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2 cos a

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hung der folgende, an die schon üblich gewordenen Benennungen fitch möglichft anschließende Vorschlag von Conrector 6. Delabar (Polytechn. Journal, 1867, 2. Januarheft) Beachtung verdient. Derselbe theilt die Heißluftmadinen ein in:

1) offene Heißluftmaschinen, bei welchen die Arbeitsluft init jedem Rolbenhube in'e Freie entweicht, und zwar

a) mit offener Feuerung (Maschinen von Ericsson,

Wilcor ?.), wobei auch die Verbrennungegare, ohne mit der Arbeitsluft fich zu mischen, direct durch den

Schornstein in's Freie entweichen, b) mit geschlossener Feuerung (Maschinen von Bea

lom, Windhausen, Roper 2.), wobei die Verbrens nungagase mit der Arbeitsluft gemischt in den Treib

cylinder gelangen; 2) geschlossene Heißluftmaschinen, wobei die Arbeitsluft, welche sich hier nie mit den Verbrennungsgafen mischt, stets dieselbe bleibt, also einen sogenannten Kreisproceß iviederholt durchläuft, und zwar

a) mit atin osphärischer Anfangøpressung (Laube

reau-Schwarskopff'iche Maschinen xc.), b) mit fünftlich erhöhter Anfangspressung der eins

geschlossenen Arbeitsluft (Maschine von Reichenbach). Weniger wesentlich wären fernere Unterabtheilungen in einfach und doppelt wirkende Maschinen, mit oder ohne Luftpumpe.

g.

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mehrt um deren eigenes Gewicht, von dein beschwerten Arm BC unabhängig ift

, P das Gewicht einer Schwungkugel; in bekannter Weise find P und Q dadurch zu ergänzen, daß in das Gewicht einer Stange OM, in Q das 14 fache Gewicht einer Stange A D einbegriffen wird. Aus der Bedingungøgleichung für den mittleren Gleichgewichte zustand:

Q
ma l' sin & cos a = Pl sin a +
a

a sin 2 a
g
folgt dann mit b

= 2a cos a:

P1

+ Q Pl?

2ga? und es kann somit a constant erhalten werden troß der Uenderung 4h von h, wenn man gleichzeitig Q um 4Q ftch åndern läßt so, daß PI

P1
+Q
+Q+4Q

+Q
AQ

Pl?W? h+4h

2ga? ift. Dies wird erreicht durch die 4h entsprechende Neigung des mit dem Gewichte S in Abftande BC = n von B beschwerten Armes; ist nämlich AB = m hinlänglich lang, also der Åh ents sprechende

' Drehungswinkel o der Achse B hinlänglich klein, so kann gelegt werden:

AQ
Ah=mq; 4Q=Sundalfo

sh und es wird somit der Zwed erreicht, wenn nur

P1

+ Q

& Sn = m' b

2 ga?

PI

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a

; also

h

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h

Sn

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m2

genacht wird.

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Masoinentbeile. Der aftatische Schwungkugelregulator von Dr. Großmann (Verh. des Vereines zur Beförd. des Gewerbfl. in Preußen, 1865, S. 104; auch „Des Ingenieurs Taschenbuch", 7. Aufl., S. 420) empfiehlt sich vor manchen anderen zu dem gleichen Zweck gea machten Vorschlägen durch die Einfachheit der Idee und Ausführung, namentlich auch durch die Leichtigkeit, womit danach ein schon vorhandener gewöhnlicher Watt'scher Regulator in einen aftatischen verwandelt werden kann. Derselbe besteht nach beiftehender Skizze einfach darin, daß mit der Drehare B des Stellzeughebele AB ein rechtwinkelig gegen AB gerichteter Arm BC verbunden ist, der ein Gewicht S trägt. Die erforderliche Größe dieses Gewidytes, worin das balbe Gewicht des Armes BC eingerechnet zu denken ist, ergiebt fich durch folgende Betrachtung.

Statiftir.

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Die teinkohlenproduction Frankreichs hat sich nach Burat feit Anfang dieses Jahrhunderts in Perioden von 12 bis 14 Jahren verdoppelt. Sie betrug 1789

250,000 Tonnen. 1815

950,000 1830

1,800,000 1843

3,700,000 1857

7,900,000 1863

10,590,000 1864

11,100,000 *) Der Import fremder Rohlen beträgt die Hälfte der Production.

In England hat fich der Kohlenverbrauch seit 1845 bers dreifacht; er betrug 1865 87,000,000 Lonnen und der Erport 9,000,000 Tonnen. („Ann. du Gen. civ. 1866. April.)

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Es sei OM #1, OD = AD=&, « der Elongationswinkel und OA = h bei der mittleren Winkelgeschwindigkeit w der Regulatorspindel, bei welcher A B horizontal, BC vertical sei, so daß der Druct Q des Gebele AB auf die Gleitbüchle, bers

Berichtigungen zu Heft 5 bis 7.

Auf Blatt 6 ist die Bezeichnung der zugehörigen Textseite unten redte falsch; fies: zu Seite 335 Seite 384, Zeile 8 von unten lies: 140,46;

18.

*) Ueber die Production der Jahre 1853 und 1859 finden sich specielle Angaben Bb. V, S. 256 6. 3.

D. Red. (2.)

ftatt: zu Seite 324.

statt: omm, 46; 388, 9 oben lies: bi, b,..

statt: bieb.. 4 unten lies: Maschinenmeister in 469, 11 lies: 411

statt: 441.

406,

statt: in

Gedrudt bei A. W. Schate in Berlin, Stallidhreiber Araße 47.

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M it the il unge n
aus den Sißungsprotokollen der Bezirks- und 3 w eigoereine.
Zweigverein.

schlagene Erweiterung des Laboratorien-Unternehmens **) in BeTechnischer Verein für Eifenbüttenwcfen.

ziehung auf (Fortseßung von Seite 355.)

die Drganisation eines Lebrcursus für Eisenhüttenwesen.

Der Referent Hr. R. Peters wies im Anschlusse an die ausGeneralversammlung vom 24. März 1867 in Düssel

gegebene Denkschrift darauf hin, daß ein Mangel an Gelegenheit Dorf. – Vorstbender: Erfter Ehrenpräfident Hr. Höfch. Pro

zur Ausbildung für junge Hüttenleute thatsächlich bestehe. Der tofollführer: HHrn. Elbers, abern und Peipere. Anwesend

Unterricht in den polytechnischen Schulen umfasse zwar das Ges 42 Mitglieder und mehrere Gäste.

sammtgebiet der technischen Wissenschaft; es fehle aber babet bie Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Berathung specielle Fachausbildung. Der Vorstand des zollvereinsländischen über eine laut den Mitgliedern vorliegender Denkschrift *) vorge- Eisenhüttenvereines habe nun den Plan gefaßt, eine passende Lehr

**) Bergl. hierüber Bd. X, S. 291, 315 und 481 und Bd. XI, S. 363 D. 3.

D. Red. (L.)

*) Diese Denkschrift unter dem Titel:
„Promemoria über die Organisation eines Lehrcursus für Eisenhütten-
wesen in Verbindung mit dem Centrallaboratorium der rheinisch-

westphälischen Eisenwerfe“
fei im Nachstehenden ihrem wesentlichen Inhalte nach ausführlid, niitgetheilt.

„Bei der, in vielen Beziehungen vortrefflichen Organisation der Deutschen technischen Boodhulen ist es auffallend, daß das Eisenhütten wesen nirgends in einer, der hohen Bebeutung dieses Industriezweiges entsprechenden, Weise vertreten ist.

Die Bergakademieen, auf welchen in früheren Zeiten eine, deni damaligen Standpunkte der Wissenschaft und Technik angemessene, Darstellung des gesammten Hüttenwesens gegeben wurde, sind der neueren Entwickelung der Eisen- und Stahlfabrication nicht in genügender Weise gefolgt, was theils in der großen Entfernung dieser Lehranstalten von den Haupteisendistricten begründet sein inag, theils in dem Mangel ges eigneter Lehrkräfte, welche außer der theoretisden Grundlage namentlich audy den praktischen Theil des vielverzweigten Gebietes aus eigener Thätigkeit kennen zu lernen und vorzutragen verstanden.

Andererseits ist an den polytechnisden Schulen und der GewerbeAkademie zu Berlin, wo viele Zweige der Technik eine vortreffliche Vertretung fanden, faum ein Anfang Dazu gemacht, durch Vorträge und Uebungen Ingenieure freciell fitr die Bedürfnisse des Eisenhüttens betriebes heranzubilden.

Es blieb baber den jungen Technifern, welche sich dem Studium unseres Faches widmen wollten, nur die Möglichkeit offen, entweder auf ben ausländischen Lehranstalten zu Paris, Lüttidy, London oder Leoben eine, jebod nicht ben heimischen Berhältnissen entsprechenbe, Ausbildung zu suchen, oder durch Besuch einer polytechnischen Schule fich die nöthigen Kenntnisse in den Naturwissenschaften, besonders in der Chemie, ferner in Mechanif, Maschinenwesen und Bauconstruction anzueignen und durch Selbststudium Sie ihnen nicht gebotenen Borträge und Uebungen im speciellen Fach zu ersegen.

1

Die segengreichen Folgen eines fyftematischen wissenschaftlichen Unterrichtes für die Ausbildung der Ingenieure in den übrigen Industries zweigen find bekannt, unb es bürfte nicht zweifelhaft sein, daß auch für das Eisenhüttenwefen, welches in täglich wachsender Ausdehnung immer mehr tüchtig vorgebildete Kräfte verlangt, die Organisation eines Lehrs cursus zur speciellen Darstellung dieses Gebietes gute Früchte tragen und einem in der Praxis vielfach gefühlten Bedürfnisse Befriedigung ges währen würde.

Zur Erreichung dieses Zieles liegen zwei Wege offen: Ein derartiger Lehrcursus für Eisenhüttenkunde fann

entweder an eine der bereits bestehenden Bergakademieen oder polytechnischen Schulen angelehnt,

ober als eine selbstständige Speciallehranstalt eingerichtet und in Verbindung mit dem von den rheinisch - westphälischen Eisen.

werken zu errichtenden Centrallaboratorium gebracht werden.

Der erstere Fad bietet ohne Zweifel gewisse Vortheile, weil dadurch die Ausbildung der Ingenieure des Eisenhüttenfaches in enge Beziehungen zu dem Unterridite in den eng verwandten Gebieten der techs nischen Chemie, des Maschinenfadies und Ingenieurbauwesens gebracht und mit diesem unter einheitlicher Leitung organisirt werden könnte.

Da jedoch die deutschen polytechnischen Schulen, ebenso wie die Bergs akademieen, sehr weit von den Hauptdistricten der Eisen- und Stahlfabris cation ifren Siß haben, so witrde bei einer derartigen Combination der sehr wesentliche Nachtheil eintreten, daß den Docenten und Stubirenden des Eisenhüttenfaches die stete Anschauung der Processe und Apparate in der Praxis fehlte. In unserem Industriezweige ist es, mehr wie bei vielen anderen, von großer Wichtigkeit, die Fachvorträge durch fortwäh. rende Beobachtuug auf den Hüttenwerken zu ergänzen, da zwar die Mas schinen, Defen, Hämmer zc. durch Zeichnungen und Beschreibungen ver

-5

anftalt mit dem intendirten Centrallaboratorium zu verbinden, und fei die heutige Versammlung berufen, über die Zweckmäßigkeit einer solchen Einrichtung ihr gutachtliches Votum abzugeben.

Hiernach wieg ør. Ahern auf die Akademie in Leoben hin, welche sich eines europäischen Rufes erfreue und einen großen Theil ihres Erfolges dem Umftande zu verdanken habe, daß fte vermöge ihrer Lage inmitten einer bedeutenden Elfenindustrie ihren Schülern bie befte Gelegenheit biete, die erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Anwendung auf die Prarie weiter auszubehnen und zu vervollständigen. Rebner führte noch an, daß fich zur Zeit auf den rheinisch-Westphalischen Werken etwa 20 bis 30 Schüler der gedachten Anstalt in Wirfjamkeit befinden.

Hr. Helmholt glaubte fich den Ausführungen des Hrn. R. Peters feinesweged anschließen zu können, erblickte vielmehr in der Erweiterung des Laboratorienunternehmens sehr erhebliche Schwierigkeiten. Zunachft erscheine die Personenfrage außerst bes denklich, da es kaum anzunehmen fei, daß man für die in der Denkschrift vorgezeichnete, ungemein umfassende Lehrthätigkeit eine geeignete Kraft zu finden vermöge. Es folle danach der Vortragende nicht allein tüchtiger Constructeur, sondern auch gewiegter Chemiker und obendrein praktisd durchgebildeter Hüttenınann sein, von welchem vor allem eine eingehende Kenntniß des Hohofenbetriebes und der verschiedenen Frischarbeiten gefordert werden müsse. Nehme man es aber auch als möglich an, einen solchen Mann zu finden, so sei es doch ganz undenkbar, daß derselbe fich durch das in Ausficht genommene Gehalt von 1600 Thlr. nebst 400 Thlr. für Reisekosten 2. ber Praris entreißen laffen werde, und würde es deshalb gerathen erscheinen, von vorn herein die Lebrgegenstände zu theilen, und einen zweiten Lehrer anzustellen, wenn nicht überhaupt die dadurch bedingte erhebliche Koftenvermehrung zu dem Entschlusse führe, die Anstalt dem in der Ents ftehung begriffenen politechnischen Institute zu Aachen angulehnen.

Redner warf fobann die Frage auf, wie eigentlich die Vers bindung der Lehranstalt mit dem Laboratorium gedacht worden sei. Aus der Denkschrift scheine hervorzugeben, daß die borgeschrittenen Schüler dem Chemiker als Afftftenten beigegeben werden sollten, wodurch der Schwerpunkt in die Person des Docenten gelegt werbe, welchem, ba er zugleich bie Vermittelung zwischen der Praris und den laboratorienuntersuchungen übernehmen folle, der leitende Chemiker gänzlich untergeordnet erscheine. Dieser wichtige Punkt bedürfe einer näheren Erläuterung.

Hr. Petersen fand ebenfalls, daß die Denkschrift bie Functionen des Docenten nicht genügend präcistre; der Leştere brauche nur fähig zu sein, die Constructionsübungen so weit zu leiten, als solche auf den speciellen Hohofen- und Walzwerkbetrieb Bezug haben, während die analytischen Untersuchungen des Laboratoriums selbftrebend lediglich Sache des Chemifer8 bleiben müßten.

Wenn der Cursus als dauernde Einrichtung intendirt werde, fo könne er (Redner) fich dieser Ansicht nicht anschließen; er bes trachte die Lehranstalt lediglich als einen Vorläufer des polytechnischen Institutes in Aachen, zu dessen integrirendem Theile fte später heranreifen und von vorn herein demgemäß organistrt werden müsse. Nach den jahrelangen Erörterungen und Verhands lungen möge man das heute Gebotene borab bankbar annehinen.

Hr. Helmholk, rügte ferner, daß das Gehalt für einen Affiftenten für Constructionsübungen mit 600 Thlr. viel zu gering angeschlagen sei, und es gerathener erscheinen möchte, diesen Sheil des Cursus gänzlich fallen zu lassen. Ueberhaupt möchte die Lehranstalt in den gezogenen sehr engen Grenzen eher schädlich, als nüglich wirken; solle dieselbe aber lediglich als Agitationsmittel und als Vorbereitung für eine spätere entsprechende Organisation des Aachener polytechnischen Institutes betrachtet werden, so ftimme auch er unbedingt für die Einrichtung.

ør. Peters gab zu, daß die Dotation des Docenten allerdinge ungenügend, und die Gewinnung einer zweiten Lehrkraft

anschaulicht werden können, weniger gut dagegen die Natur der Materialien und die Reihenfolge ihrer Bearbeitung.

Dieser Gesichtspunkt dürfte in erfte linie zu stellen sein und die Entscheidung dafür abgeben, daß ein lebrcursus für Eisenbütten. wesen im Centrum unserer Industrie neu errichtet und nicht an eine der bereits bestehenden technischen Hochschulen angelehnt wird.

Zu demselben wären folche junge Techniker zuzulassen, welche durch Besuch einer polytechnischen Schule, der Gewerbe - Akademie in Berlin oder einer Bergakademie fich genügende Kenntnisse in den Naturwissen. schaften, in Mathematit, Medyanit, Majdinenwesen und Bauconstruction angeeignet hätten, so daß fie im Stande fein würden, quantitative chemis ide Analysen auszuführen und die wichtigeren Maschinen und Gebäube zu construiren und zu berechnen. Sie würden dann in dem projectirten Cursus 1 Jahr hindurch Gelegenheit finden, einen ganz speciellen Vors trag über Eisenhüttenwesen zu hören, die Betriebsmaschinen, Defen 2c. zu construiren und im Laboratorium analytische Uebungen speciell an Rohmaterialien, Soladen und Eisenfabricaten zu machen. Hieran könnten fid Borträge anschließen, um gewisse Zweige der Naturwissenschaften, 3. B. die Theorie und Anwendung der Wärme, ausführlicher zu behans deln, sowie vielleicht Abschnitte aus den so wichtigen Gebieten der Volts: wirthschaft, Statistik und Geschichte der Industrie.

Ein solcher Lebrcursus würde sich mit dem Centrallaboratorium, dessen Errichtung von den rheinisch-westphälischen Eisenwerken in Aussicht genommen ist, vortrefflich in Verbindung bringen lassen, da beide Ans ftalten wesentlich dasselbe Ziel einer systematischen, wissenschaftlichen Darstellung und Erforidung der Sittenproceffe berfolgen und sich gegenfeitig in vielen Beziehungen ergänzen würden.

Wird den Studirenden des Lehrcursus die Mitbenuşung des Labo. ratoriums gestattet, so bietet sich dem Chef des Leßteren die Möglichkeit, die am tüchtigsten vorgebildeten Kräfte zu seinen Arbeiten beranzuziehen und einen umfangreichen Stoff durch die Analyse zu erforschen, was sonst nur durch Engagement von Assistenten möglich sein würde.

Andererseits finden die Studirenden, welche sich bereits im Auges meinen in der chemischen Analyse orientirt haben, durch die Benupung des Laboratoriums Gelegenheit, dort Untersuchungen zu machen, welche die Specialitäten ihres Faches betreffen, so daß fie nachher als püttens chemiker vollständig hinsichtlich der besten Methoden der Analysen im Eisenfady, der Entnahme der Proben 2c., unterrichtet sind.

Nicht minder wird eine berartige Combination auch in anderer Bes ziehung die Aufgabe des Centrallaboratoriums erleichtern; für dasselbe bestand eine

vielleicht die größte Schwierigteit barin, eine Persönlichkeit zur oberen Leitung zu finden, welche zunächst ein vorzüglicher Analytiker sein, dann aber auch die Befähigung haben mußte, die Pros ben in den Hüttenwerken praktisch und fachkundig burchzuführen, für die Untersuchungen die richtigen Brobeffüde zu gewinnen und später die Ergebniffe der Analyse wieder burd Forschungen in der Praxis zu er: gänzen.

Diese beiden für das Unternehmen gleichmäßig wichtigen Richtungen werden kaum in einer Berson vereinigt zu finden sein: Theilung der Arbeit wird aber hier, wie in so vielen anderen Fällen, eine richtige lösung berbeiführen können.

Wenn der für den Cursus für Eisenbüttenwesen zu gewinnende Dos cent von vorwiegend praktischer Richtung es übernimmt, die Proben in den Eisenwerken auszuführen und dem Chef des laboratoriums die zur Untersuchung bestimmten Proben tritisch geordnet zu übergeben, so ift eine größere Garantie für deren richtige Auswahl geboten, und der Chemiker kann seine ganze Zeit und Kraft der Analyse widmen.

Der ftete Zusammenhang mit den Forschungen des laboratoriums wird endlich den Lebrcursus und beffen Docenten die beste Gelegenheit bieten, diesen wichtigen Theil des Faches duro Vorträge und Berech. nungen mit den Ergebnissen des Betriebes in Harmonie zu bringen; es kann durch jene Combination für die Processe des Eisenhüttenwesens das Ziel erreicht werden, an welchem das Maschinenfach bereits durch das Susammenwirten tüchtiger Kräfte angelangt ist; daß Theorie und Brafie, erwünscht sei; wenn Leşteres aber der fehlenden Mittel halber nicht angehe, fo folle man doch deshalb nicht das ganze Unternehmen fallen lassen. Auch die Auffindung einer geeigneten Persönlichkeit für den ersten Docenten gab Redner als schwierig zu; man müsse aber eben die möglichst befte Rraft zu gewinnen suchen. Der Chemifer müsse ebenfalls seiner schwierigen Aufgabe vollkommen gewachsen sein. Wenn die Dentschrift vorschlage, daß der Docent die erforderlichen Proben u. in den Werken bornehmen und fte dem Chemifer übermitteln solle, so sei man dabei augenscheinlich von der Ansicht ausgegangen, daß fich schwerlich ein Chemiker finden werde, welcher genau genug mit der Prarie vertraut fei, um felbft Proben z. nehmen zu fönnen.

Hr. Helmholt fonnte damit feine vorhin geäußerten Bes Denfen feinesweges als beseitigt erachten. Nach den Ausführungen des Vorredners verliere die Stellung des Chemifers entschieden an Werth. Er habe fich gedacht, der Chemiker Tolle selbst die Verbindung zwischen der Theorie und der Prari8 übernehmen; fo aber sei der Erftere lediglich Külføarbeiter des Docenten und folle dazu noch Vorträge u. halten, welche mit den erforderlichen Vorbereitungen sc. ficherlich so viel Zeit in Anspruch nahmen, daß dadurch den eigentlichen Untersuchungen entschieden Abbruch ge= chehe. Redner wollte der vorgeschlagenen Organisation nur dann seine Zustimmung geben, wenn der Chemiker nicht auf die angedeutete Weise hintenangelegt werde.

Der Vorfigende resümirte die feitherige Debatte und glaubte, ohne die geäußerten Bedenken als unbegründet verwerfen zu wollen,

doch dem Vereine rathen zu follen, das Gebotene anzunehmen; man möge bedenken, daß ohnehin noch die Geldbewilligung von Seiten des anderen Vereines zu bewirken sei, welche, weil fte auf fünf Jahre gefordert werde, immerhin noch Schwierigkeiten biete.

Ør. Ahern wies auf die Entstehungsgeschichte der bereits vorhin erwähnten Akademie in Leoben bin. Diefelbe sei in den 1830er Jahren als Lehrstuhl für Berg- und Hüttenwesen in Vorbernberg gegründet, und Anfangs dafür als einzige Lehrkraft Sr. Sunner bestellt worden, welcher damale bereit feine Schule in der Praris durchgemacht hatte. Im Jahre 1849 habe das Aerar die Anstalt übernommen, nach Leoben verpflanzt und zum Range einer Akademie erhoben. Neben dem Director fungiren daselbft feßt brei Professoren und mehrere Affiftenten, während Die Anzahl der Schüler im Laufe der Jahre von 20 auf über 100 gestiegen ist. Im Hinblicke auf dieses Vorbild möge man einen Anfang im Kleinen durchaus nicht scheuen, sondern mit Vertrauen und Energie Hand an's Werk legen.

Ør. Petersen erinnerte daran, daß die Denkschrift nur Vors schläge enthalte, und bezügliche Aenderungen jederzeit ftatthaft feien. Er empfehle im Einverständnisse mit Hrn. Welmholß den Vorschlag des Vorstbenden zur Annahme mit dem Zusabe, daß die nähere Feststellung der Organisation den zu wählenden Ausschüffen überlassen werbe.

Hr. Dr. Stammer empfahl ebenfalls unter Anerkennung der von Hrn. Belmholt hervorgehobenen Schwierigkeiten mögs lichft baldigen Anschluß an das polytechnische Institut in Aachen.

(Sdluß folgt.)

Wiffenschaft und Erfahrung eine fichere Grundlage fchaffen und fich zum Nugen ber Industrie harmonisch ergänzen. –

In Betreff der zweďmäßigen Organisation des Unters rictes muß neben einer genügenden Berüdfichtigung des Maschinen und Bauwesens der einzurichtende Vortrag über Eisenhüttenlunde die prattischen Bedürfnisse der Gewinnung und Aufbereitung der Eisensteine und Kohlen, des pohofenbetriebes, der Fabrication in den Pubbel- und Walzwerfen, und der Stahlindustrie in's Auge faffen, und, statt den Schwerpunkt in theoretische Erörterungen zu verlegen, welche bei dem ietigen Stand der Wissenschaft in unserem Gebiete nur höchst zweifels haften Werth haben, muß er die Resultate und Fragen des praktischen Betriebes in den Vordergrund stellen, sie durch Theorie zu erläutern versuchen und namentlich überall die Selbstkostenberechnungen der Fas bricate zur genügenden Beadtung bringen. Viele theoretisch vollfom mene Processe mußten verlassen werden, weil sie cine zu theuere Fabrication bedingten, und fast überall kann man beobachten, daß Productionsmethoden, welche an einer bestimmten Localität, bei gewissen Material, und Transportpreisen eine gute Rentabilität eines Werkes ermöglichen, an anderen Stellen einen vielleicht rationellen, aber durchaus nicht lucrativen Betrieb zur Folge haben. Hier muß die Erfahrung die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung fritisd beleuchteu und die den Bedürfnissen der Praxis unter verschiedenen Bedingungen entsprechenden Modis ficationen hervorheben.

seits Gießereibetrieb, andererseits Fabrication in Hammer- und

Walzwerfen, Ajustirung zc.). Bei der Behandlung des Stoffes in diesen 4 Abtheilungen wären gleichmaßig die phyfitalische und chemische Theorie der Processe, die geognostische Lagerung und demische Zusammenseßung der Hohmaterialien, die Construction der Defen, Maschinen und Apparate, welche fich zur praktischen Ausführung der Processe am besten bewährt haben, die Vers theilung des erforderlichen Arbeiterpersonals, die Einrichtung der Bes triebebücher, die Anfertigung ber Selbftfoftenberechnungen, die so wichtigen Transportverhältnisse, die Geschichte und Statistit der Production darzustellen und burch Zahlen, Zeichnungen und Büttenproducte der besten deutschen und ausländischen Werke zu belegen. Un Pehrkräften werden nöthig sein:

Der Lehrstoff wird, der fortschreitenden Verarbeitung des Metalles entsprechend, naturgemäß in 4 Abtheilungen zerfallen:

1) Robntaterialien (Eisenstein, talfftein, feuerfester Thon,

Brennmaterialien, Röstöfen, Kohlenwäschen, Cotsöfen). 2) Hobeisen fabrication (Hobufenproceß mit Coke und Holz

tohle). 3) Umwandlung des Roheisens in fchmied bares Eisen

oder Stahl (Frisch- und Puddelproceß, Bessemern mit den

zugehörigen Defen, Maschinen und Apparaten). 4) Darftellung der andelsproducte aus ben alb,

fabricaten durch Schmelz, Soweif- und Glühproceffe einer

ein Docent für den Cursus über Eisenhüttenwesen, ein Affiftent für die Constructionsübungen, und würde der Chef des labo:

ratoriums die Leitung der analytischen Uebungen übernehmen. Einrichtungskosten werden nur insofern entstehen, als eine Sammlung von Zeitschriften, Werken, Zeichnungen, Rohmaterialien, Hüttenproducten ac. als Grundlage für die Vorträge und Uebungen bes schafft werden muß. Die Vervollständigung der Sammlungen wird fidh theils duro geeignete Vermittelung der inländischen Hüttenwerte ohne erhebliche Kosten ermöglichen laffen, theils Dadurch, daß dem Do. centen des Eisenhiittencursus Gelegenheit geboten wird, burc Reisen nach den Werken von England, Frankreich, Belgien 2. die dortigen Hüttenproducte zu sammeln und zugleich die Fabricationsverhältniffe jener Länder zu beobachten und für die Vorträge zu verwerthen. Die Ausgaben für den Lebrcursus können, wie folgt, geschäßt werden: Gehalt des Docenten für Eisenhüttenkunde . . 1600 Thlr.,

Assistenten für Constructionsübungen 600 Localmiethe, Beizung, Beleuchtung

200 fitr Bibliothef, Zeitschriften, Zeichnungen, Reifes foften

400 Summa der Ausgaben 2800 Thlr.“

D. Red. (L.)

A b h a ndlungen.

Die Steinkohlenreviere in der Gegend von Aachen

von Herrn Oberberghauptmann Dr. von Dechen in Bonn.

Mit Plänen der Herren Director F. Baur in Gschweiler, Director L. Honigmann in Höngen und Generaldirector Striebed in Uachen. ')

(Hierzu Blatt 9, 10 und 11.)

Begrenzung, Form und Zusammenseßung des Steinkohlen

gebirges in der Gegend von Aachen. An dem nordwestlichen Abhange der devonischen Formation tritt die Steinkohlengruppe in der Gegend von Aachen zwischen Langerwehe und der belgischen und niederländischen Grenze in mehreren Zügen und Mulden auf *). Dieselbe folgt in ihren Lagerungsverhältnissen ganz den Formen, weldie die oberen Schichten der devonischen Formation besigen, und ruht, so weit die Beobachtung reicht, durchaus gleichförmig auf denselben auf. Geradlinige und parallele Streichungslinien, Mulden und Sattelbiegungen bei steiler Neigung, welche bis zur senkrechten Stellung gehen, zeichnen dieselben aus.

Ein schmaler Streifen von ober-devonischen Schichten, welcher an der belgischen Grenze in der Nähe von Eupen bes ginnt und sich in nordöstlicher Richtung über Kettenis, Rären, Walheim, zwischen Cornelimünster und Fahn, über Breinig, Mausbach, Gressenich, Şamich, Heistern bis Jüngersdorf auf

1) Wir entnehmen diese Åbhandlung dem vortrefflichen und umfangreichen Werke:

Geinit, Fleď & Şartig: Die Steinkohlen Deutschlands und anderer länder Europa's, ihre Natur, Lagerungsverhältnisse, Verbreitung, Geschichte, Statistik und technische Verwendung." München, 1865. R. Oldenbourg. 2 Bde. Tert und 1 Bd. Taf.

eine Länge von 4 Meilen (32 kilomtr.) erstredt, wo derselbe am Fuße des Gebirges von Sand und Geröllagen des Diluviums bebedt wird, bildet die Grundlage der in dieser Ges gend auftretenden Schichten der Rohlengruppe. Die Streis chungslinien von Südwest gegen Nordost wiederholen sich in diesem Gebiete, dessen größte Breite in der Querlinie von Breinig bis oberhalb Herzogenrath im Wormthale nahe 2; Meilen (19 Kilomtr.) beträgt. Auf der Nordseite geht die unter Tertiär- und Diluvialschichten bekannte Erstredung der Kohlengruppe von Jüngersdorf über Weißweiler, Höngen, Alsdorf nach dem Punfte oberhalb Serzogenrath, wo fte im Wormthale unter Tertiärschichten hervortritt. Auf der Westseite wird sie von Nord her erst von denselben Schichten, dann von Laus rensberg und Aachen an in einer weit gegen Südosten vordringenden Bucht, und in einzelnen Partien bis über Walhorn hinaus, von der Kreide überlagert, deren legte Endigung nicht weit von dem Streifen der ober - devonischen Schichten entfernt bleibt. Von der Nordseite her dringen die Tertiärund Diluvialschichten in tiefen Buchten in dieses Gebiet ein, so von Eschweiler und Röhe über Bergrath bis nahe an Gresse: nicy, von Herzogenrath über Bardenberg, Würselen, Verlautens heid bis in den Atscherwald zwischen Stolberg und Eilendorf, und in der Niederung zwischen Aachen und Nirm bis gegen Rötgen hin.

Diese Ablagerungen, ebenso wie die Kreide, liegen mehr horizontal oder mit flacher Neigung auf den Schichtenköpfen der Kohlengruppe auf; nur an einzelnen Stellen liegen sie an den steilen Abschnitten dieser Legteren an und zeigen alsdann felbst ein etwas stärferes Einfallen. Diese steilen Abschnitte der Schichten der Kohlengruppe hängen mit großen, weit fortsegenden Störungen derselben zusammen, welche die Schichten nahe quer von Südost gegen Nordwest durchschneiden.

Die Oberfläche des Bezirkes der Rohlengruppe bildet Rücken und Hügelzüge, welche sich übereinstimmend mit den Schichten von Südwest nach Nordost erstreden und an den Abschnitten derselben mit steilen Abhängen abbrechen. Die Höhe derselben nimit von Südost gegen Nordwest fortdauernd ab. Auf der Südostseite des schmalen Streifens Ober-Devon, welcher als die Grenze dieses Bezirkes anzusehen ist, läuft ein ähnlider Streifen von Mittel - Devon (Eifelfalfstein), und dann erheben sich die Sdichten des Unter - Devon und die Ardennenschiefer zu den mit Torfmooren bedeckten Hochebenen des Hohen-Venes zu 2140 Pariser Fuß (687") Meereshöhe. Die größte Erhebung des schmalen Streifens von Ober-Devon liegt an seinem südwestlichen Ende, an der Grenze von Preus ßen und Belgien an der Straße you Eupen nach Verviers,

in 4°,

welchem wir in den nächsten Heften eine ausführliche Besprechung widmen merben. Um ein Beispiel der Darstellung aus Band I „Geologie der Steinkohlen“ zu geben, worin die Flößlagerung ac. der verschiedenen Kohlenbassins durch eine Anzahl von besonders mit den betreffenden Localverhältnissen vertrauten Sachkundigen geschildert ist, haben wir die von Hrn. Oberberghauptmann von Dechen mit bekannter Meisterschaft bearbeitete Beschreibung des Inde- und Wormrevieres gewählt und sind dem Hrn. Verfasser und der Verlagsbuchhandlung für die freunds lichst ertheilte Erlaubniß zum Abdruck dieser Abhandlung zu besonderem Danfe verpflichtet.

Die Schilderung der Lagerungsverhältnisse dieser beiden Kohlenbassins dürfte fich um so mehr zu einer Reproduction an dieser Stelle eignen, als die technische Literatur bisher über dieselben spårlichere No. tizen enthielt, als über die Steinkohlenformationen von Westphalen, Sachsen, Schlesien und Saarbrücken, und als sie theils die Charaktere der belgis ichen Beden (Zidzadfaltung mit steiler Aufrichtung des einen Flügels, im Wormrevier), theils die der westphälischen, schlesischen und englischen Kohlenbassins (Mulden und Sättel mit annähernd gleicher Flügelneigung, im Inderevier und in der Grube Anna) auf engbegrenztem Raume vortreff: lid zeigeur.

Die aus dem von Dechen’sden Aufsate herrührenden Anmerkungen · wurden im Folgenden ohne weitere Bezeichnung wiedergegeben; einige vom Referenten hinzugefügte sind mit dessen Chiffre versehen.

Für die Redaction: Rich. Beter 8. *) Vergl. die geologische Karte der Rheinprovinz und der Provinz Westphalen, Section Aachen.

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