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und 12 Sgr. 21 Pf.) aus Berlin bezogen. Eine Magdeburger Firma liefert fehr schön geschweißte Stußen, welche den aus Rohrfücken zusammengelötheten vorzuziehen sind. Bis zu 24 Zoll (60") incl

. hat Hr. Schmidt gewöhnliche Gasröhren, darüber patentges(weißte englische Röhren verwendet. Dte legteren haben den Vortheil bedeutend größerer Leichtigkeit, biegen fich aber nicht fo schön wie Gasröhren. Noch 33 Zoll(92mm) Röhren können zu Knieen verwendet werden; nur müssen die Bogen größer gemacht werden. Ueber diese Weite hinaus müßte wohl ein Kupferknie eingedaltet werden, das fich mit Hartloth sehr wohl und leicht an eiserne Röhren löthen läßt. Die Löthungen der Scheiben und Flanschen geschehen mit Hartloth, noch besser mit Rupfer, und geben ebenso leicht, ja noch besser, wie bei Rupferröhren vor fich. Sind die Abfälle eiserner Röhren nur gering im Werthe, so unterliegen solche ja auch dem Stehlen nicht. Aufhämmern und Einziehen lassen fidy soldie Röhren nicht, so daß man zwei Längen gleichen Durchmessere fönnte zusammen löthen. Die Verbindung gesdieht durch eiserne Flanschen, welche man direct an's Ende löthet und zusammenschraubt, oder besser, daß man geschmiedete eiserne Ringe von bis Zoll (7 bis 10m) Stärke und bis i Zoll (10 bis 16") Breite ebenso wie die Kupferscheiben mit Schlagloth oder, wie eben schon gesagt, mit Kupfer auflöthet und dann zusammenschraubt. Die Lången der Röhren kann man beliebig bis zu 18 Fuß (3,5") haben. Lán ger kann man selten ein Rohr verwenden. Das Biegen der Röhren geht sehr fchnell; eine einzige Rothglühhiße ist zur Herftellung eines Kniees bis zu 1 Zoll (26mm) Durdhmesser nöthig, Darüber freilich 2 bis 5 Hißen. Nachdem die zu biegende Stelle rothwarm geworden, wird das Rohr in den Schraubstock gespannt, und mit Leidytigkeit giebt man die gewünschte Form.

R. W,

a ist

Metallcompofitionen für Lager, ihre Anfertigungsweise und ein Maschinenschmieröl; von H. Wagner, technischem Director der Ultramarinfabrik in Pfungstadt *). (Hierzu Figur 4 bis 7, Tafel VIII).

Je nach den Zwecken der Lager verwendet Verfasser verschiedene Composttionen. So hat sich bei Lagern von Dampfmaschinen (Kreuzkopflagern, Hauptlagern 2c.) bei allen Geschwindigkeiten folgende Composition vortrefflich bewährt:

18 Sh. Zinn, 24 Ch. Zint, 4,5 Sh. Blei, 3 Jh. Antimon, 0,5 Th. verzinntes Eisen (Weißbled)) und 0,5 Th. Rupfer.

Das Zinn, Blei und Antimonmetall werden in einen Graphitoder Eisentiegel unter einer starken Decke von Holzkohlenpulver rasch eingeschmolzen, und alsdann das Zink nach und nach zugescßt. Wenn Alles vollständig geschmolzen und der Tiegel hell kirsdıroth geworden, werden bas berzinnte Eisenblect

) und Rupfer eingetragen und mit einem eisernen Stabe gut umgerührt. Während des Schmelzens muß der Liegel möglichst bedeckt bleiben, damit feine Drybation eintritt; eine Ueberhitung desselben ist sorgfältig zu vermeiden.

Die alten ausgelaufenen Rothgußlager werden for;fältig verzinnt und, nachdem an ihren 4 Seiten und in der Mitte etwa 4 Linien (8mm, 5 ) breite Löcher gebohrt sind, welche aber nicht ganz burchgehen, an ihre Lagerstellen zurüdgebracht. Nachdem nun die Welle durch Unterlegen in ihre richtige Lage gefracyt ist, wird dieselbe, sammt bem alten Lager, mit glühenden Holztohlen umgeben und beide so lange crwärmt, bis das Lager anfängt dunkelkirschroth zu werden. Nun werden die Kohlen rasch entfernt, die Seiten des Lagers mit vorher gerichteten Pappdeckeln und plastischem Thone wohl verwahrt, und der Raum zwischen Lager und Welle mit der Composition ausgegossen. Aud) kann in Ermangelung eines alten Lagers die Composition einfad, in das handwarme Lagergestell gegoffen werden, nachdem man seine Junenfläche mit fein gefclemnten Graphit ausgerieben. Selbstredend müssen Lagerbock und Wellen auch in diesem Falle mit Pappdeckel und Thon wohl verwahrt werden. Bei Papierholländern, welche bei ihrer Geschwindigkeit auch einen großen Druck auszuhalten haben, bewährte sich diese Composition vortrefflich.

Wünscht man zu einzelnen Zwecken eine größere Härte, so feßt man entweder noch 0,5 Th. Kupfer ober 1,0 bis 2 54. Antimon hinzu; jedoch dürfte dies nur in einzelnen Fällen dienlich sein.

Eine weit billigere Composttion, welche aus 8 Ih. Blei, 1 1h. Antimon und 1 5h. Kupfer befteht, bewährte fich besondere ale Lager von Mahlgången sehr gut, und während. Messinglager fich hier in kurzer Zeit augnügen, ist an ersteren kaum eine merkliche Abnußung wahrzunehmen.

Šine Composition, welche aus 5 Th. Zink, 5 Th. Blei, 1 ch. Antimon und 1 Th. Mesfing (alte abgängige Lager) besteht, hat fich ebenfalls sehr bewährt und findet eine sehr vortheilhafte una wendung alo Lager, die der Nässe ausgefeßt sind. Zu demselben Zwecke eignet sich eine Composition von 10 Th. Zink, 2 Th. Blei, 1 Th. Antimon und 2 Th. Meffing.

Da wo sehr weiche Lager in Anwendung kommen sollen, ift folgende Composition anzuwenden: 3 Th. Zinn, 5 Th. Zink, 2 Th. Blei, 1 Th. Antimon und 1 Th. Rupfer.

Eine Composttion, welche aus 5 Th. Zink, 5 Th. Blei und 2 Th. Meffing (alte Lager) besteht, ist ebenfalls zu empfehlen.

Ein großer Vorzug aller Composttionslager besteht ferner darin, daß ste sehr wenig Sdymieröl verbrauchen und bei 'nur cinis ger Aufmerksamkeit stets falt laufen.

Sft die Anfertigung von Lagern gleider Dimensionen in größe: rer Zahl nothwendig, fo fann man fich dazu der nachstehend be schriebenen Lagerform bedienen.

Fig. 4, Taf. VIII, zeigt den Durchschnitt derselben. ein runder Zapfen (von der Stärke der Welle), welcher durch die Muttersdrauben b, b mit den beiden Formdedeln c, c und den Seitenstücken d, d fest verbunden und zugleidy genau im Mittel der Form erhalten wirb.

Fig. 5 zeigt die Seitenanficht der so zusammengeschraubten Form.

Fig. 6 ist die obere Ansicht ohne Deckel; aud derselben ist erfichtlich, daß zwischen die beiden Seitenstücke d,d je ein Stüd Eisenblech gelegt wird, welches genau bis an den Zapfen a, a geht und dazu bestimmt ist, das zu gießende Lager in 2 gleiche Theile (Unterlager und Deckel) zu theilen.

Fig. 7 zeigt die obere Ansicht mit Deckel; die großen Löcher b, h dienen zum Cingießen der Composition, die kleineren k, k zum Entweichen der Luft.

Beim Gießen des Lagers find folgende Vorsichtsinaßregeln zu beobachten. Nadıdem die Form auseinander genommen, gereinigt und gleichmäßig mit Del ausgerieben ist, wird ste, nachdem sie wies der zusammengestellt

, über glühenden Kohlen handwarm gemacht und mit der Composition ausgegossen. Nach dem Grkalten werden die Muttersdrauben b, b geöffnet, und alsdann die Deckel c, c durd) leichte Smläge entfernt; öffnet man nun die seitlichen Mutterschraus ben g, g, so lassen sich die beiden Seitenstücke d, d, samut fertigem Lager, leicht von einander trennen. Sämmtliche inneren Anfäße der Form müssen conisch angedreht sein, damit die gegossenen Lager fich leidt aus der Form nehmen lassen.

Verfasser verwendet bei diesen Compositionslagern mit Vortheil ein dickflüssiges Maschinenschmieröl, welches dargestellt wird, indem 3 Str. Rüböl so lange zum Kochen erhißt werden, als sichy noch Acrolein, Kohlensäure und andere Zerseßungsproducte des Deles entbinden. Álsdann werden nach und nady 3 Pfd. Mennige zugeseßt, welche man zur gleichmäßigen Vertheilung durch ein feineð Sieb auf die Oberfläche Des Deles fallen läßt. Nachdem das Aufschäumen vollständig aufgehört hat, läßt man erkalten und giebt das klare Del in Metallgefäße. Das Müböl ist durd, diese Behandlung dick geworden, und alle darin enthaltenen eiweißhaltigen Štoffe find jerseßt. Das dickflüssige Del wird dem Lager durch ein Schmierröhrchen zugeführt. Durd, bas Warmwerben des Lagero beim Betriebe finkt cine entspredjende Menge burd) die Wärme Dünnfluffig gewordenen Deles auf die Welle herunter.

N. W.

*) Unter dein Titel: „Ueber verschiedene billige und bewährte Mes talcompositionen zur Anfertigung von lagern fitr Dampf- und andere Maschinen“ enthält die .. Deutsche ilustrirte Gewerbezeitung" (1866, Nr. 41) einen dem „Gewerbeblatt für Hessen" entnommenen Artikel, welchen wir nachftebend auszüglich wiedergeten.

D. Red. (2.)

Arbeitsmardinen. Die bydraulischen Strahne und Aufzüge am Seehafen zu Geeftemünbe. (Schluß von Seite 285.)

2. Die hydraulischen Aufzüge. Die Triebcylinder der Hydraulichen Aufzüge find vertical in Innern der Güterschuppen aufgestellt, so daß die Retten durch das Drudwasser in die Höhe getrieben werden und durch ihr eigenes Gewicht wieder hinabgeben, welches Gewicht gerade groß genug ift, um die Stopfbüchsen- und Kettenreibung zu überwinden und das terbrauchte Druckwasser in die Rücklauf&cysternen wieder zurückzutreiben. Die Steuerung ist ebenfalls durch 2 Regelventile für den Ein- und resp. Austritt des Wassers bewirkt, und ist mit dem Steuerungehebel eine Sonurleitung in Verbindung gebracht, welche das Steuern des Aufzuges von jedem Güterboden und der in Bewegung befindlichen Platform aus gestattet.

Die Platformen der Aufzüge haben eine Größe von 2- im Quadrat bei 2”,36 lichter Höhe, damit Collie größeren Umfanges darauf untergebracht werden können. Sie sind möglichst leicht aus Holz mit eisernen Säulen und Beschlag construirt, und sehr ficher wir fende Fangevorrichtungen daran angebracht.

Das Gewicht der Platform wird durd) ein Gegengewicht ausgeglichen, welches indessen der Platform so viel Uebergewicht beläßt, als zur Ueberwindung des hängenden Rettengewichtes und der Reibungswiderstände an der Platform selbst nothwendig ist. An dem Gegengewichte findet sich der Angriff der Zugkette der hydraulisden Maschine.

a) Die 20 Gentner - Aufzüge. Bei den 20 CentnerAufzügen war die weiter oben zu 14" angegebene ganze Kubhöhe To groß, daß das seitwärts in der Wandnische laufende Gegen= gewicht nicht denselben Weg machen konnte, weshalb dieses Gegengewicht in eine lose Rolle gehängt und deshalb doppelt schwer ausgeführt werden mußte. Zugleich giebt diese Anordnung der Zugkette eine 2 fache Ueberseßung. Außerdem ist an dem Triebcylinder durch die Kettenumschlingung über zwei lose Rollen des Triebkolbens eine 4 fäche Ueberserung der Zugfette bewirkt, so daß der Triebcilinder mit einer 8fachen Ueberseßung arbeitet und deshalb 1",78 Hubhöhe haben mußte.

Das für die Platform in Rechnung zu bringende Uebergewicht beträgt 2} Otr.; für den Triebkofben ergiebt fich zur Ueberwindung der Nebenwiderstände auf dic Platform reducirt ein Uebergewicht von 14 Str., so daß zusammen mit der Nußladung von 20 Otr. die hydraulische Rraft auf die Platform reducirt 24 Ctr. betragen mußte.

Bei 83 Pfd. Druck pro Quadratcentimeter und 75 pCt. Nuga effect mußte dem Iriebfolben also ein Querschnitt von 303,47 Quadratentmtr. oder 196mm Durchmesser gegeben werden.

b) Bei den 40 Gentner-Aufzügen beträgt die ganze Hub höhe der Platform nur 8", welchc Hubhöhe auch das Gegengewicht örtlich durchlaufen konnte, weshalb dasselbe nur in einfacher Ges wichtsgröße ausgeführt zu werden brauchte. Es findet sich hier nur eine 4 fache Uebersegung an dem Triebkolben vor, so daß demselben 1“,98 ganze Hubhöhe zu geben war.

Als erforderliche Uebergewichte mußten für die Platform 4 Ctr. und für den Triebkolben ebenfalls auf die Platform reducirt 3 Ctr. in Rechnung gebracht werden, so daß zusammen 47 Ctr. Zugkraft erforderlich waren. Die Größe des Triebkolbeng fand fich demnady zu 297 Qdrtentmtr., wofür ebenfalls 196" Durchmesser angenommen find.

Es sei hier bemerkt, daß die wie vorstehend berechneten Querschnittedimensionen der sämmtlichen hydraulischen Maschinen als vollkommen zutreffend fich erwiesen haben, indem dieselben bei 83 Pfd. Druckbelastung pro Quadratcentimeter des Accumulatorkolbens die beabsichtigten Nußlasten stete rasch heben resp. fich raich damit treben. Bei guter Interhaltung der beweglichen Theile beträgt die Nußleistung bei etwas geringeren Geschwindigkeiten noch gegen 10 pCt. mehr, so daß die in die Rechnungen eingeführten Coefficienten von resp. 75 und 80 pCt. ale zutreffend angesehen werden können. 3. Wasserverbrauch und Größe des Accumulator 8.

Zur Feststellung des Wasserverbrauches ist angenommen worden, daß fämmtliche hydraulische Mardinen in ununterbrochener Arbeit begriffen sind und dabei pro Secunde 2 Fuß Hubgeschwindigkeit entwickeln sollen. Da indeß thatsächlich selten oder nie sämmtliche Maschinen gleichzeitig in Thätigkeit sein werden, so genügte es, wenn für diese Veranschlagung nicht die größten, sondern nur die voraussichtlich auch am meisten gebrauchten mittleren Hubhöhen in Rechnung gezogen wurden.

Ale durchschnittlide Hubhöhen konnten aber angenommen werden:

für die Krohne 7" oder 1",22 am Triebkolben;

für die 20 Centner-Aufzüge die Höhe bis zur zweiten Etage

79,5, was für den Triebkolben 0“,94 ausmacht; für die 40 Centner-Aufzüge die Höhe bis zur ersten Etage

4”,57 oder 1",14 für den Triebkolben; für das Drehen der Krahne, daß fie fich während eines Spieles

der Maschine 2 Mal um je einen Halben Umgang, zusammen 1 Umgang brehen, was für beide Drehcylinder jeben Krahnes zusammengenommen für die 20 Centner - Krahne 1",22 Şub, für die 50 Centner - Rrahne 1",65 Hub ausmacht.

Für ein Spiel sämmtlicher Maschinen beträgt auf Grund dieser Zahlen der Wasserverbrauch mit Zuschlag von 5 pt. für gelegentliche Verluste rund 680 Liter.

Die Zeit eines Spieles sämmtlicher oder jeder einzelnen Mas schine besteht aus den Zeiten, welche für das Heben und Senken der Krahnkette mit oder ohne Laft, das Abhängen oder loslöfen der Coli resp. die Ab- und Zufuhr derselben auf die Platform erforderlich ist. Das Vor- und Zurüddrehen der Rrahne geschieht in der Regel gleichzeitig mit dem Heben und Senken. Erfahrungsmäßig ist nun für alle diese Manipulationen zusammengenommen durchschnittlich die Zeit von 2 Minuten erforderlich.

Der Wasserverbrauch pro Minute fand fich demnach zu 340 Liter oder pro Secunde zu 5,67 Liter von 83 Pfd. Arbeitüdrud.

Die Dampfmaschine, welche fortwährend arbeitet, muß demnach so construirt sein, daß ste pro Secunde diese Wasserinenge liefert, und würde sich der Verbrauch der hydraulischen Hebeniaschine eben so gleichmäßig über den Zeitraum von 2 Minuten vertheilen, fo würde dicses Wasserquantum für den Betrieb der Mas schinen ohne Weiteres ausreichen.

Es muß aber der ungünstige Fall vorausgelegt werden, daß die Manipulationen des Äufziehens der Lasten bei sämmtlichen hydraulischen Maschinen und ebenso diejenigen übrigen Manipulationen, weldie keinen Wasserverbrauch bedingen, zusammenfallen. Nimmt man sicher ungünstig genug an, daß so der fämmtliche Wasserverbrauch während der ganzen Zeitbauer eines Spieles, also in 30 Secunden stattfindet, so werden während dieser 30 Secunden 680 Liter Wasser verbraucht, während die Pumpen nur 30.5,67 = 170 Liter während dieses Zeitabschnittes liefern. Es muß also ein Vorrath von Druckwasser vorhanden sein, welcher im Marimum 510 Liter beträgt. Der hiernach erforderliche Fassungos raun der Accumulatoren ist auf zwei soldier vertheilt, von denen jeder bei 305mm Durchmesser 3",66 Hublänge des beweglichen Rolbens hat. 4. Dampfmaschine, Pumpen und Accumulatoren.

Die Druckpumpen, welche im Stande sein inüssen, pro Secunde 5,67 Liter Wasser von 83 Pft. pro Quadratcentimeter Arbeitsdruck zu fördern, sind mit der ste treibenden Dampfmaschine so in Verbindung gebracht, daß die Punipenkolben die directen Verlängerungen der Dampffolbenstangen bilden, also beim Gange der Maschine dieselben Kolbenhübe und Geschwindigkeiten ftattfinden. Der eine der vorgenannten Accumulatoren ist in dem Machinenhause direct neben der Dampfmaschine aufgestellt und etwas schwerer belastet, als der zweite in dem Speicher aufgestellte Accumulator, so daß sein Kolben immer zuerst fich senkt, sobald die regelmäßige Wasserlieferung der Dampfniaschine für den zeitweiligen Verbrauch der Krahne nidit ausreicht.

Der Accumulator ist mit der Dampfmaschine in der Art verbunden, daß Leştere durch Abschluß des Dampfzuflusfeo zilin Stillstand kommt, sobald der Accumulatorkolben seinen höchsten Stand crreicht hat, also der größte Wasservorrath vorhanden ist. Die Dampfmaschine bleibt nur im Gange, so lange ber Accumulators folben unterhalb seines höchsten Standes fteht oder auf- und abs wärts spielt.

Für die Größen- und Kraftverhältnisse ift Folgendes zu berücksichtigen:

Damit der für die hydraulischen Maschinen beabsichtigte Ara beitsdruck von 83 Pfd. pro Quadratcentinieter stets wirklich vorbanden sei, war der Einfluß der Reibungswiderstände in den Röbrenleitungen und den Stopfbüchsen der Äccumulatoren in Anschlag zu bringen, und zwar der Widerstand in den Drucrohrleitungen bei den weiter unten angegebenen Dimensionen derselben zu höchs stens 0,7 Pfb. pro Quadratcentimeter, der Widerstand der Accus mulatorstopfbüchsen nach vorliegenden Erfahrungen zu 1,4 Þfd. pro Quadratocntimeter.

Damit nun nod) 83 Pfd. Arbeitsdruck pro Quadratcentimeter auf die Kolben der hydraulischen Maschinen wirft, mußte für den Den parallel laufenden Rückrohrleitungen ist derselbe äußere Durchmesfer gegeben; fte sind aber bei verringerter Wandstärke 130* weiter, also resp. 114am und 102*** weit gemacht.

6. Wahl und Dimensionen der Materialien und Kosten

der Anlage. Zur Berechnung der Wandstärken derjenigen Gußeisenconstructionen, welche dem Wasserdruck zu widerstehen haben, ist die Formel benugt:

d= {D (0-1)+1,

Fall, daß der Accumulator im Speicher zeitweilig im Niebergange begriffen ift, für diesen eine Belastung von 83 + 0,7 + 1,4 = 84,4 Pfd. pro Quadratcentimeter angeordnet werden; und damit ferner der Accumulator im Maschinenbause immer schon früher nieDergeht und später steigt, als der im Speicher, wurde für den Accumulator im Maschinenhause eine um 1,5 Pfd. pro Quadratcentimeter größere Belastung angewendet.

Dieser leßtere Druck ist zugleich der Widerstand für die Pum= penkolben der Dampfmaschine, und ergiebt sich daraus deren reine Nußleistung zu etwa 33 Pfröst.; dabei ist indeß zu berückfichtigen, daß die Druckpumpen ihr Wasser aus den ca. 5“,5 Höher gelegenen Rüdlaufecifternen empfangen, was der Leistung der Dampfmaschine ca. 0,4 Pferdestärke zu Gute bringt; ferner, daß die Pumpen während des Zufallen der Ventile ca. 10 pCt. Druckwasser verlieren werden, ihre Capacität also um so viel größer angeordnet werden muß. Die Pumpen waren also thatsächlich für 6,25 Liter Wasser pro Secunde zu construiren, und die wirklich erforderliche Nettoleistung der Dampfmaschine hatte 33 +3,3 ---- 0,4 gleich rund 36 Pfrðst

. zu betragen. Der als Zwillingsmaschine mit 2 Cylindern construirten Dampfmaschine ist ein Kolbenhub von 305" gegeben, und fic foll pro Secunde 1 Umgang maden, pro Minute also 36",6 Rolbengeschwindigkeit entwickeln. Von den vier einfach wirkenden Druckpumpen correspondirt jede mit einer Seite eines Dampffolbens, und als erforderlicher Durchmeffer der Pumpentolben finden sich

P

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zu 381 m.

Während die Dampfkessel, um barin für Zeiten größerer und länger andauernder Kraftentwickelungen einen größeren Dampfvor: rath halten zu fönnen, für 5 Atmosphären Ueberbruck construirt find, soll dič Dampfmaschine ihre Leistung noch gut volbringen können, wenn in den Dampffeffeln nur noch 3; Atmosphären Ueberdruck vorhanden ist, und berechnet sich in Unbetracht der Nebenwiderstände an Kolben- und sonstigen Reibungen aus diesen Vorderfäßen der für die Dampfcylinder erforderliche Durchmesser

Von den beiden jegt vorhandenen Dampfkesseln ist jeder für eine Dampfproduction für netto 24 Pfrost. berechnet, so daß ein Kessel für Zeiten, wo nicht alle hydraulischen Maschinen stark gebraucht werden, ausreidyt, in Zeiten starker Arbeit aber, und for Bald beide Kessel angeheizt werden, 48 Pfrdst. zur Disposition ftehen. Wenn demnächst die zweite Dampfmaschine, welde eben= faus 36 Þfrdst. Nettoleistung haben wird, init dem dritten Dampffeffel aufgestellt sein wird, so können alsdann 72 Pfrost. Nußleiftung entwickelt werden.

Die Belastung der Accumulatorkolben von 305- Durchmesser findet fich für den Accumulator im Speicher = 622 Ctr., für den Accumulator im Maschinenbause = 639 Ctr.

worin D die lichte Weite des Körpers bedeutet, die zugelassene Inanspruchnahme p 420 Þfd. und die Constante 1 = 6mm genommen ist. Für die Drucröhren ist dabei m = 45 Atmophärent = 94 Pfd., für die bydraulischen Cylinder aber, wo Stöße eintreten können, zu ca. 60 Atmosphären = 127 Pfd. geredynet worden.

Sämmtliche Röhren und Cylinder sind stehend gegossen und nachher mit 60 Atmosphären Druck probirt worden, wobei durch aus kein Bruch fich gezeigt hat. Die Krahnfäulen aus Gußeisen sind nad, ber Formel

r.Q.1 — )

berechnet, worin r = den äußeren Halbmesser, r, = dem inneren Halbmesser, 1 = die Höhe der Krahnsäule über ihren Fußpunkte und p = die zugelassene Inanspruchnahme = 350 Pfd. pro Quadratcentimeter bedeutet. Q ist die auf den Kopf der Krahnsäule reducirte Last am Auslegerende, welche sich theils aus der Nußlast, theils aus dem nach dem Auslegerende reducirten Eigengewicht des Krahnauslegers findet und wegen der Stöße noch um 20 pet. vermehrt gedacht ist. Die Krahnsäulen find ebenfalls ftehend gegossen, um einen gleichmäßig dichten Guß zu erzielen.

Die Krahnausleger sind aus Schmiedeeisen, Blech und Winkeleisen construirt, wobei eine Inanspruchnahme von 980 Pfo. pro Quadratcentimeter angenommen ist. Sie sind nach der Formel Ql=1 h (3a +al) p berechnet, worin Q die auf das Auslegerende reducirte Gesammtlast, I die Auslegerweite, h die Höhe des Blechkörpers an der Krahnsäule, a den Querschnitt der 4 Winfeleifen und a' den Quersdinitt der beiden Seitenblechplatten bedeutet.

Die Fundamentplatten für die Krahnsäulen sind aus Guf: eisen mit starken Rippen gegossen und am Halse oben und unten mit ichiniedeeisernen Bändern versehen, für die 20 Centner-Krahne 1*,5, für die 50 Centner - Krahne von 1",8 Durchmesser. Jede Fundamentplatte ist mit 6 Ankerschrauben befestigt, von denen jede einzelne wegen der Umdrehung der Krahne im Stande sein muß, der dahin entfallenden Zugkraft das Gleichgewicht zu halten; ihre Stärke und die Tiefe ihrer Einmauerung sind danach beineffen.

Die Rrahnketten sind für die Triebchlinder der 20 CentnerKrahne und an der Platform der 20 Centner-Aufzüge 16";

die Drehcylinder der 20 Centner - Krahne, die Chlinder der 20 Centner-Aufzüge und die 40 Centner-Aufzüge überhaupt 19mm;

die 50 Centner-Rrahne Durchgängig 20,5 stark genommen.

Die Ausführung der ganzen Anlage wurde von der Maschinenfabrik von G. Egestorff in Hannover übernommen, während von Seiten der Hafen- und Bahnhofsbauverwaltung zu Geestemünde die mit der Aufstellung der Maschinen verbundenen baulichen Anlagen, Fundamentirungen x. beschafft wurden. Die hydraulischen Maschinen mit allen Zubehör an Dampfmaschine, Resseln, Rohr leitungen u. aber haben rund 42,400 Thlr. gekostet, wonach sich pro Centner Tragkraft der ganzen hydraulischen Anlage ca. 100 Thlr. Anlagekosten erdi. Gebäude ergeben.

R. 3.

5. Weite der Röhrenleitungeni. Der Wasserverbraud beträgt pro 2 Minuten durchschnittlich 680 Liter; es fann aber vorfominen, daß diefes Quantum während

Minute den hydraulischen Maschinen zugeführt werden muß, in welchem Falle 170 Liter continuirlich durch die Dampfmaschine und je 255 Liter von jedem Accumulator geliefert werden, von denen der eine im Speicher fteht.

Die 76" lange gemeinschaftliche Druckrohrleitung hat demnach auf die Zeitdauer von einer Minute reducirt 2 (170 + 255) 425 Liter Wasser zu führen, von den Nebenleitungen jede nahezu 212,5 liter, und ift jede dieser Abzweigungen ca. 152" lang.

Damit an Reibungsverlust nicht mehr als ca. 0,7 PD. pro Quadratcentimeter eintritt, ist der gemeinschaftlichen Druckrohrleitung ein Durchmesser von 89mm gegeben, womit diese Leitungen bei weiterer Ausdehnung der Anlage, womit weitere Aufstellungen von 1 bis 2 Accumulatoren in den Speidern verbunden sein werden, auch für den Fall schon vollständig weit genug ersdeinen.

Gedrudt bei A. W. S dyade in Berlin, Stauschreiberstraße 47.

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Berichtigungen und Aenderungen zum Verzeichniß der

Mitglieder
H. Grengel, Ingenieur der Maschinenfabrik von Hummel in

Berlin (1205).
Phil. Sed, Ingenieur der Friedrich - Wilhelmshütte bei

Mühlheim a. 6. Ruhr (1209).
W. lindgens, Ingenieur der Gutehoffnungshütte bei

Sterkrade (677).
Heinr. Lueg, Ingenieur der Gutehoffnungshütte bei

W. E. Sterkrade (885). 3. Stahl, Ingenieur der Gutehoffnungshütte bei Sterf=

rabe (956). Schwab, Ingenieur der Gußstahlfabrik von Fr. Krupp

in Effen (883). D. Lefenberg, Ingenieur der Maschinenfabrik von Schweffel

& Howald in Riel (1275). Aug. Haarmann, Betriebs-Ingenieur auf Neuschottland

(Walzwerk Horst) bei Steele a. D. Ruhr (1055). W. J. Selwig, Ingenieur in England (782). Ch. Bazoche, technischer Repräsentant der Maschinenfabrik von

Rich. Hartmann in Chemniß (99). Ch. Caro, Chemiker in Heidelberg (11).

F. Honigmann IV., Ingenieur der Königsgrube bei

Aachen (1331). von Negri, Director der Sandsteingruben bei Herzogen

A. rath in Aachen (1329). M. Lull, Baumeister der Rheinischen Eisenbahn in Esch

weiler (1330). Louis Carl, Ingenieur der Maschinenfabrik und Eifengießerei von

Ph. Kurz in Haslocher Eisenwerk bei Kreuzwertheim

4. M. in Bayern (1334). Dr. Reimann, Chemiker und Docent an der Königl. Gewerbe

Akademie in Berlin (1335).
Albert Scruff, Ingenieur in Hochbahl (1336).
Schürenberg, Bauunternehmer in Eisen (1337).
F. Gieße, Betriebsdirector der niederrheinischen Kütte

E.
bei Duisburg (1349).
C. Coutelle, Director der niederrheinischen Hütte bei

Duidburg (1350).
Keil, Kupferwarenfabricant in þalle a. d. S. (1339).

Th.
P. Roubel, Gastechniker in Halle a. d. S. (1340).
Adolph Preusser, Ingenieur der Cöln-Mindener Eisen-

bahn in Dortmund (1332). Dahlhaus, Director ber Maschinenfabrik von Stamp

& Co. in Witten (1346). Dr. Loffen, Ingenieur in Witten (1342). Mosler, Ingenieur des Walzwerkes von Funde & GI.

bers in Hagen (1343). Sdalten, Fabricant in Duisburg (1344).

W. 6. Schüp haus, Ingenieur auf den Werken des Bochu

mer Vereines (1345). Stein baud, Lehrer an der Gewerbeschule in Barmen

(1348). Wagner, Mitbeitger der Werkzeugmaschinenfabrik von

Wagner & Co. in Dortmund (1347). Weißmüller, Director der Hohofenanlagen bon .

von Born in Dortmund (1341). Berlin, den 10. Mai 1867.

Herr W. Dahmen, Architekt in Grevenberg bei Aachen und Mitglied des Aachener Bezirksvereines, sowie

Herr . W. Krüger, Rönigl. Commissionsrath und General Director der Actien-Gesellschaft für Fabrication von Eisenbahnbedarf in Berlin, find dem Vereine durch den Tod entrissen worden.

Dem Vereine find ferner beigetreten die Herren : R. Sembrißki, Ingenieur der Maschinenfabrik von E. Rei

nice in Königsberg in Preußen (1333).

23

A

M it the il unge nt aus den Sißungsprotokollen der Bezirks- und 3 w eigoereine.

Zweigverein. Technischer Bercin für Elfenbüttenwefen. (Fortseßung von Band x, Seite 481.)

(Hierzu Figur 1 bis 3, Tafel IX und Tafel x.) Generalversammlung vom 14. October 1866 in Siegen. Vorsigender: ør. Emil Langen. Protokollführer: Hr. El bers.

Hr. R. Daelen hielt folgenden Vortrag über einige Fortschritte im Eisenhüttenwesen, und zwar zunächst

über gemauerte Dampfhammerfundamente: Wenn meine Mittheilungen über Fortschritte im Eisenhüttenwesen auch nicht viel Neues bieten, so hoffe ich doch, daß meine · Fachgenossen sich soviel dafür interefftren werden, um diese Gegens stände weiter zu besprechen und durch Mittheilung von Erfahrungen später Regeln feststellen zu können, wozu die Theorie uns jegt noch keine Anhaltspunkte giebt.

So z. B. befindet man fich in nicht geringer Verlegenheit, wenn man ein Fundament und die Chabotte für einen schweren Dampfhammer *) ausführen soll. Ein Beleg hierfür sind schon die große Verschiebenheit der angewendeten Constructionen, sowohl in Holz als in Stein, und die vielen Unzulänglichkeiten, welche fich dabei gezeigt haben. Allerdings mag hierfür die sehr berschiedenartige Bodenbeschaffenheit ein Hauptgrund sein; dies kommt jedoch auch bei den Dampfmaschinen vor, und dennoch weiß jeder Sachverständige in solchen Fällen, wie ein gutes Fundament anzulegen ist.

Die Frage, wie schwer die Chabotte eines Dampfhammers zu machen sei, ist bis ießt ebenfalls noch nicht gelöf**). Es founmen hierbei in Betracht das Gewicht des Hammerbares, seine Fathöhe, und ob Dberdampf angewendet wirb ober nicht; ob mit Erpansion oder direct wirfend.

Es leuchtet zunächst ein, daß je größer das Moment des Hammers ist, desto schwerer die Chabotte fein muß; es kommen jedoch auch noch die Unterlage und die Bodenbeschaffenheit in Betracht: Je elastisder die Unterlage und je weicher und schlechter der Boden ist, um so schwerer muß die Chabotte sein, wenn fte dem Hammer genügenden Widerstand leisten soll

. Eine fernere Frage ist die: soll das Hammergerüst auf einem besonderen Fundamente stehen oder mit der Chabotte verbunden werden?

Meine Erfahrungen haben mich für den legteren Fall, verbunden mit einer ganz festen Stein- oder Mauerwerkunterlage, entscheiden lassen, und zwar weil diese Construction fidh ain besten bewährt hat und am billigsten herzustellen ist.

Diese Construction hat jedoch den Mangel, daß sie sehr bald ihre Grenze erreicht, weil die Chabotte aus einem Stücke aus Gußeisen besteht, und man nicht überall in der Lage ist, ein Stück von 800 Ctr. und mehr zu gießen, noch weniger dasselbe weit transportiren zu können.

In dieser Lage war auch Hr. Schwarßkopff, welcher für einen Hammer von 100 Ctr. Fallgewicht zu Carl&werf bei Neuftabt-Eberswalde ein Fundament zu construiren hatte. Er nahi daher seine Zuflucht zu einer Chabotte, bestehend aus einen schmiedeeisernen, runden Refsel mit flachem Boden, welcher mit harten Ziegelsteinen und Cement ausgemauert wurde. Eine leichte

Chabotte von Gußeisen diente ale Deckel und zur Befeftigung des Amboses. Nach Abänderung einiger Mängel foll diese Construction fich zulegt gut bewährt haben.

Hierdurch angeregt und ebenfalls in der Lage, für einen Danipfhammer von 150 Str. Fallgewidyt eine hinlänglich schwere Chabotte aus einem Stücke herstellen zu müssen, enschloß ich mich ebenfalls zu dieser Construction.

Der Boden, auf welchem der Hammer aufgeftellt werden follte, war sehr schlecht, indem unter einer Lehmschidht von 10 Fuß (3",14) fich eine Fließlage von großer Mächtigkeit befand, welche zu durchsenken sehr viele Mühe und große Kosten verursacht haben würde. Ich ließ deghalt eine Grube von 8 Fuß (2“,43) Tiefe ausgraben; eg blieb mithin noch eine Schicht von 2 Fuß (630mm) Lehm auf dem Fließ, auf welcher ich unmittelbar die in Fig. 1, 2 und 3, Saf. IX, dargestellte combinirte Chabotte aufstellte.

Sie besteht aus dem Blechcylinder A (mit unterem, festein Boden, der noch durch sechs Rippen a, a., verstärkt ist) und dem äußeren Mantel BB, welcher wieder durch acht Blechwände b, b.. mit dem Cylinder A verbunden ist. Der Zwischenraum zwischen beiden ist unten offen, oben aber theilweise durch die Fundamentplatten C, C des Hammergerüstes und durch das Winkeleisen cc geschlossen. Sowohl der innere Cylinder, als der Zwischenraum wurden mit Beton ausgefüllt, bestehend aus fleingeschlagenen, ganz hart gebrannten Ziegelsteinen, Wasserfalk und Flußland. Diese Masse hat jedoch den Fehler, daß ste zu lange Zeit zur Erhärtung gebraucht; als der Hammer nach 3 Monaten in Betrieb genommen wurde, war die Masse im Inneren Cylinder noch nicht erhärtet. Die gußeiserne Chabotte D wurde durch die Hammerschläge bis auf 10 Zoll (253"m) tiefer in den Cylinder A hineingetrieben, wobei eine weiche Masse nach oben durch die Fugen Herau quol. Schon glaubte ich die ganze Einrichtung als verfehlt ansehen zu müssen, als die Chabotte zu stnken aufhörte. Nach Wegnahme derselben fand ich den Beton To hart, wie den härtesten Stein. Ich ließ nun den durch die Senkung entstandenen Raum mit harten Ziegeln und Cement wieder ausmauern, und seitdem ift der Hammer beinahe 2 Jahre im Betriebe, ohne daß die mindeste Aenderung oder Senkung des Fundamentes vorgekommen wären.

Die Herftellungskosten dieser Chabotte sind: Kesselschmiedearbeit pro Centner 7 Thlr. 20,200 Pfb. 1414 Thlr. Gußeisen pro Sentner 21 Thlr. . 30,000 750 Beton 1180 Cofff. à 5 Sgr. (36,46 Cubikmeter à 53 Shlr.)

141,600 - 196

191,800 Pfo. 2360 Thlr. Es crhellt hieraus, daß man auf diese Weise auf jeder Stelle, sogar auf schlechtem Boden eine nidyt nur sehr gute, sondern auch sehr billige Chabotte herstellen kann, denn jedes andere System würde das Doppelte oder Vierfache an Kosten erfordern.“

In der auf diesen Vortrag folgenden Discussion wurde begüglid, der Chabotten die von einer Seite vertretene Ansicht, als müsse das Gewicht fich im Verhältnisse zur Schwere des Hammerbåren wie 10:1 verhalten, entschieden bekämpft und dagegen geltend gemacht, daß eine solche fire Proportion unmöglich aufgestellt werden könne; es müsse vielmehr für jeden einzelnen Fall die gefammte mechanische Wirkung des Hammers, welche neben dem Gewidyte des Bären auch von der Höhe des Hubes und der event. Anwendung von Oberdampf abhängig sei, in Rechnung gezogen werden. So ivende f. B. Hr. Rrupp bei Hämmern bis zu 50 Otr. und etwa 4 Fuß (1“,25) Hub ein Chabottengewicht bon

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