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die Dauerhaftigkeit des Oberbaumateriales und die Größe des Bewegungswiderstandes der Eisenbahnfahrzeuge. Wenn man unter der vorläufigen Voraussetzung, daß die Berührung zwischen einer Eisenbahnschiene und dem darauf stehenden Rade eines Fahrzeuges in nur einem Punkte stattfinde, durch diesen Berührungspunkt zwei sich rechtwinklig schneidende Ebenen A und B legt und zwar A senkrecht zu der betreffenden Seite der conischen Oberfläche des Radkranzes, B senkrecht zur Längenrichtung der Schiene (folglich mit einem Querschnitte der Schiene zusammenfallend), so sind A und B die Hauptschnitte beider Flächen in ihrem Berührungspunkte, und es sei a der Krümmungsradius der Radoberfläche R in der Ebene A, b der Krümmungsradius der Schienenoberfläche S in der Ebene B; die Krümmungsradien der ersten Fläche in der Ebene B, der zweiten in der Ebene A sind unendlich groß. Wegen der Zusammendrückbarkeit der Ma

terialien berühren sich nun aber thatsächlich beide Flächen R und

S nicht in einem Punkte, sondern in einer Fläche F, deren in die Ebenen A und B fallende Durchmesser beziehungsweise mit « und ß bezeichnet sein mögen. Dabei werden die converen Krümmungen von R und S vermindert, d. h. die betreffenden Krümmungsradien a und b werden größer, etwa = a, und b,; außerdem erhält jetzt R auch in der Ebene B eine Krümmung und zwar eine concave Krümmung mit dem Radius b, , sowie S eine concave Krümmung in der Ebene A mit dem Radius a. Der specifische Normaldruck zwischen R und S wächst vom Rande der Fläche F, wo er = Null ist, nach der Mitte hin, d. h. nach dem Schnittpunkte der Durchmesser a und ß von F, wo er = p sei; für ein bestimmtes Gesetz dieser Aenderung, welches streng genommen von sehr verschiedenen Umständen abhängt, und für einen gegebenen Werth des Gesammtdruckes P ist p umgekehrt proportional F, jedenfalls aber größer, als der Mittelwerth des specifischen Druckes = Denkt man sich nun durch den Rand der Fläche F die ursprünglichen Flächen R und S gelegt, so schneiden sich dieselben in jenem Rande so, daß F zwischen ihnen liegt; der Raum FR zwischen F und R ist die räumliche Zusammendrückung des Radkranzes, der Raum FS zwischen F und S ist die räumliche Zusammendrückung der Schiene. Diese Räume sind bestimmt durch den Druck P, die Materialien beider Körper und durch das Gesetz, nach welchem der specifische Normaldruck und die entsprechende lineare Zusammendrückung beider Körper vom Rande der Fläche F nach der Mitte hin wachsen. Ist nun dieses Gesetz, welches von den Materialien nicht abhängt, ebenso wie der Druck P gegeben, so werden, wenn Radkranz und Schiene aus einerlei Material, z. B. beide aus Schmiedeeisen bestehen, auch jene Räume FR und FS gleich groß sein; F liegt dann in der Mitte zwischen R und S, weicht also der Form nach von irgend einer dieser Flächen möglichst wenig ab, woraus folgt, daß dann wegen der bestimmten Größe der Räume FR und FS die Fläche F möglichst groß, somit p möglichst klein ist. Wird aber nun der Radkranz aus härterem Materiale, z. B. aus Gußstahl oder Hartguß genommen, die Schiene dagegen unverändert gelassen, so nähert sich F der Fläche R, weicht also in der Form mehr als zuvor von der Fläche S ab, woraus mit Rücksicht auf den unverändert gebliebenen Raum FS nothwendig folgt, daß jetzt F kleiner, somit p größer geworden sein muß. Diese Ueberlegung, welche mit der des Verf. wenigstens im Resultate übereinstimmt, erklärt den vom Verf hervorgehobenen Umstand, daß gerade in neuerer Zeit die Abnutzung der Bahnschienen sich als eine so beträchtliche gezeigt hat; sie ist nicht nur eine Folge der größeren Belastung, sondern auch der Verbesserung des Radmateriales: die größere Dauer der Radreifen bei Anwendung von Puddelstahl und insbesondere von Gußstahl oder Hartguß ist durch eine größere Abnutzung der Schienen erkauft worden. Indem aber bei den unzweifelhaft großen Vortheilen der Gußstahlreifen von dem Zurückgehen auf ein weicheres Material für dieselben keine Rede sein könne, empfiehlt der Verf. auch die

Schienen aus Gußstahl zu machen. Als Beispiele für die Größe,

die der specifische Druck zwischen Rädern und Schienen zur Zeit ungefähr hat, führt der Verf. an, daß für eine Belastung P = 5500 Kilogrm. die Fläche F = 264 Quadratmillimtr., für P = 3750 Kilogrm. die Fläche F = 156 Quadratmillimeter gefunden wurde; danach war der mittlere specifische Druck 500

# - o = 2083 resp. = 2404 Kilogrm. pro Odrtentmtr., und es wurde somit durch den Maximalwerth p in der Mitte von

F die Druckfestigkeit der schmiedeeisernen Schiene voraussichtlich erreicht oder überschritten. Wenn nun aber bei der Anwendung von einerlei Material für die Radreifen und die Schienen durch die Vergrößerung der Berührungsfläche F der Maximalwerth p des specifischen Druckes verkleinert wird, so würde damit ein anderer Uebelstand, nämlich Vergrößerung des Wälzungswiderstandes (weniger gut „rollende Reibung“ genannt) verbunden sein, wenn diese Vergrößerung der Fläche F durch eine Vergrößerung ihres Durchmessers « erkauft werden müßte. Denn wenn man, unter d den Durchmesser des Rades verstanden, diesen Wälzungswiderstand wie gewöhnlich = P setzt, d. h. = derjenigen Kraft, welche, am Hebelarme wirkend, zum Umkanten eines starren Prismas vom Gewichte P erforderlich wäre, wenn dasselbe mit einer seiner Seitenflächen von der Breite x auf einer starren Horizontalebene liegt, so steht dieses x ohne Zweifel zu dem in die Bewegungsrichtung fallenden Durchmesser a der Fläche F in einer solchen Beziehung, daß x mit «

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nung entzieht. Daraus folgt, daß die Vergrößerung von F nicht durch Vergrößerung von «, sondern nur durch Vergrößerung des anderen Durchmessers ß erkauft werden sollte, und indem dieses ß offenbar mit dem Krümmungsradius b wächst, dessen Vergrößerung durch keine nothwendige Bedingung beschränkt ist, so gelangt der Verf, zu dem Resultate, daß die gewölbten symmetrischen Schienenprofile überhaupt zu verwerfen, und vielmehr die schon von Daelen in Vorschlag gebrachte Schiene mit geneigter ebener Lauffläche vorzuziehen sei der Art, daß ihre Neigung gegen den Horizont dem halben Oeffnungswinkel der conischen Lauffläche des Rades gleich ist. Eine solche Aenderung würde natürlich nur dann ihrem Zwecke vollkommen entsprechen, wenn sie für alle von denselben Fahrzeugen zu befahrenden Bahnen in gleicher Weise getroffen würde, weshalb der Verf. wünscht, daß von den deutschen Eisenbahnverwaltungen dieser Gegenstand als einer der ersten auf die Tagesordnung der nächsten Technikerversammlung gesetzt werden ÜND (E.

Z Wenn übrigens der Verf. glaubt, daß durch die Annahme seiner Vorschläge der Totalwiderstand eines Eisenbahnzuges um 35 pCt. (bei horizontaler Bahn und mäßiger Geschwindigkeit) vermindert werden würde, so liegt dieser Angabe ohne Zweifel eine Ueberschätzung des Einflusses zu Grunde, den der Wälzungswiderstand auf den Gesammtwiderstand ausübt, wie auch überhaupt Ref sich mit der Ansicht des Verf, über das Wesen dieses Wälzungswiderstandes nicht einverstanden erklären kann.

Nach verschiedenen Versuchen, über welche im VII. Bande, S. 262 d. Z. berichtet wurde, ist nämlich der Widerstand des Zuges bei kleiner Geschwindigkeit im Mittel etwa = Fjö der Last P zu setzen, wovon auf Rechnung der Zapfenreibung in Uebereinstimmung mit der Annahme des Verf. und mit Versuchen von Kirchweger etwa Tzsö P zu setzen ist. Rechnet man nun auch gar nichts für den Luftwiderstand, für den Einfluß der Schienenstöße und der schlängelnden Bewegung, so betrüge der Wälzungswiderstand höchstens P

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Durchmesser die Größe x = 1“ in Uebereinstimmung mit den bekannten directen Versuchen von Pambour über diesen Wälzungswiderstand der Räder auf den Schienen, wogegen der Verf, mit x = 2“,3 denselben gewiß überschätzt. Auch ist der Verf. der Meinung, daß der Wälzungswiderstand nur in der Abnutzung selbst, überhaupt in bleibenden Deformationen seinen Grund habe, indem eine elastische, d. h. vorübergehende Compression an der Berührungsfläche F keinen Widerstand zur Folge haben könne. Wenn in der That das unter dem Drucke P stehende Rad auf der Schiene dahinrollt, so wird für jedes Wegelement ein Theil der Arbeit, die zur Compression des Materiales auf der vorderen Seite des Durchmessers ß der Berührungsfläche F verwendet wird, durch die Arbeit wieder ersetzt, die durch die Wiederausdehnung des hinter ß comprimirten Materiales frei wird; wenn also der Druck P nicht so groß ist, daß an der Berührungsfläche F die sogenannte Grenze der vollkommenen Elasticität überschritten wird, so könnte es scheinan, als ob eine vollständige Ausgleichung der Arbeiten vor und hinter dem Bei Drähten von verschiedenen Metallen, aus verschiedenen Fabrikgegenden und einzelnen Fabriken, ja öfters sogar bei Drähten aus demselben Metalle und derselben Fabrik, bezeichnen gleiche Zahlen, als Nummern, eine verschiedene Drahtdicke. Die Gründe davon sind: 1) daß der Ausgangspunkt des Sortiments, z. B. die Dicke des mit Nr. 1 benannten Drahtes, ungemein verschieden ist; 2) daß, wie schon erwähnt, die Größe des Verdünnungsfactors variirt; 3) daß die Nummern bald mit abnehmender, bald mit zunehmender Drahtdicke steigen, also im ersten Falle die feinste Sorte, im zweiten Falle die gröbste Sorte die höchste Nummer trägt; 4) daß die Nummernfolge nicht immer die nämliche Zahlenreihe darbietet, sondern öfters durch Einschaltung gebrochener Zahlen (halber Nummern) u. dergl. erweitert, durch Anreihung von Null, zwei Null, drei Null c. unter 1 hinab fortgesetzt wird. Es ist nützlich, die wichtigsten der hierher bezüglichen Vorkommnisse zu kennen, sowohl praktisch, weil sie ein Gegenstand der Warenkunde sind, als wissenschaftlich in Hinsicht auf die sich darstellenden Gesetze der Verdünnungsfactoren.

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Ueber Drahtlehren; von Karl Karmarsch. – Diese in unserer Zeitschrift schon vielfach in sehr eingehender Weise behandelte und noch weiter zu behandelnde Frage !), welche bei der in bestimmter Erwartung stehenden Einführung des metrischen Maßsystemes in Deutschland sehr in den Vordergrund gerückt wird, hat unzweifelhaft für einige gewiß nicht unbedeutende Industriezweige eine so hervorragende Bedeutung, daß die Discussion dieser Frage in dieser Zeitschrift, welche, ihrem Programme gemäß, alle technischen Wissenszweige auch in Beziehung ihrer Specialitäten zu vertreten hat, gewiß nicht von der Hand gewiesen werden kann, um so mehr als die Feststellung und Ausarbeitung einer neuen Draht- und Blechlehre dem Vereine deutscher Ingenieure selbst gemäß eines eingebrachten Antrages zur Aufgabe gestellt worden. Wir kommen deshalb dem Bd. X, S. 622 d. Z. und auch von anderer Seite der Redaction dringend ausgesprochenen Wunsche, das in den vortrefflichen Aufsätzen unseres berühmtesten Technologen, Hrn. Professor K. Karmarsch, enthaltene werthvolle Material in der Frage der Drahtlehren hier zum nochmaligen Abdrucke zu bringen, um so lieber nach, als uns hierzu seitens des Hrn. Verfassers die Erlaubniß in liebenswürdigster Weise ertheilt wurde. Da diese Arbeiten überdies nur oder wenigstens zum Theil nur in den unter unseren Lesern wenig verbreiteten und sonst kaum zugänglichen „Mittheilungen des Gewerbevereines für das Königreich Hannover“ (Jahrgänge 1858 bis 1865) erschienen sind, so möchte sich auch aus diesem Grunde ihre Wiedergabe empfehlen, welche wir, da bereits von anderer Seite einzelne Theile der Karmarsch'schen Arbeiten in dieser Zeitschrift zum Abdruck gebracht sind, nachstehend auszüglich vornehmen. Die Arbeiten sind überdies, da sie in gedrängter Kürze eine große Menge wichtiger und neuer Zahlen und ein vorzügliches Raisonnement enthalten, kaum einer weitergehenden auszüglichen Bearbeitung fähig. Der erste bezügliche Aufsatz befindet sich a. a. O. (1858, Heft 3, S. 143 und Heft 4, S. 224) und lautet: „ Es ist bekanntlich allgemeiner Gebrauch, die Dickenabstufungen der Metalldrähte durch Nummern zu bezeichnen, welche, wenngleich sie direct die Dicke nicht ausdrücken, doch in einer keinesweges ganz willkürlichen Beziehung zu derselben stehen. Das Drahtsortiment nämlich, welches irgend eine Fabrik verfertigt, muß (um den Bedürfnissen der Verarbeitung zu entsprechen) eine Reihe von hinlänglich vielen und hinlänglich kleinen Abstufungen der Dicke darbieten; und rücksichtlich des Verhältnisses zwischen zwei in der gedachten Reihe aufeinander folgenden Dicken, oder Sorten, sind die gestatteten Schwankungen in ziemlich enge Grenzen eingeschlossen. Dieses Verhältniß wird noch durch einen anderen Umstand, als die schon erwähnten Forderungen der Draht verbrauchenden Gewerbe, nämlich dadurch geregelt, daß bei der allmäligen Verfeinerung des Drahtes mittelst der Ziehlöcher unregelmäßige Sprünge thunlichst vermieden werden müssen, um den letzten Grad der Feinheit mit der geringsten zulässigen Anzahl von Durchzügen zu erreichen, doch aber bei keinem Durchzuge vermöge einer zu starken Verdünnung den Draht der Gefahr des Abreißens mehr als unvermeidlich auszusetzen. Es ist demnach auch Regel,

) Vergl. Bd. X, S. 546 und S. 611 und Bd. XI, S. 135, 241 und S. 369 d. Z.

daß je zwei aufeinander folgende Drahtnummern in zwei unmittelbar sich folgenden Ziehlöchern erzeugt werden, d. h. eine bestimmte Anzahl Nummern eben so vielen angewendeten Löchern entspricht; nur ausnahmsweise kommt es vor, daß man die Dickenverminderung von einer Nummer zur nächstfolgenden mittelst zweier Durchzüge erreicht oder, umgekehrt, aus einer dickeren Nummer mit einem Durchzuge zwei verschiedene dünnere Nummern durch Anwendung verschiedener Löcher hervorbringt. Im Allgemeinen stellt daher die Reihe der Dickenabstufungen der Drahtnummern zugleich die Reihe der Größenabstufungen der Ziehlöcher in gut vorgerichteten Zieheisen dar. *) Ich nenne den ächten Bruch, womit man den Durchmesser eines Ziehloches multipliciren muß, um den Durchmesser des zunächst nach diesem angewendeten kleineren Ziehloches zu erhalten, den Verdünnungsfactor, weil er zugleich das Verhältniß ausdrückt, in welchem der Draht mittelst eines Durchzuges an Dicke abnimmt. Derselbe Bruch wird sich nach Obigem ergeben, wenn man die Dicke einer Drahtnummer durch die Dicke der nächsten gröberen Nummer in dem nämlichen Sortimente dividirt. Berücksichtigt man die Schwierigkeit, Ziehlöcher von ganz genau bestimmtem Durchmesser herzustellen; ferner die Erweiterung (das Ausschleifen) der Löcher während des Ziehens selbst, so ist die höchste Regelmäßigkeit in der Größe des Verdünnungsfactors, wie man diesen an den Löcherfolgen der Zieheisen oder an den Drahtsortimenten vorfindet, nicht zu erwarten. Die theoretisch als nöthig erkannte Vollkommenheit kann in der Praxis nur annähernd erreicht werden. Aber der Verdünnungsfactor (für dessen Größe meine sehr zahlreichen Beobachtungen als Grenze 0,97 und 0,83 angeben) kann auch überhaupt nicht in allen Fällen gleich groß sein; denn 1) muß man ihn größer wählen bei Drahtgattungen, deren Gebrauchszweck feinere und zahlreichere Dickenabstufungen erfordert, wie namentlich mit Musiksaiten und mit Stahldrähten zu feiner Arbeit (z. B. für Uhrmacher) der Fall ist; und 2) wird er selbst in einem und dem nämlichen Drahtsortimente, bei richtiger Anordnung desselben, veränderlich auftreten, weil er sonst bei den dicken Nummern zu große und bei den feinen Nummern zu kleine Abstufüngen liefern würde. Wirklich findet man in den bestangeordneten Drahtsortimenten, daß der Verdünnungsfactor stufenweise an.Größe abnimmt, wie man mit der Untersuchung von den dickeren Drähten zu den dünneren fortschreitet.*)

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18,00 Millimtr. 2,000 Millimtr.

B D d B & D 0,90 W M P . So 0,220 17, 10 L 1,780 L

G I B - 0,86 so B so s es 0, 196 16,24 22. 1,584 LZ

s D s | © 0,81 . . 0,174 15,43 3. 1,4 10

d, so d ob s B 0,77 S & P & D 0,1 55“ 14,66 23 1,255 2

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1) Das in vollständigen Proben mir vorliegende Eisendrahtsortiment einer vorzüglichen österreichischen Fabrik (Anton Fischer zu Sanct Egidy bei Lilienfeld in Niederösterreich) will ich zuerst anführen. Es besteht aus 54 Sorten, nämlich den Nummern 1 bis 40 mit der zwischen 5 und 6 eingeschalteten 5., und 13 Null-Nummern. Ich habe die Dicke sämmtlicher Sorten direct gemessen und stelle sie in folgender Uebersicht *) zusammen.*)

Nr. 12/0 bis 60 sind als Instrumentendraht, und Nr. 20 bis 50 als Saitendraht bezeichnet.

Die Verdünnung von der ersten zur letzten Nummer ist Ä. = 0,00989. Läßt man die eingeschobene Nr. 5 weg, so bleiben 53 Sorten, zwischen denen 52 Intervalle liegen. Wäre nun der Verdünnungsfactor für alle diese Intervalle gleich groß anzunehmen, d. h. bildeten die Dickenmaße sämmtlicher Sorten eine geometrische Progression, so würde der Erponent dieser Letzteren,

5

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*) „Es dürfte kaum nöthig sein zu bemerken, daß in der Praxis der Fabriken die Festhaltung einer bestimmten Dicke für jede Nummer nur bis zu einem gewissen Grade erreicht wird; weshalb zu verschiedenen Zeiten angestellte Messungen mit denselben Sorten etwas abweichende Resultate ergeben. Es sind mir zuweilen Fälle vorgekommen, wo die Differenz auf zwei Nummern stieg. Dies ist bei allen noch weiterhin in gegenwärtiger Abhandlung anzuführenden Messungen zu beachten, hat aber keinen wesentlichen Einfluß, wenn man zur Untersuchung ein ganzes gleichzeitiges Sortiment vor sich hat. Die größte Genauigkeit würde zu erlangen sein, wenn die Original-Drahtlehren der Fabriken untersucht werden könnten; nur alsdann würden alle Ungenauigkeiten, die durch Nachlässigkeiten des Sortirens entstehen, beseitigt sein.“

In dieser Tabelle tritt die Abnahme des Verdünnungsfactors bis zu den Drähten von Nr. 10 (1#“ Dicke) sehr regelmäßig hervor; bei den dann folgenden Sorten findet ein Schwanken Statt, welches sich leicht aus der Schwierigkeit, kleine Ziehlöcher richtig herzustellen und dünne Drähte in der Drahtlehre genau zu messen, erklärt.*) «

Wenn man mittelst der gefundenen Verdünnungsfactoren die Drahtdicken berechnet, so werden sie in einem gewissen Grade von den durch die praktischen Schwierigkeiten hineingekommenen Ungenauigkeiten befreit und in einer Stufenfolge dargestellt, welche als richtiger und zweckmäßiger angesehen werden darf. Man sieht, durch Nebeneinanderstellung der so corrigirten und der wirklich vorgefundenen Dicken, wie weit ungefähr die Mängel der prakti

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-“-"-"“Nr. berechnet vorgefunden 40 . . . . . . . . . . . . . . 18,2 . . . . . 18,2 39 . . . . . 18,2 × 0,951 = 17,31 . . . . . 17,3 38 . . . . . 18,2 × 0,951* = 16,46 . . . . . 16,2 37 . . . . . 18,2 × 0,951* = 15,65 . . . . . 15,3 36 . . . . . 18,2 × 0,951* = 14,89 . . . . . 14,7 35 . . . . . 18,2 × 0,951* = 14,20 . . . . . 14,2 34 . . . . . 14,2 × 0,945 = 13,42 . . . . . 13,7 33 . . . . . 14,2 × 0,945* = 12,68 . . . . . 12,7 32 . . . . . 14,2 × 0,945* = 11,98 . . . . . 11,8 31 . . . . . 14,2 × 0,945* = 11,32 . . . . . 11,1 30 . . . . . 14,2 × 0,945* = 10,70 . . . . . 10,7 29 . . . . . 10,7 × 0,934 = 9,99 . . . . . 10,2 28 . . . . . 10,7 × 0,934* = 9,33 . . . . . 9,6 27 . . . . . 10,7 × 0,934* = 8,72 . . . . . 8,8 26 . . . . . 10,7 × 0,934* = 8,14 . . . . . 8,2 25 . . . . . 10,7 × 0,934* = 7,60 . . . . . 7,6 24 . . . . . 7,6 × 0,930 = 7,07 . . . . . 7,1 23 . . . . . 7,6 × 0,930* = 6,57 . . . . . ,7 U. s. w.

Es bedarf kaum der Bemerkung, daß streng genommen für jedes Intervall von Nummer zu Nummer der Verdünnungsfactor ein anderer sein müßte; praktisch wäre jedoch eine so weitgehende Schärfe ohne allen Werth.

2) In anderen österreichischen (und steiermärkischen) Fabriken ist es üblich, die groben und mittleren Drähte einerseits, die feinen und ertrafeinen andererseits mit zwei getrennten Nummernreihen so zu bezeichnen, daß auf der Grenze zwischen beiden Classen mit Nr. 1 angefangen wird, und sowohl nach aufwärts als nach abwärts die Nummern steigen. Ein Beispiel hiervon giebt das Sortiment der sehr schönen Eisendrähte von Karl Schedl zu Frauenthal bei Lilienfeld in Niederösterreich. Die Sorten führen hier, neben den Nummern, auch Namen nach den Hauptanwendungen, wozu sie dienen. Folgende Tabelle *) giebt eine Uebersicht des Sortiments mit den beigefügten Verdünnungsfactoren für kleinere Abtheilungen, woraus man wieder (abgesehen von den ersten sechs Nummern) die regelmäßige Veränderung des Factors entnimmt. Der durchschnittliche Verdünnungsfactor für das

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gesammte Sortiment von 36 Nummern ist = V0,02 = 0,894. Die Fabrik liefert auf Verlangen auch halbe und sogar ViertelNummern. 3) Die Eisendrahtwerke in der preußischen Grafschaft Mark verfertigen gewöhnlich 42 Sorten und bezeichnen dieselben theils mit Buchstaben, theils mit Nummern, woneben sie noch eigene Namen führen. Die nachfolgenden Dickenangaben beruhen auf den Ermittelungen von Egen bei Untersuchung der betreffenden Drahtlehren.") Hier zeigt sich, gegen die sonst beobachtete Regel, eine consequente Vergrößerung des Verdünnungsfactors bei steigender Feinheit der Drähte. Der durchschnittliche Factor für das ganze

. . . *) „Ich habe das Verfahren, die Verdünnungsfactoren abzuleiten, in diesem ersten Ä ausführlich gezeigt, kann mich daher im Späteren mit Angabe der Resultate, welche die derartigen Berechnungen ergeben werden, begnügen.“ *) Beregte Tabelle findet sich Bd. X, S. 649 bis 652 d. Z. in der Tabelle unter II. o). Die Egenschen Stärkenmessungen sind mitgetheilt Bd. X, S. 625 bis 628 d. Z. in der Tabelle unter X.

Sortiment ist 0,913. Läßt man bei den feinen Sorten die halben Nummern heraus und stellt nur 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Hols zusammen, so findet sich für diese zehn Abstufungen der durchschnittliche Factor = 0,879; für 1, 2, 3, 4, 5, 6 Hols im Besonderen ist er = 0,873 und für 5, 6, 7, 8, 9, 10 Hols = 0,881, Ä auch noch nicht wesentlich kleiner als bei den allergröbsten Orten. 4) Das Eisendrahtsortiment der Königshütte am hannoverschen Harz besteht aus 36 Nummern.") Der Verdünnungsfactor bleibt durchgehends fast ganz gleich; für das ganze Sortiment im Durchschnitte berechnet ist er 0,904. 5) Die in England allgemein gebräuchliche Eisendrahtlehre (Birmingham wire gage), welche dort auch für Messing- und andere Drähte, für schwarzen Stahldraht, Stahl- und Eisenblech angewendet wird, ist von Holtzapffel genau untersucht worden, welcher die Dickenabstufungen in Tausendtheilen des englischen Zolles angiebt*). Ich habe in folgender Aufstellung") die Maße auf Millimeter reducirt. Mehrere von mir verglichene Eremplare der Lehre stimmten sehr gut überein. Gewöhnlich findet man an der vollständigen Lehre die Nummern 1 bis 36; Holtzapffel fügt unter 1 noch vier Nullen-Nummern bei; an einer Lehre traf ich über 36 hinaus noch 37, 38, 39, 40, jedoch mit so ungenauen und regellosen Abstufungen, daß die betreffenden Einschnitte unbrauchbar erschienen. Die Tendenz nach stufenweiser Abnahme des Verdünnungsfactors ist wieder unverkennbar; sie tritt noch reiner hervor, wenn man etwas größere Abtheilungen der Nummernreihe zusammenfaßt: der erwähnte Factor findet sich nämlich für

Nr. 0000 bis 6 = 0,914,

A. 6 - 16 = 0,892, < 16 - 26 = 0,880, A 26 - 36 = 0,860.

Er beträgt im Durchschnitte des ganzen Sortiments 0,886. 6) Ueber französische Eisendrahtsortimente *) liegen mir Nachweisungen in Betreff der Drahtlehren von Paris, Besançon und Beaucourt (Gebrüder Japy) vor. Diese sämmtlich enthalten 31 Sorten, von welchen die dünnste mit P, die übrigen der Reihe nach mit Nr. 1 bis 30 bezeichnet sind; sie weichen wenig von einander ab, es ist nämlich Paris Besançon Beaucourt P = 0,5 0,5 0,55 Millimtr. Nr. 30 = 10,7 11,1 11,0 S In nachstehender Tabelle") vereinige ich die Dickenabstufungen der drei Lehren, welche offenbar mit einander übereinstimmen sollen, indem ich aus den drei Angaben über jede Nummer das Mittel NE)INE. h Die Unregelmäßigkeit des Verdünnungsfactors läßt dieses System als nicht ganz zweckmäßig angeordnet erscheinen. Faßt man größere Gruppen, von je zehn Intervallen, zusammen, so hat man den Factor für Nr. 30 bis 20 = 0,905, - 20 - 10 = 0,903, - 10 - P = 0,902, h also eine kaum bemerkbare Abnahme desselben. Der Durchschnitt für das ganze Sortiment ergiebt 0,903. Es ist bemerkenswerth, daß dieses französische Nummernsystem nahe mit dem entsprechenden Theile aus dem unter 1) angeführten österreichischen (von Fischer) übereinstimmt!"). Die Grenznummern Nr. 30 und Nr. 1 sind in beiden Fällen als gleich anzusehen; die Zwischenstufen weichen allerdings mehr oder weniger und zum

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Theile sehr bedeutend ab, was in der weniger guten Anordnung des Verdünnungsfactors bei dem französischen Sortimente seinen Grund hat. «7) Die eisernen Klaviersaiten (an deren Stelle jetzt so häufig die stählernen getreten sind, s. unten) werden gewöhnlich in Sorten von 80 (d. h. Acht Null) bis 7 oder 9 verfertigt und meist nach halben Nummern abgestuft. Nach eigener Messung zweier Sortimente (eines Wiener und eines Berliner) kann ich darüber Folgendes mittheilen.") Bei dem Wiener Sortimente ist der durchschnittliche Verdünnungsfactor für das Ganze = 0,891; im Besonderen aber für Nr. 80 bis 30 = 0,907, - 3/0 - 3 = 0,877, - 3 - 9 = 0,891. Das Berliner Sortiment vollständig, d. h. mit seinen halben Nummern betrachtet, ergiebt im Ganzen den durchschnittlichen Factor 0,955, und im Einzelnen für i Nr. 8/0 bis 50 den Factor 0,956,

- 50 - 0. - - 0,965, A 0 < 3. - A 0,954, - 3. - 7 - = 0,945.

2 Dieser durchgehends sehr hohe Verdünnungsfactor entspricht dem Bedürfnisse, bei Musiksaiten recht feine Dickenabstufungen zur Auswahl zu haben. Nimmt man aber nur die ganzen Nummern in Betracht, welche eine geeignete Stufenleiter für andere gewöhnliche Anwendungen des Drahtes darbieten würden, so findet sich für das Sortiment im Durchschnitte 0,916, und für Nr. 8/0 bis 40 . . . 0,923, - 4/0 2 . . . 0,931, - 2 7 . . . 0,895. Von einem Nürnberger Sortimente eiserner Klaviersaiten, bestehend aus 15 Nummern, nämlich 40, 30, 00, 0, 1 bis 11, habe ich vor längerer Zeit nur die dickste und die dünnste Sorte

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Chemische Technologie.

Ueber das Verhältniß zwischen Colonial- und Mübenzuckerindustrie. – Die Colonialzuckerproducenten haben in den letzten 20 Jahren mancherlei Schwierigkeiten zu bekämpfen gehabt, und die Ausbreitung der Rübenzuckerindustrie bedroht sie mit einer neuen Gefahr. Der Anbau der Runkelrübe gewinnt in Europa immer allgemeiner Boden und hat selbst in den Vereinigten Staaten mit aller Aussicht auf Erfolg begonnen. Die neue Industrie hat sich so rasch entwickelt, daß der europäische Continent fast ganz unabhängig vom Rohrzucker ist und nach wenig Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach seinen sämmtlichen Zucker auf den eigenen Aeckern ziehen wird.

England und die Vereinigten Staaten sind jetzt die einzigen Länder, in denen Colonialzucker in größerem Maße gebraucht wird, und auch hier verbreitet sich der Rübenzucker mehr und mehr; der Preis desselben ist noch immer 3 Shilling unter dem des Colonialzuckers. Es ist eigentlich kein Grund vorhanden, weshalb nicht England seinen eigenen Zucker erzeugen sollte. In den westlichen Staaten der Union wird die Runkelrübe schon mit Erfolg gebaut, und die Umstände sind in jeder Weise der Entwickelung günstig.

Die Transportkosten für Zucker von den atlantischen Häfen nach den entfernteren Theilen der Union sind enorm, und selbst die Mississippistraße muß unbenutzt bleiben, weil theils keine Ernte in Louisiana vorhanden ist, theils kaum für die nächste Zeit in Aussicht steht. Seit dem Kriege sind auch die Zölle für ausund inländische Zucker die gleichen, und der fremde Zucker würde im Westen viel eher mit den Sendungen von New-Orleans concurriren können. In den letzten Jahren sind 1000 oder 2000 Tonnen (20,300 oder 40,600 Zollctr.) Rübenzucker von Europa nach Amerika gegangen und auch nach Australien.

"!) Die Messungen des Berliner Sortiments sind mitgetheilt Bd. X, S. 653 bis 656 Unter VIII.

So dringt die Rübe immer weiter vor, und die Aussichten für die Zuckerrohrpflanzer sind äußerst trübe. Wenn die Colonieen früher nur die besten Maschinen gebraucht und die besten Zucker erzeugt hätten, würde die Rübe bestimmt die jetzige Verbreitung nicht gefunden haben. So kommt es, daß die Schutzzollseala ihren Zweck verfehlt, indem sie die Darstellung geringerer Zucker befördert, welche so nach und nach den Colonialzucker ganz vom Markte verdrängen. Während in Europa alle Bestrebungen auf die Gewinnung der schönsten und reinsten Ware gerichtet sind, verlieren die Colonieen, wenn sie nicht bald dem Fortschritte folgen, allen Handel aus den Händen. Die Aussichten für den Rübenzucker zum Raffiniren in England sind schon günstiger. Er kostet zwischen 3 und 7 Shillingen weniger, als die entsprechenden Colonialsorten, und liefert zugleich eine größere Ausbeute, als der gewöhnliche Colonialzucker von gleicher Farbe und Oualität. Die einzige Schwierigkeit ist noch immer der unangenehme Geruch, welchen indessen schon einige schottische Raffinadeure ganz beseitigt haben, und es unterliegt keinem Zweifel, daß man bald allgemein dahin kommen wird, den Rübenzucker genau so zu gebrauchen, wie den Colonialzucker.

Derselbe Umstand, der den Raffinadeuren so große Schwierigkeiten machte, hat auch eine Zeit lang die Anwendung des Rübenrohzuckers direct zum Consum aufgehalten. Derselbe ist äußerlich schon schön, aber von sehr schlechtem Geruche*). Brauner Zucker wird in Frankreich wenig, dagegen in England sehr viel gebraucht; dabei ist nur der Geruch der allgemeinen Anwendung hinderlich, und man könnte diesen Uebelstand bestimmt durch Aenderungen in der Fabrication überwinden. so

Wenn in Amerika der Anbau der Runkelrübe nicht gelingen sollte, so hat die Benutzung des Sorgho's*) daselbst die besten

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Aussichten. Es soll ein Verfahren entdeckt sein, den Saft des Sorgho auf krystallisirten Zucker zu verarbeiten. Der Boden in einigen westlichen Staaten eignet sich vortrefflich zum Anbau des Sorgho; doch wird bisher nur Syrup aus dieser Pflanze gewonnen.

(Nach Traver's Circular, London, 3. Februar 1866; durch „Deutsche illustrirte Gewerbezeitung“, 1866, Nr. 28.)

Lw.

Arbeitsmaschinen.

Eine Centrifuge mit continuirlichem Betriebe, angegeben von P. Hanrez, veröffentlicht Armengaud’s „Publication industr.“ (T. 17. Livr. 3 bis 4, S. 225). In einer oben und unten offenen Centrifugentrommel dreht sich mit dieser um dieselbe Are und mit anderer Umdrehungsgeschwindigkeit eine cylindrische Spiralfläche, deren äußerer Durchmesser nur wenig kleiner, als der lichte der Trommel ist. Das auszuschleudernde Gut wird auf einem Teller continuirlich aufgegeben, von diesem an den inneren Umfang der Trommel geworfen und von der Spirale langsam nach unten und abgeführt. Es ist hierbei das zeit- und arbeitraubende Anhalten und Anlassen der Centrifuge vollständig vermieden.

Drei solcher Centrifugen arbeiten in der Fabrik künstlicher Kohle in Charleroy zur großen Zufriedenheit; die Versuche zur Äs derselben für die Zuckerfabrication sind noch nicht eendet.

(Aus der „Zeitschrift für die Rübenzuckerindustrie im Zollverein“; December, 1866.) L

W.

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Der „Zeitschrift für die Rübenzuckerindustrie im Zollverein“ entnehmen wir im Auszuge eine Uebersicht der Einnahmen von

Lw. ausländischem Zucker und Syrup, sowie an Rübenzuckersteuer im **) Genaueres über den Sorgho und seine Verwendung findet sich Zollverein, ferner der gezahlten Vergütungen für ausgeführten Bd. I, S. 323 d. Z. D. Red. (L.) Zucker, für die Zeit vom 1. April 1865 bis Ende 1866. Zum Eingange sind verzollt: Zollbetrag: 1) Brod-, Hut- und Candiszucker 2,027,102 Ctr. à 7. Thlr. 14,847 Thlr. 9 Sgr. 11 Pf. 2) Farin- und Rohzucker . . . . . . . . . . 378,34 - - 6 - „270 - 1 - 4 3) Rohzucker für inländische Siedereien und Raffinerieen 226,307,734 - - 4 - 961,807 - 26 - 1 4) Syrup . . . . . . . . . . . . . . . 104,121,871 - - 2 - 260,304 - 20 - 4 An Rüben sind versteuert . 45,533,420,19 - - 7 Sgr. 10,833,357 - 8 - 11 Wo Summa: 12,122,587 Thlr. 6 Sgr. 7 Pf, Die Vergütungen für ausgeführten Zucker haben betragen H H I 448,313 - 13 - 11 Nach Abzug dieser verbleibt an Zoll, Steuer u. s. w. . S G I . 11,674,273 - 22 - 8 Derselben Quelle entnehmen wir noch folgende Angaben: im Jahre vorher in 270 Zuckerfabriken 41,641,204,48 Ctr. ZuckerVon Anfang September 1865 bis Ende August 1866 wurden rüben. im Zollvereine in 295 Zuckerfabriken verarbeitet: 43,452,772,89 Ctr., Lw.

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In das 1. Heft des laufenden Jahrganges dieser Zeitschrift, S. 91, ist durch Versehen eine Notiz über einen „großartigen Bessemerguß“ übergegangen. Die Redaction ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß dieselbe ursprünglich dem „Engineer“ entstammt, sich aber auf eine gußeiserne Chabotte zur Bearbeitung des Bessemermetalles bezieht und außerdem auf dem Wege durch die „Wochenschrift des niederösterreichischen Gewerbevereines“ und die „Berg- und hüttenmännische Zeitung“ auch in den Zahlen einige Modificationen erhalten hat, welche ihr den Stempel der Unwahrscheinlichkeit aufdrücken.

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In Fig. 6, Blatt 5 (zu Seite 249) ist das rechts liegende Messer des Schlägers a ebenfalls wie das links liegende mit v zu bezeichnen (statt mit r).

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