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halber Busen, nötig. Deshalb ist es richtig, dass die Klippelsche Säge Busen hat, und es ist wichtig, diesen möglichst leicht verstellbar zu machen, um ihn der Holzart anpassen zu können. Diese Einrichtung ist aus Fig. 27 ersichtlich. Es ist nämlich die Säge a mittels der Angel b in den oberen GatterFig. 27. riegel c gehängt, dieser aber gleitet mit dem Schuh d an der M- Führungsschiene e, welche am Gestelle etwas drehbar ange

EA festen Gestellteil g mittels der = Schraube f schief gestellt wer

den kann. So ist durch Drehung der Schraube f der Busen leicht, und zwar selbst während des Ganges, zu verändern. Es versteht sich von selbst, dass der untere Riegel des i Rahmens immer senkrecht geN% •“ führt wird. Beachtenswert an dieser - Säge ist noch die Sägeangel b. «. Wie man sieht, ist diese eine Zange, in welche die Säge eingehakt wird, und die das Blatt fest fasst, indem die Schraube, an der sie hängt, angezogen wird. Dagegen ist die dritte, besonders hervorgehobene Einzelheit, nämlich die Stützung der Säge, nicht viel wert. Diese geschieht nämlich im Tische selbst durch eine eingelegte leicht auswechselbare Platte, welche für jedes Sägeblatt eine andere Grösse hat, s. Nebenfigur links. Wenn auch solche Stützung als Rückenführung genügt, so ist sie doch als Seitenführung nicht ausreichend, weil sie sich, wenn abgenutzt, nicht nachstellen lässt.

Drehbank, ausgestellt von der Deutschen Werkzeugmaschinenfabrik vorm. Sondermann & Stier in Chemnitz. !)

Diese durch Fig. 28–31 auf Taf. IX in 1 : 10 der wirkl. Gr. wiedergegebene Drehbank ist zur Massenfabrikation von kurzen Drechslerwaren bis 100" Dmr. und 165" Länge bestimmt, also z. B. von Handgriffen, Spulen, Spielwaren usw. Die Gegenstände werden hergestellt aus gewachsenen runden oder geschnittenen quadratischen Stäben von 1" Länge, welche entweder zwischen Spitzen gespannt oder in ein auf dem Spindelkopfe sitzendes konisches Futter eingeschraubt werden; letzteres geschieht ohne Stillsetzen der Bank. Von diesen Stäben werden die Gegenstände, nachdem sie mit verschiedenen, am Support oder im Reitstock eingespannten Stählen bearbeitet sind, Stück für Stück abgestochen.

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schraube gehalten. Sie macht 3300 Umdr.; die Uebersetzung vom Vorgelege ist 1 : 6. Der Reitstock ist auf einem Schlitten angeordnet und durch Handrad und Getriebe in der Längsrichtung der Bank zu verschieben. Ebenso ist der Längsschlitten des Supportes angeordnet; beide können durch die Klinke a mit einander verbunden und gemeinschaftlich bewegt werden. Ist in dem Reitstock ein Bohrer eingesetzt, so wird die Klinke nach vollendeter Bohrung ausgehoben und der Reitstock gesondert zurückgeholt. Auf dem Längsschlitten b des Supportes befindet sich eine Lünette c und ein Querschlitten d. An der Vorderseite der ersteren ist ein Vordrehstahl e angebracht; derselbe ist bestimmt, den Stab cylindrisch zu drehen, damit er genau in die Bohrung eines in der Lünette befindlichen Führungsstückes passt. An ihrer Hinterseite ist der zum Abstechen der fertigen Stücke bestimmte Stahl f angebracht; dieser wird durch die Feder g gegen das Arbeitsstück gedrückt und durch den Handhebel h regiert. Die zur Formgebung bestimmten Formstähle sind in die beiden fest mit einander verbundenen Hälften i und k des Querschlittens d gespannt, Fig. 30; sie werden mittels des Hebels l gehandhabt.

) Nach Zeichnung der ausstellenden Firma.

bracht ist und gegen den

deutscher Ingenieure.

Die Arbeit mit der Maschine geht also folgendermassen vor sich: Indem Support und Reitstock vorbewegt werden, arbeitet der Vordrehstahl einen der Länge des Gegenstandes entsprechenden Teil des eingespannten Stabes cylindrisch; ist im Reitstock ein Bohrer eingespannt, so arbeitet auch dieser. Nach erfolgtem Vorschub kommen die Formstähle in Thätigkeit; erst die in der einen Hälfte angebrachten Schrupp-, dann die in der anderen Hälfte sitzenden Schlichtmesser; schliesslich aber wird der Abstechstahl in Thätigkeit gesetzt. Die Bewegungen der einzelnen Teile werden durch Anschlagschrauben begrenzt.

Drehbank, ausgestellt von der Sächsischen Stickmaschinenfabrik in Kappel-Chemnitz. *)

Diese Drehbank, Taf. IX, Fig. 32 bis 35, hat mit der eben beschriebenen viel Aehnlichkeit und wird auch für dieselben Zwecke gebraucht. Sie erzeugt aber nicht nur kurze Stücke (Fabriknummer UZ 1 bis 60" Dmr. und 90" Länge, UZ 2 bis 100mm Dmr. und 120mm Länge), sondern sie ist auch zum Abdrehen längerer Stücke bis 1000 bezw. 1200" mittels Schablone eingerichtet. Letzteres bedingt den wesentlichen Unterschied gegenüber der erstbeschriebenen Construction; die Einrichtung zum Abdrehen kurzer Stücke ist fast die gleiche. Spindel und Reitstock sind ganz ähnlich eingerichtet; nur hat letzterer keine besondere Bewegung in der Längsrichtung, sondern wird entweder mit dem Support gekuppelt oder von Hand verschoben. Auch der Support ist ähnlich eingerichtet. Er besteht aus dem durch Handrad und Getriebe bewegten Längsschlitten a, auf dem die Lünette b angebracht ist. An der Vorderseite dieser sitzt der Vordrehstahl c, Fig. 35, bestimmt, dem Holzstück kreisförmigen Querschnitt, genau in das Führungsstück der Lünette passend, zu geben. Ein Querschlitten ist nicht vorhanden, vielmehr sind die Formmesser auf Hebeln angebracht, und zwar das eigentliche Profilmesser auf dem Hebel d, welcher um die kurze Welle e drehbar ist. Dieses Messer giebt aber das Profil nur teilweise an, indem alle scharf hervor- oder zurückspringenden Teile desselben noch nachgedreht werden müssen. Dies geschieht, wie Fig. 34 zeigt, durch einen Stahl, welcher in den Hebel f eingespannt wird. Der Hebel f ist drehbar um die lang neben dem Bette der Bank herlaufende runde Stange g und wird auf derselben durch Gabeln vom Support mitgeschleppt. Er lehnt sich mit dem Anschlage h gegen das Arbeitsstück und wird gebraucht, indem man das im Schieber i sitzende Messer mit dem Handballen gegen die Arbeit drückt, wenn man den Handgriff k erfasst. Endlich ist ein Abstechstahl l vorhanden, welcher an der Rückseite der Lünette geführt wird und seine Bewegung mittels des Hebels m durch die Hubscheibe n erhält, indem man diese durch Hebel o nach einwärts dreht. Dieselbe Hubscheibe dient auch zum Bewegen des Formstahles, der am Hebel d sitzt. Dreht man nämlich den Hebel o und damit die Hubscheibe auswärts, so wird durch die kurze Stange p der Hebel d niedergezogen und der Stahl an das Arbeitsstück gedrückt. Durch die Federn r und s werden beide Stähle bei Mittelstellung des Hebels o zurückgehalten; die Anschlagschraube t aber verhindert zu starkes Andrücken des Stahles.

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Die Maschine ist zunächst eine gewöhnliche Drehbank; sie hat Spindelstock, Reitstock und Auflage wie diese und wird auch wie diese benutzt. Nur ist die Spindel etwas anders eingerichtet; sie besteht nämlich aus einem inneren Kerne und einer Hülse, welche durch Nut und Feder so miteinander verbunden sind, dass man die Kernspindel innerhalb der Hülse in der Achsenrichtung verschieben kann. Diese Verschiebung erfolgt durch den aus Fig. 36 ersichtlichen Handhebel mittels Segmentes und Zahnstange. Beim Drehen

Fig. 36.

und Bohren der Nabe wird nun die Bank wie jede gewöhn

liche Holzdrehbank benutzt; zum Stemmen der Speichenlöcher wird aber ein Support, Fig. 37, aufgesetzt. Dieser besteht aus der Grundplatte a, auf welcher die Schlittenbahn b drehbar angebracht ist. In dieser bewegen sich zwei Schlitteng und d, welche die Nabenhalter e und f tragen. Der eine derselben ist wie ein Reitstock eingerichtet, der andere mit Teilscheibe versehen, so dass die zwischen beiden Haltern gefasste Nabe beim Stemmen stets der Speichenzahl entsprechend richtig steht. Das Stemmeisen wird in die Spindel gesteckt und eine Schraube c in einen Körnerpunkt der Stufenscheibe eingestellt. Es sind an dieser zwei solcher Körnerpunkte einander dia

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die Grundplatte verdreht werden, so dass die Speichenlöcher dem Sturze des Rades entsprechend gestellt sind. Um die Speichenzapfen zu fräsen, benutzt man einen zweiten Support, Fig. 38, welcher einen Verticalschlitten h hat, in den die Speichen i gespannt werden, und der durch einen Handhebel k auf und nieder bewegt werden kann. Das Einspannen geschieht, indem die Speiche durch das Druck

Fig. 39.

stück l gegen die Knaggen m und n gedrückt wird. Um nun Sturz geben zu können, ist n seiner Höhenlänge nach verstellbar, um die Zapfen schräg ansetzen zu können, der ganze Support auf seiner Grundplatte 0 drehbar. Das Fräsen selbst wird durch zwei Frässcheiben mit 4–6 Messern besorgt, welche auf einem Dorne sitzen, der zwischen Spindel und Reitstockspitze eingespannt wird. Sind nun die mit flachen Zapfen versehenen Speichen in die Nabe gesetzt, so bringt man den so gebildeten Stern, den Radebock, auf einen senkrechten Dorn, welcher nach Entfernung der Schlitten g und d in den ersten Support bei p gesteckt wird. Die Auflage wird dabei bis unter den Spindelstock verschoben und auf ihr ein Speichenhalter, Fig. 39, angebracht, welcher die anzufräsende Speiche i fest zwischen zwei gegen einander stellbare Backen q fasst; die Fräse selbst ist ein Hohlcylinder mit zwei Messern und wird auf den Spindelkopf gesteckt. So kann man leicht Speiche nach Speiche, indem man das Rad um den Dorn dreht und jedesmal die Speiche festspannt, um ihr Halt zu geben, mit dem runden Zapfen versehen. Auch die Felgen werden auf der Bank bequem gebohrt, indem man den Bohrer in die Spindel steckt und die Felge in eine besondere, wie eine Vorlage anzubringende Schraubzwinge, Fig. 40, spannt. Die Leistungsfähigkeit ist sehr erheblich; ein geübter Arbeiter soll einen Satz (4 Stück) Naben in einer Stunde stemmen, die zugehörigen Speichen in 3 Stunden mit flachen und in */2 Stunde mit runden Zapfen versehen können.

Universalholzarbeiter, ausgestellt von der Sächsischen Stickmaschinenfabrik in Kappel-Chemnitz, Taf, X, Fig. 41 bis 47.

Das Bestreben, kleineren Werkstätten, welche nicht in der Lage sind, eine Reihe von verschiedenen Werkzeugmaschinen anzuschaffen, eine solche zu bieten, welche die Ausführung sehr verschiedener Arbeiten gestattet, ist gewiss lobenswert. Die meisten dieser Constructionen haben aber den Nachteil, dass sie, indem die verschiedenen Werkzeuge an einem Gestelle angebracht sind, unbequem werden, weil das eine die Arbeit mit dem andern mehr oder weniger behindert. Dieser Vorwurf trifft die vorliegende Anordnung nicht, da hier zur Zeit höchstens zwei Werkzeuge vorhanden sind und die Maschine durch Wegnahme weniger Teile und Ersatz derselben durch andere in eine andere Maschine in sehr

bequemer Weise verwandelt wird.

Wie die Maschine durch die Fig. 41 bis 43 der Taf. X in 1: 10 der wirkl. Grösse dargestellt ist, dient dieselbe als Bohrund Stemmmaschine zum Bohren runder und langer Löcher bis zu 25mm Dmr., 125mm Länge und 120" Tiefe, sowie zum eckigen Ausstemmen derselben. Es sind zwei Werkzeuge vorhanden, ein Bohrer a und ein Stemmeisen b. Ersterer sitzt im Kopfe einer Spindel c, welche in zwei langen selbstölenden Compositionslagern liegt und durch Gegenspindel gehalten wird. Die sehr breite Riemscheibe d liegt zwischen den Lagern. Der Spindelstock bildet einen Schlitten, welcher durch den Handhebel e gegen das Holz bewegt wird; ebenso ist der Stössel auf einem Schlitten angebracht, dessen Bahn der ersteren parallel liegt und dessen Bewegung durch den Handhebelf bewirkt wird. Das Holz liegt auf einem Support

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deutscher Ingenieure.

schlitten g und wird auf diesem durch die Schraubzwinge h gehalten; die Bewegung des Schlittens geschieht durch die Kurbel i mittels Getriebes und Zahnstange. Durch eine vermöge des Handrades k drehbare Schraube ist die Schlittenbahn l gegen das Gestell senkrecht verstellbar. Alle drei Schlitten sind in ihrer Bewegung durch verstellbare Anschläge begrenzt.

Die so eingerichtete Maschine wird mit der Fabriknummer DC 1 bezeichnet und kostet mit einfachen Werkzeugen 500 MZ. Ihre Verwendbarkeit wird gesteigert durch Hinzufügung einiger weiterer Teile. Um sie in eine Hobelmaschine umwandeln zu können, entfernt man nur die Schraubzwinge h, bringt, wie die Figuren 44 und 45 zeigen, an der Supportschlittenbahn das Lager m an, setzt in den Spindelkopf die Messerwelle n und befestigt auf dem Supportschlitten den Hobeltisch o. So kann man mit der Maschine Hölzer bis 250" Breite hobeln, abrichten, bestossen, fügen, kehlen, nuten und spunden. Um eine Kreissäge zu erhalten, ersetzt man, Fig. 46 und 47, die Messerwelle durch eine Sägewelle p, den Hobeltisch durch einen Sägetisch q; letzterer ist mit einem Parallellineal, das auch im Winkel zu sägen gestattet, versehen. Der grösste anzuwendende Sägeblattdurchmesser ist 260". So eingerichtet ist die Maschine DQ 2 benannt und kostet mit einfachen Werkzeugen und Deckenvorgelege 675 %.

Das Deckenvorgelege hat Riemscheiben von 150" Dmr. und soll 600 Umdr. machen; die Spindel würde demnach mit 1000–1200 Umdr. laufen.

Schutzvorrichtung an einer Hobelmaschine, ausgestellt von der Deutsch - Amerikanischen Maschinenfabrik Ernst Kirchner in Sellerhausen-Leipzig.

Zur Construction dieser Schutzvorrichtung veranlasste die Beobachtung, dass so viele Schutzvorrichtungen von den Arbeitern nicht benutzt werden, weil sie zu unbequem sind. So auch bei den Abrichthobelmaschinen, die zu den gefährlichsten Maschinen gerechnet werden müssen, weil das Holz durch die Hände des Arbeiters während der Bearbeitung geführt wird, diese sich also in unmittelbarer Nähe der Messer befinden. Deshalb war es das Bestreben des Constructeurs, eine Schutzvorrichtung zu schaffen, welche bei der Arbeit nicht hinderlich ist und nicht für jede Holzstärke besonders eingestellt werden muss.

Wie Fig. 48 zeigt, liegt über der Messerwelle eine Schutzplatte a, welche an dem Schieber b, der sich in der Gleitbahn c führt, befestigt ist. Das Ganze wird durch das Gewicht d nahezu ausgeglichen; jedoch hat die Schutzplatte so viel Uebergewicht, dass sie stets auf dem Holze

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Elektrische Beleuchtungsanlagen des neuen Centralbahnhofes Strassburg

(ausgeführt von der Elsässischen Elektricitätsgesellschaft zu Strassburg).

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jedoch bei 35 pCt. Füllung im kleinen Cylinder zu 45 N steigert.

60 für Gleichstrom eingerichtete Bogenlampen des Systems Siemens & Halske zu je 800 N.-K.*) beleuchten die Geleisanlagen, mit Ausnahme derjenigen am Locomotivschuppen, ferner die Güter- und Zollschuppen, den Eilgutschuppen, die grossen Perronhallen, den Lauterburger Perron nebst dessen Ausgangsvorhalle, die grosse Vorhalle und die Wartesäle im Empfangsgebäude, den Vorplatz und das Maschinenhaus; 174 Glühlichtlampen des Systems Edison zu je 16 sowie 230 zu je 10 N.-K. beleuchten die übrigen Räume des Empfangsgebäudes, die nach den Zwischenperrons führenden Tunnels, die Wartesäle, Billetschalter und Bedürfnisanstalten auf den Zwischenperrons sowie das Maschinenhaus.

Die Bogenlampen, welche in den Perronhallen etwa 40", im Aussenbahnhof etwa 100" von einander entfernt und in einer Höhe von 7 bis 8" angebracht sind, liegen in 12 einzelnen, nach Bedarf abzustellenden und je von 1 Lichtmaschine betriebenen Stromkreisen; 2 weitere Lichtmaschinen dienen zum Ersatze. Durch einen Hauptumschalter kann jede dynamo-elektrische Maschine mit jedem dieser Stromkreise verbunden werden. Eine Lichtmaschine erfordert bei 1 160 Um

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*) Stromstärke 9 Ampère, Lichtstärke im günstigsten Winkel gemessen 1400 Normalkerzen.

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Elektrische Beleuchtungsanlagen des neuen Centralbahnhofes Strassburg.

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Leitungen bilden ein zusammenhängendes Netz, jedoch mit
mehrfachen Verbindungen, so dass auch bei Unterbrechung
der Hauptleitung eine Betriebsstörung nicht eintreten kann.
Umschalter ermöglichen nach Bedürfnis das gleichzeitige Aus-
löschen einer ganzen Lampengruppe.
Dem jeweiligen Bedürfnis entsprechend sind die Glüh-
lichtlampen an Hänge- und Wandarmen oder auch an Kron-
leuchtern angebracht.
Seit Eröffnung des neuen Bahnhofes bis Ende des Be-
richtsjahres wurden in der Hauptanlage während 3389 Betriebs-
stunden oder, da von den 404 eingeschalteten Glühlichtlampen
durchschnittlich nur 259 in unausgesetztem Betriebe waren,
während (3389 >< 259) 877 751 Lampenbrennstunden im
ganzen 494 Glühlichtlampen unbrauchbar.
Von den eingeschalteten 404 Glühlichtlampen sind 70
(in den Kaiserzimmern usw.) bis jetzt wenig benutzt, so dass
also in Wirklichkeit nur 334 Glühlichtlampen zur Beleuchtung
verwendet werden. Wenn die gegenwärtig in Betrieb be-
findlichen Lampen durchschnittlich als zur Hälfte verbraucht
angenommen werden, so erhöht sich die der Berechnung
zu Grunde zu legende Zahl der unbrauchbaren Lampen auf
(494+“)=661.
Da im ganzen 877 751 Lampenbrennstunden geleistet
wurden, so brannte also jede Glühlichtlampe, statt der ver-
tragsmässigen 800, durchschnittlich 1328 Stunden.
Den vorstehenden einer Mitteilung der Elsässischen
Elektricitätsgesellschaft zu Strassburg entnommenen
Angaben fügen wir die folgende tabellarische Zusammenstellung
der Betriebsergebnisse bei, wie sie nach den Ermittelungen
der Kaiserlichen Generaldirection der Reich seisen-
bahnen im Centralblatt der Bauverwaltung vom 28. De-
cember 1884, S. 554, gegeben ist. «

Elektrische Beleuchtung.

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L Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1884 ermittelt: Auf eine Lampenbrennstunde am p e n - r -. HT Bezeichnung Kost e n : entfallende Kosten: der Anlage so Arbeits- Brenn- Pferde- Verzin Sung Ver- " Anl ” | Zahl stärke"Ä kraft- Unter- * P9" zusammen Unter- zinsung u. ZuM 13,9 G. i- ig brauch stunden stunden haltung Ät. haltung * S3IYING Il v/ N.-K. W v/ " / «MZ Pfg. Pfg. Pfg. A. Nord. (Hauptanlage.) - a Bogenlicht . . . . . 163 234 60 800 1 59 755 59 755 8847,30 | 4897,03 | 13744,33 | 14,806 8,195 23,001 H 174 A | 16 1 142 194 17 774 1929,67 1053,45 | 2983,12 1.357 0.741 2.098 Glühlicht . . . . . 81 527 /s 9 ) 3 9 9 ? 230 C 10 /13 21 1 924 16 Z02 2002,86 | 1392,36 | 3395,22 0,945 0,657 1,602 Zusammen I 244 761 93 831 12779,83 | 7342,84 | 20122,67 B. Süd. (Nebenanlage.) » Bogenlicht . . . . . 32 045 12 350 1°/12 15 426 16 712 3897,40 961,37 | 4858,77 | 25,265 6,232 31,497 (Wechselstrom) 3 A. 16 /s Z857 482 96,24 2,495 1,059 3,554 Glühlicht . . . . . 20 871 2 B 8 */16 2 571 161 36,42 626,14 | 1625,89 1,417 | 1,059 2,476 91 C 10 /13 52 706 4 054 867,09 . 1,645 1,059 2,704 Zusammen 52 916 21 409 4897,15 | 1587,51 | 6484,66 Gleichwertige Gasb eleuchtung. (Kostenüberschlag.) - Für die Zeit vom 1. Jan. bis 31. März wären erforderlich gewesen: Zahl der angenomme Bezeichnung Flammen- - Gas- |nen Gasflämmen Anlage- 8. Kost e n : prels H H der kosten | Zahl Ä h Brenn- Gas- Unt Verzi « w- Ä für 1Bogenlicht für 1 Anlage ” YÄ stunden verbrauch 10 |EN"- erzinsung 12pCt. Zusammen 1“ im im Glüh9 stündlich haltung Abschreibg)“P Freien Innern licht „M cbm cbm „M „M, v% Pfg. I. Nord. (Hauptanlage.) 195440 | 1476 0,15 1 756 359 | 213 260 35588,60 5863,20 41451,80 | 16 20 12 1 II. Süd. es so sie das so oso zusa 698.40 7841.56 | 16 | 20 | 12 | 1 (Nebenanlage.) 3 2 9 3

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Diese Tabellen begleitet das Centralblatt der Bauverwaltung mit den folgenden Bemerkungen:

»Es erscheint nicht überflüssig, noch einige Worte der Erläuterung beizufügen. Mit »Nord« ist die Hauptbeleuchtungsstation, mit »Süd« die Nebenstation bezeichnet; jedoch ist bei ersterer der für das neue Verwaltungsgebäude bestimmte, erst im Sommer in Betrieb genommene Teil der Beleuchtungsanlagen nicht mit in Rechnung gestellt. Da die Rentabilität der Anlagen wesentlich bedingt ist durch die Zahl der Brennstunden, so sind nicht nur diese, sondern auch die Unterhaltungskosten genau nach den gemachten Aufzeichnungen und von dem Verzinsungs- und Abschreibungsbetrage getrennt angegeben. Hiermit ist klar ersichtlich gemacht, wie weit die Rechnungen auf Erfahrung und wie weit sie auf Schätzung beruhen. Eine derartige Sonderung ist unbedingt geboten, wenn man die Möglichkeit gewähren will, die Rechnungsergebnisse für die Veranschlagung neuer Anlagen nutzbar zu machen. Bei Ermittlung der Anlage- und Betriebskosten, welche eine der elektrischen Beleuchtung gleichwertige Gasbeleuchtung für den neuen Centralbahnhof verursacht haben würde, ist zunächst die erforderlich Flammenzahl auf Grund der Annahme festgestellt worden, dass ein Bogenlicht im Freien durch 20, in Innen

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# - SZ räumen von Gebäuden durch 12 Gasflammen # # von 015" stündl. Gasverbrauch zu ersetzen # # sei. Ferner ist die Lichtstärke eines Glüh- #==4 # chte und einer Gasflamme im Durchschnitte # # # FFFF- #

als gleich angenommen. Hiermit konnten die

Anlage-, Bedienungs- und Instandhaltungskosten der Gasbeleuchtungsanlage nach den Erfahrungssätzen der Eisenbahnverwaltung berechnet werden, während sich die Kosten des Gases aus der Zahl der Brennstunden und dem ortsüblichen Gaspreise ergaben.

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Für Verzinsung und Abschreibung wurde

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in Ermangelung genauerer Anhaltungspunkte
derselbe Satz in Rechnung gestellt, wie bei
der elektrischen Beleuchtung. Es mag
hierin vielleicht eine kleine Begünstigung
der letzteren liegen, deren Einfluss jedoch – wie eine Betrach-
tung der Zahlenwerte zeigt – nicht erheblich und jedenfalls
leicht durch Einführung eines beliebigen anderen Satzes zu
beseitigen ist. 4.

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