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Einführung des Meter maßes.

(Fortsegung von Seite 37.)

Der bereits mitgetheilten ersten Reihe von Beitrittserklärungen zur Einführung des Metermaße8 fügen wir die nachstehenden hinzu, wobei wiederum mehrfach die erfreuliche That sache zu registriren ist, daß mehrere Etablissements in Folge der ihnen zugegangenen Aufforderung von Seiten unseres Vereines zur volftändigen Einführung des Metermaßes in ihre Bureaur and Werkstätten sich entschlossen haben. 70) Dahin, Knödgen & Kirchner in Fraulautern (seit 1856). 71) Ph. Unger in Gleißweiler in der Pfalz (seit 1846). 72) Heinr. Unger, Papierfabricant in Gleißweiler (seit 1816). 73) Oscar Biffier, Feilenfabricant in Freiburg im Breiøgau

(seit mehreren Jahren theilweise, vom Eingang der ,,Auffor

derung" ab durchaus). 74) Rennebaum & Co. in Cleve (seit 1867). 75) $. Schlieper Sohn in Iserlohn (früher in Grüne bei

Sserlohn) (theilweise). 76 L. Ernstes & Co. in Burtscheid bei Aachen (vom Ein

gange der Aufforderung" ab). 77) Georg Nenzel, Maschinenfabrik in Gießen (feit 1860). 78) Demeufe - bouget & Co. in Aachen. 79) D. Straub, Eisengießerei und Maschinenfabrik in Geie

lingen bei Ulm (seit 1851). 80) Schaaff, Rider's Nachfolger, Papierfabrik in Harden

burg bei Dürkheim, bayer. Rheinpfalz (seit 1854). 81) Baumwoll-Spinn- und Weberei in Arlen bei Singen, Groß

herzogthum Baben. 82) Rübnle'sche Maschinenfabrik (4. Mündler *)) in Fran

kenthal, bayer. Pfalz (seit 1851). 83) Renner & Löffler, Maschinenfabrik in Mannheim. 84) Pallenberg & Selbad), Maschinenfabrik in Mannheim. 85) Martin Aleiter, Maschinenfabrik in Mainz. 86) Maschinenfabrik und Eisengießerei Darmstadt (feit 1842). 87) Gottfried b. Olaß, Spinnereibesiker in Fridau bei Wun

ftebel (seit 1857). 88) Actiengesellschaft für Buntpapier- und Leimfabrication (Phi

lippenauer, E. Gaufen) in Aschaffenburg. 89) E. Herrmann, Dirigent der Schöller'schen Kammgarn

spinnerei in Breslau (seit 1866). 90) Lud. Wilh. Mulberger in Erbad) im Odenwald (seit

1857). 91) Anonyine Actiengesellschaft des Silber- und Bleibergwerf&

Friedrichssegen bei Oberlahnstein in Nassau (seit 1856). 92) P. 3. Rurg, Rippberger Gifenwerf bei Walldürn (seit 1854). 93) W. Venuleth, Madhinenfabricant in Darmstadt (seit 1864). 94) Guft. Lucas, Maschinenfabricant und Mühlenbauer in Dres

den (seit 1856). 95) M. Czarnikow & Co., Kunfts, Strin- und Metallgießerei

in Berlin (von 1867 ab). 96) Siemens & Halake, Inhaber einer Telegraphenbauanstalt

in Berlin (von 1867 nb).

97) Die Gandelskammer in Pforzheim schreibt uns d. d. 6. Des cember 1866,

,, daß man über die Zweckmäßigkeit des Metermaßes in den dortigen Etablissements nur einer Meinung sei, und daß mehrere derselben folches schon seit Jahren eingeführt haben. Die größeren Maschinenbauanstalten und Gießereien seien debody zur Zeit nicht im Stande, hierin durchgreifend vorzugehen, weil ihre Besteller, resp. Abnehmer, namentlich im benachbarten Württemberg, von ihren herge

brachten Maßen nicht abgehen wollen." 98) J. W. Spaeth, Maschinenfabrik und Eisengießerei Duzenda

teid, bei Nürnberg.*) 99) Gerhard, Nähmaschinenfabricant in Darmstadt (seit lån

gerer Zeit theilweise, vom Eingange der Aufforderung" ab

ausschließlich). 100) Gebrüder Sd wars, Maschinenfabrik in Offenbach a. M.

(seit 1852). 101) Fr. Gutwasser in Mühlhausen (seit 1842). 102) Carl Jung in Dahl bei þagen in Westphalen (von

1867 ab). 103) A. 3. Ricard, Bestber eines Hammerwerkes in Dberbilt bei

Düsseldorf (voin Eingange der Aufforderung" ab theilweise). 104) 6. Wagner, Firma: S. Bechtler, Carolinen hütte bei

Burglengenfeld in Bayern (von 1867 ab). 105) Emillo Balbach, Inhaber einer Gefrößfabrik und Schmelz

hütte in Größingen. 106) J. Ch. Sieber in Bruchsal (seit 1851). 107) 3. Forðan, Sohn, Maschinenfabrik in Darmstadt (seit 1857). 108) J. von Schwarz & Söhne bei Nürnberg (vom Eingange

der Aufforderung ab). 109) Hasenclever, Generaldirector der Actiengesellschaft: Che

inische Fabrik Rhenania in Aachen (seit 1852). 110) 3. F. Müller, Gisengießerei und Maschinenfabrik in Fulda

(seit 1863). 111) W. 3. Rohrbeck, Befiger Der Fabrik und Lager demischer,

pharmaceutischer und physikalischer Apparate, Firma: 3. 3.

Luhme & Co. in Berlin. 112) 3. Iraub & Co., Maschinenfabrik in Dettingen bei Kirch

Heim unter Teck in Württemberg (feit 1865). 113) Dupont & Dreyfus, Cofe ofenanlage in St. Johanna

Saarbrücken. 114) Marimiliano hätte bei Burglengenfeld.

(Fortsetung folgt.)

*) Sr. Spaetý schreibt uns bezüglid; d. d. 5. Dec. 1866:

„Durch den Beschluß des Vereines deutscher Ingenieure wegen Einführung des Metermaßes wiederholt an die Wichtigkeit eigenen Vorgehens und Zusammenwirkens erinnert, habe id Anordnung getroffen, daß fo. wohl in meinen Werkstätten jedein betreffenden Arbeiter ein Metermaß außer dem ortsüblichen bayerisden Maßstabe beigegeben wird, als auch ale auf dem tedynident Bureau gefertigten Zeichnungen in Theilen des metrischen Systemes ausgeführt werden mitsfelt. Vermittelst dieser Anordnung hoffe ich bis zum Jahresídhluß 1867 die ausschließliche Anwendung des Meters in meinen Werkstätten ermöglicht z11 haben."

*) Hr. Mündler bemerkt in seiner Zusdrift, daß alle Maschinenfabriken der Pfalz bad Metermaß seit längerer Zeit im Gebranche baben.

M i ttb e ilung en aus den Sigungsprotokollen der Bezirks- und 3 weigvereine.

Magdeburger Bezirksverein.

(Fortseßung von Band IX, Seite 106.) Versammlung vom 28. Mai 1864. Vorfißender: Hr. 6. Gärtner. Protokollführer: Hr. Donath.

Vortrag des Hrn. Lange über die Ergebnisse der nach dem Durchbruche des Wasserbassins bei Sheffield angestellten Unterfuchung über die Veranlassung dieses erschütternden Ereigniffee.

Darauf folgte ein Vortrag des Hrn. Lehmann über hybraulisdie Reaction und Anwendung derselben zur Propulsion von Schiffen, welcher Vortrag bereito Bb. IX, S. 261 1. 3. bollständig mitgetheilt wurde.

Versammlung vom 30. Juli 1864. - Vorsigender: Hr. 6. Gärtner. Protokollführer: Hr. Donath.

Es wurden seitens des Hrn. Frömbling Mittheilungen über die Construction der in Braunschweig aufgestellten Heißlufts maschine von Windhausen und Hud gemadyt, deren Prins cip hinlänglich bekannt sein wird. Genaue Resultate über die Leistungsfähigkeit konnten noch nicht angegeben werden, da die Ergebnisse eingehender Judicatorversuche abzuwarten feien; es wurde in= defien bemerkt, daß ein oberflächlich genommenes Diagramm bon beiden Seiten des Treibcylinders, welcher zugleich als Luftpumpe zur Speisung des Druckerzeugers dient, eben kein günstiges genannt werden könne.

Versammlung vom 1. Dctober 1864. - Vorsigender: Hr. 6. Gärtner. Protofollführer: Mr. Donath.

Es kam ein sehr interessanter Apparat, vorgelegt durch Hrn. Sdäffer, zur Besichtigung. Derselbe war ein Musterzeichner, von dem Erfinder, dem Mechaniker Dertling,

Polygraph genannt, unt hat die Form eines Kaleidoskopes, dessen Spiegelpriểma in Dreieckas, quadratischer, Trapez- und vielseitiger Querschnitts-Form, nach dem Auge zu etwas conisch, und auf ein winziges Object: Bündchen, Papierschnißel, kleine Oblaten, eine Feder, Blumen und Blattstückchen durcheinander gelegt, gerichtet, die herrlichsten Muster in regelmäßiger Wiederholung je nach der Grundform der Prismen viel Mal fid vervielfältigend bildet.

Das Object liegt auf einer Glasplatte, welche von unten durch eine verstellbare weiße Platte verschieden, heller oder weniger hell, beleuchtet wird. Durd farbige, auf die Beleuchtungsplatte unter die Glasscheibe gelegte Seidenbänder fann dem Mufter auch zugleich der gewünschte Farbenton gegeben werden. Ein entsprechend angebrachter photographischer Apparat liefert, wenn nöthig, auch eine Photographie der Muster in verschiedener Größe.

Ferner zeigte Hr. Schäffer einen Gasbrenner, Dita bourg's Patent, nach dem Principe einer besseren Luftzuführung construirt, welcher eine 15 facie Lichtvermehrung, mit Bunsen's schem Photometer gemessen, gegen andere Brenner erziele.

Ueber Dehn'ide Schlammpressen theilte Hr. Baumann mit, daß dieselben das versprochene Quantum nicht schaffteit, und aud, die Ruchen zu dick würden.

Versammlung vom 29. Dctober 1864. - Vorstbender: Hr. Qanel. Protokollführer: Ør. Donath.

Ueber die

Anwendung der Erpanfion bei Sochdrucbampfmaschinen *) hielt der Vorsigende einen eingehenden Vortrag, worin derselbe auf die mannigfachen Irrthümer hinwies, welche in Bezug auf diesen Gegenstand, sowohl in Lehr- und Handbüchern, als aud; in der Praris selbft nod immer vorkámen. So sei es namentlich burdis que falich, daß fich eine um so größere Auộnußung der in gespanntem Dampfe gegebenen Kraft erzielen ließe, je mehr man den Grad der Erpansion erhöhe; vielmehr seien die Grenzen, bis zu welchen hin die Erpansion des Dampfes im Cylinder mit Vortheil noch angewendet werden könne, ziemlich eng gestedt. Denn der theoretisch noch auszurechnende Nußen der Erpanston werde in der Praxis burch verschiedene Umstände gar wesentlich modificirt; namentlid bringe die Abkühlung, welcher jeder erpanbirende Dampf unterworfen fet, und welche bei jedem Rolbenhube eine Abfühlung der Cylinder und Kolbentheile weit unter die Temperatur des anfänglich eintretenden Dampfes zur Folge habe, wesentliche Gffectverlufte mit fic, und 8 sei klar, daß diese Verluste an Wärmeeinheiten nicht durch irgend welche Ummantelung des CylinDers vermieden werden könnten.

Je weiter in einem einzelnen Falle bei einer Maschine die @rpansion ausgedehnt werden soll, mit einem relativ um so höheren Drucke, also audy höherer Temperatur, müsse anfänglich der Dampf in den Cylinder eintreten, und jene angedeuteten Kraftverluste burdy die Temperaturdifferenzen würden um so größer.

Der Vortragende machte auf die mit Erpansionsbampfmaschinen in neuester Zeit in Amerika angestellten Versuche aufmerksam, welche fich von allen dergleichen veröffentlichten Versuchen in dieser Richtung dadurch vortheilhaft auszeichnen, daß dabei der Effect Der unter verschiedenen Bedingungen geprüften Maschine nicht durch Apparate und Instrumente gemeffen wird, sondern durch die damit praktisch geleistete Arbeit selbst. Durch die Maschine wird ein Windflügel von 12 Fuß (3“,658) Durchmesser und 4 Schaufeln von je 11 Fuß (3",353) Länge und 3 Fuß (0%,914) Breite bewegt, und kann so eine stete constante Arbeit der übrigens hinsichtlich bes Erpansionsgrades, der Ummantelung des Cylinders, der mehr oder minder vollkommenen Erpansion u. 1. W. mannigfachen Abänderungen unterworfenen Maschine erzielt werden.

Die gewonnenen Resultate gaben ein untrügliches Bild von bem praktischen Nugen der Erpansion. Die Versuche waren noch nicht beendet, und versprach der Vortragende noch einmal darauf zurückzukommen, wenn fte abgeschlossen und veröffentlicht seien; doch ergaben die bisher mitgetheilten Resultate, in tabellarischer Uebersicht mitgetheilt, schon jeßt die Richtigkeit der Ansicht des Redners, daß man fich wohl zu hüten habe, die Erpanfion des Dampfes zu weit auszudehnen, da die berechneten Vortheile in der Prarie sich thatsächlich in Nachtheile verwandelten.

*) Vergl. hierüber die Abhandlungen BD. VI, S. 173, 187 und 227 und BD. VIII, S. 503 0. 3.

D. Red. (L.)

Abhandlungen. Die Anwendung stark gepreßter Wasser, nach Armstrong's System, zur Kraftübertragung

auf unterirdische Wassersäulenmaschinen.

Von Profeffor R. R. Werner.

(Schluß von Seite 65.)

(Hierzu Fig. 19, Tafel III.)

Aby

(8).

Die Aufgabe soll weiter vervollständigt werden durch die Annahme, daß in irgend einer Strecke in beliebiger Teufe ein Wassersäulengöpel zur Förderung von Lasten betrieben wird. Eine solche Arbeit will ich zunächst – wie es auch in der Regel ist – als eine periodische annehmen und unter: suchen, welches die größtmöglichste Leistungsfähigkeit jener Wassersäulenmaschine sein wird. Die Gesammtlänge der Kraft- und Austrageröhren sei

, 1= 2000 Fuß (627",7078), deren lichte Weite

d = i Fuß (0o,052). Die Zeit, während welcher der Accumulator allein die Wassersäulenmaschine zu treiben vermag, sei tij die von der Regteren aufgenommene Arbeitsgröße

W Fußpfo. (Meterpfd.) pro Secunde; dann ist ähnlich wie oben

A? 21,
W = Aby (1-5-

(4).

(1

h.

(;") ,.28.42

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Die theoretische Leistung mit W, bezeichnet, findet man wegen Gl. (4)

Wit, = und den Wirkungsgrad am für die maximale Leistung mit Hülfe von Gl. (6)

Wm tra nm

} (1 — 5) = 0,633

Wot Die angenommenen Zahlenwerthe in Gleichung (5), (6) und (8) eingesegt und versuchsweise c=12 (=3",766) ermittelt, 1 = 0,019 liefert:

159 Secunden W.= 15803 Fußpfd. (4959,887 Meterpfd.) pro Secunde

(= 32,92 Pfrdst.). Stellt man ferner die in den meisten Fällen zulässige Annahme, daß die Dampfmaschine stetig fortarbeitet, also auch während der Entleerung des Accumulators denselben speist, so wird diese Entleerung verzögert. Die Dauer dafür bes trage alsdann to Secunden.

Wenn der Accumulator in jeder Secunde an die Wassers säulenmaschine den L_ ten Theil seines Inhaltes, alio AC6EFB

. (Cbkmtr.) abgiebt, während er gleichzeitig von der Speisepumpe

ChhfB. (Cbfmtr.) empfängt, so beträgt seine wirkliche Entleerung nur noch

(A - 4) 6bffb. (Cbfmtr.) pro Secunde. Diese mit der Entleerungszeit to multiplicirt, inuß = A oder

( - )' = A oder

(9) sein.

Für tm = 159 und t = 895 erhält man t = 193 Se: cunden.*)

Schägt man den Wirkungsgrad der Wassersäulenmaschine auf = 0,8933 ..., so ist ihre wirfliche Maximalleistung

0,833 ... X 15803 Fußpfd. = 13169 Fußpfd. (0,8889 ... X 4959,837 = 4133,1975 Meterpfd.) pro Secunde oder 27,43 Pferdestärfen.

Indem also die Dampfmaschine mit 12 Pfrdst. stetig

А

t t

dw

Die Geschwindigkeit

А nd,

4 des Wassers ist hierbei wieder gleichförmig angenommen, unter der Voraussegung, daß zwedmäßigerweise die Wassersäulenmaschine mit zwei Windkeffeln versehen ist, mit einem soges nannten pofttiven im Krafts und einem negativen im Aus. tragerohr.

Um die Zeit tm zu finden, für welche W ein Maximum W. wird, ist die erste Ableitung von W nacht,

3. Aall, -(1-5)+

: 0 dt,

d. 2g.to zu legen. Daraus entspringt: ta

(5). 1 — 5 d, 2g Diesen Werth von t? in die rechte Seite von Gl. (4) gesegt liefert:

Wt, - Ahy · 3(1 - $) — W.L. (6) und

nd, (

15),
=
(

(7). *) Y

Ahy

(-1

h

2

,

1

1

11m

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tn

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311,

1.2gb

dw *) Hätte man, bei der Herleitung von à nicht conftant an

dt, genommen, sondern seiner Abhängigkeit von t, mit Hülfe von (1a) Medis nung getragen, so würde man den wahren Werth von tim etwas kleiner und den von W. etwas größer erhalten haben.

*) Für d, it Fuß (= OM,026) würde t = 901, dadurd to negativ geworden sein, was auf die Unzulänglichkeit einer so engen Röhrenleitung hinweist.

2

arbeitet, während t Secunden Füllunges und tn Secunden Entleerungszeit, also (895 + 193) = 1088 Secunden, hat die Wassersäulenmaschine zwar 895 Secunden still gestanden und nur 193 Secunden, oder etwas über den fünften Theil gearbeitet, aber mit einer mehr als 21 fachen Kraft. Es folgt daraus leicht:

der totale Wirkungsgrad = 0,4065. Es muß daran erinnert werden, daß dieses Resultat anf Vorausseßungen (möglichst große Arbeitskraft bei verhältnißmäßig langen Betriebspausen) beruht, welche in Bezug auf Kraftöfonomie ungünstig sind. Kann die Stillstandsperiode zu Gunsten der Arbeitsperiode verkürzt, und das zu liefernde Kraftquantum auf eine größere Secundenzahl vertheilt werden, so wird dadurch zwar die Intensität der Kraft verinindert, die Ausbeute im Ganzen genommen aber vermehrt. Die äußerste Consequenz hiervon würde die sein, daß, sowie die Dampfmasdine, der Wassersäulengöpel ohne Stillstand arbeitet. Das durch würde zwar der totale Wirkungsgrad fich bis auf 0,67 steigern, der Accumulator aber ganz überflüssig sein.

Der dynamische Nußeffect der Anlage kann auch gesteigert werden durch Aufstellung eines negativen Accumulators*), welcher das nur zeitweise von der Wassersäulenmaschine ab: gehende Wasser aufnimmt, und von wo es mit gleich förmiger Geschwindigkeit auch während des Stillstandes abfließt. Der totale Wirkungsgrad würde dadurch auf ungefähr 0,6486+0,4065 = 0,6275 erhöht werden.

Ob hierdurch die Vermehrung der Anlagekosten und des Raumbedarfes für einen zweiten Accumulator gerechtfertigt sein würde, läßt sich nur in concreten Fällen benrtheilen.

Durch Anwendung eines negativen Accumulators fann jedod unter Umständen das Austragerohr ganz erspart werden, dadurch nämlich, daß das andere Rohr abwechselnd das Kraftwaffer zu- und das gebrauchte Wasser abführt.

Bei der maximalen Leistung z. B. würde dies eine Rohr, während 193 Secunden als Kraftröhre dienend, der Wassersäulenmaschine aus dem Accumulator A+

A Cubiffuß (Cbfmtr.) Wasser zuführen, und in der folgenden Stillstandszeit von 895 Secunden, während welcher der positive Accumulator gefüllt wird, würde das Wasser aus dem fich entleerenden negativen Accumulator zurüdfließen. Die Zu- und Abflußgeschwindigkeiten verhalten sich folglich zu einander wie 895 zu 193, und der totale Wirfungsgrad ist ungefähr = 0,50.

An Betriebskraft würde verhältnißmäßig dann am wenigften verloren gehen, wenn die Zu- und Abflußgeschwindigkeiten einander gleich sind. Alsdann muß die Dauer der Arbeit bei verminderter Intensität derselben von 193 Secunden auf 895 ausgedehnt werden, während dessen dann der negative Accumulator A+ A Chife. (Cbfmtr.) Wasser aufzunehmen hat. Er muß für diesen Fall also doppelt so groß, als der positive sein. Der totale Wirkungsgrad ist aber = 0,60.

Zur abwechselnden Verbindung des positiven Accumulators mit der Rohrleitung und dieser mit dem Speisewasserbehälter muß ein Wechselhahn (oder Ventil) mit selbstthätiger Einstellung angebracht sein. Ein ähnlicher für den negativen Accumulator nöthiger Wechselhahn ist an der Wassersäulenmaschine selbst anzuordnen und behufs In- oder AußergangTepung mit der Hand zu stellen.

In gleichem Maße fann der Kraftverlust noch dadurch reducirt werden, daß auch der positive Accumulator unmittelbar vor der Wassersäulenmaschine aufgestellt wird. Je tiefer aber der Ort unter der Speisepumpe liegt, um so stärker muß der Accumulator bei gegebenem Inhalte A und Pressung h gebaut werden; um so theurer kommt er zu stehen und um so mehr Raum nimmt er in Anspruch.

Die mehr oder mindere Tiefe wird hier in jedem besons deren Falle für die Zwedmäßigkeit dieser Aufstellungsart entscheidend sein.

Es ist nod; bemerkenswerth, daß durch Erweiterung der Leitungsröhren der maximale Effect (nach Gl. (7)) wächst, wobei allerdings der Wirkungsgrad 17.ma ungeändert bleibt, oder daß, falls nicht ein größerer Kraftaufwand erfordert wird, der Wirkungsgrad zunimmt. Doch auch hier sieht dem Kraftges winne die Erhöhung der Anlagekosten gegenüber.

In einzelnen Fällen ist es vielleicht geeignet, den Motor mit Speisepumpe und den Accumulator unter Tage aufzu= stellen, in anderen Fällen wieder die Maschinenfraft von über Tage durch Drahtseiltransmission auf das Bumperk zu übertragen.

In allen Fällen aber, in denen eine maschinelle Wasserhaltung vorhanden ist, wird es sehr vortheilhaft sein, den fast immer vorhandenen Ueberschuß an Kraft der Wasserhaltungsmaschine dadurch nußbar zu machen, daß man deren Pumpen ganz oder theilweise als Speisepumpen für den Accumulator arbeiten läßt. –

Nachdem die vorgelegten Beispiele erfennen lassen, welch' bedeutende Vortheile sich aus der Kraftübertragung vermittelst Accumulator auf unterirdische Arbeitsmaschinen ergeben, und wie leicht sich die Transmissionsweise (beispielsweise mit einer 2 zölligen (52) Röhrenfahrt) den in der Regel sehr bes schränkten örtlichen Verhältnissen anpassen läßt, will id schließlich durch eine annähernde Berechnung noch ermitteln, wie groß ein Accumulator wohl fein fann, ohne das für die Auss führung und den Transport an Ort und Stelle hin zulässige Gewicht zu überschreiten. Idy nelme

das Gewicht des Cylinders G = 10,000 Pfd. an,
den Kolbendurchmesser = X Fuß (Meter),
den Sub = %. X Fuß (Meter), %= 5,

die Wasserpressung (Ueberdrud über die Atmosphäre) =p= 100,000 Prd. pro Qdrtfß. (1,015,186 Pfd. pro Qortmtr.) nahe 50 Atmosphären entsprechend -, oder

h = 1600 FUB (502",166), die zulässige Belastung des Gußeisens pro Quas dratfuß k=6944 X 144 = 1,000,000 Pid. (10,151,860 Pfd. pro

Quadratmeter). Ist dann noch die Wandstärke des Cylinders gleich & Fuß (Meter), so ist mit Rücksicht auf den Spielraum des

193

1088

A =

895

895

895

895

*) Diese Bezeichnung halte ich, im Gegensage zu den positiven, ben eigentlichen Accumulatoren, gerechtfertigt durch die Analogie mit ben positiven und negativen Windfeffeln bei Bumpen und Wasserfäulenmas schinen.

ans

20

P

o+1

20

Man ersteht daraus, daß die Kraftcapacität eines Accumulators proportional dem Gewichte des Cylinders ist. Für

G= 10,000 und p= 100,000 (1,015,186) ist: Ap=7,426,000 Fußpfd. (2,330,659 Meterpfd.),

74,26 Cbffß. (2,29582 Chkmtr.) und nach GI. (11)

2,664 Fuß (0",88617),

13,32 Fuß (4",18085),

d = 0,14 Fuß (= 1,68 Zoll) (= 43mm,94), der Querschnitt des Kolbens

Plungerkolbens im Cylinder, welchen man auf

, so = nehmen kann,

28.k=p(x->) oder 8 = X .

(10); ferner G=%.*(1+3). A . x*(1+

x*(1+"+1)*.q. Der Summand s ist mit Rüdsicht auf Boden und Hals des Cylinders zu 1 hinzugefügt. Und q= 450 Pfd. (9– 14,555,655 Pfd.) ist das Gewicht von 1 Chiff. (1 Chlmtr.) Gußeisen. Nun ist aber

%
A.

(11); daber

G=Ap.5,6(1++0.5) . (12).

A

X

X X =

)

κπx3

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4

4

9 k

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die Belastung desselben 557,467 Pfd.

Hydraulische Pressen läßt man zwar häufig mit Pressungen von 10,000 Pro. pro Quadratzoll, d. i. p = 1,440,000 (14,618,678), oder h= 23,153 (7266",67) arbeiten, höhere Pressungen aber als 50 Atmosphären oder p = 100,000 (1,015,186): b = 1600 (502",166) hat man jedoch noch nicht auf Accumulatoren angewendet, und ich bezweifele aud) in Beziehung auf Dichtung, Reibung und Abnußung der Bewegungsorgane der Wassersäulenmaschine die Zweckmäßigkeit einer stärkeren Pressung. Einein vergrößerten h entspricht zwar ein erhöhter Nußeffect (Gleichung 4), aber auch eine Vertheuerung der Anlage der stärkeren Röhren wegen.

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Ueber die Anwendung von Maschinen beim Puddelbetriebe.

(pierzu Figur 1 bis 7, Tafel IV.)

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Unter den Neuerungen im Eisenhüttenprocesse verdienen die Anstrengungen volle Beachtung, welche seit Jahren in England und Frankreich gemacht werden, um die schwere Handarbeit des Puddlers ganz oder theilweise durd mechanische Vorrichtungen zu erseßen. Wenn auch in England die Hüttens besiger, durch die oft wiederkehrenden Arbeitseinstellungen (strikes) benachtheiligt, mehr aus diesem localen Grunde wünschen müssen, durch Anwendung von Maschinen.ftch mehr und mehr von den Arbeitern unabhängig zu machen, so ist doch auch, abgesehen von diesem Gesichtspunkte, die Erleich: terung einer anstrengenden und aufreibenden Arbeit durch Anwendung von Maschinen im Interesse der Arbeiter sowohl, wie eines größeren Aufschwunges der Industrie, sehr beachtungswerth.

In Deutschland sind bis jet feine mechanischen Borrichtungen beim Puddeln in Anwendung gekommen, um so mehr ist es Pflicht, auch der Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, die im Auslande auftretenden Verbesserungen mitzutheilen und den Eisenhüttentechnikern Gelegenheit zur Prüfung derselben zu geben.

Zweck des gegenwärtigen Referates ist nun, die feit Jahren in in- und ausländischen technischen Zeitsdriften zerstreuten Mittheilungen über die Anwendung von Maschinen

beim Puddelprocesse zusammenzustellen, um auf diese Weise einen Ueberblick dieser interessanten Frage zu geben.

Beim Puddelprocesse ist in zwei verschiedenen Perioden, erstens beim Rühren, dann beim Aufbrechen und luppen: machen, die Handarbeit des Puddlers eine anstrengende, und die Anwendung von mechanischen Vorrichtungen zur Ersegung der Handarbeit fann sich auf eine dieser Perioden oder auf beide zugleich beziehen.

Die Periode des Rührens ist nach der Natur des zu verarbeitenden Roheisens und der daraus herzustellenden Qualität des fertigen Fabricates von sehr verschiedener Dauer. Während weißes, did einschmelzendes, raschgehendes Roheisen, wie es zur Fabrication von Eisenbahnschienen und zur Hers stellung von Eisensorten geringer Qualität verarbeitet und mit einem halben Hafen bearbeitet wird, diese Periode schon durchs laufen hat und aus dem flüssigen Zustande in einen diden, teigartigen übergeht, müssen dünn einschmelzende Robeifensorten, wie sie für Draht, Feinkorn und Puddelstahl verarbeitet werden, oft mit drei, vier und mehr Hafen gerührt werden, nehmen also die dreis und vierfadye Zeit in Anspruch und erfordern eine sehr anstrengende Arbeit der Puddler.

Das Aufbrechen, Umfeßen und Luppen machen geschehen nach der Qualität des Fabricates mehr oder weniger

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