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Der Vorstand des Architekten- und Ingenieur -Vereines in Böhmen þat d. d. 15. Januar 0. 3. uns mitgetheilt, daß am 26. bis 28. Februar d. J. jener Verein seine Hauptversammlung in Prag abhalten werde, unit welcher ftatutengemäß eine Ausstellung von Plänen, Modellen und Werken, Erzeugnissen und Materialien aus den Gebieten der Architektur, des gesammten Bauwesens, der Mechanik, des Bergbaues und Hüttenwesens,

der Telegraphie, Physik und Chemie in ihrer Anwendung auf die Technik verbunden sei, und er verband mit dieser Mittheilung, , gestüßt auf das so werthe freundliche Entgegenkommen und die ausgesprochene freundliche Gesinnung die Bitte, unser Verein wolle

den Architekten- und Ingenieur-Verein in Böhmen für jene Ausstellung mit Einsendung einiger Gegenftände unterstüßen und im zusagenden Falle diese Gegenstände, größere mit Angabe des Raumes, wo möglich bis Ende Jänner gefälligft befannt geben".

Leider war die Zeit zu kurz, um den Mitgliedern unseres Vereines durch die Zeitschrift noch rechtzeitig von jener Einladung Mittheilung zu machen; indessen wollte ich es nicht unterlassen, hierdurch nachträglich Kenntniß davon zu geben.

Der zeitige Director:

F. Grashof.

Mi tth e ilung en
aus den Sifungsprotokollen der Bezirks- und 3 w eigoereine.
Magdeburger Bezirksverein.

Hr. Baumann theilte zuleßt das Resultat der durch An(Fortseßung von Seite 101.)

bringung eines Drudregulators von Elfter in Berlin in

seiner Fabrik erzielten Gasersparniß pro Monat December 1864 Versammlung vom 7. Januar 1865. - Vorstbender: dahin mit, daß während früher im December 1863 noch 144,000 Hr. Hänel. Protokollführer: Kr. Donath.

Cubiffuß (4450 Cbfmtr.), jeßt nur 88,000 Cubiffuß (2720 Cbfmtr.) Nach Erledigung der Vereingangelegenheiten berichtete der bei derselben Anzahl und genügender Lichtstärfe der Flammen conVorfigende über einen damals im Aders 'schen Kupferwalzwerke sumirt wurden. in der Neustadt ftattgehabten

Versammlung vom 30. Januar 1865. - Vorftgender: Bruch eines Schwungrades

Hr. Hänel. Protokollführer: Hr. Donath. von 134 Fuß (4",237) Durchmesser und 113 Ctr. Schwere bei einer

Hr. Schäffer begann die Reihe der Mittheilungen durch Geschwindigkeit von 120 Umdrehungen pro Minute, weldjes von Vorzeigung und Erläuterung einer neuen Meßtisch verstellung, der gräflich Stolberg'ichen Maschinenfabrif geliefert und auf welche bereits Bd. X, S. 723 d. 3. ausführlich beschrieben wors 4 fache Sicherheit berednet war, und die in Folge des Bruches ben ist. entstandenen Zerstörungen.

Demnächft erklärte ør. Liebau einen von ihm construirten Das Schwungrad saß auf der Vorgelegewelle an einem Nöh- Apparat zur Bestimmung des Kohlensäuregehaltes von Cas: renzuge, betrieben durch eine 25 pferdestarfe Maschine. Es hatte

gemischen plößlich eine so hohe Geschwindigkeit angenommen, so daß die und bemerkte dabei, daß derselbe bereits vielfach in Zuckerfabriken Widerstandsfähigkeit anscheinend in hohem Grade überschrittten angewendet würde und gerade hier, wo die Kohlensäure, aus Ralf gewesen ist.

gewonnen, in fehr gehaltreichen Gemischen bereitet werde, auch Hr. Gärtner berichtete darauf von den Brüchen der in seinem vollkommen genüge. Walzwerke angewendeten Brech

Der Apparat besteht aus einem calibrirten Olasrohre (f. ums Fig. 1

wellen aus Gußeisen, welche stets stehende Fig. 2), welches unten offen, oben dagegen mit einem in ganz gleicher Weise nac, bei

Hahne mit fehr feiner Durchbohrung versehen, verschlossen werden stehender Fig. 1 schräg durch fann. Das Glasrohr ist genau in 100 gleiche Theile getheilt, brechen, wofür die richtige Er- wird beim Gebrauche, nachdem der Hahn geschlossen, mit Wasser klärung mangele. gefüllt und mit dem offenen Ende unter Wasser gebracht.

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Das Gasgemisch wird alsdann von unten durch ein anderes Rohr, mit Gummischlauch zur Verbindung bersehen, eingeführt, bis das Wasser aus der calibrirten Röhre vollftändig verdrängt ift. Durch einen Trichter a oben bringt man alábann eine Quantität concentrirter Kalilösung durch Deffnung des kleinen Sahnes ein, welche sofort eine Verbindung mit der Rohlensäure eingeht. Das fich bildende fohlensaure Kali fließt unten ab, während das bon unten wieder auffteigende Wasser den Raum, welchen die Kohlenfaure einnahm, wieder ausfüllt und mit seinen Niveau die Procente des Sohlensäuregehalte an der Oraduation des Olasrohres anzeigt. Ein kleiner Schieber kann wegen des bequemeren Ablesens auf der Röhre verftellt und als Zeiger benußt werden.

Der Vortragende veranschaulichte das Erperiment durch Ein= blafen von bigarrendampf in die mit Wasser gefüllte Röhre, that durch den Hahn eine Quantität Ralilösung hinzu und fand schließe lich einen Rohlensäuregehalt von ca. 8 pt. Wil man das Gasgemisch außerdem auf Schwefelgehalt prüfen, so leitet man dasselbe einfach gegen effigsaures Bleioryd, welches Schwefelblei im bejahenden Falle bildet, welches fich durch bunkle Färbung fofort Documentirt. Bei einer derartigen Messung find nun allerdings der Drud der Atmosphäre und die Ausdehnung durch Wärme vernachläffigt; die entstehende Unrichtigkeit beträgt indessen etwa nur 1 pt., welches bei praktischen Messungen recht wohl außer Acht gelaffen werden kann.

Betreffs der damals in der Beuchel'schen Zuckerfabrik stattgehabten

Steffelerplofion bemerkte Hr. Lipfe, daß vermuthlich kein fehr hoher Druck vorhanden gewesen, indem aus dem Manometer Quecksilber nicht herausgeworfen fci. Das Feuerrohr wäre in ziemlich verticaler Richtung völlig platt zusammengedrückt, in Folge bessen auch in den Nietreihen aufgeriffen, ähnlich wie das Feuerrohr des ebenfalls jüngst erplodirten Ressels in der Fabrik bon Röhne und Böfelmann (in ähnlicher Weise waren auch die Feuerrohre der nach dieser Zeit noch in Germisch bei Burg und Barbh erplodirten Kefsel in Zuckerfabriken zusammengedrückt).

Der Vorstßenbe fügte dem noch hinzu, daß die Erplofton ers folgt rei, als eben der Heizer den Rauchschieber geschlossen habe,

deutete auf die bereits durch Arago nachgewiesene Eventualität hin, daß nad Entzündung und Detonation der im Feuerrohre bes findlichen Gale' ein luftleerer Raum fich möglicherweise gebildet habe und der Zusammendrückung dee Feuerrohre Vorschub ges leistet sein konnte, und gab der Vermuthung eines ähnlichen Vorganges in diesen Fällen ebenfalls Raum.

Obgleich nun der erplodirte Kessel ein in der zweiten Campagne befindlicher, also noch ziemlich neu gewesen sei, so gäbe. Doch Das Alter vieler anderer Reffel hieftger Gegend zu Bebentlichkeiten Anlaß, und wäre eine gründliche strenge Revision sehr dienlich. Betreffs der gewöhnlichen Drudprobe war die Versammlung der Anficht, daß diese Probe nur eine solche auf Dichtheit, nicht auf Sichers heit sein könne, ba chlechte Bleche und schwache Stellen fich nicht Daburch erkennbar machen, und wurde vom Redner bemerkt, daß die früher bei allen Reflelerplosionen aufgestellten Sheorieen, diese Unglücksfälle auf Elektricitätserscheinungen, Knalgaserplofionen 1. zurückzuführen, durchaus nicht bewiesen seien, und wie auf den Umstand hin, daß die Festigkeit des Eisens bei einer Temperatur von 200° am größten sei, daß bei 400° indessen dieselbe stdy nach Fairs bairn und den Versuchen der Franklin-Institution *) um das 7 fache verringere, so daß Wassermangel und theilweise Erhigung des Kef= fels die Grplostonen zum größten Theile verursachen dürften. Am vortheilhaftesten und zur Förderung der Sicherheit geeignet sei das Beispiel Englande, die Resselrevistonen durch besonders angestellte Ingenieure vornehmen zu lassen und alte, sowie schlecht construirte Ressel zu verwerfen.

Versammlung vom 1. Mai 1865. – Vorftgender : Hr. Hänel. Protokollführer: Hr. Donath.

Die vom Vorstßenden eingeleitete Discuffion über die Coas litionsfrage, welche nebenbei Veranlassung zu Mittheilungen über die Arbeitseinstellungen in Burg war, wurde durch den Beschluß der Versammlung beendet, das Directorium des Hauptbereines durch den Antrag, die Frage allen Bezirksvereinen zur Erörterung vorzulegen und namentlich ein freies Gutachten über die Aufhebung der SS 181 und 182 der Gewerbeordnung zu erzielen, zur demnächstigen Berufung einer Generalcommiffion zu verans lafsen, welche aus den Einzelgutachten eine gemeinschaftliche Aeuße= rung ertrahiren folle. Der Vorstand wurde zur Absendung eines dahin zielenden Antrages beauftragt. (Die Angelegenheit ist inzwischen erledigt. **))

Der Vorsigende erfreute hierauf die Versammlung durch einen längeren Vortrag über die ihm patentirte neue Turbine mit Regulator. Das Patent erstrede sich auf die flnnreiche Regus lirung des Wasseraufschlages, um burch eine Normalwassermenge einen bestimmten Wirkungegrab zu erzielen. Der Redner behielt fich vor, eine besondere Abhandlung für das Drgan des Vereines zu liefern, weshalb von der Beschreibung hier Abstand genommen werden fou.

Schließlich hielt Hr. Quasig einen Vortrag über einen von ihm erfundenen elektrischen Telegraphen, bei welchem die Lelegramme in Typen geseßt, erpedirt und auf der Empfanges ftation gedruckt werden, worüber bereits Bd. IX, S. 743 8. 3. cine betreffende Erklärung des Vortragenden enthalten ift.

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*) Bergl. hierüber Bd. III, S. 265 0. 3. **) Vergl. Bd. X, S. 228 und 239 8. 3.

D. Reb. (2.)

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