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2009,18, 25mm,4,

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arbeiten muß. Dagegen ist dies Instrument zu delicat, als die Stärfen der Nummern der verschiedenen Lehren in Millimtr. daß es in die Hände der Arbeiter gegeben werden kann; es angeben. Sie ist leicht zu handhaben und in der Tasche zu ift daber der Gebrauch der obigen 3 Klinken am besten in führen, und entspricht allen an eine Universalflinke zu stellenfolgender Weise zu empfehlen:

den Anforderungen. 1) Die gewöhnliche Klinke dient für die meisten

Die beiden anderen vou Rarmarsch in seinem Sandpraktischen Zwede, namentlich für die Arbeiter in der Draht-, buch Der mechanischen Technologie, 2. Auflage, I., S. 195, Blech- und Bandeisenfabrication.

erwähnten Klinken, die „Meßringe" und die „Klinfzangen", 2) Die conische Klinte wird von den Drahtziehern find mir nicht durch eigenen Gebrauch bekannt geworden, ebenso angewendet, wenn große Genauigkeit verlangt wird.

nicht das von ihm in den oft erwähnten Abhandlungen erläus 3) Die Universalflinfe ist für wissenschaftliche und terte „Zängelmaß". exacte Messungen und für den Gebrauch des Ingenieurs, fa

Den im Folgenden vorkommenden Reductionen der bricanten und Geschäftsreisenden vorzüglich geeignet, in Ver- versciedenen Maße und Gewichte auf einander find bindung mit Tabellen oder graphischen Darstellungen (wie sie nachstehende, dem Werfe von 8. M. Dove , Ueber Maß und der Ingenieur-Kalender oder diese Abhandlung enthält), welche Messen", Berlin 1835, entnommene Zahlen zu Grunde gelegt: 1 Meter

3,186199 Fuß rheinl. 3,078444 Fuß 'franz. 3,280885 Fuß engl., 1 Qdrtmtr. = 10,151867 Qdrtfß.

9,476817 QdrtfB. 10,76421 Qürtff. engl., 1 Chfmtr. = 32,345874 Chefß.

29,173852 Cbffb. = 35,31615 Coffß. daber:

1 Linie rheini. 2,1795
1 franz. 2,2568 = 204,256, Linie franz.

1 Zoll engl. = 25,8997 ferner

1 Zollpfd. = 0,500 Kilogrm.,
1 altpreuß. Prd. = 0,467711 Kilogrm.,

1 engl. Şandelspfd. = 0,45360 Kilogrm. Das specifische Gewicht des Eisens ist überall = 7,7778 der dünnen meist aus vorzüglichem Eisen angefertigten Bleche

und Drahtforten in der That jene höhere Zahl repräsentirt. angenommen, so daß, wie in Frankreich allgemein ge

Weiter abweichend ist die der Dillinger Blechlehre zu rechnet wird, 1 Chldecimtr. oder 1 Qdrtmtr. von 1mm Dicte

Grunde gelegte Zahl. Danach soll 1 Qdrtfk. altfranz. Blech 7,7778 Kilogrm. 15,566 Zollpfd. wiegt.

von 1 Linie franz. Dide 4 altpreuß. Þfd. wiegen, wonach Nach der in Deutschland üblichen Annahme wiegt 1 Cbffb. sich ein spec. Gewicht des Eisens von 7,85948 ermitteln würde, Eisen 480 Pfd. = 240 Kilogrm., woraus fich ein spec. Ge- was entschieden zu hoch ist. wicht von 7,76801 oder ein Gewicht von 15,526 Zollpfd. pro

Es ist demnach die erste Annahme festzuhalten, daß das Quadratmeter von 1mm Dicke ergeben würde.

fpecifische Gewicht des Eisens 7,7778 Kilogramm, Der Unterschied beider Zahlen ist nur höchst unbedeu: also das Gewicht von 1 Quadratmeter Bled von tend, = 0,2 pCt; doch verdient erstere Annahme den Vors 1mm Dide = 7,7778 Kilogramm = 15,656 3011, zug, weil die Zahlen einfacher sind und weil die Dichtigkeit pfund beträgt.

Aus obigen Zahlen find ferner abzuleiten:
1 Chiff. preuß. Eisen

wiegt 240,456 Kilogrm. = 480,912 Zolpfd.,
1 Qdrtfk.
1 Zoll dict, 20,038

40,076
1

1 Linie

1,67 1 Cbtff. engl.

220,233

485,522 engi. Þandelspfd.,
1 Dortfb.

1 Zoll dia,
18,853

40,46
1

1 Linie a 1 Cbffß. franz.

256,600
1 QürtfB.

1 Zoll dick,
1
, 1 Linie

1,876 Ein Gewicht von 1 Kilogrm. pro Qdrtmtr. entspricht gelegt'haben, namentlich verweise ich in Betreff des Begriffes 0,197008 = 0,197 Zollpfd. pro Qdrtfß. rheinl.,

und der Modificationen des Verdünnungsfactors“ auf die sowie

angeführten Übhandlungen. 0,2048070 = 0,2048 engl. Pfd. pro Qürtff. engl.

1. Die westphälifd) e Drahtlehre. II. Feststellung der Stärken in Millimeter für die

Die westphälische (auch märkische, bergische oder deutsche) Nummern der verschiedenen Lehren.

Drahtlehre ist die älteste von allen, da ste seit fast einem In diesein Abschnitte nehme ich besonders Bezug auf die Jahrtausend in Altena, Lüdenscheid, 3serlohn 20. in Gebrauch vortrefflichen Abhandlungen von Karmaríd und Thomée, ist, wo sich zuerst die Drahtfabrication im frühen Mittelalter welche die in der Aufeinanderfolge der einzelnen Nummern je- entwidelt hatte. Noch heute ist fte in den norddeutschen Fader Lehre hervortretenden Gefeße in scharfsinniger Weise dars brifen am meisten in Anwendung und zwar mit Recht in vieler

1

3,34

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1,53

3,37

21,388

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Beziehung, da ihre Abstufungen viel gleichmäßiger und rationeller sind, als die der meisten anderen Lehren.

Es fehlt leider für diese Lehre eine gefeßmäßige oder conventionelle Reduction der Drahtstärfen auf bestimmte Zahs len, weshalb die Messung der mit zuverlässigen Klinken übereinstimmenden Drahtsorten in oben bezeichneter Weise erfolgen mußte.

Die folgende Tab. I enthält 4 Bestimmungen der Nummern der westphälischen Drahtlehre, auf Millimeter bezogen,

Col. o nach Eversmann vom Jahre 1804 (Thomée

a. a. D. S. 625), d nad Egen vom Jahre 1831 (Untersuchungen über

die Wasserwerke Rheinland - Westphalens, Berlin 1831; auch in Jacobi: Das Bergs, Hütten- und Gewerbewesen des Regier. -Bez. Arnsberg, 1857,

Iserlohn),
e nach $. Thomée sen. vom Jahre 1855 (Tho-

mée a. a. D. S. 625),
f nach meinen Messungen vom Jahre 1862.

und zwar

Sabelle I.

W eft p hälische Drahtlehre.

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schnitt 0,8966), eine logarithmische Linie oder Logistik bildet. Die von 6. Thomée sen. vorgeschlagene , Vereinslehre" mit dem constanten, mit dem der westphälischen Drahtlehre fast identischen Verdünnungsfactor 0,900 stellt eine ganz ähnliche Curvedar, wie aus Blatt 2 und 3 zu ersehen, und fann daber als rationelle, jedod nidt Dem &armarsch'schen Gefeße folgende Anordnung der westphälischen Drahtlehre angesehen werden.

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Es enthalten ferner in Tab. I
Col. a die Bezeichnung der Nummern der westphälischen

Drahtlebre,
b die für diese Nummern auf den Klinken üblichen

Marfen, g die Mittelwertbe der Zahlen von Thomée und

Peters (f und g) als wahrscheinlichste Stärken h die aus den Zahlen der Col. g berechneten Ver

dünnungsfactoren, ferner Col. i und k die Nummern und Stärken der von Thomée

vorgeschlagenen Vereinslehre". Während die beiden ersten Autoren Zahlen fanden, welche mit den Drahtstärken - wenigftens wie dieselben in der Neuzeit im Sandel üblich sind durchaus nicht übereinstimmen (fte sind durchgängig 10 bis 20 pCt. zu hoch), so zeigen die beiden legteren Messungen nicht zu bedeutende Abweichungen (bis incl. Feinmünster nicht über 3 pát., in den dünnen Nummern höchstens 8 p@t., meistens aber viel weniger); es fann daber das in Col. g berechnete Mittel aus beiden die wahrscheinlichsten Stärfen der Nummern der westphälischen Drahtlebre darstellen, und sind aus diesen die in Col. b enthaltenen Verdünnungsfactoren ermittelt.

Eine nähere Betrachtung derselben zeigt, daß die Abnahme eine wesentlich gleichmäßige ist. Das Minimum ders selben ist 0,926, das Maximum 0,868, der Durchschnitt 0,8965.

Die Abnahme ist bei den dünneren Nummern durchschnitts lich weniger start, der Verdünnungsfactor etwas größer als bei den diden Nummern, was im Gegensaße zu der von Karmarsch aufgestellten Regel steht.

Ursprünglich fehlten in dieser Lehre die Rummern Mittelmemet MM und Mittel dünn M, (weiche z. B. von Evers mann und Egen gar nicht bestimmt sind), und es nahm dort die Dice von 4mm, 18 (Grobmemel) sogleich auf 3mm,37 (Feinmemel) ab, entsprechend einem Verdüinungsfactor von 0,816, sowie in fast gleichem Sprunge mit 0,819 von Mittel (2mm,37) auf 3 Schillings (1 **,94). Diese Anomalieen in der fonst sehr gleichmäßig abnehmenden Lehre waren darin bes gründet, daß der Draht, wenn er zuerst bis Grobmemel, später bis Mittel gezogen war, ausgeglüht wurde und dann im aus: geglühten, sehr weichen Zustande beim Ziehen durch das zus nächst folgende Loch eine stärkere Abnahme vertragen konnte, als nachher, wo er wieder spröder geworden war. Auch jest hält man in den westphälischen Drahtziehereien meistens obige Abschnitte für das Glühen inne, hat aber, um eine gleich mäßige Reihenfolge zu erzielen, schon seit längerer Zeit die Nunimern Mittelmemel und Mittel dünn eingeschaltet, wodurch dann die oben genannten Berdünnungsfactoren 0,816 und 0,819 fich in je zwei (0,924 und 0,887, resp. 0,903 und 0,907) zerlegten.

Der Anfangspunft der Lehre (K= 77,88) entspricht gut der Grenze, welche man für die Messung durch Lehren zu wählen hat, für die feinen Nummern ist die durch die Mesfungen constatirte Nummer 10 Goll = 0mm, 22 noch nicht der Endpunft, da man für feinfte Arbeiten bis zu 20 Zoll noch unterschieden hat.

Die graphische Darstellung der westphälischen Drahtlehre (Blatt 2 und 3) zeigt eine fast continuirlidie Curve, welche, weil der Verdünnungsfactor nahezu constant ist (im Durch

2. Die englische Lehre. Die englische Lehre (Birmingham gauge) ist ebenFalls durch eine im Allgemeinen richtige Abstufung ausgezeichnet, sowie dadurch, daß ihre Nummern in festen Beziehungen zum englischen Maßsysteme gebracht sind. Nach vielen vergeblichen Bemühungen gelang es mir, diefe Normen aufzufinden, und zwar in der auf englischen Comtoiren sehr verbreiteten Wandtabelle von Wm. Johnson: Prices and properties of metals. Die Dide jeder Nummer ist durch eine in Birmingham erfolgte Convention in 10 Zoll engl. ausgedrüdt, und enthält Tab. II, Col. a die Hummern, Col. b deren Stärfe in 1000 stel Zoll engl., Col. c dieselbe Stärke in Milimtr., Col. d die Verdünnungsfactoren, Col. e das Gewicht von 1 Qdrtfk. englisch in engl. Handelspfd. und Col. f das Gewidyt von 1 Qürtmtr. in Kilogrm.

Die Zahlen nach Johnson's Angabe, auf Milimtr. reducirt, stimmen bis auf einige Differenzen in den Decimalen gut mit den von Karmarid u. A. gesammelten Ziffern übers ein und sind jedenfalls die zuverlässigsten.

Die englische Lehre beginnt mit Nr. 4/0 = 114,532, etwas zu starf für den Zweck der meisten Lehren, während der eigentliche Anfangspunkt Nr. 1 = 7mm,620 richtiger geseßt ist; fte endet mit Nr. 36 = 0mm,102, einer nur selten übersdrittenen Nüance der Feinheit

Ihre Abstufungen sind, wie oben bemerkt, meistens ratios , nell; fieht man von den später zu erörternden Verdünnungsfactoren für die ersten und legten Nummern, sowie für die von Nr. 17 bis 21 ab, so erscheint die Zahl 0,929 als Mi: nimum, 0,867 als Maximum der Abnahme, also fast genau mit den gleichen Zahlen der westphälischen Drahtlehre stim mend, während der Durchschnitt fämmtlicher Verdünnungsfactoren, ebenfalls mit lepterer harmonirend, 0,8874 beträgt.

Anomalieen begegnen uns, wie bemerkt, bei den ersten Nummern, wo die Abstufungen zwischen 20 und 0, sowie zwischen 1 und 2 zu schwach find (Verdünnungsfactor 0,947); ferner zwischen den Nummern 17 und 21, welche mit 0,845, 0,857 und sogar 0,833 zu starke Abnahme zeigen, dann plößlich auf 0,914 zurütgehen, während weiter ober- und unter: halb der Verdünnungsfactor regelmäßig 0,87 bis 0,90 beträgt. Jene Anomalie ist entschieden zu beträchtlich und für den Bes trieb der Drahtziehereien störend, ebenso wie die in den legten Nummern, wo von Nr. 28 an ganz ungeregelte Sprünge vors foinmen.

Rarmarsch hat eine vortreffliche Rectification der englischen Lehre mitgetheilt, welche in den beiden vorlegten Col. 8 und b der Tab. II aufgenommen ist, indem er zwischen den Nr. 4/0 und 36 einen mit der abnehmenden Dicke der Sorten stetig, und zwar in geometrischer Progreffion fleiner werdenden Verdünnungsfactor einführt (f. Thomée a. a. D. S. 623);

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N1

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4

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6

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