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deutscher Ingenieure.

der Cylinder gehörig vorgewärmt ist; jetzt wird der Kolben k herausgeschraubt, bis das äusserst empfindlich hergestellte Plattenfedermanometer m, welches mit einem elektrischen

Kochsalz oder Glaubersalz (80 z. B. bei den Versuchen auf der Düsseldorfer Ausstellung 1880), zugemischt. Das Experiment ist, ähnlich wie das Hirn'sche, mehrfach zu wiederholen, wenn für eine längere Betriebsperiode ein zuverlässiger Mittelwert gewonnen werden soll.

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Um den früher bezeichneten Uebelständen des Entnehmens kleinerer Dampfproben aus der Leitung zu entgehen, schlägt Escher einen anderen Weg ein.)

Nimmt man nämlich an, dass zu Anfang einer Betriebsperiode Kessel- und Speisewasser in gleichem Procentsatze Salze gelöst enthalten, so wird nach und nach, während salzhaltiges Wasser zugespeist wird, dagegen nahezu reiner Dampf entweicht, im Kessel eine Concentration stattfinden. Das Gesetz, wonach diese eintritt, kann dann Aufschluss geben über das vom Dampfe mitgerissene Wasser. Die analytische Darstellung des Vorganges ist folgende.

Ist 8 der Gehalt des Speisewassers, k derjenige des Kesselwassers

an gelösten Salzen in kg auf 11 oder 1ks, so kann zwar s als constant angenommen werden, dagegen ändert sich k mit der Zeit; es sei mithin verstanden als Salzgehalt nach Verlauf der Zeit t, gerechnet vom Beginne des Betriebes mit dem neu gefüllten Kessel.

Ferner sei in kg s die Speisewassermenge in 1 Stunde, K der Wasserinhalt des Kessels.

Es werde nun Beharrungszustand des Betriebes, d. h. ununterbrochene Speisung einerseits und Dampfentnahme andererseits, vorausgesetzt; letztere ist, auf die Zeiteinheit bezogen, alsdann gleich der Speisewasserzufuhr.

Die Salzmenge, welche in der Zeit dt dem Kessel mit dem Speisewasser zugeht, ist demnach

= Sdt.s; in derselben Zeit wird vom abgebenden Dampfe, dessen specifischer Wassergehalt = x, sei, mit fortgenommen die Salzmenge

= S. x dt. k. Daraus folgt die Zunahme des Salzgehaltes im Kessel während der Zeit dt:

S(sdt -- xkdt) Kdk, wenn dk diese Zunahme für 1kg Kesselinhalt bezeichnet.

Setzt man das Verhältnis

1

Läutewerk in Verbindung steht, die Drucksenkung meldet. Das vom Kolben beschriebene Volumen wird nach der Umdrehungszahl des Handrades bestimmt.

Ein ähnliches Instrument haben in neuester Zeit Boye und Müller) sich patentiren lassen. Es unterscheidet sich vom Brocq'schen darin, dass das Plattenmanometer durch ein Quecksilbermanometer ersetzt ist; sonst ist die Anordnung weniger einfach und leidet an dem Mangel, dass : auf die Austreibung der Luft vor dem Einlassen des Dampfes keine genügende Rücksicht genommen ist.

Abgesehen davon, dass es schwierig ist, Dampf von der richtigen Zusammensetzung in die Cylinder zu bekommen,

haftet beiden Apparaten der Fehler an, dass der Versuch ! · längere Zeit dauern muss. Dampf ist ein schlechter Wärme

leiter; die Spindel muss daher langsam gedreht werden, inzwischen kann sich die Temperatur im Heizraum b sowie im Cylinder a ändern, und wir haben keine isothermische Zustandsänderung mehr.

Ob schliesslich nicht einfache Wasserabscheider, durch welche das mechanisch mitgerissene Wasser auf mechanischem Wege wieder entfernt wird, bei 'entsprechender Einrichtung dieselben Dienste leisten könnten wie diese und ähnliche Apparate, mag dahingestellt bleiben. Hierüber kann nur die Praxis entscheiden, und es wäre sehr zu wünschen, dass die zuletzt besprochenen Methoden von dieser ernstlicher geprüft würden.

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mi =

ma

mi

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II. Chemische Methoden.

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Dieselben haben vor den physikalischen den Vorzug, dass sie mit den denkbar einfachsten Mitteln ausführbar sind.

Das Wasser im Kessel ist nicht chemisch rein, es enthält verschiedene Körper, hauptsächlich Kalksalze (doppeltkohlensauren oder schwefelsauren Kalk) gelöst. Wird solches Wasser verdampft, so pflegt man anzunehmen, dass im reinen Dampf die gelösten Bestandteile nicht mehr vorkommen, dass dagegen das mitgerissene Wasser im selben Grade concentrirt sei, wie die Lösung im Kessel an der Oberfläche.

Die gewöhnliche chemische Methode benutzt diesen Satz in folgender Weise:

Es wird durch ein Zweigrohr ein Quantum feuchten Kesseldampfes der Leitung abgezapft und in einer Vorlage condensirt. Man bestimmt dann den Salzgehalt d, welcher auf 1 kg des niedergeschlagenen Gemisches kommt. Gleichzeitig wird dem Kessel, und zwar aus den oberen Schichten, eine Wasserprobe entnommen und chemisch behandelt. Ergiebt die Analyse auf 1kg Kesselwasser 1kg gelöste Salze, so hat man für den Salzgehalt des Condensationswassers

d d=x.k , wenn x den Wassergehalt für 1kg des condensirten feuchten Dampfes bedeutet. Daher die specifische Wassermenge einfach

d

E' Zur leichteren Ausführung der Analyse wird dem Kesselwasser eine leicht lösliche und nachweisbare Substanz, wie

0, k =S

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1) Dingler's Journal 1-82, Bd. 244, S. 199.

Band XXIX. No. 18.

2. Mai 1885.

Seemann, Ueber die Bestimmung des Wassergehaltes im Kesseldampf.

345

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Etwas einfacher gestaltet sich die Rechnung bei dem verwandten, von Brauer angegebenen Verfahren.1)

Es wird dem Kesselwasser ein löslicher Körper beigemengt, welcher durch die chemische Analyse leicht nachzuweisen ist, wie z. B. Kochsalz durch seinen Chlorgehalt. Das Speisewasser wird rein zugeführt. Würde nun auch reiner gesättigter Dampf geliefert, so müsste, wenn Beharrungszustand des Betriebes vorausgesetzt wird, der Salzgehalt im Kessel constant bleiben. Da aber mit dem Dampf salzhaltiges Wasser aus dem Kessel entweicht, so muss der Concentrationsgrad daselbst nach und nach abnehmen. Der mathematische Ausdruck dafür ist die Gleichung:

- Kdk = S.xdtok, welche man wie vorhin erhält, wenn man s= 0) setzt. Die Integration der Differentialgleichung

dk S

adt

k K giebt sofort

K

ki logn

S:t. k2 Darin bedeutet t die Dauer des Versuches, ki den anfänglichen, k2 den schliesslichen Wert des Salzgehaltes k für 1kg Kesselwasser.

Beachtet man, dass die letzte Beziehung identisch ist mit

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einzuverleiben. Vorauszusetzen ist nur, dass die auszufällenden Bestandteile des Zusatzes im Speisewasser nicht vorkommen; dieses darf also, wenn man etwa Kochsalz zusetzen will, nicht mit Chlorbaryum gereinigt werden.

Beide Methoden vermeiden die Probenahme, was ein wesentlicher Vorzug derselben ist; beide besitzen ausserdem eine Eigentümlichkeit, die sie von allen andern, mit Ausnahme der Messung nach dem Condensationsprocess der Dampfmaschine, auf's schärfste trennt. Diese vielversprechende Eigenschaft besteht darin, dass die Beobachtungen sich auf die Zustände im Kessel beschränken, der Zustand des Dampfes in der Leitung aber gar nicht in Betracht kommt. Gleichgiltig ist es also, wie Dampf, mitgerissenes und condensirtes Wasser dort sich zu einander verhalten: um das, was aus dem Kessel fort ist, hat man sich nicht mehr zu kümmern. Dagegen wird das Ausscheiden kristallinischer Salzteilchen aus der Lösung an dazu geeigneten Stellen ausser Acht gelassen. Dies dürfte besonders bei der Methode Escher, wo die Concentration stetig zunimmt, zu beachten sein, wenn das Speisewasser Neigung zur Kesselsteinbildung hat.

Die Versuche, welche Dr. Bunte nach Brauer bei Gelegenheit der im October 1883 in Berlin veranstalteten Locomobilenconcurrenz ausführte, ergaben keine positiven Resultate.)

Dem Kesselwasser wurde 1 pct. Kochsalz beigemischt. Jeder Versuch dauerte 8 Stunden, und es wurde ausserdem nach dem gewöhnlichen chemischen Verfabren mittels Abzapfung von Dampf aus der Leitung gearbeitet. Hr. Prof. Brauer schreibt mir darüber: »Obgleich die empfindlichste Titrirmethode angewandt wurde, konnten - mit Ausnahme eines Versuches nur verschwindend kleine Abnahmen der Concentration im ersten und nur Spuren von Chlor im letzten Falle nachgewiesen werden.«

Danach wäre also auf nahezu trockenen Dampf zu schliessen. Dass die Abzapfungsmethoden leicht ein solches Resultat ergeben, habe ich schon früher bemerkt. Auffallend ist es aber bei Anwendung des Brauer'schen Verfahrens. Sollten. die Locomobilkessel, die sonst nicht in diesem Rufe stehen, wirklich wasserfreien Dampf geliefert haben? Oder sollten doch Gründe vorhanden sein, geeignet, die Genauig

? Meiner Ansicht nach gewiss. Das ganze Experiment beruht wesentlich auf der Hypothese, dass, wenn überhaupt Wasser mitgerissen wird, dieses in gleichem Procentsatz Salze enthalte wie die Lösung im Kessel. Letzteres scheint indes nicht über jeden Zweifel erhaben, sobald man sich vorstellt, dass das Wasser weniger in grösseren Tropfen als in Form feiner Nebelbläschen mit dem Dampfe gemischt ist. Es steht dann auf der Grenze, wo es mit Leichtigkeit selbst in Dampf übergeht und wohl in geringerem Grade salzig sein kann als das im Kessel befindliche, dessen Concentration demzufolge eine nur schwache Abnahme zeigen wird.

Ferner ist nicht zu überseben, dass die Art der Rechnung stetige Speisung und ebensolche Dampfabnahme voraussetzt; dabei sollte die Mischung im Kessel an allen Stellen stets gleich stark concentrirt sein. Diese Bedingungen sind in der Praxis schwer zu erfüllen; insbesondere ist es mentlich bei kleinem Wasserraume kaum durchzuführen, dass der Wasserstand stets auf gleicher Höhe bleibt, obwohl zuzugeben ist, dass kleinere Schwankungen um die bestimmte Marke sich ausgleichen werden.

Fassen wir die im Vorstehenden gemachten allgemeinen und kritischen Bemerkungen zusammen, so finden wir es begreiflich, weshalb die auf Anregung unseres Vereines aufgestellte Commission für die Normen zur Untersuchung von Dampfkesseln und Dampfmaschinen zu dem Schlusse gelangen konnte:

»dass für die quantitative Bestimmung des mitgerissenen Wassers genaue und genügend erprobte Methoden zur Zeit nicht bekannt sind.)

,

ki

t,

e a

ka so lässt sich zwischen diesem und dem Escher'schen Verfahren leicht ein Vergleich anstellen.

Es sei beispielsweise das Volumen des Wasserraumes 5 cbm, also K = 5000 ks, ferner der stündliche Speisewasser

K verbrauch S= 1000 ks, somit = Q = 5.

s Nimmt man weiter X 0,05 an, entsprechend einem Wassergehalte des Dampfes von 5 pCt., so berechnet sich folgende Tabelle: Zeittin Std. 1 2 3 5. 10 20 50 100 200

Nach k Eschers

= 1,19 1,38 1,57 1,93 2,81 4,44 8,48 13,01 17,43 Nach ki Brauer k2

= 1,01 1,02 1,03 1,04 1,10 1,22 1,65 2,72 7,39 Innerhalb der gewählten Zeitgrenzen wächst hiernach der Concentrationsgrad bei der ersten Methode verhältnismässig rascher, als er bei der zweiten abnimmt; erst mit längerer Versuchsdauer tritt der umgekehrte Fall ein. Daraus folgt eine gewisse Ueberlegenheit des Escher'schen Verfahrens; jedoch ist diese mehr eine theoretische, und für die Praxis dürfte dasjenige von Brauer zu bevorzugen sein, weil man es hier in der Hand hat, einen leicht nachweisbaren fremden Stoff in grösseren Mengen ein für allemal dem Kessel

na

1) W. 1883, S. 158.

Ich denke, es wird dem Verdienste Brauer's keinen Eintrag thun, wenn hier constatirt wird, dass der Grundgedanke dieser und ähnlicher Methoden von den Elsässer Ingenieuren schon vor Jahren gewürdigt worden ist. In dem von der Société industrielle herausgegebenen Werke: Etudes sur la combustion de la houille etc.; Paris 1875, wird auf S. 34 unter anderen Mitteln zur Wassergehaltsbestimmung genannt: »Injecter dans la chaudière une dissolution de sel et mesurer, après quelques heures de marche, la richesse en sel de l'eau contenue dans ce même générateur.«

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deutscher Ingenieure.

Die Bemühungen nach dieser Richtung hin sind aber trotzdem nicht ohne Erfolg geblieben. Mit ziemlicher Sicherheit wissen wir heute, dass aus einem normalen Kessel, so lange er nicht überanstrengt wird, der Dampf entweder vollständig trocken entweicht oder nur mit geringen Mengen eigentlich übergerissenen Wassers beladen ist, und von den 10 bis 20 Procenten, wovon man früher öfter hörte, keine Rede sein kann.

Ob dieses Wasser mehr im Dampfe fein verteilt ist oder als zusammenhängender Niederschlag die Wände der Leitung

einnimmt, ob es ferner stetig oder mehr stofsweise übergerissen wird – darüber sind allerdings weder die Theoretiker noch die Praktiker einig.

Die Wahrheit dürfte hier wiederum in der Mitte liegen. Neben dem idealen Ziele der Wissenschaft, sie zu ergründen, steht das reale Interesse der Praxis, sie in Mass und Zahl zu fassen; und so wollen wir denn hoffen, dass es den vereinten Kräften beider in nicht zu ferner Zeit gelingen werde, auch die schwierige Frage des Wassergehaltes einer befriedigenden Lösung entgegenzuführen.

!

Der Betrieb der Bergwerke, Hütten und Salinen im Preussischen Staate

während des Jahres 1883.

(Schluss von Seite 283.) Die Gewinnung von Steinen und erdigen Mineralien.

Die Gesammtproduction stellte sich wie folgt:

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1 259,7 12 743,0

53,7 47 410,0 203 455,0

1 210,0 3 696,2 68 302,0 167 934,0 791 532,0

14 665 84 774

306 1 360 556 613 362 10 480 41 265 217 364 658 113 1 997 859

Zu-(Ab-)

(34 158) 1077652 76554 (30 216) 6087 1 095 919 nahme

Ausserdem wurden auf dem Steinsalzbergwerke bei Erfurt 239t Anhydrit im Werte von 765 M gewonnen.

m

1 342 836

53 210

Flussspat.
Schwerspat
Kalkspat.
Phosphorit
Thon- und Wascherde
Walkerde
Ocker- und Farberde
Sand (weisser)
Sandsteine
Kalk und Kalksteine cbm 326 230,7
Schiefer:
Dach- u. Schablonen-
schiefer

457 439,0 Schieferplatten

qm

11 300,0 Marmor Alabaster Gyps, Gypskalk und Gypsmehl Basalt und basaltische Lava Trachyt und Trachytconglomerate Melaphyr-Pflastersteine . Ducksteine, Mergel und Trass Quarzit

cbm 326 230,7 Zusammen

457 439,0 qm

11 300,0

cbm 309 704,0 Im Jahre 1882

435 119,0 gm

12 089,0

cbm 16 526,7 Zu- (Ab-)nahme

22 320,0

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m

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m

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Der Betrieb der Hüttenwerke im Preussischen Staate

während des Jahres 1883. Zur Darstellung von Rohproducten wurden folgende Hüttenanlagen betrieben: Roheisenwerke

102 (102) Zinkhütten

29 (30) Blei-, Silber- und Kupferhütten

28 (27) Nickelhütten

2 (3). Von den Roheisenwerken waren 45 (43) mit anderen Eisenwerksanlagen verbunden.

Auf den Robeisenhütten waren 239 Hochöfen vorhanden, von denen 194 (196) im Betriebe standen, und zwar mit

. Koks u. gemischtem Brennstoff 171=88,14 pct. (172=87,76 pct.), Holzkohle

23=11,86 » ( 24=12,24 » ). Auf die einzelnen Oberbergamtsbezirke verteilen sich die betriebenen Hochöfen wie folgt: Breslau 39 (41)

Bonn 91 (91)
Dortmund 56 (57)

Clausthal 8 (7). Die Betriebsdauer sämmtlicher Hochöfen belief sich auf 8881 Wochen (9080 Wochen), so dass auf 1 Hochofen eine durchschnittliche Betriebsdauer von 45,8 Wochen (46,3 Wochen) fiel.

An durchschnittlicher Production kamen auf 1 Hochofen 13278,23 (12589,53t).

Die Arbeiterzahl verteilt sich auf den Eisen-Hochofenbetrieb mit 18981 Mann (18143 Mann), auf den Zink-, Blei-, Kupferhüttenbetrieb usw. mit 14217 Mann (13 777 Mann). In Procenten berechnet

stieg fiel die Production an Roheisen

um 4,39 pCt.

pCt. Robzink

2,98 » Blei nebst Glätte

0,99 » Kupfer

» 18,88 » Silber

7,02 » Gold

» 24,28 » Nickel

9,47 » die Anzahl der betriebenen Hochöfen

1,02 ». die Betriebsdauer sämmtlicher Hochöfen »

2,19 » eines Hochofens

1,08 » die Arbeiterzahl bei den Hochofenwerken » 4,62 »

» übrigen Hütten 3,19 »

Die vorstehenden Ermittelungen sind nur in soweit vollständig, als sie sich auf Flussspat, Dachschiefer, Phosphorit, Trass und Trasssteine beziehen, weshalb denn auch bei den übrigen Mineralien der Vergleich mit dem Vorjahre nur einen relativen Wert hat.

Der Salinenbetrieb. Die Gesammtproduction des Preussischen Staates an Kochsalz (Chlornatrium) belief sich im Jahre 1883 auf 258 1997 (+65200 = +2,59 pct.) im Werte von 6315 828 M (+ 144666 M=+2,34 pCt.) oder pro Tonne 24,46 M (-0,06 M

-0,24 pCt.).

An Chlorkalium ụsw., schwefelsauren Alkalien und Alaun wurden dargestellt 167 009 (153 3171) im Werte von 17044555 M (16355920 M) mit zusammen 1876 Mann (1385 Mann).

Der Mineralsalzbergbau. Die Gesammtproduction an 'Mineralsalzen belief sich im Jahre 1883 auf 1048235t (907 989t) im Werte von 9464810 M (8 368891 M). Die Belegschaft bestand aus 3017 Mann, einschliesslich 103 Mann beim Salzschachte der Saline Schönebeck (2702 Mann).

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Production der Hüttenwerke des Preussischen Staates während des Jahres 1883, verglichen gegen das Jahr 1882.

Durchschnittswert Wert

Zahl der befür eine Tonno schäftigten Arbeiter

Mithin 1883 mehr (+), weniger (4) Producte

1883 1882 1883 1882 1883 1882

der Menge nach dem Werte nach dem Einheits- der Arbeiter

1883 1882
M

M
M

M

M

Band XXIX.
2. Mai 1885.

No. 18.

18981 2 467 548,41 143 070 259 149 802 551 55,54

18143

- 6 732 292
+108 429,13

+ 838
1. Roheisen

60,71
-2 575:977,54

5,17
35 902 917
8428 8189

2 234 207

+ 239 2. Zink in Blöcken

113 271,43 33 668 710 288,64 316,96

+ 3 372,95

28,32
· 116 644,38

- 3 185 617
2331 2287

31,13

+ 44

2002,47 :

20 454 057 a) Blockblei

23 639 674 84 808,78 86 811,25

241,18 272,31 3. Blei:

+ 1119,34 | + 187 063 26,42 b) Bleiglätte

3 $58,74
2 739,40

707 322
894 385

258,20
231,78

2 998 554 31,11
2331 2287

+ 44
Summe von 3
85 667,52 89 550,65 21 348 442 24 346 996 240,77

883,13

271,88
4. Kupfer: a) Hammergares

20 662 955
2692 2553 + 1 302,94 +1 271 362

+ 139
21 934 317
1354,88 | 1388,06

33,18
Block- und Rosettenkupfer 1) 16 189,17 14 886,23
b) Schwarzkupfer

127 552
71

11,06

9 544,95 886,29 187 983 315 335

356,02

341,34
c) Kupferstein

344,96

961,60 + 1143 810

+ 130
Summe von 4

2754 2624

8,08 16 734,12 15 772,52 22 122 300 20 978 490

1330,07
1321,99
eines Kilogr.

Kilogr.
Kilogr.
Kilogr.

+ 35

+ 11 345,67 +1 212 992 2,97 5. Silber

506 172 865,54 161 519,87 25 804 893 24 591 901

541 152,25 149,28

55 623 6. Gold 101,59

19,85. +
81,74
284 442 228 819

+ 0,55
2799,90
2799,35
163

9 320
117
11,46

+-576,51

8
7. Nickel (reines Metall)

755 000
109,49

764 320 6895,61 | 6319,10

120,95
1) In der Tabelle »Production der Bergwerke, Salinen und Hütten usw.«, S. 256, ist die Production des Oberbergamtsbezirkes Bonn und damit die Gesammtproduction des Staates um
2016 Block- und Rosettenkupfer zu hoch angegeben. Es hat sich nachträglich herausgestellt, dass eine Hütte fast ausschliesslich zollausländisches Cementkupfer, welches bei der Einfuhr in
das deutsche Zollgebiet als fertiges Metall nachgewiesen ist, verarbeitet hat. Auch 76 Arbeiter sind dort zu viel gezählt.

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Betrieb der Bergwerke, Hütten und Salinen im Preussischen Staate während des Jahres 1883.

1. Die Roheisen-Darstellung. Aus dem Oberbergamtsbezirk Breslau liegen hierauf bezüglich die folgenden erläuternden Details vor:

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347

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90,00 70,00

11

68,00

60,12

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2. Die Zinkgewinnung.

Im Oberbergamtsbezirke Breslau waren, da 2 Werke zusammengelegt sind, nunmehr nur 22 Zinkwerke vorhanden; ausserdem wurde auf der fiscalischen Friedrichshütte Zink als Nebenproduct gewonnen.

Trotz des erheblichen Preisrückganges des Zinkes von 31,58 M oder 10 pct. für 1t ist dennoch die Production um 2,3 pct. auf 71 466+ (+ 1620) gestiegen, im Gesammtwerte von 20 209 424 M.

Die für den gesammten Zinkhüttenbetrieb verbrauchte Steinkohlenmenge betrug 770318t (743 619), demnach für jede Tonne Robzink 10,8t Steinkohle (1882 = 10,6; 1881 = 11,2).

Im Oberbergamtsbezirke Dortmund wurden auf 4. Werken 24 7830 Blockzink (23 544t) gewonnen, im Werte von 7324 288 M (7533 979 M). Hierzu wurden verbraucht 65 399t Erze und Schlacken sowie 3 749t Zuschläge, und es wurden beschäftigt durchschnittlich 1927 Mann (1798 Mann).

Im Oberbergamtsbezirke Bonn wurden auf 3 Werken mit 1093 Arbeitern 20 396t Blockzink (19 882t), einschliesslich des zu Blechen, Zinkweiss und Zinkwaren verwendeten, dargestellt, zum Werte von 6 134 998 M (6 412035 M), d. i. 300,80 M für 1t (322,50 M). An Erzen wurden verbraucht 51 105+ (50 694+).

» 77

>>

>>

1 Hochofen mit gemischtem Brennstoff

2087

793 mit 2644 männlichen und 887 weiblichen, zusammen mit 3531 Arbeitern.

Im Oberberg amtsbezirke Dortmund war die Lage der Eisenindustrie eine ungünstige. Auf 17 in Betrieb gewesenen Hochofenwerken wurden in 56 Hochöfen mit 6443 Arbeitern 1072 076t Roheisen, und zwar 89 792t zur Giesserei, 554 352t zur Flusseisenbereitung, 421 429t zur Schweisseisenbereitung, endlich 65030 Gusswaren erster Schmelzung, im Werte von 58 514 905 M erblasen. Der Verbrauch an Erz war 2 453 484t, an anderen Materialien 809 392t.

Die Betriebsdauer sämmtlicher Hochöfen belief sich zusammen auf 2654 Wochen, d. h. auf durchschnittlich 47,4 Wochen für 1 Hochofen. Jeder Hochofen lieferte durchschnittlich 19 144t Roheisen (17 700+).

Der Wert einer Tonne Roheisen betrug durchschnittlich 54,58 M (61,42 M).

Im Oberbergamtsbezirke Bonn standen auf 64 Hüttenwerken von den 110 vorhandenen Hochöfen 91 im Betriebe. Roheisen wurde erblasen mit Holzkohlen in 14 Hochöfen 24 541t zum Werte von 2884889 M, Koks

982 6630

54225 344 » 1883 in 91 Hochöfen 1007 204t zum Werte von 57110233 M, 1882 » 91 973 693t

60082212 » Zu-(Ab-)nahme 33511t

(2971979 M). Die Gesammtproduction bestand aus Roheisen in Masseln zur Giesserei

48 1301 (31 415t) für Flusseisen

259 026t (313 196) für Schweisseisen

668 658t (597 126+) Gusswaren erster Schmelzung 22 826t (22 366) Bruch- und Wascheisen

8564 (9 590) Der Wert einer Tonne betrug bei Holzkohlenroheisen 117,56 M (116,95 M), bei Koksroheisen 55,02 M (60,36 M).

Die Zahl der beschäftigten Arbeiter betrug 8312 (7718).

An Erzen wurden verschmolzen 2481 509t (2 244 141), an sonstigen Materialien 612773t (590 4914).

Die Betriebsdauer sämmtlicher Hochöfen belief sich auf zusammen 4080 Wochen (4059 Wochen), so dass auf 1 Hochofen durchschnittlich eine Betriebsdauer von 44,8 Wochen (44,6 Wochen) und eine Production von 11068t (10 700t) entfällt.

Im Oberbergamtsbezirke Clausthal lieferten die 5 Roheisen darstellenden Hüttenwerke 1883 in 8 Hochöfen 108 602t zum Werte von 5091 656 M, 1882 » 7 97 249t »

4952 716 » Zunahme 1 Hochofen 11 3530

und

138 940 M. Die Production bestand aus 1015120 Kokseisen (91 810) und 7090t Holzkohleneisen (5439t) und zwar waren

Roheisen in Masseln
zur Giesserei

49150 (2 902)
für Flusseisen

62 353t (52 325t) für Schweisseisen

41 288t (41 985t) Gusswaren erster Schmelzung 12t

(2) Bruch- und Wascheisen

34t (354) An Erzen wurden verschmolzen 301 887€ (256 309), an sonstigen Materialien 31t (18 157").

3. Die Bleigewinnung. Im Oberbergamtsbezirke Breslau wurden 151686 "Blei (14 863t) im Werte von 3 493 482 M (3 879 758 M), d. i. für 1t 230,31 M (261,03 M), gewonnen.

Im Oberberg amtsbezirke Halle entstanden als Nebenproduct 103t Blockblei im Werte von 24 945 M.

Im Oberbergamtsbezirke Bonn wurden producirt 59 446+ Blockblei (61 145t) zum Werte von 14447 892 M (16 823 028 M), d. i. für die Tonne 243,04 M (275,13 M).

Der Oberbergamtsbezirk Clausthal producirte 10 3471 (11 026t).

4. Die Kupfergewinnung. Im Oberbergamtsbezirke Breslau kam die einzige hier bestehende Kupferhütte in der Mitte des Jahres nach einer Production von 145t Kupferstein ausser Betrieb.

Weitaus die grösste Kupfergewinnung des ganzen Staates vereinigt sich in den Werken der Mansfeld'schen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft des Oberbergamtsbezirkes Halle, woselbst 12836t Raffinadekupfer (11691t) im Werte von 17 427 960 M (16 215958 M) bei einer mittleren Belegschaft von 1913 Mann (1771 Mann) dargestellt wurden.

Im Oberbergamtsbezirke Dortmund wurden auf einer Hütte 20867 Blockkupfer (2019t) zum Werte von 2 789 135 M (2 822 963 M), d. i. für 1t 1397,88 M (1336,83 M), mit 229 Mann (250 Mann) dargestellt.

Im Oberbergamtsbezirke Bonn lieferten 5 Hüttenwerke 8410 Block- und Rosettenkupfer (739t) zum Werte von 1097 626 M (1003 987 M), d. i. 1305,43 M für 1t (1358,48 M).

Im Oberbergamtsbezirke Clausthal war die Gesammtproduction des Harzes 622t Kupfer (646t), und endlich lieferte eine Hütte im Regierungsbezirke Cassel 134 Kupferstein.

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