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Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. 1885.

Tafel XI.

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Band XXIX. No. 12.

21. März 1885.

Thüringer Bezirksverein: Pumpenventile an den Maschinen des Halleschen Wasserwerkes.

231

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der

zu

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Gummi,

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Eisen,

Unterteiles und dann zur Armirung von Ringen an Stelle des Hartgummis verwendet wurde.

Die Anwendung dieses Metalles wurde am billigsten, weil die vorhandenen eisernen Unterteile und Ringe Verwendung finden konnten. Um das Metall auf denselben zu befestigen, erhielten sie eine schwalbenschwanzförmige Nute,

dann wurden Bandeisenringe von etwa 30mm Breite um die einzelnen Ringe der Unterteile bezw. die Ventilringe gelegt, mit Thon, Lehm oder Kitt die Fugen etwas verstrichen und, nachdem

armirende Teil angewärmt war, die Legirung eingegossen. Nachdem das Bandeisen entfernt ist, lässt

sich das Weissmetall gut abdrehen. Wenn die Versuche mit diesem Metalle noch nicht ganz zur Zufriedenheit ausgefallen sind, so liegt dies wohl hauptsächlich an der Zusammensetzung der Legirung, welche teils zu hart und spröde, teils zu weich war.

Es wurden im Laufe des Sommers folgende Ventile zusammengestellt:

a) 1 Ventil; Unterteil: Bronze; Ringe: Weissmetall,
b) 1
c) 1

Weissmetall
d) 1

1

Weissmetall,

4 Gummi, e) 4

Die Haltbarkeit und Brauchbarkeit der verschiedenen Materialien ergiebt sich aus dem folgenden Protokolle, welches bei einer Besichtigung sämmtlicher Ventile am 2. December 1884 aufgenommen wurde. Untersuchung der Ringventile an den N. N.'schen

Pumpen.
Abmessungen der Maschine:

Hochdruckcyl. 700mm Dmr., Niederdruckcyl. 1125mm Dmr., Plunger 245mm Dmr., Hub 1250mm Dmr.

Ventile 620mm Dmr. und 5 Ringe.

Theoretische Leistung in 1 Minute 8,09cm; Leistung am 13. 4. 1883 = 3541 pro Hub (alte Ventile); geringste Leistung der alten Ventile 1921 pro Hub 41 pct.

Neue Ventile. Leistung am 21. 11. 1883 0,432 pro Hub 15. 1. 1884

0,4378 » 22. 2.

0,3885 (1 Ring unganz) 26. 2.

0,43498 18. 5.

0,413} (undichte Ventile) 19. 6. 3. 8.

0,4464 10. 10.

0,4493 27. 11.

0,432 (undichte Ventile) 9. 12.

0,444 = 0,953 pct. In Gegenwart der Unterzeichneten wurden heute die Ventile der N. N.'schen Pumpen einer genauen Besichtigung unterworfen, welche folgendes Resultat ergab:

Hochdruckseite, vorn.

Saugventil: Arbeitet seit 10. October 1884 2 Monate. Sitze: Phosphorbronze, armirt. Ringe: Weissmetall.

Die Bronzesitze zeigen keine Abnutzung, die Flächen sind vollkommen glatt. Von den Ringen sind 4 an den Kanten ausgebrochen, die Metalllegirung ist sichtlich zu hart; der dritte Ring von innen, welcher später nachgeliefert wurde, demnach eine etwas andere Zusammensetzung hat, zeigt diese Aussprünge nicht.

Druckventil: Arbeitet seit 27. August 1884 = 3 Monate. Körper: Eisen. Ringe: Gummi, armirt.

Trotz der kurzen Arbeitszeit zeigen zumal die Ringe, welche schon einmal nachgedreht sind, eine so starke Abnutzung, dass sie aufgegossenes Wasser schnell ablaufen lassen. Während des Betriebes hatte sich ein Zischen, welches das Zurücklaufen des Wasser anzeigt, hören lassen; der eiserne,

ebenfalls nachgedrehte Körper zeigt weniger Abnutzung. Das Ventil wird ausgewechselt.

Hochdruckseite, hinten.

Saugventil:
Arbeitet seit 24. Mai 1884 = 61/4 Monate.

Körper: Phosphorbronze. Ringe: Gummi, armirt.

Der Bronzekörper zeigt gar keine Abnutzung, die Flächen sind vollkommen glatt. Auch die mit Gummi armirten Ringe, zumal die äusseren, sind kaum merklich abgenutzt. Die inneren sind etwas mehr angegriffen, jedoch noch vollständig betriebsfähig.

Druckventil: Arbeitet seit 20. Mai 1884 = 6/3 Monate. Körper: Eisen mit Weissmetall, armirt. Ringe: Eisen mit Gummi, armirt.

Beim Ventilkörper zeigen die äusseren Sitzflächen sich fast gar nicht abgenutzt, die inneren etwas mehr, doch sind sie äusserst glatt und blank. Auch bei den Ringen sind die Flächen nur ganz wenig angegriffen und vollständig eben und glatt. Es scheint diese Metallegirung das Gummi am wenigsten anzugreifen.

Niederdruckseite, vorn.

Saugventil: Arbeitet seit 5. August 1884 = 4 Monate. Körper: Eisen. Ringe: Eisen mit Gummi, armirt.

Die Abnutzung des Ventilkörpers ist noch keine grosse, doch sind die Flächen rauh und bei den inneren Oeffnungen die Ecken etwas abgerundet. Die Abnutzung der Ringe ist eine ziemlich starke; sie sind jedoch noch betriebsfähig.

Druckventil: Arbeitet seit 27. August 1884 – 3 Monate. Körper: Eisen. Ringe: mit Gummi armirt.

Körper und Ringe sind wenig abgenutzt, auch sind die Flächen glatt. Es ist vollständig betriebsfähig.

Niederdruckseite, hinten:

Saugventil: Arbeitet seit 13. Juni 1884 = 51/2 Monate. Körper: Eisen. Ringe: mit Gummi armirt.

Der eiserne Körper zeigt weniger, die Gummiringe mehr Abnutzung. Letztere ist bei allen Ringen eine ziemlich gleichmässige, und ist das Ventil noch vollständig betriebsfähig. Es hält aufgegossenes Wasser gut zurück.

Druckventil: Arbeitet seit 29. September 1884 = 2 Monate. Körper: Eisen. Ringe: der innerste von Weissmetall, die äusseren mit Gummi armirt.

Körper und Ringe sind schon einmal nachgedreht.

Der Körper ist, der kurzen Arbeitszeit entsprechend, wenig abgenutzt, doch sind die Flächen sehr rauh bezw. angefressen. Es scheint das Eisen dem Wasser nicht den nötigen Widerstand entgegenzusetzen.

Die Gummiringe sind verhältnismässig stark angegriffen, der mittlere unganz. Das Weissmetall des innersten Ringes scheint zu weich zu sein, da sich auf demselben die rauhe Sitzfläche des Körpers stark abgedrückt hat und sogar Ansätze zu einem Borde sich gebildet haben.

Diese Besichtigung hat ergeben, dass das Eisen als Ventilkörper durch Wasser angegriffen und rauh wird, wodurch eine starke Abnutzung der Gummiringe bedingt ist.

Es sind daher widerstandsfähigere Metalle zu wählen, und zeigen die Versuche mit Phosphorbronze und Weissmetall fast gleichwertige gute Resultate. Die Phosphorbronze ist nach mehr als halbjähriger starker Benutzung fast gar nicht angegriffen und nutzt das Gummi sehr wenig ab, während das Weissmetall selbst etwas abgenutzt ist, das Gummi dagegen fast noch mehr schont. Das es nun wesentlich leichter ist, die Ringe genauer zu bearbeiten als die Körper, weil bei letzteren sämmtliche Flächen genau in einer Ebene liegen müssen, so scheint die Phosphorbronze doch noch mehr zu empfehlen zu sein als das Weissmetall.

Mit beiden werden die Versuche fortgesetzt. Leider war bei den mit Weissmetall armirten Ringen die Legirung keine richtige, das Metall war zu hart und spröde; doch sollen auch

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deutscher Ingenieuro.

hiermit die Versuche fortgesetzt werden, da diese Ringe ungleich billiger sind als Gummiringe. Am schlechtesten haben sich die schon einmal abgedrehten Ventilsitze gehalten. Jedenfalls ist durch die Bearbeitung der Ringe der Hub ein zu grosser geworden, obgleich die Hubdifferenz nur etwa 4mm beträgt. Beesen a. S., den 2. December 1884.

gez. A. Schreyer. Herz. Die Leistungsfähigkeit der Pumpen wird auf folgende Art festgestellt:

Durch das Vorhandensein zweier Hochbehälter und zweier Druckrohrstränge ist es möglich, einen Behälter durch einen Druckrohrstrang mit der zu untersuchenden Pumpe in Verbindung zu setzen und sämmtliche Zu- und Ableitungen anderer Rohrstränge zu schliessen, ohne die geordnete Wasserabgabe nach der Stadt aufzuheben. In dem Hochbehälter, in welchem die Messungen vorgenommen werden in der Turmstrasse) ist eine Schwimmvorrichtung mit Zeiger und Skala vorhanden; auch ist dieser Behälter mit der Pumpstation telegraphisch verbunden. Auf ein telegraphisches Glockensignal fängt der Maschinist an, die Umdr. zu zählen, während auf dem Turme der Zeigerstand genau festgestellt wird. Nach einer vorher bestimmten Anzahl (400 bis 600) Umdr. wird auf das gegebene Glockensignal der Zeigerstand wieder abgelesen. Die bekannte Grundfläche des Behälters, multiplicirt mit dem Unterschiede der Anfangs- und Schlusszeigerstellung, ergiebt die geförderte Wassermenge. Etwaige Unrichtigkeiten, welche durch nicht ganz dicht schliessende Schieber entstehen könnten, werden vor Beginn der Messung genau durch den Schwimmer ermittelt und berücksichtigt.

Diese Messungen werden monatlich einmal vorgenommen, und halte ich dieselben für Wasserwerke, welche mit Pumpen arbeiten, höchst empfehlenswert, da Schäden an den Pumpen auf diese Weise nur für kurze Zeit eine Minderleistung derselben veranlassen können.«

In der darauf folgenden Besprechung wird hervorgehoben, dass Tellerventile für solche unter hohem Drucke arbeitende Pumpen wenig empfehlenswert seien.

Ér. W. Pfeffer berichtet über die bei dem Görlitzer Wasserwerke mit Tellerventilen auf ringförmigen Sitzen gemachten Erfahrungen unter Vorlage sehr eingehender Zeichnungen. Auch dort trat sehr bald der Uebelstand ein, dass die Ventilringe wohl an ihrer Aufsenkante dicht auf den Sitzen auflagen, an ihrer Innenkante dagegen nicht, wodurch die Leistung der Pumpen in kurzer Zeit sehr wesentlich zurückging. Der Redner behauptet, dass bei diesen Ventilen der Bewegungsrichtung des Wasserstromes im Innern der Wasserwege zu wenig Rechnung getragen werde; derselbe sei genötigt, eine scharfe Biegung uni die Ventilsitzkante herum zu machen, was einerseits Kraft verzehre, andererseits zu Abnutzungen Veranlassung gebe. Eben so wenig, wie den Görlitzer Tellerventilen, könne er aber der in Liegnitz angewendeten Combination von 14 einzelnen kleinen Ringventilen mit kegelförmigen Sitzflächen das Wort reden. Auch dort sei die Leistung der Pumpe von 97 pct. in kurzer Zeit bis 35 pct. herunter gegangen. Dagegen seien die beispielsweise in Barmen, Duisburg, Bonn ausgeführten - Etagenringventile sehr empfehlenswert. Dieselben geben gute Wasserwege mit langsamer Ueberführung aus einer in die andere Richtung.

Auch für die Construction der Windkessel sowie der Pumpen. stiefel empfiehlt der Redner, auf die Wasserwege Rücksicht zu nehmen und auf jede Kleinigkeit zu achten. Endlich skizzirt derselbe eine Form von Pumpenstiefeln für Plungerpumpen, welche von Farcot angegeben und von der Hannoverschen Maschinenfabrik angenommen wurde. Diese Stiefel werden nicht cylindrisch, sondern birnenförmig ausgeführt.

Hr. Kroog bestreitet die Wirkung der Farcot'schen Erweiterung, da doch das beim Rückgange des Plungers in den Stiefel eindringende Wasser nur den vom Plunger vorher eingenommenen

Raum auszufüllen, nicht aber sich an den Wänden herumzudrücken habe.

Hr. Lwowski weist darauf hin, dass diese Erweiterung bei wagerecht liegenden Stiefeln den Vorteil habe, der sich innerhalb derselben ansammelnden Luft einen guten Ausweg anzuweisen, was besonders bei sehr langen Pumpenstiefeln von Wert sei.

Kr. Kroog spricht weiteres über das Schlagen der Pumpen beim Fördern von warmen oder heissen Flüssigkeiten. Die durch den Kolben der Flüssigkeitssäule erteilte Beschleunigung wird in diesem Falle um so viel vermindert, als die Spannung des Dampfes der gepumpten Flüssigkeit austrage, welche der vorhandenen Temperatur entspreche.

Der Vortragende erläutert diesen Vorgang durch ein an die Tafel gezeichnetes Diagramm, in welchem die Thatsache zum Ausdrucke gelangt, dass die angesaugte Flüssigkeit in der Periode, in welcher der Kolben die von der Kurbelbewegung bedingte Höchstgeschwindigkeit hat, zurückbleibt und erst bei abnehmender Kolbengeschwindigkeit diesen, natürlich nicht ohne Stofs, einholt.

Infolge der Verhinderung des Hrn. Hammer musste dessen Vortrag über Kettenschifffahrt ausfallen.

Als Mitteilung aus der Praxis berichtet Hr. Gewerberat Neubert einiges von einer Tiefbohrung zu Schladebach zwischen Merseburg und Kötschau. Dieselbe wird auf Staatskosten betrieben und dient wesentlich geologisch-wissenschaftlichen Zwecken. Die vor einigen Tagen gemessene Tiefe von 1392m ist die grösste bisher durch eine Erdbohrung erreichte.

Interessant ist der für Temperaturmessung in der Bohrlochtiefe angewandte Vorgang und dessen Resultate. Eine oben offene, mit Quecksilber gefüllte Glasröhre wird in eine metallene, am Gestänge hängende Röhre derart eingeschlossen, dass sie gegen Eindringen von Wasser geschützt, der Einwirkung der Temperatur aber zugänglich ist. Sobald diese Glasröhre in höhere Temperatur gelangt, dehnt sich das Quecksilber aus, und fliesst ein Teil desselben über den Rand der oben offenen Glasröhre ab. Beim Herausziehen und dem dadurch bewirkten Abkühlen des Quecksilbers nimmt der in der Röhre verbliebene Rest einen geringeren Raum ein. Wird nun die Glasröhre mit diesem Reste im Wasserbade so weit erwärmt, bis das Quecksilber wieder den Rand der Röhre erreicht, so entspricht die Temperatur dieses Wasserbades genau der zu messenden. Auf diese Weise hat man bei erwähnter Tiefe eine Temperatur von 39° R. (490 C.) gefunden. Nimmt diese Temperatur bei weiterem Vordringen in gleichem Masse zu, so wird bei etwa 3000m Tiefe der Siedepunkt des Wassers erreicht; bei 75km oder 10 Meilen Tiefe müsste demnach eine Temperatur herrschen, bei welcher das schwerstschmelzende aller Metalle, Platin, schmilzt. Bei einem Erdhalbmesser von 858 Meilen wäre danach auf ein Verhältnis der Erdrindendicke zum Erdhalbmesser = 1:85 zu schliessen. Die Bohrarbeit selbst geschieht mittels Diamantbohrers und Wasserspülung, und steht das mit einem Durchmesser von 280mm über Tage begonnene Loch jetzt mit etwa 20mm Dmr. im Rotliegenden, von welchem der Vortragende einige schöne Bohrkerne herumgiebt.

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Hr. Dr. Drenckmann berichtet, dass er versucht habe, eine möglichst billige Metalllegirung aufzufinden, welche der Einwirkung starker Säuren den höchsten Widerstand leiste. Er habe zuerst an Nickel gedacht, dieses halbedle Metall jedoch wegen seiner Kostspieligkeit verwerfen müssen. Dagegen sei eine Legirung von 80 pCt. Blei mit 20 pCt. Antimon mit geringen Kosten herstellbar und von allen bisher versuchten Materialien das widerstandsfähigste.

Hr. Kroog weist auf die Schwierigkeit hin, welche das Giessen grösserer Stücke biete, indem das fast doppelt so schwere Blei sich dabei leicht vom Antimon trenne.

Hr. Werneburg hat für Säureleitungen Hähne aus einer Legirung von 91 pct. Blei mit 9 pCt. Antimon hergestellt. Nehme man mehr Antimon, so werde das Stück so spröde, dass bei der geringsten Kraftanwendung ein Abspringen einzelner Teile erfolge.

Hr. Lwowski hat Transportgefässe für concentrirtes Schwefelsäurehydrat einfach aus Eisenblech ohne innere Auskleidung hergestellt. Ein solches nach dreijährigem Gebrauche zerlegtes Gefäfs zeigte sich im Bleche etwas geschwächt, aber die - sehr sorgfältig hergestellten Nietnähte waren völlig gesund. Eine noch so kleine Leckstelle allerdings bringe das Gefäss in Gefahr.

Patentbericht. Kl. 4. No. 30110 Sicherheitslampenverschluss. hütung des Durchziehens und Ausschwitzens von Petroleum H. Pieper, Lüttich. In einen kreisrunden Ausschnitt, an Lampenvasen und Behältern von Kochapparaten werden welcher zur Hälfte im Lampenober-, zur anderen Hälfte im dieselben mit und ohne Brennergewinde aus Hartgummi in Unterteil liegt, wird eine in ihrer Mitte convexe Bleiplatte einem Stück angefertigt. mittels eines Stempels eingepresst, welche zerschnitten werden

Kl. 13. No. 30141. Flammrohrkessel mit Wassermuss, um die Lampe öffnen zu können.

röhren. C. Reuss, Friedberg (Hessen). Von der FeuerKI. 4. NO. 30299. Brenn- und Leuchtstoffvasen aus büchse des locomotivartigen Kessels geht ein weites, Hartgummi. G. Fischer, Hannov.-Münden. Zur Ver- hinteren Ende geschlossenes Flammrohr aus, welches von

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zahlreichen Wasserröhren durchzogen wird, und aus dem die Heizgase hinten durch einen Stutzen in den Schornstein entweichen.

Kl. 13. No. 30221. Vorrichtung zur Erzeugung gespannter Dämpfe mittels Einleitens von Abdampf in Aetzstrontian oder Aetzbaryt. Dr. Chr. Heinzerling, Frankfurt a. M. Ein Röhrendampfkessel wird mit einem Behälter umgeben, welcher Aetzstrontian oder Aetzbaryt oder Mischungen dieser beiden Erdalkalien mit einander oder mit Aetzkalk enthält. In der in der Patentschrift dargestellten Ausführungsform sind die Stoffe in mehreren die Röhren in sich fassenden Kasten untergebracht, welche während des Betriebes einzeln herausgezogen, entleert und von neuem gefüllt werden können.

Kl. 13. No. 30283. Röhrenanordnung für Wasserröhrenkessel. C. Naeher, Chemnitz. Die Röhren bilden Gabeln, deren ungleiche Schenkel in verschiedene, durch Zwischenwände getrennte Räume der Wasserkammer einmünden, um einen möglichst ungestörten Wasserumlauf zu erzielen.

Kl. 20. No. 30232. Kupplung für Schläuche und elektrische Leitungen bei Eisenbahnbremsen. H. Flad in St. Louis. Anstatt mit selbstthätig wirkenden Ventilen sind die gekuppelten pneumatischen Bremsen der Eisenbahnzüge mit Ventilen versehen, welche durch Elektromagnete, von der Locomotive aus erregt oder in Ruhe versetzt, gesteuert werden. Die Leitungen sind, um sie nicht besonders beim Rangiren kuppeln zu müssen und sie zugleich vor Beschädigung zu schützen, in die Luftleitungen und Schläuche gelegt, und werden bei Kupplung der Schläuche die isolirt gelagerten federnden Endknöpfe der elektrischen Leitungen gegen einander gedrückt.

Kl. 47. No. 30228. Feder für metallische Kolbenliderungen. H. Lancaster, Pendleton bei Manchester. Die mit ihren Enden bei x zusammenstossende kreisförmig gebogene Schraubenfeder e presst die Kolbenringe cd vermöge

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Kl. 47. No. 30444. Control- und Reinigungsvorrichtung an Absperrschiebern. A. Wingen, Glogau. An dem Schieber befindet sich ein mit Hahn versehener Stutzen, welcher bei geschlossenem Schieber erkennen lässt, ob derselbe dicht ist, und gestattet, falls kein Druck im Rohr, den durch Schlamm usw. undichten Schieber mit Bürsten zu reinigen.

Kl. 58. No. 30136. Filterpresse. H. Beckmann, Solingen. Die Rahmenff' werden auf den Längsträgern ab derart

m. diagonal aufgelagert, dass die in ihren Ecken angeordneten Kanäle n' n für den Zufluss und m'm für den Abfluss senkrecht über einander zu liegen kommen, damit etwa vorhandene Gase (Koblensäure usw.) nicht das Filterpapier sprengen, sondern durch m'm leicht entweichen. Die mit Auflagerippen r für das Filterpapier versehenen Vollrahmen f haben unten einen Spalt q oder eine anders gestaltete Oeffnung, durch welche man von einer verschliessbaren Oeffnung der Kopfplatte her sämmtliche Filterpapiere durchstossen kann, um den letzten Rest der zu filtrirenden Flüssigkeit ablaufen zu lassen.

Kl. 58. No. 30206. Oelpresse. J. P. F. Cartier, Chevaline (Frankreich). Ebenso wie der durch einen hydraulischen Stempel w

zu hebende durchlöcherte Kolben c ist auch der durch eine Schraube v

е e ng schliessende volle Deckel d mit je einer durchlöcherten Platte e

8 und einem Gewebe g belegt, damit

DWT das ausgepresste Oel sich nicht cách

ic nur unten in der Rinne a, sondern bei nicht dichtem Deckelverschluss auch oben in á sammeln und filtrirt durch a" abfliessen kann.

Kl. 59. No. 30581. Hydraulische oder pneumatische Gestängeausgleichungen. Haniel & Lueg, DüsseldorfGrafenberg. Um beim Betriebe zweier Schachtpumpen, deren Kunstkreuze mit einander verbunden sind, so dass das Gestänge der einen aufgeht, während das der andern niedergeht, zu vermeiden, dass der Stillstand der einen Pumpe der Gewichtsausgleichung wegen den der andern bedinge, wird jedes Gestänge mit einer mit einem gemeinschaftlichen Accumulator in Verbindung stehenden hydraulischen Ausgleichvorrichtung versehen, bestehend aus einem oder mehreren an das Gestänge angeschlossenen Tauchkolben, welche in Stiefeln spielen, deren Wasser mit dem eines Gewichtsaccumulators in Verbindung steht. Jede Ausgleichvorrichtung ist von dem Accumulator für sich absperrbar. Geht das eine Gestänge abwärts, das andere aufwärts, so spielt das in und zwischen den Ausgleichstiefeln derselben befindliche Wasser von einem Stiefel zum anderen, während das Accumulatorwasser in Ruhe bleibt. Ist eine Pumpe abgestellt und die an ihr befindliche Ausgleich vorrichtung vom Accumulator abgeschlossen, so spielt das Wasser der Ausgleichvorrichtung der anderen Pumpe zwischen ersterer und dem Accumulator hin und her, wobei sich letzterer hebt und senkt. Sitzen die Kunstkreuze auf einer gemeinschaftlichen Welle und werden durch zwei gegen einander um 180° verstellte Kurbeln bewegt, so findet ebenfalls eine Bewegung des Accumulatorwassers nicht statt. Dieselbe tritt dagegen ein, wenn die Kurbeln einen Winkel um 900 einschliessen oder, wenn an die beliebig verbundenen Kunstkreuze verschiedene Gestängegewichte angreifen und diesen durch Ausgleichkolben verschiedenen Durchmessers das Gleichgewicht gehalten wird. Statt des hydraulischen kann auch ein gemeinschaftlicher pneumatischer Accumulator in Gestalt eines Windkessels angeordnet werden, oder man kann jeden Ausgleichstiefel mit einem besonderen Windkessel verbinden.

Kl. 85. No. 30097. Brause mit regulirbaren Strahlen. G. Dittmar, Berlin. Das Mundstück wird durch 2 flache

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A

der Federung der einzelnen Windungen gegen die Führungsflächen cl di der Kolbenteile a b, vermöge der Gesammtfederung, erforderlichenfalls durch das Aufliegen bei g unterstützt, ringsum gleichmässig gegen die Cylinderwand.

Kl. 47. No. 30336. Gestängekupplung für Erdbohrer. Gebrüder Eberhardt, Ulm a/D. Um die geschlossene Kupplung zu lösen, hebt man den Kopf k der Feder f aus der Versenkung v, schiebt die Hülse h nach

rechts, bis die in den

Gestängeteilt eingeschraubte kurze Schrau

be s an das linke Ende ť

ť 티

der Nut nn stösst, kippt dann den Gestängeteilt so weit, bis das daran befestigte Einstellplättchen p aus dem Einschnitt in t' gehoben ist,

und zieht t vollends aus E

h. Die Schliessung ge

schieht in umgekehrter Folge, also wie die Lösung ohne alle Werkzeuge. Die durch eine Schraubenöffnung in h hindurchgeschraubte Schraube 8 verbindet h unverlierbar mit t'.

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