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9) Technische Proben von Potasche, Soda, Laugen, Ammoniak und Säuren mittelst Maßanalyse . . . . . . . . . . . . . . Mittelst wiederholter controlirender Analyse . 10) Untersuchungen von Schwefel und Phosphor . . . . . . . 11) Technische Proben von Jod, Braunstein, Chlorkalk, Salpeter, Cyankalium, Jodkalium, chromsaurem Kali, Zinnsalz . . . . . . 12) Werthbestimmung von Knochenmehl, Gyps, Bestimmung des Kalkgehaltes von Kalkstein, Mörtel und Cementen . . . . . . . . 13) Bestimmung der Heizkraft von Brennmaterialien nach Bert hier . 14) Bestimmung des Gehaltes von Hüttenproducten, Erzen, Salzen und Legirungen an Eisen, Kupfer, Zinn, Chrom, Kobalt, Nickel, Arsen, Antimon, Zink, Wismuth, Quecksilber . . . . . . . . . Ebenso die Bestimmung des Gold- und Silbergehaltes. 15) Bestimmung des Stickstoffgehaltes von Düngerarten, Futterstoffen und anderen Producten organischen Ursprunges . . . . . . 16) Bestimmung des Zuckergehaltes in Rüben, Pflanzensäften, Honig, Rohzucker, Melasse; Bestimmung des Stärkegehaltes in Kartoffeln und Mehlsorten . . . . . . . . . . . . . . . . . 17) Bestimmung des Aschenrückstandes von Graphit und Steinkohle 18) Bestimmung des Schwefelgehaltes in allen Gattungen Braun- und Steinkohlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19) Werthbestimmung von Leimsorten und Gerbestoffen bei Uebergabe einer einzigen Probe . . . . . . . . . . . . . . . 20) Bestimmung des Alkohol- und Ertractgehaltes von Wein und Bier 21) Bestimmung des Alkohol von Branntwein und anderen geistigen Getränken . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22) Werthbestimmung von Knochenkohlen hinsichtlich ihres Entfärbungsvermögens . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23) Werthbestimmung von Guano, Düngstoffen und Knochenkohle mittelst completer technischer Analyse . . . . . . . . . H - Es 24) Untersuchung von Nahrungsmitteln auf Verfälschung . . . . . 25) Die Untersuchung von Gespinnsten und Geweben, ob sie aus Leinen, Baumwolle, Schafwolle, Seide oder anderen Stoffen oder einem Gemenge dieser Stoffe bestehen . . . . . . . . . . . . 26) Untersuchung von Seifen: a) qualitative . . . . . . . . . . b) quantitative eines Bestandtheiles daraus c) quantitative vollständige Analyse . . . . . . . . . . . . . 27) Werthbestimmung von Weinstein hinsichtlich des Gehaltes an weinsaurem Kali und Kalk . . . . . . . . . . . . . . Untersuchung auf weinsaures Kali allein . . . . . . . . . . 28) Werthbestimmung von Sämereien, als Anis, Fenchel, Kümmel u. s. w. hinsichtlich des Gehaltes an ätherischem Oel so so B G & 29) Untersuchung von Alkaloiden und ähnlichen Stoffen . . . . . 30) Untersuchung von Talgarten, Wachs, Fett und ätherischen Oelen von Farbstoffen und Farbwaren, von Harzen und anderen Materialien organischen Ursprunges auf Verfälschung: a) qualitativ G - - a s. So

b) quantitativ . so Go G 8 S ® O D e d 31) Prüfung von Metallen, Salzen und anderen Materialien unorganischen Ursprunges auf Verfälschung und Verunreinigung .

II. In besonderen Fällen, wo die Ausfertigung eines gemeinsamen Attestes der beeideten Handelschemiker veranlaßt wurde, sind die im vorstehenden Verzeichnisse bestimmten Gebühren im doppelten Betrage zu entrichten.

III. Für Untersuchungen, die vorstehend nicht speciell aufgeführt sind, werden die Gebühren nach Verhältniß vorstehender Ansätze und nach beiderseitigem Uebereinkommen zwischen der Partei und dem Chemiker, in Fällen des gerichtlichen Einschreitens aber durch das Gericht bestimmt.

Wß.

Wir erhalten folgendes Schreiben:

„ Geehrter Herr

Bd. X, S. 411 Ihrer geschätzten Zeitschrift befindet sich ein Artikel der HHrn. Maréchal Sohn und Tessie du Mothay, entnommen den „Comptes rendus de l'Académie des Sciences de Paris“, über das Aetzen auf Glas oder Krystall vermittelst einer Mischung von Fluoralkalien mit Salzsäure, Essigsäure 2c.

Ich nehme mir die Freiheit, Sie auf einen Brief aufmerksam zu machen, den ich in Gemeinschaft mit den HHrn. Maréchal und Tessie in meinem wissenschaftlichen Journale „Les Mondes“ den 28. Juni d. J., S. 337 veröffentlichte, in welchem diese Herren mir die Priorität der Anwendung dieser Mischungen zuerkennen,

Thlr. 20 Sgr 1 Fl. 1 - 10 - 2

1 - 10 - 2 =

1 2- 10 2- 2 A

2 = . 20 - 4 A 3 - 10 - 5 3 - 10 - 5 = 3 - 10 - 5

3 - 10 - 5

1 F 10 - 2 A.

2 - == - s 3

4 - === = 6 20 Sgr. bis 4 - – - 1 bis 6 = Wo-on- 2- 10 A A 4 = – = 6 =

6 A 20 F 10 -

20 A > 2 A sa----------- -- 1 A Z < 20 - < 1 A 10 A 1 2- 2 25 2 = – = Z

3 A 10 2 5 < 13 - 10 - 20

2 bis 4 - s==smod 2- Z A 6 A.

2 A sms=====s A Z 25 - 10 - 8 1 - 10 - bis 6# Thlr. 2 - 10

2 A 20 2- 4 <

6 2- ga-oss > 9 = – - 20 - - 2 - 1 - 3

wofür ich schon im Jahre 1858 ein Brevet nahm. Ich erhielt je nach der Stärke und Menge der angewendeten Säuren matte oder glänzende Gravuren.

In der Hoffnung, meine Zeilen in Ihr geschätztes Journal einrücken zu sehen, zeichne

achtungsvoll
L. Keßler.“
D. Red. (L.)

Werkzeug zum Abschneiden der kupfernen Stehbolzen an Locomotivfeuerbüchsen

von A. Groß, Werkführer in der Königl. Locomotivreparatur«. werkstätte in Eßlingen.

(Hierzu Figur 11 bis 18, Tafel III)

Bekanntlich werden die kupfernen Stehbolzen an den Feuerbüchsen der Locomotiven eingeschraubt und sind dieselben-zu diesem Zwecke ihrer ganzen Länge nach mit einem Gewinde und an ihrem oberen Ende mit einem viereckigen Kopfe versehen; mittelst des Letzteren werden die Bolzen eingeschraubt.

Nachdem nun alle Bolzen sitzen und mit ihren Köpfen über die Blechwand hervorstehen, handelt es sich darum, sie soweit abzuschneiden, daß aus dem noch überstehenden Theile ein Nietkopf geschlagen werden kann.

Die Anwendung des Meißels und Hammers zum Abschneiden der Bolzen ist nicht möglich, da hierdurch das Gewinde Noth leiden würde. Man hat nun in den meisten Werkstätten seither die Bolzen mittelst kleiner Handbogensägen abgesägt, eine sehr langwierige Arbeit. Das durch die Zeichnungen (Fig. 11 bis 18) vollständig dargelegte Werkzeug verrichtet diese Arbeit weit schneller. Es besteht im Wesentlichen aus dem Führungsstücke einer Schneidekluppe, in welches statt der Backen zwei Stahlmesser a, a eingesetzt sind. Wie aus Fig. 18 in natürlicher Größe ersichtlich ist, wird auf den Bolzen ein Ring s gesteckt von der Dicke, welche der Höhe des Nietkopfes entspricht. Ist nun das Werkzeug über den Bolzen hergeschoben, so daß es auf der vorhin genannten Scheibe s aufsitzt, so wird mittelst der Schraube b das eine der Stahlmesser gegen das zweite bewegt, und dadurch der Bolzen abgeschnitten in ähnlicher Weise, wie ein Draht von einer Drahtzange abgezwickt wird. Die Bolzen werden so bis auf ca. 6“ eingedrückt und dann abgebrochen. Der Theilm nimmt das Gleitstück g mit dem oberen Messer beim Schrauben nach der entgegengesetzten Richtung wieder zurück. Erfahrungsgemäß ist unter Anwendung dieses Werkzeuges ein Arbeiter im Stande, so viele Stehbolzen abzuschneiden, als durch das frühere Verfahren mittelst der Säge 3 Arbeiter fertig zu bringen vermochten. Kluppe und Gleitstück g müssen durch Einsetzen hart gemacht werden; die Meißel läßt man beim Härten bis zu Blau anlaufen. Dh

Maschine zum Rollen der Thürbänder. (Hierzu Figur 10 bis 12, Tafel I.)

Seit neuerer Zeit sind in mehreren Schlosserwerkstätten zu Berlin Vorrichtungen eingeführt, mittelst deren die Thürbänder kalt gerollt werden können.

Fig. 11 giebt die Maschine im Aufriß, Fig: 10 im Grundriß. Auf der Platte aa bewegt sich in den Geleisen b,b ein Preßstück c, welches an seinem vorderen Ende durch Schwalbenschwanz mit einer Stahlstanze d verbunden ist, deren Profil in Fig. 12 in natürlicher Größe aufgezeichnet ist. Die Hohlkehle h richtet sich nach der Größe des zu rollenden Bandes.

Die Hin- und Herbewegung von c geschieht von dem um eine Achse o drehbaren Hebel f aus durch die Zwischenstücke g,g. Zur besseren Uebertragung der Bewegung dient außerdem das Stahlstück i, welches in den in g,g befindlichen Schlitzen m frei beweglich ist. Die Bewegung wird nach der einen Richtung dadurch begrenzt, daß, wie gezeichnet, g sich auf n aufsetzt, während bei der Bewegung nach der anderen Richtung die im Hebel f befindliche Hohlkehlen auf den Vorsprung bei l stößt.

Das zu biegende Blech stößt mit der einen Kante wider e, während auf die andere etwas abgerundete Kante die Stanze d wirkt, wodurch das Rollen stattfindet. Bis auf die wenigen angeführten Stahltheile ist sämmtliches Material Schmiedeeisen, so daß jeder Schlossermeister im Stande ist, die Maschine sich selbst anzufertigen. Dieselbe wird gegen eine Wand geschraubt, und der Hebel f zum Abnehmen eingerichtet.

(E. Blut in.

Horizontal-Richtepresse. (Hierzu Figur 7 bis 10, Tafel III)

Die in Fig. 7 bis 10 dargestellte Horizontal-Richtepresse hat bei dem Richten größerer Flacheisen, von 6 Zoll (157“) bis 16 Zoll (418“) Breite für Brückenbauten seit der Zeit ihres Bestehens wesentliche Dienste geleistet und Anerkennung gefunden, so daß ihre weitere Verbreitung im Interesse der ausführenden Techniker in Maschinen- und Brückenbauwerkstätten gewünscht wurde.

Das Richten der Flacheisen geschieht mittelst dieser Richtepresse um Vieles sauberer und schneller, und deshalb billiger, als es auf einfachen ebenen Richteplatten möglich ist, wobei bekanntlich die hochkantigen Krümmungen des Flacheisens durch Strecken der zu kurzen Kante mittelst Hämmern herausgerichtet wurden; eine Arbeit, welche das äußere Ansehen der Flachésen wesentlich beeinträchtigt und außerdem mühevoll und kostspielig ist.

Bei dem Richten auf der Horizontal-Richtepresse liegt das Flacheisen auf einer gehobelten Fläche der Richtepresse und zwar mit seiner concaven Seite gegen zwei verschiebbare Widerlager c, c und wird an der anderen Kante mitten zwischen den Widerlagern durch eine feingängige Spindel d mit Hebel gedrückt, während es gegen das Ausweichen nach Oben durch 2 übergelegte Stangen b, b (durch die Oeffnungen e, e gesteckt) mit zwischengetriebenen Keilen (Fig. 7) geschützt wird. Der auf diese Weise gespannte Stab wird auf der concaven Hälfte seiner Breite gehämmert, während der Hebel im Windekopfe f durch sein Gewicht die Spindel nachdrückt. Auf diese Weise hat der Arbeiter das Richten des Flacheisens so in seiner Gewalt, und ist ihm die Arbeit so erleichtert, daß gegen die frühere Methode nur die Hälfte der Arbeitszeit erforderlich ist, um den Stab gerade, oder falls dies gewünscht wird, nach gegebener Schablone krumm zu richten. Die flachen Krümmungen werden, während der Stab eingespannt ist, auf der gehobelten Fläche der Richtepresse mit großer Leichtigkeit entfernt. Die in Fig. 7 bis 10 dargestellte Richtepresse ist in der oben angegebenen Weise mit vielem Vortheil in Benutzung und besteht aus einer gußeisernen Platte von 4 Zoll (105“) Dicke mit angegossenem Widerlager a und Mutterlager für die Preßspindel d. In Beiden sind correspondirende Löcher e, e . . ausgespart für die zum Niederdrücken des Flacheisens bestimmten Stangen b, b. Die Platte ist in derjenigen Fläche gehobelt, welche den Flacheisen zum Auflager dient. An der unteren Fläche trägt die Platte zwei kräftige Rippen g, g zum Uebertragen des Druckes. Die Preßspindeld ist von Gußstahl, 4 Zoll (105") Durchmesser mit flachem Gewinde von # Zoll (10“) Ganghöhe, und trägt am äußeren Ende einen Windekopff mit vielen Löchern für den Hebel. Für 10 Zoll (262“) bis 16 Zoll (418“) breite Flacheisen wird als Hebel zum Anspannen eine eiserne Stange, 3 Zoll (79“) breit, 2 Zoll (52“) dick und 8 Fuß (2“,5) lang, benutzt, welche, während des Hämmerns des Flacheisens in den Windekopf gesteckt, durch ihr eigenes Gewicht das Pressen des

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Zwischen Spindel und Flacheisen befindet sich ein loser Druckkopf h von Schmiedeeisen, welcher das Verletzen des Flacheisens durch die Spindel verhindert. Die Mutter für die Preßspindel wurde aus Metalllegirung von Kupfer, Zinn und Antimon um die Spindel in dem Gestelle gegossen. Die ganze Richtepresse ruht und ist mit Ankern befestigt auf einem zum Theile eingegrabenen Holzgestelle, so, daß die gehobelte Fläche 21 Zoll (550“) über dem Fußboden liegt.

Technische Literatur.

Chemie.

Darstellung von Sauerstoffgas aus Chlorkalk von Stolba. – Stolba empfiehlt die von Fleitmann *) angegebene Bereitung des Sauerstoffgases aus Chlorkalk, schlägt aber das von Böttger angegebene salpetersaure Kupfer vor, da dasselbe viel billiger ist, als Kobaltsuperoryd. Um die so sehr zeitraubende und umständliche Anwendung einer klaren Chlorkalklösung zu ersparen, setzt Stolba dem Gemische einige Stücke Paraffin bei. Er zerreibt den Chlorkalk mit etwas Wasser, damit alle Klümpchen zertheilt werden, und giebt so viel Wasser bei, daß die ganze Masse einen dicken Brei bildet. Diesen bringt er in einen großen Glaskolben, setzt eine kleine Menge einer Lösung von salpetersaurem oder salzsaurem Kupferoxyd bei und hierauf einige Stückchen Paraffin. Beim Erwärmen schmilzt das Paraffin und bedeckt den Brei mit einer Schicht, welche jedes unangenehme Aufschäumen und Ueberlaufen verhindert.

Obgleich man aus dem Chlorkalk nur geringe Mengen Sauerstoff erhält, d. h. eine dem sogenannten freien Chlor äquivalente Menge Sauerstoff, z. B. bei Chlorkalk von einem Gehalte von 25 pCt. Chlor 5,6 pCt. Sauerstoff frei wird, ist die Methode wegen der Bequemlichkeit und Reinheit des erhaltenen Gases allen anderen Methoden vorzuziehen.

(„Journal für praktische Chemie“, 1866, Nr. 5.)

v. H.

*) Vergl. Bd. X, S. 71 d. Z. D. Red. (L.)

Trennung des Kobalts vom Nickel*) nach Dr. H. Fleck. – Verfasser untersuchte die Löslichkeit des Schwefelkobalts und Schwefelnickels in einer Cyankaliumlösung und beobachtete, daß, sobald man zu einer ammoniakalischen Kobalt- und Nickellösung gelbes Schwefelammonium giebt, die Flüssigkeit darauf bis zur Entfernung des freien Ammoniaks verdunstet und dann eine Cyankaliumlösung beigiebt, das Schwefelkobalt um so weniger gelöst wurde, je länger die ammoniakalische Lösung vor dem Zusatze des Schwefelammonium der Luft ausgesetzt war. Dr. Fleck fand, daß durch die Ueberführung des CoS in Co, S, die Unlöslichkeit des Schwefelkobalts hervorgebracht werde, da das frisch gefällte Schwefelkobalt in Cyankaliumlösung vollständig löslich ist. Verfasser schlägt diese Unlöslichkeit des veränderten CoS zur Trennung von NiS vor.

Man löst das Gemisch von Schwefelkobalt und Schwefelnickel in Königswasser, übersättigt mit Ammoniak, läßt so lange an der Luft stehen, als noch eine Farbenveränderung der Flüssigkeit erfolgt, was je nach dem Gehalte an Kobaltsalz 4 bis 12 Stunden dauert, giebt dann eine Schwefelammoniumlösung bei, dampft das Ganze im Wasserbade ein, bis Curcumapapier, in die Dämpfe gehalten, noch gebräunt wird und übergießt dann die erkaltete Lösung mit einer Lösung von Cyankalium (1 : 12) und läßt damit längere Zeit in Berührung. Bestand der Niederschlag aus Schwefelnickel, so erfolgt vollständige Auflösung desselben; war Schwefelkobalt zugegen, so bleibt Co2 S, zurück, welches man durch Filtration und Auswaschen trennt. Kobalt ist mit der Borarperle leicht nachzuweisen. Die filtrirte Lösung giebt, mit Salzsäure angesäuert, alles Nickel als Cyannickel, welches durch seine grüne Farbe in der Borarperle leicht zu erkennen ist.

(„Journal für praktische Chemie“, 1866, Nr. 5.)

v. H.

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der Luft getrocknet, ergaben 88 bis 92 pCt. Eine 3. Probe, bei 100° getrocknet, gab 95 pCt. MnO?. Pyrolusite von comté de Cumberland, enthält, bei 100" getrocknet, 97,04 pCt. MnO*. v. H.

Bereitung des Zinkweiß auf nassem Wege, von Germain. – Man röstet Zinkmineralien oder altes Zink, um es zu orydiren. Dieses Oryd kocht man mit einer Lösung von Chlorammonium, welche das Zinkoxyd leicht löst, während die anderen Oryde ungelöst bleiben. Sollte die Lösung gelb sein, so hat man nur eine Lösung von kohlensaurem Natron beizugeben, um dieselbe zu entfärben. Hierauf filtrirt man und läßt erkalten. Das Zinkoxyd fällt beim Erkalten aus der Lösung in Verbindung mit einem Doppelsalze von Ammonium und Zink. Den Niederschlag wäscht man und zersetzt ihn durch kochendes Wasser, wobei das Zinkoxyd zu Boden fällt. Dieses Oryd deckt, nachdem es gewaschen und getrocknet ist, ebenso gut, wie das auf trockenem Wege bereitete.

(„Bulletin de la Societé chim. de Paris“, Avril 1866.)

v. H.

. Bestimmung des Paraffingehaltes des Wachses. – LièsBodart („Compt. rend.“, T. 62, S. 749) löst zur Bestimmung des Paraffingehaltes im Wachse, Letzteres in Amylalkohol auf, setzt verdünnte Schwefelsäure zu, erhitzt so lange, als noch Blasen fortgehen und behandelt die beim Erkalten erstarrende Masse bei 100° mit concentrirter Schwefelsäure, wodurch nach ca. 2 Stunden mit Ausnahme des Paraffins Alles verkohlt ist. Die verkohlte Masse wird mit Amylalkohol ausgezogen, heiß filtrirt und mit concentrirter Schwefelsäure erhitzt, wobei sich der Amylalkohol in Amylschwefelsäure umwandelt. Beim Erkalten scheidet sich das Paraffin, welches in Amylschwefelsäure unlöslich ist, vollständig aus und muß dann noch nach dem Roard'schen Verfahren gereinigt werden. („Journal für praktische Chemie", Nr. 13, 1866.) - v. H

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Ueber Ent- und Bewässerung der Ländereien von F. A. Treuding, Professor an der polytechnischen Schule in Hannover. (Ertraabdruck aus der Zeitschrift des Architekten- und Ingenieurvereines für das Königreich Hannover. 103 S. Fol.) Hannover, 1866. Schmorl & v. Seefeld. – Die vorliegende Schrift enthält die im Titel bezeichneten Gegenstände, welche mit Recht gemeinsam behandelt sind, in übersichtlicher Weise. Ueberflüssige Details sind vermieden; dagegen hat der Verfasser mit großer Sorgfalt diejenigen Materialien zusammengestellt, welche die nöthige Anleitung geben, unter den verschiedenartigsten Verhältnissen die allgemeine Anlage richtig zu treffen. Zahlreiche Beispiele erleichtern das Verständniß und ermöglichen ein richtigeres Urtheil über den muthmaßlichen Erfolg neuer Unternehmungen. Es liegt in der Natur der Sache, daß der Trockenlegung größere Aufmerksamkeit geschenkt werden mußte, als den Bewässerungsanlagen. Letztere können, unter Umständen, vorzügliche Dienste leisten, und nicht selten kommt man in den Fall, nachdem man aus dem Boden die culturschädliche Feuchtigkeit herausgebracht hat, theilweise und zu geeigneter Zeit wieder zu bewässern, so daß Anlagen, welche beidem zugleich dienen, wie sie z. B. im Petersen'schen Systeme beschrieben sind, unter Umständen am Platze sind. Allein das sind Ausnahmefälle, und im Allgemeinen muß den Entwässerungsanlagen viel größere Wichtigkeit beigelegt werden, wie aus den geschichtlichen Bemerkungen des Hrn. Treu ding entnommen werden kann. Nach Angabe der verschiedenen Ursachen zur Versumpfung der Ländereien, geht der Verfasser zu den Projecten für die Ent

wässerung über. Die Anhaltspunkte, welche er dabei für Be

stimmung der Dimensionen und Gefälle der Abzugsgräben giebt, sind werthvoll, weil mit Bezug auf die Regenmengen und Verdunstung des im Erdboden befindlichen Wassers die Resultate aus verschiedenen Gegenden zusammengestellt wurden. t

Neben der Beschreibung größerer Anlagen findet auch die Erstellung unterirdischer Abzugscanäle (drains) gebührende Berück

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Fabrication von feuerfesten Quarzziegeln. – In der „Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines“ (Jahrgang 1865, Heft XII, S. 249) giebt der Hütteningenieur Josef Khern in Kapfenberg eine detaillirte und durch Zeichnungen erläuterte Beschreibung der von ihm eingerichteten Fabri

cation von feuerfesten Quarzziegeln, welche sich weniger durch eine

bedeutende Production hervorthut, als durch die sorgfältigste Beob-
achtung aller Umstände, welche die Erzielung eines möglichst feuer-
festen und haltbaren Productes sichern.
Veranlaßt wurde dies Verfahren durch den Umstand, daß
bei den vom Verfasser eingeführten Siemens'schen Regenerativ-
gasöfen die zu den Regeneratoren und dem Schmelzraume ver-
wendeten Ziegel, selbst anerkannt gute und berühmte Marken,
von so geringer Dauer waren, daß mit keiner derselben nur
ein einwöchentlicher fortgesetzter Betrieb erzielt werden konnte.
Referent, welcher doch auch mehrfach Gelegenheit hatte, Gas-
feuerungen mit Regeneratoren auszuführen, muß hier gestehen,
daß er eine derartige kurze Dauer der Regeneratorsteine, selbst
beim Stahlofen, noch nicht beobachtet hat. Dieselben hielten,
wenn auch nicht gerade die theuersten Sorten dazu verwendet
wurden, ganz gut wenigstens 3 Wochen aus, und kann die Ursache
der oben erwähnten schnellen Zerstörung wohl nur in einer nicht
ganz richtigen Construction der Oefen gesucht werden.
Wenn freilich Hr. Khern seine Stahlöfen nach dem Muster baut,
wie es als Siemens'scher Stahlschmelzofen in der „ Sammlung
von Zeichnungen für die Hütte“ (Jahrg. 1864) abgebildet ist, so darf
er sich nicht wundern, daß er die höchste Temperatur im abgehenden
Regenerator erhält, und daß in einem Regenerator, welcher fast bis
zu seinem Uebergange in den Lufteanal Stahlschmelzhitze enthält,
beim Wechseln der Flamme durch die eintretende verhältnißmäßig
kalte Luft Sprünge in den Gittersteinen entstehen, ist auch nichts
Merkwürdiges. Für richtig construirte Oefen wäre es wahrschein-
lich nicht nöthig gewesen, Ziegel auf so umständliche und nicht
billige Art für die Regeneratoren anzuwenden.
Gerade die bei der in Rede stehenden Ziegelfabrication ange-
wendete Sorgfalt zur Vermeidung aller Umstände, welche auf die
Feuerfestigkeit ungünstig einwirken könnten, läßt eine auszügliche
Wiedergabe der Beschreibung als von Interesse erscheinen, und

sind bei derselben die Maßangaben des Originaltertes auf Meter-
maß umgerechnet.
Als das beste Material zur Herstellung von feuerfesten
Ziegeln zeigte sich reiner Quarz, mit nur so viel feuerfestem Thone,
gemengt, daß eben die nöthige Bindung der Quarztheile unter
einander erzielt wird. Es kommt also darauf an, ein an reiner
Kieselsäure möglichst gehaltreiches Material zu erlangen, und die
erste Grundbedingung hierzu ist somit die Verwendung eines sehr
reinen, namentlich von allen jenen Bestandtheilen möglichst freien
Ouarzes, welche als Basen die Bildung eines leichtschmelzenden
Silicates begünstigen würden. Zu vermeiden sind also Ouarze,
welche Glimmer, Feldspath, Eisenadern c. enthalten, und nur jene
Sorten zu verwenden, welche durch ihr dichtes, reinweißes oder
glashelles Ansehen und den dem Quarze eigenthümlichen Glanz
sich als rein bekunden.
Besonders um die Zerkleinerung des Quarzes zu erleichtern,
dann auch, um allenfalls vorkommenden Schwefelkies, Kupferkies c.
wegzubringen, wird der Quarz in der Regel gebrannt. Dazu
dient am besten ein Rumford’scher Kalkbrennofen mit drei oder
vier Feuerungen am Umfange, oder aber einer der später zu be-
schreibenden Ziegelöfen. Beim Einsetzen muß jedenfalls auf Bil-
dung der nöthigen Durchzüge für die Flamme Rücksicht genommen,
und namentlich im Rumford’schen Ofen auch ein Quandelschacht
aus den größeren Blöcken hergestellt werden. 10 bis 12 Stunden
scharfer Feuerung genügen, um den ganzen Einsatz von 200 bis
300 Ctr. in helle Rothgluth zu bringen. Um die beim Brennen
eingebrachte Asche, sowie andere nunmehr aufgeschlossene Unreinig-
keiten zu entfernen*), werden die noch glühenden Blöcke in's
Wasser geworfen und hier auf irgend eine Art gewaschen.
Hierauf folgt eine Handscheidung, welche sowohl dazu dient,
die in ihrem Gefüge gelockerten Stücke für die Zerkleinerung vor-
zubereiten, als auch namentlich um eine nochmalige, sehr sorg-
fältige Sortirung vorzunehmen, wobei alle, nur im geringsten
verunreinigten Stücke als zweite Sorte ausgehalten und nur die

*) Wohl hauptsächlich, um durch das Abschrecken die Zerkleinerung zu erleichtern. R. Z.

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ben von bereits gebrauchten Ziegeln, geschieht am vortheilhaftesten unter Pochhämmern, welche sowohl als Schwanzhämmer oder, ähnlich einem Stampfwerke, mit senkrechtem Schlage construirt sein können. Ein Schwanzhammer, von 250 Pfd. Gewicht und von einem Manne bedient, lieferte in 12 Stunden beiläufig 1“*,5 bis 1“,6 oder 7000 Pfd. Ouarzmehl. Die Korngröße wird durch ein Sieb bestimmt, welches ungefähr 10 Maschen auf 1 Quadratcentimeter enthält. Der als Bindemittel verwendete Thon soll einerseits so fett sein, daß ein Minimum genügt, um die nöthige Bindung, Formbarkeit, Plasticität der Masse hervorzubringen, anderseits, mit dem Quarz gemengt, nur ein sehr schwer schmelzbares Silicat geben. Am besten haben sich Thone von Göttweih in Niederösterreich und von Blansko in Mähren bewährt. Der Thon wird vor Allem gut getrocknet, wozu in guter Jahreszeit ein luftiger Boden, im Winter ein heizbarer Raum mit Bühnen dient; dann kommt er zum Stampfwerke. Ein Stampfer von 145 bis 150 Pfd. und 0“,3 Hubhöhe kann bei ordentlichem Gange 0“*,16 Thonmehl pro 12 Stunden liefern. Nach dem Stampfen wird der Thon auf einem Kollergange vollständig zerkleinert und durch feine Siebe bis 100 Maschen pro 1 Quadratcentimeter geschlagen. Um die Abfälle von den gebrauchten Ziegeln zu benutzen, werden dieselben von Schlacken u. s. w. gereinigt und ebenfalls auf die Korngröße des Quarzes unter Pochhämmern gestampft. Sämmtliche Materialien, nämlich: Ouarzmehl, erster und zweiter Sorte, Ziegelmehl und die verschiedenen Thonsorten müssen sowohl beim Pochen wie beim Aufbewahren sehr sorgfältig auseinander gehalten werden. Der Aufbewahrungsraum für die Vorräthe muß trocken gelegen, gegen Wind und Wetter geschützt und mit einem guten Boden aus Ziegelpflaster versehen sein, auf welchen die verschiedenen Mehle in ihren Abtheilungen aufgeschüttet werden. Mischung der Materialien. Die angewendeten Mischungsverhältnisse waren nun für die erste Sorte: 16 Raumtheile reinsten Quarzmehles, 1 Theil Thonmehl, bei Verwendung von Göttweiher Thon, oder 14 Theile reinsten Ouarzmehles, 1 Theil Thonmehl, bei Verwendung von Blanskoer Thon. Die Verhältnisse für die zweite Sorte bleiben dieselben; jedoch wird der reinste Ouarz hier durch den wegen geringer Verunreinigungen ausgehaltenen Quarz oder durch das Mehl aus gebrannten Ziegeln der ersten Sorte ersetzt. In dem letzteren Falle wird die Mischung jedenfalls nur im Verhältnisse von 16 Theilen Ziegelmehl und 1 Theil Thonmehl hergestellt. Zur dritten Sorte, welche weniger feuerfest als mechanisch fest sein soll, wird nur Ziegelmehl mit größerem Thonzusatze gebraucht, umsomehr, als auch schon das Ziegelmehl Thon enthält. Auch wird derselbe von einer untergeordneten, minder kostspieligen Sorte gewählt. Das Verhältniß ist: 8 Theile Ziegelmehl von Ziegeln der zweiten und dritten Sorte, 1 Theil Thonmehl. Das auf einmal zu verarbeitende Quantum wird am besten mit 0“*,5 bis 0",6 angenommen, indem größere Mengen schwer gut durchzuarbeiten, kleinere aber nicht ökonomisch sind. Die vorgemessenen Materialien können entweder gleich auf dem für das Abkneten bestimmten Fußboden der Werkstätte oder aber in einer Mischtrommel trocken gemengt werden. Als solche diente eine horizontal liegende hölzerne Tonne, in welcher sich eine mit etwa zwanzig schiefgestellten Blechschaufeln besetzte Welle dreht. Während der Operation des Füllens und der etwa 10- bis 15maligen Umdrehung der Welle liegt dke Tonne fest und wird nachher einfach gewendet, um das Mehl durch die Eintragklappe in einen untergestellten Trog auszuschütten. Das so trocken gemengte Mehl wird auf dem Fußboden der Werkstätte, welcher jedenfalls aus Dielen bestehen muß, in Gestalt eines ringförmigen Haufens aufgeschüttet, das nöthige Wasser, ca. 60 Liter, in die Mitte dieses Haufens gegossen und das Mehl nach und nach so in dasselbe geworfen, daß alles Wasser durch das Mehl aufgesaugt wird. Dann wird

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die Masse theils mit den Füßen flach auseinander getreten, theils mit Hacke und Schaufel gewendet und auf einen Haufen zusammengeworfen. Dabei beurtheilt der Arbeiter stets den Grad der Feuchte nach Erfahrung und überspritzt die Masse, falls sie zu trocken werden sollte, während eine zu feuchte öfter geknetet werden Ä Die fertige Masse muß sich gerade noch in der Hand ballen (IPM. In 12 Arbeitsstunden kann ein Mann 4 bis 5 Haufen von ca. 0“*,5 aus geringer Entfernung zuführen und anmachen. Beim Mengen mit der Trommel müssen zwei Mann thätig sein, welche in einer Stunde leicht den Tagesbedarf von einem, auch zwei Fertigmachern mischen. Das Formen der Ziegel geschieht theils durch einfaches Einstampfen der vorbereiteten Masse in Formen aus Eisenblech für die Ziegel zweiter und dritter Sorte, theils durch Einstampfen in starke Gußeisenformen, in welchen dieselbe dann mittelst einer geeigneten Presse einem anhaltenden starken Drucke ausgesetzt wird bei den Ziegeln erster Sorte. Die Formen für die Handziegelfabrication bestehen aus Blech von 4“ Stärke mit Quadrateisen von 16“ Stärke armirt und einem Boden aus Stäben von derselben Dicke versehen, auf welchen die 4“ starke Bodenplatte lose zu liegen kommt. Die Masse wird durch einen Stößel in Lagen von ca. 20“ eingestampft, nachdem vorher die untere Schicht der besseren Verbindung halber aufgerauht war. Die fertigen beputzten Steine kommen auf ein besandetes Brettchen zum Trocknen. Die für die Fabrication von Preßziegeln bestimmten Formen sind aus dichtem und festem Gußeisen hergestellt, an der Innenseite und den Stößen gehobelt und polirt. Die Conicität der Form beträgt etwa 2“. Außen sind die Formen mit zwei heiß aufgetriebenen schmiedeeisernen Ringen verstärkt, mit Handhaben und kleinen Rinnen für den Austritt der Feuchtigkeit versehen. Auf den oberen Rand paßt ein eiserner Aufsatzring von 32“ Höhe. Als Boden dient eine 26" dicke Eisenplatte, welche genau in die Form paßt. Die Form wird in der oben beschriebenen Art lagenweise vollgestampft, dann zwei,

26“ dicke Platten von Gußstahl, deren jede eine Hälfte des Ziegels

bedeckt, aufgelegt und das ganze unter die Presse gebracht. Die Presse für diese Steine ist eine gewöhnliche Spindelpresse mit zwei Schrauben in Metallmuttern laufend, welche nach dem Einschieben der Form abwechselnd so angezogen werden, daß kein zu abweichender Druck auf eine der beiden Preßplatten stattfindet, der Arbeiter aber mit seiner ganzen Kraft auf jede Hälfte des Ziegels wirken kann. Der auf diese Weise hervorgebrachte Druck betrug ungefähr 709 Zollpfd. auf den Quadratcentimeter. Die Schrauben der Presse werden, soweit die Kraft des Arbeiters reicht, angezogen und nach jedesmaliger Ruhe von 12 bis 15 Minuten zwei- bis dreimal wiederholt, so daß jeder Ziegel # Stunden unter der Presse bleibt. Danach wird der Ziegel auf ein besandetes Brettchen gestürzt, geputzt und zum Trocknen gebracht. Mit 3 Pressen und 4 Formen ist 1 Mann im Stande, in 12 Arbeitsstunden 45 bis 50 Stück Preßziegel zu erzeugen. Da übrigens die Arbeit des Pressens selbst sowohl, als auch die Behandlung der schweren Formen, sehr anstrengend ist, so sind hierfür nur die kräftigsten Leute tauglich. *) Mit den Brettchen, auf welche die Ziegel aus den Formen gestürzt werden, kommen sie auf die Trockengestelle, welche, aus Ständern mit Querhölzern und darüber gelegten Latten bestehend, in einer 2“,8 hohen Stube pro Quadratmeter Grundfläche 55 bis 60 Ziegel von 316 × 158 × 79“ aufnehmen können. Nach 24 bis 30 Stunden werden die Ziegel auf die Kante gestellt und nach 4- bis 6tägiger Trocknung in den Ziegelofen gebracht. Im Sommer genügt die Trocknung mittelst Luftzug; im Winter müssen die Trockenräume geheizt werden. Das Brennen der Ziegel erfolgt mit Benutzung des billigsten Brennstoffes und mit einem äußerst geringen Arbeitsaufwande, dabei sehr schön gleichförmig in einem nach Art der Casseler Oefen construirten liegenden Ofen. Die auf den zwei an dem einen Ende angebrachten Treppenrosten von 632“ Breite mit 8 Stufen erzeugte Flamme tritt in den mit einem festen Gewölbe geschlossenen Brennraum und giebt

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