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Dieses Gemifd von Wasserstoff und Sauerstoff, Knalls gas genannt, entzündet sich, wie bekannt, unter verschiedenen Umständen, durch Drud, durch Verdichtung in porösen Körpern, durch Hiße 2c., so daß in dem Kessel genugsam Veranlassung zur Entzündung, jedenfalls aber durch das glühende Reffelblech vorhanden war. Ob der durch die Ventile heiß ausströmende Wasserstoff oder das fertige Sinallgas fich in Bes rührung mit der Atmosphäre entzündet, scheint verneint werden zu müssen, weil in dem vorliegenden Falle die Ausströmung des Wasserstoffe8, vielleicht auch des Knallgases, mit dem Dampfe aus den Ventilen längere Zeit gedauert hat, ohne daß eine Entzündung stattfand; diese scheint erst geschehen zu fein, als die Dampfzersepung im Reffel fo lebhaft ftattfand, daß Sauerstoff und Wasserstoff oder das Kenalgas bis an die glühenden Flächen hinabreichte und mit diesen in Berührung sich entzündete.

Der Hißegrad, welcher beim Verbrennen des Knallgases stattfindet, läßt sich gar nicht angeben, da jeder Vergleich fehlt. Vor dem Knallgasgebläse find alle befannten Körper semelzbar.

Das durch das Verbrennen des Wasserstoffes gebildete Wasser, wie auch der umgebende Wasserdampf im Reffel, werden durch die bei diesem Verbrennen erzeugte ungebeure Hiße so sehr erhißt, daß die Spannung des dabei erzeugten Dampfes nur nach Tausenden von Atmosphären gemessen und gerechnet werden kann. Die momentane Bildung dieses hochy gespannten Dampfes durch das Verbrennen des Wasserstoffe8 ist die Grplosion, und ist eine Explosion um so verheerender, je rascher die Bildung der Gase resp. Dämpfe ist, daher die Knallgasexplosionen die gefährlichsten von allen bekannten Erplosionen sind, und die starken Verheerungen bei Kesseleyploftonen nur durch snallgasexplosion erklärlich werden.

(Fortsegung folgt.)

Ueber das Verhältniß der specifischen Wärmen der Luft für constantes Volumen und für

constanten Druck .

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Das Verhältniß c die specifische Wärme eines Gases für constantes Poluinen, C,

• constanten Druck verstanden, hat befanntlich für die Anwendungen der mechanischen Wärmetheorie auf das Verhalten der Gase eine so wesentliche Bedeutung, daß es wünschenswerth ist, dasselbe mit möglichst großer Zuverlässigkeit besonders zunächst für atmosphärische Luft zu kennen, was, wie die nicht wenig abweichenden Resultate verschiedener Erperimentatoren erkennen lassen, bis jeßt noch feinesweges in genügender Weise der Fall ist. Als wichtigste Grundlage für die Ableitung jenes Verhältnisses betrachtet man die Fortpflanzungsgeschwindigkeit V des Scalles, überhaupt irgend einer Erschütterungswelle in dem betreffenden Gase, und man bat insbesondere für atmo sphärische Luft diese Geschwindigkeit V aus der beobachteten Zeit berechnet, welche in freier Luft der Schall gebraucht, um eine größere Strede von mehreren Kilometern Länge zu durchlaufen. Wenn nun aber dadurch, daß diese Beobachtungen gewöhnlich Nachts angestellt wurden, der störende Einfluß von Luftströmungen möglichst beseitigt wurde, fo war man dabei doch einer anderen Fehlerquelle unterworfen, welche darin bes steht, daß die jene Geschwindigkeit V wesentlich mitbestimmende Temperatur der Luft nach neueren Erfahrungen gerade Nachts in verschiedenen Höhen über dem Boden einen merklich verschiedenen Werth hat, indem sie vom Erdboden aus nad Oben allmälig bis zu einem in wechselnder Höhe liegenden Marimum steigt, bevor sie mit weiter zunehmender Göbe beständig abzunehmen beginnt.

Zur Vermeidung dieser Fehler hat Le Roux in den Jahren 1862 und 1863 Versuche angestellt, wodurch er bes zweckte, durch rein mechanische Mittel auf einer verhältnißmäßig furzen Basis die Geschwindigkeit V direct zu messen, mit welder eine vereinzelte Erschütterung durch die in einer cylindrischen Röhre enthaltene Luft von genau bestimmter Tem

peratur fortgepflanzt wird. Nach der darüber in den „Comptes rendus“ vom 4. März 1867 enthaltenen Mittheilung hatte die Röhre eine Weite von 7 Centimtr. und eine Länge von 72 Meter der Art, daß zwei neben einander liegende gerade Stüde von circa 36 Meter Länge an den einen Enden durch ein halbfreisförmiges Kropfstück verbunden waren. Diese Röhre war in einen langen Kasten von entsprechender Länge (circa 36 Meter) eingelagert, wodurch sie mit Wasser von bestimmter Temperatur oder mit schmelzendem Eise umgeben werden konnte; die aus dem Kasten hervorragenden freien Enden der Röhre waren durch sehr dünne und starf gespannte Kautschulmenbranen geldloffen. Die in der Röhre enthaltene Luft wurde durch chemische Mittel von Wasserdunst und Kohlensäure be: freit. Die Versuche wurden nun in der Weise angestellt, daß ein durch Federn bewegter yölzerner Sammer einen einzelnen Schlag auf die eine der beiden Rautsoufmembranen ausübte, und die Zeit beobachtet wurde, in welcher die Erschütterung durch die Luftsäule hindurch bis zur anderen Membran fich fortpflanzte. In der Beobachtung dieser Zeit von nur ungefähr Secunde bestand natürlich die Hauptschwierigkeit, und es hatte fich Le Rour dazu ein besonderes sehr empfind: liches Chronostop mit Selbstregistrirung vermittelst eines Inductionsstrome8 und jodirter Silberfläche construirt; die nas here Einrichtung dieses Chronoskops ist aus der in den „Comptes rendus“ enthaltenen auszugsweisen Mittheilung nicht ersichtlich. Die Längen der beiden geraden Rohrstüde wurden direct gemessen, die reducirte Länge des trummen Verbindungsstüdes aber durch die Vergleichung der Längen zweier denselben Grundton gebenden Orgelpfeifen, wovon die eine ganz gerade war, die andere jenes Verbindungsstück enthielt.

Der Kosten wegen mußte der Experimentator sich auf die Versuche bei 0° Temperatur, wobei die Röhre mit fdmets zendem Eise umgeben war, beschränfen; dabei ergab fich als Mittel aus 77 Einzelbestimmungen V = 330",66 pro Sec., ein Werth, dessen Fehler auf höchstens inoo geschäßt wird.

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dP(ada

8

dPdu

g

Zur Vergleichung desselben mit den Resultaten der ältes ren Versuche über die Schallgeschwindigkeit in der freien Luft hat Le Rour die leşteren auf die Lufttemperatur von 0° reducirt und zugleich die wahrscheinliche Correction mit Rücficht auf den jedesmaligen Feuchtigkeitsgehalt der Luft daran angebracht. Danach sind 5 unter den 8 so erhaltenen verschiedenen Werthen von V zwischen den Grenzen 332 und 332,44 Meter enthalten. Am meisten nähert sich der le Roug'sche Werth der 1822 von Arago und dem Bureau des Longitudes gefundenen Zahl (330,64); auch ist die von dem englischen Astronomen Goldingham gefundene Zahl (331,1) nur wenig größer.

Im Folgenden möge nun die theoretisdie Formel für diese Geschwindigkeit V, deren Vergleidung mit dem durch das Experiment gefundenen Werthe das Verhältniß lies fert, bei Voraussegung einer cylindrischen Röhre nach einem auf die Principien der mechanischen Wärmetheorie basirten Verfahren abgeleitet werden in ähnlicher Weise, wie es jüngst Dupré, zufolge einer in den „Comptes rendus“ (25. februar 1867) enthaltenen Mittheilung, gethan hat.

Der Querschnitt der Röhre sei = 1. Denft man sich die in der Röhre enthaltene Gasfäule durch enendlich nabe Querschnitte in Sæichten zerlegt, fo feien mit F und F, die Endflächen einer solchen Schicht bezeichnet, und ihre Dide = dx jei ro groß, daß ein von F gegen F, fortschreitender Impuls im Zeitelement dt von F bis F, gelangt; es ist dann: dx = Vdt

(1). Zur Zeitt sei in allen Punkten der Endfläche F der Schicht

p die Pressung,
T : absolute Temperatur,

Geschwindigkeit der Gastheilchen, während die entsprechenden Größen in der anderen Ende fläche F mit

p - dp, T-T, u - du bezeichnet seien. Zur Zeit. I + dt herrscht dann der Zustand (p, T, u) in der vorderen Endfläche F,, dagegen der Zustand (p+dp, T+dT, u+du) in der hinteren Fläche F. dP sei das Gewicht der Gasschicht FF.,

A das Wärmeäquivalent der Arbeitseinheit,
R die Constante der bekannten Gleichung pv=RT, worin

v das specifische Volumen bedeutet.

Während des Zeitelementes dt bewegt sich im Sinne FF die Fläche F um udt, die Fläche F, um (u -- du) dt fort, , und es vergrößert sich also das Volumen der Schicht, welches zur Zeit t gleich da war, um

(u - du) dt

du) dt - udt = - dude, entsprechend einer äußeren Arbeit =-pdu dt. Unterdessen hat dem Temperaturzuwachs dT entsprechend der Wärmegehalt der Schicht um dP.cdt zugenommen, und weil dabei von Außen feine Wärme zugeführt wurde, so muß die Summe jener äußeren Arbeit um das Arbeitsãquivalent dieses Wärmes zuwachses = 0, also

fein. Versteht man ferner unter dem Arbeitsvermögen der Schicht die Summe ihrer äußeren lebendigen Kraft (entsprechend der Geschwindigkeit u der äußeren Bewegung im Gegensaße zur hypothetischen inneren oder Wärmebewegung) und ihres inneren Arbeitsvermögens, so ist, da Lepteres bei einem permanenten Gase nur mit der Temperatur oder dem Gehalte an freier Wärme sich ändert, der Zuwache des Ars beitsvermögens der Schicht im Zeitelement dt

=dP und + SAT) , und dieser Zuwachs muß gleich sein dem Ueberschusse der Arbeit des Druces der nachfolgenden Schicht auf die Fläche F über die Arbeit, welche zur Bewältigung des Gegendrudes der voraufgehenden Schicht gegen die Fläche F, aufzuwenden ist, d. 6.

=pudt – (p - dp) (u – da) dt

= (p du + udp) di mit Rüdficht auf das Verschwinden des unendlich kleinen Glies des von der 3. Ordnung. Somit hat man die Gleichung:

dP +CAT) =(pdu + udp) dt oder wegen Gl. (2):

dpdt.

(3). Endlich liefert das Mariotte-Gay-Lussac'sche Gese

Const.), bezogen auf den Zustand der Schicht zu den Zeiten t und t + dt, noch die folgende Gleichung: pdx (p + dp) (dx+dos)

pa
pdx dp

学) oder:

dT 0 12 – dude

(4). Die gesuchte Fortpflanzungsgeschwindigkeit V ergiebt sich nun durch Combination dieser Gleichungen (1) bis (4), indem die in ihnen vorfoinmenden Differentiale eliminirt werden. Die Entwidelung von du aus jeder der Gleichungen (2) bis (4), nachdem in denselben dt = do nady 61. (1) gefest worden ist, liefert zunächst:

gdpdx

der

Tv,
Apdx

dP.V dann die Entwidelung von dT aus den beiden Gleichungen, welche durdy Gleichseßung des zweiten Ausdruckes von du mit dem ersten und dritten erhalten werden: g

ip

gdpdx dpa. V3

P

dP.V und endlich die Gleichfeßung dieser beiden Ausdrücke von dt, wobei dp von selbst fortfält:

Apdx

ДР .ү? (ТР oder

Ap da

+

dudt

T

T+T

ds

P

T

U

dP.cdT.V

du =

р

dT=&dpdx' Ap

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g dx

1

dx =

+1) =

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ist:

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R=

435,6.

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V=VgRTI Dies ist die bekannte Formel, welche lehrt, daß die Fortpflanzungsgeschwindigkeit eines Impulses in einem bestimmten Gase, für welches constant ist, nur von der Temperatur desselben abhängt, um welche Formel übrigens auch, sofern fie von der Stärke des Impulses, d. h. von der Größe der Verdichtung oder Verdünnung der fortschreitenden Erschütterungswelle unabhängig ist, für eine beliebige andere Röhre gilt, deren Querschnitt fich stetig ändert, sowie auch für die Fortpflanzung fugelförmiger Wellen in einem unbegrenzten gasförmigen Medium.

Seßt man in der Formel für Paris : g=9,809, ferner für atmosphärische Luft und die Temperatur des schmelzenden Gises :

nach Regnault,

1,2932 so erhält man mit dem le Rour'schen Werthe V= 330,66:

Diesem Verhältnisse würde mit dem Regnault'schen Werthe

0,2375 entsprechen: c= 0,1703 und nach der Gleichung: AR = C, -c wegen

10333

29,27 1,2932. 273

29,27 Å

0,2375 — 0,1703 Ob nun aber den le Rour'schen Versuchen eine grös Bere Zuverlässigkeit zuzuerkennen ist, als den directen Versuchen zur Bestimmung des mechanischen Wärmeäquivalentes, welche insbesondere nad) joule zu dem zur Zeit angenoms menen Mittelwerth À = 424 geführt haben, dürfte sehr fraglidh fein. Jedenfalls muß die Gleichung

AR=C-C durch die für A und

angenommenen Werthe erfüllt werden, und so lange man 12 h = 424 gelten läßt, muß auch für

C 요 atmosphärische Luft der zur Zeit angenommene Werth 1,41 beibehalten werden, womit entsprechend R = 29,27 und C,= 0,2375 fich ergiebt: 0,2378

29,27 1,41

0,2375 0,1684

F. Grashof.

c

C

10333

RT =

1

C=

0,1684;

423,6.

2

A

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Die Roheisenindustrie Nordenglands.

Von H. Schlink, Hüttendirector.

(Vorgetragen in der Versammlung des technischen Vereines für Eisenhüttenwesen vom 18. März 1866 zu Düsseldorf.) *)

(Hierzu Figur 1 bis 4, Tafel XVII.)

Die Roheisenindustrie Großbritanniens hat in den älteren Bezirken ihres Gedeihens: Süd-Wales, Nord- und Süd-Staffordshire und Schottland, ziemlich constante Productionsverhältnisse angenommen, wohl hauptsächlich bedingt durch die Quantität der zu beschaffenden Erze. In dem Norden Englands ist jenen in den jüngsten Jahren ein gewaltiger Nebenbuhler erwachsen. Die Auffindung sehr bedeutender Thoneisensteinlager an der Nordostküste von Yorfshire, in Verbindung mit dem Roblenreichthume in dem benachbarten Durham und Northumberland, hat Veranlassung zu einer ganz beispiellojen raschen Entwickelung der dortigen Eisenindustrie gegeben, und mit Besorgniß bliden die älteren Bezirke auf den sich mit jedem Tage mächtiger entfaltenden Concurrenten. Der Jahresbericht von 1865 des bekannten Glasgower Hauses Robinows & Marjoribants sagt:

Die Production hier in Schottland dürfte allerdings feiner großen ferneren Ausdehnung mehr fähig sein; dagegen sind in den Yorkshire Districten (unseren iebigen großen Con

currenten) so viel neue Hohöfen fürzlich schon in Betrieb geseßt, deren Anzahl binnen Kurzem noch vermehrt werden wird, daß daselbst eine ganz außerordentlich vergrößerte Production bevorsteht."

Ist das westlich angrenzende Cumberland quantitativ nicht so bedeutend für die Roheisenerzeugung, wie North-Riding of Yorkshire, so hat es dagegen in seinem red bematite iron ore ein um so unschäßbareres Material, da allein die Möglichkeit des Gedeihens des englischen Bessemerproceffes bis jest auf dem aus diesem Erze erblasenen Roheisen beruht. Die massenhafte Einführung des Eisensteines nach den älteren Bez zirken erhält an manchen Orten dort einen noch eben rens tabelen Schmelzproceß, da die reicheren Erze verhüttet, die ärmeren aber zu geringhaltig sind, um für fich allein verarbeitet werden zu fönnen:

Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß der vor wenigen Jahren kaum beachtete Norden Englands in kurzer Zeit ein Hauptschwerpunkt des britischen Eisenhandels wird. Es dürfte deshalb für den Fachmann von Interesse sein, hier eine flüchtige Skizze der dortigen Verhältnisse zu finden. Beginnen wir mit Yorkshire. Im September 1850 wurde die erfte Tonne Eisenstein

*) Die im Juni 1866 erfolgte Mobilifirung der gesammten preufischen Armee verzögerte um mehrere Monate die Veröffentlichung dieses Auffages, da auch der Verfasser als landwehroffizier zur Fahne einbes rufen wurde.

tons

(

(Cleveland stone) von Eston (Nordostküste von Yorkshire) nach später, 1860, giebt bereits ein officieller Bericht die RoheisenWitton Parf zu einer Versuchsverhüttung gebracht. 10 Jahre production Britanniens an:

fr. Tonnen

à 1000 Northumberland, Durham, North-Riding of Yorfshire (alle größtentheils Cleveland - Erz verarbeitend) 658,679 (669,218) Nord- und Süd-Staffordshire

616,450 (626,313) Süd -Wales

969,000 (984,500) Schottland

937,000 (951,992).

tons

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1862 wurden 1,689,966 tons (1,716,005 Tonnen) Middlesborough noch 55,838 tons (56,731 Tonnen) Cums Thoneisenstein dort gefördert, außerdem in Newcastle und berland-Erz (red hematite) eingeführt.

(Donnen) Gesammtmaterial im Erz (incl. westliche Küste) betrug 1862

1,870,000 (1,899,920) Kohlen für Fohöfen, Gießereien, Walzwerke 2c.

2,900,000 (2,946,400) Kalfstein

500,000 (505,300)

Summa 5,270,000 (5,351,620). Die Löhne betrugen in Summa

1,750,000 £s. (11,000,000 Thlr.) Frachten an Eisenbahnen

500,000 (3,300,000 - ) Das angelegte Capital wurde zu 2 bis 3 Millionen £8. (13 bis 20 Millionen Thaler) geschäßt. 1862 producirten:

(Tonnen) Northumberland

46,586 (47,331) Durham

337,218 (342,613) North -Riding of Yorkshire (Cleveland)

283,398 (287,932)

Summa 667,202 (677,876). Gießereien verarbeiteten in der Nähe

150,000 (152,400) Walzwerke

400,000 (406,400) Export

117,000 (118,872).

tons

} hauptsächlids Cleveland-Erz verarbeitend

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Am 1. September 1863 bestanden in diesen Districten 108 Sohöfen ; 78 waren in Betrieb, 17 projectirt. *)

Seit dieser Zeit hat sich die Production wiederum gewaltig gesteigert. Während Schluß 1865 Schottland 167 Defen (133 in Betrieb) mit 1,640,000 tons (1,666,240 Tonnen) Production hatte, wurde und im August 1865 in Middlesborough on Tees die Anzahl der in der Nachbarschaft existirenden Defen zu 136 angegeben, und waren viele noch im Bau begriffen, so daß, wenn Schottland noch nicht übertroffen, doch jedenfalls bald erreicht wird. Wie Pilze aus der Erde, fo schießen die pohöfen in der Umgegend von Midds lesborough empor und mit ihnen Walzwerke, Gießereien, Maschinenfabriken 2c., ein recht erfreuliches Bild englischer Regs samkeit und der unvergleichlich glüdlichen localen, socialen und politischen Verhältnisse.

Das Erz (Cleveland iron ore) ist ein ziemlich derber, grünlich grauer Thoneisenstein aus der Liasformation, in den mittleren Lagen rein von fremden Beimengungen, als Sand, Lehm, Quarz 2c. Nach mündlichen Angaben ist der Eisengehalt im ungerösteten Zustande 33 bis 35 p@t. und im gerösteten bis zu 41 bis 43 p@t. Percy's Metallurgie (Bd. II,

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*) Die statischen Angaben sind entnommen:

On the Manufacture of Iron in connection with the Northumberland and Durham Coal field. By M'. J. Lowthian Bell in den Transactions of the North of England Institute of Mining Engineers. March, 1864.

Berfasser Hatte Gelegenheit, im Auguft 1865 diesen Bezirten einen flüchtigen Besuch abzustatten in Begleitung des ørn. Wittenberg, Directors der $obofenanlage Vulcan bei Duisburg, und unter der trefflidhen Führung der Aørn. William und Thomas Mulwany, denen wir zu ganz besonderem Danke verpflichtet sind.

Darin bezeichnet

1. Cleveland; II. Southbank furnaces; Ill. Belmont mines Stocton iron works Cleveland; IV. und V. Normanby iron stone; IV. von der 3 Fuß (0",92) dicen obers ften Lage und V. von der 8 Fuß (2",44) dicen untersten Lage des in Summa 11 Fuß (3",35) mächtigen Bettes.

M. J. Lowthian Bell giebt folgenden Sisengehalt an: Normanby Efton Upleatham Stelton Stelton Normanby 31,42 33,62

31,97 35,46 34,43 26,66 Die Gruben, welche zu besuchen wir Gelegenheit fanden, lagen auf einem mäßigen Höhenzug an der Küste in der Nähe von Saltburn by the Sea und trugen alle die Spuren ehemaligen Tagebaues, welcher aber bei der starken Förderung durch Stollenbau ersekt war. Auf der ersten, die wir saben, hatte man bis vor Kurzem ein mächtiges, vielleicht 10 Fuß (3") starkes Bett durch Tagebau gewonnen. Da dasselbe jedoch in einem Winfel einfiel, so war das Abräumen der oberen Dede zu mühevoll geworden, und man trieb eine Reihe paralleler Stollen hinein, um später, rückwärts gebend, die stehen gebliebenen Pfeiler zu gewinnen. Schmalspurige Locomotivbahnen, Bremsberge 2c. vermittelten bei den entfernteren Gruben die Verbindung mit der Eisenbahn, und ers leichterten an den Kreuzpunkten zweckmäßige Ladebühnen und Stürzvorrichtungen das Füllen der Waggons.

Die Umgegend von Middlesborough, speciell die Anlagen in Eston, verarbeiteten Cofs aus der Nähe Darlington's von sehr großer Reinheit, Derbheit und Festigfeit. Nach Percy und den oben angeführten „Transactions etc.“ soll der Aschengehalt dieser Cofe nur 5,03 pot. betragen. Die chemische Zusammenseßung des dunkelgrünen Kalffteines, welcher in der Nähe gewonnen wird, giebt Bercy an wie folgt:

fohlensaurer Ralf
fohlenjaure Magnesta
fohlensaures Eisenoxydul

:

1,71,
Sand und Thon

0,64,
organische Substanz
Wasser und Berlust

100.

Die bedeutendste Anlage der ganzen Gegend find die früher getrennten, jeßt unter einer Firma (limited partnership): Bollow & Vaughan *) vereinigten 3 Werke in Eston: Cleveland, Southbank und Clay - Lane, zusammen 26 pohöfen.

Fig. 3, Taf. XVII, a) Cleveland in 2 Gruppen: erste: 6 ältere Defen, alle im Betriebe; zweite: 3 åltere im Bes triebe und 2 neue, noch nicht im Betriebe, von 96 Fuß (29,) Söbe.

b) Southbank: 3 ältere, 2 im Betriebe und 6 neue von 81 Fuß (24",7) Söhe, 2 im Betriebe.

c) Clay - Lane: 3 ältere und 3 neue von 75 Fuß (23") Höhe, alle im Betriebe (Ende August 1865).

Die interessanteste Gruppe ist unbedingt der neuere Theil von Southbant, weil man dort nach einem einheitlichen Plane, unbehindert durch ältere Anlagen, auf einmal 6 Gohöfen nach den neuesten Erfahrungen mit dem ganzen Gefolge von Hülføs apparaten, Maschinen, Kessel, Winderwärmern 2c. hingestellt hat. Die Regelmäßigkeit der Disposition, die gute Ausführung und praktische Einrichtung laffen dies Wert als neueste englische Musteranlage bezeichnen, und erscheint ihr Typus bei den vielen Neubauten der Umgegend von Middlesborough in einer, oft bis in die Details durchgeführten, Consequenz wieder. Eine eingehendere Beschreibung dieser Normalanlage wird des: halb wohl manchem Fachgenossen willkommen sein.

(Schluß folgt.)

83,65, 13,48,

*) Die Firma: Bolkow & Vaughan, wenn auch nicht die ersten Entbeder des Erzes in den Yortshire- Districten, ist þaupttriebfeder der raschen Entwicelung gewesen. M'. Powthian Bell führt (1862) unter dieser Firma noch 4 Hohöfen in Witton Park und 2 in Middlesborough an, ferner 2 Walzwerte mit zusammen 139 Bubbelöfen. Außerdem bat die Firma große Gießereien und Werkstätten in Middlesborough.

0,39,

0,18,

Die Zustandsgleichung des Wasserdampfes. Von Gustav Schmidt, Professor des Maschinenbaues am Königl. böhmischen polytechnischen Landesinstitute in Prag.*)

In Şeft 1 dieses Bandes dieser Zeitschrift entwidelt 0,9604 nähern und überhaupt mit der Ueberhißung bis zu Ør. Professor Dr. Zeuner die z ustandsgleichung des diesem Grenzwerthe steigen. troffenen (gesättigten oder überhißten) Wasserdampfes in der

Der Herr Verfasser findet dieses Resultat felbft auffalForm:

lend und sagt, daß man nach der Vorstellung, die man sich pv=BT – CVD

(1),

von Gasen und Dämpfen macht, eher erwarten sollte, daß c, B = 0,0049287, C = 0,18781

bei zunehmender Ueberhikung abnimmt. Er findet jedoch sein worin p die Spannung in Atmosphären,

Resultat durch seine weiteren Untersuchungen bestätigt. v tas specifische Volumen (Volumen von 1 Kilogr.) und

Die meisten Leser jener Abhandlung dürften wohl eher T= 273 +t die absolute Temperatur bezeichnet.

zu der Meinung hinneigen, daß nicht op, sondern c, als

eine constante Größe zu betrachten sei; denn bei der ErwärBei Der Ableitung dieser Gleichung wird die Wärmes capacität des Dampfes bei constantem Drude, cp, als con

mung und Ausdehnung unter constantem Drude ist nebst der

äußeren Verschiebungsarbeit und nebst der inneren stant angenommen, und zwar übereinstimmend mit Reg. nault's Bersuchsresultat c, = 0,4805, während die Wärme

Bewegungsarbeit (molecularer lebendiger Kraft) auch noch

eine innere Verschiebungsarbeit zu verrichten, weil die capacität C, bei constantem Volumen folgende Werthe erhält: für gesättigten Dampf von

Molecüle ihre mittlere Distanz ändern; und diese innere Vers 0,5 1 5 Atmosphären

schiebungsarbeit wird zwar sehr klein, aber nicht Nul sein. C, = 0,3638 0,3516 0,8504 0,3470.

*) Auf Wunsch des Hrn. Verfaffers bemerken wir, daß uns dieser Für sehr starf überhigte Dämpfe würde sich c, dem Werthe Aufsat bereits Mitte April d. J. übersendet wurde. D. Heb. ().

P = 0,1

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