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in 926 Par. Fuß (296") Höhe. Damit stimmt aud noch die größte Erhebung der Kohlengruppe (unteren Abtheilung derselben) in der Gegend von Merols zwischen Aachen und Eupen nabe überein, welche 935 Par. Fuß (309") beträgt; nahe ebenso hoch ist die obere Abtheilung im Burgholz, nördlich von Mausbach, 928 Par. Fuß (297"); dann folgt der Oberdonnerberg bei Stolberg mit 893 Par. Fuß (286"), der höchste Punft der Straße von Stolberg nach Aachen mit 807 Par. Fuß (258"), die Höhe über Köttenich mit 729 Par. Fuß (233"), der höchste Schacht der Centrumgrube mit 645 Par. Fus (206").

Das Gebiet wird von mehreren Bächen und kleineren Flüssen durchfurcht, die größtentheils der Hoer zufallen, welche außerhalb desselben auf der Ostseite von dem Gebirge herab fich in nördlicher Richtung der Maas zuwendet. Der wichtigste dieser Bäche ist die Inde, welche bei Cornelimünster in 680 Par. Fuß (218") Meereshöhe in das Gebiet eintritt, im Allgemeinen einen nordöstlichen, der Roer zugewendeten Lauf befißt, der mehrfach gebrochen die Schichten theils quer durchbricht, theils denselben streichend folgt, und das Gebiet der Koblengruppe bei Weißweiler in 354 Par. Fuß (113") Höhe nach einem Laufe von 23 Meilen (20 Kilomtr.) Länge zum legten Male verläßt, nachdem sie schon unterhalb Röbe in 450 Par. Fuß (144") Höhe das Diluvium erreicht hatte.

Die Inde nimmt auf der rechten Seite den Bichtbach bei der Atscher Mühle auf, welcher bei der Eselsfurt oberhalb Stolberg in die Kohlengruppe bei 640 Par. Fuß (205") Meereshöhe eintritt; die Mündung liegt in 520 Bar. Fuß (166"). Der Lauf ist quer gegen die Streichungslinie der Sdichten nach Nordost gerichtet. Weiter nach Ost fällt der Omerbach bei Nothberg bei 415 Par. Fuß (133") in die Inde; derselbe tritt unterhalb Gressenich und Famich bei 570 Par. Fuß (182") in die Koblengruppe ein. Der Wehbach durchschneidet den nordöstlichsten Theil der Kohlengruppe zwischen Wenau und Langerwehe in etwa 400 Par. Fuß (128") Meereshöhe und mündet in die Inde weiter unterhalb ein. Die Inde, der Dichts und Omerbach fließen durch die süd. liche Hauptmulde des Kohlengebirges. Der höchste Punft der Rohlengrupve liegt über dem Inde- und Vichtthale, wo es in dieses Gebiet eintritt, 255 bis 295 Par. Fuß (82" bis 94"), und wo die Inde dasselbe bei Röhe verläßt, 485 Par. Fuß (155") hoch.

Auf der Westseite des Gebietes ist die Worm der wichtigste Bach. Dieselbe entsteht mit zahlreichen Zuflüssen an dem Ostabhange der bis 1000 Par. Fuß (320") reichenden Erhebung der Kreide im Aachener Walde und durchschneidet mit nördlichem Laufe die nördliche Hauptmulde des Kohlengebirges von der Wolfsfurter Mühle in 424 Par. Fuß (136") Höhe bis oberhalb Herzogenrath in 334 Bar. Fuß (107") Höhe. Das Kohlengebirge tritt hier nur in dem Thaleinschnitte auf und ist auf beiden Seiten von Diluvial-Schidten bedeďt. Auf der rechten Wormseite liegt der südlichste Schacht in 608 Par. Fuß (1955), der nördlichste in 616 Par. Fuß (197) Meereshöhe; auf der linken Wormseite in 583 und 513 Par. Fuß (187" und 164"). Die Höhen des Dilus viums auf der rechten Wormseite, unter welchen die Fortsegung des Kohlengebirges gefunden und in Betrieb genommen ist, weichen wenig davon ab. Die Schächte von Maria

bei Föngen liegen 552 Par. Fuß (177") und von Anna bei Alsdorf in 508 Par. Fuß (163") Meereshöhe.

Die Zusammenfeßung der Rohlengruppe ist in diesem Bezirk ziemlich einfach. Die untere Abtheilung, der Kohlenoder Bergkalk, besteht aus einem geschlossenen Kalffteinlager, im Durchschnitte des Vichtbaches etwa 1000 Fuß (300m) mächtig und von feinen anderen Gebirgsschichten unterbrochen. Darauf folgt das flögreiche oder productive Kohlengebirge. Die untersten Schichten desselben fönnten als eine besondere Abtheilung des flößleeren Sandsteines (Flößleeren) davon getrennt werden, indem ausgebildete Koblenflöße darin fehlen und ein charaktes ristisches Conglomerat darin auftritt. Da aber die Mächtigfeit der zu trennenden Schichten nicht bedeutend ist, dieser Trennung auch eine wissenschaftliche Grundlage fehlt, so erscheint es einfacher, die Beschreibung aller Schichten über dem Kohlenkalksteine zusammen zu fassen. Die Reihenfolge von Schichten, welche auf der rechten Seite des Rheins zwischen dem Kohlenkalkstein und dem Flöbleeren in so beträchtlicher Mächtigkeit als Schiefer, Ralfstein und Kieselschiefer (Lydit) unter der Benennung von Culm auftritt, fehlt in diesem Bezirke ganz. Der Kohlenfalfftein ist dicht, feinkörnig, in einzelnen Abänderungen politisch. Seine Farbe ist blaugrau, doch auch dunkel schwärzlich - grau. Er wird gewöhnlich von schmalen und fest damit verwachsenen Adern von weißem Kalfspath durchseßt. Er geht in Dolomit über, der in größeren und kleineren Partien bald unmittelbar dem Ober - Devon folgt, bald in der Nähe des Kohlengebirges liegt. Mit diesem Dolomit verbunden finden sich häufig Eisenerze, Zinfund Bleierze, theils auf Gängen und Stockwerfen, theils auf der Grenze desselben und des Steinkohlengebirges, seltener auf der Grenze des Ober-Devon, theils in Nestern und ober: flächlichen Ablagerungen.

Die Lagerungsverhältnisse der Kohlengruppe werden im Wesentlichen durch einige Hervorhebungen der Devonschichten innerhalb des Bezirkes derselben bestimmt. Der südöstlichen Grundlinie zunächst hebt sich ein schmaler, in der Richtung von Südwest nach Nordost langgestredter Sattel, in dem nur das Ober - Devon auftritt, hervor. Derselbe geht von Dorf bei Cornelimünster über Busbad bis in die Nähe von Bastens rath und wird von dem Bichtbady zwischen Binsfelderhammer und Stolberg quer durchsdynitten; er ist ringsum von Rohlen: kalkstein umgeben, sinkt also an beiden Enden darunter ein. Das Ober - Devon bildet auf der rechten Seite des Vicht: baches den Hammerberg, und kann dieser Sattel als der Hammerberger Sattel bezeichnet werden. Zwischen demselben und der südöstlichen Grundlinie des Gebietes liegt die schmale Burgholzer Mulde, welche gegen Nordost einsinkt und sich bei Haftenrath mit der Hauptmulde verbindet, die auf der Nordwests seite des Şammerberger Sattels liegt. Das Kohlengebirge umgiebt den in der Sattelwendung einfinfenden Koblenkalf, welcher fich nochmals gegen Nordost auf der rechten Seite des Omerbaches zwischen Volfenrath und Scherpenseel hervorhebt. Das Kohlengebirge hebt fich gegen Südwest in einer schmalen Muldenspiße bei Breinigerheide heraus und wird schon bei Hassenberg von dem hervortretenden Kohlenfalt unterbrochen. So bildet der Rohlenfalt im Durchschnitte des Dichtbaches auf der Südostseite der Sauptmulde drei Flügel, von denen fich die beiden Flügel der Burgholzer Mulde bei Breiniger

beide vereinigen und bei Cornelimünster mit dem Südflügel der Hauptmulde.

Auf der Nordwestseite der Hauptmulde findet sich ein idymaler Sattel von Ober - Devon, welcher von der belgischen Grenze bei Herbesthal (Grenzstation der rheinischen Eisenbahn) über Longen und Aftenet bis über den Göhl: (Geule-) Bach fortzieht, wo er von der Kreide des Aachener Waldes bedeckt wird. Dieser Sattel wird auf seinen beiden Seiten von Kohlenkalf begleitet, und diese beiden Züge werden ebenso, wie das von ihnen eingeschlossene Ober-Devon, von der Kreide bedeckt. In der nordöstlichen Fortsegung dieser Sattellinie tritt bei Waldhausen unfern der Straße von Aachen nad Eupen nur ein sattelförmiger Rücken von Kohlenfalt unter der Bededung der Kreide hervor, indem der Sattel so weit gesunken ist, daß das Ober-Devon auf demselben die Oberfläche nicht erreicht. Dieser Kohlenfalt zieht füdlich von Burtscheid über Schönforst nach Eilendorf und Nirm, wo er an einem scharfen Abschnitt aufhört und in der Nähe des Nirmer Tunnels der rheinischen Eisenbahn von Tertiärschichten und. Diluvium bedeckt wird. Hier hebt sich aber innerhalb desselben nochmals das Ober-Devon in einem ganz schmalen Sattel hervor und theilt ihn in zwei Züge, ebenso wie bei Aftenet. Auf der Nordwestseite des Koblenkalkes erstredt sich von der belgisden Grenze an bis Nirm eine schmale Mulde des Kohlengebirges, die Nirmer Mulde genannt. Der legte Punft gegen Nordust, wo dieser Kohlenfalf befannt ist, liegt bei Röhe an der linken Seite der Inde, unmittelbar unter dem Nordflügel der Hauptmulde des Kohlengebirges fich hervorhebend und von Diluvialsdichten bedeckt; an einzelnen Stellen tritt er auch in dem Zwischenraume darunter hervor.

Auf der Nordwestseite der Nirmer Mulde hebt sid, nun bei Burtscheid und in Aachen, bei Verlautenheid und Haaren ein Sattel bis auf die Oberfläche, in welchem das Unter-Devon (Coblenz-Schichten) vorkommt, zu beiden Seiten begleitet von Mittel-Devon (Eifelfalfstein). Aus dem südöstlichen Zuge des Lesteren treten die heißen Quellen von Burtideid, aus dem itordwestlichen diejenigen von Aachen hervor. Zu beiden Seiten ist das Ober-Devon befannt; auf der Südostseite ist der Kohlenfalt als Nordflügel der Nirmer Mulde von der belgischen Grenze über Hergenraed bis an die Freide, dann von der Straße von Aachen nach Eupen füdlich von Burtscheid vorbei bis Rothe Erde an der Straße von Aachen nach Stolberg, und endlich zwischen Nirm und Verlautenheid bis zur Bedeđung durch Diluvial-Ablagerungen zu verfolgen. Auf der Nordwestseite des Sattels ist der Kohlenfalt zwisdien Haaren und Saal, als Liegendes der nördlichen Hauptfohlenmulde, nur wenig aufgeschlossen. Der äußerste Punkt gegen Nordost, wo dieser Kalkstein bekannt geworden ist, liegt in einem Bohrloche 60 Fuß (19") tief an dem Wege von St. Förris nach Hehirath.

In der südlichen Hauptmulde des Kohlengebirges hebt sich noch ein Sattelrücken von Kohlenfalk nordwestlich von Cornelimünster bei Eid und Hittfeld hervor und zieht von hier über Feticheid, Göhl, Eynatten, Malhorn, gegen Südwest nach der belgischen Grenze, indem er so die Hauptmulde in zwei besondere Mulden theilt. Dic südlichere zieht über Ober-Forstbach, Schledheim, Lichtenbusch nach Berlotte und

hebt fich füdlich von Synatten ganz aus, so daß fich die sie begleitenden Kohlenkalflager zwischen Walhorn und Rottenis vereinigen. Diesem Kohlenfalt ist jedoch bei Carnoel und Gemereth noch eine isolirte Partie dieser Mulde aufgelagert, deren füdwestliches Ende aber die belgische Grenze erreicht. Die nördlichere Mulde wird dagegen bald nach der Trennung von der Kreide des Aachener Waldes bededt, geht auf der Südwestseite derselben zwischen Gynatten und Hauset, zwischen Walhorn und Astenet, über Rabottraed bis an die belgische Grenze, wo sie sich ebenfalls aushebt. Die beiden schmalen Mulden von Burgholz und von Nirm, sowie der südwestliche Theil der südlichen pauptmulde mit den beiden Verlängerungen nach der belgischen Grenze haben für die Entwidelung bauwürdiger Steinkohlenflöße feine Wichtigkeit; für diese bleibt nur der nordöstliche Theil der südlichen Indes oder Eschweiler Mulde und die nördliche Hauptmulde oder Worm - Mulde übrig.

Unter den wechselnden Schichten von Schieferthon und Sandstein, aus denen vorzugsweise das Kohlengebirge besteht, zeichnet sich ein aushaltendes Conglomeratlager aus, welches nicht weit von dem Kohlenfallsteine in den südlichen Mulden auftritt. Zwischen demselben und dem Conglomerate liegen Schieferthon- und wenige Sandsteinschichten mit zwei oder drei Tchmalen Stohlenflößen. Die Geschiebe des Conglomerats bestehen vorzugsweise aus weißem Quarz, welchem sich Quarzit, grauer Sandstein des Devon und schwarzer Lydit zugesellen. Dieselben sind völlig abgerundet; ihre Größe geht nicht leicht über 1 bis 2 Zoll (25 bis 50mm) hinaus. Das Bindemittel besteht aus Sandstein. Bemerkenswerth sind einzelne zerbrochene und wieder zusammengelittete Geschiebe und andere, welche an der Oberfläche rundliche Eindrücke zeigen, in die ein benachbartes Geldiebe paßt.

A. Die Eidh weiter Mulde oder das Inde-Bassin.

Der östliche Theil der Eidweiler Mulde, welcher befon: ders wichtig ist, wird gegen Westen durch eine große Verwerfung, Münstergewand, begrenzt, die in der Nähe der Inde oberhalb der Buschmühle durdiseßt. Derselbe zerfällt von West nad Ost gerechnet in drei Abschnitte. Der erste reicht von der Münstergewand bis zu einer zweiten großen Verwerfung, der Sandgewand, welche von Röhe an der Inde über Stid nad Fastenrath geht. An ihrer Ostfeite lagert sich das Tertiärgebirge unmittelbar an. Der mittlere Abschnitt tritt bei Nothberg auf der rechten Seite des Onterbaches, und der dritte, östliche, bei Weisweiler hervor, an der Oberfläche durch Diluvial- und Tertiär-Ablagerungen von einander getrennt. Der Bergbau in dieser Gegend mag sehr alt sein, und bis in das 14. Jahrhundert*) zurüdreichen.

Die oberen, hangenderen Kohlenflöße in der Mitte der Mulde sind daher schon seit längerer Zeit abgebaut, und die Angaben über ihre Mächtigkeit und ihre Zwischenmittel rühren aus den lebten Jahren des vorigen Jahrhunderts her.

Folgendes ist die Uebersidyt der in der Eidweiler Mulde vorkommenden Steinfohlenflöße von oben nach unten, oder vom Hangenden nach dem Liegenden gezählt:

*) Der Rohlenbergbau bei Lüttich ist bereits 1213 im Gange gewesen.

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in

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9 (235 mm)
4 (105mm)

16. Klein Stod

17. Mumm + 18. Häring 19. Şupp + 20. Plein Supp 21. Solemmerich +

10 (262mm)
7 (183mm)
2 (520)

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Steintohle

Bergmittel

preuß. Lachtern **)

in preuß. Zollen *)

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

30 (785mm)

8 (210mm) 12 (315mm) 14 (365mm) 22 (575mm) 22 (575mm)

8 (210mm) 11 (290mm)

17 (185mm) 11 (290mm) 16 (42000) 11 (290mm) 5 (130mm) ng (185mm) 22 (575mm)

6 (160mm) 20 (525mm) 11 (290mm) 24 (630mm)

17 (185mm) 40 (1",05) 10 (260mm) 16 (420mm)

7 (185mm) 18 (470mm)

9 (235mm) 50 (1",31) 26 (655mm) 24 (630mm) 12 (315mm) 28 (730mm) 13 (340mm) 17} (460mm) 24 (630mm) 11 (290mm) 11 (290mm) 11 (290mm) 22 (575mm) 10 (525mm) 15 (395mm) 12 (315mm) 28 (7350m) 21 (550mm) 12 (315.) 12 (315mm)

7 (183mm) 21 (549mm) 4 (105mm)

3,3t) (6",9) 11,0 (23) 10,1 (21",1) 2,5 (5",2) 3,8 (7",9) 11,6 (24",2)

2,0 (4",2) 11,0 (23)

2,5 (5",2) 13,8 (28",8) 2,5 (5",2) 6,7 (14") ) 10,1 (21",1) 5,4 (11",3) 2,0 (4,2) 8,0 (16",7) 4,0 (8“,4) 4,0 (8,4) 1,5 (3",1) 5,0 (10",4) 4,0 (8",4) 5,0 (10",) 2,0 (4",2) 13,0 (27",2) 1,5 (3",14) 5,5 (11",) 7,0 (14",6) 9,0 (18",8) 10,0 (20",9) 12,0 (25) 22,0 (46%) 1,5 (3m,14) 3,5 (7,3) 36,0 (75",2) 24,0 (50%) 32,0 (66",9) 50,0 (104",) 20,0 (41",8)

4,5 (9“,4) 13,0 (27",7) 8,0 (16,7) 2,0 (4",2) 75,0 (156",8) 1,2 (2,5)

71 (196mm)

6 (157mm)

1

3 (79mm)
8 (209mm)
34 (92mm)
9 (235mm)
18 (470mm)

18 (470mm)

8 (209mm)

3 (79mm). 12 (314mm)

6 (157mm) 24 (628mm)

1

*) 1 preuß. Zou = 2,615 Centimeter.
**) 1 preuß. lachter 80 Zoll oder 3,092 Meter.
***) Bei den Floßen 1 bis 13 ist die ganze Mächtigkeit, Steinkohle und Bergmittel zusammen angegeben.

t) Bezieht sich auf das Zwischenmittel zwischen dem ersten und zweiten Flöße.
tt) Die Flöße, deren Namen mit † bezeichnet sind, werden als bauwürdig betrachtet.

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Das Zwischenmittel zwischen Trauf und Wilhelmine beträgt zwischen 300 und 400 Lachter (600 bis 800m) und dasjenige zwischen diesen Flößen und dem Kohlenkalfsteine ungefähr 100 Lachter (200").

Die Flöße von oben bis einschließlich zum 34. oder Padtkohl werden die Innenwerke oder Binnenwerfe genannt und fallen ganz in das Concesstonsfeld Centrum. Die Flöge vom 39. bis einschließlich zum 43., von Fülcher bis Kleinfohl, führen den Namen Außenwerfe. Ihre westliche Muldenwendung zwischen dem Vichtbach und der Inde fällt in die Fannes - Grube, ihr Südflügel in die Conceffion Birkengang und ihr Nordflügel in die Felder Atsch, Probstei und Stenberg.

Von den 34 Flößen der Innenwerke können die 14 oberen als abgebaut gelten. Ihre Mächtigkeit einschließlich der Bergmittel beträgt zusammen 16 Fuß (5"), worunter nicht viel mehr als 10 Fuß (3") Steinkohle sein mag. Die Entfernung eines dieser Flöße vom anderen beträgt im Durchschnitt 11 Lachter oder 431 Fuß (13",6).

Diese obere Flößgruppe der Innenwerke besteht also aus nur schmalen und ziemlich nahe beisammen liegenden Flößen. Unter den folgenden 20 Flößen befinden sich 11 bauwürdige Flöke, mit zusammen 24; Fuß (7",6) Steinkohle und 5 Fuß (1",6) Bergmittel aus Schieferthon, Brandschiefer und Letten bestehend; und 9 unbauwürdige Flöße mit 7 Fuß (2,4) Steinkohle und 2. Fuß (78000) Bergmittel. Die durchschnittliche Mächtigkeit jedes bauwürdigen Flößes beträgt 263 Zoll (693mm) Steinkohle und 51 Zoll (144mm) Bergmittel, zusammen 32 Zoll (837mm).

Die Mächtigkeit der Zwischenmittel beträgt nach den eins zelnen Angaben 126 Lachter (263") und im Durchschnitte zwischen je zwei Flößen 6,8 Lachter oder 42 Fuß (13m “,2). Dieselbe ist aber im Ganzen genommen nicht so groß und be. trägt einschließlich der Flöße nur 100 Lachter oder 667 Fuß (209"), so daß die mittlere Entfernung von je zwei Flößen noch etwas unter 5 Lachter (104,5) zurückbleibt.

Die 34 Flöße der Innenwerfe enthalten daher 42 Fuß (13",2) Steinkohle in einer Gebirgsmächtigkeit von 191 Lachter oder 1274 Fuß (399"), so daß die Menge der Kohle fich zu der des Gesteins wie 1 zu 29 verhält.

Das Zwischenmittel zwischen den Innenwerken und den Außenwerken ist sehr flöparm, denn es fommen in demselben nur 4 sdmale Flöße von zusammen 47 Fuß (1",44) Steinfohle und 11 Fuß (471") Bergmittel vor, obgleich daffelbe eine Mächtigkeit von 162 Lachter oder 1080 Fuß (338,5) erreicht. Die Außenwerfe selbst bestehen aus 5 Floßen von

zusammen 7Fuß (2“,25) Steinkohle und 44 Fuß (1“,41) Bergmittel. Die Mächtigkeit und Bauwürdigkeit derselben wechseln indeffen sehr ab. Innerhalb derselben Flächen find nur 2 bis 3 dieser Flöße bauwürdig; fte liegen in einer Gebirgsmächtigfeit von 27,5 Lachter oder 183 Fuß (57",5).

In dem Zwischenmittel zwischen den Außenwerken und den liegendsten Flößen tritt das bereits oben erwähnte Cons glomeratlager ziemlich weit nach dem Liegenden hin auf. Es ist auf dem Südflügel der Eschweiler Mulde auf der Busbacher Heide, auf dem Rüden von Ober-Stolberg nach Sastenrath zwischen dem Vichts und dem Omer - Bache, sowie auf dem Nordflügel am Hohenstein auf dem Ichenberge, an der Inde und im Probsteier Walde vielfach entblößt.

Unter den Schichten der Zwischenmittel ist der Schieferthon vorherrschend. Der Sandstein hat bis zum Flöße Nr. 31 nur etwa 5 der Mächtigkeit der bis dahin vorkommenden Schieferthonschichten; zwischen Nr. 31 und 34 ist das Vers hältniß beider Gesteine 1:2, in dem Mittel zwischen den Innen- und den Außenwerfen 1:5. Der Sandstein ist im Allgemeinen fest und feinförnig, von leichterer oder dunklerer grauer Farbe; ein Conglomerat mit scharfedigen Stücken lichtgrauen, durchscheinenden Quarzes und feinförnigem Bindes mittel gleichen Gesteins kommt selten, nur zwischen den lies gendsten Flößen der Innenwerke vor, öfter ein Ulebergang in Quarzfels mit splitterigem Bruche. In den Schieferthonen, die theils rein, theils in verschiedenem Grade sandig sind und dadurch zuweilen in Sandstein übergeben, kommen Sphärosiderite in Nieren und Lagen vor, die aber zu wenig machtig und nicht genügend aushaltend sind, als daß fie bisher zu einer Gewinnung Veranlassung gegeben hätten.

Die Steinfohle der Innenwerfe gehört der Badtohle (Karsten) oder der sogenannten Fettfohle an, befißt eine sehr hohe Heizkraft, liefert aber, wie der größte Theil aller Badfohlen, bei geringer Festigkeit und Zusammenhalt, nur wenige größere Stücke, dagegen viel Grus- oder Kleinkohle. Sie ges hört zu den vorzüglichsten Steinkohlen und ist zu jedem Zwecke brauchbar, zur Bercofung, zu Schmiedefeuern. Die Veruns reinigung der Gruskohlen ist bei dem Vorfommen vieler milder Bergmittel nicht immer zu vermeiden; dagegen liefern die Flöße Großfohl und Fornegel sehr reine, von Schiefertheilen freie Kohlen.

Die Kohle der Außenwerte zeigt die Eigenschaften der Badfohle in einem sehr verminderten Grade und nähert sich, obgleich ihre chemische Zusammensepung dieselbe ist, der flammenden Sinterkohle); diefelbe wird deshalb auch nicht zur Bercofung verwendet.

2) Dieser Ausdruck dürfte nicht ganz richtig sein, da die Eschweiler Eintheilung (vergl. Annales des Mines III. Serie, XII., S. 161) der Kohlen zu den kohlenstoffreichsten, weniger flammenden Sorten gehören. Steinkohlen in 6 Hauptsorten, nämlich: Nach der von mir in d. 3. Band III, S. 68 ergänzten Regnault'schen

mit durchschnittlichem Gehalt von a) magere Flammkohlen (houille sèche à longue flamme)

80,8 C

5,2 H Sauerstoffreiche

14,0 0 & N (b) finternbe ( flénue)

83,4 5,4 11,2 Steinkohlen c) badende ( grasse à longue iamme)

84,8 5,2
d) Fettfohlen

(
grasse maréchale)

89,0 5,0 Kohlenstoffreiche

6,0
e) Efkohlen
( demi-maigre

90,7 4,5

4,8 Steinkoblen f) Anthracitkoblen ( maigre ou anthraciteuse)

92,0 4,0

4,0 gehören die Kohlen der Innenwerke der Eschweiler Mulde der Classe d mit dem von mir (a. a. D., Bd. III, S. 67) entwickelten Gefeß, daß jene an, die der Außenwerke dagegen dem Typus e; bies stimmt ganz überein Typenreihe zugleich mit der Aufeinanderfolge der Flüße vom Hangenden

10,0

.

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