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9) Technische Proben von Potasche, Soda, Laugen, Ammoniak und Säuren mittelft Maßanalyse

Thlr. 20 Sgr.

1 FI. Mittelft wiederholter controlirender Analyse

1
10

2. 10) Untersuchungen von Schwefel und Phosphor

1
10

2 11) Technische Proben von Job, Braunstein, Chlorkalk, Salpeter, Syankalium, Jodkalium, chromsaurem Kali, Zinnsalz

1
10 -

2 12) Werthbestimmung von Knochenmehl, Ghpe, Bestimmung des Ralfgehaltes von Kalkstein, Mörtel und Cementen

2
20

4 13) Bestimmung der Heizkraft von Brennmaterialien nach Berthier

3

5 14) Bestimmung des Gehaltes von Hüttenproducten, Erzen, Salzen und

Legirungen an Eisen, Kupfer, Zinn, Chrom, Robalt, Nigel, Arsen,
Antimon, Zink, Wismuth, Quedfilber

3
10

5 Ebenso die Bestimmung des Gold- und Silbergehaltes. 15) Bestiminung des Sticftoffgehaltes von Düngerarten, Futterstoffen und anderen Producten organischen Ursprunges

3
10

5 16) Bestimmung des Zudergehaltes in Rüben, Pflanzenfäften, Honig,

Rohzucker, Melasse; Bestimmung des Stärkegehalted in Kartoffeln
und Mehlsorten

3
10

5 = 17) Bestimmung des usdenrüdstandes von Graphit und Steinkohle

1
10

2 18) Bestimmung des Schwefelgehaltes in allen Gattungen Braun- und Steinkohlen

2

3 19) Werthbestimmung von Leimsorten und Gerbestoffen bei Uebergabe einer einzigen Probe

4 20) Bestimmung des Alkohol- und Ertractgehaltes von Wein und Bier 20 Sgr. bis 4

1 bis 6 21) Bestimmung des Alkohol von Branntwein und anderen geistigen

Getränken 22) Werth bestimmung von Knochenfohlen hinsichtlich ihres Entfärbungovermögens

4

6 23) Werthbestimmung von Guano, Düngstoffen und Knochenkohle mittelft completer technischer Analyse

6

20 24) Untersuchung von Nahrungsmitteln auf Verfälschung

20
2

1 = 3 25) Die Untersuchung von Gespinnsten und Geweben, ob fte aus Leinen,

Baumwolle, Schafwolle, Seide oder anderen Stoffen oder einem
Gemenge dieser Stoffe beftehen

20.

1
10

1 a 2 s 26) Untersuchung von Seifen: a) qualitative

2

3 b) quantitative eines Beftandtheiles daraus

3
10

5 c) quantitative vollständige Analyse

13
10

20 27) Werthbestimmung von Weinstein hinsichtlich des Gehaltes an wein{aurem Rali und Ralk

2 bis 4

6 Untersuchung auf weinsaures Rali allein

2

3 28) Werthbestimmung von Samereien, ale Anis, Fenchel, Kümmel u. s. w. hinsichtlich des Gehaltes an ätherischem Del

5

10 29) Untersuchung von Alkaloiden und ähnlichen Stoffen

1

10 bis 6; Thlr. 2 = 10 30) Untersuchung von Calgarten, Wachs, Fett und ätherischen Delen

von Farbstoffen und Farbwaren, von Harzen und anderen Materialien
organischen Ursprungeß auf Verfälschung:
a) qualitativ

2
20

4. b) quantitatib

6

9 31) Prüfung von Metalen, Salzen und anderen Materialien unorganiiden Ursprungel auf Verfälschung und Verunreinigung .

20
2

1 3 II. In besonderen Fällen, wo die Ausfertigung eines ge- wofür ich schon im Jahre 1858 ein Brevet nahm. 3ch erhielt je meinsamen Attestes der beeideten Handelschemiker veranlaßt wurde, nach der Stärke und Menge der angewendeten Säuren matte oder sind die im vorstehenden Verzeichnisse bestimmten Gebühren im glänzende Gravuren. doppelten Betrage zu entrichten.

In der Hoffnung, meine Zeilen in Ihr geschäftes Journal III. Für Untersuchungen, die vorstehend nicht speciell aufge= einrüden zu sehen, zeichne führt sind, werden die Gebühren nach Berhältniß borstehender Un

achtungsvoll fäße und nach beiderseitigem Uebereinkommen zwischen der Partei

L. Refler." und dem Chemiker, in Fällen des gerichtlichen Einschreitene aber

D. Red. (L.) durch das Gericht beftimmt.

Berkzeug zum Abschneiden der kupfernen Stehbolzen an

Locomotivfeuerbüchsen Wir erhalten folgendes Schreiben:

von A. Oroß, Werkführer in der Königl. LocomotivreparaturGeehrter Herr

werkstätte in Gßlingen. Bd. X, S. 411 Ihrer geschäften Zeitschrift befindet sich ein

(Hierzu Figur 11 bis 18, Tafel III.) Artikel der ørn. Maréchal Sohn und Seffie du Motha,

Bekanntlich werden die kupfernen Stehbolzen an den Feuerentnommen den „Comptes rendus de l'Académie des Sciences büchsen der Locomotiven eingeschraubt und find dieselben zu diesem de Paris", über das Leben auf Glas oder Kryftall vermittelft Zwede ihrer ganzen Länge nach mit einem Gewinde und an ihrem einer Mischung von Fluoralkalien mit Salzsäure, Effigsäure 16. oberen Ende mit einein viereckigen Kopfe versehen; mittelft des

Ich nehme mir die Freiheit, Sie auf einen Brief aufmerksam Pepteren werden die Bolzen eingeschraubt. zu machen, den ich in Gerneinschaft init den HHrn. Maréchal

Nachdem nun alle Bolzen itßen und mit ihren Köpfen über und Leffie in meinem wissenschaftlichen Journale Les Mondes" die Blechwand hervorstehen, handelt es fich darum, fie foweit abs den 28. Juni d. J., S. 337' veröffentlichte, in welchem diese Herren zuschneiden, daß aus dem noch überstehenden Theile ein Nietkopf mir die Priorität der Anwendung dieser Mischungen zuerkennen, geschlagen werden kann.

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3

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Die Anwendung des Meißels und Hammers zum Abschneiden der Bolzen ist nidyt möglich, da hierdurch das Gewinde Noth leiden würde. Man hat nun in den meisten Werkstätten feither die Bolzen mittelst kleiner Handbogensägen abgesägt, eine sehr langwierige Arbeit.

Das durch die Zeichnungen (Fig. 11 bis 18) vollständig bargelegte Werkzeug verrichtet diese Arbeit weit schneller. Es besteht im Wesentlichen aus dem Führungsstücke einer Schneidekluppe, in welches statt der Backen zwei Stahlmesser a, a eingeseßt sind. Wie aus Fig. 18 in natürlidier Größe ersichtlich ist, wird auf den Bolzen ein Ring s gesteckt von der Dicke, welche der Höhe des Nietfopfes entspricht.

Ist nun das Werkzeug über den Bolzen hergeschoben, so daß es auf der vorhin genannten Scheibe s auffigt, so wird mittelft der Schraube b das eine der Stahlmesser gegen das zweite bewegt, und dadurch der Bolzen abgeschnitten in ähnlicher Weise, wie cin Draht von einer Drahtzange abgezwidt wird. Die Bolzen werden so bis auf ca. 6mm eingedrückt und dann abgebrodyen. Der Theil m nimmt das Gleitstüc g mit dem oberen Messer beim Schrauben nad) ber entgegengefegten Richtung wieder zurüd.

Erfahrungsgemäß ist unter Anwendung dieses Werkzeuges ein Arbeiter im Stande, so viele Stehbolzen abzuschneiden, als durch das frühere Verfahren mittelft der Säge 3 Arbeiter fertig .zu bringen bermochten. Kluppe und Gleitstück g müssen durch Einseßen hart gemacht werden; die Meißel läßt man beim Härten bis zu Blau anlaufen.

Dh.

Bei dem Richten auf der Horizontal-Richtepreffe liegt das Fladeisen auf einer gehobelten Fläche der Richtepresie und zwar mit seiner concaben Seite gegen zwei verschiebbare Wiberlager c,c und wird an der anderen Kante mitten zwischen den Widerlagern durch eine feingängige Spindel d mit Hebel gedrückt, während es gegen das Ausweichen nach oben durch 2 übergelegte Stangen b, b (durch die Deffnungen e, e gesteckt) mit zwischengetriebenen Reilen (Fig. 7) geschüßt wird. Der auf diese Weise gespannte Stab wird auf der concaven Hälfte seiner Breite gehämmert, während der Hebel im Windefopfe f durch sein Gewicht die Spindel nachdrückt.

Auf diese Weise hat der Arbeiter das Richten des Flacheisens so in seiner Gewalt, und ist ihm die Arbeit so erleichtert, daß gegen die frühere Methode nur die Hälfte der Arbeitszeit erforder: lich ist, um den Stab gerade, oder fals dies gewünscht wird, nach gegebener Schablone krumm zu richten. Die flachen Rrümmungen werden, während der Stab eingespannt ist, auf der gehobelten Fläche der Richtepresse mit großer Leichtigkeit entfernt.

Die in Fig. 7 bis 10 dargestellte Richtepreffe ift in angegebenen Weise mit vielem Vortheil in Benußung und besteht aus einer gußeisernen Platte von 4 Zoll (105mň) Dicke mit angegossenem Widerlager a und Mutterlager für die Preßspindel d. In Beiben find correspondirende Löcher e,e.. aubgespart für die zum Niederdrücken des Flacheisens bestimmten Stangen b, b. Die Platte ist in derjenigen Fläche gehobelt, welche den Flacheisen zum Auflager dient. An der unteren Fläche trägt die Platte zwei fräftige Rippen gig zum Uebertragen des Druckes.

Die Preßspindeld ist von Gußstahl, 4 Zoll (105mm) Durch messer mit flachem Gewinde von Bou (10mm) Ganghöhe, und trägt am äußeren Ende einen Windekopf f mit vielen Löchern für den Hebel. Für 10 Zoll (262mm) biß 16 Zoll (418"") breite Flacheisen wird als Hebel zum Anspannen eine eiserne Stange, 3 Zoll (79mm) breit, 2 Zoli (521) dick und 8 Fuß (2“,5) lang, benußt, welche, während des Hämmerns del Flacheisens in den Windefopf gesteckt, durch ihr eigenes Gewicht das Pressen des Stabes fortset.

Zwischen Spindel und Flacheisen befindet sich ein loser Druckkopf h von Schmiedeeisen, welcher das Verlegen des Flacheisens durch die Spindel verhindert. Die Mutter für die Preßspindel wurde aus Metalllegirung von Rupfer, Zinn und Antimon um die Spindel in dem Gestelle gegossen. Die ganze Ridhtepresse ruht und ist mit Ankern befestigt auf einem zum Theile eingegrabenen Holzgeftelle, so, daß die gehobelte Fläche 21 Zoll (550m) über dem Fußboden liegt.

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Maschine zum Rollen der Thürbänder.

(Hierzu Figur 10 bis 12, Tafel 1.) Seit neuerer Zeit sind in mehreren Schlosserwerkstätten zu Berlin Vorrichtungen eingeführt, mittelst deren die Thürbänder kalt gerollt werden können.

Fig. 11 giebt die Maschine im Aufriß, Fig. 10 im Grundriß. Auf der Platte aa bewegt fid in den Geleisen b, b ein Pref= stück c, welches an seinem vorderen Ende durch Schwalbenschwanz mit einer Stahlstanze d verbunden ist, deren Profil in Fig. 12 in natürlicher Größe aufgezeichnet ist. Die Hohlkehle h richtet sich nach der Größe des zu rollenden Bandes.

Die Hin- und Herbewegung von c geschieht von dem un eine Achse o drehbaren Hebel f aus durch die Zwischenstücke g,g. Zur besseren Uebertragung der Bewegung dient außerdem das Stahlstück i, weldes in den in gig befindlichen Schlißen m frei beweglich ist. Die Bewegung wird nach der einen Richtung dadurd) begrenzt, daß, wie gezeichnet, g fid) auf n aufseßt, während bei der Bewegung nach der anderen Richtung die im Hebel f befindlide Hohlfehlen auf den Vorsprung bei 1 stößt.

Das zu biegende Blech stößt mit der einen Kante wider e, während auf die andere etwas abgerundete Kante die Stanze d wirft, wodurch das Rollen stattfindet

. Bis auf die wenigen angeführten Stahltheile ist fämmtliches Material Schmiedeeisen, so Daß jeder Schlossermeister im Stande ist, die Maschine fich selbst anzufertigen. Dieselbe wird gegen eine Wand geschraubt, und der Hetel f zum Abnehmen eingerichtet.

E. Blum.

Technische Literatur.

Horizontal - Richtepresse.

(Hierzu Figur 7 bis 10, Tafel III.) Die in Fig. 7 bis 10 dargestellte Horizontal - Richtepresse hat bei dem Richten größerer Flacheisen, von 6 3ol (157m) bis 16 Zoll (418mm) Breite für Brückenbauten seit der Zeit ihres Bestehens wesentliche Dienste geleistet und Anerkennung gefunden, so daß ihre weitere Verbreitung im Interesse der ausführenden Sedynifer' in Maschinen- und Brückenbauwerkstätten gewünscht wurde.

Dao Richten der Flacheisen geschieht mittelft dieser Richtes pressc um Vieles sauberer und schneller, und deshalb billiger, als es muf einfachen ebenen Richteplatten möglich ist, wobei bekannt lid; die hochkantigen Krümmungen des Flacheisens durch Strecken der zu kurzen Kante mittelft Hämmern herausgerichtet wurden; cine Arbeit, welche das äußere Ansehen der Flacherfen wesentlich beeinträchtigt und außerdem mühevoll und kostspielig ist.

Chemie.
Darftellung von Sauerftoffga8 aus Chlorkalt von Stolba.

Stolba empfiehlt die von Fleitmann *) angegebene Bes reitung des Sauerstoffgases aus Chlorfalk, schlägt aber das von Böttger angegebene falpetersaure Kupfer bor, da baffelbe viel billiger ist, als Robaltsuperoryd. Um die so sehr zeitraubende und umständliche Anwendung einer klaren Chlorkalklösung zu ers sparen, Teßt Stolba dem Gemische einige Stüde Paraffin bei. Er zerreibt den Chlorkalk mit etwas Wasser, damit alle Klümpchen zertheilt werden, und giebt so viel Wasser bei, daß die ganze Maffe einen dicken Brei bildet. Diesen bringt er in einen großen Glass folben, feßt eine kleine Menge einer Lösung von salpetersaurem oder falzsaurem Kupferoryd bei und hierauf einige Stückchen Paraffin. Beim Erwärmen schmilzt das Paraffin und bedeckt den Brei mit einer Schicyt, welche jedes unangenehme Aufschäuinen und Ueberlaufen verhindert.

Dbgleich man aus dem Chlorkalk nur geringe Mengen Sauerstoff erhålt, D. h. eine dem sogenannten freien Chlor &quivalente Menge Sauerstoff, z. B. bei Chlorkalk von einem Gchalte von 25 pCt. Chlor 5,6 pēt. Sauerstoff frei wird, ist die Methode wegen der Bequemlichkeit und Reinheit des erhaltenen Gases allen anderen Methoden vorzuziehen. (, Journal für praktisdc Chemie", 1866, Nr. 5.)

1. H.

*) Bergl. Bd. X, S. 71 0. 3.

D. Reb. (2.)

der Luft getrocknet, ergaben 88 bis 92 pot. Eine 3. Probe, bei 100 getrocknet, gab 95 pCt. MnO.

Pyrolusite bon comté de Cumberland, enthält, bei 100° getrocknet, 97,04 pot. MnO?.

V. H.

Trennung des Kobalts vom Nidel *) nach Dr. $. Fleck. Verfaffer untersuchte die Löslichkeit des Sdwefelkobalts und Schwefelnidels in einer Cyankaliumlösung und beobachtete, daß, sobald man zu einer ammoniakalischen Robalt- und Nidellösung gelbes Schwefelaunmonium giebt, die Flüssigkeit darauf bis zur Ents fernung des freien Ammoniaks verdunstet und dann eine Syankaliumlösung Deigiebt, das Schwefelkobalt um so weniger gelöst wurde, te långer die ammoniakalische Lösung vor dem Zusage des Schwefelammonium der Luft ausgeseßt war. Dr. Flecf fand, daß durch die Ueberführung des CoS in Co, s, die Unlöslichkeit des Shwefelkobalts hervorgebracht werde, da das frisch gefällte Shwefelkobalt in Chankaliumlösung bollständig löslich ist. Verfasser chlägt diefe Unlöslichkeit des veränderten CoS zur Trennung von NiS vor.

Man löst das Gemisch von Schwefelfobalt und Schwefelnickel in Königswasser, übersättigt mit Ammoniak, läßt so lange an der luft ftehen, als noch eine Farbenveränderung der Flüfftgkeit ers folgt, was je nach dem Gehalte an Kobaltfalz į bis 12 Stunden dauert, giebt dann eine Schwefelammoniumlösung bei, dampft das Ganze im Wasserbade ein, biß Curcumapapier, in die Dämpfe gehalten, noch gebräunt wird und übergießt dann die erkaltete Lösung mit einer Lösung von Cyanfalium (1:12) und läßt damit längere Zeit in Berührung. Bestand der Niederschlag aus Schwefelnickel, so erfolgt vollständige Auflösung desselben; war Schwefelfobalt zugegen, so bleibt Co,S, zurück, welches man durdi Filtration und Auswaschen trennt. Kobalt ist mit der Borarperle leidyt nachzuweisen. Die filtrirte Lösung giebt, mit Salzsäure angefäuert, alles Nickel als Channickel, welches durch seine grüne Farbe in der Borarperle leidit zu erkennen ist. (, Journal für praktische Chemie", 1866, Nr. 5.)

H. .

Bereitung des Zinkweiß auf naffem Wege, von Germain.

Man röftet Zinkmineralien oder altes Zink, um es zu brydiren. Dieses Dryd kocht man mit einer Lösung von Chlorammonium, welche das Zinforyd leicht löft, während die anderen Dryde una gelöst bleiben.

Sollte die Lösung gelb sein, Fo hat man nur eine Lösung von Fohlensaurem Natron beizugeben, um diefelbe zu entfärben. Hierauf filtrirt man und läßt erkalten. Das Zinkoryd fällt beim Erfalten aus der Lösung in Verbindung init einem Doppelsalze von Ammonium und Zinf. Den Niederschlag wäscht man und zerseßt ihn durch fochendee Waffer, wobei das Zinkoryb zu Boden fält. Dieses Oryd deckt, nachdem ce gewaschen und getrocknet ist, ebenso gut, wie das auf trockenem Wege bereitete. („Bulletin de la Societé chim. de Paris“, Avril 1866.)

5. H.

Bestimmung des Paraffingehaltes des Wachses. Liès Bodart („Compt. rend.", T. 62, S. 749) löft zur Bestimmung des Paraffingchaltes im Wachse, Lepteres in Amylalkohol auf, segt verdünnte Schwefelsäure zu, erhißt so lange, als noch Blasen fortgehen und behandelt die beim Erkalten erstarrende Maffe bei 1000 mit concentrirter Schwefelsäure, wodurch nach ca. 2 Stunden mit Auenahme des Paraffing Allee berkohlt ist. Die verkohlte Masse wird mit Amylalkohol außgezogen, heiß filtritt und mit concentrirter Schwefelsäure erbißt, wobei fich der Amylalkohol in Amylschwefelsäure umwandelt. Beim Erkalten scheidet sich das Paraffin, welches in Amylschwefelsäure unlöslich ist, volftändig aus und muß dann nod nach dem Roard'schen Verfahren gereinigt werden. („ Journal für praktische Chemie", Nr. 13, 1866.)

1. H.

Feuerungen. Olimmerblättchen zum Berschluffe der Schaulicher der Schürthüren von Dampfkesselfeuerungen werden schon seit längerer Zeit mit Vortheil angewendet. Sie empfehlen fich zu diesem Zwecke in Folge ihrer Eigenschaft, in verhältnißmäßig hoher Temperatur Festigkeit und Durchsichtigkeit auf die Dauer zu erhalten. (., Gewerbeblatt au& Württemberg", 1865, Nr. 38.)

.

Chemisde Tecnologie. Phosphorsaurer Kalk von Eftramadura. R. De luna veröffentlicht in den „Comptes rendus“ (T. 61, S. 47) cine Analyse eines bedeutenden Lagers von phosphorfaurem Kalf, weldes an der Eisenbahn liegt, die von Estramadura nad Portugal führt. Dieses Phosphat enthält keinen kohlensauren Kalk und zeigt eine faserige Dertur, was wichtig ist in Bezug auf seine ZerTepung durch Schwefelsäure. Die Analysen von Proben drei verschiedener Fundorte geben folgende Zahlen:

Caceres Caceres Montanchez In Salpetersäure unlöslid)

21,05

47,02 85,03. Bei Nothgluth entweichendes Wasser 3,00 1,33 10,35. Dreibafisch phosphorsaurer Ralf

72,10 Eisenoryd, Kieselskure und Verlust .

1,55

2,22.

100,00. (, Journal für praktische Chemie“, Nr. 7, 1866.)

v. H.

50,10

2,40.

3,85 . 100,00

100,00

B a u wefen. Heber Ent. und Bewafserung der Ländereien von 8. A. Ireuding, Professor an der polytechnischen Schule in Hannover. (Ertraabdruck aus der Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur: vereines für das Königreich Hannover. 103 S. Fol.) Hannover, 1866. Schmorl & v. Seefeld.

Die vorliegende Schrift enthält die im Sitel bezeichneten Gegenstande, welche mit Hecht gemeinsam behandelt sind, in überfichtlicher Weise. Ueberflüssige Details find bermieden; dagegen hat der Verfasser mit großer Sorgfalt diejenigen Materialien zusammengestellt, welche die nöthige Anleitung geben, unter den ber: schiedenartigsten Verhältnissen die allgemeine Anlage ridtig zu treffen. Zahlreiche Beispiele erleichtern das Verständniß unð er: möglichen ein richtigeres Urtheil über den muthinaßlichen Erfolg neuer Unternehmungen.

Es liegt in der Natur der Sache, daß der Trodenlegung größere Aufinerffamkeit geschenkt werden mußte, als den Bes wässerungsanlagen. Leştere können, unter Umständen, vorzüge lidhje Dienste leisten, und nicht selten kommt man in den Fał, nadidemn man aus dem Boden die culturschädliche Feuchtigkeit her. ausgebracht hat, theilweise und zu gecigneter Zeit wieder zu bewäffern, so daß Anlagen, welche beidem zugleich dienen, wie sic 3. B. im Petersen'chen Systeme beschrieben sind, unter Ums fänden am Plaße sind. Allein das find Ausnahmefälle, und in Allgemeinen muß den Entwässerungsanlagen viel größere Wichtige Feit beigelegt werden, wie aus den geschichtlichen Bemerkungen des Hrn. Ireuding entnominen werden kann.

Nach Angabe der verschiedenen Ursachen zur Versunıpfung der Ländereien, geht der Verfasser zu den Projecten für die Ents wäfferung über. Die Anhaltspunkte, welche er dabei für Bestimmung der Dimensionen und Gefälle der Abzugsgräben giebt, iind werthvoll, weil mit Bezug auf die Regenmengen und BerDunstung des im Erdboden befindlichen Wassers bie Resultate aus verschiedenen Gegenden zusammengestellt wurden.

Neben der Beschreibung größerer Anlagen findet auch die Er: ftellung unterirdischer Abzug&canäle (drains) gebührende Berück

Ueber Braunfteinlager in Neu-Schottland. How veröffentlicht in den ,Chemic. News.“ (T. XII, Nr. 311, 17. Nov. 1865) seine Analysen über die fürzlich in Neu-Schottland entDeckten Braunsteinlager.

Manganite de Cheverin, comté de Hants, an der Luft getrocknet, enthält nur 47,73 pCt. MnO.

Manganite-wad von comté de Halifax, bei 100° getrocknet, enthält 56 pCt. Mu O?.

Manganite de Douglas, comté de Hants, an der Luft getrocknet, enthält 85,62 pCt. MnO?.

Pyrolusite von Teny-Cape, comté de Hants, 2 Proben, an

*) Bergl. hierilber BD. VIII, S. 165 und Bd. X, S. 742 6. 3.

D. Red. (2.)

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Fabrication von feuerfeften Quarzziegeln. - In der Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines" (Jahrgang 1865, Heft XII, Š. 249) giebt der Hütteningenieur Josef Rhern in Kapfenberg eine detaillirte und durch Zeichnungen erläuterte Beschreibung der von ihm eingerichteten Fabrication von feuerfeften Quarzziegeln, welche fich weniger durch eine bedeutende Production hervorthut, als durch die sorgfältigste Beobachtung aller itmftande, welche die Erzielung eines möglichst feuerfeften und haltbaren Productes fichern.

Veranlaßt wurde dies Verfahren durch den Umstand, daß bei den vom Verfasser eingeführten Siemens'fchen Regenerativgasöfen die zu den Regeneratoren und dem Schmelzraume berwendeten Ziegel, felbft anerkannt gute und berühmte Marken, von so geringer Dauer waren, daß mit keiner derselben nur ein einwöchentlidher fortgesepter Betrieb erzielt werden konnte. Referent, welcher doch auch mehrfady Gelegenheit hatte, Gasfeuerungen mit Regeneratoren auszuführen, muß hier gestehen, daß er eine derartige furze Dauer der Regeneratorsteine, selbst beim Stahlofen, noch nicht beobachtet hat. Dieselben hielten, wenn auch nicht gerade die theuersten Sorten dazu verwendet wurden, ganz gut wenigstens 3 Wochen auß, und kann die Ursache der oben erwähnten schnellen Zerstörung wohl nur in ciner nicht ganz richtigen Construction der Defen gesucht werden.

Wenn freilid, Gr. A bern feine Stahlöfen nach dem Muster baut, wie es als Siemens'scher Stahlschmelzofen in der „Sammlung von Zeichnungen für die Hütte" (Jahrg. 1864) abgebildet ist. To darf er fich nicht wundern, daß er die höchste Temperatur im abgehenden Regenerator erhält, und daß in einem Regenerator, welcher fast bis zu seinem Uebergange in den Luftcanal Stahlschmelzhiße enthält, bein Wechseln der Flamme durch die eintretende verhältnismäßig kalte Luft Sprünge in den Gittersteinen entstehen, ist auch nichts Merkwürdiges. Für richtig construirte Defen wäre es wahrschein lich nicht nöthig gewesen, Ziegel auf so umständliche und nicht billige Art für die Regeneratoren anzuwenden.

Gerade die bei der in Rede stehenden Ziegelfabrication angewendete Sorgfalt zur Vermeidung aller Umstände, welche auf die Feuerfestigkeit ungünstig einwirfen könnten, läßt eine auszügliche Wicsergabe der Beschreibung als von Intereffe erscheinen, und

find bei derselben die Maßangaben des Originalterte auf Metermaß umgerechnet.

Als das beste Material zur Herstellung von Feuerfesten Ziegeln zeigte fich reiner Quarz, mit nur so viel feuerfeftem Shone, gemengt, daß eben die nöthige Bindung der Quarztheile unter einander erzielt wird. Es kommt also darauf an, ein an reiner Kieselsäure möglichst gehaltreiches Material zu erlangen, und die erfte Grundbedingung bierzu ist somit die Verwendung eines sehr reinen, namentlich von allen jenen Bestandtheilen möglichst freien Quarzes, welche als Basen die Bildung eines leichtschmelzenden Silicates begünstigen würden. Zu vermeiden sind also Quarze, welche Glimmer, Feldspath, Eisenadern sc. enthalten, und nur jene Sorten zu verwenden, welche durch ihr dichtes, reinweißes oder glashelles Ansehen und den dem Quarze eigenthümlichen Glanz fich, als rein bekunden.

Besonders um die Zerkleinerung des Quarzes zu erleichtern, dann auch, um allenfalls vorkommenden Schwefelkies, Kupferkies 2. wegzubringen, wird der Quarz in der Regel gebrannt. Dazu dient am besten ein Numford'scher Kalkbrennofen mit drei oder vier Feuerungen am Umfange, oder aber einer der später zu beschreibenden Ziegelöfen. Beim Einseßen muß jedenfalls auf Bildung der nöthigen Durchzüge für die Flainine Rücksicht genommen, und namentlich im Rumford'schen Ofen auch ein Quandelschacht aus den größeren Blöcken hergestellt werden. 10 bis 12 Stunden scharfer Feuerung genügen, um den ganzen Einsaß von 200 bis 300 Ctr. in helle Rothgluth zu bringen. Um die beim Brennen eingebrachte Asche, sowie andere nunmehr aufgeschlossene Unreinigkeiten zu entfernen*), werden die noch glühenden Blöcke in's Waffer geworfen und hier auf irgend eine Ärt gewaschen.

Hierauf folgt eine Handscheidung, welche sowohl dazu dient, die in ihrem Gefüge gelockerten Stücke für die Zerkleinerung vorzubereiten, als auch namentlich um eine nochmalige, sehr forgfältige Sortirung vorzunehmen, wobei alle, nur im geringsten verunreinigten Stücke als zweite Sorte ausgehalten und nur die

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reinsten Stücke für die erste Sorte, die besten Feuerbeständigsten Ziegel, bestimmt werden.

Die nöthige Zerkleinerung dieses Materiales, sowie der Scherben von bereits gebrauchten Ziegeln, geschieht am vortheilhaftesten unter Pochhämmern, weldie sowohl als Schwanzhämmer oder, ähnlid) einem Stampfwerke, mit senkrechtem Schlage construirt sein können. Ein Schwanzhammer, von 250 Pfo. Gewicht und von einem Manne bedient, lieferte in 12 Stunden beiläufig 1*3,5 bis 1"3,6 oder 7000 Pro. Quarzmehl. Die Korngröße wird durch ein Sieb bestimmt, welches ungefähr 10 Masden auf 1 Quadrats centimeter enthält.

Der als Bindemittel verwendete Ibon soll einerseits fo fett sein, daß ein Minimum genügt, um die nöthige Bindung, Formbarkeit, Plasticität der Masse hervorzubringen, anderseits, mit dem Quarz gemengt, nur ein sehr schwer schmelzbares Silicat geben. Am besten haben fich Thone' von Göttweib in Niederösterreich und von Blansko in Mähren bewährt. Der Thon wird vor Allem gut getrocknet, wozu in guter Jahreszeit ein luftiger Boden, im Winter ein heizbarer Raum mit Bühnen dient; dann kommt er zum Stampfiverfc. Ein Stampfer von 145 bis 150 Pfd. und 0“,3 Hubhöhe kann bei ordentlichem Gange 0+3,16 Thonmehl pro 12 Stunden liefern.

Nach dem Stampfen wird der Thon auf einem Rollergange vollständig zerkleinert und durch feine Siebe bis 100 Maschen pro 1 Quadratcentimeter geschlagen.

Um die Abfälle von den gebrauchten Ziegeln zu benußen, werden dieselben von Schlacken 1. s. w. gereinigt und ebenfalls auf die Korngröße des Quarzes unter Pochhammern gestampft.

Sämintliche Materialien, nämlich: Quarzmehl, erster und zweiter Sorte, Ziegelmehl und die verschiedenen Thonsorten müssen sowohl beim Pochen wie beim Aufbewahren sehr sorgfältig auseinander gehalten werden. Der Aufbewahrungsraum für die Vors räthe muß trocken gelegen, gegen Wind und Wetter geschüßt und mit einem guten Boden aus Ziegelpflaster versehen sein, auf welchen die verschiedenen Mehle in ihren Abtheilungen aufges schüttet werden.

Mischung der Materialien. Die angewendeten Mischungsverhältnisse waren nun für die erste Sorte: 16 Raumtheile reinsten Quarzmehles,

1 Theil Thonmehl, bei Verwendung von Götticiher Thon, oder 14 Theile reinsten Duarzmehles, 1 Theil Ihonmehl, bei Verwendung von Blanskoer Thon.

Die Verhältnisse für die zweite Sorte bleiben dieselben; jedodh wird der reinste Quarzo hier durch den wegen geringer Verunreinigungen ausgehaltenen Quarz oder durch das Mehl aus gebrannten Ziegeln der ersten Sorte erseßt. In dem leşteren Falle wird die Mischung jedenfalls nur im Verhältnisse von

16 Theilen Ziegelmehl und

1 Theil Thonmehl hergeftellt.

Zur dritten Sorte, welche weniger feucrfest als mechanisch fest sein soll, wird nur Ziegelmehl mit größerem Thonzusage gebraucht, umsomehr, als auch schon das Ziegelmehl Thon enthält. Auch wird derselbe von einer untergeordneten, minder kostspieligen Sorte gewählt. Das Verhältniß ist:

8 Theile Ziegelmehl von Ziegeln der zweiten und dritten

Sorte,
1 Theil Ihonmehl.

Das auf einmal zu verarbeitende Quantum wird am besten mit 0+3,5 bis 0"3,6 angenommen, indem größere Mengen dwer gut durchzuarbeiten, kleinere aber nicht ökonomisch sind. Die vorgemessenen Materialien können entweder gleid, auf dem für das Abkneten bestimmten Fußboden der Werkstätte oder aber in einer Mischtrommel trocken gemengt werden. Als solche diente cine horizontal liegende hölzerne Tonne, in welcher fich eine mit etwa zwanzig ichiefgestellten Blechschaufeln befekte Welle dreht. Während der Operation des Füllens und der etwa 10- bis 15 maligen Umdrehung der Welle liegt dfe Tonne fest und wird nachher einfach gewendet, um das Mehl durch die Eintragklappe in einen untergestellten Trog auszuschütten. Das so trocken gemengte Mehl wird auf dein Fußboden der Werkstätte, welcher jedenfalls aus Dielen bestehen muß, in Gestalt eines ringförmigen Haufend aufgeschüttet, das nöthige Wasser, ca. 60 Liter, in die Mitte dieses Haufens gegossen und das Mehl nad) und nach so in dasselbe geworfen, daß alles Waffer durch das Mehl aufgesaugt wird. Dann wird

die Masse theils mit den Füßen flach auseinander getreten, theils mit Fade und Schaufel gewendet und auf einen Haufen zusammens geworfen. Dabei beurtheilt der Arbeiter stets den Grad der Feuchte nach Erfahrung und übersprißt die Maffe, falls fte zu troden werden sollte, während eine zu feuchte öfter gefnetet werden muß. Die fertige Masse muß fich gerade noch in der Hand ballen lassen.

In 12 Arbeitsstunden fann ein Mann 4 bis 5 Haufen von ca. 0~3,5 aus geringer Entfernung zuführen und anmachen. Beim Mengen mit der Trommel müssen zwei Mann thatig sein, welche in einer Stunde leicht den Tagesbedarf von einem, auch zwei Fertigmachern mischen.

Das Formen der Ziegel geschieht theils durch einfaches Einstainpfen der vorbereiteten Maje in Formen aus Eisenblech für die Ziegel zweiter und Dritter Sorte, theils durch Einstampfen in starke Gußeisenformen, in welchen dieselbe dann mittelst einer geeigneten Presse einem anhaltenden starken. Drucke ausgelegt wird bei den Ziegeln erster Sorte.

Die Formen für die Handziegelfabrication bestehen aus Bled) von 4mm Stärfe mit Quadrateisen von 16mm Stärke armirt und einem Boden aus Ståben von derselben Dicke versehen, auf welchen die 4 starke Bodenplatte lose zu liegen fommt. Die Masse wird durch einen Stößel in Lagen von ca. 20 eingestampft, nachdem vorher die untere Schicht der besseren Verbindung halber aufge= rauht war. Die fertigen bepußten Steine kommen auf ein besandetes Brettchen zum Trocknen. Die für die Fabrication von Preßziegeln bestimmten Formen sind aus dichtem und festem Gußeisen hergestellt, an der Innenseite und den Stößen gehobelt und polirt. Die Conicität der Form beträgt etwa 2mm. Außen find die Formen mit zwei heiß aufgetriebenen idmiedeeisernen Ringen verstärkt, mit Handhaben und kleinen Rinnen für den Austritt der Feuchtigkeit versehen. Auf den oberen Rand paßt ein eiserner Auffaßring von 32mm Höhe. . Als Boden dient cine 26mm' dicke Eisenplatte, welche genau in die Form paßt. Die Form wird in der oben beschriebenen Art lagenweise vollgestampft, dann zwei, 26mm dicke Platten von Gußstahi, beren jede eine Hälfte des Ziegels betcoft, aufgelegt und das ganze unter die Presse gebracht.

Die Presic für diese Steine ist eine gewöhnliche Spinbelpreise mit zwei Schrauben in Metallmuttern laufend, welche nach dem Einschieben der Forin abwechselnd fo angezogen werden, daß kein zu abweichender Druck auf eine der beiden Preßplatten stattfindet, der Arbeiter aber mit seiner ganzen Kraft auf jede Hälfte des Ziegels wirken kann. Der auf diese Weise hervorgebrachte Druck betrug ungefähr 709 Zollpfd. auf den Quadratcentimeter. Dic Schrauben der Presse werden, soweit die Kraft des Arbeiters reidyt, angezogen und nach jedesmaliger Ruhe von 12 bis 15 Minuten zwei- bis dreimal wiederholt, so daß jeder Ziegel & Stunden unter der Presse bleibt. Danach wird der Ziegel auf ein besandetes Brettchen gestürzt, gepußt und zum Trocnen gebracht. Mit 3 Preffen und 4 Formen ift 1 Mann im Stande, in 12 Arbeitsstunden 45 bis 50 Stück Preßziegel 311 erzeugen. Da übrigens die Arbeit des Pressens selbst sowohl, als auch die Behandlung der schweren Formen, sehr anstrengend ist, so find hierfür nur dic kräftigsten Leute tauglid). *)

Mit den Brettchen, auf welche die Ziegel aus den Formen gestürzt werden, kommen sie auf die Trockengestelle, welche, aus Ständern mit Querhölzern und darüber gelegten Latten bestehend, in einer 2",8 hohen Stube pro Quadratmeter Grundfläche 55 bis 60 Ziegel von 316 x 158 x 79 m aufnehmen können.

Nadı 24 bis 30 Stunden werden die Ziegel auf die Kante gestellt und nach 4- bis 6 tägiger Trocknung in den Ziegelofen gebracht. Iin Sommer genügt die Trocknung mittelft Luftzug; im Winter müssen die Trockenräume geheizt werden.

Das Brennen der Ziegel erfolgt mit Benußung des billigften Brennstoffe und mit einem äußerst geringen Arbeitsaufwande, dabei sehr schön gleichförmig in einem nach Art der Casseler Defen construirten liegenden Dfen.

Die auf den zwei an dem einen Ende angebrachten Treppenrosten von 632mm Breite mit 8 Stufen erzeugte Flainme tritt in den mit einem festen Gewölbe geschlossenen Brennraum und giebt

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*) Man sieht also, daß die Production bei diesem Verfahren eine äußerst geringe im Verhältnisse zu dem angewendeten Anlagecapitale ist, und dürfte die hieraus fidh ergebende kostspieligkeit die schwache Seite des ganzen Verfahrens sein.

R. 3.

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