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Band XXIX No. 9

28. Februar 1885.

Patentbericht.

177

unter

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Patentbericht. Kl. 13. No. 30038. (Abh. von No. 25313.) Schiffskessel auf andere Stellen 8 der Achse geschlungen. Soll die Bremse

mit der unter No.25313 von Hand angezogen werden, so wird durch bekannte Mittel

patentirten Feue- eine Verkürzung der Kette 4 bewirkt.
rungsanlage. Pommée

Kl. 35. No. 29972. Verfahren und Vorrichtungen & Nicolay, Ottensen,

zum Abheben elastischer Träger von ihren Stützpunkten. Der für die Donneley

H. Vasel, Berlin 1). In der hier dargestellten Abänderung sche Feuerung (Z. 1884, S. 145) eingerichtete

sind die dort getrennt angeordneten Accumulatoren N H für

die gleichbleibende, OS für die veränderliche Hebungs- und
Kessel ist in seinem
G

Senkungsarbeit in einen Accumulator vereinigt, wodurch die
Hauptteile cylindrisch.
Er enthält ein von der

Hähne MN und ihre Steuerung erspart werden. Die Hoch

druckleitung « führt ohne
Feuerung ausgebendes
Bündel wagerechter

Verzweigung vom Accumu

latorcylinder

den
Heizröhren k und zwei
über einander liegende,

Drehzapfen des (Brücken-)

durch ein Bündel ge-

Trägers und hat nur einen

Nachfüllhahn 11. Um die
neigt stehender engerer
Heizröhren verbundene

gehobene Brücke zunächst

bis auf die Lager zu senken, Rauchkammern Fund G.

wird durch ein Vorgelege 221

oder durch Wasser oder Kl. 14. No. 29997. Rotirender Dampfverteiler für

anderen Kraftbetrieb die schnelllaufende Dampfmaschinen. L. Mégy, Paris. Um

Welle 22 mit dem Seileinen Hahn 1, Fig. 1, welcher dem in den Cylinder führenden

oder Kettenbogen c2 geKanal 2 gegenüber mit einer Durchströmöffnung 3 versehen

dreht und dadurch die beiist, und in dessen Höhlung der frische Dampf eingeführt wird, derseits von C2 hängenden X dreht sich mit gleicbmässiger Geschwindigkeit ein Hahn 4,

Gewichte S geradlinig aufwobei dessen vier Höhlungen den Kanal 2 abwechselnd mit 3

gewunden; der in c4 ein

greifende Zahnbogen oz von
Fig.1.

doppeltem Radius bewegt
sich dabei mit seiner Roller
in dem bogenförmigen Teile
der Kolbenschleife s, deren
Bogen so geformt ist (ge-
meine bezw. verlängerte
oder verkürzte Cycloïde), dass der Kolbenweg proportional
dem Wege des Gewichtes S ist. (In einer ferneren Abänderung
für grofsen Hub wird dies durch unmittelbaren Zahneingriff
von C4 in die verzahnte Kolbenstange erreicht.) Bei weiterer
Bewegung biegt sich der Träger durch, die Roller tritt in
den geradlinigen Teil der Schleife und die Gewichte s be-

wegen sich auf dem Bogen ca bis (nahe an) c1 mit der und mit dem Ausströmkanal 5 in Verbindung setzen. Behufs doppelten Winkelgeschwindigkeit von c3, wie es die SchwedlerAenderung des Füllungsgrades kann der Hahn 1 von Hand sche Ausgleichung erheischt. oder durch den Regulator verstellt werden. Die Hahnachse

Kl. 38. No. 30003. Schleifkann wie bei Fig. 1 parallel oder wie bei Fig. 2 senkrecht

kopf zum Abputzen von Hölzern. zur Cylinderachse sein. Derselbe Hahn kann auch, wie aus

Deutsch - amerikanische MaFig. 2 hervorgeht, zur Dampfverteilung nach Woolf'schem

schinenfabrik, E. Kirchner & Principe benutzt werden.

Leipzig - Sellerhausen.

Die aus künstlicher Steinmasse herKl. 20. No. 29959. Schraubenband - Bremse für

durch Eisenbahnfahrzeuge. P. A. Gambaro, Paris. Ein Stahl

gestellte Schleifscheibe a,

einen Klebstoff mit dem Holzstücke b band 1 ist ein oder mehrere Male um die Verstärkung 2 der

a Achse geschlungen; das

verbunden und mittels des Kopfes c by Ende 3 ist am Wagen be

mit der Welle d verschraubt, ist festigt, das andere Ende

mit einer mittleren cylindrischen unter Vermittelung

Höhlung x und mit bogenförmigen

der
Kette 4 und der losen

Hauschlägen y versehen, um ein
Rolle 5 zugleich mit dem

leichtes Absaugen des Schleifstaubes
Bande der anderen Achse zu ermöglichen und somit saubere

Flächen zu erzielen.
und der Kette 6 sowie mit
dem Haken 7 verbunden,

Kl. 42. No. 30144. Neuerung an Brückenwagen welcher am nächsten Wa- (für Eisenbahnfahrzeuge). Carl Schenck, Darmstadt. gen lose eingehakt wird. Auf jeder Seite längs des durch die Wage nicht unterbrocheBei der gewöhnlichen Stel- nen Geleises sind an der Brücke mehrere drehbare, röhrenlung der Wagen sind die förmige Stücke angeordnet, deren Knaggen 1 beim Wiegen Ketten 4 und 6 schlaff, das von der Welle c aus, deren Drehung der auf übliche Weise Stahlband sucht sich gerade hochzuwindende Uebertragungshebel (Communicator) i verzu strecken und umgiebt mittelt, zum Anliegen an die Spurkränze gebracht werden, die Achse in losen Win- Liegen die Knaggen an, 80 gleitet die Nase a von b ab.

dungen. Tritt aber ein Die mit r verbundene Sperrklinke hat sich gesenkt und verKuppelungsbruch ein, so werden die Ketten straff, 1 legt sich hindert mit dem Sperrade den Rückgang der Knaggen. Durch fest um die Welle und wird durch die Umdrehungsrichtung derselben stets noch fester angezogen.

Für die entgegen

1) Ueber den ersten Teil der Erfindung s. Z. 1884, S. 496 gesetzte Fabrrichtung sind entgegengesetzt umgelegte Bänder Fig. 8.

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Co.,

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deutscher Ingenieure.

weiteres Aufwinden von è, wie üblich, wird dann der Wagen von den Schienen abgehoben. Der Verschiedenheit der Spurkranzhöhen ist in folgender Weise Rechnung getragen. Die Nase a greift an den einen Arm eines Hebels b an, dessen Drehzapfen an dem mit c fest. verbundenen Stück e befestigt ist und dessen anderer die Welle c halbkreisförmig (siehe punktirte Linien) umfassender Arm auf einen zweiten, mit dem Gewichte g belasteten Hebel auftrifft, welcher mit seiner

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KI. 46. No. 29998 (Zusatz zu 26668, Z. 1884, S. 550). Neuerungen an geschlossenen Heifsluftmaschinen. H. Martini, Chemnitz. Die vier inneren Ventile h, h, he ha des Hauptpatentes, welche so gesteuert werden sollen, dass bei eingeklinktem Verdränger die Lüftungs- und Kühlventile vu' sich nicht öffnen, sind hier durch zwei äussere Ventile ab ersetzt, welche sich entgegengesetzt wie v bezw. o öffnen, so dass bei Verschluss

ab auch vo' ausser Wirkung gesetzt werden. Gesteuert werden dieselben durch eine Feder d und Daumenhülse e mit verschieden gestalteten Daumen, welche vom Regulator u auf der Hauptwelle c verschoben wird, so dass das Ein- und Aussetzen der Gegenventile ab nach Bedarf in verschiedenen Phasen des Kreisprocesses erfolgt. Die Kammern C,Cu des Hauptpatentes für den Hin- und Rückgang der Arbeitsluft können behufs gleichmässigerer Verteilung der Luft durch eine Reihe kleinerer Kammern C1 C2 C3 . ersetzt werden.

Kl. 49. No. 29794. Bohrhalter. A. Söderström, Stockholm. Abh. von No. 29046 (s. Z. 1884, S. 951). Die Schmiervase m des Bohrhalters b, Fig. 1, steht in Verbindung mit dem auf der Bohrerrückenfläche angeordneten Schmierkanal a des Bohrers, um letzteren, welcher senkrecht stehend arbeitet, durch das in m tropfende Schmier- Fig.1

. mittel zu schmieren. Die Stopfbüchse d hat das sonst

sonst am Bohrerhals hindurchsickernde Schmiermittel in m zurückzuhalten. Für wage

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Drehachse ebenfalls an e angeordnet ist. Das Gewicht 9

ist so gross gewählt, dass es seine relative Lage zu e nicht ändert, so lange nur die Reibungswiderstände zu überwinden sind. Sind aber die Bandagen abgenutzt bezw. die Spurkränze höher, so treffen die Knaggen l vor dem Abgleiten der Nase a von b an den Spurkränzen an. Die Welle c bleibt nun stehen, Hebel b bewegt sich aber weiter und hebt g, bis er von a abgleitet; g geht dann selbstthätig zurück.

Kl. 42. No. 29831. Haarröhrchen - Messapparat. J. E. Reinecker, Chemnitz. Um beim Vergleichen von Endmassen einen gleichmässigen, von dem Gefühl unabhängigen Druck der Messflächen auf die zu messenden Körper*zu erzielen, ist die eine messende Fläche als Ende des verschiebbaren Bolzens d ausgebildet, dessen anderes Ende an einer

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zwungen ist.

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versteiften Membran anliegt, welche die mit Flüssigkeit gefüllte Kammer a abschliesst. Ein gewisser Druck auf den Messbolzen d ergiebt ein gewisses Steigen der Flüssigkeit in dem Haarröhrchen c. Die Höhe dieser Flüssigkeitssäule kann durch den Schieber k festgestellt werden und dient beim Messen des zweiten Stückes als Anhalt. Die übrige Einrichtung gleicht der Whitworth'schen Messmaschine.

recht, z. B. in Drehbänken, arbeitende Bohrer ist m am Bohrhalter durch einen Cylinder C, Fig. 2, mit Kolben e ersetzt; die Körnerspitze f der Drehbank drückt auf letzteren, welcher durch Nut und Stift g mit c gekuppelt ist, während c durch einen Mitnehmer an der Drehung der Drehbankspindel Teil zu nehmen ge

Das unter e in c befindliche Schmieröl gelangt durch ein stellbares Ventil cl in den Schmierkanal des Bohrers.

Kl. 50. No. 29724. Mahlgang mit directem Antriebe beider Mahlringe. A. Zipser, Wien. Die Mahlringe e und el sind mit ihren Mahlscheiben f und g von einem zweiteiligen Gehäuse umschlossen und werden mit verschiedener Winkelgeschwindigkeit in gleicher Richtung mittels Keilräder umgedreht, welche auf einer parallel zu der Achse cgelagerten Antriebswelle festgekeilt sind und von denen das eine mit dern auf c festgekeilten Keilrade sl und das andere mit dem auf der langen Nabe von g festsitzenden Rades

ee sammen arbeitet. Der auf c festsitzenden Mahlscheibe f liegt die durch die Stellvorrichtung u v w gegen erstere nach Belieben einstellbare lose Mahlscheibe g gegenüber.

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Kl. 50. No. 29471. Verticale Sichtmaschine. R. & J. Gawron, Anclam. Das zu sichtende Gut gelangt durch

einen Trichter auf mehrere ringförmige,

wagerecht über einander liegende Wurfsb teller g, welche an einem um eine

senkrechte Achse kreisenden Cylinder é' befestigt und durch senkrechte Wurfflügel w unter einander verbunden sind. Durch einen Bläser gelangt gepresste Luft in den Cylinder é', tritt durch die Kanäle zwischen den Doppel

fügeln w aus und schleudert das Sichtgut gegen den Gazecylinder b. Die Spitzkleie wird der Fallrichtung der Griese entgegen abgeführt.

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Litteratur. Die Beziehungen der Geologie zu den Ingenieur- über Schlitze, Stollen und Schächte für Sondirung und Entwissenschaften von C. J. Wagner, Ober - Ingenieur und wässerung, Probegruben, Drainage and offene Gräben. Sehr Sectionsleiter des Arlberg-Tunnels, mit 24 Tafeln und 65 in eingebend wird (S. 46 bis 65) der Einsturz des 163m langen den Text gedruckten Figuren, Wien 1884; 88 Quartseiten. Untersteintunnels der Salzburg-Tiroler Bahn geschildert. Wäh

Der Verfasser hat bei der Herstellung der ungarischen rend der dortige Schiefer, im durchörterten Teile vorherrschend Ostbahn, ferner durch eine Reihe von Jahren als Ingenieur

Talkschiefer, welcher teilweise Uebergänge in Thonschiefer der österreichischen Bahnaufsichtsbehörde (General Inspection) zeigte, anfangs keine Druckerscheinungen äusserte, entstanden bei der Ausführung verschiedener Linien in den österreichi- bei der stetig aufwärts rückenden Lockerung der Schichten schen Alpenländern, schliesslich als Sectionsleiter bei der schliesslich so gewaltige Pressungen, dass dieser Tunnel aufDurchtunnelung des Arlberges mitgewirkt und während seiner gegeben und die Trasse verlegt werden musste. Weniger Amtsthätigkeit stets den geologischen Verhältnissen der zu verbängnisvoll waren Rutschungen an Schutthalden (S. 65 bis durchschienenden Gegend und allen mit der Bodenbeschaffen

70) derselben Bahn und der benachbarten Rudolf bahn. Im heit in Verbindung stehenden baulichen Vorgängen erhöhte

Tunnel bei Bischofshofen, südlich von Salzburg, führte (S. 71) Aufmerksamkeit gewidmet. Neben mehreren Wiederveröffent

die Beurteilung der Gebirgsverhältnisse zur Anwendung des lichungen älterer Studien, die, zum Teil in geologischen Jahr- belgischen Systemes, welches sich vollkommen bewährte. Es büchern niedergelegt, technischen Fachkreisen bisher weniger folgt eine geologische Beschreibung des Sonnsteingebietes zugänglich waren, finden sich im genannten Werke neuere (S. 71 bis 75) am linken Traunseeufer, dessen Structur - nebenschätzenswerte Zuthaten. Das Buch behandelt auf den ersten

in manchen für den Bau wichtigen Einzelheiten 8 Seiten in aller Kürze die »Bildung der Erdrinde und deren

erst durch letzteren völlig aufgeschlossen wurde, und des ebenUmformung« und von Seite

« und von Seite 37 bis 46 die » Construction der falls von der Salzkammergutbahn durchschnittenen Hausrucks Thalsohle und der Gehänge und giebt im übrigen Unter- (S. 75 bis 82), in welchem ein ausgedehnter Braunkohlenweisungen und Beschreibungen nur auf Grund eigener Erfah- bergbau stattfindet und die Erforschung des Gebirges errungen und Beobachtungen des Verfassers, welcher es sorgfältig leichtert. Einige Worte über das Mehburger Gebiet in Siebenvermeidet, aus dem Rahmen des Selbsterlebten hervorzutreten bürgen und Bemerkungen (S. 83 bis 88), welche sich vorund den Leser zur Erlangung allgemeineren Wissens auf von

nehmlich auf das Abrutschen auf Seeboden geschütteter Kaven's Werk über >Rutschungen und Beschädigungen der

Dämme und auf die Uebersetzung von Bächen beziehen, Böschungen« verweist. Die Seiten 13 bis 28 bilden eine aus- schliessen die Schrift, deren ausgesprochene Absicht es ist, führliche und wertvolle Anleitung zur Vornahme von Bohrun- das Interesse des Ingenieurs für die Geologie zu wecken oder gen über und unter Tage behufs Erforschung des Bodens zu zu erhöhen und ein thatkräftiges Zusammenwirken dieser Zwecken des Bahn- und Wegebaues, wobei Wagner neben

Wissenschaft mit den praktischen Lehrdisciplinen zu fördern. bekannten Werkzeugen, wie Schneckenbohrer, Schappe (wohl Zur Erreichung dieser Ziele dürfte Wagner's Arbeit, welche irrtümlich Schnappe genannt), Glückshaken u. dergl., auch von eine ausgedehnte Verbreitung verdient und hoffentlich auch ibm angegebene Constructionen einer Kappe und eines Schmand

finden wird, in erheblichem Masse beitragen. löffels erwähnt. Es folgen (S. 29 bis 37) einige Mitteilungen

Forchheimer.

bei gesagt

Zuschriften an die Redaction.
Kanal und Eisenbahn.

Ich möchte nur die Eisenbahnfreunde davor warnen, den Per-
Geehrte Redaction!

sonenverkehr für Transportwege grosser Massen mit hineinzuziehen. Der von mir im November 1883 durch einen Vortrag im Ver

Für diesen werden Dampftramways besser und billiger sorgen; der eine der Industriellen des Regierungsbezirkes Köln gemachte Versuch,

gemischte Dienst ist erfahrungsgemäss der am wenigsten ökonomische. die Kosten des Massentransportes auf Eisenbahnen im Detail zu be

Auch die Geschwindigkeit von 30km in 1 Stunde ist zu hoch und rechnen von gedachtem Verein durch eine Brochure zur allgemei

wird thatsächlich auch jetzt nicht bei Güterzügen angenommen. neren Kenntnis gebracht hat so beharrliche Nachfolger und Ver

Hochachtungsvoll fechter gefunden, dass ich denselben getrost das Feld überlassen kann. Ich will mich deshalb hier auf die Bemerkung beschränken,

Berlin im Februar 1885.

Fr. Reimherr, dass meine Ansätze und Rechnungen bis jetzt nicht widerlegt worden und meine Ansichten nach wie vor dieselben sind.

Maschinen-Oberingenieur.

Vermischtes. Dem Berichte, welchen zum Schlusse des 5. Geschäfts- schäftszweige gegenwärtig über 1500 Arbeiter beschäftigt sind. jahres des 1879 begründeten » Elektrotechnischen Vereines « Es folgen Nürnberg, Köln, Magdeburg, Stuttgart, München, dessen Ehrenvorsitzender Hr. Staatssekretär Dr. Stephan er- Hamburg, Kiel. In den letzten sechs Jahren sind von stattete, entnehmen wir folgende Mitteilungen über die

den verschiedenen deutschen Fabriken mehr als 6000 Dynamo

maschinen im Werte von 14 Millionen Mark sowie über Entwickelung der Elektrotechnik.

20 000 Bogenlichtlampen im Werte von 5 Millionen Mark Der Aufschwung, den die Anwendung der Elektricitat hergestellt worden; die elektrotechnische Gesammtproduction während der letzten Jabre auf den verschiedensten Gebieten kann für den gleichen Zeitraum, einschliesslich der ober- und der Technik erfahren hat, hat sich in Deutschland frei von der unterirdischen Telegraphenanlagen, auf ungefähr 60 Millionen in anderen Ländern vielfach zu Tage getretenen ungesunden und Mark veranschlagt werden. Von Telegraphen-Bauanstalten unreifen Speculation vollzogen und eine früher nicht geabnte Ent- befinden sich in Deutschland etwa 50 grössere und 60 wickelung der elektrotechnischen Industrie nach sich gezogen. kleinere. Der Hauptplatz ihrer Thätigkeit ist Berlin, wo in diesem Ge

Das elektrische Licht verschafft sich immer weiteren Ein

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deutscher Ingenieure.

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biete sind zu erwähnen: die im Mai 1884 zum Abschluss gekommenen Arbeiten der · Pariser Conferenz zur Bestimmung der elektrischen Einheiten, sowie der Abschluss des internationalen Vertrages zum Schutze der unterseeischen Telegraphenkabel.

Gleiche Ziele, wie der Elektrotechnische Verein in Berlin, verfolgen verwandte Gesellschaften in Wien, Paris, Brüssel, New-York, London, Frankfurt a/M. usw., und die in den letzten Jahren erfolgte Einrichtung von Lehrstüblen für Elektrotechnik an den technischen Hochschulen in Berlin, Hannover, Aachen, Darmstadt, Karlsruhe, Braunschweig, Dresden, München und Stuttgart wird ebenfalls nicht wenig dazu beitragen, die weitere gedeihliche Entwickelung der Elektrotechnik in Deutschland zu sichern und zu fördern.

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gang zur Beleuchtung von Post- und Telegraphenanstalten, Babnhöfen, Wohnhäusern, Fabriken, Krankenhäusern, Gefängnissen, beim Bergbau, auf Leuchttürmen und in Pulvermühlen, auf Passagierdampfern und Kriegsschiffen sowie zu wissenschaftlichen Zwecken verschiedenster Art; in ganz besonders bedeutendem Masse hat es seiner grossen Vorzüge (geringe Wärmeentwickelung und Feuersgefahr) wegen bei Theatern, Versammlungsräumen, Restaurationen usw. Anwendung gefunden.

Zur Kraftentwickelung und Kraftübertragung auf grosse Entfernungen ist die Elektricität zu Wasser und zu Lande, zur Fortbewegung von Böten wie von Eisenbahnwagen, vielfach mit Vorteil in Benutzung. In Deutschland sind bis jetzt 5 elektrische Eisenbahnen, eine Erfindung rein deutschen Urspruuges, in regelmässigem Betriebe. Die in letzterer Zeit in Frankreich unternommenen Versuche, einen Luftballon mit Hilfe der Elektricität zu lenken, versprechen, wenn es gelingt, die erzielten Ergebnisse weiter nutzbar zu machen, für die fernere Entwickelung der Luftschifffahrt, wenigstens für militärische Recognoscirungszwecke, von Bedeutung zu werden. Nicht minder lassen die in den letzten Jahren auf den Elektricitätsausstellungen zu Paris, London, Amsterdam, München, Königsberg, Wien, Turin und Steyr in grossem Massstabe, zum Teil mit Benutzung der natürlichen Wasserkraft von Flüssen ausgeführten Experimente erkennen, welch eine Zukunft die Elektricität als Mittel zur Inbetriebsetzung aller Arten von Maschinen zu erwarten hat.

Eine weitere Umwälzung hat die Elektricität auf dem Gebiete der Metallurgie und Chemie hervorgerufen. Grössere und kleinere Statuen, Gesimse, Ornamente, die verschiedensten Gefässe und Geräte werden auf galvanoplastischem Wege vergoldet, versilbert und broncirt; in der bildenden Kunst ersetzt die Galvanoplastik mit Glück die getriebenen Arbeiten in Kupfer und sonstigen feineren Metallen; für die vervielfältigenden Künste ist die Galvanoplastik ein überaus wertvolles Hilfsmittel dadurch geworden, dass auf diesem Wege Platten zur Vervielfältigung von Kupferstichen, Holzschnitten, Zeichnungen usw. hergestellt werden können, wie dies neuerdings namentlich in der Kaiserlichen Reichsdruckerei nach einem früher in Deutschland fast gänzlich unbekannten Verfahren mit besonderer Vollendung geschieht.

Auch die Entwickelung des Telegraphenwesens schreitet stetig vorwärts. Die Zahl der Telegraphenanstalten im Deutschen Reichs-Postgebiet ist von 5114 zu Anfang des Jahres 1880 auf gegenwärtig 7529, die Länge der Telegraphenleitungen in demselben Zeitraume von 196 000 auf 242000 Kilometer gestiegen. Unter letzteren befinden sich nicht weniger als 38000 Kilometer unterirdische Leitungen, welche sämmtliche grossen Kriegsplätze, See-, Handels- und Verkehrsorte sowie die Residenzen, insgesammt 221 Städte, mit einander verbinden und einen wirksamen Schutz gegen alle Betriebsstörungen durch Witterungseinflüsse bieten. Ein anderer Zweig der Telegraphie, das Fernsprechwesen, hat eine nicht minder erfreuliche Ausdehnung erfahren. Nachdem Anfang 1881 die ersten allgemeinen Stadt-Fernsprecheinrichtungen zu Berlin und Mülbausen im Elsass dem Verkehr übergeben wurden, sind gegenwärtig in 58 Städten des Reichs-Postgebietes allgemeine Fernsprechanlagen im Betriebe bezw. in der Ausführung begriffen. 7311 Personen nehmen an den Einrichtungen Teil; die Gesammtlänge der Stadt-Fernsprechleitungen beträgt 16291 Kilometer. In Oberschlesien ist ein Unternehmen vollendet, das sich für weite Kreise der dortigen Bevölkerung in hohem Grade nutzbringend erweist: die allgemeine Fernsprechanlage im oberschlesischen Hütten- und Industriebezirk, welche die Kreise Beuthen, Gleiwitz, Kattowitz, Tarnowitz und Zabrze mit einem Areal von 1660 Quadratkilometer umfasst. Im elsässischen Spinnereibezirke sind die Städte Mülhausen, Gebweiler und Thann zu einem Fernsprechnetze verbunden; ein neues Netz im Rheinischen Sammet-Industriebezirk ist zwischen den Städten Crefeld, Uerdingen , München - Gladbach, Viersen, Rheydt und Oedt kürzlich eröffnet. Auf grössere Entfernungen findet der Fernsprecher gegenwärtig zwischen Berlin und Potsdam, Berlin und Magdeburg, Bremen und Bremerhaven, Köln und Bonn Anwendung. Weitere Fernsprechlinien zwischen Frankfurt und Mannheim, Leipzig und Dresden, sowie zwischen Leipzig und Chemnitz sind in der Ausführung begriffen und werden binnen kurzem dem Verkehr übergeben werden.

Als fernere bedeutungsvolle Ereignisse auf diesem Ge

Dem Protokolle No. 45 des St. Petersburger Polytechnischen Vereines entnehmen wir folgende Mittheilung über

Grinell's automatischen Feuerlösch- und Alarmapparat, welcher in den Vereinigten Staaten und Kanada in vielen tausend Exemplaren in Anwendung stehen und neuerdings auch in England lebhafte Aufnahme gefunden haben soll.

Der Apparat besteht aus einem trichterförmig nach unten sich erweiternden Mundstück aus Messingguss und wird vermittels Gasgewindes in eine Wasserleitung, die sich an der Decke des zu schützenden, Raumes hinzieht, in gewissen Abständen eingeschraubt. Der Durchgang des Wasserstrahles durch das Mundstück ist auf Grund vielfacher Versuche auf 1/2 Zoll Durchmesser normirt worden. Der Verschluss im Zustande der Ruhe wird durch eine messingene Platte bewirkt, die mittelst zweier Hebel gegen die Oeffnung des Mundstückes angedrückt ist. Um eine vollkommene Dichtung zu erreichen, ist einerseits die Oeffnung des Mundstückes zu einer Art elastischem Ventilsitz aus federndem Messingblech ausgebildet, andererseits die Verschlussplatte in der Mitte mit einer Bleischeibe belegt, gegen welche die federnden Ränder des Ventilsitzes durch den Wasserdruck selbst angepresst werden. Von den beiden Hebeln, welche die Verschlussplatte tragen, ist der obere horizontal, einerseits durch eine Knagge des nach unten ragenden ovalen Bügels, andererseits durch einen zweiten Hebel gestützt. Das untere Ende dieses Hebels ist im tiefsten Punkte des Bügels vermittelst eines Lötmetalls angelötet, welches bei 70° C. schmilzt. Im Falle eines Brandes schmilzt durch die sich entwickelnde Hitze das Lötmetall, der untere Hebel fällt herab, der obere Hebel verliert seinen zweiten Stützpunkt und die Verschlussplatte, jetzt durch nichts mehr gehalten, wird durch den Wasserdruck abgedrückt. Dieselbe fällt jedoch nicht vollständig ab, sondern wird vermittelst zweier Schlitze geführt und durch 2 Vorsprünge am Bügel in einiger Entfernung vom Mundstück aufgehalten. Das Wasser strömt nun durch die freie 12 zöllige Oeffnung aus, schlägt auf die etwas herabgefallene Platte auf und wird von dieser teils zurück nach der Decke geworfen, teils seitlich strahlenförmig verteilt. Um die Zerteilung des Wasserstrahles noch gleichförmiger zu machen, ist der Rand der messingenen Verschlussplatte aufwärts gebogen und gezahnt.

Die Anordnung der Apparate in Fabrikräumen geschieht am besten derart, dass die Wasserröhren sich parallel zu einander von 3 zu 3m entfernt an der Decke des Raumes hinziehen und durch ein stärkeres Rohr, das längs der Wand rechtwinklig die Abzweigungen schneidet, mit einander vereinigt werden. Die Feuerlöscher sind von 3 zu 3m in die Röhren eingeschraubt, so dass jeder Apparat 3m im Quadrat zu schützen hat, welche Abstände sich durch Versuche als zweckmässig herausgestellt und durch die Praxis gut bewährt haben.

Der Schmelzpunkt des Lötmetalles, also die Temperatur, bei welcher der Apparat in Thätigkeit zu treten hat, ist für gewöhnliche Fabrikräume oder dergleichen auf 700 C. festgesetzt. Für Trockenkammern oder Räume, in denen für gewöhnlich eine höhere normale Temperatur herrschen soll, wird die Legirung derart verändert, dass sie erst bei höherer Temperatur zum Schmelzen kommt, die je nach Bedürfnis durch die jeweilige Zusammensetzung des Lötmetalles normirt ist.

Um dem Einwande zu begegnen, durch den Apparat könne ein grösserer Wasserschaden entstehen als durch das Feuer selbst, hat der Erfinder eine Signalvorrichtung construirt, welche in Thätigkeit tritt, sobald einer der Feuerlöscher sich geöffnet hat. Die Wirkungsweise des Signalapparates ist folgende: An einem beliebigen Punkte des Gebäudes wird ein kräftiges Schlagwerk mit Glocke aufgestellt, dessen Gewicht durch einen Sperrhaken aufgehalten ist. Der Sperrhaken steht mittelst Ketten und Kolben in Verbindung mit dem Hauptzuleitungsrohr für die selbstthätigen Feuerlöscher. In dieses Hauptrohr ist eine Klappe eingeschaltet, welche sich hebt, sobald das Wasser im Hauptrohr in Strömung gerät, sobald also ein Feuerlöscher sich geöffnet hat. Durch das Heben dieser Klappe wird aber der Sperrhaken am Schlagwerk ausgelöst, das Gewicht beginnt zu fallen, und die Glockenschläge melden das Wirken des Feuerlöschers bezw. den ausgebrochenen Brand und veranlassen die Wachtmannschaft, sofort nach Dämpfung des Feuers den Kran der Hauptleitung abzusperren.

Selbstverlag des Veraines.

Commissionsverlag und Expedition

Julius Springer in Berlin N,

A. W. Schade's Buchdruckerei (L. 8chade) in Berlin R.

ZEITSCHRIFT DES VEREINES DEUTSCHER INGENIEURE .

Band XXIX.

Sonnabend, den 7. März 1885.

No. 10.

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Angelegenheiten des Vereines.
Zum Mitglieder-Verzeichnisse.

Schleswig-holsteinischer Bezirksverein.
Aenderungen.

K, Zimmermann, Director der Germania-Werft, Gaarden b. Kiel.

Thüringer Bezirksverein.
Thüringer Bezirksverein.

Curt Arens, Director der Prinz Carlshütte, Rothenburg a/S.
J. Scbeinhütte, Ingenieur, Bernburg.

Robert Schökel, Ingenieur bei Wegelin & Hübner, Halle a/S.
Keinem Bezirksverein angehörend.

Keinem Bezirksverein angehörend.
H. E. Freund, Ingenieur der Maschinenfabrik Bern, Bern.

V. Broschmann, Ingenieur, Hannover. Fromberg, Regierungs-Maschinenbauführer, Duisburg.

H. Geuer, Ingenieur der Fabrik »Germania« bei Neuwied. Carl Hohagen, Ingenieur, München, Hundskugel 4.

Bernh. Höfle, Ingenieur der Badischen Anilin- und Sodafabrik, Hugo Sack, Ingenieur, Wetter a/Ruhr.

Ludwigshafen a/Rh.
Herm. Schmaltz, Ingenieur der consol. Ice Machine Company,

Franz Lappe, Ingenieur, Golzern i/Sachs.
St. Louis, M.O. 919 Olive Street.
H. Weule, Regierungs-Maschinenbauführer, Hannover.
Neue Mitglieder.

Die geehrten Mitglieder erlaube ich mir darauf aufmerk-
Braunschweiger Bezirksverein.

zu machen, dass vom 1. April ab die Einziehung der Wilh. Kemmer, Director der Dampfkessel- und Gasometerfabrik, Beiträge, sofern nicht bereits bezahlt, nach § 30 des Statutes Braunschweig.

durch Postauftrag erfolgt; ich bitte diejenigen, welche die Jul. Weber, Seifenfabrikant, Braunschweig. Breslauer Bezirksverein.

dadurch erwachsenden höheren Portokosten vermeiden wollen, E. Schimmelmann, Fabrikbesitzer, i/F. A. Töpfer Nachf., Breslau.

ihren Beitrag vorher portofrei an Hrn. Jul. Springer, BerA. Wielisch, Director. d. Zuckerfabrik, Lanisch (Postst. Schwoitsch) lin N., Monbijouplatz 3, einzusenden.

Th. Peters. bei Breslau.

Magdeburger Bezirksverein.
Adolf Rasmus, Ingenieur, i/F. Fr. Rassmus, Magdeburg.

Mitgliederverzeichnis 1885.
Pommerscher Bezirksverein.

Zur Herstellung des Mitgliederverzeichnisses für das
C. Luther, Maschineninspector, Grabow a/O.
Ferd. Spetzler, Ingenieur der A.-G. Vulcan, Grabow a/O.

Jahr 1885 bitte ich die verehrlichen Mitglieder unseres VerBezirksverein an der niederen Ruhr,

eines um gefl. baldige Angaben etwa erforderlicher BerichtiJ. Diefenbach, Director der Zeche Concordia, Oberhausen a/Rubr. gungen.

Th. Peters.

sam

Mitteilungen von der Ausstellung für Handwerkstechnik in Dresden.
Von R. Schöttler, Docent an der techn. Hochschule in Braunschweig.

(Fortsetzung von Seite 92.)

(Hierzu Tafel IX u. X.) Die Maschinen zur Bearbeitung des Holzes waren auf ist, alle Arbeiten auszuführen, welche mit den benannten der Ausstellung recht gut vertreten, auch insofern, als die Maschinen gemacht werden. Eine andere Frage aber ist es, meisten der ausgestellten Maschinen für Handwerker und ob es zweckmässig ist, solchen Ersatz vorzunehmen, ob man kleinere Werkstätten passend ausgewählt waren und im Be

nicht lieber auf die Ausfübrung eines Teiles der möglichertriebe vorgeführt wurden.1)

weise vorkommenden Arbeiten durch die Maschine verzichten Wenn ich einige dieser Maschinen hier genauer beschseibe, und statt der Gattersäge eine Kreis- oder Bandsäge wählen so ist die Auswahl ebenso willkürlich wie bei Besprechung soll. Der Vorzug der Gattersäge ist bekanntlich, dass sie der Werkzeuge, und, beziehe ich mich übrigens auf das dort viel weniger Späne erzeugt, weil ihr Blatt viel schwächer gesagte.

sein kann als das einer Kreis- oder Bandsäge, ihr Nachteil, Verticale Sägemaschine), ausgestellt von Ernst Klip

dass sie längst nicht so viel zu leisten vermag. Man schätzt pel in Dresden.

aber den Vorzug der grösseren Leistung auf Kosten der Es macht einen eigentümlichen Eindruck, wenn der Ver

Spanbildung mit Recht so, dass man Gattersägen eigentlich fertiger dieser Maschine behauptet, dass seine Gattersäge alle

nur noch als Bundsägen zum Trennen der Blöcke in Bretter, anderen Sägen, wie Kreis-, Band-, Fournier-, Decoupir-,

als Fourniersägen, wo der Holzverlust eine erhebliche Rolle Schlitz- und Gehrungssägen, ersetzen soll

. Und doch ist es

spielt, und als Decoupirsägen, wo es eben nicht anders geht, richtig, dass nur eine gut construirte Gattersäge imstande

anwendet.

Es dürfte deshalb die zweckmälsige Verwendung der 1) Recht hübsche Sammlungen von solchen Maschinen für Kraft

Klippel’schen Säge eine sehr beschränkte sein. Will man betrieb, namentlich Kreis- und Bandsägen, Hobel- und Fräse

sie aber benutzen, so dürften einige Einzelheiten beachtensmaschinen, Bohr- und Stemmmaschinen, Drehbänke, zeigten die wert erscheinen. Es handelt sich hier um eine für KraftSächsische Stickmaschinenfabrik in Kappel-Chemnitz und oder Fussbetrieb eingerichtete Säge, welche einer Decoupirdie Deutsch-Amerikanische Maschinenfabrik Ernst Kirchner in säge ähnlich gebaut ist, um ein sehr leichtes, senkrecht schwinSellerhausen-Leipzig; auch die Auswahl leichterer Constructionen gendes Halbgatter. In dieses wird nun die Säge so eingehängt, von meist für Fussbetrieb eingerichteten Maschinen der Liegnitzer

dass man ihr Busen geben kann, und zwar ist der Busen Eisengiesserei und Maschinenfabrik, Teichert & Gubisch in Lieg

verstellbar. nitz (verschiedene Bandsägen, Decoupirsäge, Holzhobel- und -abrichtemaschine, letztere mit Apparat zum Nuten und Spunden, Bock

Diese Einrichtung ist zweckmässig. Zwar ist man bei und Ständerfräsmaschine), verdient in erster Linie genannt zu wer

grossen Gattersägen, welche mit Vorschubeinrichtungen verden. Ferner waren vertreten: Ernst Klippel in Dresden mit

sehen sind, von der Einrichtung eines Busens ganz abgekomkleinen Gattersägen für Kraft- und Fussbetrieb, Heinrich Skade

weil er nicht nötig ist, da man während des Schnittes in Reudnitz-Leipzig mit sehr billigen, leichten Bandsägen für Fuss- in genau richtiger Weise zuschieben und während des Leerund Handbetrieb, Č. W. Emmrich in Reudnitz-Leipzig mit Band- ganges das Holz ruhen lassen kann; dieses ist aber besser säge, Decoupirsäge mit Bohrmaschine und Stemm- und Bohrmaschine, als das Gegenteil, weil die Zuschiebungsgeschwindigkeit Hübschmann & Kempf in Chemnitz mit Bandsäge, Decoupir

leichter verändert werden kann als der Busen. Fehlt säge und Bockfräsmaschine, Vogel & Schlegel in Dresden mit

aber die Vorschubvorrichtung, geschieht die Zuschiebung von einer Maschine für Wagenradfabrikation und die Deutsche Werk,zeugmaschinenfabrik vorm. Sondermann & Stier in Chemnitz

Hand, so kann sie nicht wohl in genau richtiger Weise ermit einer Façondrehbank.

folgen, sondern ist viel eher als eine beständige anzusehen 2) D. R.-P. 20 579.

für diese ist aber bekapntlich Busen, und zwar sogenannte

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