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Mit obigen Resultaten mußten nun die Betriebsergebnisse einer gut gehenden Dampfspeisepumpe verglichen werden. Leider konnten nach dieser Richtung hin feine Versuche angestellt werden, weshalb wir uns durch Rechnung zu helfen suchen müssen. Zu dem Behufe wollen wir die Maße einer von ørn. Prof. Wiebe in Berlin construirten Dampfspeisepumpe (Fig. 2 auf Seite 485) zu Grunde legen. Bei derselben war also das zum Ansaugen berbrauchte Dampfvolumen:

Aus dieser Tabelle geht zunächft hervor, daß die auf Vorwärmen verwendete, also die dem Reffel zurücgeführte Wärme durch schnittlich 81,6 p@t. beträgt, und bedeutend größer ist, als die in Arbeit umgesepte, burchschnittlich 18,4 pCt. betragende Warme. ES wird dem Reifel bei gleichem Förderquantum um so mehr Wärme zurückgeführt, also um so weniger Wärme auf Arbeit verwendet, te ntebriger die Dampfspannung ist, je langsamer also das Wasser durch die Leitung strömt.

Wir wollen einstweilen nur von der Arbeitswärme sprechen. Wir hatten gefunden, daß 1 Pft. Dampf circa 14 Pfb. Speisemaffer vorwärmen und in den Refsel schaffen kann. Von den 640 Calorieen, welche durch 1 Pfd. Dampf repräsentirt werden, find aber nur 18,4 pCt. auf Arbeit verwendet worden. Es verrichten also im Injecteur 117,76 Calorieen, welche durch 0,184 Pfb. Dampf bers treten werden, diejenige Arbeit, welche nöthig ist, um 14 Pfo. Speiseivaffer in den Reffel zu schaffen; fomnit kommen auf 1 Pfb. Dampf 76,0 Pfb. Speisewafser. Durch dieses Verhältniß wird der Nußeffect anegebrüdt.

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Fig. 2

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32 =

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145

mm Hub.

Rechnet man hiervon 15 pot. Verlufte ab, fo ftellt fich das pro Kolbenspiel factisch in den Refsel geförderte Wasserquantum auf:

18,588 Cubikzoll (332,56 Cbfcntmtr.)

Auf 1 Cubiffuß (0,0309 Chemtr.) Wasser kommen somit 6,58 Cubiffuß (0,203 Cbkmtr.) Dampf. Der Wasserdampf hat bei der oben angenommenen Durchschnittspannung von 25,4 Pro. Ueberbrud ein specifisches Gewicht von 0,0015; 1 Cubikfuß (0,0309 Cbkuntr.) desfelben wiegt also 0,0926 Pft. Demnach wiegen 6,58 Cubiffuß (0,203 Cbkmtr.) Dampf 0,619 Pfb. und schaffen 61 Pfd. Speisewasser in den Kessel. Auf 1 Pft. Dampf fommen somit:

98,5 Pfb. Speisewafser. Daraus geht hervor, daß selbst bei einer einfach wirkenden Speisepumpe, welche also viel ungünstiger arbeitet, als eine Doppelt wirkende, eine gewisse Dampfmenge 1,3 mal so viel leistet, als eine gleiche im Injecteur auf Arbeit verwendete Dampfmenge.

Wenn man nun berücffichtigt, daß im Injecteur das Speisewasser mit frischem Dampfe angewärmt wird, so leuchtet sofort ein, daß man das Anwärmen viel billiger burch verlorenen Dampf besorgen lassen kann. Die im Injecteur auf Vorwärmen verwendeten 81,6 pát. Dampf sind ein absoluter Verluft, indem fte den Arbeiteinaschinen unnöthiger Weise entzogen werden. Der Giffard'sche Apparat verbraucht also in Wirklichkeit 1 Pfb. Dampf, um 14 Pfb. Speisewasser in den Kessel zu schaffen; dagegen kann eine einfach wirkende Speisepumpe mit einem Pfunde Dampf 98,5 Pfb. durch verlorenen Dampf bis zu derselben Temperatur vorgewärmtes Wasser in den Kessel fördern; fte leistet mithin circa 7mal so viel.

Daß eine doppelt wirkende Pumpe günstiger arbeitet, ist bekannt. Wir wollen uns aber schon an vorstehendein Resultat genågen lassen, indem daraus deutlich hervorgeht, daß Werke, welche feinen Dampf überflüfftg haben, keine Injecteure anlegen dürfen.

Endlich ist noch zu erwähnen, daß das durch das Schlabberrohr abfließende vorgewärmte Wasser, wenn es vom Saugegefäße nicht wieder aufgefangen wird, eine nicht zu vernachlässigende Verluftquelle bildet, und leider fündigen die Reiselwärter oft sehr hart in dieser Richtung.

Bei den sich hieran knüpfenden Bemerkungen machte Hr. Heines mann darauf aufmerksam, daß man aus den hier gewonnenen Bersuchsresultaten den Nußeffect auch direct ohne Bergleichung mit einer gewöhnlichen Dampfpumpe durch Gegenüberstellung der theoretischen und wirklich geleisteten Arbeit in Zahlen ausdrücken könne.

Nach den Versuchen des Vorredners habe sich als Durdyschnittsresultat ergeben, daß 10,8 Cubiffuß (334,8 Liter) Dampf von 25,4 Þfb. (1,85 Kilogrm. pro Quadratcentimeter) Spannung 76 Pfb. Speisewasser und sich selbst, d. h. 2,82 Pfd. condensirten Dampf gegen dieselbe Spannung in den Kessel drücken, und daß diefelben nach Ueberwindung der entgegenstehenden Spannung noch einen

Ueberbrud von 13 Pfb. (0,95 Kilogrn.) der Geschwindigkeit des auftretenden Wasserstrahles entsprechend behalten hätten.

10,8 Cubiffuß (334,8 Liter) Dampf von der Spannung 25,4 Pfo. pro Quadratzou (1,85 Kilogrm. pro Quadratcentimeter) müssen theoretisch einen 144 Quadratzoll (985 Quadratcentimeter) Fläche enthaltenden Kolben 10,8 Fuß (3",35) weit mit einem Druce von 144. 25,4 Pfb. (985. 1,85) bewegen können. Es beredynet fich daher die theoretische Arbeit desselben auf 10,8 . 144. 25,4

39,502 Fußpfund (3,35. 985 . 1,85 = 6050 Kilogrmitr). Wenn 76 + 2,89 = 78,82 Pfb. Waffer gegen eine Spannung von 25,4 Pfo. (1,85 Kilogrm.) durch das Speisebentil gegangen sind und noch 13 Pfb. (0,95 Kilogrm.) Ueberbruck behalten haben, so haben diefelben - 1 Atmosphäre Drud = 32 Fuß (10") Wasserbrud

25,4+ 13 geseßt - dieselbe Arbeit verrichtet, als wenn fte

14 10

Von Der 1,03 Saugehöhe abgesehen, beredynet fich mithin die von dem Injecteur bei dem in Rede ftehenden Versuche wirklich verrichtete mechanische Arbeit auf 78,82 . 87,8 = 6921 Fußpfd. (39,41 . 27,8 = 1072 Kilogrmmtr.), während ftcthy die theoretische Arbeit auf 39,502 Fußpfb. (6050 Kilogrmmtr.) ergab. Hieraus folgt das auffallend niedrige Verhältniß von 17,5 pt. für den Nußeffect des Injecteurs. Für die dem Leşteren vergleichsweise gegenübergestellte Dampfpumpe würde sich hiernach unter der Voraussegung, daß dieselbe ohne Erpanston arbeitet, ohne bei dem Rolbenhube Saugearbeit zu verrichten – wie dies wohl bei Locomotivpumpen zutreffen möchte, in welchem Falle etwa 14 des gesammten Dampfverbrauches beim Kolbenaufgange ale verloren betrachtet werden müfsen - ein Nußeffect von circa 22 pt. ergeben, was unter so ungünstigen Vorausseßungen nicht gerade unwahrscheinlich ist.

Das ungünstige Resultat, welches fich bei den Versuchen in Betreff des Nußeffectes der Injectoren ergeben habe, fönne wohl kaum überrasehen, wenn inan die Art, wie der Injecteur seine mechanische Arbeit verrichtet, einer näheren Betrachtung unterzieht. Cine solche müsse sehr bald zu der Einsicht führen, daß fich wohl kaum eine unvortheilhaftere und weniger rationelle Kraftübertragung auffinden lasse. Abgesehen von den enormen Verlusten, welche bei dem Stoße tropfbarer Flüfftgkeitsmassen auf einander die demfelben ertheilte lebendige Kraft durch innere Wirbel und sonstige der Richtung der nüglichen Fortbewegung theils entgegengefeste, theils für dieselbe verlorenen Bewegungen erleidet, und die unter Umständen den bei weitem größten Theil derselben absorbiren, darf die enorme Geschwindigkeit nicht außer Acht gelassen werden, mit welcher der Injecteur den Wasserstrahl durch das Speiseventil und das mitunter noch vielfach gewundene Speiserohr gegen das Reffelwasser schleudert. Die Rraftverlufte für Ueberwindung des Luftdruces, der Meibungswiderstände und Stöße an Wanbungen und Krümmungen der Rohrleitung wachsen bekanntlich mit dem Quadrate der Geschwindigkeit.

Um beispielsweise einen Wasserstrahl mit 70 Fuß (22) Ges fchwindigkeit pro Secunde durch ein 8 Fuß (24,5) langes, 1 3ou (26") bides Rohr zu treiben, würden nahezu der gesammten Kraft für Ueberwindung der schädlichen Widerstände in Anspruch genommen. Die Geschwindigkeit des Wasserstrahles vor der Münbung des Injecteurs wird jedoch meist noch eine erheblich größere. In dem vorliegenden Falle find in 14 Minuten Versuchozeit 370 Pro. Wasser = 6,16 Cubiffuß (191 Liter), also pro Ses cunde 12,85 Cubifzoll (2,15 Liter) dem Ressel zugeführt.

Bei der wohl nicht unwahrscheinlichen Annahme, daß die Dide des Wasserstrahles i Zou (10m) nicht überstiegen habe, ergiebt sich hieraus eine Wassergeschwindigkeit von 136 Fuß (42",7) pro Secunde. Verfolgt man nun den Durchgang des von dem

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Fig. 3

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Injecteur mit so enormer Geschwindigkeit geschleuderten Waffers ftrahles durch nebenstehend skizzirtes Speiseventil (Fig. 3), wie

solches leider fast allge mein üblich ist, so lehrt schon die praktische Anschauung, daß nahezu f der gesammten lebendigen Kraft des Wafferftrahles durch den Stoß gegen die Ventilwandung bernichtet werden müflen. Es wird hiernach aber auch nicht zweifelhaft bleiben, daß der Grund so außergewöhnlich nachtheiliger Ergeb

nisse, wie des borliegenden über den Nußeffect der Injectoren, einestheils in der mangelhaften Construction der Speiseleitung und der Speiseventile gesucht werben muß, und es möchte nicht überflüfftg fein, hier die Haupta bedingungen in Kürze zusammenzufassen, welche fich aus den Gefeßen der Hydromechanik für die Construction der Speises leitung und Ventile ergeben.

1) Das Speifeventil muß in unmittelbarer Nähe des Injecteurs und in der Längenare desselben angebracht werden.

2) Durch die Form und Construction desselben muß jeder Stoß des Wafferstrahles gegen die Ventil- oder Rohrwandung vermieden werden.

3) Die Länge der Speiseleitung und die Geschwindigkeit, mit welcher das Wasser in den Kessel tritt, müssen zu einem Minimum werden.

4) Der Uebergang des Wasserstrahles aus der großen in die geringere Geschwindigkeit muß ein allmåliger und möglichst ftetiger sein, was durch zweckmäßige Erweiterung der Speiseleitung nach dem Refsel hin erreicht wird.

5) Unvermeidliche Krümmungen oder Verengungen in der Rohrleitung müssen nach Möglichkeit dahin verlegt werden, wo die Geschwindigkeit des Wasserstrahles ein Minimum geworden ist.

Hierauf erstattete der Vorsigende der Versanımlung einen kurzen Bericht über den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit wegen der Einführung einer einheitlichen Drahtlehre,

indem er insbesondere ber auf diesem Felbe wachigerufenen Streba famfeit des Hrn. Richard Peters und einer von demselben in nächster Zeit zu erwartenden bortrefflichen Arbeit (S. 135, 241, 369 u. ff. d. Bb. 0. 3.) gedachte.

Wegen vorgerüdter Tageszeit mußte die vom Vorfißenden beabfichtigte Vorlage einiger Zeichnungen über eine in jüngster Zeit von ihm ausgeführte kleine Turbinenanlage zum Betriebe eines Horizontal - Blockgatters für eine spätere Sißung ausgefekt bleiben. Dagegen bot der Gegenstand demselben die ers wünschte Gelegenheit, sein lebhaftes Bebauern darüber auszusprechen, daß man in der technischen Literatur und Conft auch immer noch zu häufig dem fälschlicherweise Eingang gefundenen Namen Sonval-Lurbine" ftatt

Henschel Surbine begegnen müsse, während der wahre Erfinder der darunter begriffenen Turbinengattung doch der verdienstvolle deutsche Mechaniker, jekt verstorbene Oberbergrath Henschel in Caffel gewesen sei. Schon im Mai 1842 (also mehrere Jahre bor dem Auftreten Jonval'8) habe Redner Zeichnungen und einzelne ausgeführte Theile zu einem solchen im Bau begriffenen, größeren Rade bei Henschel selbst gesehen und dabei zugleich erfahren, daß demselben bereits viel früher ganz gelungene kleinere Ausführungen seiner so genial erdachten Rreifelräder vorhergegangen seien. Nachdem insbesondere noch auf die über beregte Prioritätsfrage in der

Zeitschr. des Arch.- und Ing. Ver. f. d. Königr. Hannover" (1855, Bd. I, S. 227) und danach im , Polytechn. Journal" (Bd. 141, S. 248, Jahrgang 1856) bon Hrn. Prof. Dr. Rühl. mann in Hannover veröffentlichten actenmäßigen und entschetbenden Darlegungen *) hingewiesen worden, gab fich unter den Anwesenden einstimmig der Wunsch zu erkennen,

daß die usurpirte Benennung , Jonval- Lurbine" in der technischen Nomenclatur mehr und mehr verdrängt werden, und daß besonders aber unser deutscher Ingenieurverein in Haupt und Gliedern es fich zur Pflicht machen möge, dem allein berechtigten Namen , Henschel - Jurbine“ endlich auch die gebührende Geltung zu verschaffen.

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ersichtlic), welche mit ihren oberen Enden an den in 8 flyirten doppelarmigen Feststelhebel a a' am Zapfen 7 drehbar sind und um denselben, wenn der Hebel a a' festgestellt ist, vermöge der durch das Excentriť ertheilten Bewegung (Fig. 4) schwingen, resp., bei mittlerer Schieberstellung und mittlerer Lage des Feststellhebels, im Steuerungswellmittel w ganz zur Ruhe gebracht werden können.

Die Bewegungsübertragung auf die Schieberstange y erfolgt ebenfalls aus dem Kuppelungsstangenmittel vom Zapfen 5,5 aus, welches in höchster Stellung beim größten feitlichen Auss schlage in Fig. 4 projicirt ist. Die dem entsprechenden übrigen Gestängestellungen sind im Constructionsaufriß Fig. 4 durch starf ausgezogene Linien markirt.

Die darin punftirten Linien deuten (mit Ausnahme der schräg und vertical schwach ausgezogenen Constructionshülfslinien) theils die Schwingung des Kurbelarms k nebst den Mitnehmerarmschwingungen AA, theils die mittlere und niedrigste Umsteuerung an.

Beinn Umsteuern passiren die Zapfenmittel 5 aus jeder Stellung das Steuerungswellmittel w geradlinig, bekanntlich durch Anordnung der Gegenlenferführung b b' bedingt. Dadurch wird ein gleichmäßig sanftes Umsteuern erzielt bei Vermeidung aller gleitenden Reibung und eines zweiten Ercentrifs.

Außer der Aufhängung des Schieber- und Excentritgestänges, , deren Dimensionen wie immer von der gebotenen Räumlichkeit abhängen, bestimmen fich die, unmittelbar mit der Steuerungswekte ww gefuppelten, Gestängelängen durch die gegebene Schieberweglänge. Bei Zugrundelegung von À Kreisbogenschwingung, wobei also die Länge der Schwingungssehne gleich der entsprechenden Radiuslänge ist, ergiebt fich auch die Länge der mittleren Sängeschiene cc annähernd gleich der doppelten Länge des Schieberweges.

Die Länge der Gegenlenfer b,b', sowie der Mitnehmerarme A, A, bestimmen sich hierauf, wenn man aus dem Mittel 5 der Gängeschiene cc bei deren größtem feitlichem Ausschlage in rechtwinfliger Richtung zu der aus 5 nach dem Wellmittel w gezogenen Verbindungslinie 5w eine Linie zieht

bis diese eine zur hier horizontal angenommenen Schwingungssebne des Zapfenmittels 5 durch das Wellmittel w gezogene Parallele, hier also im Zapfen 1, schneidet.

Um bei fürzeren Schieberstangen den Zapfen 5, ftatt in den geradlinig vorgezeichneten Weg, in eine mit dem Radius gleich der Schieberstangenlänge gekrümmte Bahn beim Ums

steuern zu zwingen (zum Ersaß der gekrümmten Couliffe), ist * es nur nöthig, den Zapfen 5 statt im Mittel der Gänge

schiene cc zwischen diesem Mittel und Zapfen 4 anzuordnen und dem entsprechend die Steuerungswellmittel w derart zu verseßen, daß w bei mittlerer Umsteuerung durch den versekten Zapfen 5 gedeďt wird.

Fig. 2 giebt die beschriebene Umsteuerung in einer Gestängeconstruction für Maschinen von den größten Dimensionen. Die Gegenlenfer b,b' sind hier doppelt vorhanden.

Diese Steuerung wird nur für die 3 Stellungen des Zapfen8 5, welcher hier den Coulissenstein repräsentirt, vers wendet, nämlich für die mittlere in w im tobten Punkte (mittlere Lage und volles Abschließen der Dampfcanale durch den Schieber) und für die beiden äußersten Stellungen (Vors wärts- oder Rüdwärtsgang der Maschine), so daß die durch die Gegenlenker bedingte geradlinige Führung des Zapfens 5 feinen störenden Einfluß auf die Schieberbewegung ausüben fann. Uebrigens ist auch bereits oben vom Erfinder angeges ben, wie man den Zapfen 5 mittelft der Gegentenker in einer Curve führen fann, welche von einem mit der beweglichen Schieberlenkstange als Radius beschriebenen Kreisbogen wenig abweicht.

Bei dieser Anordnung mittelft eines Excentrifs läßt fidy allerdings eine Voreilung des Schiebers nicht erzielen; nach Ansicht des Erfinders ist jedoch diese Bedingung für Fördermaschinen weniger wichtig, selbst wenn der Wegfall derselben einen größeren Consum an Dampf und Brennmaterial, dessen Werth bei Kohlenförderung nur gering anzuschlagen wäre, im Gefolge haben sollte.

.

Bemerkungen zur Theorie, Construction und Anordnung des Porter'schen Regulators. *)

Von W. Ederth, Ingenieur in Prag.

(Hierzu Figur 5, Tafel XIII.)

1. Gleichgewichtsgleichung. In der Skizze Fig. 5 stellt XX die geometrische Ure der Regulatorspindel dar.

O und 0 sind die Gelenfayen der Kugelstangen, deren Entfernung von XX=00= a ist.

D und D bezeichnen die Gelenkaren an der Regulatorhülse und Dd=b die Entfernung derselben von XX.

Mund M find die Mittelpunkte der beiden Schwungkugeln für eine bestimmte Gleichgewichtslage des Regulators, und a und B die Winfel, welche die Richtungen MO und und MD mit der Are XX bilden.

Das Gewicht jeder einzelnen Schwungkugel mag mit G,

und die bei der Rotation derselben um XX auftretende Schwungfraft mit W bezeichnet werden.

Endlich mag 2Q das gesammte, in der Regulatorare XX nach abwärts wirkende Gegengewicht darstellen.

Zerlegt man 2Q in zwei gleiche, in D und D angreifende und parallel zu XX wirkende Theilkräfte Q und Q, so fann jede derselben als Resultirende zweier Componenten bes

Q trachtet werden, von denen die eine, coop, in die Richtung

*) Vergl. hierüber Bd. IX, S. 271 und über Regulatoren übers haupt Bd. II, S. 136 und 182; Bd. III, S. 86, 110, 165 und 182; Bb. iv, S. 20 und 121; Bd. V, S. 60; Bd. IX, S. 355 und 401 und BD. X, S. 401 und 423 8. 3.

D. Heb. (2.)

Angriffspunkte der Componenten com dagegen fönnen, da die

MD fällt, während die andere, Q. tgp, senkrecht zu der Ure XX wirft.

Die beiden Componenten Q. tg, die einander gleich find und entgegengeseßt wirken, fallen außer Betracht; die

Q

COB B Verbindungen MD starre Verbindungen sind, von D und D nach M und M verlegt werden.

Demzufolge wirfen in jedem der Punkte M folgende Kräfte:

1) Das Gewicht G der Schwungkugel parallel zur verticalen Regulatorare xx,

Q 2) die Theilkraft des halben Gewichtes Q in der

COS B Richtung MD, und endlich 3) die während der Rotation der Schwungkugeln um

XX auftretende Scwungkraft W senkrecht zur Regu

latorare.

Der Zustand des Gleidigewichtes tritt ein, wenn die algebraische Summe sämmtlicher auf Meinwirkenden Kräfte, insofern sie eine Drehung um O bewirken, gleich Nul ist.

Diese Bedingung führt zu folgender Gleichgewichtsgleidung: W cos a G sin a

Q

sin (a +B=0

cos B oder W = G tg a + Q [tg a + tg B]

(1). Nennt man v die Geschwindigkeit, mit welcher unter Vorausseßung der eben angenommenen Gleichgewichtslage des Regulators M um die Are XX sich dreht,

r den senkrechten Abstand MN des Bunktes M von der

Are XX,
U die Zahl der Umgänge pro Minute, welche die Ma

schine, für die der Regulator verwendet wird, bei der

angenommenen Gleichgewichtslage desselben macht, u= n. U die Zahl der Umgänge pro Minute, welche

in diesem Falle die Regulatorspindel macht und g 31,25 Fuß rhein. (9",81) die Geschwindigkeit des

freien Falles am Ende der Secunde, so ergiebt sich aus dem Ausdrude für die Schwungfraft:

Gya

u ist,

übergehen würde, ergiebt sich auch in M eine Henderung der Schwungfraft jeder Schwungkugel von

W auf WŁAW und mit Rücksicht auf die Gleidung (2) findet man dann

W+AW="[u=Au]* = n^ [UAU)* (4).

Durch jede Aenderung des Werthes von W wird nothwendig das Gleichgewicht der in M wirkenden Kräfte aufgehoben, und es tritt statt dessen daselbst das Streben auf, fich längs der Kreislinie MMM, in der verticalen Ebene MXX zu bewegen.

Als Findernisse dieser Bewegung ergeben sich die Reibungswiderstände sämmtlicher zu bewegenden Theile des Regulators und der Verbindung desselben mit dem Regulirventil.

Diese Widerstände müssen bei dem Anheben des Hes gulators als eine Belastung, bei dem Abfallen des Re: gulators dagegen als eine Entlastung des Gegengewichtes 2Q betrachtet werden.

Bezeichnet man dieselben mit 2 R = R + R, entspres chend der Bezeichnung des Gegengewichtes 2Q=Q+Q, so wird bei dem Anbeben des Regulators

Q in Q +R; bei dem Abfallen des Regulators Q in Q - R übergeben.

Bei einer und derselben Maschine haben die Bewegungshindernisse 2R = R + R einen durch die statthabenden Vers hältnisse gegebenen Werth, welcher constant bleibt für jedes Stadium der Bewegung.

Es ist nun klar, daß eine Bewegung von M längs MMM, erst dann eintreten kann, wenn der Zuwachs (+ AW) oder die Abnahme (AW) der Schwungkraft jeder einzelnen Schwungkugel einen Werth angenommen hat, durch welchen der folgenden aus der Gleidygewichtsgleichung (1) abgeleiteten Gleichung W+AW=Gtg a + (

QR) [tg a + tg B] (5) nicht mehr genügt wird, so daß entweder geworden ist:

W+AW > Gtg a + (Q + R) [tg a + tg B], oder W

- AW< Gtg a + ( + R) [tg a + tg B] und im ersteren Falle ein anheben, im leßteren Falle dagegen ein Abfallen des Regulators bewirkt wird.

Die Gleichung (5) stellt also die Grenzen felt, inner: halb welcher der Regulator die Gleichgewichtslage beibehält.

Die Werthe von + AW, welche den durch die Gleichung (5) festgestellten Grenzen entsprechen, sind ganz bes stimmte von der Größe der Anhebungslast (OR) abhängige Werthe, welche der Gleichung (4) zufolge wieder nur bestimmte Werthe von AU und Au=n.AU voraussepen.

2 ar

W=

da v

60

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III. Empfindlichkeit des Regulators. Im Allgemeinen wird ein Regulator als um so empfindlicher bezeichnet werden müssen:

1) Je größer bei derselben Tenderung (AU)

in der Umdrehungszahl der Maschine, zu welcher er gehört, die durch die Bewegungshindernisse 2c. bedingte Anhebungslast (R) jeder Schwungkugel sein fann, oder

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