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e

es + eb

2

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e =

E.

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Aus den Gleichungen (8) und (9) ergiebt fich ferner in 2 Grna

AU, - AU.

tgR] der Ausdruck für die mittlere Empfindlichkeit des Res gulators.

In den meisten Fällen wird i [AU, - AU.] einen genügend kleinen Werth haben, so daß einfach geschrieben wers den fann:

2 Gr
n.U

(10). RC [tg a + tg B] Dieser idealen mittleren Empfindlichkeit des Regulators entspricht natürlich wieder nur eine ideale mittlere Aenderung +AU in der Umdrehungszahl der Maschinenwelle.

Aus Gleichung (10) ergiebt sich nun, daß die Empfinds lichkeit des Regulators proportional ist:

1) der zweiten Potenz des Umseßungsverhältnisses n=
2) der ersten Potenz des Gewichtes der Schwungkugeln

2G,
ferner den ersten Potenzen des Arenabstandes r und

1 des Quotienten

[tg a + tg B]'

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Au?

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2

С

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R

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R

Nimmt man nun an, daß ŁAW in Gleichung (4) den speciellen Werth habe, welcher den Grenzen der Gleichung (5) entspricht, so bezeichnen EAU und + Au in Gleichung (4) die Aenderungen in den Umdrehungszahlen der Maschinenwelle und der Regulatorspindel, welche nothwendig sind, um ein Anheben oder Abfallen des Regulators zu ermöglichen. Unter Festhaltung dieser Bedeutungen von

+AW, + AU und Au=+n.AU ergiebt sich durch Vergleichung der Gleichungen (2) und (4)

2 Grna

AU EAW== u. Δu

U. durd, Vergleichung der Gleichungen (1) und (5) erhält man

ŁAW=+Rtg a + tg ]. Mithin ist

2 Gr

Au

C [tg at tg ] und

2 Gr.no

AU

E (6),
AU C [tg at tg B]
wobei das positive Vorzeichen für das Anheben, das negative
Vorzeichen für das Abfallen des Regulators gilt.

Betrachtet man nun die Anordnung des Regulators zu der Maschine als in allen ihren Verhältnissen Feststehend, so ist für diese specielle Anordnung R als eine Constante zu betrachten. In diesem Falle geht Gleichung (6) über in

2 Grn?

AU
Ut

(7), AU

RC [tg & + tg 8] und es fann die Versdiedenheit der Werthe von e =Au für das Anheben und Abfallen des Regulators ihren Grund nur in einer Verschiedenheit der Werthe von AU für das Anheben (AU) und für das Abfallen (AU) haben. Aus Gleicung (7) ergeben sich daher:

2 Grn?

AU, en

(8) AU.

RC [tg a + tg B] und

2 Grn?

AU.

(9). AU RC [tg a + tg B] Durch Vergleichung der beiden Gleichungen (8) und (9) ergiebt sich

2 Grna AU,+ AUp e, -e =

>0, C [tga + tg B] d. h. die Empfindlichkeit des Regulators ist, 'vorausgeseßt, daß man die Gleichgewichtslage als Ausgangspunkt der Bewegung betrachtet, beim Anheben größer, als beim Abfallen.

1

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IV. Bestimmungsgleichungen behufs Anordnung des

Regulators.
Bedeutet U +AU die pro Minute stattfindende Umdre-

hungszahl der Maschine, welche dem Maximum der

Geschwindigkeit des Kurbelzapfens entspricht, U - AU die pro Minute stattfindende Umdrehungszahl der

Maschine, welche dem Minimum der Geschwindigkeit

des Kurbelzapfens entspricht, und bezeichnet man das arithmetische Mittel aus der Mar.- und Min. -Geschwindigkeit des Kurbelzapfens als die mittlere Geschwindigkeit desselben, so kann die thatsächlich pro Minute stattfindende Umdrehungszahl U der Maschine als entsprechend dieser idealen mittleren Geschwindigkeit aufgefaßt werden.

AU bedeutet dann die Umdrehungszahl, welche der Ges schwindigkeitsdifferenz zwischen der Maximalgeschwindigkeit und der mittleren Geschwindigkeit (+ AU) einerseits, und der Minimalgeschwindigkeit und der mittleren Geschwindigkeit (- AU) andererseits entspricht.

In dieser Bedeutung mag AU als die Ungleichförmigkeit der Maschine · bezeichnet werden. Es ist dann

AU 2.

der sogenannte Ungleichförmigkeitsgrad der Maschine.

Es ist nun flar, daß die Empfindlichkeit des Regulators mindestens fo groß sein muß, daß jede Ueberschreitung der der Maschine durch die Massen gestatteten Ungleichförmigkeit, mag dieselbe nun im Sinne einer GeschwindigkeitsZu- oder Abnahme erfolgen, ein Anheben oder Abfallen der Schwungkugeln nach sich zieht. Andererseits ergiebt sich aus einer einfachen Betrachtung, daß der Regulator für die der Maschine durch die Massen gestattete Ungleichförmigkeit selbst unempfindlich sein muß, wenn er dieselbe durch seine Einwirs kung nicht noch erhöhen soll.

Es ist somit Erforderniß eines gut angeordneten Regus lators, daß seine Empfindlichkeit genau der Ungleich

1

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förmigkeit entspricht, welche der Maschine durch die Massen gestattet ist.

Dies wird der Fall sein, wenn in dem Ausdruđe für die Empfindlichkeit des Regulators

1

2 Gr

n’RU AU C [tg a + tg 8] AU die Ungleichförmigkeit der Maschine bedeutet, also

1 U

AU

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AU =

2 x

(3)

(11) gefeßt wird.

Diese Bedeutung von AU vorausgesegt, ergeben fich in den Gleichungen

R.C [tg a + tg B]

(12)

2 Gr n'U und Grn’U?

G tga t Q [tga + tg B]

С die Bestimmungsgleichungen, welche bei Anordnung eines Regulators zu erfüllen find.

Die Verhältnisse der Maschine, zu welcher ein Regulator angeordnet werden soll, find, insoweit sie auf denselben von Einfluß sind, gegeben: 1) durch die pro Minute stattfindende Umdrehungs

zahl U, 2) durch die Ungleid förmigkeit AU, welche die an

gewendeten Schwungmassen gestatten, 3) durch die Anhebungslast R.

In Bezug auf die Verhältniffe und Abmessungen des Regulators wird vor Allem das Ueberfeßungsverhältniß n festzustellen sein.

Da die Empfindlichkeit des Regulators mit der zweiten Potenz des Umfeßungsverhältniffes n wächst, so sollte dasselbe so groß, als es die Umstände gestatten, gewählt werden.

Nimmt man nun a, pund r an, so ergiebt sich aus Gleichung (12) das erforderliche Gewicht jeder Schwungkugel G für die verlangte, der Ungleichförmigkeit AU der Mas schine entsprechende Empfindlichkeit des Regulators.

Aus Gleichung (3) endlich findet man die Größe des Gegengewichts 2Q, welches nothwendig ist, um für die Umdrehungszahl U der Maschine den Gleichgewichtszustand des Regulators herzustellen.

Man nehme nun an, es finde eine Aenderung in den Bewegungsverhältnissen der Maschine statt.

Die Ursache hiervon kann entweder in einer Uenderung der Straftverhältnisse oder, wie dies zumeist der Fall sein wird, in einer Aenderung der Lastverhältnisse der Maschine liegen, wodurch die Fortdauer des bestehenden Beharrungszustandes unmöglich gemacht und die Herbeiführung eines neuen eingeleitet wird.

Durch die Wirkung der angewendeten Schwungmassen wird der Uebergang aus dem einen Beharrungszustande in den anderen je nad den Umständen mehr oder minder ents schieden moderirt, in keinem Falle aber gehindert.

Faßt man irgend einen beliebigen Moment des Bewe: gungszustandes der Maschine nach dem Verlassen des ursprünglichen Beharrungszustandes in's Auge, so ist derselbe durch die Umdrehungszahl ui charakterisirt, welche der eben stattfins denden Geschwindigkeit des Kurbelzapfens entspricht. Hierbei fann entweder

1> U +AU oder

UCU AU sein. Nimmt man den Fall an, daß u>U+AU, so ift klar, daß die unter diesen Umständen in M auftretende Sdwungfraft

W >W+AW=Giga +(Q + R) [iga + tg B] (13) sein wird, mithin der Regulator die innegehabte Gleichgewichtss lage verlassen haben muß.

Die Größen a, B und r, welche die Gleichgewichtslage des Regulators charakterisirten, werden also neue Werthe angenommen haben.

Zwischen diesen Größen bestehen, wie aus dem geometrischen Zusammenhange des Regulators hervorgeht, die Bes ziehungen

a tltg a =r=b+ L tg B, wobei 1 die Länge der Kugelstangen und L die Länge der Hülsenstangen bedeutet. Jede Veränderung in dem Werthe der einen zieht also mit Nothwendigkeit auch eine Verän: derung in dem Werthe der beiden anderen nach Fich.

Der Regulator wird nun für die der Umdrehungszahl u>[U+AU] entsprechende Geschwindigkeit des Kurbelzapfens in eine neue Gleichgewichtslage kommen, sobald eine solche Aenderung der Werthe von a, B und r eingetreten ist, daß die Ungleichung (13) übergeht in die Gleichung

W = G tga, + ( + R) [tg a, + tg B.]. . . (14). Selbstverständlich fegt dies voraus, daß a, a,B,> B und r,>r geworden, also ein Anheben des Regulators erfolgt ist.

Die neue Gleichgewichtslage des Regulators aber wird so lange bestehen, als die bei der Maschine hierfür vorausgesepte Geschwindigkeit besteht, wobei Abweichungen, welche innerhalb der Empfindlichkeitsgrenzen liegen, gestattet find. Dieser Fall tritt ein, sobald die Maschine in einen neuen Beharrungszustand eingetreten ist.

Aus Gleidung (14) ersteht man, daß der Regulator für den neuen Beharrungszustand der Maschine die oberste Grenze (l+R) der Gleichgewichtslage einnehmen wird.

V. Spiel des Regulators. Es mag nun angenommen werden, der Regulator sei unter Vorausseßung der folgenden Berhältnisse nach dem Ebengesagten richtig angeordnet.

Es sei die pro Minute stattfindende Umdrehungszahl der Maschine, für welche der Regulator die Gleichgewichtslage beibehält, = U,

die hierbei thatsächlich stattfindende Ungleichförmigkeit der Maschine =AU und

die gesammte Anhebungslast, für welche der Regulator die der Ungleichförmigkeit AU entsprechende Empfindlichkeit angenommen hat, R.

Das Gegengewicht des Regulators betrage 2Q und das Gewicht jeder Schwungkugel sei G.

Der Regulator endlich sei für die unter diesen Verhälts niffen stattfindende Gleichgewichtslage charakterifirt durch die Winkel a und und den Arenabstand r.

Nimmt man dagegen den Fall an, u<U – AU, so ergiebt sich statt der Ungleichung (13) die Ungleichung

M<W - AW=Gtga +(Q - R) (tga + tg 8] (15), und eine neue Gleichgewichtslage des Regulators tritt ein mit der Erfüllung der Gleichung

W=G tga, + (Q — R) [tgaz + tghal. . (16), wobei selbstverständlich a, a, b, <B.und ry<r gewor: den, also ein Abfallen des · Regulators vorausgegangen ist.

Diese neue Gleichgewichtslage sept selbstverständlich einen neuen Beharrungszustand der Maschine voraus, und besteht so lange als dieser besteht.

Man findet zugleich, daß der Regulator für den neuen Beharrungszustand der Maschine die unterste Grenze (Q-R) seiner neuen Gleichgewichtslage einnimmt.

Ist in dem ersten Falle der herbeigeführte Beharrungszustand der Masdine charakterisirt durch die Umdrehungszahl U, und die Ungleichförmigkeit AU, su entspricht die Stellung, welche der Regulator nach dem Anheben einnimmt, der stattfindenden Maximalgeschwindigkeit des Kurbelzapfens, welche eine Umdrehungszahl U, +AU, vorausseßt.

Im zweiten Falle dagegen wird, wenn der herbeigeführte Beharrungszustand der Maschine durdy U, und AU, darafterisirt ist, die Stellung des Regulators nach dem Abfallen der stattfindenden Minimalgeschwindigkeit des Kurbelzapfens entsprechen, welche eine Umdrehungszahl vorausseßt = U, - AU,

Die Gleichung (14), welche die Stellung des Regulas tors nach dem Anheben bestimmt, fann daber auch geschrieben werden:

.? W=W,+AW

G tgo

(14), +(Q+R) (tga, + tgp.] und die Gleichung (16), welche die Stellung des Regulators nach dem Abfallen bestimmt W=W, - AW,=

(16). +(Q - R) [tg &g + tg Ba] Da zu Gleichung (14) noch die beiden Gleichungen

r,=a + I tga, und r,=b+L tg B. und zu Gleichung (16) die beiden Gleichungen

r2 = a + 1 tg ag und ra=b+ L tg B2 hinzufommen, so ist man in der Lage, für einen bekannten Beharrungszustand der Maschine die thatsächliche Stellung des Regulators zu ermitteln.

Aus dem Vorstehenden ergiebt sich nun:
1) daß die Zahl der Umdrehungen, welche die Maschine

pro Minute macht, für verschiedene Gleichgewichts-
lagen des Regulators ebenfalls verschieden ist, ein
Umstand, der übrigens auch schon aus der Gleich-

gewichtsgleichung (3) hätte gefolgert werden können; 2) daß der Regulator bei einem durch Anheben hers

beigeführten Gleichgewichtszustande stets die oberste Grenze der Gleichgewichtslage, bei einem durch Abfallen herbeigeführten Gleichgewichtszustande dagegen stets die unterste Grenze der Gleichgewichtslage einnimmt.

Bei Ableitung der Gleichungen (14) und (16) ist die Wirkung der lebendigen Kraft der bewegten Massen des Res gulators (Kugeln und Gegengewicht) unberüdfichtigt geblieben. In normalen Fällen dürfte indeß diese Vernachlässigung ges stattet sein, wie aus folgender Betrachtung hervorgeht.

Der Werth der lebendigen Kraft der Massen des Regugulators hängt hauptsächlich von der Geschwindigkeit ab, mit welcher das Anheben und Abfallen geschieht. Die Geschwindigkeit des Anbebens oder Abfallens aber ist bedingt durch die Rasdheit, mit welcher bei der Maschine die Uebergänge aus dem einen Beharrungszustande in den anderen erfolgen. Man vermeidet nun in der Regel bei jedem Werksbetriebe plößliche Aenderungen der Lastverhältnisse der Maschine (3. B. durch Anfuppeln oder Abfuppeln einer ganzen Reihe von Arbeitsmaschinen auf einmal) und beseitigt somit die Ursache einer allzu raschen Geschwindigkeitsänderung der Maschine.

Wirklich eintretende Aenderungen des Beharrungszustandes werden nun einerseits durch die Schwungmassen in entsprechender Weise so modificirt, daß sie auf den Regulator nur allmälig zur Wirkung fommen; andererseits wird durch das Spiel des Regulators und die Einwirkung desselben auf die Admissionsspannung die Ursache weiterer Geschwindigkeits: änderungen der Maschine in dem Grade beseitigt, als er fich jener Stellung nähert, bei welcher er wieder in eine Gleich: gewichtslage kommen kann.

Die Geschwindigkeit der Massen des Regulators bei dem Anheben und Abfallen desselben wird also von Anfang an gering sein und in der Nähe der zu erreichenden Gleich gewichtslage überdies geringer und geringer werden. Die Wirkung der lebendigen Kraft der bewegten Maffen des Regulators wird sich also zumeist in einer Beschleunigung der Bewegung des Anbebens oder Abfallens äußern, für den Endpunkt des Spieles aber ohne erheblichen Einfluß bleiben.

Bei einem näheren Eingehen in die Sache findet man übrigens, daß der Einfluß der lebendigen Kraft der bewegten Maffen des Regulators um fo weniger zur Neußerung kommt, je größer die Anhebungslast R des Regulators ift.

С

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VI. Anordnung des Regulators. Es mag angenommen sein, daß die Maschine, zu welcher ein Regulator angeordnet werden foll, mit einer Expansionsvorrichtung versehen ist, welche die Aenderung des Füllungsgrades während des Ganges in jedem beliebigen Maße ermöglicht (Meyer'sche Expansionsvorrichtung).

In Folge des Umstandes, daß versoiedenen Gleich gewichtslagen des Regulators verschiedene Umdre: hungszahlen der Maschine entsprechen, ist man vor Allem genöthigt, das Spiel des Regulators in so weit einzus. schränken, als eine Verschiedenheit in den Umdrehungszahlen der Maschine mit Rüdsicht auf den vorliegenden Bes trieb überhaupt noch zulässig ist, und es muß sich dann bei richtiger Handhabung der Expansionsvorrichtung folgende Sach. lage ergeben.

Der höchsten noch gestatteten Gleichgewichtslage des Res gulators entspricht das Maximum der pro Minute zulässigen Umdrehungszahl der Maschine, welches eintritt bei dem Min.s Belastungszustande (Leergang) der Maschine, unter Voraus: (chine vorkommenden Mar. - Ungleichförmigkeit getroffen wird (GI. 12).

Es erübrigt nun noch behufe Erfüllung der Gleichung (12) die Ermittelung der Anhebungslast R, welche fich für die Anordnung, die man in Auge hat, ergeben wird. Ueber die Größe derselben entscheiden aber lediglich Erfahrung und Gefühl. Ueberdies darf man nicht außer Acht laffen, daß R unter Umständen, z. B. nach dem Anziehen der Stopfbüchse am Regulirungsventile 2c., seinen Werth ändert und überhaupt den Zufällen der Maschinenwartung ausges segt ist.

Trotz der eingeführten Beschränkungen wird also die Anordnung des Regulators, in soweit dieselbe durch den Constructeur von vornherein zu geschehen hat, nicht mit jener Sicherheit geführt werden können, welche sie berechtigte, als etwas mehr denn eine mehr oder minder gelungene Anitäherung betrachtet zu werden. Die Beschränkungen aber, welche sich der Anordnung des Regulators, wie gezeigt worden, aufdrängen, machen die Wirkung desselben in jedem Falle zu einer sehr unvollommenen.

Der erste Uebelstand fann indeß ganz gehoben, der lebte zum Theile beseitigt werden, wenn bei Construction des Regulators auf folgende zwei Umstände Rüdficht genom

men wird.

1

feßung der durch Drosselung erzielten Min. - Admiffionsspans nung und des höchsten erreichbaren Expansionsgrades.

Der tiefsten Gleichgewichtslage des Regulators dagegen entspricht das Minimum der pro Minute zulässigen Umdrehungszahl der Maschine, welches eintritt bei dem Mar. -Bes lastungszustande der Maschine, unter Voraussegung der durch Aufhebung jeder Drosselung zu erzielenden Mar. - Admissionsspannung und des höchsten erreichbaren Füllungsgrades.

Für alle übrigen Bewegungszustände der Maschine, welche bei dem Betriebe derselben eintreten, wird daher der Regulator sich in Gleichgewichtslagen befinden, weldie innerhalb des angenommenen höchsten und tiefsten Standes fallen, und zwar um so näher der einen oder anderen extremen Stellung, je nachdem der thatsächlich vorliegende Belastungszustand der Maschine näher seinem Minimal- oder Maximalwerthe liegt.

Es muß nun bei einer gut durchgeführten Anlage vorausgeseßt werden, daß während des normalen Betriebes jede Gleichgewichtslage des Regulators, welche der einen oder anderen extremen Stellung nahe liegt, durch geeignete Handhabung der Expansionsvorrichtung zurückgeführt werden kann auf eine von der gestatteten höchsten, wie von der gestatteten tiefsten gleichweit abstehende mittlere Gleichgewidytslage.

Selbstverständlich fann ein solches Zurückführen beliebiger Gleichgewichtslagen des Regulators auf die mittlere nur für jene Fälle verlangt werden, wo es sich um einen andauernden Beharrungszustand handelt, nicht um eine vorübergehende Aenderung der Bewegungsverhältnisse der Maschine.

Für den normalen Betrieb darf mithin die mittlere Gleichgewichtslage als die normale angesehen werden, und es ist daher der Regulator in Bezug auf die der mittleren Gleichgewichtslage entsprechende Umdrehungszahl (U) der Maschine anzuordnen (Gl. 12 und 3).

Die Ungleichförmigkeit der Maschine ist nicht allein abhängig von der Umdrehungszahl; dieselbe ändert sich bei gleichbleibender Umdrehungszahl mit der Leistung der Maschine pro Secunde, dem Expansionsverhältnisse zc., wird also auch für die mittlere Umdrehungszahl der Maschine sehr verschiedene Werthe annehmen fönnen.

Daraus ergiebt sich, daß eine Anordnung des Regulators in der Art, daß die Empfindlichkeit desselben genau der Ungleichförmigkeit entspricht, überhaupt nur für einen Bes harrungszustand der Maschine (U, AU) zulässig ist, die anges führte Bedingung aber alsbald aufgehoben wird, wenn die Maschine einen anderen Beharrungszustand (U,4,U) annimmt. In Folge dieses Umstandes ist man genöthigt, bei Anordnung des Regulators die Bedingung, daß die Empfinds lichkeit desselben stets der jeweilig stattfindenden Ungleich• förmigkeit der Maschine entsprechen müsse, in ihrer Allgemeinheit fallen zu lassen.

Die Wahl der Schwungmassen ist nun aber stets fo getroffen, daß selbst die größte Ungleichförmigkeit, welche sie der Maschine überhaupt gestatten, noch dem, Gleichförmigkeitsgrade entspricht, welchen der vorliegende Betrieb erfordert. Man wird sich daher im Allgemeinen begnügen fönnen, wenn die Empfindlichkeit des Regulators der an der Maschine vor: kommenden Max. -Ungleichförmigkeit entspricht, und das her die Anordnung nur in Rüdsicht auf die an der Ma

1) Das Gegengewicht 2Q ist stets in einer Weise anzu

bringen, daß man in der Lage ist, das Gewicht desselben innerhalb ziemlich weiter Grenzen zu verändern.

Es ist einleuchtend, daß man hierdurch zugleich in Bezug auf den Bau der Regulatoren den Vortheil gewinnt, einen und denselben Regulator (a, B, r und G) dadurch, daß man ihn mit geringen Abs weidungen in dem Uebersegungsverhältnisse n anordnet, für eine ganze Reihe von verschiedenen Mas ichinen verwenden zu fönnen. Auf diese Art wird man in den Stand geseßt, die Anfertigung der Res gulatoren im Dußend vorzunehmen, was eben so sehr für die eracte Ausführung, als bezüglich des

Kostenpunktes von Vortheil ift. 2) Ist die Anordnung des Verbindungsgestänges in

zu treffen, daß die Größe der Anhebungslast angemessen regulirt werden kann. Man erreicht dies in einfacher Weise durch Hinzufügen eines Reis bungswiderstandes, welcher beliebige Aenderungen zu: läßt, etwa in der Art, daß man eines der Ges lenke des Verbindungsgestänges mit einer Frictions: vorrichtung versteht, die nach Bedarf verstellt werden faun.

Da in diesem Falle die Regulirung der Anhebungslast stets in einer Vergrößerung derselben bes steht, so ergiebt sich natürlich hieraus auch die Nothwendigkeit, die Anordnung des Regulators, in soweit dieselbe von vornherein zu geschehen hat, gleich mit Rüdsicht auf eine größere, als durch die Maschine

allein bedingte Anhebungslast zu treffen. Dadurch nämlich, daß das wirkliche Gewicht des Gegens gewichtes an dem Regulator innerhalb ziemlich weiter Grenzen verändert werden kann, ist man in den Stand geseßt, für jede der Rechnung zu Grunde gelegte Umdrehungszahl U der Maschine die gewünschte Gleichgewichtslage zu erzielen (GI. 3). Da aber der Regulator für die Mag. Ungleichförmigfeit der Maschine einerseits, andererseits für eine größere Anhebungslast, als die durch die Maschine allein gegebene, cons struirt worden ist, so wird die Empfindlichkeit desselben, so lange die Anhebungslast nicht durch eine Bremsung mittelst der Frictionsvorrichtung erhöht worden ist, stets eine zu große sein, was fid dadurch bemerkbar machen muß, daß der Regulator bei jedem Kolbensdube der Maschine stetig anbebt und abfällt.

Indem man nun dieses Spiel durch vorsichtige Bremsung der Frictionsscheiben auf eine kaum merkbare Bewegung reducirt, führt man die Empfindlichkeit des Regulators auf jenes Maß zurüd, daß dieselbe genau der bei der Maschine thatfächlich vorkommenden Ungleichförmigfeit entspricht.

Durch die Einhaltung dieser Bedingungen ist die Möglichkeit gegeben, den beiden Bedingungsgleichungen (12) und (3) nicht nur für jeden thatsächlich vorkommenden Beharrungszu: stand zu genügen, sondern auch dieselben während des Ganges

der Maschine in dem Maße, als man es für geboten erachtet, für geänderte Verhältnisse aufrecht zu erhalten.

Indem man den Maschinenwärter für die richtige Functionirung des Regulators verantwortlich macht, stellt man an ihn eine analoge Aufgabe, wie ste ihm in der Behandlung einer während des Ganges verstellbaren Expanstonsvorrichtung Bereits vorliegt.

Schlußbemerkung: Nach dem in dem Vorstehenden Gesagten bedarf es feiner weiteren Begründung, wenn an das Ideal einer vollkommenen Regulatoranordnung folgende zwei Bedingungen gestellt werden:

1) Constante Umdrehungszahl der Maschine für jede

Gleichgewichtslage des Regulators. 2) Regulirung der Empfindlichkeit des Regulators in

der Art, daß dieselbe stets der thatsächlich statt

findenden Ungleichförmigkeit der Maschine entspricht. Die Versuche, die erste dieser Bedingungen zu erfüllen, haben bisher nur ausnahmsweise Eingang in die Werkstätten gefunden; Versuche, der zweiten Bedingung gerecht zu werden, scheinen überhaupt noch nicht gemacht worden zu sein.

Prag, am 15. Januar 1867.

Ueber das Nitroglycerin, seine Eigenschaften und seine Anwendung.

Von Dr. A. Lift.

1

Menn seit den ersten Nadirichten über die Anwendung des Nitroglycerin's als Sprengmittel *) diese Zeitschrift feine Mittheilungen über diesen Gegenstand gebracht hat **), so wird dies von unseren Lesern doch faum bemerkt oder wenigstens nicht vermißt worden sein. Während Berichte über die erstaunlichen Wirkungen des Nobel'sdhen Sprengöles nicht allein in allen technischen Journalen, sondern auch durch die Tagespresse verbreitet wurden, während die Kunde von Unglücksfällen, welche die Folge der Explosion von Nitroglycerin waren, die Runde durch die Zeitungen machte, hielt es die Nedaction dieser Zeitsdrift für überflüssig, die einzelnen Mittheilungen wiederzugeben, welche Jedermann auf directem Wege zugingen, und zog es vor, später, wenn Erfahrungen in hinreichender Menge und Mannigfaltigkeit vorliegen würden, den weit umher zerstreuten Stoff zu sammeln und in gedrängtem Auszuge geordnet ihren Lesern vorzuführen, um ihnen das eigene Urtheil darüber zu erleichtern.

Dieser Aufgabe wollen wir uns in dem Folgenden zu entledigen versuchen.

es durch Einwirkung von starker Salpetersäure auf Glycerin, das bekannte bei der Verseifung ausgeschiedene Zerseßungsproduct der Fette. Ihrer explodirenden Eigenschaften wegen nannte er die neue Substanz Pyroglycerin; in Amerika, wo fie als Arzneimittel angewendet wurde, erhielt fie den Namen Glonoin. Lange schrieb man ihr feine weitere Wichtigkeit zu, als daß sie zu den für die organische Chemie merkwürdigen Nitroverbindungen gehört, d. h. denjenigen Verbindungen, welche entstehen, wenn Salpetersäure auf einen organischen Stoff in der Weise einwirkt, daß nur ein oder mehrere Atome Wasserstoff auf Kosten von ebenso viel Atomen Salpetersäure (NO) zu Wasser ogydirt werden, die hierdurch entstandene Untersalpetersäure (NO) aber nicht als Gas entweicht, sondern an die Stelle der durch die Drydation eliminirten Wasserstoffatome in die Verbindung tritt.

Glycerin:

C&H,06 + 3 NO. = CH. (NO.), 06 + 3H0; während ja gewöhnlids, namentlich bei Anwendung nicht ganz concentrirter Salpetersäure, durch Oxydation eines Theiles des Kohlenstoff- und Wasserstoffgehaltes der organischen Verbindung Kohlensäure und Wasser gebildet werden, indem niedrigere Drydationsstufen des Stidstoffes, NOoder NOS entweichen, und endlich als Endproduct Dralsäure zurüdbleibt.

2. Der von Sobrero entdeckte Körper ist zuerst 1855 von de Vrij und von Railton als Nitroglycerin bes zeichnet worden. Ueber seine Zusammensepung stimmen Beide aber nicht überein; de Vrij leitete aus dem Gewichte der aus einer gewogenen Menge Glycerin erhaltenen Menge Nitroglycerin für Lekteres die Formel CRA® (NO4)2 O® ab. Raila ton berechnete aus dem Verhältnisse, in welchem die bei der

1. Chemische Verhältnisse des Nitroglycerin's.

1. Das Nitroglycerin ist 1850 von Sobrero ***) im Laboratorium von Pelouze in Paris entdeckt t). Er erhielt

*) BD. IX, S. 549 d. 3.

18. **) Bergl. aud Bd. VII, S. 580; Bd. IX, S. 730 und Bd. X, S. 355 $. 3.

D. Red. (L.) ***) Nicht Sombrero, wie der Name vielfach, auch in den von der Firma Nobel & Co. ausgegebenen Broschüren gebrudt ist.

18. +) Vergl. BD. VII, S. 580 0. 3.

D. Red. (2.)

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