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fläche erhaltenen Form des Ausflusses zu suchen sein, welche sich einigermaßen derjenigen des contrahirten Wasserstrahles nähert (Fig. 4), während im zweiten (Fig. 5) eine größere Ablenkung stattfinden mußte.

Ist y constant, oder doch nur wenig veränderlich, wie es den Anschein hat, so muß y start veränderlich werden, und durch die Bedingung bestimmt sein, daß Omin Vif zmar)

0,155
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1-(;) fein muß; q erhält also einen Werth, der für P, > 1,8P, fich rasch mit Po ändern wird.

Omin

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P

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Was die Genauigkeit der Beobachtung der Hubhöhe ans betrifft, so war es schon schwierig, bei dem heftig ausströmenden Dampfe am Ende des Zeigers auf 32stel zoll (0mm,8) genau abzulesen; die Maße der sechsten Spalte können also leicht einer Berichtigung um t 0,0156 Zou comm,4) bedürfen. Vergleicht man diesen möglichen Fehler mit der gemessenen Şubhöhe, so können die Wertle der Coefficienten in Nr. 1 und 2 um 8 pt., in Nr. 3 um 6, in Nr. 4 um 9, in Nr. 5 um 12, in Nr. 6 um 11, in Nr. 7 um 16, in Nr. 8 um 31, in Nr. 9 um 9, in Nr. 10 um 16, in Nr. 11 um 38, in Nr. 13 um 7, in Nr. 14 um 9, in Nr. 15 um 20, in Nr. 16 um 14, in Nr. 17 um 7, in Nr. 18 um 9 und in Nr. 19 um 16 pát. sehr leicht von den richtigen Werthen abweichen, welche Möglichkeit schon hinlänglich die Abweichungen der Coefficienten von einander erklärt. Daß übrigens diese Abweichungen wirflich in Beobachtungsfehlern ihren Grund haben, zeigt der Umstand, daß, wo Versuche mit nahezu gleichen Dampfspannungen gemacht wurden, alle drei Coefficienten sich ziemlich in dem selben Verhältnisse ändern; der Fehler muß also allen drei Berechnungen gemeinsam sein, was am leichtesten in der falschen Beobachtung der Fubhöhe seine Erklärung findet.

Die Fehler werden sich besser compensiren, wenn man aus den ersten eilf Versuden, als mit demselben Ventile angestellt, das arithmetische Mittel der Werthe von y bestimmt, wonach für diesen Fall

W = 0,977 im Mittel und für die regten sieben Versuche mit dem conischen Ventile

y= 0,886 fich ergeben würde. Daß der erste Contractionscoefficient grös Ber als der zweite ausfiel, dürfte, ähnlich wie bei dem Ausflusse des Wassers, in der durch die conische Erweiterung der Sib:

2. Ausflußversuche mit Wasserdampf find ferner angestellt von Refal und Minary und hierüber berichtet in: ,,CivilIngenieur" (1862, S. 101 und 1866, S. 361). In den Versuchen findet sich immer das Dampfgewicht angegeben, weldhes in 20 Minuten durch die Mündung entwichen ist. Das Manometer zur Ungabe der Dampfspannung ist auf dem Dampfzuleitungsrohre von 0",015 Durchmesser angebracht. Der Dampf tritt in einen Recipienten ein und geht von dort in ein Cons densationsgefäß, wo die Gewichtzunahme des Condensationswassers gewogen wird. Die Spannung im Recipienten, wo demnach ein luftverdünnter Raum gebildet werden muß, wird durch ein Quecksilberbarometer gemessen und durch die Rubrif h in Millimtr. angegeben. Ohne Rüdsicht darauf zu nehmen, daß der Dampf im strömenden Zustande auf das Manometer wirfte, ergab die Berechnung des Contractions coefficienten y für den kleinsten Querschnitt die Werthe, welche in der Fol: genden Tabelle zusammengestellt worden sind.

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In der ersten Reihe ist die Spannung nur 1,39 Atmos

P. ,

P. sen Versuchen bei den Dampfstrahlen fein Minimum des Querschnittes, und Gl. (IV) verliert ihre Bedeutung für diese Reihe. Die Uebereinstimmung der übrigen Werthe von y in jeder verticalen Rubrif ist jedenfalls überraschend groß, wenn man die be: deutende Druddifferenz während der einzelnen Versuche berücksichtigt.

Welche Genauigkeit dagegen den absoluten Werthen von y beigemessen werden kann, ist unsicher zu bestimmen, indem große Genauigkeit der Dampfspannungsangaben bei einer Verschraubung des Manometerrohres am Zuflußrohre und bei Benugung eines geschlossenen Quedfilbermanometers nicht erwartet werden darf, und man annehmen fann, daß da: durch die Dampfspannungen vom Manometer zu niedrig angegeben wurden. Auch war der Dampf an der Stelle,

seine Spannung gemessen wurde, nicht mehr im Zustande wasserfreier Sättigung, für welchen die benußten Zeuner's fchen Werthe nur Geltung haben. Ferner ließ der Apparat feine Möglichkeit zu, sich davon zu überzeugen, ob der Dampf Waffer mitführe oder nicht, und die in der Rubrik II anges führten Werthe von W, welche alle größer als eins wurden, Dürften besonders durch mitgerissenes Wasser so groß geworden sein, da bei ihnen die größte Ausflußmündung benußt worden ist, und die Experimentatoren selbst anführen, daß fte die Verfuche mit derselben der starken Stöße wegen nicht weiter ausdehnen konnten. Die Uebereinstimmung der einzelnen Werthe ist in den einzelnen Rubrifen jedenfalls groß genug, um die Wahrscheinlichkeit der der Gleichung (IV) zu Grunde gelegten Vorausseßungen zu zeigen und ein auch für verschiedene Dampfs spannungen nahezu constantes Verhältniß zwischen dem fleins sten Querschnitt und der Mündung annehmen zu können.

(Fortseßung folgt.)

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Ueber Filterpressen für Zuckerfabriken.

(Hierzu Tafel XI.)

Ade bis ießt üblichen Methoden der Zudergewinnung aus Zuderrüben fommen darin überein, den durch Pressen, Schleudern 2. gewonnenen rohen Rübensaft zu scheiden, d. 6. mit größeren oder geringeren Mengen von Kalf zu behandeln, um daraus einen Theil organischer und unorganischer Stoffe zu entfernen, welche eine nachtheilige Veränderuug des Saftes veranlassen würden.

Der hierbei immer im Ueberschuffe angewendete Kali bildet zum Theile mit jenen Stoffen einen Schlamm von schmieriger Beschaffenheit, den Scheideschlamm, zum Theil, in Verbindung unit Zuder in Lösung gehend, Zuderfall. Der in Lösung gegangene Ralf wird in besonderen Gefäßen bei der auf die Scheidung folgenden Saturation der Säfte durch Kohlensäure gefällt und bildet den sogenannten Saturationsschlamm. Bei dem Jelinef'schen Verfahren *) findet die

Saturation unmittelbar nach der Scheidung in den Scheides pfannen Statt; man erhält dabei den Scheideschlamm und Saturationsschlamm gleichzeitig.

Die erwähnten Schlammarten enthalten beträchtliche Quans titäten Saft eingeschlossen, und es war, diesen zu gewinnen, bis vor furzer Zeit eine der unangenehmsten Operationen in der ganzen Fabrication. Man wendete zu diesem Zwede leinene oder baumwollene Beutel (Beutelfilter) an, die man mit Schlamın gefüllt aufhing, um den Saft abtropfen zu lassen. Durch Anwendung von Spindel- und hydraulischen Pressen ging man einen großen Schritt weiter, insofern als die Arbeit mit denselben eine weit schnellere war und eine sehr günstige Saftausbeute herbeiführte. Es erklärt dies, daß das Preßvers fahren noch heute manche Anhänger zählt, wenn es auch neben seiner Einfachheit es werden leinene mit dem Schlamm gefüllte Säde in der Presse zwischen Forden ausgepreßt bedeutende Mängel hat. Es kommt öfter vor, daß Såde reißen, und deren ganzer Inhalt in den Saft geht, was in dem mit Brüden angefüllten Schlammpreßraume faum bemerkt und noch weniger verhindert werden kann. Diese Uebelstände machen ein baldiges Verschwinden der Pressen sehr wahrscheinlid), um so mehr, als die neuerdings sehr in Aufnahme gekommenen Filterpressen – Louis Wallhoff schlägt für dieselben den Namen , Fady filter“ vor, weil in denselben feine Pressung, sondern nur eine Filtration unter Druc ftattfindet – mindestens dieselbe Ausbeute möglich machen und eine äußerst bequeme und saubere Arbeit gewähren.

*) Berg... Bd. IX, S. 114 0. 3.

D. Red. (L.)

Die Filterpressen*) sind im Principe von Neadham & ftite, London, angegeben und, von Holz erbaut, zuerst in Preßhefenfabriken, Porzellanfabriken 2c. angewendet worden, wo sie noch heute geschäfte Apparate find. Sehr bald, und nachdem sie in Eisen erbaut und mechanisch verbessert worden waren, fanden sie eine ausgedehnte Verbreitung in der Zuderfabrication.

In der Hauptsache lassen sich zwei Systeme unterscheiden; das eine mit hohlen Platten von Trints in Helmstedt; das andere mit geraden Platten und zwischen liegenden Rahmen von Riedel & Remniß in Halle angegeben.

Fig. 1, 2, 3 und 4 zeigen eine in der Maschinenfabrik von Rudolph Dinglinger in Cöthen nach dem ersten Sy. steme erbaute Filterpresse. Den wichtigsten Theil derselben bildet die Filterplatte a, in Fig. 7 bis 9 in 1 der natürlichen Größe gezeichnet. Dieselbe trägt auf ihren beiden großen Seiten einen gehobelten Dichtungsrand b, innerhalb dessen verticale Riefen in ihrer Gesammtheit eine concave Oberfläche bilden; in der Mitte befindet sich eine 3 Zou (780m) große Deffnung C und oben eine 1 Zoll (26mm) große d. Die verticalen Riefen münden unten in horizontale (auf jeder Seite in eine), welche durch die Durchbrechung e der Platten sich vereinigen und durch die Durchbohrung f (Fig. 2) mit dem Hahne g in Verbindung stehen. Innerhalb der Dichtungsränder b und um die Deffnungen C und d liegen gekrümmte, auf ihrer ganzen Yusdehnung gelochte, is Zoll (1mm,6) starke Bleche früher waren Siebe in Anwendung welde durd die Schrauben h, h (Fig. 2, 7 und 8) an der Platte a feftgehalten werden.

Um die Filterplatte werden zwei leinene Filtertüdyer ges bunden, welche in der Mitte freisförmige Deffnungen haben und am Umfange dieser an einander genäht sind, derart daß die Nath innerhalb der Deffnung C liegt. Dieses Zusammennähen der Tücher fällt weg, wenn man die in Fig. 7 und 9 gezeichnete Verschraubung anwendet, durch welche mittelft der Ränder i, i das Tuch an der Filterplatte um die Deffnung C gedichtet werden fann.

Solcher Filterplatten befinden sich gewöhnlich 11, 15, 17 oder 23 in einer Filterpresse; fie liegen mittelft der Knaggen. k, k., auf den festen Spannstangen 1, 1 auf und werden durch die Muttern m,m innerhalb des festen Folmes n und des losert Holmes n, (Fig. 1 und 4) an ihren Dichtungss rändern b, b.. an einander gepreßt.

Die Folme n und n, tragen an ihrer Innenseite dieselbe Oberfläche, wie die Filterplatten; nur find auf ihnen die Tücher in anderer Weise festgehalten, und zwar um die Deffnun

gen C durch einen Ring p und oben durch eine Schiene q festgeklemmt (Fig. 4).

Man sieht nun, daß die einander zugefehrten Seiten der Platten nach außen dicht geschlossene Räume Kammern bilden, welche durch die Deffnungen C, C.. mit einander communiciren und in ihrer Gesammtheit ein Filter von großer Oberfläche bilden.

Soll nun die Filterpreffe arbeiten, so wärmt man dies selbe durch Dampf an und läßt den Schlamm aus einem damit vorher angefüllten Montejus durch den Şahn r eintreten. Der Schlamm fült nun die einzelnen Kammern gleichmäßig aus; feine flüssigen Bestandtheile – der Saft - dringen unter dem im Montejus herrschenden Dampfdrucke durch die Tücher und gelochten Bleche in die verticalen Riefen und gelangen durch die Hähne g, g.. in eine Rinne s, aus welcher fte zur weiteren Verarbeitung abgeleitet werden. Sollte hiers bei einer der Hähne g, g.. in Folge des Bruches eines Tuches trübe laufen, so hat man nur nöthig, diesen Şahn zu schließen. Hören die Sähne auf zu laufen, so ist die Operation des Filtrirens als beendigt anzusehen.

Viele begnügen sich damit; Viele lassen dem Filtriren ein Ausfüßen folgen, um den dem Feuchtigkeitsgehalte von unge fähr 80 pCt. entsprechenden Zuđergehalt der Schlammrüdstände zu verringern, also weiteren Zuckergehalt zu gewinnen.

Walkhoff empfiehlt dieses Aussüßen dringend („Polys technisches Journal", Bd. 180, S. 291).*)

Um dasselbe möglich zu machen, steht der durch die Deffnungen C, C.. in deren Aufeinanderfolge gebildete Canal in Verbindung mit den Rückseiten der Bleche der ersten, dritten, fünften u. f. w. Platte, vermittelft der von d aus führenden kleinen Canäle t, t.. und der Durchbredungen u, u.. (Fig. 3). Schließt man nun die Hähne g,g.. der ersten, zweiten, fünften

*) Obengenannte Quelle (banad aud Polytechn. Centralblatt", 1866, 933) enthält darüber Folgendes:

„Bei einem einmaligen Absüßen ergab eine Schlammpresie, welche 192 Bft. Schlamm enthielt, 150 Pfd. Flüssigkeit à 3,43 pct. Polas risationszucker oder 5,14 Bft. Zuder; das macht pro 100 pfd. Schlamm 2,70 Pfd. Zuder, während ohne Abfüßen pro 100 Þfd. Schlamm 4,16 Pfd. Zuder verloren gingen. Es ist also hierdurch der Verlust auf 1,46 Bfd. vermindert worden, somit nahezu auf ein Drittel.

Wenn diese einfache Verbrängung mit Wasser länger andauerte ober wiederholt wurde, so wurde dadurd der Zudergehalt des Schlammes so weit vermindert, daß pro 100 Pro. Desselben nur noch 1,20 bis 1,10 Pfb. Zuđer verloren gingen, also auf 100 Rübe (da 100 Pfb. Schlamm das Product von 1530 Bfd. Rübe find) 0,08 Zuđer.

Bedenkt man nun, daß mit denselben Geräthschaften ohne das Mittel der Verdrängung pro 100 Rube 0,412 Zuđer verloren.gehen, aber mits telft der Anwendung von Wasser zum Verdrängen desselben nur noch 0,08, so ersdeint ber mit geringen Kosten erzielte Gewinn von 0,332 Bfd. Zuđer pro 100 Þfo. Rübe bedeutend genug, um das Aussüßen des Schlammes in solchen Filtern als Wesentliches zu betrachten, und diese Apparate folten baber so construirt werden, daß der Zuđerfabricant die Berbrängung mittelft Waffer anzuwenden im Stande ift.

Es ist vielfach die Meinung verbreitet worden, daß durch dieses sogenannte „Uussüßen“ des Schlammrüdstandes viele der Zuderabidei. dung schädliche, sogenannte „fremde Substanzen" wieder ausgezogen wers den. Wie eine nähere Untersuchung der beim Aussüßen erhaltenen Löfungen ergiebt, enthalten dieselben aber im Gegentheil durchaus nicht mehr Salze, als die Säfte.

Es ist also auf das Verdrängen mittelft Wasser ein großes Gewicht zu legen, da außerdem die Saftausbeute aus dem Scheibeschlamme als eine sehr mangelhafte bezeichnet werden muß."

*) Vergl. über dieselben BD. VIII, S. 473 und BD. IX, S. 107 d. 3.

D. Red. (2.)

U. s. w. Platte und läßt durch das Ventil v Wasser unter Druck Walkhoff schlägt eine Drudhöhe von 16 Fuß (5") vor — in den Canal d treten, fo geht dasselbe durch die Canäle t, t., und die Durchbrechungen u, u .. (Fig. 3) in die Riefen, dringt durch die Löcher der Bleche und das Filtertuch in den Schlammkuchen ein, löst einen Theil Zuders auf und fließt, wie beim Filtriren schon besdrieben worden ist, durch die Hähne g, g.. der nullten, zweiten, vierten u. s. w. Platte ab.

Glaubt man die Schlammkuchen hinreichend ausgefüßt, jo schließt man das Wasserventil v und öffnet das Dampfventil v'. Dringt aus den Hähnen g, g.. Dampf, so ist auch das Aussüßen beendet. Man reinigt nun die Schlammdurchgänge C, C.. dadurch, daß man durch den Hahn r Wasser eintreten läßt, während Hahn r geöffnet ist, und nöthigenfalls init einem Stabe durch die für gewöhlich verschraubte Deffnung x des Hahnes r' stößt; hierauf löst man die Muttern m,m, schlägt die Einflinfer 0,0 zurüd, weldje da sind, um ein längeres Schrauben der Muttern überflüssig zu machen, zieht den losen Holm n' zurück, worauf der erste Schlammkuchen nach unten fällt, zieht die erste Platte zurück, wobei der zweite Schlammfudien nach unten fällt u. s. w. Werden hierauf die Platten wieder an einander geschoben, die Einflinker herabgeschlagen und die Muttern angezogen, so ist die Filterpresse zur Wiederholung des beschriebenen Processes fertig.

Die Tücher müssen von Zeit zu Zeit in salzsäurehaltigem Wasser gewaschen werden, um Incrustationen von fohlensaurem Ralfe aufzulösen. Die Dauer derselben ist um so geringer, je größer die beim Scheiden angewendeten Mengen von Ralf waren, und erreicht in mandjen Fällen kaum eine Woche; fie ist viel größer, wenn sie nur Saturationsschlamm oder bei tem Jelinet’schen Scheideverfahren erhaltenen Schlamm, welche beide Arten nahezu neutral sind, zu filtriren haben.

Ueber die Leistungsfähigkeit läßt sich eine genaue Angabe nicht machen, da die bei den verschiedenen Scheideverfahren fich bildenden Schlamme fich besser oder schlechter verarbeiten. Im Allgemeinen darf man annehmen, daß eine Filterpresse von 12 Kammern für eine tägliche Rübenverarbeitung von 400 bis 500 Ctr. ausreicht. Die zweite Art der Filterpressen, die mit Rahmen,

, unterscheidet fich von der vorhin beschriebenen dadurch, daß die Filterplatten eben und die Rammern durc) zwisden die Platten gestellte Rahmen gebildet sind; ihre Wirkungsweise ist die der vorigen. Fig. 5 zeigt einen Rahmen theilweise in der Ansicht, Fig. 6 Rahmen und Platten im Verticalsdynitt. c ist der Schlammcanal, welcher hier oben liegt und auch durch den Rahmen geht, d der Abfüßcanal. In den Canälen c und d der Platten find furze Gasröhren angebracht, welde in die entsprechenden Canäle der Rahmen paffen und dazu dienen, das über die Filterplatte hängende Tudy an einer Verschiebung und einem Verdeden der Canäle zu verhindern. Die Erbauer dieser Pressen führen als Vorzug derselben an, daß die Tücher, weil gerade hängend, nicht gespannt würden und deshalb länger hielten; in der Praxis hat sich jedoch, wie dem Verfasser von Zuckerfabricanten mitgetheilt ist, welche mit beiderlei Ap

paraten gearbeitet hatten, der Tüdyerverbrauch als ganz gleich herausgestellt.

Als Nachtheil der zweiten Art von Filterpressen ist jedoch zu bezeichnen, daß deren Rahmen behufs Befreiung von den darin gebildeten Schlammkuchen aus der Preffe herausgenommen werden müssen.

Nachdem die Filterpressen billigen Ansprüchen im Principe möglichst entsprechend hergestellt waren, hat man sich bemüht, einzelne Theile zu verbessern; in Folgendem feien einige Versuche mitgetheilt.

Die Anwendung von zwei Muttern zum Dichten der Platten läßt die Möglichkeit des ungleichen Anziehens zu, und sind (vielleicht) deswegen schon Folme gesprengt worden. Walthoff giebt, dies zu vermeiden, eine Construction, Fig. 11, an, bei welcher zwei Räder, durch ein in der Mitte auf einer Kurbelwelle y fiskendes Getriebe bewegt, die Muttern m vertreten.

Diese Anordnung erfordert jedoch etwas mehr Raum und macht die Fortschaffung der herabgefallenen Schlammkuchen weniger bequem, als die oben näher beschriebene. Dasselbe läßt sich von der Anordnung mit einer, auf die Mitte des losen Holmes n' wirkenden Spindel sagen (Fig. 10).

Schließlich sei hier noch einer Filterpresse, construirt von Mankowski und veröffentlicht im „Génie industriel" (Mai, 1866), Erwähnung gethan. Fig. 12 giebt einen Verticalschnitt derselben. Sie besteht aus einem hohlen abgestumpften Regel A, der oben durch eine init dem Schlammeingange b versehene Calotte B, unten durch einen Boden D, in welchem eine Anzahl oben geschlossener, unten offener und in ihrer ganzen Ausdehnung in der Bandung durchlöcherter Röhren d, d.. befestigt ist, Abschluß nach Außen findet.

Die Röhren d, d.. find mit Filtertuch überzogen. Der Boden D wird durch Schrauben gleichzeitig mit einer unteren Calotte C, welche den Saftausgang c trägt, an den Körper A dicht angezogen. Läßt man unter Druck Schlamm durch b in den Apparat treten, so filtrirt flare Flüssigkeit durch das Filtertucty in die Calotte Cab.

Ist der Apparat mit abfiltrirtem Schlamme gefüllt, so soll zu seiner Reinigung und Entleerung in vielen Fällen genügen, denselben uin die Zapfen t, t.. in die umgekehrte Lage zu bringen und Wasser unter Druck in c eintreten zu lassen; Das Wasser tritt dann durch die Löcher der Röhren d, d.. und das Filtertudy in den Körper A und fließt, mit den bei Der Filtration zurückgebliebenen festen Substanzen einen Brei bildend, durd, b ab.

In Fällen, wo die Schlammrüdstände von größerer Coulfistenz sind, wird nöthig sein, nach Abschrauben der Calotte C, den Boden D mit seinen Röhren d, d.. und den an diesen haftenden ganzen Schlammkuchen herauszunehmen. Die Mängel des Apparates im Vergleich zu anderen Filterpressen lies gen auf der Hand: Unbequeme Handhabung, Unmöglichkeit abzusüßen und Trübelaufen des Saftes beim Schadhaftwerden von Filtertüchern.

V. Lwowsfi.

Einige Worte über den „Constructeur" des Professor Reuleaur.

Von 3. Lüder 6.

(Fortfegung von Seite 389.)

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3

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Das achte Capitel des Constructeurs" bringt uns die Regeln über die Wellen, einen Gegenstand, den ør. Reu: leaug zum Theile zwar in neuer, aber nach unserer Ansicht in feinesweges glüdlicher Weise behandelt hat.

Es ist auch hier durchaus nothwendig, auf die ,,Constructionslehre“ zuerst zurückzugehen, da die in derselben gegebenen Anleitungen wiederum im höchsten Grade von den im Constructeur" gegebenen abweichen. Sr. Reuleaur unterscheidet in der ,, Constructionslehre" S. 206 u. ff. zuerst „Wellen, weldie auss(ließlich auf Drehungsfestigkeit berechnet werden. Zu diesen gehören die der Triebwerke (Transmissionswellen), dann die Sdwungrad- oder Kurbelwellen und die Mehrzahl der an Arbeitsmasdyinen vorkommenden Wellen" und zweiten8 ,,Wellen, bei deren Berechnung die biegenden Kräfte besonders berücksidytigt werden müssen. Solche Wellen kommen besonders bei Wasserrädern und den Seilförben der Fördermaschinen vor". Die Wellen der ersteren Art werden dann wieder in dwere und leichte getheilt und zwar zählen zu den ersteren: „ diejenigen, weldie unmittelbar von den Kraftmaschinen getrieben werden, *. B. die Kurbelwellen der Dampfmasdiuen, dann die mit ihnen unmittelbar verbundenen Wellen, besonders wenn sie fdwere Räder tragen und Erschütterungen ausgesetzt find". Zu den leichten Wellen gehören: ,, die meisten Wellen der Triebwerfe, die Wellen der Arbeitsmaschinen, wenn fie feinen heftigen Stößen und Vibrationen ausgeseßt sind, und die Wellen der durd) Mensdenfraft bewegten Masdinen". Für die dweren Wellen wird nun vorgeschrieben:

Es wird nämlich nun auf S. 714 gestattet: für Gußeisen: S=Kilogrm =VPr für Schmiedeeisen: S=2,5

d=1,27 VPr, wodurch alfo die Kurbelwellen ießt zu den leichten Wellen rangiren würden, wenn nicht weiter vorgeschrieben würde, statt des größten Werthes des Torsionsmomentes Pr den mittleren Werth desselben Prz zu seßen, wodurch dem Maximalmomente gegenüber sich folgende Resultate ergeben:

für Gußeisen: S= 1,96 Kilogrm.; d=1,35 VPr; für Schmiedeeisen: S=3,93

d=1,08 VPr. Von diesen neuen Regeln wird in ähnlicher Weise, wie seiner Zeit von den früher gegebenen, gesagt: „Der Gebraud) der Praxis stimmt hiermit sehr gut überein, namentlich in dem wichtigsten der hier zu betrachtenden Fälle, nämlich bei den Kurbelwellen".

Auch auf die belasteten Wellen kommt Fr. Reuleaux jegt noch einmal zurüd, hebt aber nicht mehr die todten Belastungen wie früher, sondern die von den an den Kurbelzapfen wirkenden Kräften hervorgerufenen Biegungsspannungen hervor und rechnet nach den Formeln der zusammengesekten Festigkeit. Dem Leser wird nun flar, weshalb in diesen Capiteln die zulässige Biegungsspannung auf 6 Kilogrm. und die zulässige Torsionsspannung auf 2,6 Kilogrm. normirt wurde, indem bei diesen Beansprudungen die Regel annähernd gültig wird, daß, wenn man eine Welle auf Biegung einerseits und auf Torsion andererseits berechnet und ihr dann den größten der beiden so gefundenen Durchmesser giebt, die in ihr durch die gleichzeitige Biegung und Verdrehung entstehende Spannung nicht die zulässige Grenze = 7,5 Kilogrm. übersteigt.

Wie es mit denjenigen Wellen gehalten werden soll, welche feine Kurbelwellen sind, ob sie nach den früheren Regeln zu berechnen find, oder wie sonst, darüber findet sich in der ,,Constructionslehre" weiter nichts, und auch der ,, Constructeur"

, ertheilt darüber feinen Aufidluß, denn fdlagen wir ihn auf, so finden wir wiederum ganz andere Regeln für die Berechnung der Wellen!

Der ,, Constructeur" schreibt nämlich vor, von folgenden Werthen auszugehen: für Gußeisen: S = 2,4 Kilogrm.;

d = 1,26 VPr .. (105), für Sdmiedeeisen: S= 4,8 Kilogrm.;

d = dann aber wird angeordnet, daß „aus Zweckmäßigkeitsrücks sichten“ für Wellen unter 3m Länge der Torsionswinkel in Graden <, worin L die Wellenlänge in Metern bedeutet, , sein folle, und wir erhalten dann:

3

3

3

3

für Gußeisen: S= 0,5348 Kilogrm.; d=2,12 VPr; für Schmiedeeisen: S= 1,0696

d=1,68 VPr.

= Leichte Wellen sollen halb so stark sein, mithin wird: für Gußeisen: S= 1,0696 Kilogrm.; d = 1,68 VPr;

= für Sdymiedeeisen: S=2,1392

d=1,33 VPr. Die belasteten Wellen endlich sollen als leichte Wellen auf Torsion berechnet und dann fo viel verstärft werden, daß das Elasticitätsmoment des ganzen Quersdynittes den biegenden Kräften gegenüber genügende Sicherheit bietet. Wegen der für sehr lange Wellenleitungen erforderlichen Verstärkungen wird auf spätere Capitel verwiesen, in denen indeffen nur einige allgemeine Erörterungen, aber keine neuen Regeln ges geber werden.

Wir würden die Berednung der Wellen durch die vor: stehenden Regeln, gegen die an und für fid freilich Mandes fich einwenden läßt, für erledigt halten, da alle Hauptfälle erwähnt sind; dennoch kommt Şr. Reuleaux im zweiten Theile der „Constructionslehre“ wieder darauf zurück und giebt bei den Kurbeln einerseits die schon besprodjenen vers änderten Regeln für die Zapfen, andererseits neue und sehr abweichende Regeln über die Dimensionen der früher den schweren Wellen zugezählten Kurbelwellen.

ÝPr.. (107);

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