält.

Hr. Siemens macht den Vorschlag, einen Puddelofen mit mehreren Kammern zu verwenden, welcher von einer einzigen darüber hinweggeführten Flamme durch Strahlung erwärmt werde, und in

deren jeder unabhängig von der anderen gepuddelt werden könnte, und entgegnet auf die Frage des Hrn. Vahlkampf, ob es gleichgiltig sei, wie weit die Generatoren vom Ofen entfernt seien, dass bei langen Gasleitungen ein Absetzen von Teer nicht zu vermeiden sei, dass es daher besser sei, die Gaserzeuger dem Ofen möglichst nahe zu legen.

Patentbericht.

der Bremsklötze ist beschränkt worden. Es ist also unter Berücksichtigung der Hebelverhältnisse der für den Betrieb in Betracht kommende Ausschlag des Hebels i höchstens gleich der Länge des Schlitzes i vermehrt um die Teilungen der Zahnstangen k und b und dementsprechend das Spiel der Brems

Kl. 5. No. 30727. Verfahren zur Entwässerung des um Schächte liegenden Gebirges durch Heber. F. H. Poetsch, Aschersleben. Die verrohrten Bohrlöcher des Poetsch'schen Verfahrens (Z. 1884, S. 43, 210, 543) sollen nach Fertigstellung des Schachtes an der Sohle geöffnet werden, so dass das Grundwasser in ihnen hochsteigen kann. Sodann werden die Laugeneinführungsröhren an ihrem oberen Ende mit längeren in den Schacht hineinreichenden Röhren verbunden, so dass durch die so gebildeten Heber das Grundwasser aus der Umgebung des Schachtes in diesen und durch Wasserhaltungsmaschinen daraus entfernt werden kann.

Kl. 14. No. 30764. Schiebersteuerung. H. C. Hoffmeister, Meidling bei Wien. Der Schieber besteht aus einem mittleren Teile al und zwei äusseren Teilen aa. Die drehbare Schieberstange ruht mit einem Bunde ds in einem auf al befestigten Kloben und mit zwei auf Rechts- und Linksgewinde aufgeschraubten Muttern c1 und in den Gabeln

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der beiden Seitenteile. Durch Drehung der Schieberstange kann daher die Weite der zwischen al und a2 bleibenden Kanäle und damit der Füllungsgrad geändert werden. Behufs Erreichung sehr geringer Füllungen kann auf diesen dreiteiligen Grundschieber noch ein aus einem Stücke bestehender Schleppschieber el gelegt werde. Die Steuerung ist hauptsächlich für den Hoffmeister'schen Kleinmotor bestimmt.

Kl. 14. No. 30888. Dampfpumpensteuerung. L. B. Carricaburu, New-York. Um zu vermeiden, dass bei langsamem Gange die Cylinderkanäle nicht mehr voll geöffnet, die Maschine dadurch noch mehr verzögert und schliesslich zum Stillstande gebracht werde, sind an den Enden des be

klötze. Fig. 2 zeigt eine andere Anordnung derselben Teile. c ist mittels Zapfens nicht mehr an f gelagert, sondern an der doppelten oder gabelförmigen Zugstange a, und die Zahnstange allein dient demselben Zwecke, welchen früher die beiden Zahnstangen b und k hatten, indem ausser dem Zahn d auch der Zahn n in dieselbe einfallen kann.

Kl. 47. No. 30943. Schmiervorrichtung für Gas-, Dampf- oder Luftmaschinen. R. Latowski, Posen. Damit der Schmierstoff in veränderlicher, der Spannung im Cylinder entsprechender Menge von a nach b abfliesse und beim Stillstande der Maschine gesperrt sei, ist der die Abflussöffnung d verschliessende Sperrstift e an ein aussen angebrachtes elastisches Gefäss f mit glatten oder gewellten Wänden angehängt, so dass der von b nach f sich fortpflanzende Druck den Abfluss

“我 mehr oder weniger öffnet; die Anfangsspannung der Gefässwände kann durch Schraube

und Sperrfeder geregelt werden. Um zu grosse Spannungen von f abzuhalten, wird

e ein Abschlussventil k angebracht, und die Schraube h des in i geführten vierkantigen Teiles von e erhält grössere Steigung als m, so dass die Hubhöhe von e mit wachsender Anfangsspannung abnimmt.

Kl. 49. No. 30712. Spiralbohrer. A. Söderström, Stockholm. Dieser Spiralbohrer für Metall ist den amerikanischen gegenüber nur mit einer schraubenförmigen Nute 1 versehen und besitzt eine schneidende Kante 2, welche mit der Bohrerachse in einer Ebene liegt, gegen den Umfang des

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kannten Ankerhebels k drehbare Daumen l und n angebracht. Dieselben weichen aus, wenn am Ende des Hubes der Ring i auf den Ankerhebel einwirkt und die Kanäle ein wenig öffnet, treten dann aber wieder heraus und drängen nach der Bewegungsumkehrung durch Aufsteigen auf den Ring i den Ankerhebel in die äusserste Stellung.

Kl. 20. No. 31144. Selbstthätige Nachstellvorrichtung für Bremsklötze. M. Schleifer, Berlin. Bei der Bewegung der Zugstange a, Fig. 1, nach links dient die Hülse als Führung, bei der Bewegung nach rechts setzt sich, durch das Gewicht g getrieben, der Zahn d in die Zahnstange b, weil sich die nun zur Sperrung dienende Hülse c um die in dem Doppel- oder Gabelhebel gelagerten Zapfen e dreht. Sofern durch Abnutzung der Bremsklötze der Weg von a beim Anziehen der Bremse ein gewisses Mass überschreitet, nimmt der Stift h, nachdem er den Schlitz į bis zu seinem Ende durchlaufen, die Stange k mit, und dieselbe fällt mit ihrem zunächst links gelegenen Zahn über den Stift l; wenn dann a wieder nachgelassen wird, fällt b mit seinem zunächst nach rechts liegenden Zahn über den Zahn d und das Spiel

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Band XXIX. No. 21.

23. Mai 1885.

Patentbericht.

407

5 und 6 angeben, stärker, um eine bessere Führung zu erhalten. Bei grossen Bohrern wird die Schneide an einer leicht auswechselbaren Klinge 8, Fig. 3 und 4, angebracht, welch letztere an ihrer inneren Seite mit einem Vorsprunge 9 versehen ist, wodurch sie genügend Steifigkeit erhält. Zur Berichtigung bei der Herstellung derartiger Bohrer dient die Form 10 ans Gusseisen usw., welche die Bohrer zur Hälfte genau umschliesst und beim Gebrauch auf ihrer Innenfläche mit irgend einem färbenden Stoffe bestrichen wird.

Kl. 49. No. 30961. . Benzinlötkolben. Arnold & Egers, Breslau. Durch das drehbar an den Hahnstutzen angeschlossene Knie b wird gepresste Luft in den durch Deckel a abgeschlossenen und mit Watte und Benzin angefüllten Behälter eingelassen. Dieselbe gelangt, mit Benzin

mittels äusserer Bewegungsteile b2 geschlossen, so dass nun in b die Gase sich ausdebnen und das Wasser durch das Druckventil von b in das Druckrohr drücken. Sinkt dann der Gasdruck in b etwas unter den der Atmosphäre, so öffnet sich bi und das Spiel beginnt von neuem.

Ist der Enddruck grösser als der Atmosphärendruck, so muss bi belastet werden, damit es sich selbstthätig öffnet. Bei der beschriebenen Wirkung wird vorausgesetzt, dass zeitweise in dem Apparat ein Ueberschuss von Arbeit geleistet und aufgespeichert, später aber wieder abgegeben werde.

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Kl. 59. No. 30871. Zwangläufige Verbindung der Räder von Kapselwerken. E. L. Hertel, Wurzen. Auf die Welle eines jeden Kapselrades, z. B. eines RootGebläses, ist an einem Ende eine Kurbel mit Gegenkurbel befestigt, so dass beide Kurbelzapfen um 90° gegen einander verstellt sind. An die 4 Kurbelzapfen greifen 4 Pleuelstangen an, die mit 2 geradegeführten Kreuzköpfen verbunden sind. Der Antrieb geschieht durch Riemscheibe oder direct durch eine Dampfmaschine, in welch letzterem Falle die Kolbenstange an einem der Kreuzköpfe angreift. Die Kurbeln bewegen sich gegen oder aus einander; wenn die beiden Kurbeln im Totpunkte stehen, sind die Gegenkurbeln in der günstigsten Stellung und umgekehrt, so dass die Bewegung der Kapselräder gegen einander eine durchaus zwangläufige ist. Mit solchen Gebläsen soll der Wind bei geräuschlosem Gange der Räder bis auf 1 Atm. 'gepresst werden.

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dämpfen geschwängert, in das Drahtgazerohr d und dann um den Volldocht e des im Führungsrohre c verschiebbaren Dochtröhrchens g herum zu der in den Hohlraum il des Lötkolbens i hineinbrennenden Heizflamme, wodurch letztere zur Stichflamme ausgezogen wird.

Kl. 86. No. 30621. Vorrichtung zur Herstellung doppelt gewebter Wellensammte. F. Tonnar, Dülken. Die Herstellung dieser Wellensammte erfolgt dadurch, dass entweder das Doppelsammtgewebe vor dem zur Trennung dienenden Schneidemesser oder das Schneidemesser selbst nebst Messerführung gehoben und gesenkt wird, während sich alsdann das Doppelgewebe nur in der wagerechten Zugrichtung weiter bewegt. Diese Hebung und Senkung geschieht mittels Doppelexcenters oder Musterkette. Kl. 86. No. 30878,

No. 30878. Webstuhl-Lade mit stofsfreiem Schützenantrieb. J. Isler, Lobberich bei Düsseldorf, In der Lade bewegt sich ausserhalb des Faches ein Treibwagen E, der mittels einer beliebigen Vorrichtung abwechselnd von der einen Seite der Lade zur anderen gezogen wird. (Die Zeichnung stellt eine Lade zur Herstellung von Doppelgeweben mit der Einrichtung zur Bewegung von zwei Schützen dar.) Der Treibwagen enthält einen Elektromagneten und unter Benutzung von Holzstäben Contactschienen c aus Messing (s. Nebenfigur), von denen jede mit einem Ende der Drahtspule des Elektromagneten in Verbindung ist. Der

Kl. 58. No. 30896. Luft- und Gasfilter. F. Pelzer, Dortmund. Statt der in Kanälen für Luft und Gas bisher üblichen Filter aus Gewebe (Flanell), deren Maschen sich von Staub, Russ usw. schwer reinigen lassen, werden solche aus parallelen Fasern, Fäden oder Strähnen angewandt, welche nur an den Enden verbunden und über Rahmen oder drehbare Stangen gespannt sind. Um diese wirksam auszuschütteln, lässt man die Fäden schlaff werden und zieht sie mit einem Ruck wieder gerade, was durch Schnurzug und Feder bequem an Ort und Stelle vorgenommen werden kann.

Kl. 59. No. 30765. Dampfwasserheber. A. Rotth, Berlin. Der Dampfwasserheber besitzt eine Pumpkammer b mit Saugventil $1 und Druckventil, eine Lustpumpe à und einen Dampfentwickler < (D. R.-P. No. 16886), dem durch Rohr & Wasser aus bzufliesst, während ihm durch Rohr 2 ein Gas- und Luftgemisch aus a zugedrückt wird. Dieses verbrennt in Berührung mit den glühenden Eisenspänen e und verdampft das Wasser; die Dämpfe gelangen durch Rohr 1 nach b. Angenommen, a sei bis oben, ő bis über k mit Wasser gefüllt und über dem halb in Wasser tauchenden Schwimmer n herrsche ein etwas kleinerer Druck als der der Atmosphäre, so öffnet sich Ventil bi und lässt etwas Wasser aus dem Druckrohre nach b treten. Infolge dessen verdichtet sich der in b befindliche Wasserdampf, so dass Wasser durch $1 angesaugt wird. Dabei hebt sich n und entlastet in einem

gewissen Punkte durch äussere im

Bewegungsteile das Ventil az

Nun stellt sich der

höhere Wasserstand in a mit 名

dem in b gleich, wobei in a durch m Gas und Luft angesaugt wird, in b dagegen die Gase durch b1 fortgedrückt werden, bis n das Ventil bi schliesst und b2 durch äussere Bewegungsteile öffnet. Die Dämpfe in c treten nun nach b und drücken das Wasser von hier zuerst nach a, da dort geringerer Druck als im

Druckrohr herrscht. Das in a vorbandene Gas- und Luftgemisch gelangt nun nach c, verbrennt und verdampft hier das inzwischen durch s in c eingetretene Wasser. In dem Augenblicke, wo das in a steigende Wasser vermittels der Platte p die Ventilöffnung an abschliesst, wird auch durch den fortwährend sinkenden Schwimmer ver

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in a.

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Treibwagen wird in der Lade mittels Gleitbahnen geführt, die an den Seitenwandungen Nuten besitzen, in welche je ein prismatischer durch Drahtleitung mit der Stromquelle verbundener Messingstab d eingeschoben ist.

Die Contactschienen c bewegen sich, auf den Messingstäben d schleifend, in den Nuten der Gleitbahnen. Der in den Messingstab der einen Seite der Gleitbahn eingeführte Strom kehrt nach Durchfliessung der Drahtspule des Elektromagneten durch den Messingstab d der anderen Seite nach der Stromquelle zurück. Der Schützen wird durch den Elektromagneten an den Treibwagen angezogen, er macht dessen Bewegungen mit und wird somit durch das Fach geführt.

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